Donnerstag, 9. April 2020

Rassismus – Teil II

Trump ist ein Soziopath. Daher kann er kein Mitleid empfinden für die Myriaden an Corona Erkrankten, die Tausenden Toten, die verzweifelten Angehörigen, die ihre sterbenden Väter, Mütter nicht besuchen dürfen.

 (….) Für Trump gibt es keine moralischen Tabus.
Es kann sie gar nicht geben, weil er das Konzept der Moral gar nicht kennt.
Der Psychopath ist durch Veranlagung und/oder den Einfluss seines KuKluxKlan-Vaters Fred zu einem Egomanen ohne jedes empathische Empfinden geworden, der zudem auch noch zufällig so dumm und ignorant ist, daß er nicht in der Lage ist Empathie vorzuspielen.

An dieser Stelle sei eine Definition eingeschoben.

Psychopathen („primäre Psychopathen“) und Soziopathen („sekundäre Psychopathen“) sind beides Formen der „Antisozialen Persönlichkeitsstörungen“.
Menschen mit diesem schweren Krankheitsbild halten sich nicht an soziale oder juristische Normen, sie sind unfähig die Rechte anderer zu akzeptieren, empfinden keinerlei Reue oder Scham, wenn sie sich bösartig verhalten und haben einen starken Trieb zu allen erdenklichen Formen der Gewalt.
Sekundäre Psychopathen können aber durchaus intelligent und manipulativ sein und damit im Gegensatz zu dem Primären auch Empathie simulieren.

[….] Soziopathen neigen zur Nervosität und sind leicht reizbar. Ihre Stimmung schwankt. Häufige emotionale Ausbrüche, insbesondere Wut. Häufig leben sie wenig gebildet am Rand der Gesellschaft, gelten als „Loser“, was sie noch wütender auf die Welt macht. Über längere Zeit an einem Ort und in einem Job zu bleiben fällt ihnen tendenziell schwer. Engere Beziehungen zu einzelnen Menschen zu knüpfen ist schwer oder gar unmöglich für sie – mit Gruppen können sie sich hingegen leichter identifizieren, obwohl ihnen die Regeln und die Gesellschaft insgesamt unwichtig sind. In den Augen anderer wirken sie oft gestört.
Kriminelle Taten einschließlich Morde üben sie eher spontan, willkürlich und ohne vorherige Planung aus.
[….] Psychopathen ist es unmöglich, irgendeine Form emotionaler Bindung herzustellen oder Empathie zu empfinden. Dennoch wirken sie harmlos, zugänglich und charmant. Sie sind höchst manipulativ („Woran an erkennt man, dass ein Psychopath lügt? Seine Lippen bewegen sich“) und können so das Vertrauen anderer schnell gewinnen. Obwohl sie Emotionen kaum spüren können, lernen sie, diese mittels Mimik auszudrücken. So erscheinen sie Mitmenschen als völlig normal. Psychopathen sind anders als die Soziopathen oft sehr gut gebildet und in der Lage, Jobs lange zu halten und Karriere zu machen. Gestört, aber erfolgreich. [….]

Trump ist vermutlich eine Mischform, aber mit mehr Anteilen eines klassischen primären Soziopathen, da er offensichtlich nicht in der Lage ist seine emotionslose Bösartigkeit zu verschleiern.
Lügen und Betrug sind der Kern seiner Persönlichkeit, aber er ist nicht klug genug, um seine Lügen einigermaßen glaubhaft zu gestalten. (…..)

Trump findet keine tröstenden Worte für die Hunderttausenden Amerikaner, die gerade eine menschliche Katastrophe erleben, weil er sie tatsächlich nicht versteht.

Hinzu kommt aber seine Bösartigkeit, die ihn dazu befähig Honig aus dem Leid anderer zu saugen.
Seine Bestätigungssucht, die er in den vergangenen Jahren mit seinen „cult leader gatherings“ befriedigte, lebt er seit einigen Wochen bei seinen Pressekonferenzen aus, in denen er selbstverständlich lügt wie gedruckt, aber vor allem eben auch versucht politisch zu profitieren, indem er demokratische Gouverneure, besonders von Corona getroffene Bundesstaaten niedermacht und beleidigt.


Er lobt sich manisch selbst, verteilt buchstäblich Bestnoten und macht die medizinische Versorgungshilfe aus Washington davon abhängig wie wohlwollend sich die Gouverneure ihm gegenüber verhalten.
Wer Trump kritisiert, bekommt nichts. Als echter Soziopath straft er Millionen Bürger eines Staates, die zufällig dort leben, wo ein Demokrat gewählt wurde.

Ein paar Hunderttausend Tote? In Trumps grotesker Phantasie heißt das „ich habe es toll gemacht“!

   […..] On Sunday, Trump’s public health advisers said that even with strict countermeasures, deaths from the coronavirus in the United States could be between 100,000 and 200,000 — worse than even the worst-case scenarios just a month ago, and a spectacular failure of leadership for a president who claimed “we have it totally under control.” By comparison, about 3,000 people died in the Sept. 11 attacks and about 58,000 Americans died in Vietnam.
But Trump reasoned that, because 2.2 million Americans could die without any attempt at controlling the virus, “if we can hold that down, as we’re saying, to 100,000 — it’s a horrible number — maybe even less, but to 100,000, so, we have between 100,000 and 200,000, we all together have done a very good job.”
How does a human being use the phrase “a very good job” in contemplation of the deaths of 100,000 to 200,000 souls? [….]

Trump fühlt sich aber nicht nur deswegen so wohl, weil er sich täglich bei seine Pressekonferenzen präsentieren kann, während der demokratische Wahlkampf zum Erliegen gekommen ist und über seinen Gegenkandidaten Joe Biden so gut wir gar nicht gesprochen wird.


Ihn befriedigt außerdem die Art der Opfer, die bisher weitüberwiegend aus den Blue States kommen.
Nicht nur trifft es aus Trumps Sicht „glücklicherweise“ demokratische Gouverneure, sondern es trifft in erster Linie Schwarze.
Trump war sein ganzes Leben offener Rassist, der nicht nur keinerlei Empathie für ärmere und dunkelhäutigere Amerikaner aufbringen kann, sondern er verachtet „people of color“ (POC) regerecht.
Da passt es ihm gut ins Konzept wen Corona bedingt durch das Dritte-Welt-Gesundheitssystem der USA besonders trifft.

  […..] Das beginnt in New York City, dem Epizentrum der Pandemie: Hier ist die Covid-Sterberate für Schwarze und Latinos mehr als doppelt so hoch (20 und 23 Prozent) wie für Weiße (10 Prozent). "Es gibt eindeutige Ungleichheiten, wie diese Krankheit die Menschen in unserer Stadt betrifft", sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch. "Wir brauchen neue Strategien."
Dieses Phänomen offenbart sich nicht nur in New York. Auch anderswo scheinen Schwarze und andere Minderheiten mehr als die restlichen Bevölkerungsgruppen an dem Virus zu erkranken - und in höheren Raten daran zu sterben.
Je weiter sich das Virus von den US-Küsten ins Landesinnere frisst, in einer "zweiten Welle", wie manche schon sagen, desto deutlicher wird, dass es vor allem diejenigen befällt, die auch sonst immer als Erste und am schwersten leiden: Afroamerikaner und Latinos.
[…..]     In Illinois, einem der wenigen Bundesstaaten, die Corona-Statistiken nach ethnischer Zugehörigkeit aufschlüsseln, sind Schwarze die Gruppe, die so schwer betroffen ist wie keine andere. Ihr Bevölkerungsanteil beträgt 14 Prozent, doch sie bestreiten bisher fast 28 Prozent der Corona-Infizierten und 43,3 Prozent der Todesfälle. In Chicago sind sogar mehr als die Hälfte der Kranken und 72 Prozent der Toten schwarz. "Diese Zahlen verschlagen einem den Atem", sagte Bürgermeisterin Lori Lightfoot am Montag. […..]

Viel mehr tote Schwarze, die wenig Geld haben und ohnehin kaum die Republikaner wählen, während sich Trump öffentlich gegen einen abgetauchten Joe Biden profilieren kann?
Für ihn ist das eine win-win-win-Situation.
Der amerikanische Rassismus zeigt sich eben auch im Gesundheitssystem. Seit Trump „Obama-Care“ zerstörte gilt das erst Recht.
Die rassistischen Milliardäre Trump und Kushner könnten nicht zufriedener sein.

[…..] Ein altes Sprichwort unter Afroamerikanern besagt: Wenn weiße Leute eine Erkältung kriegen, holen sich Schwarze eine Lungenentzündung. Das ist meist im übertragenen Sinn gemeint, etwa dann, wenn von einer wirtschaftlichen Rezession die Rede ist. Was die Corona-Pandemie angeht, kann man den Spruch aber durchaus wörtlich verstehen. […..] Die Zahlen sind für viele Gesundheitsexperten erschreckend, aber nicht überraschend. Man wisse schon lange um die Unterschiede beim Gesundheitszustand und der gesundheitlichen Versorgung der schwarzen Bevölkerung, sagte Anthony Fauci, der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten: "Die Corona-Krise wirft nun ein grelles Licht darauf, wie inakzeptabel das ist." […..]
Für das Leid, das Covid-19 unter der schwarzen Bevölkerung anrichtet, gibt es viele strukturelle Gründe. Das beginnt beim Umstand, dass Social Distancing für viele Schwarze ein Luxus ist, den sie sich nicht leisten können. Afroamerikaner arbeiten überdurchschnittlich häufig in jenen Berufen, ohne die das Land in dieser Krise gar nicht funktionieren würde: Sie füllen Regale in Supermärkten, tragen Pakete aus, fahren Lieferwagen, Busse und U-Bahnen. Es sind Jobs, die sich nicht ins Homeoffice auslagern lassen - und die sie vermehrt dem Virus aussetzen.
Hinzu kommt, dass viele Schwarze medizinisch unterversorgt sind. 11,5 Prozent der Afroamerikaner haben nach Angaben der Kaiser Family Foundation keine Krankenversicherung. […..] In schwarzen Gegenden ist auch die Grundversorgung oftmals schlecht. So gibt es zum Beispiel im Südosten der Hauptstadt Washington, in dem überwiegend Afroamerikaner leben, nur ein einziges größeres Krankenhaus. Außerdem haben umfangreiche Studien gezeigt, dass Ärzte die Beschwerden von schwarzen Patienten tendenziell weniger ernst nehmen. Sie ordnen weniger Untersuchungen an und verschreiben zudem schlechtere Behandlungen.
[…..]

 

Mittwoch, 8. April 2020

Bergoglios Mittelfinger

George Kardinal Pell ist als ehemalige Nr. 3 der 1,3 Milliarden Katholiken nicht nur der ranghöchste Geistliche, der je wegen sexuellen Missbrauchs an kleinen Jungs ins Gefängnis kam, sondern fand auch die abartigste Ausrede!

Dabei hatten seine Brüder im Bischofsamt schon mit denkbar grotesken Erklärungen vorgelegt -  wie „wußte nicht, daß das illegal ist“, „habe eine päpstliche Erlaubnis um den schmerzhaften Samenstau in den Hoden durch die Penetration 12-Jähriger Jungs zu beheben“, „musste die Priesteranwärter dem Schwulentest unterziehen und dem Klassiker „Gott hat mir verziehen.“

Pells Anwalt erklärte die Unschuld seines Mandanten mit der Dauer des Analverkehrs. Der habe nur sechs Minuten angehalten und sei damit juristisch nahezu irrelevant: „plain and vanilla penetration sex“!

Ein paar Messdienern mal seinen Penis in den Mund zu schieben, konnte er sich da wohl erlauben – so glaubte Pell.
 Gleich mehrere erzkonservative Ex-Premierminister standen in seiner Gerichtsverhandlung als Leumundszeigen da und der mächtige Papst beließ ihm demonstrativ sein rotes Kardinalshütchen – als Ausweis seiner allerhöchsten Würde derjenigen, die den Stellvertreter Gottes auswählen und durch die der Heilige Geist spricht.
So einer kann ja schlecht in den Knast kommen, befand Pell selbst, zumal er ja gar keine Kinder missbraucht hatte und unschuldig ist.
Außerdem hat er die Kinder, die er gar nicht missbraucht hat, laut seines Anwaltes nur sechs Minuten missbraucht.

(….) Nein, nein, nein, George Pell AC, 77, Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche, ehemaliger Erzbischof von Melbourne, ehemaliger Erzbischof von Sydney, ehemaliges Mitglied des Päpstlichen Kardinalsrats, Kardinalpriester der Titelkirche Santa Maria Domenica Mazzarello, langjähriger Großprior der Ordensprovinz Australien-New South Wales des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Generalkaplan im Großpriorat Australiens, Träger des Lazarusordens und des kirchlichen Großkreuzes des Verdienstordens des Heiligen Lazarus, der hochrangigste australische Katholik aller Zeiten, ist unschuldig, hat keine Kinder vergewaltigt und ist nur Opfer einer linken Hetzjagd!
So tönen heute seine Fans – darunter der allmächtige Rupert Murdoch, Executive Chairman der News Corp (Fox News) und gleich mehrere australische ehemalige Premierminister.


Gottes Top-Mann beharrt vehement auf seiner völligen Unschuld und von „sexuellem Missbrauch“ oder „Vergewaltigung“ kann gar nicht die Rede sein, weil es nämlich nur „plain and vanilla penetration sex“ mit einem 12-Jährigen und einem 13-Jährigen war. Nur sechs Minuten lang erzwang Pell den Analverkehr, wie sein Verteidiger Robert Richter beschwichtigend erklärte.

Wo ist also das Problem?
Und dafür sechs Jahre Haft? Für sechs Minuten? Ist ja unverschämt, tobt die gesamte austro-amerikanische konservative Medien- und Politlandschaft.

[….]  Der frühere Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Richter Peter Kidd verkündete in Melbourne das Strafmaß gegen den 77-jährigen Australier. Der Kardinal muss mindestens drei Jahre und acht Monate der Strafe absitzen, bevor er einen Antrag auf Bewährung stellen darf.
Der Fall Pell bewegt die Australier sehr: Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen hatte es hier zehntausendfach gegeben. Eine königliche Kommission hatte sich in den vergangenen Jahren an eine Aufarbeitung gemacht, aber niemand hatte so polarisiert wie Pell. [….]

Gestern, nach 405 Tagen hinter Gittern wurde Pell entlassen. Das oberste australische Gericht hatte begründete Zweifel an dem Urteil gegen ihn festgestellt.


Pells Bischofskollegen sind begeistert wie seine ultrakonservativen Freunde in den Medien – allen voran Newscorp-Eigner Rupert Murdoch (FOX News).

Ganz vom Haken ist der mutmaßlich pädophile Kardinal damit nicht, da nun die Zivilprozesse folgen können, bei denen die Opfer ihn auf Schmerzensgeld verklagen können.
Besonders unangenehm könnte für ihn dabei werden, daß die 60 Seiten der Royal commission, die über George Pell erstellt wurden, nun eingesehen werden können.
Zuvor lagen die Ergebnisse der Regierungskommission im Giftschrank, um Pell ein faires Strafverfahren zu ermöglichen.
Das Strafverfahren ist nun aber zu Ende.

Natürlich denkt man zuerst an den schweren Schlag, den Pells Entlassung seinen Opfern und den Myriaden anderen Vergewaltigungsopfern katholischer Priester zufügt.

[…..] Der Freispruch für Pell zeige wieder mal exemplarisch die Grenzen der menschlichen Gerichtsbarkeit auf, erklärt Jacques Nuoffer, Präsident der Westschweizer Opferhilfe-Gruppe Sapec. Auch sehe man den Einfluss, den eine Persönlichkeit wie der Angeklagte im Vergleich zu den Opfern haben könne.
Und schliesslich zeige es, «wie schwierig es ist, wenn man als Kind missbraucht wurde, 20 Jahre später die Beweise dazu zu erbringen», so der Psychologe auf Anfrage von Nau.ch.
Für die Opfer sei das Urteil ein grosser Schock, ist Nuoffer überzeugt. Nachdem die Opfer endlich den Mut hatten zu sprechen, und nachdem sie auch als Opfer anerkannt wurden, erklärten nun die obersten Richter, dass es berechtigte Zweifel gäbe. «Es ist ein Urteil, das diejenigen, die sich noch nicht zu sprechen getraut haben, noch mehr zum Schweigen bringt!» [….]

Es gibt aber einen Mann, dem immer noch die Opfer vollkommen egal sind, der sich mit seiner gesamten Autorität hinter den Täter stellt, den greisen Kinderficker sogar mit Jesus vergleicht: Jorge Bergoglio!

[….] Papst Franziskus hätte am Dienstag schweigen können, nachdem in der Nacht der Freispruch für Kardinal George Pell bekannt geworden war. Das Presseamt des Heiligen Stuhls hätte es bei der knappen Mitteilung belassen können, in der der Freispruch „mit Wohlwollen“ aufgenommen wurde. Aber Papst Franziskus wurde deutlicher. Den Prozess gegen seinen früheren Berater und Finanzchef im Vatikan erwähnte er bei seiner Frühmesse im Vatikan zwar mit keinem Wort. Wen Franziskus meinte, war hingegen eindeutig, als er ausgerechnet am Dienstag von der Verfolgung Jesu predigte und sagte: „Ich möchte heute für alle Menschen beten, die unter einem ungerechten Urteil leiden.“ […..]
(Kölnische Rundschau, 09.04.2020)

Was für eine miese verkommene mitleidslose Sadisten-freundliche amoralische Gestalt doch dieser Papst ist! An so einem Tag findet er kein einziges freundliches Wort für die abertausenden Kinder, die von seinen Priestern vergewaltigt, gequält, geschlagen, ausgebeutet wurden, sondern betet für die Täter.

Falls noch irgendwelche Zweifel bestanden – auch wenn das kaum vorstellbar ist – spätestens heute dürften alle Katholiken wissen wofür ihre Organisation steht.
Das Signal, das die Kirche heute in die Welt hinaussendet lautet:
„Kinderficken? Na klar! Wer es wagt deswegen zu klagen, soll sich warm anziehen! Wir kämpfen für unsere Priester-Päderasten! Missbrauchte Kinder, die sich anschließend aus Gram umbringen sind schwächliche Loser, die wir nur verachten. Für die beten wir nicht!“

[….] Papst Franziskus betete nach dem Freispruch für ungerecht Verurteilte, ohne direkt auf Pell einzugehen: "In diesen Tagen der Fastenzeit haben wir gesehen, welche Verfolgung Jesus erdulden musste", sagte der Papst. "Er wurde von Menschen voller Hass verurteilt, obwohl er unschuldig war. Ich möchte heute für alle Menschen beten, die unter einem ungerechten Urteil leiden."
[….] Anthony Fischer, Pells Nachfolger als Erzbischof von Sydney, der 2003 die Bischofsweihe von Pell erhielt, wertete das Urteil als Sieg für die Kirche. "Das war nicht nur ein Prozess gegen Kardinal Pell, sondern auch gegen unser Rechtssystem und unsere Kultur", sagte er. [….]  Der Prozess gegen Pell sei eine "Verfolgungsjagd" gewesen.
Die Anwälte des Vaters eines inzwischen verstorbenen früheren Chorknaben sagten, dieser sei fassungslos über das Urteil. Ein Netzwerk von Opfern von Missbrauch durch katholische Geistliche teilte mit, es sei wegen des Urteils "entsetzt und untröstlich". [….]

Dienstag, 7. April 2020

Unpopuläre Meinungen

Immer wieder staune ich welche extremen Meinungen und drastische Missstände schulterzuckend hingenommen werden.
Vieles gelingt durch verdrängen. Was nicht genau vor unseren Augen geschieht, wird auch nicht bemerkt.
20.000 Kinder, die jeden Tag elendig an Hunger krepieren, weil die EU und Nordamerika eine abartige Agrarsubventionspolitik betreiben? Ist uns vollkommen egal.
Tausende Menschen, die jedes Jahr aus den durch europäische Waffenexporte ermöglichten Kriegen fliehend im Mittelmeer ersaufen? Nehmen wir achselzuckend hin.
Eine weltumspannende Kinderfickerorganisation, die in allen Erdteilen Myriaden Kinder sexuell missbraucht und die Täter schützt? Wird weiterhin hofiert und finanziert.
Das deutsche Gesundheitssystem auf Gewinnmaximierung umstellen, so daß in 20 Jahren bei steigenden Fallzahlen 50.000 Pflegestellen abgebaut werden und die Hygiene so vernachlässigt wird, daß Myriaden an MRSA-Infektionen sterben?
Muss wohl so sein, denn Abhilfe gegen Krankenhauskeine zu schaffen, ist zwar möglich – siehe Holland – aber auch teuer.
40 Millionen Küken lebendig schreddern und Millionen Ferkel ohne Betäubung kastrieren stört uns gar nicht, weil dadurch die Mettwurst und die Hühnerbrüste im Discounter so schön billig sind.
Echte Faschisten, die den Rechtsradikalismus anheizen, so daß schon tausende Angriffe auf Flüchtlingsheime stattfanden und hunderte Menschen getötet wurden? Macht doch nichts; so eine Partei bekommt in Ostdeutschland mit 25% in die Landtage und kungelt dort mit FDP und CDU, um einen Ministerpräsidenten zu wählen.
Rechtsradikalismus stört gar nicht. Ronald Schill, „Corona sehe ich als Hysterie“, skandalumwobener ehemaliger zweiter Bürgermeister Hamburgs, einer der Wegbereiter des Ausländerhasses, politischer Erpresser, kategorischer Lügner, öffentlicher Großhetzer und schließlich vor der Justiz nach Brasilien geflohener Kokser und Exhibitionist, hockt derzeit wieder einmal in einer deutschen Realityshow und wird von allen anderen Teilnehmern bewundernd und ehrfürchtig als „Richter Schill“ angesprochen.
Es darf nicht nur alles geschehen; es darf auch alles gesagt werden, ohne daß Empörung aufbrandet.

Fast alles jedenfalls.
Wie ich als Tierhaarallergiker seit Jahrzehnten beobachte, gibt es ein Tabu in Deutschland, das aggressiv verteidigt wird: Hunde und Katzen.
Wehe wenn man einen Hundebesitzer in einem kleinen Laden höflich darum bittet das Tier zu sich zu rufen.
Da entwickeln sich die Halter sofort zu giftigen Furien und überziehen einen mit Pöbelattacken.
Ob man dabei Angst vor großen Hunden hat oder aber „nur“ allergisch reagiert, spielt keine Rolle. Sofort ist man „der Hundehasser“ und wird daher von allen Seiten beschimpft.
Fast hätte ich geschrieben „wird wie ein Kinderschänder verachtet“ – aber wer Kinder sexuell quält wird ja  - siehe RKK – toleriert und akzeptiert.
In keinem Fall, in dem ich von wütenden Haltern ausgeschimpft wurde, kam ich je soweit zu erklären, daß ich selbstverständlich nichts gegen Tiere habe, sondern die rücksichtslosen Besitzer das Problem sind. Ein Hund kann ja nichts dafür ein Hund zu sein und kann nicht wissen, daß sein natürliches Verhalten für andere bedrohlich ist oder eine Immunglobulin-E-Ausschüttung verursacht.
Das wäre die Aufgabe des Halters, der seinen Hund in die Öffentlichkeit bringt.

Katzenhalter sind kein bißchen besser. Die leiseste Kritik an ihrer Art sie zu halten oder an den Folgen der massenhaften Katzenhaltung wird sofort mit wütender Verachtung gestraft. Man gilt sofort als Katzenhasser.
Diese sich selbst als „Tierfreunde“ empfindenden Katzenhalter sind es auch, die aufjaulen, wenn es um Windräder geht, die bis zu 100.000 Singvögel im Jahr töten.
Ein schreckliche Zahl, aber die Heuchelei ist gewaltig, da Windräder  verglichen mit Katzen den aussterbenden Vogelarten kaum etwas anhaben.

[….] Katzen & Vögel sind ein höchst emotional besetztes Thema wie viele Millionen Katzenvideos auf Youtube zeigen. Über 8 Millionen Katzen in Deutschland töten viele Millionen Vögel. Amerikanische Studien kamen zu dem Ergebnis, dass jedes Jahr in den USA zwischen 1,4 und 3,7 Milliarden Vögel und zwischen 6,9 und 20,7 Milliarden kleine Säugetiere von Katzen getötet werden. Diese Zahlen lassen sich nicht so einfach auf Deutschland übertragen und viele Fachleute gehen bei uns von geringeren Zahlen aus. Doch jährlich 5 bis weit über 20 Vögel töten viele "Hauskatzen mit Ausgang" und diese Zahlen sind sehr niedrig angesetzt. Das größte Problem für Natur und Vögel ist die zunehmende Zahl von verwilderten Hauskatzen. Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise 2 Millionen verwilderte Katzen. [….]
(BUND)

Niemand bezichtigt eine Katze eine Katze mit ihren natürlichen Instinkten zu sein.
Solche Zahlen über Singvögel zu nennen sind kein Zeichen von Katzenhass, sondern eine neutrale Feststellung.
Während aber die Singvögel versuchen in ihrem angestammten Habitat zu überleben, werden Hauskatzen künstlich von Menschen hinzugefügt.

Der Corona-Virus bringt nun eine spannende Frage auf die Tagesordnung.

Bei Millionen infizierten Menschen und dem wirtschaftlichen Shutdown in weiten Teilen der Welt stellt sich die Frage nach allen Übertragungswegen.

[….] Zunächst war es nur ein Spitz in Hongkong, in dessen Schnauze das Coronavirus gefunden wurde. Dann wurden mindestens ein weiterer Hund und zwei Katzen positiv auf das Coronavirus getestet. Auch in Experimenten infizierten sich Katzen und gaben das Virus anschließend an Artgenossen weiter. Doch bislang gibt es keinen Nachweis, dass die Tiere Virusmengen ausscheiden, die für eine Infektion des Menschen ausreichen. Das für Tiergesundheit zuständige Friedrich-Loeffler-Institut sieht daher keine Veranlassung, dass Menschen jetzt ihren Kontakt zu Haustieren einschränken oder ihre Haustiere abgeben sollten. Wie immer gelten jedoch die Hygieneratschläge: Halter sollten Tiere fern von ihrem Gesicht halten und sich nach dem Kontakt gründlich die Hände waschen. Wer selbst erkrankt ist, sollte das Tier durch ausreichend Abstand schützen. Für Landwirte gab es bereits eine erste vorsichtige Entwarnung. Zumindest Schweine und Geflügel scheinen nicht anfällig für eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu sein. [….]

Diesmal also keine Gefahr durch Geflügel, aber wie die Zoo-Tiger und Löwen in New York zeigen, kann das Virus offenbar recht leicht auf Angehörige der Katzenfamilie übertragen werden.

Nachdem nun in den USA 400.000 Menschen infiziert und 13.000 an den Folgen der Covid19 gestorben (Stand heute) sind, fragt man sich welche Maßnahme immer noch als zu drastisch gelten könnte, um sie zu ergreifen.

[….] In der Bronx befindet sich der größte Zoo von New York City. Er meldet die ersten Corona-Fälle. Nadia, ein vier Jahre alter Tiger, wurde positiv getestet. Mehrere Löwen und weitere Tiger zeigten auch Symptome. Das führt zu zwei Fragen. Wenn es für Menschen in New York so schwierig ist, getestet zu werden, wieso wird dann ein Tiger getestet? Und wenn Großkatzen sich mit dem Virus infizieren können, was ist dann mit den laut Schätzung des Haustierverbandes 95 Millionen Hauskatzen in den USA? [….]

Eins ist sicher: Politiker mögen alles tun, um die Kindersexorganisation RKK zu schützen, Waffenhändler pampern, Kriege anzetteln und grauenvolle Zustände in Krankenhäusern oder Gefängnissen achselzuckend akzeptieren.
Aber niemand wird es wagen 95 Millionen Hauskatzen töten zu lassen.
Schweine, Vögel, Küken, Rinder ja. Täglich hunderte Tier- und Pflanzenarten aussterben lassen ist kein Problem.
Aber bei Hauskatzen ist alles anders.

Montag, 6. April 2020

Natürlich ist das eine Kindersex-Organisation.

2002, als der alte Woytila noch Papst war und schwer von Parkinson gezeichnet dem Ende seiner Amtszeit entgegensiechte, gingen schon die Geschichten über hunderte von amerikanischen Priestern, die Myriaden von Messdienern vergewaltigt und gequält hatten durch die Weltpresse.
JPII raffte sich daraufhin noch einmal auf und rollte einem der schlimmsten Sadisten und Sexverbrecher, nämlich dem Chef der Legionäre Christi den Roten Teppich aus.

(….)  Die große Enthüllungs-Welle der Sexualstraftäter-Priester in den USA warf 2002 ihre Schockwellen durch die katholische Welt. Anschließend wurde es nur noch schlimmer. In immer mehr Ländern wurden ungeheuerlichen Zahlen katholischen Klerikern bekannt, die kleine Kinder gequält, geschlagen und vergewaltigt hatten. 2010 erreichte die Welle Deutschland, das Heimatland des nächsten Papstes.

Unglaublich, aber wahr, während der Kindersex-Marathonenthüllungen am 1. Mai 2011 sprach Ratzinger den großen Kinderfickerfreund Wojtyła selig. Bergoglio legte noch einen drauf und sprach Johannes Paul II. am 27. April 2014 heilig.
Damit ist dreifach unfehlbar ex cathedra gesagt „wir ficken kleine Jungs und das ist gut so!“

(…..)  Die Rede ist, mal wieder, von den Legionären Christi, LC, die römisch-katholische Kongregation päpstlichen Rechts und ihrem legendären Gründer Marcial Maciel Degollado.

Kinderfickende Nazis ersetzten auf Geheiß Woytilas und Ratzingers die verhassten südamerikanischen „Befreiungstheologen“, die sich für die Armen einsetzen und den faschistischen Mörder-Diktatoren kritisch gegenüberstanden.
Der Priester Maciel Marcial Degollado, (1920–2008), Chef der LC und Multimillionär war der erklärte Liebling des Papstes Johannes-Paul II.
Da er sagenhafte Summen in die Kasse der RKK spülte, drückte der Wächter der Glaubenslehre Ratzinger alle Augen zu.
Maciel Marcial Degollado hatte mindestens fünf Kinder von zwei Frauen und vergewaltigte darüber hinaus mehrere Dutzend (bis zu 100) Jungs.
Die Vorgehensweise war laut STERN immer gleich:

Vater Maciel rief die ca 12-Jährigen Jungs zu sich, klagte über „schmerzhaften Samenstau in den Hoden“, müsse sich zur Abhilfe masturbieren lassen und dabei auch Kinder penetrieren.
Er erklärte dazu, er habe eine persönliche Erlaubnis von Papst Pius XII „die Schmerzen im uro-genitalen Bereich“ derart zu behandeln.
Hochwürden Samenstau bevorzugte dabei blonde und hellhäutige kleine Jungs, die ihm seine „Legionäre“ weltweit suchten und zuführten.
Seit 1976 wurden Berichte über diese Kindesvergewaltigungen nach Rom geschickt.
Man hielt dort immer die schützende Hand über Maciel.
JP-II ("Maciel ist ein vorbildlicher Priester") würdigte ihn 2004 mit einem Empfang im Petersdom, Ratzinger stellte die Untersuchungen gegen ihn bereits 1999 ein.

Dokumente aus den Vatikan-Archiven belegen laut AP, dass der Heilige Stuhl schon in den fünfziger Jahren Beweise hatte, wonach Maciel drogenabhängig und pädophil gewesen sein soll. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge ermittelten damals drei sogenannte Visitatoren, das Ergebnis sei jedoch bis heute nicht veröffentlicht worden. 1998 sollen sogar einige seiner Opfer Anzeige erstattet haben.    Doch Papst Johannes Paul II. verband eine enge Freundschaft mit Maciel, die sich seit dem ersten Zusammentreffen im Januar 1978 entwickelt hatte. Der Papst verehrte den Mexikaner, führte ihn gern als Vorbild an und widmete ihm noch 2001 eine Festmesse auf dem Petersplatz.

Der gegenwärtige Papst, der im Bundestag mit standing Ovations bedacht wurde, ist der Beschützer eines der perfidesten pädosexuellen Gewalttäter.
 Die seit Dekaden bekannten Untersuchungsergebnisse über den brutalen Päderastensumpf seiner Legionäre hält Ratzinger bis heute unter Verschluß.

Tatsächlich aber hatten zehn Opfer, die von Marcial Maciel in den 50er-Jahren im römischen Seminar missbraucht worden waren, den Vatikan schon vor 30 Jahren verständigt. Seit 1983 war auch Papst Johannes Paul II. über die Missbräuche informiert. Doch er schätzte den Ordensgründer und lobte noch 1994 öffentlich dessen «effiziente Führung für die Jugend». 1997 sagte die Gruppe der zehn Opfer vor den Medien, Maciel habe Hunderte Knaben missbraucht.
Ein Jahr später erhob die Gruppe Anklage gegen Maciel bei der Glaubenskongregation, die unter Kardinal Ratzinger für alle schwerwiegenden Missbrauchsfälle in der Kirche zuständig war. Ratzinger aber war nie bereit, die Gruppe der Opfer anzuhören und gegen Maciel etwas zu unternehmen. Worauf sich die Gruppe 2002 bei der UNO Gehör verschaffte und im Genfer Palais des Nations die Medien über die Untätigkeit der Glaubenskongregation informierte.
(Tagesanzeiger 02.05.2010)

Ratzinger führt also die Tradition seines Vorgängers fort und ermutigt die Legionäre geradezu weiterhin Kinder zu ficken und zu quälen. Rom weiß schließlich Bescheid und hat noch nie etwas unternommen.

Im Gegenteil, mit der Rapid-Seligsprechung des größten Marcial Maciel Degollado-Fans Woytila, hat Ratzinger noch mal unterstrichen, daß er fest an der Seite der Sextäter steht und nicht an die Opfer zu denken gewillt ist.
 Sein ganzes Mitgefühl gilt nur den LC. Er ernannte nach Maciels Tod 2008 einen neuen Chef und ließ mitteilen Benedikt XVI. werde den Ordensmitgliedern "auf dem Weg der Reinigung" beistehen und sie nicht alleinlassen.

Wojtyła, Ratzinger und Bergoglio stehen diesbezüglich wirklich in einer Tradition. Mag sie auch noch so viel unterscheiden – Ratzingers Prunksucht steht im krassen Missverhältnis zu seinem Vorgänger und Nachfolger – aber ein Herz für Kindervergewaltiger haben sie alle.

Noch im Jahr 2012, kurz vor dem Ende des Ratzi-Pontifikats konnte ein aus dem dubiosen Mixa-Umfeldes des bayerischen Bistum Eichstädt stammender Prälat im Staatssekretariat des Vatikans ungehindert junge Priesteranwärter sexuell belästigen. Die massiv Befummelten beschwerten sich sowohl bei Ratzi als auch bei seinem Sekretär Kurienerzbischof Gänsi; aber der betreffende Prälat hatte Ratzi entscheidend bei seiner Papstwahl geholfen, indem er Absprachen liberalerer Kardinäle verriet. (….)

Der zukünftige Papst, ein gewisser Joseph Ratzinger, hatte schon im Jahr 2002 die Zügel der Weltkirche fest in der Hand. Unter der Androhung schwerster Kirchenstrafen, also der Exkommunikation, hatte er weltweit den Bischöfen verboten über Kinderfickerfälle zu reden oder gar die Staatsanwaltschaft zu informieren.

[…..][….] Der Kardinal ist ungehalten. Gerade ist er aus dem Appartementhaus gekommen, in dem er wohnt, Joseph Ratzinger, der Präfekt der Glaubenskongregation. Und dann tritt dieser Journalist einfach auf ihn zu und möchte den Kardinal über die Männer ausfragen, die Marcial Maciel, dem Gründer der stramm konservativen "Legionäre Christi", vorwerfen, er habe sie als Kinder und Jugendliche vergewaltigt. "Ich bin da nicht so informiert", sagt Kardinal Ratzinger, "ich finde es auch unangebracht, dass Sie damit zu mir kommen."


Sehr wohl wusste Joseph Ratzinger Bescheid über die Vorwürfe gegen Maciel, die Informationen über das Doppelleben des angeblich so frommen Mannes lagen ihm vor. Doch erst nach dem Tod von Papst Johannes Paul II., dem großen Förderer der Legionäre, sollte er es wagen, gegen den Gewalttäter im Priestergewand vorzugehen. Über viele Jahre hinweg ist es ihm wichtiger, dass es keinen Skandal gibt, der die Gläubigen verwirren und die katholische Kirche beschmutzen könnte.
Christoph Röhls Dokumentarfilm über Benedikt XVI. ist kein Film über Joseph Ratzingers Leben und Wirken. Röhl hat einen Thesenfilm produziert, montiert; das macht die Wucht von "Verteidiger des Glaubens" aus und markiert zugleich seine Grenze. Die These lautet: Gerade weil Benedikt seine Kirche rein und unbefleckt halten wollte, steht sie nun besudelt da. Gerade weil er ihren Anspruch auf die Wahrheit verteidigen wollte, ist ihre Glaubwürdigkeit dahin. Und gerade weil er ängstlich den überlieferten Glauben gegen alle Zweifel bewahren wollte, hat er zum Glaubensverlust beigetragen. Sein Glaubens- und Kirchenverständnis hat ihn zum Vertuscher und Verharmloser der sexuellen Gewalt gegen Kinder, Jugendliche, Frauen in der katholischen Kirche gemacht. [….]

Von ganz ganz oben kam also die Order die bestialischen Päderasten in Soutane zu schützen, damit sie weiter kleine Kinder quälen konnten.
Der Vatikan wußte also ohnehin lange Bescheid in welchem Umfang ihre Prädatoren-Priester über Kinder herfielen.
Das Kindervergewaltigen war weltweit zum Signaturemove der Römisch-Katholischen geworden.


Vor 20 Jahren kamen diese Fälle erstmal an die ganz große Glocke; es wurde weltweit berichtet.
Nach zehn Jahren, in denen man in allen seriösen Medien Deutschlands sehen und lesen konnte, welch unfassbaren sexuellen Grausamkeiten Priester begingen, kam der Berliner Fall „Canisius“ auf den Tisch und Weihbischof Andreas Laun tat im deutschen Fernsehen den ungeheuren Satz, die Kirche hätte ja vor 2010 nichts gegen kinderfickende Priester unternehmen können, da niemand auch nur geahnt hätte, daß es so etwas gibt.
Zehn weitere Jahre vertuschten, verheimlichten und verbargen Kirchenfürsten die Verbrechen ihrer Organisation, drangsalierten die Opfer ein weiteres mal, indem sie sich hinter Formalien verbargen, um sich um Entschädigungszahlungen zu drücken.
Papst Franziskus, der 2013 seinen Job antrat, verschärfte den sadistischen Kurs erneut, indem er ausdrücklich Kinderficker, die selbst Täter waren beförderte und demonstrativ Strafen erließ.

Zehn Jahre nach Canisius und 25 Jahre nach der ersten Aufklärungswelle haben die kriminellen Kleidchenträger immer noch nicht gelernt.

Das katholische Jugenddorf Piusheim in Oberbayern macht gerade mit einer Ettal-artigen Horrorgeschichte auf sich aufmerksam.
Die Staatsanwaltschaft München II bestätigte Ermittlungen gegen ehemalige Priester und Priesteramtskandidaten, die Jugendliche nicht nur selbst missbrauchten, sondern auch an andere Männer „vermieteten“, sie also zwangsprostituierte.
Die Kirche, als das Bistum München-Freising, in dem illustre Typen wie Ratzinger, Wetter und Marx auf dem Chefsessel saßen, wußte Bescheid und schwieg.

[….] Die Vorwürfe gegen das ehemalige Heim, in dem bis 2006 schwer erziehbare Jungen im Alter zwischen sechs und 18 Jahren betreut wurden, waren am Sonntag öffentlich geworden. [….]
[….]  Katsch forderte das Erzbistum auf, den Vorwürfen nachzugehen und sich vor allem um die mutmaßlichen Opfer zu kümmern. "Wir hoffen jetzt auf die baldige Einsetzung einer Untersuchungskommission, die die Vorwürfe untersucht und die Meldungen aufnimmt", sagte er.

Zu diesen Forderungen und der Frage, ob sich auch dort weitere mutmaßliche Betroffene gemeldet hätten, äußerte das Bistum sich auf Anfrage zunächst nicht. [….] Nach Bekanntwerden der neuen Vorwürfe war erneut Kritik an der kircheninternen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals laut geworden. "Es ist beschämend, wie immer neue Fälle sexualisierter und auch spiritueller Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen, Frauen und gar Ordensfrauen an die Öffentlichkeit kommen", sagte der Sprecher der Reformbewegung "Wir sind Kirche", Christian Weisner. Es stelle sich die Frage, ob die katholische Kirche in Deutschland überhaupt in der Lage sei, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten - "oder ob es nicht notwendig ist, eine wirklich unabhängige Aufarbeitung durch Externe durchführen zu lassen, wie es in anderen Ländern wie Irland oder Australien geschehen ist". [….]

Nach 25 Jahren ist mehr als offensichtlich: Die Kirche will und kann nicht ihre eigenen Verbrechen aufklären.
Das ganze Ansinnen ist ohnehin absurd.
Würde man einen Bankräuber oder Autoschieber bitten doch selbst mal zu überlegen, ob er etwas falsch gemacht habe, um dann gegebenenfalls nach eigenem Ermessen den Opfern ein paar Almosen zurück zu geben?

Dieser Vergleich hinkt, weil er noch zu harmlos ist. In einem Fall wird einer extrem reichen Institution Geld weggenommen, in dem Anderen werden Kinder vergewaltigt und so sehr seelisch geschädigt, daß sich einige von ihnen nie wieder erholen oder gleich in den Suizid getrieben werden.

[….] Das Erzbistum München und Freising bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass im Zusammenhang mit der Einrichtung seit 2010 neun Verdachtsfälle wegen sexueller Übergriffe oder körperlicher Gewalt gemeldet wurden. Diese sind mit einer einzigen Ausnahme bisher nicht an die Öffentlichkeit gelangt. […..]

Nein, natürlich klärte Kardinal Marx nicht auf. Aber bei der RKK ist ohnehin Hopfen und Malz verloren.
Es wird Zeit endlich auf die untätigen Staatsanwaltschaften und christlichen Parlamentarier zu zeigen, die nach wie vor ihrer Frömmigkeit frönen und gar nicht dran denken sich schützend vor Myriaden von der Kirchen vergewaltigte Kinder zu stellen.
Wo sind denn die fromme katholische Nahles? Der fromme katholische Thierse? Die fromme katholische Kramp-Karrenbauer?

Sonntag, 5. April 2020

Niederste Instinkte

Man kann wieder einmal nur staunen darüber wie obrigkeitshörig Deutschland und die USA geprägt sind.
Sobald es zu einer echten Krise kommt, wächst die Begeisterung für die eigene Führung.
Ein Blick auf die drei Führungsfiguren der CDU:

·        Ursula von der Leyen, CDU, Kommissionspräsidentin der EU taucht ab und wagt es nicht irgendetwas zu entscheiden.
·        Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Bundesvorsitzende befindet sich offenbar im Kryoschlaf; von ihr hat man seit Wochen nichts mehr gehört.
·        Angela Merkel, 18 Jahre CDU-Bundesvorsitzende, Bundeskanzlerin war die letzten 14 Tage in Corona-Quarantäne, nahm keine Termine wahr.

Als Resultat ermitteln alle Umfrageinstitute seit Jahren nicht mehr dagewesene CDU-Maximalwerte.



Der ARD-Deutschlandtrend ermittelte eine derartige Begeisterung für Merkel und die Groko, daß die Rufe nach einer fünften Amtszeit laut werden. Sogar drei Viertel der Grünen-Wähler finden die Groko einfach klasse! 80% der Grünenanhänger sind zufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement Merkels.





 Arme AKK; ihr Zeitpunkt des Rücktritts von CDU-Vorsitz und der Kanzlerkandidatur wirkt a posteriori übel gewählt: Die Konkurrenten blamieren sich; merz sitzt in Quarantäne, Laschet kann noch nicht mal eine Atemschutzmaske richtig aufsetzen und die CDU-Umfragewerte schießen von ganz allein in Richtung absolute Mehrheit.
Zu blöd; hätte sie noch zwei Monate länger ausgeharrt, wäre das Kanzleramt ihr kaum noch zu nehmen.

Der gleiche idiotische Herdenimpuls, die Lust sich als Untertan zu gerieren existiert auch in den USA. Dort stellt man sich in Krisen begeistert hinter die größten Idioten, die zufällig gerade in den Führungspositionen sind:
Rudy Giuliani, GW Bush oder Trump.


Es gibt aber auch viele Verlierer in dieser Situation.

Da ist zunächst einmal die SPD, deren Minister die wahrhaft handelnden sind: Olaf Scholz muss blitzartig die Weichen für die gesamte deutsche Wirtschaft stellen, Hubertus Heil in Windeseile zig Millionen Kleinstunternehmer und Geringverdiener versorgen und Heiko Maas ackert an der Herkulesaufgabe im weltweiten Shutdown eine Viertelmillion deutsche Urlauber aus 200 verschiedenen Ländern heimzufliegen.
Die beiden involvierten Unionsminister heißen Spahn, der aber seit Monaten nicht auf die Warnungen vor der Verknappung der Schutzkleidung hören wollte und Seehofer, der es bis heute nicht schafft bundeseinheitliches Regelungen zu schaffen.
Dennoch profitiert nur die CDU vom Zufriedenheitsboom mit der Groko.

Zweiter Verlierer ist die AfD, die sich aber selbst zerlegt und darunter leidet, daß ihre Hass- und Verschwörungsbotschaften, sowie ihre Destruktivität derzeit nichtrichtig wahrgenommen werden.

Dritte Verliererin ist die FDP, die sich wieder einmal an das rechte Verschwörungsgeraune heranpirscht und à la AFDP am Braunen rührt.

Dem demoskopischen Abstieg beider AFDP-Parteien weine ich natürlich nicht hinterher, sondern freue mich zu sehen, daß die weit überproportionale Linder-Begeisterung in der Durchschnittspresse abnimmt.
Es sind nicht eben Lobeshymnen, die für die Gelben angestimmt werden.

[…..]  Dünnsinn in der Krise Wie Corona die FDP-Spitze entlarvt
[…..]  In Zeiten wie diesen wird nochmal das ganze Ausmaß des Desasters deutlich: Die FDP, sie ist intellektuell ein Trauerspiel. Sie ist, sagen wir es frei heraus: so erschütternd schlicht, dass sich alle Selbstständigen und Mittelständler, alle Porsche-Cayenne-Fahrer, Investment-Banker mit Jagdschein, alle Nienstedtener und Sylt-Zweitwohnsitzhabende, alle also, die zur natürlichen Zielgruppe dieser wirtschaftsfreundlichen, jungdynamischen, gutaussehenden, turbo-digitalen Truppe um Vorturner Christian Lindner gehören, sich die Haare im Cabrio-Fahrtwind raufen müssten: „DIE sollen MEINE Interessen vertreten?“ […..]  Die FDP kann gottfroh sein, dass es mit der AfD eine Partei gibt, die tatsächlich noch eine Spur schlechter mit der Thematik klar kommt und so vom liberalen Versagen ein wenig ablenkt. Schon wieder übrigens, dass man die beiden im gleichen Schlamassel sieht.
Wer sich bei Lindner noch nicht intellektuell unterfordert fühlt, muss Katja Suding bei Twitter folgen. […..]  […..]  Eine Antwort auf Frau Sudings nachdenklich dahingetwitterte Dünnsinn-Meditation bleibt sie selbst uns übrigens schuldig. Aber keine Sorge: Ich kenne sie. Sie kann nur lauten: Wenn Chanel nicht nach Ostern wieder aufmacht? Nix!
Dann können FDP-Wähler sich gleich die Kugel geben. Also, Golf spielen gehen. Im Garten hinterm Haus. Und darüber weinen, dass ihre parlamentarische Speerspitze ein so schlicht formulierender Haufen ist. [….]

Samstag, 4. April 2020

Christliche Wahrhaftigkeit

In Billy Wilders Verfilmung des Agatha Christie-Stücks Witness for the Prosecution überführt Charles Laughton als Sir Wilfrid Robarts sehr listig und gekonnt Marlene Dietrich als Christine Helm Vole eine gewohnheitsmäßige Lügnerin zu sein – freilich ohne zu ahnen in Wahrheit von ihr überlistet worden zu sein. Ein der dramatischsten Szenen vor Gericht ist Sir Wilfrieds Ausbruch, bei dem er theatralisch erklärt sie lüge so sehr, daß er sich wundere, daß ihr bei der Vereidigung nicht die Bibel aus der Hand gesprungen wäre.


Der Film ist immer noch ein Meisterwerk. Davon mal abgesehen faszinierte mich schon als Kind die hier transportierte Vorstellung man könne mit Bibeln oder christlichen Schwüren die Wahrheit detektieren.
Was für ein sagenhafter Unsinnn es doch ist ausgerechnet für den Zweck eine Ideologie zu verwenden, die voller Lügen und historischer Falschaussagen steckt.
Eine Religion, deren materieller Reichtum weitgehend auf der „konstantinischen Schenkung“ beruht.

Diese Urkunde, die „Donatio Constantini ad Silvestrem I papam“ verwendete die Kirche, um zu belegen, daß  der römische Kaiser Konstantin I. um das Jahr 314 dem Papst Silvester I. und seinen Nachfolgern bis in alle Ewigkeit die Herrschaft und der Besitz Italiens, des weströmischen Reichs und der gesamten Erde übertragen wird.
Elfhundert Jahre verwendeten Päpste diese Schenkung als Beweis für ihren Anspruch den Planeten zu beherrschen und alle Güter zu besitzen.
Tatsächlich gab es diese Schenkung nie; die Urkunde wurde im neunten Jahrhundert im Vatikan gefälscht und rückdatiert.

Keine Organisation hat jemals so dreist gefälscht und gelogen, um materielle Güter zu ergaunern wie die Kirche.
In nie dagewesener Dreistigkeit raffte sie ganze Kontinente an sich, fordert bis heute Abgaben, Beiträge und Steuern.
Die katholische Kirche perfektionierte ihre Gier nach Mammon in 2.000 Jahren so sehr, daß sie heute unbestritten der größte Grund- und Immobilienbesitzer der Welt ist.

(….) Gold und Silber lieb ich sehr, singt der Papst abends frohlockend in seinen Gemächern, während seine Diener die mit echtem Gold durchwirkten handgestickten Prunkgewänder wegräumen, die er jeweils nur einmal trägt.

Das kostet schon einiges.

 Und das sind wichtige Ausgaben, jedenfalls wichtiger als Nahrungsmittelspenden, um die 30.000 jeden Tag elendig verhungernden  Kinder vor diesem Tod zu bewahren.
Geld abgeben kann Ratzis Organisation aber nicht, da sie nur darauf konditioniert ist reicher zu werden und die Schätze zu behalten.
Zurück gegeben wird grundsätzlich nichts.
Durch Sklaverei, Betrug, Reliquien- und Ablasshandel, Simonie, Prostitution, Subventionen, Ämterkauf, Leibeigenschaft, Titel- und Segen-Verkauf, Urkundenfälschung, Erbschleicherei und den Zehnten ist so einiges auf der Haben-Seite des Vatikans gelandet.
Beispiel Deutschland:

  Die Kirchensteuer ist die Haupteinnahmequelle der katholischen Kirche in Deutschland. Aber sie stellt nur knapp 50 Prozent der Einnahmen der 27 Bistümer. Die Gesamteinnahmen sind sehr viel höher.
Fast unbekannt ist, dass die Kirche jede Menge Anteile an Versicherungen und Wohnungsbaugesellschaften hält. Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft etwa, die hauptsächlich den Bischöfen aus Köln, Münster, Paderborn und Aachen gehört, besitzt 23 000 Wohnungen. Der Vermögenswert beläuft sich nach Schätzungen auf knapp drei Milliarden Euro.
Ein zweites Beispiel: Die ehemalige Volkshilfe Lebensversicherung der Caritas. Seit sie mit der Aachener und Münchener Lebensversicherung verschmolzen ist, weiß kaum jemand, dass schätzungsweise zwei Drittel der Kapitalanlagen von AM kirchlichen Rechtsträgern zuzuordnen sind. Auch hier geht es um Milliarden Euro.
Weniger bekannt ist auch, dass die katholische Kirche nach Staat und Adel der größte Grundbesitzer in Deutschland ist; das steht schließlich nicht auf jedem Grundstück oder Waldstück drauf.
Bekannt dagegen sind zum Beispiel ihre Beteiligungen an kirchlichen Banken: Die Kölner Pax-Bank etwa hat es als Tresor des angeblich reichsten Bistums der Welt zu einiger Bekanntheit gebracht, auch die LIGA Spar- und Kreditgenossenschaft ist katholisch.

Der Vatikan ist von allen Kirchengliedern das Reichste.

 Der Vatikan hortet den zweitgrößten Goldschatz auf Erden
    In der italienischen Zeitschrift Oggi wurde der Goldschatz des Vatikans aufgrund »außerordentlicher Informationen« hinter demjenigen der USA als der zweitgrößte der Welt beziffert: 7000 Milliarden Lire = 3.500.000.000 Euro. Im Vergleich dagegen beträgt der Wert des Goldschatzes des Staates Italien »nur« 400 Milliarden Lire. Dies war 1952. 1)  Wie groß mag der Goldschatz des Vatikans heute sein? Rechnen wir die Wert-Steigerung dazu, so wäre der Wert des Goldes heute 63 % höher. Bei Verkauf könnte der Goldschatz des Vatikans, je nach Zeitpunkt eines eventuellen Abstoßes, bis 650 % Gewinn gebracht haben. Da fragt man sich:

Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Gold-Besitz gekommen?

Aktien
Der Vatikan pokert mit enormen Finanzreserven an der Wallstreet

    »Die auswärtigen Finanzreserven des Vatikans sind vornehmlich an der Wallstreet konzentriert. Insgesamt dürfte sich der Gesamtbesitz der Kirchenzentrale an Aktien und anderen Kapitalbeteiligungen bereits im Jahr 1958 auf etwa 50 Milliarden DM belaufen haben.« 4) S. 153
    Diese Zahl dürfte inzwischen vermutlich auf weit über Hundert Milliarden Euro angewachsen sein.

Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Aktien-Besitz gekommen?

Konzerne
Der Vatikan ist »größter religiöser Wirtschaftskonzern«

    »Der Vatikan ist heute der größte religiöse Wirtschaftskonzern der Welt und fest engagiert in zahllosen Unternehmen in den Bereichen Immobilien, Plastik, Elektronik, Stahl, Zement, Textilien, Chemie, Nahrungsmittel und Bauwirtschaft.« 3) S. 244
    Die dem Vatikan gehörende Firma Italgas hat Tochter-Gesellschaften in 36 italienischen Städten. Der Vatikan mischt mit bei Teer, Eisen, Destillaten, Trinkwasser, Gasherden, Industrieöfen usw. Von den etwa 180 italienischen Kreditinstituten verfügt mindestens ein Drittel über vatikanisches Geld. 3) S. 244 

    Der Vatikan besitzt viele einflussreichste römische Banken und ist in Europa, in Nord- und in Südamerika an einer überwältigenden Fülle mächtiger Industrieunternehmen beteiligt, einige gehören sogar weitgehend dem Vatikan, wie z.B. Alitalia oder Fiat. 2) S. 53

Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Besitz gekommen?

Ländereien
Die Kirche - der größte Grundbesitzer der westlichen Welt

Einige Beispiele:

    Deutschland: Mit 8,25 Milliarden qm größter privater Grundbesitzer 34) S.208 (entspricht gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein 34) S.208 oder der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen)
    Italien: über 500.000 ha Ackerland
    Spanien: ca. 20 % aller Felder
    Portugal: ca. 20 % aller Felder
    Argentinien: ca. 20 % aller Felder
    England: ca. 100.000 ha
    USA: über 1.100.000 ha Ackerland;

Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. 26) S. 429

Wie ist die Kirche zu diesem immensen Land-Besitz gekommen?

Städte / Immobilien
Der Vatikan ist »größter Immobilienbesitzer«

    Man kann in Bezug auf die immensen Besitztümer des Vatikans nicht mehr nur von Immobilien sprechen, sondern eher von Städten oder Stadtteilen.
    Rom z. B. ist bereits zu 1/4 in den Händen des Vatikans, recherchierte Paolo Ojetti in der Zeitschrift L’ Europeo am 7.1.1977. Sein Artikel war wie ein Telefonbuch zu lesen. Seitenweise listete er Tausende von Palästen auf, die z. T. den 325 katholischen Nonnen- und 87 Mönchsorden gehören. 5)
    Der Journalist Ojetti recherchierte auch in der italienischen Stadt Verona. Er druckte einen Stadtplan ab, auf dem ungefähr die Hälfte der Häuser schwarz markiert waren = Eigentum der katholischen Kirche. Er wies darauf hin, dass die Besitzverhältnisse in anderen Städten ähnlich sein dürften.

Nicht nur in Italien ist die Katholische Kirche der größte Grundbesitzer. Auch in Spanien.

Sie gibt diese erschlichenen Ländereien aber nicht nur nicht zurück, sondern hat sich durch ihren immensen politischen Einfluß auch fast überall von der Grundsteuerpflicht befreien können.

Während also Griechenland, Portugal, Spanien und Italien über explodierende Schulden stöhnen und sich täglich neue Milliarden leihen müssen, stehen die Kirchen als steinreiche Staatsschmarotzer am Rand und zahlen keine Steuern. (….)

Offensichtlich springen religiöse Symbole einem Lügner oder Heuchler eben nicht aus der Hand, sondern fühlen sich dort besonders wohl.

 Ratzis Nachfolger Franzi heuchelt sogar noch mehr als der Prunk- und Protz-affine Bayer.
Bergoglio gibt sich äußerlich  bescheiden, sitzt aber auf einem unermesslichen Vermögen von Millionen Hektar Land, Milliarden Quadratmeter Immobilien und Myriaden Palästen weltweit.

Für Arme und Obdachlose betet er zu Corona-Zeiten.
Denn Gebete kosten nichts.

[…..] Papst betet für Wohnungslose, statt Obdach zu geben
In den letzten Monaten war die katholische Kirche mehrfach wegen verschwenderischer und menschenfeindlicher Immobilien-Deals in die Kritik geraten. Dass es in der Corona-Krise beim Papst kaum für mehr als ein paar Gebete für diejenigen reicht, die sich nicht in die Sicherheit einer eigenen Wohnung zurückziehen können, ist unerträglich.
Am 31. März begann Papst Franziskus seine Predigt mit einem Gebet für alle wohnungslosen Menschen weltweit und einem Appell an die Gesellschaft, ihre Mitmenschen nicht zu vergessen.
Betrachten wir nicht nur die Misswirtschaft mit Vatikan-Immoblien, sondern allein die Immobilienskandale in der die katholische Kirche in den vergangen Monaten verwickelt war, klingt dies nach absolutem Hohn. Ende 2019 versenkte der Vatikan Gelder in dreistelliger Millionenhöhe in den Kauf einer Londoner Luxusimmobilie. Dabei sollen auch Gelder aus dem für päpstliche karitative Zwecke von Gläubigen weltweit gespendeten Peterspfennig verwendet worden sein. Im Februar dieses Jahres folgte in Spanien der nächste Deal in zweistelliger Millionenhöhe. Dass dabei ein Altenheim und zahlreiche Wohnungen auf der Strecke blieben, war bei dem Blick auf einen schicken Bürobau egal.
Wenig verwunderlich also, dass für die etwa 8.000 Menschen ohne eigenes Zuhause in Rom nicht mehr als ein paar Essensrationen und eine Dusche drin sind. […..]

Wäre irgendetwas wahr an der Sir Wilfrid-Metapher, müsste ein Papst mit seine Insignien, der für Obdachlose bloß Gebete hat und im Vatikan Kardinäle wie Bertone in 700 qm-Luxusapartments wohnen lässt, sofort in einer Materie-Antimaterie-Implosion verpuffen.