Samstag, 7. Juni 2014

Jetzt wächst zusammen was zusammen gehört.


 Das mit der Luther-Botschafterin ist schon ein prima Job für die dümmste Bischöfin Deutschlands.
Man ist immer im Gespräch, wird dauernd zitiert und eingeladen.
Andererseits ist die Jobbeschreibung so vage, daß man nicht wirklich intellektuell arbeiten muß und debil vor sich hin schweigen kann, wenn wieder einmal eine klügere Person nachweist was für ein durch und durch mieser Charakter der widerliche Antisemit und Bauernhasser Martin Luther war.

In der Doofheits-Olympiade der Protestantenbischöfe läuft Margot Kässmann außer Konkurrenz. Sie würde jeden anderen jederzeit schlagen.
Die Exbischöfin von Hannover ist insofern eine Ausnahme, als mir weibliche Bischöfe im Durschnitt intellektuell ihren männlichen Kollegen überlegen zu sein scheinen. Ich vermute, das hängt damit zusammen, daß „Bischof“ immer noch eine Männerdomäne ist und eine Frau, die sich dort durchsetzt auch besonders gut sein muß.
Die weltweit erste Bischöfin, Maria Jepsen in Hamburg, war in Relation zu den anderen Mitgliedern ihres Berufsstandes hyporeligiotisch und geradezu sympathisch.
Ihr Nachfolgerin Kirsten Fehrs muß auf der evangelischen Doofheitsskala von Käßmann bis Jepsen deutlich auf der Kässiseite verortet werden.
Natürlich, das Niveau ihrer Kollegin aus Hannover reicht sie nicht, aber sie bemüht sich.


Der Lutherbotschafterinnenjob hat aber auch Nachteile, denn offenbar erwartet man nun von Margot Käßmann Substantielles zu verkünden.
Als Bischöfin war sie es gewohnt bei persönlichen Problemen  - Ehemann läuft weg, Klimakterium setzt ein, Brüste werden schlaff – sofort bei der BILD anzurufen und dort die intimsten Dinge auszubreiten.
Diese Käßmann-typische Verquickung von Theologie und Morologie sorgte mit dem Multiplikator BILD für die gewaltigen Auflagen ihrer theorologischen Bücher.

Bewegt sich die Lutherbotschafterin allerdings außerhalb der engen Grenzen des BILD-Zeitungsleserintellekts, werden die Reaktionen schon einmal weniger euphorisch.

Ihr Vorschlag Afghanistan durch Gebete mit den Taliban zu befrieden, funktionierte unerklärlicherweise in der praktischen Umsetzung nur suboptimal.

 
Obwohl ich natürlich auch nicht verstehen kann, wie jemand Käßmanns Erkenntnis, daß die DDR nur durch Gebete untergegangen sei, widersprechen kann.

Plappermäulchen Käßmann weiß zwar nichts, aber umso mehr drängt es sie vor die Mikrophone und Kameras, um das zu beweisen.
Fünf Jahre nachdem ich den Begriff „Plappermaul“ für die Oberbischöfin einführte, ist dieser inzwischen von der Wissenschaft übernommen worden.
Zum Beispiel der Historiker Prof Rolf Bergmeier in seinem jüngsten Buch "Christlich-abendländische Kultur:"

Bergmeier läßt es mit seiner Kritik aber nicht beim Katholizismus bewenden, sondern bezieht die evangelisch-lutherischen Landeskirchen ein. Er zitiert dazu einen Mathematik-Professor: "Wer seine Freude an moralisch garnierten Banalitäten hat, der darf sich bei Frau Margot Käßmann gut aufgehoben fühlen." (S. 197)
 Er läßt auch eine Büchner-Preisträgerin so zu Wort kommen, die von Käßmanns 'haltloser Faselei' spreche und Käßmanns öffentliches Auftreten als 'Plapperismus' bezeichne, 'der den Wunsch nach Kirchenaustritt übermächtig' mache." (S. 197)

Normalerweise grinst Käßmann omnipräsent von den usual Klatschblättern.

Das Sendungsbewußtsein und Selbstvertrauen einer Bischöfin ist üblicherweise unerschütterlich, aber das bedeutet nicht, daß sie auf Bewunderung verzichten will.
In der realen Welt bekommt Käßmann aber den Star-Status, den sie sich erwünscht nur unter den Dümmsten der Dummen.
Insofern ist ihr nächster Arbeitgeber eine sehr konsequente und für ihre Verhältnisse erstaunlich intelligente Wahl.
Sie schreibt nun wieder wöchentlich für die BILD. Back to the roots. Schon vor acht Jahren hatte sie sich intellektuell bei dem Blatt eingebracht, das sie wenigstens versteht.

Die Lutherbotschafterin und frühere Ratsvorsitzende der EKD Margot Käßmann wird Kolumnistin bei "Bild am Sonntag". Ab Mitte Juni wird die 56-jährige Theologin wöchentlich zu politisch oder gesellschaftlich relevanten Fragen Stellung nehmen.   [….] "Mir liegt daran, über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen", kommentierte Käßmann ihr Engagement für das Springer-Blatt.

Jetzt wächst (wieder) zusammen, was zusammen gehört.

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