Samstag, 15. Oktober 2016

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So viel war uns ja klar, nachdem wir uns Monatelang vor Trump fürchteten, läuft es seit ungefähr zwei Wochen wirklich schlecht für ihn.
Hillary Clinton muß sogar schon befürchten, daß Trump sich in eine derartig miese Lage bringt, daß er doch noch vorm 08.11. hinwirft.
Da sie gegen jeden anderen republikanischen Kandidaten schlechtere Chancen hätte, muß sie darauf achten ihn nicht bei der dritten Debatte völlig auszuknocken.
Möglicherweise schaltet er sich aber auch ohne ihr Zutun aus.

Nach seinem exzessiven Koks-artigem Geschnüffel bei beiden Debatten…..



…unterstellt der arme Irre nun Hillary Clinton Drogenkonsum.

Sexuelle Übergriffe, Jahre ohne Steuerzahlungen - die Vorwürfe gegen Donald Trump werden immer heftiger. Der US-Präsidentschaftskandidat schlittert von einem Skandal in den nächsten, in den Umfragen verliert er, Spender wenden sich ab. Es wird eng für Trump.
Doch der Republikaner reagiert in üblicher Manier: Statt Reue und Einsicht zu zeigen, irgendwelche Anzeichen präsidialer Seriosität, geht er zum Gegenangriff über. Immer und immer wieder schlägt er um sich - und trifft dabei natürlich unter die Gürtellinie.
Jüngstes Beispiel: Eine weitere Attacke gegen Hillary Clinton. Seine demokratische Kontrahentin hatte ihn in den beiden bisherigen TV-Debatten den Umfragen zufolge klar besiegt. Trump neuestes Manöver: Er deutet an, Clinton habe bei dem zweiten Duell am 9. Oktober unter Drogeneinfluss gestanden.
"Ich weiß nicht, was mit ihr vorgeht", sagte Trump bei einem Auftritt in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire. Am Anfang der Debatte sei Clinton total "aufgedreht" gewesen, dann sei ihr die Puste völlig ausgegangen. "Warum machen wir nicht einen Drogentest?", fragte der republikanische Präsidentschaftskandidat. [….]

Blöd für überzeugte Republikaner.

Vor dieser Wahl wird der in Amerika als Guru verehrte Professor Lichtman, der seit 1984 jede Präsidentschaftswahl korrekt vorher gesagt hatte, besonders häufig interviewt.

Immerhin behauptet er, Trump würde gewinnen.



Allan Jay Lichtman (*1947), politischer Historiker an der American University in Washington, D.C. macht sich mit seiner Prognose nicht nur Freunde.

Gestern gab Lichtman ein Interview auf CNN, bei dem er sich allerdings gekonnt rausredete.
Sein Model betrachte den klassischen Konflikt zwischen zwei großen Parteien.
Wie würde eine vorangegangene Präsidentschaft beurteilt und wie wahrscheinlich straften die Wähler einen Kandidaten derselben Partei ab.

Nachdem acht Jahre ein Demokrat im Weißen Haus sitzt, der in dieser Zeit erst die Repräsentantenhaus-Mehrheit und dann auch die Senatsmehrheit verlor und zudem das Volk noch nie so unzufrieden mit Washington war wie jetzt, wäre es in der Tat zu erwarten, daß der Kandidat der anderen Partei als Präsident gewählt wird.

Wer könnte das nicht nachvollziehen?
Lichtman betont inzwischen aber, die Unzufriedenheit der Wähler mit Washington bezöge sich weniger konkret auf die demokratische Partei, denn auf die Medien, die Lobbyisten und den Gridlock im Parlament, der offensichtlich aber hauptsächlich durch die Republikaner verursacht wird.
Obama hingegen ist derzeit sogar ziemlich beliebt.
Hinzu käme, daß Trump alles andere als ein typischer Kandidat oder gar ein typischer Republikaner wäre, der zudem extrem viel mehr als Hillary Clinton lüge.

With respect to my prediction, my "Keys" system is based on 13 true/false questions where an answer of "true" favors re-election of the White House party - the Democrats. They have exactly six "false" keys against them, just enough to predict their defeat.
However, I also noted that Donald Trump is such a dangerously precedent-breaking candidate that he could upset the verdict of history and snatch defeat from the jaws of victory.
The two candidates have been repeatedly fact-checked by independent sources, and his lies vastly outnumber hers. [….]

Wollen wir hoffen, daß die 32-jährige Serie Prof Lichtmans reißt und er diesmal mit seiner Trump-Prognose falsch liegt.

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