Mittwoch, 25. Februar 2015

Katholischer Aufbruch in Europa.

Das Bröckeln des katholischen Glaubens in den klassischen Europäischen Hochburgen des Katholizismus wird sicher bald Geschichte sein, da ER, Seine Exzellenz Franz-Peter Tebartz-van-Elst, der glaubwürdigste und beliebteste Bischof der Welt, nun den päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung prägt. Als kurialer Delegat für die Katechese wird TVE der Experte für die Glaubensverbreitung in der Familie sein; ER wird die Einführung der Jugendlichen in den Glauben, also die erste Begegnung mit Jesus Christus organisieren.

Zugegeben, in dieser Disziplin kann die RKK auch in ihren europäischen Kernländern Polen, Italien, Spanien, Malta und Portugal Nachhilfe gebrauchen.

Nachdem sich der Glaubenszwang etwas lockerte und die Jugendlichen nicht mehr buchstäblich in die Kirche geprügelt werden, nachdem Mutter nicht mehr automatisch beim Stillen und Wickeln aus der Bibel vorliest, ist es schwieriger geworden mit dem Erstkontaktverfahren.
Jesus, Gott und der Heigei sind nur drei von vielen anderen geilen Typen, denen Kinder zwischen Danzig und Portimao als Fans huldigen können.

Die polnischen Bischöfe sperren sich mit aller Macht gegen eine Vereinfachung des Kirchenaustrittsverfahrens nach dem Vorbild Deutschlands.
Sie wissen, daß auch im Land Karol Woytilas Hunderttausende nicht freiwillig in ihrem Verein bleiben wollen.
Bisher kann man gar nicht aus der Kirche austreten und muß wie in Spanien bis zu seinem Lebensende Zwangsmitglied sein.

Die Katholiken setzen also wieder einmal auf Zwang.
Nebenan in der deutschen Nordkirche ist man hingegen einfach zum Stupor übergegangen. Man begreift es nicht.

Nordkirche kann sich Kirchenaustritte nicht erklären
Protest gegen die Kirchensteuer oder Glaubensverlust? Immer weniger Schleswig-Holsteiner wollen Mitglied der Nordkirche sein.
[….] Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) geht von einer deutlichen Zunahme der Kirchenaustritte im vergangenen Jahr aus. Man befürchte, dass die Zahl um 50 Prozent und mehr im Vergleich zu 2013 gestiegen sei, sagte Nordkirchensprecher Frank Zabel am Dienstag.
 „Über die Gründe kann nur spekuliert werden, da diese beim Austritt von den Behörden nicht abgefragt werden.“

Was kann man sich als Atheist mehr wünschen, als eine hilflose Kirche, die selbst noch nicht einmal ahnt was ihr Problem ist – geschweige denn, daß sie in der Lage wäre etwas dagegen zu unternehmen?

Statt wie in Deutschland auf die  - ZAHLENDEN – Mitglieder der Kirche zu starren, muß man in den Ländern ohne Kirchensteuerzwang bei der Frage nach Kirchenzugehörigkeiten eher den „praktizierten Glauben“ betrachten.

Obwohl Polen stark katholisch geprägt (Nach off. Statistiken gehörten 2011 ca. 87,2 % der Polen der röm-kath. Kirche an) und das Heimatland des gerade heiliggesprochenen Papstes Johanness Paul II. ist, gehen immer weniger Polen sonntags regelmäßig in die Kirche, teilt das Statistikamt der katholischen Kirche Polens (ISKK) mit. Demnach besuchen nur noch 39,1% der Katholiken jeden Sonntag die Heilige Messe. Das aber bedeutet, dass mehr als 60% der Polen keine praktizierenden Katholiken mehr sind, denn sie halten eines der wichtigsten Kirchengebote, die „Sonntagspflicht“, also die Teilnahme an der sonntäglichen Heiligen Messe nicht mehr ein. Dies ist das Ergebnis einer im vergangenen Oktober Befragung von 10.000 polnischen Kirchengemeinden.

Noch im Jahr 2006 vermeldete Kath.net stolz, Polen habe mit fast 60% Gottesdienstbesuchern die fleißigsten Katholiken in Europa.

Wenn in weniger als einer Dekade fast 20 Prozentpunkte der Kirchgänger wegbleiben, ist Tabartz-van-Elst wirklich gefragt.
ER muß die Begegnung mit Jesus wieder attraktiver gestalten.

Offenbar; dafür muß man kein überkritischer Humanist sein; war es wenig kirchenförderlich, daß auch in Polen jede Menge Pädosexfälle publik wurden.
Kinder zu ficken ist zwar offenbar überall in der zölibatär-misogynen katholischen Priesterszene üblich, aber seitdem die doofen Messdiener nicht mehr anschließend die Klappe halten, ist den Geistlichen der Spaß irgendwie vergällt.
Man muß es wohl so sagen:
Das Prügeln und Vergewaltigen von kleinen Jungs ist irgendwie out und sogar imageschädigend.
Auch wenn die RKK versucht, wie noch heute in Bayern die Opfer zu demütigen und am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, wird sie das Thema nicht mehr los.

Wer gibt sein Kind schon gern dem frommen Typ im Kleid, wenn er bewußt damit rechnet dieser könne seine Finger nicht bei sich behalten?

Welcher Jugendliche lässt sich schon gern mit einem Priester ein, wenn seine Freunde sich dann immer fragen, ob er wohl auch mit ihm ins Bett gehen muß?

Den römischen Delegaten Tebartz-van-Elst wird es sicher freuen zu hören, daß die jüngere Priestergeneration Polens bereits innovative Wege geht, um wieder attraktiv für die Jugendlichen zu erscheinen.

In Gleiwitz fuhr ein 26-Jähriger Priester mit den zwei Ministranten im Alter von 16 und 17 Jahren in seinem Auto an den Rand eines nahe gelegenen Waldes, griff den beiden aber dann nicht in die Hose, sondern baute erst mal einen großen Joint, um gemeinsam einen durchzuziehen.
Moralisch gesehen kann man das nur als riesengroßen Fortschritt im Umgang der Kirche mit Jugendlichen betrachten.
Ob der Geistliche allerdings einer der Schlauesten unter der Sonne war, wage ich zu bezweifeln.
Er parkte sein Auto so sichtbar, daß er kurz darauf ob des undurchdringlichen Qualms im Inneren einer Polizeistreife auffiel.
Die drei Bekifften waren allerdings schon so breit, daß sie gar nicht mehr bemerkten, als ein Polizist die Tür öffnete und schließlich drei Grinsebacken im dichten Haschisch-Qualm ausmachen konnte.

Waldarbeiter wurden auf das im vernebelten Auto sitzende Trio aufmerksam und verständigten die Polizei, die laut polnischen Medienberichten bei dem berauschten Geistlichen dann auch prompt 2,4 Gramm Gras gefunden habe. [….]
Angesichts der zahlreichen aufgedeckten Exzesse und den problematischen Umgang mit der Droge Alkohol ist das, was den Gottesmann jetzt straf- und disziplinarrechtlich erwartet, genauso bigott wie die katholische Kirche selbst. Kriecht der Gute nicht nach Canossa, geht es wohl ab zur Exkommunikation. Dabei hat er doch nur das erledigt, wozu Staat und Kirche in fast keinem Land der Welt, und schon gar nicht im klerikalen Polen, in der Lage sind:
Er hat mit seinen Jungs mal einen gekifft. Von Eltern oder anderen erwachsenen Vorbildern wird im Prinzip erwartet, dass sie ihren Sprösslingen den unbedenklichen Umgang mit Alkohol beibringen, auch um den ersten Vollsuff mit Ausfallerscheinungen zu vermeiden. Nicht anders hat der junge Pfaffe getan, denn die Eltern der Ministranten hätten wohl kaum Verständnis für ihre kiffende Brut. Doch wenn’s um Gras geht ist das gleich “Weitergabe an Minderjährige” und somit eine Straftat, bei der kein Gericht ein Auge zudrücken darf. [….]
Allerdings sollte man seinen Schützlingen, nachdem man sie über Vorzüge und Gefahren der Substanz belehrt hat, auch beibringen, wie man sich nicht erwischen lässt. Das ist schlauer als das Auto und sich selbst so zu vernebeln, dass man selbst die nahende Gefahr in Form eines Polizeiautos auf einem Waldweg nicht einmal bemerkt. [….]

Ich war ja nie ein großer Kiffer, aber daß es im Auto besonders knallt, wenn man mit mehreren Joints und geschlossenen Fenster hocken bleibt, habe ich schon sehr früh erkannt.
Das tat man doch als Jugendlicher schon automatisch nur da, wo man seine Ruhe hatte.
Doofis.


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