Montag, 22. Mai 2017

Ganz einfach


Was hatten die Großen in der Welt nicht für Sorgen.
Wie würde man wohl mit Trump international zusammenarbeiten; diesem Kai aus der Kiste, der so offensichtlich nicht für Argumente der Vernunft empfänglich ist und unter dem Einfluss der katholofaschistischen Bannon steht?

Die Laune im Kreml, im Zhongnanhai und im Al-Murabba Palast hellte sich inzwischen aber merklich auf.

Wie sich herausstellte, ist Trump gar kein Ideologe, weil ihm dazu die Bildung fehlt. Er ist noch nicht mal ideologische beeinflussbar von den rechtsextremen Stephens (Miller und Bannon), da Trump zu dumm ist, um ihn briefen zu können.
Aus diesen Gründen lassen sich auch die Republikaner in House und Senat das totale Chaos im Weißen Haus bieten. Sie können nach Herzenslust rechtsideologische Gesetze verabschieden. Trump wird alles unterschreiben, weil er es ohnehin nicht versteht.

Für Regierungs- und Staatschefs in aller Welt bedeutet #45, daß sie es mit einem zu tun haben, den sie bequem lenken und manipulieren können.

Trump ist manisch gefallsüchtig. Er will unbedingt gelobt und bewundert werden. Versagt man ihm das, fängt er an zu toben und schlägt um sich. Umschmeichelt man ihn aber, gratuliert zu seinem größten Wahlsieg aller Zeiten, läßt er alles mit sich machen.
Die beiden Sergeis (Lawrow und Kisljak) zeigten letzte Woche wie das geht: Man schmiere dem Clownpräsidenten etwas Honig ums Maul und schon plappert der Gebummfidelte geheimste Informationen aus, die die Russen schon immer haben wollten.

Noch besser als umschmeicheln funktioniert Bestechung.
Dazu schiebt man einfach ein paar Millionen zum dem einzigen Menschen, der Donald Trump etwas bedeutet außer ihm selbst: Ivanka.


Xi Jinping begriff als Präsident des Landes, welches Trump im Wahlkampf am meisten beschimpfte, als Erster wie man sich Trump gefügig macht.
Er schob Ivanka während seines Besuchs in den USA mehrere exklusive Markenrechte in China zu.

[….]  Ivanka Trump Marks LLC [verfügt] nach aktuellem Stand über 16 registrierte Marken in der Volksrepublik. Mit diesen bekäme die "First Daughter" angeblich Monopolrechte für den Verkauf von Schmuck, Taschen und Wellness-Dienstleistungen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.
Nach Recherchen der Nachrichtenagentur AP bekam die Firma an dem Tag den Zuschlag, als Ivanka Trump am 6. April abends mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida zusammensaß. [….]

Die Einnahmen sprudeln nur so; um zwei Drittel zogen Ivankas Verkäufe in China in den letzten 12 Monaten an. Genau wie ihr antimoralischer Vater kennt sie dabei keinerlei Skrupel. Der Renminbi rollt.

[….] 1 Dollar Stundenlohn: Ivanka Trump soll chinesische Arbeiter ausbeuten.
Ivanka Trump lässt ihre Kollektion in China produzieren - offenbar unter erschreckenden Arbeitsbedingungen. Hungerlöhne und 12-Stunden-Schichten seien an der Tagesordnung, so eine Arbeitsrechtsorganisation. [….]

König Salman, als Hüter der heiligsten Stätten des Islams und reichster und mächtigster Sunnit, war wie Xi indirekt eins der Hauptangriffsziele Trumps.
“Donald Trump calls for a total and complete shutdown of Muslims entering the United States” tönte er im Wahlkampf undversuchte sich als Präsident mehrfach (vergeblich) an einem Travel-Ban für Muslime.
Da kann ein Saudischer Herrscher schon nervös werden.
Aber Salman guckte sich bei Xi ab wie es geht.
Donald Trump steht auf Gold, Geld und Schmeicheleien.
Glücklicherweise verfügt das märchenhaft reiche Haus Saud über Gold-Paläste gegen die Mar A Lago ärmlich wirkt.
Und um den Sack zuzumachen, gab es wieder Millionen für Ivanka.

[….] Für Ivanka Trump hat sich die erste Auslandsreise ihres Vaters bereits jetzt gelohnt: Die Lieblingstochter von US-Präsident Donald Trump eroberte am Wochenende zunächst die sozialen Netzwerke der arabischen Welt. Dort entwickelte sich der Hashtag "Bint Trump" - auf Deutsch: "Trumps Tochter" - zum Top-Suchbegriff.
Dann erhielt Ivanka Trump von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Riesenspende in Höhe von 100 Millionen Dollar. Das Geld ist für einen von ihr mitinitiierten Fonds der Weltbank bestimmt, mit dem Unternehmerinnen gefördert werden sollen. [….]

Trump war sehr zufrieden. Nun bekommt Salman alles was er von den USA will.

Angela Merkel begriff diese extreme Ausprägung der nepotistischen Kleptokratie ebenfalls sehr schnell und lud Ivanka nach Berlin zu offiziellen Terminen ein, obwohl die Frau über keinerlei Qualifikationen oder Regierungsämter verfügt.


Unglücklicherweise nützt der Bundeskanzlerin die Erkenntnis der Käuflichkeit Trumps nicht viel, da sie anders als Autokraten des Schlages Salman, Xi oder Putin nicht mal eben 100 Millionen Euro aus der Staatskasse an Ivanka überweisen kann.

Das sollte eigentlich die Stunde der deutschen Großlobbyisten sein, die sich vor amerikanischen Strafzöllen fürchten.
Matthias Wissmann (Präsident VDA), Dieter Kempf (BDI-Präsident) und Eric Schweitzer (DIHT-Präsident) sollten dringend zusammenlegen und auch 100 Millionen Dollar an Ivanka schicken.
Dann hätten sie das Weiße Haus in der Tasche und könnten weiter ungestört Geschäfte mit den USA tätigen.