Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ -
hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.
Ist es Bosheit, ist es Strategie, ist es generelle
Unfähigkeit, ist es Dummheit oder ist es alles zusammen?
Genau weiß man es immer noch nicht.
Aber es gibt inzwischen auch einige Gewissheiten über
unseren Bundeskanzler Friedrich Merz:
·
Er steuert die deutsche Ökonomie zielgerichtet in den Abgrund.
·
Er stärkt kontinuierlich die AfD.
·
Er lügt sehr gern.
·
Er ist absolut erkenntnisresistent, lernt nicht
dazu.
·
Er bringt keinen internationalen Auftritt unfallfrei
über die Bühne.
·
Er hat sein Mundwerk nicht unter Kontrolle.
Daher, auch wenn er schon ein mehrfacher Preisträger ist,
erhält Merz auch diesmal die Auszeichnung als Impudenz des Monats.
Es ist schlimmer als bei Helmut Kohl oder Heinrich Lübke.
Jedes Mal, wenn Merz vor ein Mikrophon tritt, zittert man mit, was er diesmal
wohl Peinliches sagen wird. Jedes Mal wieder scheitert er rhetorisch. Jedes Mal
wieder müssen seine Helferlinge Tage und Wochen damit zubringen, der
Öffentlichkeit zu erklären, was er eigentlich gemeint haben könnte.
Jedes Mal
wieder steht er noch blamierter da. Jedes Mal wieder schämt man sich für den
Tölpel, der so offensichtlich in jeder Hinsicht hoffnungslos von seinem Amt
überfordert ist. Jedes Mal wieder ärgert man sich über die Wähler, die diesen
Blackrock-Trottel Olaf Scholz oder Robert Habeck vorzogen. Jedes Mal wieder
staunt man, daß der Sauerländer Geront in der Lage ist, die schlimmsten
Erwartungen zu übertreffen.
Da lädt sich Merz einen ehemaligen Al Kaida-Kommandanten ins
Kanzleramt und schafft es, neben Ahmed al-Sharaa als der deutlich unseriösere Mann zu
enden. Ich habe es so satt! Keine Woche, in der Merz nicht
erneut mit Anlauf in einen Fettnapf springt!
Man kommt gar nicht mehr hinterher mit den Kanzler-Kommunikations-Debakeln.
Man fasst es nicht, wieso das CDU-Präsidium ihn gewähren
lässt.
Man staunt, wie ein alter Mann über so wenig Schamgefühl
verfügen kann und sich offenbar immer noch selbst für fabelhaft hält, während
er ein Desaster nach dem nächsten anrichtet.
Es ist Dunning-Kruger im Endstadium.
[….] Die rhetorischen
Schnitzer des Friedrich Merz [….] Doch immer wieder sorgt Merz’
Spontaneität auch für Verwirrung. Weil er vorprescht, zuspitzt oder unüberlegt
formuliert – und damit selbst Partner oder andere Regierungschefs vor den Kopf
stößt.
So war es auch mit den
Sätzen, die Merz in dieser Woche in der Pressekonferenz mit dem syrischen
Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin sagte. »In der längeren
Perspektive der nächsten drei Jahre, das sind auch, ist der Wunsch von
Präsident Scharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich
aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren.«
Will Merz, dass 80 Prozent
der Syrer in ihre Heimat zurückkehren? Will es Sharaa? Der jedenfalls
widersprach: Die Zahl 80 Prozent stamme gar nicht von ihm. Die Verwirrung war
wieder einmal groß. [….]
Der Kanzler hat sich im
ersten Jahr seiner Amtszeit eine ganze Reihe verbaler Schnitzer geleistet, die
zum Teil diplomatische Folgen hatten. Ein Überblick.
Der Brasilien-Ärger
Im November reiste Merz zur
Uno-Klimakonferenz ins brasilianische Belém . Als er später an anderer Stelle
über diesen Aufenthalt erzählte, sagte der Kanzler, keiner der mitgereisten
Journalisten habe dort länger bleiben wollen als nötig: »Die waren alle froh,
dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren, … wieder nach
Deutschland zurückgekehrt sind.« [….]
Der Brot-Nachleger
Kurz darauf verkündete Merz
bei einem Besuch einer Brotmanufaktur in Hamburg, er habe bei einem Aufenthalt
im afrikanischen Land Angola beim Gipfel der Afrikanischen und Europäischen
Union »ein ordentliches Stück Brot« vermisst. »Was man am deutschen Brot hat,
merkt man immer wieder, wenn man im Ausland ist. Gestern Morgen in Luanda am
Frühstücksbuffet hab’ ich gesucht, wo ist ein ordentliches Stück Brot – und
keins gefunden.« [….] Der Stadtbild-Shitstorm [….]
Die Mercosur-Irritation
Im Oktober irritierte Merz
auf dem EU-Gipfel. Der Kanzler verkündete einen Durchbruch, eine Einigung der
27 Mitgliedstaaten beim wichtigen Mercosur-Handelsabkommen mit mehreren
südamerikanischen Staaten. »Es gibt aus den Mitgliedstaaten jetzt keine Vorbehalte
mehr. Es ist erledigt. Es ist durch.« Der Weg für das Abkommen sei frei, so
Merz zur großen Verwunderung anderer europäischer Staats- und Regierungschefs,
die ihm prompt widersprachen. [….]
Die »Drecksarbeit«-Debatte
Im Juni kommentierte Merz
den völkerrechtlich umstrittenen Angriff Israels auf Militäreinrichtungen in
Iran mit dem Satz: »Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht, für uns alle.« Dass Zivilisten
gestorben waren und dass nicht klar war, inwieweit Israel sein Ziel erreichen
würde, darüber sprach der Kanzler nicht. [….]
Die Partner-Panne
Im Dezember kommentierte
Merz die neue amerikanische Sicherheitsstrategie der US-Regierung um Präsident
Trump. »Manches darin ist für uns aus der europäischen Sicht inakzeptabel«,
sagte der Kanzler. [….] Seine Botschaft an die USA sei vielmehr: »Ihr
braucht auf der Welt auch Partner, und einer der Partner kann Europa sein. Und
wenn ihr mit Europa nichts anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu
eurem Partner«, sagte Merz. [….]
Der Spanien-Eklat
Als der deutsche Kanzler
jüngst zu Besuch im Weißen Haus in Washington war, zürnte Trump in Merz’
Beisein: Spanien sei ein »schrecklicher« Verbündeter. Man werde den Handel
einstellen, vielleicht sogar ein Embargo verhängen. [….] Und Merz?
Verteidigte nicht etwa den Partner Spanien, sondern pflichtete Trump auf
Nachfrage bei. [….]
(Anna Reimann, 01.04.2026)
Das sinnfreie Plappern des Sauerländer Münchhausens wäre
schon an sich schlimm genug, weil er sich nicht um Fakten schert. Aber zu allem
Übel entspringt seine wirres Gerede fast immer einem xenophoben, perfiden
Impuls, der gegen Schwächere oder Minderheiten gerichtet ist.
[…] Den Satz muss man sich
mal auf der Zunge zergehen lassen: Friedrich #Merz plant mit einem Terroristen
eine Massendeportation von über 700.000 Menschen. - Nichts anderes ist es, was
der Sauerland-Trump da jetzt mit dem syrischen Machthaber in Berlin ausgehandelt
hat. Bzw. ausgehandelt haben will, denn besagter #Machthaber sagt nun, dass die
Idee von Merz kam, nicht von ihm. Merz gerät in Erklärungsnot, blamiert
Deutschland.
Was für ein fatales Signal.
Noch vor wenigen Monaten zeigte sich Außenminister #Wadephul (immerhin auch
CDU) erschrocken über die Lage in #Syrien. Sein Fazit: In dieses zerstörte Land
könne man keine Menschen zurückschicken. Und nun die wundersame Kehrtwende?
Typisch CDU: Ohne Werte, ohne Rückgrat einfach den CDU-typischen #Rassismus
ausleben und gut integrierte Menschen aus einem Arbeitsmarkt reißen, der
dauerhaft händeringend Fachkräfte sucht.
Das ist so clever, wie aus
einem #Schiff mit löchrigem Rumpf jene Stöpsel zu ziehen, mit denen man die
Löcher notdürftig geflickt hatte, um den Untergang zu verhindern. Und man zieht
sie nur, weil einem die #Herkunft dieser Stöpsel nicht gefallen. - So blind
kann nur sein, wer ideologisch komplett vernagelt ist.
Nun tritt die CDU/CSU
Männer, #Frauen und Kinder in ein kaputtes Land zurück, das immer noch von
Anschlägen geprägt und von einem #Regime geführt wird, das bis vor kurzem auf
internationalen Terrorlisten stand. Das passt aber in die CDU/CSU-Linie, die kein
Problem damit hat, z.B. auch mit Taliban zu paktieren.
Allein diese Ereignisse
zeigen, wie getrieben Merz von seinem Rassismus ist; wohlwissend, dass damit
kein Problem in #Deutschland gelöst wird. Nicht mal das mit der A*D, der er mit
solchen Vorstößen nur einmal mehr den Hof macht. Ganz ehrlich: Friedrich Merz
ist die Abrissbirne unserer #Gesellschaft. Und eine reale Gefahr für unser
Land. [….]
(Marc Raschke, 01.04.2026)
Man kreist geistig noch um die unfassbar dumme xenophobe und misogyne Einlassung des Kanzlers zum
Fall Fernandes./.Ulmen, da zertrümmert er schon das
nächste Porzellan. Wird uns nicht irgendwann einmal wenigstens eine Woche
gegönnt, in der man sich nicht für Friedrich Merz in Grund und Boden schämen
muss?
[….] Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) möchte, dass ein Großteil der Syrerinnen und Syrer in
Deutschland wieder in ihr Heimatland zurückkehrt. Das sagte Merz am Montag im
Zuge des Besuchs des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin.
Dazu planen die beiden Länder, eine gemeinsame „Taskforce“ einzurichten. Etwa
950.000 Syrerinnen und Syrer leben in Deutschland [….] „In der längeren
Perspektive der nächsten drei Jahre, das ist auch der Wunsch von Präsident
Scharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich
aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren“, so der
Bundeskanzler. Doch was machen diese Menschen in Deutschland überhaupt?
[….] Im Dezember 2024
(letzter beobachteter Stichtag) waren 111.000 der syrischen Geflüchteten in
Arbeit. 34.000 waren arbeitslos, 22.000 nicht-arbeitslose erwerbsfähige
Personen. [….] Von den 111.000 Beschäftigten Ende 2024 arbeiteten 98
Prozent sozialversicherungspflichtig, zahlten also Beiträge. Auf der anderen
Seite sind von den 2017 noch über 200.000 Menschen, die staatliche Leistungen
bezogen, Ende 2024 nur noch 70.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte übrig.
[….] [….] Insgesamt sind laut Arbeitsagentur knapp 300.000 Syrerinnen und
Syrer in Arbeit (Stand April 2025). Knapp 250.000 waren als arbeitssuchend
gemeldet. [….] Das
Durchschnittsalter der Syrerinnen und Syrer in Deutschland beträgt laut
Institut der Deutschen Wirtschaft 27 Jahre, ein großer Teil der 950.000
Syrerinnen und Syrer in Deutschland sind Kinder. Und etwa die Hälfte der
Beschäftigten ist auf Fachkraftniveau, gut zehn Prozent auf Spezialistenniveau. […..]
(FR, Moritz Maier, 01.04.2026)
Mit ihrem al-Sharaa-Move verbindet die Impudenz des
Monats März 2026 gleich drei ihrer Kern-Charakterzüge: Lügen,
ausländerfeindlich hetzen und der Wirtschaft schaden.
[…] Es scheint allerdings unwahrscheinlich,
dass eine bedeutende Zahl der Syrer*innen tatsächlich freiwillig geht. Sie
haben sich über die vergangenen zehn Jahre in Deutschland eingelebt, haben
Freund*innen gefunden, Jobs angetreten und Familien gegründet – warum sollten
sie freiwillig in ein Land zurückgehen, dass vom Krieg verwüstet und ihnen
weitgehend fremd geworden ist? 2025 gingen nur 6.500 Syrer*innen freiwillig
zurück.
Tatsächlich ist ein
bedeutender Teil der Syrer*innen, die in der großen Fluchtbewegung 2015 kamen,
schon lange eingebürgert und hat damit ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht, dass
ihnen auch nicht mehr genommen werden kann. Zwischen 2014 und 2024 haben rund
250.000 Personen den deutschen Pass erhalten, seitdem dürften noch einmal
einige Zehntausend dazugekommen sein. [….] Es ist aber erklärtes Ziel
von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Abschiebungen
auszuweiten, sodass bald Linienflüge statt Charter-Flieger dafür genutzt
werden.
Einen Großteil der Syrer*innen
aus dem Land zu werfen, wäre nicht nur ein menschliches Desaster, es wäre auch
ein harter Schlag für die deutsche Wirtschaft. Rund 300.000 Syrer*innen
arbeiten in deutschen Unternehmen, etwa ein Drittel in sogenannten
Engpassberufen, in denen Fachkräftemangel herrscht. So sind etwa 11 Prozent der
arbeitenden syrischen Männer im Gesundheitswesen beschäftigt und 14 Prozent in
der Gastronomie. Es wäre also nicht nur ein brutales, sondern auch ein
selbstzerstörerisches Vorhaben, wenn Merz umsetzen wollte, was er am Montag
angekündigt hat. [….]
(Frederik Eikmans, 31.03.2026)
Warum hat der Urnenpöbel bloß Friedrich Merz zum Kanzler
gewählt? Lothar Matthäus hätte doch auch Zeit gehabt.