Dienstag, 13. August 2019

Wenn sich Atheisten und Katholiken einig sind.

Diejenigen Dunkelkatholiken weltweit, die sich über die verweltlichten Episkopate Europas und Nordamerikas echauffieren und in ihnen den Untergang des Christentums wittern, können langsam aufatmen.
Nach Lesart der Lohmanns, Kubys, Bergers, Matusseks, Kisslers, Baddes, Mosebachs, Spaemanns, Brandmüllers, Launs, Ockenfels‘, Geis‘, Gaulweilers und Posselts ist es die „Beliebigkeit“ der deutschen Katholiken, die zu den Kirchenaustritten führt.
Zölibat, Homophobie und Frauenverachtung könnten nicht der Grund sein, da die EDK noch schneller Mitglieder verliere.
Außerdem sind da noch die radikalen Episkopate Afrikas und Asiens, deren Bischöfe und Kardinäle sich freundlich zustimmend zu radikalen Homogesetzgebungen zeigen, ja sogar für Verständnis gegenüber der Todesstrafe für Schwule werben.

  […..] Vor einigen Tagen hat die Aussage eines Kardinals aus Tansania große Empörung ausgelöst: Er wolle lieber verhungern als Homosexuelle zu akzeptieren. Die Worte von Erzbischof Pengo zeigen, dass Schwule und Lesben in den meisten afrikanischen Ländern diskriminiert werden – auch durch Mithilfe der Kirche.
Zynischer geht es kaum: "Es ist besser, an Hunger zu sterben, als Hilfe zu erhalten und zu Dingen gezwungen zu werden, die dem Wunsch Gottes widersprechen", sagte der tansanische Kardinal Polycarp Pengo vor kurzem – ausgerechnet bei einer Erntedank-Feier. Der Erzbischof der Hauptstadt Daressalam bezog sich darauf, dass die Entwicklungshilfe einiger Länder an die Akzeptanz von Homosexualität gebunden ist. Dabei greift Pengo ein Thema auf, das bereits seit einigen Jahren in Tansania präsent ist. Denn: Die Diskriminierung von Homosexuellen ist dort weit verbreitet – wie in den allermeisten Ländern Afrikas. [….]

Kardinal Turkson, der als so papabil gilt, daß er 2013 als Ratzis Nachfolger gehandelt wurde, findet es ebenfalls richtig Schwule hinrichten zu lassen. Aber viele Kardinäle haben derart radikal menschenfeindliche Ansichten. Auch ein gewisser Jorge Bergoglio paktierte mit der rechtsradikalen argentinischen Junta und könne daher sicher nicht Papst werden orakelte der katholische „Tagesanzeiger“ Anfang 2013 und warf ihn in eine Schublade mit den fanatischen Hass-Kardinälen Turkson, Burke und Sarah.

[….] In kürzester Zeit ist der 64-jährige Kardinal Peter Turkson aus Ghana zum Star der Medien avanciert. Der smarte vielsprachige Präsident des päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden wird zum «Obama des Vatikans» erklärt. Er selber sagt dazu: «Sollte ich zum Papst gewählt werden, wäre das ein Signal einer grossen Veränderung.»
Der deutsche Grünen-Politiker Volker Beck hat nun auf die schwulenfeindlichen Ausfälle gewisser Papstanwärter und im Besonderen auf Kardinal Turkson aufmerksam gemacht, der unlängst wieder die Todesstrafe für Homosexuelle befürwortet habe. Tatsächlich hat der Kardinal in afrikanischen Zeitungen Anti-Gay-Gesetze bis hin zu der in Uganda geplanten «Kill-the-Gays-Bill» verteidigt.
Vor allem kritisierte er UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, weil dieser die afrikanischen Staaten aufforderte, Homosexualität zu entkriminalisieren. Turkson meinte, einige Gesetze seien vielleicht übertrieben, aber aufgrund der Tradition verständlich. So wie man die Menschenrechte respektieren müsse, sei auch die Kultur eines Landes zu respektieren. 2009 warnte Turkson, Kondome wiegten die Afrikaner in einem falschen Gefühl der Sicherheit. [….] Viele afrikanische und auch lateinamerikanische Kardinäle vertreten extreme Positionen – zumal in Sachen Moral sind sie oft von der Kultur ihrer Herkunftsländer geprägt. Manchmal waren oder sind die Kardinäle des Südens auch mit Unrechtsregimen verbandelt. In Lateinamerika sind die Zeiten der befreiungstheologisch engagierten und hierarchiekritischen Hirten vorbei. Schon Papst Johannes Paul II. hatte mit der systematischen Ernennung konservativer Bischöfe eine Wende gebracht. Heute paktieren teils selbst sozial aufgeschlossene Latino-Kardinäle mit den Mächtigen. [….] Ein ähnlicher Vorwurf klebt an einem anderen prominenten Papabile aus Lateinamerika, an Jorge Bergoglio, dem Erzbischof von Buenos Aires. [….]  Ungeklärt ist bis heute, welche Rolle Bergoglio als Jesuitenoberer zur Zeit der Militärdiktatur (1976–1983) spielte.  
Wie der katholischen Kirche insgesamt wird auch Bergoglio vorgehalten, in jener Zeit mit der Junta kooperiert und sich nicht für die Verschwundenen interessiert zu haben. Vor allem das Schicksal linker Priester habe ihn und die Kirche kaltgelassen. Konkret wirft man ihm vor, an der Entführung zweier Priester durch das Militärregime beteiligt gewesen zu sein und von dessen systematischem Raub von Neugeborenen gewusst zu haben. Bergoglios Anhänger betonen im Gegenteil, er habe viele sozial engagierte Priester vor der Verfolgung durch die Todesschwadronen der Militärs gerettet.
Der Latino-Kardinal ist erneut Papabile, mit 76 allerdings etwas alt für das hohe Amt. Was die familien- und sexualethischen Positionen betrifft, stimmt er in den Chor der Drittweltkardinäle ein. Als etwa der argentinische Kongress die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften debattierte, wetterte er gegen «die Initiative des Teufels». [….]

Jesus war zwar möglicherweise nicht so ein großer Fan der Todesstrafe („Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“), aber was interessiert die RKK schon der olle Nazarener?


 Innozenz III. (*1161, Pontifex Maximus ab 1198, †1216) einer der ganz großen Mittelalterpäpste, fing an in ganz großen Stil Ungläubige hinrichten zu lassen. Der göttliche Grundsatz Ecclesia non sitit sanguinem (‚die Kirche dürstet nicht nach Blut‘) wurde dezent ausgehebelt, indem die Bischöfe und Kardinäle Todesurteile ausdrücklich in ihrer Eigenschaft als weltliche Herrscher (Fürsten, Regenten, Richter, Lehensherren u.ä.) fällten. Damit waren die Schleusen geöffnet und die Kleriker wurden kontinuierlich brutaler. Mordeten immer mehr, dachten sich perfidere Todesfoltern aus. Das setzte sich bis ins 20ste Jahrhundert fort, in dem die RKK bekanntlich die brutalsten faschistischen Regime stützte, das Totenrequiem für den Katholiken Hitler sprach, den KZ-Mördern zur Flucht vor der alliierten Justiz verhalf, mit der francistischen Diktatur 300.000 Kinder verkaufte und die eifrig den rechtsradikalen südamerikanischen Diktatoren halfen Myriaden Menschen verschwinden zu lassen.
Auch der Genozid in Ruanda 1994, als Christen 850.000 Christen abschlachteten zeichnete sich durch besondere Mordlust der Geistlichen aus.

  [….] Eins kann man aber mit Sicherheit sagen: Die Länder mit extrem hohen Katholikenanteil sind keineswegs, wie von den Bischöfen so gern behauptet, moralisch überlegen.
Im Gegenteil; offensichtlich sind die säkularen und religionsfreisten Länder auch die Friedlichsten.
Katholische Ländern hingegen haben oder hatten auffällig oft faschistische oder faschistoide Diktaturen, neigen auch 2018 wie Polen, Ungarn oder Österreich zu besonders menschenfeindlichen rechtslastigen Regierungsformen.
Einige der katholischsten Länder wie Uganda, Ruanda, Angola, der Kongo, Ost-Timor befinden, oder befanden sich bis vor kurzem in veritablen Genoziden.
Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Guatemala, El Salvador gehören zu den kriminellsten Nationen überhaupt. Dort gibt es Mordraten, die sogar noch über der Amerikanischen liegen.
In Venezuela errichtet sich gerade eine Diktatur, in Guatemala (85% Christen) herrscht immer noch teilweise Bürgerkrieg.

Und das womöglich religiöseste Land der Welt, die Philippinen, haben sich wie die Religioten in den USA mit ihrem Idol Donald Trump, ein besonderes Schätzchen als Präsidenten gewählt. [….]

In Lateinamerika und Afrika haben die Kirchen viel Zulauf, in Westeuropa Schwund.
Also müsse man nur so radikal homophob und menschenfeindlich wie dort werden, um auch in Deutschland oder Frankreich oder Holland wieder mehr Anklang zu finden.

Ein lustiger Trugschluss, denn in Westeuropa verlieren EKD und RKK nicht deswegen Mitlieder, weil sie zu lasch und homofreundlich sind, sondern weil die Menschen gebildet sind und in relativer sozialer Sicherheit leben. Dort verfangen irreale Drohungen und Heilsversprechen weniger.

Eine Kirche, die sich noch Frauen- und Minderheitenfeindlicher als ohnehin schon generiert, ist daher ganz in meinem (atheistischen) Sinne: Sie wird die verbleibenden Mitglieder umso schneller aus ihren Reihen treiben.

Daher freue ich mich über die jüngsten extrem schwulenfeindlichen Ausraster der osteuropäischen Bergoglio-Gang!
 Immer weiter so, ihr ungevögelten Geronten im CSD-Dress: Das wirkt auch so gar nicht lächerlich und lässt die Radikal-Katholiban Nahles, Thierse und AKK so richtig gut aussehen.




[…..] Krakauer Erzbischof warnt vor "Regenbogen-Pest"
[…..] Nicht einmal zwei Wochen nach der brutalen Gewalt gegen den ersten CSD in der polnischen Stadt Bialystok hat die katholische Kirche des Landes erneut ihre Kampfrhetorik gegen LGBTI-Rechte verstärkt: In einer Predigt zum 75. Jahrestages des Beginns des Warschauer Aufstandes forderte der Krakauer Erzbischof Marek Jedraszewski am Donnerstag Widerstand der Gläubigen gegen eine vermeintliche LGBT-Ideologie ein.
"Die rote Plage hat unser Land nicht mehr im Griff, was nicht bedeutet, dass es keine neue gibt, die unsere Seelen, Herzen und unseren Verstand kontrollieren will", meinte Jedraszewski in Anspielung auf den Kommunismus. Die neue Bedrohung sei "nicht marxistisch, bolschewistisch, sondern aus dem gleichen Geist geboren: neomarxistisch." Sie sei "nicht rot, sondern Regenbogen", so der Bischof, der in früheren Reden "absolutistische" und "neomarxistische Bestrebungen" der "LGBT-Ideologie" kritisiert hatte. "Maximale Toleranz" führe zu Intoleranz, so Jedraszewski weiter: "Gewalt, Erniedrigung und ein Lächerlichmachen der heiligsten Zeichen unserer Madonna von Tschenstochau zeigen sich auf den Lippen derer, die Toleranz einfordern." […..] Jedraszewski hatte erst am Mittwoch in Tschenstochau vor Gläubigen gefordert, "die Wahrheit zu verteidigen über die Schöpfung von Mann und Frau, um zusammen zu leben und Kinder zu haben". In einer Predigt im April bezeichnete er die "LGBT-Ideologie" als "trügerische Ideologie", die im Widerspruch zur christlichen Moral, dem "Naturgesetz" und der Vernunft stehe. Die Einführung einer "Gender-Ideologie" und Standards der Weltgesundheitsorgansation zur Sexualaufklärung an polnischen Schulen würde Kinder ihrer Unschuld berauben. Die "Bewerbung der LGBT-Ideologie" leugne die Menschenwürde.
Ähnliches hatte er bereits zum Karfreitag in einer Predigt betont und beklagt, dass man "in einer Welle des linken Hasses" als Fanatiker, Faschist oder Homophober bezeichnet werde, wenn man sich den Versuchungen des Teufels widersetze. […..]

Kardinal Burke

[….]  Polnische Bischofskonferenz verurteilt "LGBT-Ideologie"
Krakaus Erzbischof Marek Jedraszewski hatte in der vergangenen Woche von einer "Regenbogen-Seuche" gesprochen. Jetzt gab die Bischofskonferenz in Polen eine Erklärung ab – und fordert Politiker auf, sich gegen die Einführung der Homo-Ehe zu wehren. [……]


[…..] Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transpersonen seien zwar "unsere Brüder und Schwestern", allerdings dürfe dies nicht zur "Akzeptanz einer Ideologie" führen, "die gesellschaftliche und zwischenmenschliche Beziehungen" revolutionieren wolle. Mit dieser Aussage stellte der Chef der katholischen Bischofskonferenz in Polen, Stanislaw Gadecki, am Donnerstag klar, dass der Staat etwa gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht rechtlich anerkennen dürfe. Sein kritischer Kommentar auch zu Schulaufklärung über LGBTI und "sogenannten 'Pride-Märschen'" wurde auf der Homepage der Bischofskonferenz veröffentlicht.
Gadecki appellierte an die polnische Regierung, Forderungen von LGBTI-Aktivisten und Bürgerrechtlern nicht nachzugeben. Er begründete dies damit, dass die homosexuelle "Ideologie den natürlichen Geschlechterunterschied und die gegenseitige Ergänzung von Mann und Frau" ablehne. LGBTI-Aktivisten würden "unter dem Vorwand, Diskriminierung zu bekämpfen", versuchen, ihre ideologischen Ziele durchzusetzen. […..] In dem Text sprach Galecki auch von einem "ideologischen Totalitarismus" durch LGBTI-Aktivisten und "Arbeitgeber" […..] Die Äußerung kommt nach mehreren Attacken polnischer Bischöfe gegen Homo- und Transsexuelle. In den letzten Tagen bat etwa Weihbischof Miroslaw Milewski Gottesmutter Maria um Hilfe gegen die "kranke LGBT-Ideologie", während der Krakauer Erzbischof Marek Jedraszewski in einer Predigt vor der "Regenbogen-Pest" warnte. […..] (DK, 08.08.2019)



[…..] Auch in Amerika versucht die katholische Kirche, Druck auf Politiker aufzubauen, um gleiche Rechte für LGBTI zu verhindern. Kardinal Burke kritisiert deshalb die demokratischen Präsidentschaftsbewerber.
[…..] Raymond Leo Kardinal Burke hat am Freitag im konservativen Meinungskanal "Fox News Channel" die demokratischen Präsidentschaftskandidaten für ihre Haltung zur Abtreibung und zu LGBTI-Rechten kritisiert. "Mir haben nichtkatholische Anführer dieser Nation gesagt, sie wären sicher, dass sich die katholische Lehre über Abtreibung und die sogenannte gleichgeschlechtliche Ehe verändert hat, weil so viele Katholiken im Parlament regelmäßig derartige Gesetze unterstützen. Das ist ein Skandal", so Burke. […..]
(QDE, 11.08.2019)


[…..] Das Oberhaupt der katholischen Kirche in Tschechien, Dominik Kardinal Duka, hat sich einer umstrittenen Erklärung der polnischen Bischofskonferenz zur Homosexualität angeschlossen. Das berichteten tschechische Medien am Wochenende.
In der am letzten Donnerstag veröffentlichten Erklärung des polnischen Katholikenchefs Stanislaw Gadecki war eine angebliche "LGBT-Ideologie" kritisiert worden, welche "die gesellschaftliche und zwischenmenschliche Beziehungen" revolutionieren wolle. Kritikern dieser "Ideologie" werde mit "Totalitarismus" begegnet. Gadecki appellierte daher an die rechtspopulistische Regierung in Warschau, LGBTI keine Rechte zu gewähren (queer.de berichtete).
Der Prager Erzbischof Duka rief auch seine slowakischen und ungarischen Kollegen auf, sich der Erklärung anzuschließen. "Ich nehme es als alarmierend wahr, dass die Themen der LGBT-Ideologie in letzter Zeit um atheistische und satanische Ziele ergänzt werden", erklärte der 76-Jährige, ohne diese Punkte näher zu erläutern. [….]


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