Dienstag, 29. Oktober 2019

Me Too, Helvetia.

Kann man sich das vorstellen? Ich war als Teenager so naiv, daß ich noch erstaunt war als mir ein wenig älterer Bekannter, der nach der Schule für zwei Jahre nach Rom ging, ob seines knappen Salärs in der teuren Stadt lachend erzählte, er wäre besser Stricher geworden. Die hätten rund um den Vatikan ein paradiesisches Leben. Tausende notgeile reiche Topkleriker aus aller Welt, die sich die jungen hübschen Männer in ihre luxuriösen Palazzi luden.
Natürlich haben all die dauerhaft im Vatikan ansässigen Monsignori, Bischöfe und Kardinäle ihre Stamm-Callboys und müssen sich nicht selbst in die vielen Stricher-Bars in unmittelbarer Nähe des Vatikans begeben.
Aber natürlich kommen darüber hinaus jeden Tag Kleriker aus aller Welt zu Besuch nach Rom, die gern die Gelegenheit nutzen, um außerhalb ihrer gewohnten Umgebung, wo sie jeder kennt in der großen Stadt unkompliziert zu poppen.

Vor über 30 Jahren staunte ich noch über die relative Offenheit mit der die spezifisch vatikanische Prostitution vor sich ging.
Seit dem habe ich natürlich unzählige Bücher und Zeitungsartikel gelesen, die genau das bestätigen.

(…..) Zuweilen hat man den Eindruck, der ganze Petersdom sei wie zu früheren Jahrhunderten üblich ohnehin eine einzige Callboy-Börse - ähnlich den Republikaner in den USA, deren Spitzenvertreter massiv gegen die same-sex-marriage vorgehen und gleichzeitig dermaßen viele Gay-sex-Skandale produzieren, daß man sie satt "Grand old party" nur noch "Gay old party" nennt.

"Tutti perversi?" fragt das italienische politische Wochenmagazin "Panorama" angesichts des vatikanischen Stricherrings, der im März 2010 aufflog.

Chinedu Thomas Ehiem, der vatikanische Chorsänger, organisiert für die Herren in den Soutanen neben den gesanglichen auch andere orale Freuden.
Pfaffen lieben es oral.
Ehiem vermittelt Callboys.

"Im Vergleich zu dem bin ich bloß normal ausgestattet, er hat einen unglaublichen Körper. Ab zehn Uhr hat er Zeit, er ist ein Freund von mir und tut, was ich ihm sage." Solche Mitschnitte aus Telefonaten, aus sehr delikaten Telefonaten, haben dem Vatikan einen deftigen Skandal um Sex und Prostitution beschert.

Angehende Priester wurden ebenfalls von dem Vatikanischen Chorsänger als Lustknaben an den höheren Klerus vermittelt:

Und Ehiem ist äußerst rührig: "Ich habe da einen aus Neapel, einen Kubaner, einen Deutschen, gerade aus Deutschland eingetroffen, zwei Schwarze, einen Fußballer, einen Tänzer der RAI", heißt es laut der Tageszeitung "Libero" in einem Mitschnitt. Einmal wird der Kuppler konkret und bietet einen Prostituierten an, "zwei Meter groß, 97 Kilogramm schwer, 33 Jahre alt." Auch Priester-Seminaristen sollen zu den jungen Männern gehört haben, die Ehiem an Balducci weiterreichte; in einem Gespräch jedenfalls kommt die Frage auf, wann denn der Jüngling "wieder im Seminar" sein müsse.


Als Zuhälter für schwule sexuelle Dienstleistungen im Vatikan fungierte hauptsächlich Angelo Balducci; "Gentiluomini di Sua Santità" ("Ehrenmänner Seiner Heiligkeit") des Papstes und Präsident des Obersten Rates für Öffentliche Arbeiten.

Die "Gentiluomini di Sua Santità" hatte Papst Paul VI. im Jahr 1968 statt des früheren Hofstaates eingesetzt. Um einer der 147 "Ehrenmänner Seiner Heiligkeit" zu werden, muß man ganz besondere Verdienste gegenüber dem Heiligen Stuhl erworben haben - eine Voraussetzung, die Baldulucci offensichtlich erfüllte.

Sexuelle Dienstleistungen durch junge hübsche Männer sind im Staat der Zölibatären heiß begehrt.
Sich die Stricher selbst in einer der vielen Schwulenbars rund um den Vatikan aufzugreifen, ist erstens umständlich, zweitens zeitaufreibend, drittens indiskret und viertens mitunter auch gefährlich, wie das Schicksal des adeligen Herrn Luzi beweist.

Auch Luzi, a Roman nobleman, war einer der "Ehrenmänner Seiner Heiligkeit"; ein Kollege Angelo Balduccis.

The Vatican yearbook notes that Mr. Sini Luzi began service as a Gentleman of His Holiness in April 1989, and today national newspapers published photographs of him, a smiling, bespectacled man, with Pope John Paul II, or standing in the Vatican clad in the black cutaway and decorations of his office.

Der Kammerherr des Papstes, Enrico Sini Luzi, ist 1998 in einer Vatikanwohnung bei schwulen SM-Spielchen umgekommen.
Der in den römischen Schwulenbars stadtbekannte Papst-Freund hatte sich einen Stricher aufgegabelt und wurde dann in Reizwäsche mit einem Kerzenleuchter erschlagen gefunden – der Videorekorder mit den Homopornos lief noch. (….)

Schwule Prostitution im Vatikan ist mittlerweile so bekannt, daß selbst der alte homophobe Ratzinger, der in seiner unfehlbaren Weisheit erkannte, daß Kondome die Aids-Epidemie verschlimmern eine Ausnahme bei seinem Hass auf Präservative machte. Schwule Callboys dürfen mit Ratzis Segen Gummi-geschützt vögeln. Offenbar machte sich der Papst Sorgen anderenfalls seine gesamte Priesterschaft zu verlieren.

[….] Papst Benedikt XVI. rückt im Kampf gegen Aids von einer völligen Ablehnung der Kondome ab. In "begründeten Einzelfällen" sei der Gebrauch erlaubt [….] Eine neue Position der katholischen Kirche im Kampf gegen Aids: Papst Benedikt XVI. hat die Benutzung von Kondomen in "begründeten Einzelfällen" für erlaubt erklärt. [….] Die Leitlinie ergibt sich aus dem Interview-Buch Licht der Welt, das am Mittwoch erscheint. [….] Die katholische Kirche, so der 83-jährige Benedikt, sehe die Verwendung von Kondomen "natürlich nicht als wirkliche und moralische Lösung an". Ein begründeter Einzelfall für eine Ausnahme von dieser Haltung könne aber etwa sein, dass männliche Prostituierte ein Kondom verwenden. [….]  Noch bei seiner Afrikareise im März vergangenen Jahres hatte Benedikt eine Zustimmung zur Nutzung von Kondomen abgelehnt. "Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem", sagte Benedikt damals und erntete dafür weltweite Kritik. [….]

Es erstaunt nicht so sehr, daß Ratzi gar nicht auf die Idee kam an weibliche Prostituierte zu denken, weil es die in seinem Umfeld offenbar in Ermangelung heterosexueller Freier gar nicht gibt.

Grundsätzlich betrachte ich schwule Prostitution genauso wie weibliche (heterosexuelle) Prostitution: Jeder Zwang muss verboten sein, Elendsprostitution aus blanker Not oder zur Drogenbeschaffung ist verwerflich und selbstverständlich kommt der Beruf nur für Erwachsene in Frage.

Wenn hingegen weibliche/männliche/transsexuelle homo/heterosexuelle Prostituierte freiwillig dem Beruf nachgehen, soll das legal sein.

Die auf Priester spezialisierten Callboys Roms haben darüber hinaus auch eine wichtige Funktion, um die Triebabfuhr der zwangszölibatären Soutanen zu gewährleisten.
Denn ganz offensichtlich führt das päpstliche Verbot von Homosexualität und Geschlechtsverkehr für die weltweit über 400.000 Geistlichen dazu, daß sie sexuell so unterentwickelt und verantwortungslos sind, daß sie rund um den Globus Messdiener und andere Jugendliche vergewaltigen.
Ephebophiler Not-Sex unter Zwangsausübung, wenn sich allzu hartnäckig das kleine Zelt in der Soutane bildet.

Man kann nur hoffen, daß die Messdienerchen im Petersdom etwas sicherer leben, obwohl sie von derart vielen Priestern umgeben sind, wenn es in der heiligen Stadt genügend Stricher gibt.

Ob die Anzahl schwuler Sexworker in der Vatikanstadt ausreicht, muss allerdings bezweifelt werden, denn die Geistlichen sind trotzdem noch spitz wie Nachbars Lumpi und stellen den Schweizer Gardisten nach.
Lauter junge, durchtrainierte, ledige Männer in fescher Uniform sind das.
Die 135 Männer der Pontificia Cohors Helvetica sind genau das was sich so eine Klemmschwester im Kleid sexuell erträumt.
Neben den Offizieren gibt es 8 Wachtmeister, 12 Korporäle, 13 Vizekorporäle, 78 Hellebardiere.
Sie alle müssen männliche Schweizer, zwischen 19 und 30 Jahren alt, mindestens 1,74 m groß, sehr sportlich und nicht verheiratet sein.
(Nur die Offiziere dürfen Frauen heiraten).
Wenig überraschend, daß die kopulationsaffinen Kleriker da nicht nur gern zugreifen würden, sondern das offensichtlich auch fleißig tun.

[…..] Im Vatikan sorgt derzeit ein Buch für Aufregung. Schweizer Gardisten erzählen darin, wie sie von Kirchenvertretern sexuell belästigt werden.
[…..]  Dass sich das Umfeld für die kleinste Armee der Welt tatsächlich verändert hat, zeigt das Buch «Sodom» von Frédéric Martel. Der Journalist bezeichnet den Vatikan darin als eine Metropole schwuler Priester, Bischöfe und Kardinäle.
[…..] Dies bekommen auch die Gardisten zu spüren. Von Dutzenden Kirchenführer sollen sie belästigt und sogar genötigt worden sein. Die jungen Katholiken seien schockiert und traumatisiert. Die Anmache werde kaum verborgen, meint ein anonymer Gardist.
[…..]  Ein Kardinal hätte einen seiner Kollegen regelmässig mitten in der Nacht angerufen. Dieser erklärte dann, er brauche ihn in seinem Schlafgemach.
Drastischere Worte findet ein anderer Beschützer des Heiligen Stuhls: «Ich habe lange gebraucht, bis mir klar war, dass wir im Vatikan umgeben sind von frustrierten Alten. Die Schweizergardisten als Frischfleisch ansehen».[…..]

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