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Donnerstag, 30. Juli 2026

Wieder einer endgültig verloren.

Daß alle demokratischen Gesellschaften von rassistischen, bornierten, missgünstigen, homophoben, misogynen und sonstigen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit frönenden Arschlöchern durchsetzt sind, wundert mich kein bißchen. Das war vermutlich immer so.

Mit dem Internet, Klugtelefonen, Social Media und Chatbots wurden aber leider sich selbst verstärkende Echokammern geschaffen, in denen sich die früher isoliert und entsprechend verschüchtert lebenden Dorftrottel zusammenrotten, ihre abstrusen Ansichten gegenseitig bestätigen. Die Algorithmen führen ihnen automatisch immer extremerer Ansichten zu, die maximal emotionalisieren sollen. Die rationalen und beschwichtigenden Stimmen sortiert die KI aus, wenn sie merkt, daß sie nicht erwünscht und weggeklickt werden. Und so glaubt der rechtsextreme Dorftrottel bald, er befände sich im Einklang mit allen anderen. Da jeder in seiner Braunblase ebenfalls an Chemtrails, Reptiloiden oder eine „jüdische Weltverschwörung“ glaubt, findet er verständlicherweise das Selbstbewußtsein, diesen Irrsinn auch im realen Leben, jedem auf die Nase zu binden. Erntet er Widerspruch, trägt er das empört zurück in seine Blase, die sich noch mehr emotionalisiert und zu mehr Taten aufheizt.

Deswegen sehen wir weltweit in den Demokratien deutliche Zunahmen der Gewalt gegen Queere, Frauen, POCs, Juden, Muslime, Migranten, Obdachlose, Sinti, Roma und alle anderen, deren Nase der rechten weißten Pest nicht passt.

Auf der journalistischen und publizistischen Ebene gibt es unglücklicherweise eine parallele Entwicklung von einstmals vernünftigen, geschätzten, gelegentlich sogar verehrten Menschen, die durch verschiedene Zufälle in rechte Blasen pieksen, dort ungeahnten Schnittmengen vorfinden, möglicherweise aus Lust an Provokation und Aufmerksamkeit länger als notwendig verweilen, den Zuspruch genießen und immer mehr in die Braunblase gezogen werden. Die Verlockung ist groß, weil man sich dort nicht um die lästigen journalistischen Standards kümmern muss, „Gefühltes“ mindestens gleichrangig mit Fakten ist und kritische Überprüfung der Aussagen nicht mehr stattfindet.

So viele „Gute“ haben wir auf dem Weg schon durch die Sogwirkung des rechten Sumpfes verloren. Niemand kommt da wieder raus, der sich einmal dort hinab begeben hat. Fast alle werden immer radikaler. Viele tauchen und taumeln schon so lange durch exkrementelle Verschwörungsblase, daß wir längst vergessen haben, daß sie mal als seriöse, anständige Menschen in die öffentliche Sphäre eintraten, deren Gedanken man interessiert verfolgte:

Matthias Matussek, Alexander Kissler, Hendryk M. Broder, Boris Palmer, Juli Zeh, Vera Lengsfeld, Christoph Schwennicke, Roland Tichy, Alice Schwarzer, Angelika Barbe, Oskar Lafontaine, Sarah Wagenfeld, Monika Maron, Oswald Metzger, Thilo Sarrazin, Gabriele Krone-Schmalz, Stefan Kornelius, Ulf Poschardt sind nur die, welche mir gerade spontan einfallen.

Fast vergessen auch die Herkunft des arabisch sprechenden Constantin Schreibers, der nach Stationen bei RTL im Jahr 2015 große Bekanntheit erreichte, als er für NTV mit seinen in „Merhaba“-Videos die in Deutschland ankommenden Flüchtlinge willkommen hieß. Seine Karriere via NDR, wo ich ihn als „ZAPP“-Moderator sehr schätzte, zur größeren Öffentlichkeit bei der Tagesschau, schien vorgezeichnet.

Aber dann stieß er die Tür nach RECHTS auf: Rechtspopulistische Bücher, Tagesschau-Aus, Israel, Axel Springer.

[….] Nach nicht mal einem Jahr kündigt Ex-„Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber seine Trennung vom Axel-Springer-Verlag an. [….]

Schreiber hatte kurz nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day die FDP-Politikerin Karolin Preisler zu Gast, die angab, kurz vor der Tat Hinweise auf den Attentäter an die Polizei weitergegeben zu haben, die nicht reagierte. Also ein schreckliches Behörden- und Führungsversagen, wieder einmal? Schreiber hinterfragte Preislers Schilderungen nicht wirklich, sondern nickte vor allem – und wurde in den sozialen Medien auch von Journalistenkollegen dafür abgewatscht. Denn nicht die Behörden hatten geschlampt, sondern Preisler etwas verwechselt.

Aber Schreiber will eigentlich auf anderes hinaus, nämlich auf Nachrichten in eigener Sache: Schon vor ein paar Monaten habe er sich entschieden, beruflich „neue Wege zu gehen“, sich zum Ende des Jahres von Axel Springer zu trennen. Auf eine SZ-Anfrage an ihn und den Verlag, ob denn die Zeichen schon wieder auf Trennung stehen – nicht mal ein Jahr nachdem er von der ARD zu Axel Springer gewechselt war –, hatte Schreiber zunächst nicht geantwortet, dann aber das Video hochgeladen. Der Verlag selbst reagierte mit einer eher schmallippigen Mail: „Wir bestätigen, dass Constantin Schreiber und Axel Springer die Zusammenarbeit zum 31. Dezember beenden. Er wird sich künftig eigenen Projekten widmen.“ [….]

 Und Schreiber, der bei seinen Kolleginnen und Kollegen der Öffentlich-Rechtlichen etwa schon mit seinen Büchern über den Islam eher angeeckt war, schien froh zu sein, bei Springer nun eine publizistische Heimat gefunden zu haben, in der er sich weltanschaulich womöglich wohler fühlte.

Ganz so reibungslos wie erhofft gestaltete sich die Zusammenarbeit aber nicht – nach wenigen Monaten gab Springer bekannt, dass der heute 47-Jährige seinen Teilzeit-Dienstsitz in Tel Aviv aufgeben und „künftig aus familiären Gründen aus Deutschland“ arbeiten werde. In dem Video, in dem er seinen endgültigen Abschied vom Verlag bekannt gibt, rekapituliert Schreiber nun, „es war zwar nicht so lang bei Axel Springer, aber es war sehr spannend“ – besonders, als in Israel der Krieg mit Iran ausgebrochen sei und er „das ’ne Zeit lang verfolgen konnte“.

Im Axel-Springer-Haus in Berlin wird sicher nicht jedes Wort aus Schreibers Video auf Zustimmung stoßen, bei der Formulierung „’ne Zeit lang“ dürften aber einige nicken: Dass Schreiber mit seinem Podcast durch Deutschland tourte, während auf Tel Aviv Raketen fielen, stieß nach SZ-Informationen einigen Mitarbeitern sauer auf. [….]

(Moritz Baumstieger, 30.07.2026)

David Berger oder Jürgen Elsässer können Schreiber vermutlich nicht bezahlen. Außerdem sind ihre Plattformen zu klein für sein enorm angeschwollenes Ego.

Gotthardt, Reichelt und NIUS schon eher. Da könnte er, unbelästigt von Fakten, islamophobe Verschwörungstheorien ausbreiten und weiter Aufmerksamkeit genießen.

Schreiber scheint aber von seiner selbst gefühlten Bedeutungsschwere so überwältigt, daß er kaum noch gehen kann. Bald wird vermutlich eine Bundeskanzler-Stelle frei. Zutrauen würde sich Schreiber das.

Podcaster auf eigene Rechnung wird ihm nicht reichen.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Die verblödeten Säufer

Glücklich und stolz präsentierten der US-Präsident und sein Kriegsminister schon im März 2026 die Ergebnisse des von ihnen am 28.02.2026 begonnenen Krieges mit dem Iran:

Ein historischer und überwältigender Sieg, das iranische Militär total zerstört, wir haben jedes Kriegsziel erreicht, der Iran wird auf Jahre nicht mehr in der Lage sein, andere Länder anzugreifen.

Dabei lernt man schon als Teenager im Geschichtsunterricht an so vielen Beispielen, wie schnell und siegesgewiss ein Krieg begonnen wird. Das ist einfach. Ein, zwei kleine Lügen präsentiert und schon geht es los.

Beim Thema „Kriegsbeginn“ blickt die USA auf eine Kette von Lügen zurück.

So geht es immer los; als Erstes stirbt die Wahrheit.
Der „Tonking-Zwischenfall“ (US-Lüge, um den Vietnamkriegseintritt zu rechtfertigen), die „Iraker töten Kuwaitische Babies"-Meldung (US-Lüge, um den Irakkriegseintritt 1991 zu rechtfertigen) und die Massenvernichtungswaffen (US-Lüge, um den Irakkriegseintritt 2003 zu rechtfertigen) lassen grüßen. Erst lügen, um Aktionen zu rechtfertigen und wenn Tatsachen geschaffen worden sind, klammheimlich zurück rudern.

Aber die Schwierigkeiten beginnen erst nach der ersten Siegeswelle. Schon Hitler überrollte heute vor genau 85 Jahren die Sowjetunion so schnell, daß dieses unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ geführte gewaltige Kriegsverbrechen, welches 27 Millionen Tote auf der Seite Stalins forderte, schnell mit einer Siegesparade in Moskau enden sollte. Es kam bekanntlich anders.

Inzwischen wissen wir alle, was asymmetrische Kriegsführung ist, wie brutal effektiv Terror, Guerilla-Taktiken, religiöser Fanatismus oder auch nur ein paar entschlossene Technik-Freaks mit Drohnen und IT-Kenntnissen die größten Armeen aufhalten können.

„Auf dem Papier“ schien die Sache klar zu sein, als Hitler am 22.07.1941 mit über drei Millionen  Soldaten, über 4.000 modernen Panzern und fast 5.000 Flugzeugen gegen die marode Rote Armee mit ihren rostigen Geschützen losrollte.

„Auf dem Papier“ musste die unendlich überlegene US-Army gegen Vietnam, gegen Korea, gegen den Irak 1991, gegen Afghanistan 2001, gegen den Irak 2003 überwältigend siegen.

„Auf dem Papier“ musste die Rote Armee 1979 das steinzeitliche Afghanistan schnell niederwalzen.

„Auf dem Papier“ sollte Putin die Ukraine 2022 in wenigen Wochen unterjocht haben.

Man kommt so schnell rein und so langsam wieder raus.

Eigentlich weiß man das. Deswegen haben die US-Administrationen Clinton, Obama und Biden sich auch immer klar Netanjahus Forderungen nach einem Irankrieg widersetzt. Sie alle wußten um die Gefahr, die von Teheran ausging. Sie alle hätten liebend gern das Mullah-Regime beseitigt, um den Nahen Osten zu stabilisieren und die Unterdrückung des iranischen Volks zu beenden.

Aber jeder, der nicht total bekloppt ist, kennt ein paar Grunddaten zum Iran:
Fast fünfmal so groß wie Deutschland, 90 Millionen Einwohner, militärisch alptraumhafte Topographie, Millionen bis an die Zähne bewaffnete Revolutionsgardisten und eine geostrategische Lage, die prädestiniert dazu ist, Chaos zu stiften und den US-Verbündeten zu schaden.

Es mussten schon ein extrem dummer US-Präsident und ein völlig debiler Kriegsminister kommen, um dennoch den Iran anzugreifen und sich ernsthaft einzubilden, man könne „die Sache“ allein mit Luftschlägen erledigen, ohne die eigenen Soldaten mit „boots on the ground“ zu gefährden.

Aber das noch debilere US-Volk setzte erneut Trump ins Weiße Haus und damit mittelbar auch Kriegsminister Hegseth und Sicherheitsberater/Außenminister Rubio.

Die drei bringen gemeinsam eine sagenhafte Dummheit auf die Waage. Die kritische Morologie-Masse wird locker übertroffen und so kam es am 28.02.2026 zur Explosion der Idiotie. Und zu den schnellen Siegesmeldungen. Iran sei so verzweifelt, daß der Krieg nun fast vorbei wäre; der Iran bettele um einen Deal. Jetzt aber wirklich! Verkündete Trump inzwischen 40 mal.


Wenn bloß nicht die lästige Realität wäre!

Die Straße von Hormus ist praktisch zu. Die Huthies, Irans Proxies im Süden Arabiens, versuchen die Meerenge ‌Bab al-Mandab, der Zugang zum Roten Meer zu schließen, indem sie Handelsschiffe unter Feuer nehmen.

Es sind absehbar eingesetzte Daumenschrauben. Damit musste man rechnen. Außer, man ist wirklich sehr dumm und borniert.

Das Desaster ist nun da. Der Iran-Krieg läuft weiter. Der Irankrieg nimmt die Weltwirtschaft in Geiselhaft. Der Irankrieg wird insbesondere für Trump zu teuer – politisch, finanziell und ökonomisch.

Der Krieg, der doch im März schon vollständig gewonnen war.


[….] Jetzt stecken die USA im nächsten Endloskrieg [….] Am Dienstag dieser Woche machte Donald Trump unmissverständlich klar, wohin für ihn die Reise geht. Man sei mit dem Iran "noch lange nicht fertig", sagte der US-Präsident vor Reportern im Weißen Haus. Er kündigte an, man werde die Gegend um den unterirdischen Nuklearkomplex am Pickaxe Mountain "sehr, sehr schwerwiegend" angreifen. [….] Wenige Stunden später flogen amerikanische Kampfflugzeuge erneut Angriffe auf Ziele rund um Teheran. Es war die elfte Bombennacht in Folge. Am Mittwoch legte Trump dann nach und drohte explizit damit, künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran "bombardieren und zerstören", wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießen würde.

Dass der US-Präsident nun sogar ein Verüben von Kriegsverbrechen ankündigt, ist nur das jüngste und deutlichste Zeichen dafür, dass vom Waffenstillstand kaum noch etwas übrig ist. Nicht einmal mehr Rhetorik. [….] Wie jeder Krieg sprengt auch dieser die regulären Haushaltspläne. Im Pentagon wächst laut US-Medienberichten die Sorge, dass die für die Operation notwendigen Etats bereits in wenigen Wochen erschöpft sein könnten. Das Weiße Haus fordert deshalb zusätzliche 67 Milliarden Dollar vom Kongress. [….]

 

[….] Zwar stand die Republikanische Partei nach den ersten Angriffen noch weitgehend geschlossen hinter dem Präsidenten. Diese Einigkeit begann aber bereits nach einigen Wochen zu bröckeln, als klar wurde, wie sehr die Folgen auch die amerikanischen Wählerinnen und Wähler treffen.

Bei einer öffentlichen Anhörung in dieser Woche im Senat fuhr der republikanische Senator John Kennedy Verteidigungsminister Pete Hegseth (ebenfalls Republikaner) ungewöhnlich scharf an und verlangte mehrfach endlich "klare Antworten" zur Strategie der Regierung. [….] Je länger der Konflikt dauert, desto schwieriger dürfte es für republikanische Abgeordnete werden, einen immer teureren Krieg ohne klares Enddatum ihren Wählern gegenüber zu rechtfertigen. Am 3. November finden die Zwischenwahlen statt.  [….]

Trump war mit dem Versprechen angetreten, die Energiekosten deutlich zu senken. Innerhalb von 18 Monaten wollte er etwa die Strompreise halbieren. Diese Frist ist nun abgelaufen. Das Ergebnis: Die Preise sind um 18 Prozent gestiegen. Maßgeblicher Grund dafür sind die Auswirkungen des Iran-Krieges [….]

Nach Einschätzung des israelischen Geheimdienstes hat Teheran Tausende Uran-Zentrifugen tief in die unterirdische Anlage am Pickaxe Mountain verlegt.  Die amerikanischen Geheimdienste haben diese Einschätzung geprüft, weshalb Trump wohl die Bombardierung dieses Gebiets auch angeordnet hat. Experten weisen allerdings darauf hin, dass die Anlage Hunderte Meter tief im Fels liegt und selbst für die stärksten bunkerbrechenden Bomben eine enorme Herausforderung darstellt.

Darum steht Trump bei seinem propagierten zentralen Anliegen in einem strategischen Dilemma. Luftangriffe allein könnten möglicherweise nicht ausreichen, um die verbliebene Nuklearinfrastruktur des Iran dauerhaft auszuschalten. Sollte das Material tatsächlich tief verborgen oder bereits an weitere Orte verteilt worden sein, könnten Bodentruppen notwendig werden, um die Kontrolle zu erlangen.  Für eine solche Aktion aber gibt es wiederum keinen gesellschaftlichen und politischen Rückhalt. Mit Bodentruppen würde Donald Trump ein weiteres entscheidendes MAGA-Wahlversprechen brechen: keine verlustreichen, endlosen Kriege. [….]

(Bastian Brauns, 22.07.2026)

Niemand weiß, wie die USA aus dieser von Trump angezettelten Katastrophe wieder rauskommen könnte. Noch nicht einmal der USA wohlgesonnen denkende Analysten wissen weiter, weil niemand die Kriegsziele Trumps kennt. Insbesondere Trump selbst nicht, der sich dauernd selbst wiederspricht, Chaos anrichtet und täglich neuen Unsinn postet. Seine relevanten Kabinettsmitglieder sind nicht besser.


Der rechtsradikale Alkoholiker und Gotteskrieger setzt nun also auf Genderaffirmation: Seine jungen Muskelsoldaten sollen mit Testosteron-Spritzen männlicher werden.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Relikte aus grauer Vorzeit

Der walisische „Professor des Raps“ Ren Gill, womöglich der begabteste Musiker der Gegenwart, vermag es, fundamentale Zusammenhänge poetisch zu verbalisieren. Der religiös geprägte Bibelkenner sagt in seinem Song „Seven Sins“, wie Menschen aus ihren Schmerzen, Ängsten und Ungewissheiten Religionen ersannen.

[….]  Empires tumble - rubbles and dust

The universe shrinks and the planets combust (Bla)

In God we trust

God tied a noose to his neck and he walked to the edge and he jumped

Angels wept

I bear witness watching the whole thing unfold from my bed

A bed where I never deep rest

A bed where I'm always depressed

A bed with a human oppressed

A bed for the tomb where I slept

A bed in this room that's a womb for this mess

Sick boi, bitten by a tick boy*, tell me how it feels to be buried while you breathe (Bla)

Stones and sticks, boy, pain is a gift, boy, hard to make a stand when you crawl on your knees and I kneel

I kneel at the altar of my own disease and I beg

I begged the sky for mercy, mercy never came, life did me dirty

Thirty-three and hurting, cursing

Jesus died at thirty-three and still, my sins are lurking

Gears are turning, future stays uncertain

Surgeon incision, murder ambition

(Fear of the unknown preserves a religion

Denounce the gods where my body went missing) [….]

(Seven Sins by Ren)

*(Mit 19 Jahren erkrankte Ren durch einen Zeckenbiss schwer an Lyme-Borreliose, die 13 Jahre nicht erkannt und fehldiagnostiziert wurde, ihn barbarisch leidend mit extrem hohen Dosen Psychopharmaka fütterte und Autoimmunkrankheiten auslöste.


Wie die 3.000 bis 5.000 Religionen der Menschheit aus der Not geboren wurden, weil man von unerklärlichen Leiden und Unglücken heimgesucht wurde, erscheint psychologisch nachvollziehbar.

Mit dem Siegeszug der Wissenschaft, der sich stets erweiternden Erkenntnis, der allgemeinen Bildung, verschwanden die meisten Religionen von diesem Planeten.

Wissen ist der Feind des Glaubens, je dümmer, desto religiöser.

Die weltweit erfolgreichste Religion, das Christentum, vermochte sich insbesondere deswegen so stark in der menschlichen Kultur festzusetzen, weil sie 1.000 Jahre „finsteres Mittelalter“ prägte, in dem Klugheit bestraft und Erkenntnis getötet wurde. Aufklärer, Heliozentristen, Wissenschaftler wurden von der herrschenden religiotischen Klasse getötet, verbrannt, verbannt.

Wären die Kirchen nicht global so erfolgreich damit gewesen, die Klügsten zu töten, die besten Denker zu massakrieren, andere Kulturen auszurotten, hätten wir womöglich schon um 900 n. Chr. den Buchdruck gehabt, 1.000 n. Chr. Mädchen in Schulen, Frauen in Universitäten geholt, 1.200 n. Chr die Industrialisierung erlebt und wären 1.500 n. Chr. zum Mond geflogen.

Vielleicht wären im Jahr 2.000 globale Probleme, wie Überbevölkerung, Klimaerhitzung, Krieg und Krankheit längst überwunden worden.

Nicht alle Religionen wirken gleichermaßen toxisch auf des Volk. Es liegt in der Natur der Sache, daß polytheistische Systeme toleranter sind.

Der Tiefschlag für die menschliche Entwicklung dürfte der Monotheismus sein, der rund 1.400 Jahre vor der Geburt Jesu, von Pharao Echnaton und seiner noch berühmteres Frau Nofretete erfunden, aber anschließend auch wieder zerschlagen wurde.

Endgültig durchsetzen konnte sich der Monotheismus mit den Abrahamitischen Ideologien, von denen drei bis heute als „Weltreligionen“ angesehen werden.

In ihnen befindet sich eine derartig starke Intoleranz durch den „Wir sind besser als ihr“-Gedanken, daß viele Jahrhunderte Krieg, Massenmord und Genozid ermöglicht wurden. Die Zugehörigkeit zu einer der abrahamitischen Religionen erfordert Despektierlichkeit gegenüber Anders- oder Nichtgläubigen. Die kann sich bestenfalls in Desinteresse äußern, erscheint aber auch in Form von Intoleranz und kann bis zum massenhaften Mord-Zwang eskalieren. Auch hier erwiesen sich die christlichen Kirchen als Brutalste unter Brutalen: Auto-Dafés, Hexenverbrennung, Inquisition, Missionierung, Kolonialisierung, weltweiter Sklavenhandel, Kreuzzüge, Genozide, Holocaust – stets im Namen des Herren.

Und wir sind nicht damit fertig; auch heute bringen Christliche Strukturen Kriegstreiber und Killer, wie Trump, Hegseth, Graham oder Putin hervor: Gewaltherrscher, die ihre Machtbasis im Christentum haben.

[….]  Ab dem Alter von 30 Jahren sollen in den USA künftig die Testosteronwerte von Soldaten getestet werden. Dies werde im Rahmen einer bereits bestehenden jährlichen Gesundheitsuntersuchung stattfinden, kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in einem Video auf der Plattform X an.

[….]  Hegseth begründete die Maßnahme damit, dass der „einzelne Kämpfer“ immer der wichtigste taktische Vorteil der USA sein werde. Er sprach von einer „heiligen Pflicht“, diesen Vorteil zu bewahren. Deshalb müsse man ständig nach neuen Wegen suchen, um die Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit der Soldaten zu optimieren, folgerte Hegseth.  […..]

(HH MoPo, 15.07.2026)

Das Judentum ist mit rund 15 Millionen Anhängern eine Zwerg-Religion in der apokalyptischen Triade des Abrahamismus. Muslime (1,9 Milliarden) und Christen (2,3 Milliarden) spielen in einer ganz anderen Liga, weil Juden eine höchst sympathische Besonderheit aufweisen: Sie missionieren nicht, zwingen keine Un- oder Andersgläubigen auch jüdisch zu werden. Sie kolonisierten nie, führten nie Angriffskriege, um durch Zwang zu bekehren.

Wer von sich aus zum Judentum konvertieren möchte, wird der Tradition entsprechend, zunächst mehrfach abgewiesen.

Ich rechne es dem Judentum ohne jeden Sarkasmus hoch an, daß es mich in keiner Weise je dazu zwang, mich ebenfalls jüdischen Religionsregeln zu unterwerfen.

Im atheistischen, weit überwiegend konfessionsfreien Hamburg, darf ich am Karfreitag nicht tanzen oder bestimmte Kinofilme sehen, weil die Christen in Deutschland immer noch so mächtig sind, ihre abstrusen Bräuche auch der Mehrheit der Ungläubigen aufzuzwingen. Widerlich.

Juden sind für mich ganz klar die Nettesten unter den drei monotheistischen Groß-Ideologien von heute.

Das heißt aber selbstverständlich nicht, daß gläubige Juden unter sich, besonders die Orthodoxen und erst recht die Ultraorthodoxen, nicht auch völlig gaga agieren. Der Pleonasmus „Ultraorthodox“ beinhaltet schon den Wahnsinn, der bedauerlicherweise politisch im Netanjahu-Kabinett prominent vertreten ist.

[….] Das israelische Parlament hat gestern Abend in dritter und letzter Lesung ein Gesetz verabschiedet, das das Studium religiöser Texte zu einem „Grundwert des jüdischen Volkes und des Staates Israel“ erklärt und ihm damit eine Art Verfassungsrang einräumt. In der Praxis wird das Gesetz dazu dienen, ultraorthodoxen Juden mehr Möglichkeiten zu geben, den Militärdienst zu verweigern.  In den letzten beiden Lesungen stimmten 63 Knesset-Abgeordnete für den entsprechenden Gesetzentwurf, 52 waren dagegen.   [….]

(ORF, 13.07.2026)

Der Hightech-Staat Israel, weltweit führend bei Software-Entwicklung und biogenetischen Techniken, liefert sich dem antiwissenschaftlichen Mittelalter aus.

[….] „Schande!“ rufen Oppositionsmitglieder am Dienstag in der Knesset im Chor dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu entgegen. Bei der Abstimmung selber ist dieser dann nicht anwesend. Und am Dienstagabend verabschiedet seine rechtsreligiöse Regierung dann ohne ihn das umstrittene Gesetz.

Es geht, wie so oft in diesen Tagen in Israel, um die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe. Dem verabschiedeten Gesetz zufolge können Strenggläubige nun nicht mehr festgenommen werden, wenn sie sich dem Wehrdienst entziehen. [….] Das Gesetz ist Teil einer ganzen Reihe von Vorhaben, die die Regierung noch vor der Sommerpause der Knesset und vor den Parlamentswahlen Ende Oktober durchbringen will. Viele davon sind Zugeständnisse an die ultraorthodoxen Koalitionspartner Netanjahus. Einen Tag vor dem Gesetz zur Einberufung wurde etwa das sogenannte Thora-Gesetz beschlossen, das das Studium religiöser Texte offiziell zu einem „Grundwert des jüdischen Volkes und des Staates Israel“ erklärte. [….] Die Auseinandersetzung um die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe sorgt schon seit Jahren für Wirbel. In den letzten Monaten hat sich die Situation zugespitzt. Immer wieder blockierten die Strenggläubigen in ihrer klassischen Kluft – schwarze Anzüge und Hüte, weiße Fäden an ihren Hosenbeinen – wichtige Straßen und lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei.

Unter liberalen und säkularen Israelis stoßen die Proteste auf großen Unmut, genauso wie die in den letzten Tagen verabschiedeten Gesetze. In ihren Augen trügen sie, die Liberalen und Säkularen, die selber oder deren Kinder als Sol­da­t*in­nen dienen, die Kosten für die zahlreichen Kriege, während die Regierung ihre schützende Hand über die Ultraorthodoxen halte.

Auch das israelische Militär kritisiert das Gesetz scharf. Es stehe „eindeutig in Widerspruch“ zu dem, was die israelische Armee benötige, sagte Militärchef Eyal Zamir. Derzeit gelten schätzungsweise 72.000 ultraorthodoxe Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren als wehrpflichtig. Die Armee hat in den letzten Monaten wiederholt betont, dass sie angesichts der anhaltenden Kriege an mehreren Fronten dringend 12.000 neue Rekruten benötige.  [….]

(Judith Poppe, 15.07.2026)

Der Religiotenkampf zwischen Liberalen, Rechtsextremen, Militärs und Ultraorthodoxen in Israel dürfte weitergehen.

[…] Erst gestern hatte Israels Parlament ein Gesetz verabschiedet, das Ultraorthodoxe faktisch von der Wehrpflicht befreit - jetzt stoppt der Oberste Gerichtshof es vorerst. Ultraorthodoxe Politiker sind empört.

Es ist ein Paukenschlag, der Israel in eine tiefe Verfassungskrise stürzt: Nur wenige Stunden, nachdem das israelische Parlament ein umstrittenes Schutzgesetz für ultraorthodoxe Wehrdienstverweigerer verabschiedet hatte, kassierte der Oberste Gerichtshof die Regelung per einstweiliger Verfügung wieder.  [….]

(Tagesschau, 15.07.2026

 

Dienstag, 14. Juli 2026

Deutschland und Israel.

Ich verstehe es wirklich! Deutschlands historische Schuld gegenüber dem Israelischen Volk, dieses Verbrechen apokalyptischen Ausmaßes, wird die Beziehungen beider Staaten für immer „unnormal“ sein lassen und das ist auch gut so. Gerade jetzt, da die allerletzten Zeitzeugen sterben, müssen wir Nachkommen Verantwortung übernehmen: Der Holokaust darf niemals in Vergessenheit geraten und dieses Tätervolk hat dafür zu sorgen, daß sich so ein Genozid niemals wiederholt.

Für mich ist das eine absolute Selbstverständlichkeit. Gerade auch, weil ich weder persönlich, noch familiär eine direkte Schuld trage. Ich wurde erst Jahrzehnte nach der Wannseekonferenz geboren, habe erst seit zweieinhalb Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft. Väterlicherseits gehöre ich zu dem „Befreiervolk“ USA. Meine Vorfahren waren Soldaten der US-Army, die gegen Hitler in den Krieg zogen.

Aber ich lebe ich Deutschland, habe auch deutsche Wurzeln und bin daher schockiert und deprimiert, weil Deutschland bei seinen beiden historischen Verpflichtungen versagt.

Die Erinnerungskultur wird sträflich vernachlässigt, Gedenkstätten verfallen. Unter deutschen Jugendlichen herrscht verstörende Unkenntnis über Deutschlands Vergangenheit in den 1930er und 1940er Jahren. Jugendliche machen sich über die Millionen Opfer lustig, amüsieren sich in den Gedenkstätten, treiben die Mitarbeiter zur Verzweiflung.

[….] Ein Selfie im Verbrennungsofen

Anfeindungen gab es in Buchenwald immer. Doch jetzt treten vor allem Jugendliche in der Gedenkstätte offen rechtsextrem auf, verlachen die Verbrechen der Nazis und stören die Ruhe der Toten. Was kommt da auf die Gesellschaft zu? [….] Sie sind zu zweit, eine junge Frau und ein junger Mann. Sie legen ihre Westen an und stecken ihre Walkie-Talkies ein. Sie sehen die Gruppen, die nun losgehen, zum Tor des ehemaligen Häftlingslagers. Der junge Mann zieht an seiner Zigarette, die junge Frau sagt: „Heute ist heftig.“ [….] Es ist Frühling, der Himmel steht ohne eine Wolke über Buchenwald. Tag für Tag besuchen Menschen die KZ-Gedenkstätte, hier oben auf dem Ettersberg, gleich neben Weimar gelegen. Und eigentlich ist es doch ein gutes Zeichen, dass der Andrang groß, das Interesse ungebrochen ist. Aber etwas ist neu. Es sind die Präventionsteams, die seit einigen Monaten auf dem Gelände unterwegs sind. Mitarbeiter, die im Blick haben, wie Besucher sich verhalten. Die eingreifen, wenn passiert, was seit ein paar Jahren immer öfter passiert: dass Leute offen rechtsextrem auftreten. Dass sie die Ruhe der Toten stören und das Gedenken ihrer Qualen verachten. [….] Anna und Leon. So sollen sie heißen in dieser Geschichte.  Anna und Leon sind viel gewohnt, und natürlich, Angriffe auf ihre Arbeit gab es in Buchenwald immer. Hakenkreuze, ungelenk in Baumrinden geritzt. SS-Runen, flüchtig auf Wegweiser gesprayt. In den Jahren vor der Pandemie musste die Gedenkstätte ungefähr einmal im Monat einen Vorfall der Polizei melden. Aber jetzt? Jetzt erstattet sie fast jede Woche Anzeige. Besucher posieren vor dem Lagertor, den Arm zum Hitlergruß gehoben. Besucher klettern in die Verbrennungsöfen, posten Fotos davon auf Instagram. Häme in ihren Gesichtern, Herzen in ihrer Timeline.   Oft sind es Jugendliche, die das machen. Die, denen die Zukunft gehört. Und oft sind KZ-Gedenkstätten gesellschaftliche Seismografen. Orte, an denen sich abzeichnet, welche Druckwellen durchs Land gehen. Was also bricht sich Bahn, wenn junge Menschen die Verbrechen der Nazis verlachen?  [….]

(Süddeutsche Zeitung, 25.05.2026)

Wir versagen aber auch, zweitens, bei dem „das darf sie nicht wiederholen“-Anspruch. In mehreren Bundesländern wollen über 40% Nazis wählen. Eine Partei, die sich genau am hundertsten Jahrestag des NSDAP-Parteitag zum Erinnerungsparteitag trifft, um zu hetzten und Gewalt zu säen.

[….] Die AfD hält ihren zweitägigen Bundesparteitag auf dem Messegelände ab. Der Erfurter AfD-Bundesparteitag findet genau 100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag vom 3. und 4. Juli 1926 im nahgelegenen Weimar statt. Der Dresdner Historiker Jörg Ganzenmüller erklärte, die AfD sende mit dem Termin ein Signal der Verbundenheit an die rechtsextreme Szene, der die Geschichte der NSDAP geläufig sei.  […]

(Deutschlandfunk, 04.07.2026)

Ganz offen ventiliert Bernd Höcke, die zentrale Figur der Partei, immer wieder Passagen aus Hitlers „Mein Kampf“, plagiiert NS-Parolen.

Die Konservativen und Christen der Deutschen Politik, nähern sich, ebenfalls wie vor 100 Jahren, den Nazis an. Sie kooperieren auf immer mehr Ebenen mit ihnen, übernehmen ihre politischen Programmpunkte, stimmen sich im EU-Parlament ab. Setzen Nazi-Forderungen um. Mit dem Schleifen des Asylrechts und partiell klar gesetzeswidriger Migrationspolitik, beweisen CDUCSU, FDPFW, aber bedauerlicherweise auch Teile der SPD und der Grünen, daß sie nicht aus der Deutschen Vergangenheit gelernt haben. Daß sie es nicht besser machen wollen, nach den Erfahrungen vor 100 Jahren, als Deutschland Millionen Menschen vertrieb, die oft nirgends Aufnahme fanden und daher in den Tod gingen.

Es ist so eine Schande, die Deutschland sich erlaubt!
Deutschland, mit einem Bundeskanzler, der immer wieder rechtsextreme xenophobe Narrative bedient und dabei unverfroren die Öffentlichkeit anlügt, um Hass und Missgunst auf Migranten und Minderheiten zu lenken.

[….] Darum ging’s beim Publix Thursday mit dem Juristen Ronen Steinke (Süddeutsche Zeitung). Ein Beispiel: Im Wahlkampf behauptete Friedrich Merz, abgelehnte Asylbewerber:innen würden Deutschen die Zahnarzttermine wegnehmen. Nachweislich falsch. Trotzdem: Ein Gesetz gegen Desinformation würde wohl kaum zuerst Merz treffen. […..]

(Publix)

Ich schäme mich so für Deutschland. Ich schäme mich so für die deutschen Wähler. Ich schäme mich so für den Bundeskanzler. Ich schäme mich so für den Innenminister. Ich schäme mich so für das deutsche Versagen gegenüber seiner historischen Verantwortung.

Deutschland ist das letzte Land, das mit moralisch erhobenen Zeigefinger andere Nationen belehren darf. Deutschland ist das letzte Land, das vom hohen Ross ausgerechnet Israel belehren darf.

Es gilt aber, Israel, die Juden, den Staat Israel, die Politik Israels, die Netanjahu-Regierung, die rechtsextremen rassistischen Israelischen Minister, die genozidale Kriegsführung, die Morde an Myriaden Kindern und Zivilisten zu unterscheiden. Das ist aber durchaus möglich.

(….) Im linken politischen Spektrum fühle ich mich oft, wie der letzte Israel-Freund; drösele immer wieder auf, wie streng Kritik an der Israelischen Regierung von Antisemitismus zu trennen ist. Ich verweise auf die enormen Proteste der Israelischen Zivilgesellschaft gegen Netanjahu; schon das zeigt, wie unredlich es ist, Israel und Bausch und Bogen zu verurteilen. Rechtsextreme, wie Linksextreme, lügen, wenn sie über das Scheinverbot der Israelkritik lamentieren. Das gehört in den schwurbeligen Propagandakasten der untersten Moralkategorie. Die Schublade, in der Katharina Reiche von „Wärmepumpenzwang“ lügt, in der Merz von „Gender-Zwang“ lügt, in der Söder von „Veggie-Zwang“ lügt.  (….)

(Deutscher Israel-Sonderweg, 21.05.2025)

(….)   Viele Rechtsextreme, viele Idioten und leider auch zu viele engagierte Linke, blamieren sich, seit die Hamas am 07.Oktober 2023 mehr als 1.400 Israelis massakrierte und rund 250 Menschen als Geiseln verschleppte, mit verstörenden Aussagen.

Möglicherweise gab es schon beim Jom Kippur-Krieg 1973, oder dem Sechstagekrieg von 1967 so abwegige deutsche Meinungen dazu. Aber glücklicherweise gab es damals noch kein Internet, so daß nicht jeder Depp seine irrelevanten Ansichten publizierte.

Ich möchte 20 Axiome zur Nahost-Meinungsäußerung in Deutschland nennen, die ich mir nicht etwa gerade selbst ausdenke, sondern seit Jahrzehnten rauf und runter gebeten werden. Aber offensichtlich dennoch immer weniger gehört werden.

1.   Niemand ist gezwungen sich zu positionieren.

2.   Niemand muss Nahost-Experte sein.

3.   Kritik an Israelischer Politik ist nicht verboten.

4.   Politisches Handlungen der Jerusalemer Regierung zu kritisieren, ist nicht antisemitisch.

5.   Einzelne Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland für Netanyahus Handlungen zu beschimpfen, ist antisemitisch.

6.   Die Hamas ist nicht identisch mit den Palästinensern.

7.   Ein nach 1945 geborener Deutscher ist nicht Schuld am Holokaust.

8.   Die Deutschen Bürger sind aber dafür zuständig, den Holocaust nicht zu vergessen und ihn nicht zu wiederholen.

9.   Für die historischen Leiden des jüdischen und des palästinensischen Volkes ist Deutschland sehr stark mitursächlich und sollte deswegen auf internationaler Ebene nicht ausgerechnet am Lautesten kritisieren und den moralischen Zeigefinger schwenken.

10.Hamas-Terror, der zum Beispiel beinhaltet, die deutsche Geisel Shani Louk, nackt zur Schau zu stellen, sie zu vergewaltigen, foltern, köpfen, zu zerstückeln und mit solchen Taten im Netz zu prahlen, ist eben nicht mit den Aktionen Israelischer Soldaten zu vergleichen.

11.Wenn man auf Social Media Israel beschimpft und dafür seinerseits kritisiert wird, bedeutet das nicht „man darf ja gar nichts mehr sagen“.

12.Meinungsfreiheit in Deutschland bedeutet nicht das Recht, seine Meinung immer widerspruchslos kund zu tun.

13.Wenn deutsche Juden nur unter besonderem Schutz in Schulen oder Synagogen gehen können, ist das nicht ihre Schuld, sondern eine elende Schande für die deutsche Gesellschaft.

14.Empathie für die getöteten Kinder im Gaza-Streifen zu empfinden, bedeutet nicht, israelfeindlich zu sein.

15.Empathie für die von der Hamas gefolterten und getöteten Israelis zu empfinden, bedeutet nicht, alle Palästinenser zu hassen.

16.Die internationale Gemeinschaft verlangt nicht von Fritze Meier in der Fußgängerzone von Buxtehude, eine Lösung des Nahostkonfliktes aus dem Ärmel zu schütteln.

17.Nicht jeder Deutsche muss über historisches Fachwissen verfügen.

18.Wer historische Vergleiche bemüht, sollte aber die Fakten kennen.

19.Deutsche Rechtsradikale, die mit ihrem extremen Hass auf Migranten und Muslime Stimmungen machen, sind nicht automatisch Israel-Freunde.

20.Die Kriegsverbrechen Putins rechtfertigen selbstverständlich nicht, 80 Jahre rückwirkend den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. (….)

(Historisch aufgeladene Zeiten, 04.11.2023)

Die besondere Verantwortung Deutschlands, unser Versagen an den eigenen Ansprüchen, kann natürlich nicht bedeuten, unsererseits jedes Verbrechen der Israelischen Regierung nicht nur zu decken, sondern auch, wie Wadephul, Merz, Klöcker und Dobrindt, aktiv andere Länder davon abzuhalten, Konsequenzen zu ziehen.

Dieser kollektive deutsche-konservative Netanjahu-Kniefall muss aufhören!

[….] Gewalt im Westjordanland: Ein Verbot von Importen aus Israel darf kein Tabu mehr sein[….] Die Bundesregierung weist seit Jahrzehnten darauf hin, dass der Siedlungsbau völkerrechtswidrig ist. Die Frage ist, ob diesen Worten auch die richtigen Taten folgen. Am heutigen Montag hätte die Bundesregierung die Chance, das unter Beweis zu stellen.

In Brüssel findet die 4191. Tagung der EU-Außenminister statt, und ganz oben auf der Agenda steht ein Thema: Israel. Konkret hat die EU-Kommission Vorschläge ausgearbeitet, wie politisch auf das Vorgehen der israelischen Regierung reagiert werden kann. Dazu gehört auch ein endgültiges EU-Importverbot für Waren aus den illegalen Siedlungen.

Die Bundesregierung sollte ihre Blockade aufgeben und sich nicht länger daran beteiligen, Gebieten, die von Extremisten vorangetrieben werden, zu wirtschaftlichem Erfolg zu verhelfen. Die Datteln, den Wein oder den Honig aus den völkerrechtswidrigen Siedlungen brauchen wir nicht. [….] Beim Importstopp aus den Siedlergebieten verweisen deutsche Politiker dann auf die Geschichte. Das sei doch schon fast wie »Kauft nicht bei Juden«, lautet das wiederkehrende Argument.  Doch der Vorwurf greift zu kurz. Berechtigt wäre er angesichts anderer Vorstöße etlicher EU-Länder, die das EU-Assoziierungsabkommen mit Israel gänzlich aussetzen wollen oder von linken Gruppierungen, die den vollständigen Boykott israelischer Waren fordern. Es ist richtig, dass die Bundesregierung das blockiert.

Der Unterschied liegt auf der Hand: Der vollständige Boykott würde sich gegen den israelischen Staat und dessen Gesellschaft insgesamt richten – also auch gegen die israelische Opposition und die Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft.

Bei den illegalen Siedlungen in den besetzten Gebieten aber ist die Lage anders: Weil sie einem Frieden für Israel und der Zweistaatenlösung entgegenstehen, sind sie langfristig eine Gefahr für die Sicherheit Israels. [….] Die Botschaft des Importstopps wäre klar: Die Siedlungspolitik der israelischen Regierung und die Gewalt radikaler Siedler im Westjordanland blieben nicht länger ohne Folgen. Die europäische Politik würde sich aus ihren Widersprüchen befreien. Allen voran Friedrich Merz.   [….]

(Timo Lehmann, SPON, 13.07.2026)

Montag, 13. Juli 2026

Das menschliche Leben

Wenn ein Mensch geboren wird, stehen dem Individuum viele Wege offen.

Vieles kann er/sie/es beeinflussen und im Sinne einer Meritokratie, das eigene Schicksal bestimmen.

Noch mehr wird aber durch Faktoren beeinflusst, die das menschliche Wesen eben nicht beeinflussen kann. Genetik, Erziehung, soziale Einflüsse, Ort, Zeit, Bildung und finanzielle Verhältnisse der Eltern.

Ein in der Sahel-Zone geborenes Kind mit hungernden, ungebildeten Hirten als Eltern, kann noch so anständig, liebenswert, fleißig, altruistisch und hochintelligent sein; die Überlebenschancen sind schlecht; die Wahrscheinlichkeit ein glückliches Leben zu führen, noch mieser.

Ein in Nordeuropa geborenes Kind mit weißer Hautfarbe und vermögenden Eltern, kann noch so verblödet, missgünstig, faul und egoistisch sein; vermutlich wird es ein gutes Leben führen.

Darüber hinaus spielen auch Zufälle eine enorme Rolle. Prägende Begegnungen, Unfälle, Glück. 

Es gibt im Grunde nur eine echte Sicherheit bei der Geburt eines Menschen: Den Tod. Wir sterben alle. Ausnahmslos jeder.

Du, Deine Freunde, Deine Eltern, Deine Kinder, alle Gesichter, die Du im Fernsehen siehst, oder auf der Straße triffst.

Unsere Gehirne sind allerdings so wenig entwickelt, daß sich die meisten Menschen mit dieser fundamentalen Tatsache kaum beschäftigen und entsprechend schockiert sind, wenn der unausweichliche Tod in ihrer Nähe einschlägt. Dann ist das Entsetzen groß, weil man nicht damit gerechnet hatte.

Man schreibt in ungelenken Lettern „WARUM?“ auf Pappplakate und pilgert zum Ort des Geschehens. Dabei müsste die Frage lauten „Warum nicht?“

Kranke oder ihre Angehörigen reagieren verzweifelt auf terminale Diagnosen „Warum ich?“, „Warum meine Sohn?“

Hier setzt offenbar der Verstand aus; anderenfalls könnte man kein Sterben nach dem St.-Florians-Prinzip erwarten, bei dem der Sensenmann immer nur bei den Nachbarn klingelt.

Je besser und rationaler man die eigene und allgemeine Endlichkeit erkennt, desto bewußter ist man sich des eigenen Lebens.

Deswegen darf auch nur eine Person über die eigene Existenz entscheiden: Man selbst. Niemand darf einen zwingen gegen seinen Willen weiterzuleben, niemand darf einen anderen zum Tode verurteilen.

Der Geschäftsführer der Hamburger Stiftung Altenhof, formuliert es sehr vor sichtig:

[…] Es gibt sehr belastende Krankheitsbilder, bei denen Menschen sagen: So möchte ich nicht leben. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es hier bei uns kaum Diskussionen über Fragen der Sterbehilfe. Gerade diese sind ethisch außerordentlich schwierig und sensibel, aber wir werden nicht umher kommen, sie zu diskutieren. Ansonsten lassen wir Menschen, die sich in einer solchen schwierigen Situation befinden, allein. […]  durch unsere medizinischen Errungenschaften ist der Bereich der Schwerstpflege zum großen Teil erst entstanden. Da gibt es ja das schöne Zitat des französischen Arztes Alexis Carrel: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben“, das von Frau Süssmuth und vor allem von Frau Lehr in die Altenpflege übertragen wurde, wo es seither immer wieder genutzt wird. Aber was konkret soll der Satz für die Praxis bedeuten?

Wir müssen über die Fragen diskutieren, die dieser Satz stellt: Wo ziehen wir da eine Grenze? Wann ist es genug? Wann wird Lebensqualität wichtiger, als jede technisch mögliche Maßnahme? Viele inhaltliche Fragen, die ethisch höchst sensibel und individuell sind. Aber sie nicht zu diskutieren, hilft eben auch nicht.  […]

(Hans-Jürgen Wilhelm, 10.07.2026)

Das gilt umgekehrt natürlich auch für die Todesstrafe, die unter allen Umständen amoralisch ist. Kein lebender Mensch hat das Recht, das Leben eines anderen zu beenden. Die einzigen Ausnahmen sind Notwehr und Tyrannenmord.

Natürlich waren Georg Elser, Graf Stauffenberg und ein paar Dutzend weitere anständige Menschen, absolut im Recht, als sie versuchten Hitler zu töten, weil der Tyrannenmord einer Massennotwehr entsprach. Es ging darum, einen Millionenfachen Mörder aufzuhalten.

Nach dem Stauffenberg-Attentat im Juli 1944, starben in den folgenden neun Kriegsmonaten mehr Menschen, als in den fünf Weltkriegsjahren zuvor.

Hypothetische Geschichte ist selbstverständlich keine exakte Wissenschaft. Wir wissen nicht, ob die Helden von 1944 es mit Hitlers Tod geschafft hätten, die Naziherrschaft zu stürzen, das Militär die Seiten wechseln zu lassen und einen Waffenstillstand auszuhandeln. Womöglich wären sie gescheitert und die NSDAP hätte „den Führer“ ersetzt. Aber das gesamte System war extrem auf die eine Person zugeschnitten, die niemand in Frage stellte, egal wie groß der Wahnsinn war, den sie anzettelte. Soziologen haben gut erforscht, wie Hitler und sein Regime ihre massenhypnotische Wirkung entfalteten, welche Rolle Medien und soziale Wohltaten (auf Kosten der Ermordeten und Vertriebenen) spielten.

Immer noch nicht ganz verständlich, ist aber seine Wirkung im kleinen Kreis. Wie konnte er mächtige und wesentlich intelligentere Menschen in seinen Bann ziehen? Wieso hörten sie ihm geduldig zu, wenn er, wie wir inzwischen wissen, auf seinem Berghof mit endlosen Monologen langweilte? Wie konnte Hitler starken Charakteren nahezu mühelos seinen Willen aufzwingen. Und wieso gelang das bei einigen wenigen eben nicht, die ihn wie die ganz junge Marion Dönhoff einmal bei einer privaten Veranstaltung trafen, ihn sofort durchschauten und daraus die einzig richtige Konsequenz zogen, Hitler und die Nazis bekämpfen zu müssen.

Es spricht meiner Ansicht nach vieles dafür, daß ein „Führer“ Goering oder Dönitz oder Goebbels im Juli 1944, nie die Autorität entwickelt hätten, das zerbombte Deutschland, die leidende Bevölkerung, das persönlich auf Hitler eingeschworene Militär, den Massenmord an den Juden und den sicher verlorenen Krieg weitere neun Monate in den Wahnsinn zu führen.

Man hätte das gesamte NS-Regime womöglich zu Fall gebracht, indem der Schlange der Kopf abgeschlagen wäre.

Das gilt aber keineswegs für alle mörderischen und verbrecherischen Regime, wie Israels Mord an Ali Chamenei bewies. Das seit 1989 politische und religiöse Oberhaupt der 90 Millionen Iraner erschien bis zu seinem Tod am 28.02.2026, als nahezu allmächtig. Wie sich herausstellte, wankte das Mullah-Regime mit dem tödlichen Anschlag auf ihn, den Verteidigungsminister Asis Nassirsadeh, den Anführer der islamischen Revolutionsgarde Mohammad Pakpour, den Verteidigungsrats-Vorsitzenden Ali Schamchani sowie Generalstabschef der Streitkräfte Abdolrahim Mousavi, aber nicht!

Die Bibi-Tacoschen Angriffe töteten ebenfalls Sayida Buschra Chamenei (Tochter Chameneis) und ihren Ehemann, Zahra Mohammadi Golpayegani (Enkelkind Chameneis und Tochter von Sayida Buschra Chamenei), Misbah-ul-Huda Baqiri Kani (Schwiegersohn Chameneis), Zahra Haddad-Adil (Schwiegertochter Chameneis), seinen Sicherheitschef Salih Asadi.

Chameneis Ehefrau Mansura Chudschasta Baqirzade und sein Sohn Modschtaba wurden schwer verletzt, aber überlebten.

Die vielen Toten hatten erstaunlich wenig destabilisierenden Effekt auf die Führung.

Nun regiert eben Modschtaba an Alis Stelle, von dem man genauso wenig weiß, ob er wirklich noch lebt, bei Bewußtsein und entscheidungsfähig ist, wie Mitch McConnell.

Das iranische System ist, anders als Hitler-Deutschland offenbar gar nicht (mehr) so abhängig von der Person des „Führers“. Revolutionsgarden und andere Gruppen haben das Land auch ohne sie fest im Griff.

In China und Nordkorea wäre es ähnlich. Der plötzliche Tod Xis oder Kims würde keineswegs das politische System kollabieren lassen. Schnell würde ein Nachfolger in denselben Bahnen agieren.

Etwas undurchschaubarer ist die Lage in Russland. Das schwer gebeutelte Riesenreich ist extrem auf Putin persönlich zugeschnitten. Er zieht alle Fäden.

Wer ihm nachfolgen könnte, ist völlig unklar. Noch unklarer ist, ob derjenige ebenso Justiz, Militär, Medien und Wirtschaft dirigieren könnte, oder ob es Widerstand gäbe.

In den USA hängt die Macht und Bösartigkeit des GOP-Regimes durchaus an bestimmten Personen.

[…] Man sollte meinen, dass die Frage, ob ein amtierender US-Senator noch lebt, leicht zu beantworten ist. Doch die Realität sieht in den USA des Jahres 2026 ganz anders aus. Seit dem 14. Juni, als der 84-jährige Senator Mitch McConnell aus Kentucky ins Krankenhaus eingeliefert wurde, hat niemand aus dem Umfeld des einst mächtigsten Republikaners im Senat eine klare Antwort auf diese Frage geliefert. […] Nach übereinstimmenden Berichten wurden Rettungskräfte zu McConnells Wohnhaus in Washington gerufen, nachdem eine bewusstlose Person gemeldet worden war –Wiederbelebungsmaßnahmen liefen bereits. […] McConnells Büro hat die Berichte weder bestätigt noch dementiert. Und genau dieses Schweigen befeuert die Gerüchteküche. […] Es ist eine bemerkenswerte Konstellation: Nicht der politische Gegner, sondern Trumps eigene Anhängerschaft verlangt am lautesten Aufklärung. Die rechtsextreme Aktivistin Laura Loomer behauptet unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des Weißen Hauses, McConnell befinde sich in einem „vegetativen Zustand“, sei „offiziell hirntot“ und „komme nicht zurück“.  […]

(FR, 12.07.2026)

Die aberwitzige McConnell-Posse läßt sich erklären. Sein Heimatstaat Kentucky wird von dem Demokraten Andy Beshear regiert. Üblicherweise bestimmen Gouverneure beim vorzeitigen Ausscheiden eines US-Senators seinen Nachfolger. In Kentucky gibt es ein ganz frisches Gesetz, welches genau das verhindern soll und Nachwahlen vorsieht. Darüber wird aber noch gestritten. McConnells Sitz bliebe als erst einmal vakant, womit ein Problem für die knappe GOP-Mehrheit entsteht.

Der überraschende Tod Lindsey Grahams scheint auf dem Papier nicht so sehr das Machtgefüge der USA zu tangieren. Der 71-Jährige US-Senator war einer der perfidesten, gefährlichsten und ekelhaftesten Menschen überhaupt. Er besetzte sehr mächtige Positionen im US-Senat, wird aber geräuschlos ersetzt werden.

In South Carolina bestimmt der ultrarechte Gouverneur Henry McMaster den Nachfolger. Also rückt einfach ein anderer Trumpanzee für den „Junggesellen“ nach, in den US-Senat.

Grahams eigentliche Macht lag aber in seinem enormen persönlichen Einfluss auf Netanjahu und Trump, die er beide dirigieren konnte. Er war der Haupttreiber für den desaströsen Irankrieg.

Das US-amerikanische Schreckensregime ist anders als China oder Nord-Korea oder der Iran, gerade eben nicht in sich stabil. Es hängt alles an der Person Trump, der die dominierende Partei in eine auf ihn zugeschnittene fanatische Sekte umformte.


Stürbe Trump, gäbe es einen Nachfolger JD Vance.

Aber ob er die Autorität hätte, Justiz, Medien und Kongress nach Belieben zu dirigieren, wage ich zu bezweifeln.

 

Montag, 29. Juni 2026

Falsch abgebogen

Man hatte ihn natürlich mit positiven Vorurteilen bedacht; also letztlich mit unfairen Stereotypen bedacht:

Volker Beck, den mittlerweile 65-Jährigen, in Stuttgart geborenen Politiker.

Ein Grüner und mutiger Vorkämpfer gegen Peter Gauweilers diskriminierende AIDS-Politik, der sich intensiv für Schwulenrechte einsetzte und 2000 eine wesentliche Rolle spielte, um die „Bundesstiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ einzurichten, die sich um die Entschädigung von 1,7 Millionen Zwangsarbeiter aus über 100 Ländern kümmerte.

(Übrigens eine der wesentlichen Großtaten, für die man Bundeskanzler Schröder ewig dankbar sein muss, auch wenn der Mann heute von allen Linksgrünversifften pauschal gehasst wird.)

Natürlich wünschte ich so einem Politiker stets Erfolg und Anerkennung. Daher war ich bereit, ihm seine religiotische Inselverarmung zu verzeihen. Seine dümmliche Ausrede von 2016, er habe 0,6 Gramm „Meth“ nicht für sich gekauft, war schwach. Er hätte gleich dazu stehen sollen. Es war eine Bagatelle.

Schlimmer war schon sein 1988 erschienener Text zur „Entkriminalisierung der Pädosexualität“. Allerdings war es damals keine exklusive Meinung von ihm, sondern wurde in den 1970ern und 1980ern von Sexualwissenschaftlern durchaus diskutiert. Es galt zeitweilig als eine notwendige Liberalisierung des Sexualstrafrechts unter vielen. Man muss Beck zu Gute halten, den Irrtum bald erkannt zu haben und sich glaubhaft von dem Text distanziert zu haben.

Man kann einem Politiker Dekaden zurück liegende unsinnige Äußerungen nicht ewig vorhalten.

Auch hier würde ich für Milde plädieren, hätte Beck nicht 19 Jahre später in einem Interview auf abgeordnetenwatch.de versucht, sich a posteriori rein zu waschen, indem er behauptete, seinen brisanten Text von 1988 nicht autorisiert zu haben. Überhaupt habe der Herausgeber seine Worte verfälscht. Das war dreist von Volker Beck! Wie aber erst 2013 vom SPIEGEL enthüllt wurde, hatte der prominente Grüne die Öffentlichkeit belogen. Der Text war nicht verfälscht worden.

Aber 2013 war Becks Renommee ohnehin schon zertrümmert, weil ausgerechnet er, der Mann mit dieser problematischen Vergangenheit bezüglich der Unversehrtheit von Kindern, 2012 zum Wortführer der Religioten wurde, als es darum ging Babys und Kleinkinder zu quälen und zu verletzen.

Auf Kritik an seiner Haltung, reagierte er wie bei der Causa Pädokriminalität von 2007, mit dreisten Lügen perfiden Angriffen.

Es dauerte noch bis 2017, aber dann war endlich auch für die Grünen das Maß voll und sie kickten Beck aus dem Bundestag:

(….) Er gehörte vor Äonen zu den ersten Grünen und sitzt bereits seit 22 Jahren ununterbrochen im Bundestag.  Einen politischen Betrieb ohne sich selbst im Zentrum kann sich der in den sozialen Medien unfair und aggressiv auftretende Beck nicht vorstellen.

 Daher will auch er 2017 erneut in den Bundestag einziehen und damit weitere fünf Jahre Abgeordneter bleiben – damit hätte er 27 Jahre voll.

Beck greift in der persönlichen Auseinandersetzung zu perfiden Methoden.

Ich habe das selbst erlebt, als er mich auf Facebook auf widerlichste Art angriff.

So ein Verhalten mir gegenüber würde ich nicht zum generellen Kriterium gegen einen Politiker machen, aber in dem Fall ging Beck anschließend vor die Presse und an das Rednerpult des Bundestags um in unerträglicher Larmoyanz zu beklagen wie gemein alle zu ihm im Netz wären, obwohl er derjenige war, der so austeilte, daß ich fassungslos um einen Shitstorm gegen ihn bitten mußte.

(Das politische Ende, 04.03.2016)

Verblüffenderweise regt sich aber in seiner eigenen Partei Widerstand.

Nicht jeder ist glücklich mit Becks erneuter Kandidatur, da er inzwischen eine Menge Skandale ansammelte. Die Pädophiliedebatte von 2013, seine Crystal Meth-Affäre, sein ostentatives Engagement für die Genitalverstümmelung führen dazu, daß er keineswegs mehr sicher auf Platz 1 der NRW-Landesliste gesetzt wird. (….)

(Loslassen, 29.11.2016)

Seit dem September 2017 sind wir Volksvertreter Beck endlich los.  Spät genug, denn der Mann driftet immer mehr in fundamentalistische antifreiheitliche Sphären ab.  Er tut das wie immer mit dem typischen Beck-Spin, indem er anderen genau den extremistischen Unsinn unterstellt, dem er selbst frönt.  Vor drei Wochen kritisierte der schwere Religiot den Säkularismus nicht nur als antifreiheitlich, sondern verglich ihn gar mit Islamismus.

[….] Volker Becks Mär vom antifreiheitlichen Säkularismus

[…..] Es gibt Politiker, die können es nicht lassen, ihr Halbwissen öffentlich zu machen. So auch Volker Beck (B90/Die Grünen), der sich einmal mehr in eine Debatte einmischte, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Materie zu haben.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Kölner Grünen-Politiker Volker Beck ungefragt zu Wort meldet und Dinge verkündet, die ebenso falsch wie unangebracht sind. Man erinnere sich: Als die Diskussion um die Beschneidung von unmündigen Jungen begann und noch kaum ein Argument ausgetauscht war, wedelte Volker Beck bereits mit der Antisemitismuskeule.

Nun hat sich Volker Beck wieder einmal mehr nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Als der Psychologe Ahmad Mansour bei Twitter auf ein ZEIT-Interview mit ihm zur neuen Islam-Initiative hinwies, antwortete Volker Beck: "Deshalb kann ich -bei aller Sympathie für Pluralität- die "Initiative Säkularer Islam" nicht unterstützen: 'Keine Kopftücher, keine Kreuze, keine Kippas' - das ist weder säkular noch neutral, es ist religionsfreiheitsfeindlich & richtet sich gegen das Grundgesetz." Damit zeigte er, wie wenig er von der Idee eines säkularen Staates begriffen hat und wie falsch er das Grundgesetz versteht.

Nun muss man dabei bedenken, dass Volker Beck lange Zeit der religionspolitische Sprecher seiner Partei war. Drum ist es umso peinlicher, dass er noch immer nicht begriffen hat, dass Religionsfreiheit auch die Freiheit von Religion meint.

Als die Diskussion um seinen Tweet an Fahrt aufnahm, legte er nach. Für ihn sei "der Säkularismus ist so antifreiheitlich wie der Islamismus".

Und anstatt wegen der erfolgten Kritik an dieser Meinung (und es ist nicht mehr als das) einmal innezuhalten und nachzudenken … er wäre nicht Volker Beck, wenn er sich nicht verrennen und noch einmal bestätigen würde, dass er keine Ahnung davon hat, wovon er redet: "Was ist daran unsachlich: der Säkularismus ist so antifreiheitlich wie der Islamismus. Die eigene Weltanschauung zur Norm für das Leben aller machen, s. Neutralitätsgesetz." […..]

(hpd, 11.12.2018)

Es bleibt nur die Frage, ob Beck bösartig oder vollkommen verblödet, oder beides ist.  Aber daß der „Erfahrungsjurist“ skrupellos und unbelastet jeder Fachkenntnis agiert, wissen wir spätestens seit er im Bundestag mit der Bibel in der Hand aus der Genesis zitierte und daraus das Recht ableitete kleinen Jungs am Penis herumzuschneiden.

Ein Grüner, der sich strikt gegen die UN-Kinderrechtscharta wendet und das Recht auf Unversehrtheit des Individuums aufgibt.

Nur die Religion kann einen zu so einer Perfidie treiben.   In dem Zusammenhang fällt es schwer nicht auf die Geschichte zu verweisen, die Beck immer von rechts vorgeworfen wird. Er hatte bekanntlich schon in den 80er Jahren mal ein Problem mit Kinderrechten und da sollte man doch meinen, er hätte gelernt bei dem Thema vorsichtig zu sein.

(….) Meiner Ansicht nach darf jeder seinen Penis ab- oder beschneiden, ihn tätowieren, piercen, operieren wie er will – vorausgesetzt man ist über 18! Kindern darf man nur am Penis rumschneiden, wenn es aus medizinischen Gründen notwendig sein sollte.

Man darf nicht an Penissen rumschneiden, um wie einst Herr Kellogg damit die vermeidlich unmoralische Masturbation zu verhindern, man darf nicht bei den jährlich rund 40.000 in Deutschland geborenen Babys mit unklarem Geschlecht den Penis amputieren, um sie zu Mädchen zu machen, weil eine überkommene Moral ein eindeutiges Geschlecht verlangt und schon gar nicht darf man aus religiösen Gründen Vorhäute von Kindern und Säuglingen abschneiden.

Herr Beck gehört zu den intensivsten Verteidigern der Säuglingsbeschneidung, argumentiert dafür irrerweise im Bundestag, indem er aus der mörderischen Genesis vorträgt und lügt darüber hinaus auch noch in perfider Weise über die Gefährlichkeit solcher Eingriffe.

„In den USA, wo die Beschneidung übliche Praxis ist, sterben mehr Jungen an der Zirkumzision als am plötzlichen Kindstod. Ganz zu schweigen von den 1.000 schwer verletzten Jungen, die jedes Jahr in den USA ihre ganze Eichel verlieren. Beschneidung ist richtig gefährlich – auch dann, wenn sie angeblich kunstgerecht durchgeführt wird.“
(Christian Bahls)

„Bei der Abwägung muss auch die Bedeutung des Eingriffs bewertet werden. Er ist in der Tat irreversibel, aber doch vergleichsweise gering – eine gesundheitliche Schädigung ist nicht die Folge..“
(Bundestagsrede von Volker Beck, 19.07.2012)


Beschnittene Männer berichten in Psychotherapien darüber, dass sie unter dem Gefühl leiden, es sei ihnen ohne ihr Einverständnis etwas weggenommen worden. In der Tat hat die Vorhaut wichtige erotische Funktionen: Sie erleichtert die Penetration und erhält die sexuelle Erregbarkeit. […] Die Entfernung der Vorhaut von Säuglingen ist buchstäblich einschneidender als die von Erwachsenen oder älteren Kindern. Da Vorhaut und Eichel bei fast allen Neugeborenen noch fest verwachsen sind, ähnlich wie Fingernägel mit dem Nagelbett, müssen diese beiden Strukturen zunächst einmal auseinandergerissen werden. Danach wird - je nach Methode - die Vorhaut längs abgeklemmt und eingeschnitten, mit einem Beschneidungsinstrument rundum für mehrere Minuten gequetscht und schließlich mit einem Skalpell amputiert. Die gesamte Operation dauert bis zu zwanzig Minuten. Obwohl in medizinischen Studien bewiesen wurde, dass die Neugeborenen extreme Schmerzen erleiden, ist eine adäquate Betäubung auch heute noch eher die Ausnahme als die Regel.
(Prof. Wolfgang Schmidbauer)

Becks Feldzug gegen intakte Kinderpenisse ist zudem doppelt verwerflich, weil sie der UN-Kinderrechtskonvention widerspricht und gerade als Politiker, der Pädophilie-Legalisierungs-Vorwürfe an sich kleben hat, sollte sich nicht auch noch über die physischen Unversehrtheit von kleinen Jungs hinwegsetzen. (…..)

(Beck ist weg, 24.12.2018)

Volker Beck wollte sich damals mit 57 Jahren aber keineswegs aus der Öffentlichkeit zurück ziehen, sondern ging den Weg Kisslers und Matusseks nach ganz Rechts in die Religiotie. 2015 setzte er sich ausdrücklich für die Beibehaltung des „Kirchensteuersystem“ zu Gunsten der weltgrößten K!nderf!ckerveine ein.

Volker Beck wieder einmal mit aller Kraft gegen Menschenrechte und Verfassung.

[….]  Wir fordern die konsequente Trennung von Staat und Religion sowie die strikte Beachtung des Verfassungs­gebotes der welt­anschaulichen Neutralität des Staates!

Es muss endlich Schluss damit sein,

·        dass Bischofsgehälter aus dem allgemeinen Steuertopf bezahlt werden,

·        dass die Kirchen das Arbeitsrecht unterlaufen können,

·        dass katholische Missbrauchstäter der Strafverfolgung entgehen,

·        dass schwerstkranken Menschen das Recht verwehrt wird, selbstbestimmt zu sterben,

·        oder dass Frauen Zwangsberatungen über sich ergehen lassen müssen, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden!

Werden diese und andere Kirchen-Privilegien nicht abgeschafft, so lassen sich auch die politischen Bestrebungen der Islamverbände nicht stoppen, die für sich ebenfalls „religiöse Sonderrechte“ beanspruchen.

Wir erheben diese Forderungen im aktuellen Jahr ganz bewusst auch vor dem Hintergrund, dass der demokratische Rechtsstaat 2019 zwei große Verfassungs-Jubiläen feiern kann, nämlich 70 Jahre Grundgesetz sowie 100 Jahre Weimarer Verfassung. Denn hundert Jahre Verfassungsbruch sind mehr als genug: Es ist an der Zeit, die „Kirchenrepublik Deutschland“ hinter uns zu lassen und die deutsche Politik, die noch immer in einer christlichen Filterblase gefangen ist, mit allem Nachdruck dazu aufzufordern, die verfassungswidrige Diskriminierung religionsfreier Menschen zu beenden.  [….]

(IBKA, GBS, hpd, 2019)

Aus dem sehr ehrenhaften Anliegen, sich gegen Antisemitismus einzusetzen, wurde Beck 2022 schließlich zum Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft gewählt und läßt in dieser Funktion inzwischen jede Moral fallen.

Beck kennt keine Hemmungen mehr und unterstützt zum Schaden des Israelis die rechtsradikale Netanjahu-Regierung.

[…] Der Internationale Strafgerichtshof und die Kampagne gegen Israel

Bei den Haftbefehlen gegen Netanjahu und Gallant geht es um Politik und nicht um Recht […] Mit dem Haftbefehl gegen Netanjahu und Gallant hat der Internationale Strafgerichtshof dem Völkerrecht keinen Dienst erwiesen. […] Dass der Internationale Strafgerichtshof der anti-israelischen Kampagne in Teilen der Völkergemeinschaft nachgegeben hat, straft alle Argumente Lügen, mit denen wir Deutschen die Amerikaner zum Beitritt zu diesem Gremium überreden wollten. Der Gerichtshof und der Chefankläger haben sich vor allem über einen entscheidenden Mechanismus des Rom-Statuts einfach hinweggesetzt. […] Wenn der Strafgerichtshof sich so leichtfertig über die eigenen Statuten hinwegsetzt, sollten wir unser Verhältnis zum Internationalen Strafgerichtshof überdenken.   [….]

(VB, 21.11.2024)

Beck wieder einmal in Total-Opposition zu internationalem Recht!

Selbst innerhalb der proisraelischen Vereine sind Becks Mitstreiter entsetzt von ihm.

[….] Ex-DIG-Präsident Reinhold Robbe attackiert seinen Nachfolger Volker Beck und wirft ihm „fehlendes Mitgefühl für zivile Opfer im Gazastreifen“ vor.

Innerhalb der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) gibt es Streit über den Umgang mit der Gaza-Offensive von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der frühere DIG-Präsident Reinhold Robbe (SPD) sagte dem Tagesspiegel, der amtierende DIG-Präsident Volker Beck (Grüne) sei „inzwischen zum Sprachrohr der rechtsextremistischen israelischen Regierung geworden“.   [….]

(Tagesspiegel, 30.05.2025)

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete ist nicht der erste Fall von ehemals Linken oder Grünen, die inzwischen bis zur strammrechten AfD durchmarschiert sind und dort völkische Schwurbelei betreiben. Man denke nur an Vera Lengsfeld oder Angelika Barbe, Siegmar Faust, Oswald Metzger, Boris Palmer, Werner Molik, Michael Beleites.

Es wird aber Zeit für Banaszak und Brantner, sich über ein Parteiausschlussverfahren gegen den Grünen Beck Gedanken zu machen.

Wollen sie wirklich mit seinen extremen Positionen in Verbindung gebracht werden?

Volker Beck spricht sich auf Musks antidemokratischer Hetz-Plattform für die radikalsten AfD-Positionen aus.

[…..]  die AfD forderte, solche „radikalen Aufmärsche“ sofort zu verbieten, und der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, ging noch einen Schritt weiter: Man müsse „Wege prüfen, wie wir Iraner und andere Menschen aus der Region, die Anhänger der Islamischen Republik Iran sind, unabhängig von ihrem Pass ausweisen können“, schrieb er auf X.

Was seine Partei von seinen Abschiebefantasien hält, ist nicht bekannt: Die Grünen äußerten sich dazu bislang nicht. [….]

(Daniel Bax, 29.06.2026)

Natürlich gewinnt Beck auch neue Fans. Das sind allerdings Verschwörungstheoretiker und Nazis wie David Berger.

D. Berger, 29.06.2026

Liebe Grüne, den Kampf gegen AfD und den Rechtsextremismus kann man nicht glaubhaft führen, wenn man in den eigenen Reihen völkisch argumentierende Freunde eines mutmaßlichen Völkermordes freundlich beschweigt.