Mittwoch, 25. Dezember 2019

Der schamlose Franz

Sagen Sie mal, Herr Bergoglio, wissen Sie eigentlich was ein Kardinal ist?

Das sind diese supermächtigen Roten, die nur Sie selbst als Papst kreieren können. Es ist die allerhöchste Würde nach dem Papst und bedeutet die ganz besondere päpstliche Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Weltkirche.
Und nur in Kardinäle pflegt der Heilige Geist einzudringen, wenn er beim Konklave den neuen Stellvertreter Gottes auf Erden bestimmt.

[…..] Es gibt verdammt wenige Kardinäle auf der Erde.
Derzeit sind es bei etwa 1,3 Milliarden Katholiken nur 223 Stück und von diesen gehören nur 123 zu der mächtigsten Klasse der Papstwähler.
Das sind also 10 bis 11 Millionen Katholiken pro Kardinal.
Kein Wunder, daß der Begriff „Kardinal“ auch metaphorisch für das Größte steht: Kardinalfehler, Kardinalproblem, Kardinalaufgabe.
(Zum Vergleich: Merkels Kabinett besteht aus 16 Mitgliedern, also kommen gut fünf Millionen Bundesbürger auf einen Bundesminister)
 Laien erkennen Kardinäle an ihren purpur-roten Abendkleidern und wissen, daß es sich bei ihnen um den allerhöchsten Rang der christlichen Geistlichkeit handelt.
Dabei sind Kardinäle keineswegs gleichrangig, sondern wiederum in verschiedene Ränge und Klassen aufgegliedert, welche den Kardinälen natürlich außerordentlich wichtig sind. Eifersüchtig versuchen sie aufzusteigen. [….]

Sie Bergoglio werden als unfehlbarer Stellvertreter Gottes sicherlich wissen, wieso sie gerichtlich überführte Kinderficker wie George Pell oder den aktiven Kinderficker-Förderer Gerhard Ludwig Müller befördert, respektive überhaupt zum Kardinal erhoben haben.
Immerhin scheint mir das eine konsequente Personalpolitik zu sein; schließlich sind Sie selbst ja auch ein Förderer und Heiligsprecher von Kinderfickern und erlassen den Tätern Strafen, während Sie dafür sorgen, daß sie Kinderficker-anziehenden Strukturen der Priesterseminare (Verheiratete, Frauen, Schwule müssen draußen bleiben) erhalten bleiben.

Aber wieso sind Sie so inkonsequent beim Thema Flüchtlinge?
Bei besonderen Gelegenheiten wie heute zum 25.12.19 mahnen Sie den Schutz der zu Tausenden sterben Migranten an……

[……] Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft zum Frieden in der Welt aufgerufen. Auf dem Petersplatz in Rom äußerte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei strahlendem Sonnenschein die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Syrienkonflikts. Von der internationalen Gemeinschaft forderte Franziskus am Mittwoch eine "Sicherheitsgarantie" für den Nahen Osten. Vor allem die Kinder litten unter den Kriegen der Welt, sagte der Papst.
Er sprach zudem weitere Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten und auf dem amerikanischen Kontinent an und forderte einen besseren Schutz für Flüchtlinge. Für den Konflikt im Osten der Ukraine wünsche er sich "konkrete Lösungen für einen dauerhaften Frieden", sagte der 83-Jährige. [……]

…..aber das sind doch sehr offensichtlich nur leere Worte.
Nie kämen Sie auf die Idee mit dem vatikanischen Milliardenvermögen selbst Rettungsschiffe unter päpstlicher Flagge vor der Libyschen oder Griechischen Küste zu finanzieren.
Man wartete auch vergeblich auf Ihren Einsatz als beispielsweise die deutsche Kapitänin Rackete versuchte nach Italien zu gelangen, um ein paar ausgehungerte Elende zu retten und vom Italienischen Innenminister Salvini gehindert und verklagt wurde.
Italien? Sagt Ihnen das was? Kennen Sie das Land zufällig? Wie man hört, soll es auch dort den ein oder anderen Katholiken geben.

Aber diese Flüchtlinge sind Ihnen offenbar nur in Sonntagspredigten wichtig.

Geld ausgeben oder kirchliche Türen für arme verhungernde Menschen öffnen, wollen Sie nicht.

(….) Verblüffend ist, daß es ausgerechnet der konservativ-christliche BILD-Kolumnist Hugo Müller-Vogg war, der in einer der harmlosen Blabla-Talkshows die eigentlich angebrachten Worte fand.

Der Papst hätte  lieber sagen sollen: (Aus dem Gedächtnis zitiert)

„Heute habe ich alle meine Bischöfe angewiesen jedem ihrer Pfarrer zu befehlen mindestens drei Flüchtlinge in ihrer Pfarrei aufzunehmen!“

Darin steckt viel Wahrheit. Eine steinreiche Organisation mit 400.000 Priestern könnte mit so einem einfachen Wort des Pontifex Maximus aus Rom Millionen Flüchtlinge versorgen.
Das tut Franziskus aber nicht. Er behält die Milliarden des IOR lieber selbst während die Elenden im Mittelmeer ersaufen und zeigt auf andere. (….)

Sie, Bergoglio schweigen auch zustimmend, wenn der reichste deutsche Kardinal Woelki mit islamophobem Gewäsch die menschenfeindliche Anti-Flüchtlingsrhetorik der AfD fördert.

Offenbar sind Sie auch d’Accord mit ihrem obersten Ungarischen Rotrock Erdö, der den antisemitischen, flüchtlingsfeindlichen Kurs des rechtsextremen Victor Orbán unterstützt.

[….] Márta Orosz (freiberufliche Deutschlandkorrespondentin für ungarische Medien mit Sitz in Berlin): Das Problem ist, es gibt bei den großen Kirchen in Ungarn keine zentrale Richtlinie, was das Thema angeht. [….] Sehr viele sehen die Rolle der katholischen Kirche kritisch und sagen, die katholische Kirche ist nicht da, sie ist nicht in diesem Ostbahnhof, wo in den letzten Tagen so viele Flüchtlinge waren und die setzen sich nicht genügend ein.

domradio.de: Der ungarische Kardinal Erdö spricht zum Beispiel davon, dass die Kirche in Ungarn keine Flüchtlinge aus rechtlichen Gründen aufnehmen darf, „sonst wird die Kirche zum Schleuser", hat er gesagt. Ist denn da was dran?

Orosz: Diese Aussage hat natürlich für sehr viel Kritik gesorgt. Leider ist es tatsächlich so, dass man laut dem ungarischen Recht einfach keine Flüchtlinge zu sich aufnehmen kann, weil man sich damit strafbar machen kann. Das ist natürlich ein riesengroßes Problem, aber es ist natürlich auch kein Grund für die Kirchen sich aus dieser Verantwortung herauszunehmen. [….]

Und wie sieht es im flüchtlingskritischsten Land Europas aus? In Polen, das zusammen mit Ungarn den Widerstand gegen Flüchtlingshilfen anführt und alles darauf setzt, möglichst viele Kinder in den dunklen Fluten des Mittelmeeres absaufen zu lassen?
Da soll es doch auch Katholiken geben, die nicht völlig ohne Einfluss sind.
Aber die menschenfeindlichen Attacken Ihrer Topkleriker passen ins Bild und stützen die rechtsradikale antidemokratische PiS-Regierung.

mdr

[….] Wie Geistliche in Polen Ängste vor Flüchtlingen schüren
[……]  Vor der Papst-Initiative fielen Polens Bischöfe im europäischen Flüchtlingsdrama vor allem durch Schweigen auf. Zwar sind mehr als neun Zehntel der Polen offiziell Katholiken. Gleichzeitig sind viele von ihnen Fremden gegenüber wenig aufgeschlossen.
Das gilt auch für die Regierung und erst recht für die an die Macht drängende Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Vor allem die PiS, zu vergangenen Regierungszeiten besonders enger Partner der katholischen Kirche, ist gegen die Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen. Erst recht ist sie gegen Flüchtlingsquoten der EU: Das unterstrich Andrzej Duda, der von der PiS gestellte neue Präsident Polens, erst am Dienstag wieder. [……] Die katholische Kirche [……] zeigt sich tatsächlich nicht als Anhängerin einer Aufnahme vieler Flüchtlinge.
Zwar gehen Polens Bischöfe nicht so weit wie der ungarische Bischof László Kiss-Rigó, der den Papst offen kritisierte und von einer "Invasion" durch muslimische Flüchtlinge sprach, die "Allah ist groß" riefen und Ungarn erobern wollten. Doch auch in Polen machen Geistliche seit Monaten gegen muslimische Flüchtlinge mit dem Argument Stimmung, sie könnten - etwa als eingeschmuggelte Terroristen des Islamischen Staates (IS) - Polens Sicherheit gefährden.

mdr
Der Krakauer Bischof Tadeusz Pieronek, Ex-Vorsitzender der Bischofskonferenz, sekundierte am Mittwoch in einem Interview der Tageszeitung Fakt, Ängste vor muslimischen Flüchtlingen seien "berechtigt". Es werde immer schwierig sein, Muslime von Kämpfern des IS zu unterscheiden. [……]

Vielleicht halten Sie, Bergoglio, lieber in Zukunft einfach die Klappe, wenn es um Flüchtlinge geht, so lange Ihre eigenen Topkleriker gegen Menschen in Not hetzen und Sie selbst mit Vorliebe die menschenfeindlichsten Hetzer der Flüchtlingspolitik wie Salvini und Seehofer zu Audienzen empfangen, um mit ihnen um die Wette grinsend Wahlkampfhilfe zu geben.

[….] "Trendsetter" dieser amoralischen Entwicklung ist ausgerechnet Italien, der Schoß der katholischen Kirche. Den jüngsten Coup landete dieser Tage der italienische Senat, der kurz vor den Ferien auf Druck von Innenminister Salvini ein irrwitziges Gesetz durchgewunken hat. Ein Gesetz, das die Todesrate im Mittelmeer weiter ansteigen lässt.
Das Machwerk verlangt von den Behörden, Seenotretter mit einer Strafe von bis zu einer Million Euro zu belegen, wenn sie ohne Erlaubnis einen italienischen Hafen anlaufen. [……] Innenminister Salvini [……] kümmert es nicht, ob das Gesetz möglicherweise die Verfassung oder das internationale Seerecht tangiert.
[……] Da fragt man sich, wo das kollektive christliche Gewissen geblieben ist. Einzelne Aufschreie besonnener Italiener verhallen im tosenden Applaus für Salvini. Vor allem aber: Wo bleibt der Aufschrei von Papst Franziskus? Wo bleibt seine Anmahnung der christlichen Barmerzigkeit und Nächstenliebe?
[……]  Jetzt, wenn sich das Drama vor seiner Haustüre zuspitzt? Das Schweigen hat wohl einen einfachen Grund: 80 Prozent der Italiener sind katholisch. Auch die Mehrheit der Abgeordneten. Franziskus hat Angst, den Zorn eines großen Teils der italienischen Bevölkerung auf sich zu laden, der Salvini zujubelt. Angst um seinen Ruf.
Das italienische Phänomen lässt sich auch in den USA beobachten. Dort grassiert es auch bei den Musterchristen, den Frommen aus Freikirchen. Rund 80 Prozent wählten bekanntlich Donald Trump. Einen Mann also, der Frauen verachtet, Flüchtlinge verhöhnt, Hispanos mit Tieren vergleicht, lügt, Verschwörungstheorien verbreitet und rassistische Ideen absondert. Und alles deutet darauf hin, dass sie ihn wieder wählen werden.
Ähnlich verhält es sich in Brasilien, wo christliche Kreise stramm hinter Präsident Bolsonaro stehen. [….]

Sie, Bergoglio, führen sich zu Weihnachten als guter Mensch auf und sind ein elender Heuchler. Schlimmer als diejenigen, die wenigstens ehrlich sagen, daß sie Migranten hassen und ins Meer treiben wollen.

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