Donnerstag, 18. September 2014

Echter Trost.


Das Gute an Gott ist, daß man ihm überall begegnet.

Über BILD am Sonntag, SZ und SPIEGEL erreichen uns Gottes Weisheiten via Margot Käßmann, der dümmsten Theologin Europas.

Für mich ist vieles in meinem Leben eine wunderbare Bewahrung Gottes. Ich weiß, es hätte auch anders ausgehen können. Und was dann? Meine Ewigkeit ist geregelt. Seit ich Jesus kenne, weiß ich, dass ich nie tiefer als in Gottes Hände fallen kann. Halleluja

Diesen Käßmann-Spruch sagen die in Syrien und dem Irak massakrierten Christen auch jeden Tag voller Glücksseligkeit auf!
Daher strahlen die Gesichter von geflüchteten Syrischen Frauen, deren Töchter ihnen just geraubt wurden, immer so eine Freude aus, während sie sich vorstellen, wie ihre Kinder gefoltert und vergewaltigt werden.
Ja, die Käßmann denkt richtig mit und erfasst das Leiden der Welt voll und ganz.

Das Gute an Gott ist, daß man ihm überall begegnet.
In der Bibel, in der Präambel des Grundgesetzes, in Gerichtssälen, in der Schule, aber auch in den sozialen Netzwerken zum Beispiel.




Diese Tiefgründigkeit, diese Komplexität muß jeden noch so hartnäckigen Atheisten überzeugen.




Das Gute an Gott ist, daß man ihm überall begegnet.
Zum Beispiel auch, wenn ich einfach nur checken will was es nächste Woche im Fernsehen gibt.

Gegenwärtig habe ich (mal wieder) ein GONG-Abonnement.
Die kleine Gong-Verlagsgruppe assoziiert man immer mit „bayerisch“ und „katholisch“ und „bieder“.
Das stimmt sicherlich auch noch; allerdings gehört der Gong-Verlag heute zu 100% der Funke-Mediengruppe, also dem ehemaligen WAZ-Konzern.
 Mit einer wöchentlichen Auflage von 260.000 Exemplaren ist der GONG zwar kleiner als Hörzu und TV, aber er dürfte trotzdem eine Millionen Menschen erreichen.

Den GONG bewundere ich wegen des auch letzte Zweifel ausräumenden Gottesbeweises vom November 2013 noch mehr als jede andere Zeitschrift.

Wenn der GONG seine religiösen Anwandlungen bekommt, stockt einem der Atem.

In der aktuellen Ausgabe (Gong Nr 13 vom 23.03.12) wird im „Familien-Report“ unter der Rubrik „Unsere Zeit“ empfohlen „Christlich leben mit Kindern!

Vorgestellt wird die Familie Weibhauser, die ihre Kinder Anna (8) und Luis (5) nach der Bibel erziehen und stolz verkünden „Gott ist immer auf unserer Seite.

Ihre Brut haben die Steuerberaterin Sabine (47) und der Kaufmann Thomas (49) schon komplett indoktriniert.
Wenig verwunderlich, wenn man außer der Bibel keine Bücher liest.
Das arme Blag Anna verkündet im Gong, daß sie „wochenlang sparte“, um sich endlich die erste eigene richtige Bibel zu kaufen. 

„Ich wollte keine Kinderbibel. Die hatte ich bereits mehrfach gelesen!“
(Anna, 8)

Auch der Kindergottesdienst gefällt der kleinen Schlaumeierin nicht mehr so gut, wie die Erwachsenenversion.

Mir gefällt der Erwachsenengottesdienst mehr! Besonders die Lieder sind viel schöner als beim Kindergottesdienst!
(Anna, 8)

Es ist ekelhaft mit anzusehen, wie die Weibhausers sich mit ihren Leibesfrüchten prostituieren und sie als kleine Bibelautomaten in einer Homestory vorführen. 

Gut möglich, daß sich die Kinder eines Tages fürchterlich für diesen PR-Coup schämen werden, falls sie irgendwann kapieren, für welche Ideologie sie missbraucht wurden.
Aber natürlich kann jeder seine Ableger indoktrinieren, wie er will.

Schlimm sind die Lobhudeleien der WAZ-Zeitschrift, dessen Autorin Corinna Perrevoort herausstellt wie Anna nicht etwa die Bibel zur Hand nimmt, sondern „freudig“ erregt danach angelt. 
Der Glaube sei eine Tugend und habe der Familie „ein neues Leben“ beschert.

„Der Glaube hilft der Familie immer wieder, sich auf die Grundfeste wie Liebe, Freude und Frieden zu besinnen! Wichtig sind die Rituale: Gemeinsam beten am Tisch und vor dem Schlafengehen, Gott Dank sagen für den schönen Tag und für den Schutz der Familie und Freunde. Auch in Stresssituationen ist Gott immer an der Seite der Weibhausers.“
(Gong 13/2012)

Ich komme zum Christen des Tages Nr 59, auf den ich durch den Buchtipp zu diesem Gong-Familien-Report aufmerksam wurde.

Pastor Heino Masemann hat nämlich das passende Buch zum frühkindlichen brainswashing geschrieben. [……………………..]

Im Jahr 2014 bin ich immer noch stolzer Abonnent des GONGs, da mich seine Lebensberatung voll und ganz überzeugt.

Ich kann wohl behaupten, daß ich eine Menge von persönlichen und familiären Schicksalsschlägen verstehe.
Man soll sich dann aber nicht bei Gott beklagen!

Dafür hat der GONG jetzt Clemens Bittlinger angestellt.
Bittlinger, 55,der singende Pfaff („Am Sonntag im Bademantel…“) scheint Pastor Masemanns Nachfolger zu sein.
Bittlinger ist übrigens auch der Sanges-Priester, der sich erdreistete kritische Fragen an Ratzi zu richten. Verständlicherweise hassen ihn die Katholiban für so eine Anmaßung.

Er ist ein enger Freund von Hartmut Engler, unterbietet PURs musikalische Qualitäten aber noch locker.


Noch schlimmer allerdings, wenn er nicht singt, sondern von Gott redet.

Es gehört sich aber nicht mit Gott zu hadern, wenn die eigene Mutter schwer krank auf der Intensivstation ihre Augen endgültig schloss und man kurze Zeit später dem Vater die Hand hielt, während er starb.

Laut Bittlinger könnte man das doch zufrieden hinnehmen und sagen, daß das anderen ja schließlich auch passiere.
Wenn wir nicht dauernd dankbar sind, wenn es uns gut geht, hilft Gott uns natürlich auch nicht, wenn es uns schlecht geht.
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Danke Herr Pfarrer.


Ich verstehe nur nicht, wie angesichts solch brillanter evangelischer Theologen Menschen aus der EKD austreten können.



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