Montag, 22. Juni 2020

Das rechte Polizeiauge


Da haben sie alle wieder was, auf das sich tout Deutschland rechts der SPD einigen kann:
Ja, BLM mag seine Berechtigung in den USA haben, aber die deutsche Polizei ist damit nicht zu vergleichen. Hierzulange werden Polizisten jahrelang ausgebildet, werden trainiert zu deeskalieren und Rassismus gibt es schon mal gar nicht.

Da die deutsche Polizei nie etwas falsch macht, gab es nach den Hamburger Straßenschlachten während des G20 vor drei Jahren insgesamt auch klare NULL Verfahren gegen die Polizei. Es gab ja auch keinerlei Polizeifehlverhalten. Logisch.

[….] Die G20-Bilder haben sich tief in das kollektive Bewusstsein gebrannt: Straßenbarrikaden, Ausschreitungen, Plünderungen. Und: verstörende Schilderungen von Polizeigewalt, die bereits kurz nach dem Gipfel bekannt wurden. Drei Jahre später die ebenso verstörende Bilanz: Kein einziger Polizist wurde wegen Übergriffen auf Demonstranten angeklagt.
157 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten im Zusammenhang mit G20 sind aktuell bei der Staatsanwaltschaft registriert, davon wurden 120 bereits eingestellt. Grund: mangelnder Tatverdacht. [….]

Bei einer so vorbildlichen Truppe ist Kritik vollkommen unnötig, untauglich und überhaupt boshaft.
Die "taz"-Autorin Hengameh Yaghoobifarah wagte es nun in einer fiktionalen, satirischen Kolumne die Polizei heftig zu kritisieren.

[…. ] …eine auch in der "taz"-Redaktion umstrittene Kolumne Yaghoobifarahs mit dem Titel "All cops are berufsunfähig", in der sämtliche Polizeibeamte wegen eines unterstellten Hangs zu Rassismus und Gewalt für untauglich erklärt werden, in irgendeinem Beruf zu arbeiten - einzig akzeptabel, so die Pointe des Textes, wäre die Tätigkeit auf einer Mülldeponie, "…auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten". Kann man für eine satirisch-polemische Kritik an der Polizei halten. Oder für die Gleichsetzung von Menschen mit Müll, also Hassrede. […..]

Grobe Worte, sicherlich. Aber es gilt Meinungsfreiheit und Pressefreiheit. Darf man nicht in einer Satire schreiben was man will?
Nein, sagt der Bundesverfassungsminister.
Richtig gehört. Der Bundesinnen-Super-Horst, der drei volle Monate Corona-Lockdown im tiefen Winterschlaf zu Hause in Ingolstadt verbrachte und keinerlei Veranlassung fühlte sich mal irgendwie dazu zu äußern, wenn das gesamte Land lahmgelegt wird, wacht auch einmal auf. Wegen einer taz-Kolumne.
Wie Godzilla, den man auf ein Atomkraftwerk gesetzt hat, berserkt er los und verklagt Frau Yaghoobifarah.
Mit der vollen Wucht der Bundesregierung und des Superministers gegen eine weitgehend unbekannte junge, queere, migrantische Autorin einer kaum gelesenen Zeitung.

[….]  War es schon eine Entgleisung, als die CSU auf ihrem Twitteraccount Stimmung gegen die – mit Foto abgebildete – "taz"-KolumnistIn machte (für die sie sich immerhin entschuldigt hat), so scheinen bei Seehofer nun alle Sicherungen durchgebrannt zu sein. Denn das ist kein Kampf unter Gleichen: Auf der einen Seite eine freie AutorIn einer kleinen linken Tageszeitung ohne viel Geld, die – möglicherweise! – übers Ziel hinausgeschossen ist. Und auf der anderen Seite ein Mitglied der Bundesregierung, das nicht etwa als Privatperson, sondern von Amts wegen die Staatsmacht auf diese Einzelperson loslassen möchte. 
Man mag darüber streiten, ob die "taz"-Kolumne nur geschmacklos oder schon unsäglich ist. Ganz sicher untragbar jedoch wäre ein derartiger Angriff auf die Pressefreiheit, wie ihn Horst Seehofer ausgerechnet in der "Bild" angekündigt hat. [….]

Außerdem können ja wohl weiße, christliche, bayerische Deutsche besser beurteilen, ob es Rassismus in der Polizei gibt, als so eine People-of-Color-Frau mit eigenartigem Namen.
Nein, in der deutschen Polizei gibt es weder Rechtsextreme, noch Überreaktionen und schon gar keinen Rassismus.
Und bei dem Rassismus, den es doch gibt, handelt es sich um wirklich einzelne Einzelfälle.

[….] Vor kurzem wurde die SPD-Vorsitzende Saskia Esken heftig gescholten (und zwar von nahezu allen politischen Parteien, aber auch von Innenministern und von den Polizeigewerkschaften sowieso), weil sie es abgelehnt hat, Rassismus als individuelle Pathologie in der Polizei zu akzeptieren. Damit verstieß sie gegen ein Dogma: Wenn in der Polizei von "Rassismus" und "Polizeigewalt" gesprochen wird, so lassen Zuschreibungen wie "Einzelfälle" und "schwarze Schafe" meist nicht lange auf sich warten. […..]

Saskia Esken schon wieder. Erst tritt sie den so sympathischen Autobossen in den Hintern nun auch noch latente Kritik an der Polizei.

[….] Latenten Rassismus gebe es auch bei deutschen Sicherheitskräften, sagt SPD-Chefin Saskia Esken und fordert eine unabhängige Beschwerdestelle, um solche Vergehen aufzuarbeiten. "Zigtausende Demonstranten in aller Welt stehen auf, weil der gewaltsame Tod von George Floyd durch einen Polizeieinsatz in den USA kein Einzelfall ist. Deutsche Demonstranten schauen aber auch auf die Verhältnisse vor der eigenen Haustür", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Auch in Deutschland gebe es latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte, der durch Maßnahmen der Inneren Führung erkannt und bekämpft werden müsse. Dabei stehe die große Mehrheit der Polizeibediensteten solchen Tendenzen sehr kritisch gegenüber und leide unter dem potenziellen Vertrauensverlust, der sich daraus ergebe. [….]

Polizeigewerkschaftlern, Schwarzen, Gelben und Braunen platzte fast der Kopf vor Schreck nach dieser Äußerung.
Das gab mal wieder einen gewaltigen Esken-Shitstorm.
Die SPD-Digitalexpertin und im Nebenberuf Parteivorsitzende ist leider ein bißchen blöd, versteht ihr Lieblingsmedium Twitter so gar nicht und schafft es daher immer wieder mit sicherem Griff ins Klo auch wenn sie inhaltlich Recht haben mag, der Partei schwer zu schaden und die SPD demoskopisch kontinuierlich weiter abzuwürgen.
Bezeichnenderweise handelt die Chefin einer Noch-Volkspartei stets im Alleingang, stimmt sich nie ab und stößt daher ihre Genossen immer wieder vor den Kopf.
Fast niemand mag ihr beispringen, wenn sie wieder einmal mit einer Eselei auf Twitter das Feuer auf die SPD zog.


Niemand kritisiert gern die Polizei. Schon gar nicht in der SPD, der Partei, die in jede Hose scheißt, die man ihr hinhält (Dieter Hildebrandt) und vor lauter Sorge, die CDUCSUFDP könnte sie wieder als vaterlandslose Gesellen darstellen übereifrig Polizei und Soldaten feiert.
(Als ob es da etwas zu gewinnen gäbe. Als ob mehr als sieben Polizisten bundesweit die SPD wählen würden.)

Und so setzen sich Esken und Stegner auch weitgehend allein dem Shitstorm von rechts aus.





 Selbst Schuld.
Wieso kritisiert auch jemand überhaupt die Polizei?
Die Polizei ist ohne Fehl und Tadel und überhaupt nicht rassistisch.
Das wissen zumindest alle weißen Deutschen.
Es ist Deutschland hier. (Westerwelle)
Wo kämen wir dahin, wenn People Of Color auch ihren Senf dazu geben?
Was wissen die schon von der deutschen Polizei?

[….] Trotz Corona demonstrierten Anfang Juni mehr als hunderttausend Menschen auf Deutschlands Straßen, weil ihnen eine Sache besonders wichtig ist: dem Rassismus die Stirn zu bieten. Einem Rassismus, den viele fast täglich in diesem Land erleben, weil sie schwarz sind oder sonst nicht ins Bild passen des weißen Durchschnittsdeutschen. Besonders oft begegne ihnen das, wenn sie auf deutsche Polizeibeamte treffen, sagen sie. Aber davon wollen viele Vertreter der weißen Mehrheitsgesellschaft offenbar nichts wissen. Kritik an der Polizei verbiete sich, hieß es heute aus der CDU. Dabei gibt es auch hier zahlreiche Fälle von rassistischen Übergriffen durch Polizeibeamte; nur so genau hinschauen möchte man hier eben auch nicht. Wir haben das getan, gemeinsam mit dem Handelsblatt. WEITERLESEN [….]
(Georg Restle, 18.06.2020)


Sonntag, 21. Juni 2020

Trumpdämmerung?


Keine noch so ungeheuerliche Fehlleistung kann einen Trumpfan davon abhalten seinen cult-leader frenetisch anzufeuern.
Trump scheint immun gegen Skandale zu sein und auch am 20.06.2020 bewundern seine in Tulsa zusammengerotteten Jünger seine Ehrlichkeit. Ausgerechnet.
Der Mann, der bald 20.000 Lügen im Amt verbreitet hat und derartig dreist Fakenews verbreitet, daß sogar Twitter und Facebook beginnen seine Hetzpostings zu kennzeichnen oder gar zu löschen, wird dafür geliebt so ehrlich zu sein.


Seit dreieinhalb Jahren keimt fast jeden Tag der Gedanke auf ‚das muss Trump jetzt aber auch bei seinen eigenen Anhängern sehr schaden‘ und jedes Mal stellt sich das als Irrtum heraus.

Gestern am 20.06.2020, einen Tag nach dem zunächst angesetzten Termin am Juneteenth, dem Gedenktag zur Erinnerung an den 19. Juni 1865, dem Ende der US-Sklaverei, rief Trump seine Hardcore-Unterstützer in Tulsa, Oklahoma zusammen.
Auch dieser Ort ist, wie das Juneteenth eine einzige Provokation an die BLM-Proteste.

 [….] Donald Trump beginnt an diesem Wochenende seine Wahlkampftour. Ausgerechnet in Oklahoma, wo ein weißer Lynchmob im Mai und Juni 1921 Hunderte Schwarze ermordete. [….] Der republikanische Bürgermeister freut sich, dass der Präsident seine Stadt mit einem Besuch beehrt. "Es wäre schwierig, einen Staat zu finden, in dem die Kluft zwischen dem großartigen Amerika der reaktionären politischen Trump-Fantasie und der brutalen amerikanischen Wirklichkeit größer ist als in Oklahoma", schrieb der Theaterkritiker Frank Rich vor Kurzem anlässlich der Wiederaufführung des patriotischen Musicals "Oklahoma!".
Und es gibt auch kaum einen Ort in den Vereinigten Staaten, der für eine solche politische Kundgebung mehr vorbelastet wäre. Hier kam es vor einem Jahrhundert zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf Dutzende, wahrscheinlich Hunderte Menschen starben, die meisten davon Schwarze, deren Besitz geplündert und deren Wohnungen niedergebrannt wurden. Ein weißer Mob ging schwer bewaffnet gegen die Schwarzen vor; die Häuser wurden sogar aus der Luft angegriffen.
Noch bis vor wenigen Jahren wurde dieses Massaker regelrecht totgeschwiegen. Es gab keine gerichtliche Untersuchung, niemand wurde bestraft, es gab keinen Ausgleich für die Schäden in Millionenhöhe. Die meisten Amerikaner erfuhren erst kürzlich davon, als es die Streaming-Serie "Watchmen" (2019) in düsteren Schwarz-Weiß-Bildern vorführte. [….]


Neben Juneteenth/BLM, Tulsa gab es mit der Corona-Pandemie natürlich eine dritten triftigen Grund besser keine Trump-Massenveranstaltung stattfinden zu lassen.
Aber die Realität ist für echte Trumpster irrelevant und so rüstete sich die stramm republikanische Stadt im stramm republikanischen Staat Oklahoma für einen Massenastrum von mehreren Hunderttausend #MAGA-Hutbürgern ohne Masken für ihre Große Superspreader-Wahlkampfparty.


Eine Millionen Besucher hatten sich online angemeldet, so daß außerhalb der 20.000 Menschen fassenden Halle große Plätze mit Videoübertragungen vorgesehen waren.
Trump wollte niemand abweisen und sein angeknackstes Selbstbewußtsein im Bad der „TRUMP! FOUR MORE YEARS!“-Rufen aus Millionen Kehlen wieder aufpeppen.


Daraus wurde allerdings gar nichts, denn es kamen insgesamt nur 6.111 Menschen. Die Ränge in der Halle blieben leer.
Offenbar war das Weiße Haus von einer TikTok-Aktion getrollt worden.
Möglicherweise hunderttausende Teenager hatten sich online für die Tulsa-Maga-Rally registrieren lassen, um Trump in Euphorie zu versetzen, dann aber nicht zu erscheinen.

 [….] Vielleicht wird Donald Trumps Auftritt in Tulsa, Oklahoma, dereinst als der Moment in die Geschichte eingehen, in dem das Ende seiner Präsidentschaft absehbar wurde. Es sollte seine triumphale Rückkehr in den Wahlkampf werden. Der Auftritt des amerikanischen Präsidenten am Samstag war vorab von seinem Team mit Superlativen gefeiert worden. Mehr als eine Million Bestellungen für Tickets habe es gegeben. Der Andrang sei so groß, dass außerhalb der 19 000 Besucher fassenden Halle eine weitere Bühne aufgebaut wurde, um der Massen Herr zu werden. Die Realität sah dann so aus, dass die Halle zu mindestens einem Drittel leer blieb und sich vor der Außenbühne lediglich ein paar versprengte Fans des Präsidenten einfanden. Es wirkte wie eine Götterdämmerung, und Trump sprach wie ein Mann, der spürte, dass gerade etwas zu Ende geht. […..]

IQ45 war sichtlich irritiert, verhaspelte sich noch mehr als sonst und kehrte schließlich erschöpft, schwitzend, schwach und schlurfend mit ganz langem Gesicht ins Weiße Haus zurück.


So sehen Loser aus.

[….] Trump aus dem Tritt
In Tulsa wollte Trump den Neustart seiner Kampagne feiern, gar den Neustart des ganzen Landes. Es wurde ein Neustart der Peinlichkeiten. Und das hatte nicht nur mit seiner wirren Rede zu tun.
[….] Eine gute Stunde vorher hatte Trumps Kampagne auf Twitter einen Hilferuf abgesetzt: Es sind noch Plätze frei! Kommt! Als das Vorprogramm beginnt, ist die Halle kaum zur Hälfte besetzt. Das hat es lange nicht gegeben. [….] Fast eine Million Tickets seien vergeben worden, prahlte Trump Anfang der Woche. Die Halle werde bis zum Rand gefüllt sein. Es kamen dann so wenige, dass nicht mal mehr ein Ticket nötig war, um in die Halle zu kommen. Am Ende waren knapp 6200 Besucher da, teilte die Feuerwehr von Tulsa mit. [….] 


In Tulsa wurde Ende Mai/Anfang Juni 1921 eines der schlimmsten Massaker an Afroamerikanern in der Geschichte der USA begangen. Weiße brachten fast 300 Schwarze um. In seiner Rede erwähnt Trump weder den Juneteenth noch das Massaker.
Und die Hundertausenden friedlichen Demonstranten, die nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd am 25. Mai wegen Polizeigewalt auf die Straße gehen, für Trump sind sie alle Verrückte. "Wenn man diese Irren auf den Straßen sieht, da ist es doch verdammt schön, Waffen zu haben." Die Menge jubelt. Den Namen von George Floyd nimmt der US-Präsident nicht in den Mund. [….] Mehr als 45 Millionen Menschen haben sich seit Beginn der Pandemie arbeitslos gemeldet. Die Wirtschaft erlebt den heftigsten Einbruch seit Jahrzehnten. Trumps Plan, mit einer starken US-Wirtschaft in den Wahlkampf ziehen zu können, hat das Corona-Virus zunichte gemacht. [….]  Trump verdreht die Fakten, bis sie ihm passen. Er prahlt mit seinen angeblichen Erfolgen. Er übertreibt maßlos seine angeblichen Verhandlungskünste. Und stellt seinen mutmaßlichen Gegenkandidaten Joe Biden als leicht vertrottelten Dümmling dar, der zu verschnarcht sei, um Präsident werden zu dürfen.
Hier geht es nicht um Politik. Hier geht es um die Show. [….]






Samstag, 20. Juni 2020

Lasst sie doch!


Wenn richtig bösartige hochrangige erzkonservative Dunkelkatholiken wie Müller, Mixa, TVE, Sarah, Burke, Viganò, Ratzinger, Gänswein, Brandmüller oder Overbeck negativ auffallen, weil sie sexuellen Kindesmissbrauch beschönigen, gegen Muslime, Frauen oder Schwule hetzen, raffgierig sind oder gegen Menschenrechte agitieren, geben sich 99% der deutschen Journalisten ganz besorgt.
Ob sie damit nicht der Kirche schadeten? Führe das nicht zu mehr Austritten? Wäre das nicht ein Affront gegen Frauen? Stoße das nicht engagierte Laien vor den Kopf?
Schließlich freuen sie sich alle wenn der „Protzbischof Tebartz-van Elst“ nach Rom verschwindet und durch einen Bescheideneren ersetzt wird, wenn der unnahbare unfreundliche Ratzinger in seinen goldenen, mit Perlen und Diamanten bestickten Prachtkleidern durch einen umgänglichen Argentinier, der auch mal lächelt, ersetzt wird und wenn Mixa, der begeistert kleine Jungs verprügelte und Seminaristen betrunken zum Petting aufforderte und seine Kaplane „meine Lustmolche“ nannte („Bleib hier, ich brauche deine Liebe“) durch den unscheinbareren Konrad Zdarsa substituiert wird.

Ich kann das gar nicht verstehen. Ich bin immer traurig, wenn sich die katholische Kirche von Ekelpaketen, die die Gläubigen vertreiben trennt.
Es kann zum Wohle Aller nichts Besseres geben, als prominente Kirchenfürsten wie TVE, die von innen heraus die totale Verdorbenheit ihrer Organisation publik machen und so den Trend zum Atheismus beschleunigen.
Gäbe es nur nette Bischöfe, würde ich von außen unvermindert weiter für den Kirchenaustritt werben und mich bemühen den fatalen, parasitären und destruktiven Charakter der Organisation Kirche aufzuzeigen.
Aber das ist schwieriger, wenn die Kirchenführer gemocht werden.

So war es auch mit der CSU, die ein genauso abzulehnender Haufen war, als 90% der Deutschen begeistert an den Lippen des 800 Millionen Euro schweren Karl-Theodor Baron von und zu Guttenberg klebten und sich wünschten ihn zum Kanzler zu haben.
Obwohl es jeder von Anfang an wissen konnte wie KTG log und betrog, war es schwer gegen die CSU Wahlkampf zu machen.
Erst als das Ausmaß all seiner Betrügereien öffentlich war und er sich in die USA abgesetzt hatte, wo er mit Philipp Amthor, Hans Georg Maaßen und weiteren dubiosen Ultrarechten der sein Augustus-Intelligence-Süppchen kocht, konnte man wieder den Charakter der CSU erkennen.

So ist es auch mit der RKK; ich nehme gern die Hilfe der Müllers, Mixas und Meisners an, wenn ich für einen Kirchenaustritt argumentiere.

Allerdings überrascht es wenig, daß sich viele Journalisten eine starke RKK und eine starke CSU wünschen.

Aber wieso zeigen sie sich nun auch wieder angesichts des AfD-internen Machtkampfes zwischen Scharfrechtsaußen und Völkischrechtsextrem nun schon wieder besorgt über den gestrigen Teilerfolg des Himmler-Imitators Andreas Kalbitz, der erst vom AfD-Vorstand ausgeschlossen wurde und sich nun erfolgreich wieder hineinklagte?

[….] Im AfD-internen Machtkampf um den Rauswurf von Kalbitz hatte Meuthen am Freitag eine juristische Niederlage hinnehmen müssen. Das Landgericht Berlin erklärte den Ausschluss durch den Bundesvorstand für unzulässig. Damit darf der rechtsnationale Politiker seine Rechte als Parteimitglied und als Mitglied im Bundesvorstand bis zur Entscheidung des AfD-Bundesschiedsgerichts wieder ausüben. Die Entscheidung fiel in einem Eilverfahren, das Kalbitz angestrengt hatte. Die Vorsitzende Richterin Meline Schröer begründete das Urteil damit, dass nach dem Parteiengesetz für die Beendigung einer Mitgliedschaft das Partei-Schiedsgericht zuständig sei. In diesem Fall habe der Bundesvorstand als Exekutive unzulässigerweise die Mitgliedschaft des 47-Jährigen für nichtig erklärt. Wegen dieses Verfahrensfehlers müsse Kalbitz Rechtsschutz gewährt werden. [….]


Anders als der Tenor der meisten Kommentare von heute begrüße ich die Niederlage Meuthens und das Frohlocken der eben schon abgeschriebenen Faschisten Höcke und Kalbitz.
Mögen sich die Braunen parteiintern die Köpfe einschlagen und sich gegenseitig attackieren.
Ordentliche Querelen schaden den Wahlchancen – die AFD ist in zwischen in allen bundesweiten Umfragen in die Einstelligkeit gerutscht; das war vor einem Jahr kaum vorstellbar – und sollten sich der Fascho-Flügel durchsetzen, wird es Ärger von den Verfassungsschützern geben.

(…..) Es werden ganz in diesem Sinne auch die Messer gewetzt, um den Ausschluss‘ des Brandenburger Partei- und Fraktionschefs rückgängig zu machen.
Seine Landtagsfraktion steht zu ihm und Kalbitz selbst klagt vor dem Parteigericht.

[….] Nach dem Parteiausschluss von Kalbitz greift AfD-Fraktionschef Gauland Parteichef Meuthen scharf an. Er habe ihm im Vorfeld von diesem Schritt abgeraten, sagt Gauland im ZDF. […..]

Bernd Höcke, der sich vor wenigen Wochen noch mit plumpem SS-Humor damit gebrüstet hatte Männer wie Meuthen „aus der AfD ausschwitzen“ zu wollen, ist erwartungsgemäß im Trumpschen Rage-Mode.

[…..] Höcke, der Thüringer Landesvorsitzende und prominenteste Kopf des rechten Flügels, reagierte mit einer Kampfansage an den Bundesparteichef Jörg Meuthen. Höcke warf ihm "Verrat an der Partei" vor, weil Meuthen am Freitag den Ausschluss von Kalbitz im Bundesvorstand mit knapper Mehrheit durchgesetzt hatte. Höcke sprach von einem Versuch, die Partei zu spalten und kündigte an, er werde "die Spaltung und Zerstörung unserer Partei nicht zulassen". Offenbar überlegt sein Lager, einen Sonderparteitag zu beantragen.
Unterdessen zeigt sich auch die Parteispitze gespalten. So lehnte Meuthens Ko-Vorsitzender Tino Chrupalla den Ausschluss von Kalbitz ebenso ab wie die Spitzen der Bundestagsfraktion Alice Weidel und Alexander Gauland. [……]

Wieso ist Jörg Meuthen noch nicht von der braunen Wucht weggefegt worden?
Wieso kann er sich anders als seine unglücklichen erst zündelnden und dann in den Flammen umgekommenen Lucke und Petry noch halten?

Die Gründe sind in diesem Fall Geld, Macht und Privilegien.
 Faschistische Hetze ist zwar allen AfDlern wichtig, aber noch lieber stopfen sie sich die eigenen Taschen voll. Sie alle haben gelernt von staatlicher Parteien-Alimentierung zu leben.
Nach der Beobachtung der AfD-Jugend und des AfD-Flügels durch den Verfassungsschutz, lag es auf der Hand, daß die Schlapphüte nun ihr Augenmerk auf die gesamte Partei richten könnten.
Schließlich hatte man den eiternden Flügel nicht etwa amputiert und entsorgt, sondern ganz einfach absorbiert. (……)

Wenn es nach mir geht, mögen Kalbitz und seine Flügel-Faschos in der AfD bleiben und weiterhin die Funktionäre gegeneinander in Stellung bringen.

[….] Die Fronten zwischen den beiden Lagern im Bundesvorstand verhärten sich derweil zunehmend. AfD-Ehrenvorsitzender Alexander Gauland, der von Anfang an gegen Kalbitz' Rauswurf war, versucht es noch einmal mit einem Appell an seine Gegenüber: Die knappe Mehrheit im Bundesvorstand solle die juristische Auseinandersetzung doch nun bitte komplett einstellen. Aber einfach so tun, als wäre nichts gewesen? Er dürfte selbst wissen, dass es dafür zu spät ist.
Selbst in der Bundestagsfraktion, die lange immun gegen Parteistreitigkeiten zu sein schien, habe die Angelegenheit schon jetzt Kollateralschäden angerichtet, gesteht Gauland ein. Plötzlich gebe es über eher banale Entscheidungen teils heftigen Streit, berichten Abgeordnete der AfD. So sollen Meuthen-Getreue am vergangenen Dienstag in der Fraktionssitzung versucht haben, zu verhindern, dass sein Co-Parteichef Tino Chrupalla im Bundestag in der Debatte über den 17. Juni eine Rede halten darf. [….]

Als Rotrotgrüner kann ich es nur begrüßen, wenn die Bundestagsfurien Weidel und Storch sich gegenseitig an die Gurgel gehen, statt darüber zu orakeln Flüchtlinge an der Grenze zu erschießen.
Mit Freude sehe ich es, wenn Gauland sein perfides verbales Gift gegen seinen eigenen Parteichef Meuthen einsetzt, statt über andere Parteien herzuziehen.
Streitet bitte weiter.
Gern mit Hauen und Stechen.

Freitag, 19. Juni 2020

Jana


Normalerweise sind Bildung, Prosperität und Intelligenz die Todfeinde der organisierten Religion.
Je schlauer die Menschen und je weniger bedrohlich ihre Lebensumstände, desto atheistischer werden sie.

Daher verlieren die Kirchen in West- und Nordeuropa, in Nordamerika und Australien kontinuierlich an Einfluss, während sie in Südamerika und Afrika wachsen.

Corona, gemeint damit ist den weltweite Pandemie mit bisher 8,7 Millionen Infizierten und 460.000 Toten, ist daher ein echtes Geschenk für die Christenfürsten. Irrationale Panik und rationale Todesangst – genau das braucht es, um aufgeklärte Menschen dazu zu bringen wieder ihre Kirchensteuern zu bezahlen.
Kein Wunder also, daß sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ehrlich über die halbe Million Toten freut.

[….] Limburger Bischof Bätzing: „Corona-Krise ist Glücksfall der Geschichte.“
„Niemand, kein Volk, kein Land, keine Wirtschaft ist eine Insel. Alles hängt mit allem zusammen“, sagte Bätzing in seiner Rede. Die Krise, so schlimm sie auch sei, habe viel Gutes hervorgebracht. „So viel Freundlichkeit und Humor habe ich selten erlebt“, sagte der Limburger Bischof, der Anfang März zum Nachfolger des bisherigen DBK-Vorsitzenden Reinhard Marx gewählt worden war.
„Mit so vielen bisher Unbekannten habe ich nie zuvor unterwegs gesprochen.“ Selten hätten andere seine guten Wünsche so gern angenommen und es ihm mit tollen Ideen gedankt. [….]

Bätzig kann Hilfe in Form einer globalen Wirtschaftskrise, zig Millionen Arbeitslosen, Pleiten, Verzweiflung, Massensterben und Zukunftssorgen wirklich gebrauchen. Die kirchlichen kinderfickerfreundlichen Bolsonaro- und Trump-Fanboys verfangen in Deutschland immer weniger mit ihren biblischen Botschaften.

[….] Zwei von drei Jugendlichen finden Glauben unwichtig
Dass Jugendliche sich vom Glauben entfernen, liegt vor allem daran, dass in den Familien keine religiösen Traditionen mehr gepflegt werden. Die Kirche kann das nicht kompensieren.
Laut der jüngsten Shell-Studie hat der Glaube sowohl für katholische wie auch für evangelische Jugendliche erheblich an Bedeutung verloren. Nur noch 39 Prozent der katholischen und 24 Prozent der evangelischen Jugendlichen sagen, dass ihnen der Glaube wichtig sei. Das lässt befürchten, dass sich der Trend zu immer mehr Kirchenaustritten von Menschen in der Familiengründungsphase weiter verstärken wird. Bereits jetzt tritt etwa ein Viertel aller Getauften im Alter zwischen 25 und 35 Jahren aus der Kirche aus. [….]

Die Jugendlichen selbst sind der Kirche ohnehin herzlich egal, da sie in der Regel noch kein oder kaum Geld verdienen.
Aber wenn sie erst mal ausgetreten sind, fehlen später die Kirchensteuerzahler.

[…..] Noch nie gab es so viele Kirchenaustritte wie 2019
Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Das vergangene Jahr bricht offenbar alle Rekorde: 2019 reichten besonders viele Katholiken eine Abmeldung ein. … „Wir wissen bereits, dass es im vorigen Jahr noch einmal einen erheblichen Anstieg gegeben hat“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Im Jahr 2018 waren 216.000 Katholiken ausgetreten, der Rekord aus dem Jahr 2014 lag mit 218.000 Austritten nur wenig höher. […..]

Blöderweise verträgt sich das „Gottesgeschenk Corona“ nicht mit kirchlichen Praktiken wie dem gegenseitigen Oblaten-in-den-Mund-stecken, Messdiener-Fellatio, alle Finger in eine gemeinsame verkeimte Wasserpfützen stippen oder dem engen Zusammenrotten, um mit weit aufgesperrten Mundschutz-losen Mündern Viren auszuspeien (Vulgo: Singen).

Wo dennoch Gottesdienste stattfinden, fungieren sie gern als Covid19-Brutstätte.

Herr Bergoglio in Rom lehnte sich daher weit aus dem Fenster, als er versuchte mit seiner stärksten geistlichen Waffe, dem Urbi Et Orbi, die Pandemie einzudämmen. Natürlich erreichte er damit lediglich einen unfreiwilligen Beleg für die Sinnlosigkeit religiöser Rituale, weil die Infektions- und Totenzahlen auch nach Franzels nuklearer Aktion völlig unbeeindruckt weiter anstiegen.

Kirche versuchte also in Coronazeiten auf virtuelle Formen auszuweichen.
Denn in diesem komischen Internet soll sich die Jugend von heute vorzugsweise aufhalten.
Die Evangelische Kirche gründete also den Jugend-Youtube-Kanal Jana.
Dort wollte und sollte die jung konservative Vloggerin Jana Highholder die U25-Generation „abholen“, indem sie ihnen beispielsweise erklärte nicht abtreiben zu sollen. Natürlich nennt die EKD ihre Star-Jugendbeauftragte aber nicht profan „Youtuberin“ oder gar „Vloggerin“, sondern kreißte und gebar den extra abschreckenden Neologismus „Online-Netzwerk christlicher Sinnfluencerinnen und Sinnfluencer“.


Es kam wie es kommen musste: Während andere Youtuber scheinbar spielend im Alleingang Millionen Abonnenten gewinnen und für ihre einzelnen Videos achtstellige Klickzahlen erreichen, kommt Highholder mit ihrer aggressiven missionarischen Aufdringlichkeit und der geballten Medienpower der Milliardenschweren Kirche kaum jemals aus fünfstellige Klickzahlen.
Ihre Fähigkeiten als Vloggerin kann ich an dieser Stelle leider nicht analysieren, da ich nach wenigen Sekunden Ohrenschmerzen von ihrer Stimme bekam und es mir nicht gelang einzelne Videos länger anzusehen.
Die EKD hatte nach zwei Jahren ein Einsehen.

[….] Evangelische Kirche stellt Youtube-Kanal "Jana" ein
Der von der Evangelischen Kirche in Deutschland mitfinanzierte christliche Youtube-Kanal "Jana" wird eingestellt. Grund dafür seien finanzielle Einbußen, die durch die Corona-Krise entstanden sind, teilte das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik mit.
Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) hatte den Kanal gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verantwortet. Im Februar war das evangelische Contentnetzwerk "yeet" an den Start gegangen, das mediale Inhalte verschiedener Sinnfluencerinnen und Sinnfluencer anbietet.
Wie das GEP mitteilte, wird der Vertrag mit der Kölner Produktionsfirma Mediakraft für den Youtube-Kanal nicht verlängert. Das Gesicht des Kanals ist die mittlerweile 22-jährige Medizinstudentin Jana Highholder. Sie hatte im April 2018 mit dem Kanal begonnen. In ihrem letzten Video äußerte sie sich stolz über das Erreichte. [….]

Donnerstag, 18. Juni 2020

Das macht mich müde


Der 197ste Fleischskandal bei Tönnies und Co.
Dazu kann man inhaltlich nichts mehr schreiben; so selbstverständlich und erwartbar ist das.
Schon vor weit über 30 Jahren haben wir im Politikunterricht in der Schule über die Paten der Fleischmafia gesprochen, die als Prototyp der CSU-Amigos zu den Großspendern der Unionspolitiker gehörten und ganz selbstverständlich in der bayerischen Staatskanzlei ein- und ausgingen, um Politik zu gestalten.

[….] Honeckers guter alter Bekannter aus dem Bayerischen war der Rosenheimer Fleischwarenmillionär Josef März, Konzernchef und Senior der Familienfirma "Gebr. März KG", einer der intimsten Spezis des damaligen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß. [….]

Der andere Metzger-Multimillionär war der schwäbische legendäre Strauß-Amigo Alexander Moksel, der ebenfalls von seinem CSU-Kumpel mit in die DDR genommen wurde, um Geschäfte mit dem DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski, der Millionen an Moksel-CSU-Geheimkonten in der Schweiz überwies.

 Die Tönnies Holding aus dem nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück ist Deutschlands größter Schlachtbetrieb für Schweine mit über 9.000 Mitarbeitern und fest im Mastdarm der CDU verankert. Besitzer Clemens Tönnies, Privatvermögen 2,3 Milliarden Euro, erfüllt in jeder Hinsicht das Klischee des fiesen fetten Fleischers mit erzkonservativer Weltsicht, Geldgier und tiefer Verachtung für Umweltschutz und Tierwohl.

Als Fußball-Funktionär ist er mit Gazprom verstrickt, raffte mit Cum-Ex-Geschäften Geld vom Finanzamt und musste schon eine Geldbuße in Höhe von 128 Millionen Euro wegen drastischer Kartell-Verstöße zahlen.
2019 kam auch noch ein Gloria-von-Thurn-und-Taxis-Gedächtnis-Award für die übelsten rassistischen Sprüche über Afrikaner und deren angebliche Potenz.

Konsequenzen musste er nicht befürchten – dafür sorgt schon die Regierungspartei CDU.

[….] Der frühere Fernsehkommissar und Ex-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber tritt nach der Diskussion über die Aussagen des Aufsichtsratschef von Schalke 04, Clemens Tönnies, aus der CDU aus.
[….]  Als Grund nennt er Äußerungen des Afrika-Beauftragten der Kanzlerin, Günter Nooke (CDU), die seiner Auffassung nach eine rassistisch motivierte Kommunikation von Tönnies relativieren. [….] Tönnies hatte beim Tag des Handwerks in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. «Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren», sagte Tönnies. Nooke hatte hierauf gefordert, eine ehrliche Debatte zu führen. «Die von Tönnies angesprochenen Probleme wie das Verschwinden des Regenwalds und das Bevölkerungswachstum auf dem afrikanischen Kontinent sind real und darüber muss gesprochen und gegebenenfalls kontrovers diskutiert werden», sagte Nooke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. [….]

Die Schweinemäster sind so tief in der CDU verankert, daß selbst der eher konservative Ethikrat Ministerin Klöckner just dafür anpfiff willfährig die gewünschten Tierquälermethoden abzusegnen.

[….]  Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit massive Kritik für ihre Position zur Schweinehaltung einstecken müssen. Eine heute veröffentlichte Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zum verantwortlichen Umgang mit Nutztieren wirft der Ministerin "nicht hinnehmbare" Zustände vor.
Anfang des Monats war sie mit dem Versuch gescheitert, einen Verordnungsentwurf durch den Bundesrat zu bekommen, der es den Bauern erlauben würde, Millionen Sauen viele weitere Jahre lang in engen Metallkäfigen, im sogenannten Kastenstand, zu halten. Im letzten Moment hatten sich die Länder mit grüner Regierungsbeteiligung geweigert, einem Kompromiss zuzustimmen. Der hätte das Leid der zur Bewegungslosigkeit verurteilten Sauen für acht Jahre besiegelt und das Leben der Tiere auch danach nur unwesentlich verbessert. [….]

Klöckner ist eine Erfüllungsgehilfin der Tierquälerei.


[….] Dieser Kastenstand ist so klein, dass sich die Sau darin kaum bewegen kann. Dadurch können die natürlichen Bedürfnisse des Hausschweins nicht ansatzweise erfüllt werden.
[….] Muttersauen werden wie Gebärmaschinen behandelt. Ihr Leben ist ein ununterbrochener Zyklus aus künstlicher Besamung, Trächtigkeit, Geburt, Säugezeit und erneuter Besamung. Eine Sau kann so zwei bis drei Mal im Jahr trächtig werden.
  Mit rund sieben Monaten wird die Jungsau zum ersten Mal besamt. Dazu wird sie im „Deckzentrum“ in den Kastenstand gesperrt. Per Hormonspritze wird die „Rausche“ (Phase der Empfänglichkeit) herbeigeführt. So kann die Sau künstlich besamt werden. Danach bleibt sie für mindestens vier Wochen im Kastenstand. Die Industrie argumentiert, dass es so wahrscheinlicher sei, dass die Trächtigkeit erhalten bleibt.
Etwa eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin wird die Sau in den „Abferkelstall“ gebracht. Dort wird sie erneut für etwa 5 Wochen in einen Metallkäfig (Kastenstand in der „Abferkelbucht“) eingepfercht in dem sie etwa zehn bis 20 Ferkel zur Welt bringen muss, die sie dort rund drei bis vier Wochen säugt. Dabei trennt das Gitter die Mutter von ihren Ferkeln.
Zwar können die Ferkel unter den Stangen an die Zitzen der Mutter gelangen, die Mutter kann jedoch keinen liebevollen Kontakt zu ihren Ferkeln aufnehmen. Nach der Säugephase wird die Sau meist sofort wieder ins Deckzentrum und erneut in den Kastenstand gebracht. [….] Eine Sau durchläuft diesen „Produktionszyklus“ so lange, bis sie die gewünschte „Aufzuchtleistung“ von durchschnittlich etwa 30 Ferkeln pro Jahr nicht mehr erbringt. Danach wird sie geschlachtet.
Die meisten Sauen überleben diesen Zyklus nur wenige Jahre. Dabei würde die natürliche Lebenserwartung von Schweinen sehr viel höher liegen.  [….]

Tönnies hält seine Mitarbeiter allerdings auch nicht wesentlich besser und so  entwickelte sich einer seiner Betriebe zu einem Covid19-Hotspot.

[….] Nach dem Ausbruch einer Corona-Infektion unter mindestens 657 Mitarbeitern einer Fleischfabrik im ostwestfälischen Rheda-Wiedebrück schließt der Landkreis Gütersloh alle Schulen und Kitas. Das sei "ein probates Mittel, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern," sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU). Ein genereller Lockdown von Behörden und Geschäften sei jedoch nicht geplant, da sich die Gefahr klar eingrenzen lasse. [….]

Ebenso wenig überraschend: CDU-Landesvater Laschet springt Tönnies bei und schiebt in einer perfiden, miesen, xenophoben Attacke Ausländern die Schuld in die Schuhe – aber nicht Clemens Tönnies.

[….] Außenminister Heiko Maas hat die Äußerung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet über rumänische und bulgarische Arbeiter in dem vom Coronavirus schwer getroffenen Schlachtbetrieb Tönnies als "höchst gefährlich" kritisiert. Bei einem Besuch in Bulgarien forderte der SPD-Politiker den stellvertretenden CDU-Vorsitzenden auf, sich dafür zu entschuldigen.
Laschet, der auch Kandidat für den CDU-Vorsitz ist, hatte auf die Frage, was der Corona-Ausbruch über die bisherigen Lockerungen aussage, geantwortet: "Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da das Virus herkommt. Das wird überall passieren."
[….] Maas sagte, für die Äußerung gebe es keine sachliche Grundlage. "Es ist höchst gefährlich über solche Schuldzuweisungen, die in der Sache auch noch absurd sind, Diskussionen, die wir auch in Deutschland haben, zu verstärken und auch zu verschärfen." Laschet gieße damit "Öl ins Feuer", wie es "niemand, der verantwortliche Politik macht, tun darf". […..]


Wieso diese unglaublichen Zustände in der Schlacht- und Mast-Industrie existieren? Brutale, abartige Zustände, die seit Jahrzehnten in der Presse angeprangert werden, von TV-Magazinen dokumentiert und von Tierschutzorganisationen bekämpft werden.


Dafür gibt es drei einfache Gründe.

Die Großschlachter bezahlen die C-Parteien.

Die Wähler wählen die C-Parteien.

Die Bürger kaufen ständig das Billigfleisch von Tönnies, weil ihnen beim Fressen Ethik und Moral vollkommen egal sind.


Mittwoch, 17. Juni 2020

Das Corona-Siegertreppchen

Mit Lügen, Prahlereien, drastischen Beschimpfungen und absurden Theorien kann man wunderbar das Publikum unterhalten, Wähler begeistern und Wahlen gewinnen.
Das zeigen Rechtspopulisten in allen Demokratien.

Sie die Welt, widewidewitt, so zu machen wie sie einem gefällt, ist viel einfacher als sich immer an Fakten und der Wahrheit zu orientieren, als tragfähige Kompromisse zu suchen, politische Gegner mit einzubeziehen und dauerhaft nachhaltig zu handeln.
Daher kümmern sich Bolsonaro, Boris und Donald auch nicht um lästige demokratische Spielregeln, faire Wahlbedingungen oder das Parlament.
Ihre Fans feiern sie dafür „Politiker anderen Typs“ zu sein.
Boris Johnson war schon lange als haltloser Hallodri bekannt, der lügt, daß sich die Balken biegen. Nachdem er die Brexitverhandlungen vollständig chaotisiert hatte holte er bei den vorzeitig am 12. Dezember 2019 durchgeführten
Unterhauswahlen 2019 eine gigantische absolute Mehrheit von 365 Sitzen (Labour 203 Sitze, Liberaldemokraten pulverisiert auf 11 Sitze).

Anders als die in weiten Teilen vollständig verblödeten Wähler in GB, Bra, Ostdeutschland oder den USA, lässt sich Sars-CoV2 so gar nicht von xenophoben und radikalen Sprüchen beeindrucken.


Trump, Johnson und Bolsonaro weigerten sich allesamt Monate das Virus ernst zu nehmen, spotteten über die Staaten in Asien und Südeuropa, die drastische Lockdown-Maßnahmen ergriffen.

Eine Pandemie mit losem Mundwerk zu bekämpfen scheint aber nicht zielführend zu sein, da so ein Virus nicht FOX-News guckt.

Ein halbes Jahr nach den ersten Corona-Fällen haben die drei rechtspopulistisch-antiseriös regierten Länder USA, Brasilien und Großbritannien zusammen über 200.000 Todesfälle aufzuweisen, belegen Gold, Silber und Bronze des weltweiten Todesrankings.
120.000 Tote in den USA, 46.000 in Brasilien, 42.000 in GB – aber nur 8.500 in Deutschland.


 Noch drastischer fällt der Vergleich der Todesfälle im Verhältnis zur Bevölkerung aus.
621 Tote pro eine Million Briten, 362 Tote pro eine Million Amerikaner.
Zum Vergleich: 0,3 Tote/1Mio in Taiwan, 3 Tote/1Mio in China, 4 Tote/1Mio im dicht bevölkerten Singapur, 7 in Japan, 106 in Deutschland.
Überraschung; Leugnen und Gebete helfen doch nicht gegen einen Lungenvirus.

Die Kombination aus Pandemie und populistischer Idiotenregierung aus dem engen Trump-Freundeskreis ist toxisch.

[….] Sie tanzen und sie sterben [….] Lateinamerikas größte Nation ist am Abgrund. Noch diese Woche könnte die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Brasilien auf über eine Million klettern, spätestens im August soll das Land die USA überholen. Dann gibt es nirgendwo auf der Welt mehr Infizierte als hier - und das sind nur die offiziellen Zahlen. Mittlerweile sterben so viele Menschen in Brasilien an Covid-19, dass man nicht mehr weiß, wohin mit den Leichen.
Präsident Jair Bolsonaro hat die Gefahren durch den Erreger zuerst geleugnet, dann die Verantwortung von sich gewiesen. Menschen sterben, so sei das nun mal, sagt der Präsident. Die Leute sollten nicht glauben, er sei der Messias, nur weil das sein zweiter Name sei.
[….] Nach der Ausgangssperre sei es eine Zeit lang ruhig gewesen, aber dann tönte der Präsident im Fernsehen, das Virus sei nur ein "Grippchen" und nicht gefährlich. Und die Nachbarin erzählte ihr, der Pastor in der evangelikalen Kirche habe gesagt, dass Gott helfen werde. Ende April waren die Straßen wieder voll. [….]


[….] Jetzt könnten [die Evangelikalen] bald die Zahl der Katholiken im Land übersteigen. Sie haben enorm an Einfluss gewonnen, auch dank Präsident Jair Bolsonaro: Im Wahlkampf hat er sich auf Gott berufen, öffentlich gebetet und die Nähe der einflussreichen evangelikalen Kirchengründer gesucht. Letztes Jahr war er sogar vor Edir Macedo niedergekniet. Der ehemalige Lotterieangestellte ist das Oberhaupt der Universalkirche des Königreichs Gottes, einer der größten Pfingstkirchen des Landes. Ihr gehört der Tempel des Salomon, eine Megakirche in São Paulo. Vor Tausenden ließ sich der Präsident auf der Bühne segnen, es war ein demonstrativer Kniefall vor den Evangelikalen.
Mit ihren TV-Kanälen, Radiosendern, Verlagen und Pastoren haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass Bolsonaro 2018 zum Präsidenten gewählt wurde. Er hat sich seitdem immer wieder bei ihnen revanchiert, nicht nur mit Auftritten, auch mit Steuervorteilen und Posten. [….]

Dienstag, 16. Juni 2020

Medienspreizung.

Mal abgesehen von Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern, können sich die meisten Deutschen darauf einigen im öffentlich rechtlichen Radio, sowie den Nachrichtensendungen von ARD und ZDF neutrale und recht seriöse Informationen geliefert zu bekommen.

In den USA gibt es keine vergleichbar starke öffentlich finanzierte Sendergruppe.
Die Rolle des neutralen Berichterstatters versuchte über viele Jahre CNN zu übernehmen.
Teilweise gelingt das immer noch.
CNN Breaking News ist mit 58 Mio. Followern einer der erfolgreichsten Twitteraccounts weltweit.
Aber die Einschaltquoten sind nicht mehr überragend seit ihnen erst rechts mit FOX und dann links mit MSNBC Konkurrenz gemacht wurde.
Hasan Minhaj sezierte 2017 beim ersten White House Correspondents Dinner ohne den amtierenden US-Präsidenten (weil das kleine Baby Trump beleidigt war und schmollend zu Hause blieb) das Dilemma eines „neutralen Senders“.
 Zu jedem Thema werden gleich viele rechte und linke Pundits geladen – unabhängig von deren Seriosität.
So konnten die notorischen Trump-Fans immer in epischer Breite live auf CNN lügen. Die heutige White House-Pressesprecherin Kayleigh McEnany, Kellyann Conway, Jeffrey Lord oder Corey R. Lewandowski konnten dabei beispielsweise behaupten Trump habe noch nie gelogen.
So wurden aber Fakten zunehmend zu einer Frage der Meinung.
CNN traute sich schließlich kaum noch die Trumpschen Spinner einfach auszuladen. Es waren ja auch immer so lebhafte Diskussionen – gut für die Quote.

[….] All you guys do is stoke up conflict. Don, every time I watch your show, it feels like I am watching a reality-TV show. “CNN Tonight” should just be called “Wait a Second. Now Hold On. Stop Yelling at Each Other,” with Don Lemon. […..]
(Hasan Minhaj)

Mit dieser elenden Methode, immer alternierend linke und rechte Gäste einzuladen, machten die ARD- und ZDF-Talkshows auch die AfD groß ab 2015, weil sie ihnen die Möglichkeit gaben in epischer Breite Gift zu streuen. Dabei handelte es sich um ein Totalversagen der Öffentlich-Rechtlichen mit tödlichen Folgen für die Opfer der rechten Gewalttäter.

Ebenso in den USA, wenn links und rechts immer brav nebeneinander gestellt werden, als ob es irrelevant wäre, wer die Wahrheit sagt und wer Lügen verbreitet.

Tatsächlich zeigt sich in all diesen Links-Rechts-Texten der vergangenen Wochen eine entpolitisierte Sicht auf Politik, die gewollt ist und eingeübt: Statt um Argumente geht es um Geometrie, statt um Inhalte geht es um Mehrheiten, statt um Visionen geht es um Verteidigung dessen, was man hat.
Es gibt sie aber immer noch, die Unterschiede zwischen rechten und linken Argumenten.
Und so ist Trump eben das Gesicht eines radikalen, dummen und egoistischen Kapitalismus und Sanders das Gesicht eines durchaus bescheidenen und wenig revolutionären Versuchs, diesen Kapitalismus wieder gerechter zu machen.
Wie, um Himmels Willen, kann man die zwei auf eine Art und Weise vergleichen? Wo am Ende sogar rauskommt, dass sie beide vor allem eines seien: Populisten?
Das ist das Gegenteil von gutem Journalismus, das ist Nebelwerferei.

Im Jahr 2017 fühlte sich Minhaj von dieser Positionsvermeidung, die immer links, rechts und Umfragen zeigte, so genervt, daß er sich beim Nachrichtengucken an Schularbeiten erinnert sah.

[….] You know you’re news right? Come on. But every time I watch CNN, it feels like you’re assigning me homework. “Is Trump a Russian spy? I don’t know. You tell me. Tweet us @AC360.” No, you tell me. I’m watching the news. But it feels like I’m watching CNN watch the news. Please just take an hour, figure out what you want to say. Then go on the air.
But whenever I turn you guys on, it feels like a little kid just ran into the room and is trying to tell you a story. You’re just like: “There’s a wall. [Inaudible]Paul Ryan.” Breathe. Take a minute. Drink some milk. Then tell us the story, Wolf. [….]

Immerhin ist CNN aber offensichtlich lernfähig.
Alle Mutmaßungen aus dem 2016ner Wahlkampf, Trump würde sich im Amt schon seriös, zumindest seriöser als im Wahlkampf verhalten, sind zerstoben.
Das Gegenteil ist der Fall.
IQ45 steuert auf 20.000 Lügen im Amt zu und stachelt ununterbrochen und systematisch zum Hass von Amerikanern auf Amerikaner auf.
Es gibt nun zwei Amerikas, die keinerlei Berührungspunkte mehr haben. Man hasst Trump oder liebt Traum.
Man ist Rassist oder BLM-Aktivist.
Man guckt MSNBC oder FOX.
Fox muss keinerlei Rücksicht auf demokratische Wähler, liberale Zuseher oder gebildete Menschen nehmen, weil es die in ihrem Publikum schlichtweg nichts gibt.
Amerika teilt sich auf in zwei Medienblasen. Die linkere von beiden versucht sich immer noch strikt an Fakten zu orientieren und versucht geradezu rührend Trump und die GOP-Politik zu widerlegen, zu „debunken“, Lügen zu entlarven.
Als ob irgendjemand, der Trump wählt einen Sender einschaltete, auf dem er kritisiert wird.
Die rechte Blase hingegen hat das Universum der Tatsachen längst verlassen, schürt Hass auf Minderheiten und verbreitet ungeniert die abstrusesten Verschwörungstheorien.
Es ist kein Platz mehr für Neutralität.
Also wieso sollte noch irgendwer die links/rechts-Schema-Sendungen auf CNN gucken? Es gibt keine politische Mitte mehr in den Vereinigten Staaten.

CNN tat in dieser Situation das einzig Richtige.
Der Sender nimmt in seinen abendlichen Hauptsendungen – AC360° mit Anderson Cooper, Cuomo Prime Time und CNN Tonight with Don Lemon – kein Blatt mehr vor den Mund und bezieht sehr klar Position.
Und zwar pro Demokratie, pro Verfassung, pro Fakten – also contra Trump.


[….] CNN hat bemerkt, dass es in der Mitte zwischen Fox News und MSNBC nichts zu holen gibt, weil es kaum noch eine Mitte gibt in diesem Land. Also wurden die Primetime-Moderatoren Chris Cuomo und Don Lemon zu Trumps bissigen Chefkritikern und überholten so die MSNBC-Konkurrenten Maddow und Chris Hayes. Fox News rückt indes, auch nach Kritik von Trump, noch ein bisschen näher an den Präsidenten heran.
Es geht auch für die TV-Sender ums Gewinnen, sie müssen bei den Zuschauern punkten. Und das können sie derzeit am besten mit spektakulären Bildern und markigen Statements. [….]

Der angenehme Nebeneffekt: Es macht wieder großen Spaß Cooper, Cuomo und Lemon zu gucken.
Ich bemühe mich insbesondere Don Lemon nie zu verpassen und empfehle insbesondere seinen inzwischen schon legendären Übergabe-Flirt mit Chris Cuomo („I love you, D-Lemon“ – Chris Cuomo) und das ausführliche Lemon-Eingangsstatement „Don’s Take“.
Das ist lebendiger Journalismus. Mal ruhig, mal sezierend, mal engagiert, mal wütend – Lemon macht aus seinem Herzen keine Mördergrube.
Trump-Fans are not amused.