Freitag, 24. April 2026

Attacke auf die deutsche Wirtschaft.

Die Braunen fachen die Hass gegen Migranten an, aber die Schwarzen regieren und können ihre xenophobe Weltsicht in praktische Politik umsetzen.
Abschieben, Härte, Einschüchterung, Abwehr.
Für Dobrindt, Merz und Söder zählt Quantität. Sie wollen möglichst viele Ausländer aus dem Land schaffen, um mit diesen „Erfolgen“ zu prahlen.

Das hat einen ICEesken Effekt. Denn die Braven, die feste Jobs haben, Ausbildungen machen, gut integriert sind, erwischt man leicht. Sie werden überproportional aus dem Land geflogen. Die „bösen Buben“ hingegen, die man angeblich abschieben will, sind für die Behörden nicht so leicht zu greifen. Die werden verschont.

Im Endeffekt schmeißen Bund und Länder genau die Menschen raus; die von der hiesigen Wirtschaft dringend gebraucht werden.

Die Ausländerbehörden und Alexander Dobrindt geben alles, um die Unternehmer in Deutschland zu ruinieren.

[…] Deutschlands Abschiebeoffensive: Unternehmen als Leidtragende

Die Bundesregierung hat ihre Asylpolitik in den letzten Monaten weiter verschärft. Doch während Innenminister Dobrindt stolz steigende Abschiebezahlen verkündet, verlieren Unternehmen wichtige Mitarbeiter. Fachleute schlagen Alarm: Gefährdet die Abschiebeoffensive den Aufschwung? […]

Georg Restle: "Wenn man sich anschauen will, wie gefährlich die Politik der AfD auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist, muss man nur auf das Thema Zuwanderung schauen: Geht es nach der AfD, sollten Millionen Zugewanderte ohne deutschen Pass dieses Land so schnell wie möglich wieder verlassen. Selbst solche, die hier einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz haben. […] Alle raus und kaum noch jemand rein. Dabei ist es keine ganz neue Erkenntnis, dass wir auf Zuwanderung dringend angewiesen sind - trotz steigender Arbeitslosenzahlen. Laut Berechnungen von Wirtschaftsinstituten brauchen wir jährlich 400.000 Menschen, auch um den Bedarf da zu decken, wo Arbeitgeber längst keine deutschen Arbeitskräfte mehr finden. Aber jetzt soll praktisch jeder abgeschoben werden, den man irgendwie erwischen kann. Abschiebe-Offensive heißt das bei der CSU - und da klingt das dann so:

Markus Söder (CSU), Bayerischer Ministerpräsident, 18.02.2026: "Daher braucht es Rückführungen, Abschiebungen für alle ohne Duldung, ohne Arbeit. Bei Straftätern ganz besonders und natürlich auch nach Syrien, Afghanistan."

Was Markus Söder nicht sagt, von dieser Abschiebeoffensive sind immer mehr Menschen betroffen, die hier einen regulären Arbeitsplatz haben - und immer mehr Arbeitgeber fragen sich jetzt, wo ihre Mitarbeiter eigentlich geblieben sind - und wer da künftig den Job machen soll? […]

(MONITOR, 26.03.2026)

Keine Frage, die Abschiebepolitik der Schwarzen ist in erster Linie aus humanitären und moralischen Gründen zutiefst verachtenswert.

Aber sie ist eben auch wirtschaftsfeindlich.

In den ostdeutschen Bundesländern, wo an die 40% der Menschen Nazis wählen und die CDU ähnlich rechtspopulistisch agiert, tritt bereits die nächste Phase ein. Es gibt dort viel weniger Migranten, weil dort niemand gern hinzieht.

Die Unternehmen müssen nicht nur um migrantische Mitarbeiter, die gern bei ihnen arbeiten möchten, mit den Behörden streiten. Sie müssten überhaupt erst einmal jemanden finden, der generell bereit wäre in solch ein abschreckendes Bundesland zu ziehen.

[…] Die AfD schadet dem Standort Deutschland

Geahnt hat man es schon immer. Jetzt belegen neue Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln diese Befürchtung: Zugewanderte Fachkräfte im erwerbsfähigen Alter wollen nicht in Ostdeutschland leben und arbeiten. Grüße gehen raus an die AfD.

[…] Denn die sogenannte Alternative für Deutschland erreicht mit ihrem rechten Gedankengut genau das, was sie anstrebt: Zugewanderte wollen nicht in den Bundesländern leben, in denen sie maßgeblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung hat. Kein Wunder: Wer will sich schon dort ein neues Zuhause aufbauen, wo einem entgegengebrüllt wird, dass man nicht willkommen ist?

Schlimm genug, dass die AfD mit ihrer ausländerfeindlichen Einstellung Weltoffenheit, Toleranz und ein friedliches Miteinander verhindern will. Sie gefährdet zudem auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Denn der ist auf zugewanderte Fachkräfte angewiesen. Findet keine Zuwanderung statt, gibt es schon bald schlichtweg nicht mehr genügend arbeitende Menschen. Mit einer Negativspirale, die mit einer Veralterung und dem Wohlstandsverlust Deutschlands endet. […]

(Nina Noire Kugler, FUNKE, 23.04.2026)

Reiche, Dobrindt und Merz legen mit ihrer erratischen Fossillobby-Politik und der Migranten-feindlichen Abschieberei jetzt schon die deutsche Wirtschaft fast lahm.

Wenn aber die AfD erst in die Regierung kommt, setzt der Urnenpöbel damit zum Todesstoß auf die Unternehmer an.

Mehr Schröder bitte!

Das ist mir schon klar: In meiner linken Blase löst der Name „Gerd Schröder“ Schnappatmung und Brechdurchfall aus. Für sie bleibt er für immer der böse „Gas-Gerd“, obschon er mit Putins Angriff auf die Ukraine vor mehr als vier Jahren, sein Mandat im Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Rosneft aufgab.

Für die ist er für immer der böse Hartz-IV-Kanzler, obschon die Reformen nicht nur populär, sondern auch sehr wirksam waren. Das elende Ämterhopping wurde beendet und den folgenden Jahren stiegen die Sozialausgaben zu Gunsten der Betroffenen. Gerd Schröder war ein guter Kanzler mit sehr vielen Verdiensten.

(….) Ich meine, selbst HartzIV-Gegner sollten positiv auf die sieben Jahre blicken, auch wenn ihnen dieser eine Aspekt nicht gefällt.

Erst mit Schröder gab es eine ökologische Steuerreform, die Zwangsarbeiterentschädigung, den Atomausstieg, die Green-Card-Initiative, eine Rentenreform, diverse Initiativen im Bildungsbereich. Für Waffenexporte wurden erstmals Regeln aufgestellt, die Homoehe, das Lockern des unsäglichen Meisterzwanges, das außenpolitische Selbstbewußtsein zu unserem engsten Verbündeten USA zu sagen, daß wir nicht beim Irakkrieg mitmachen.

Vieles versuchte Schröder, zB im Jahr 1999, als die Schröder-Fischer-Regierung ein modernes Staatsbürgerschaftsrecht plante und ein zweckmäßiges Einbürgerungsrecht schaffen wollte.

In diesem Fall schwenkten sogar die Kirchen auf Rot/Grün.

Die von der sogenannten „Süßmuth-Kommission“ ausgearbeiteten Vorlagen zum Thema erfuhren eine enorme Zustimmung: Wissenschaftler, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Kirchen und große Teile der Presse unterstützten das Vorhaben. (…)

(Schluß mit der Schröder-Bashing, 18.09.2017)

Schröders wirtschaftliche Aktivitäten nach dem Ausscheiden aus dem Amt und manche zweifelhafte Äußerung werden für immer seine Kanzlerbilanz verschatten. Sein Name ist verbrannt. Die Reaktionen allein auf die Nennung seines Namens sind so emotional, daß eine rationale Debatte über die politische Bedeutung der sieben Jahre rotgrüner Bundesregierung nahezu ausgeschlossen ist.

Es ist bald drei Jahrzehnte her, daher gerät es in Vergessenheit: Aber 1998, als das erste und einzige mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, eine alte Regierung vollständig in die Opposition geschickt wurde, das erste mal mit 100% neue Kräften gestartet wurde, herrschte nach 16 bleiernen Kohl-Jahren eine gewaltige Aufbruchsstimmung. Es gab enorm viele Veränderungen und entsprechende Erwartungen. Alle Minister strotzten vor Tatendrang.

Tatsächlich veränderte sich Deutschland von 1998 bis 2005 erheblich und zwar zum Guten. Nie wieder wagten die Wähler anschließend einen vollständigen Neuanfang, setzten immer auf möglichst wenig Veränderungen, Kontinuität. Das Bekannte.

Merkel regierte neun Jahre länger als Schröder und dennoch fällt einem kaum etwas ein, das sie politisch auf den Weg gebracht hätte. Mit ihrem Namen ist lediglich „2015“ verbunden, aber die sogenannte „Flüchtlingskrise“ war selbstverständlich nicht ihr Werk, wenn sie auch in den zehn Jahren zuvor wesentlich dazu beitrug, die EU zu lähmen, das deutsche Image zu ruinieren („Austeritätsprinzip“ in der Finanzkrise) und eine gemeinsame europäische Asylpolitik zu verdaddeln, obschon die südliche und östlichen Straaten die immer wieder vehement angemahnt hatten.

16 Jahre passierte quasi nichts mehr, erst 2021 bot sich wieder die Chance, den Merkelschen Reformstau zu lösen, aber da krachte der Ukrainekrieg herein und der Urnenpöbel hatte den spalterischen Bremsklotz FDP in die Regierung gezwungen. Rot und Grün konnten nie das tun, was sie wollten. 2025 hätte es auch noch einmal einen Neustart geben können, obwohl die „Kleiko“-Mehrheit klein ist. Aber der Reformdruck ist gewaltig, das Verdikt „letzte Patrone der Demokratie“ schwebt über den Koalitionären und es stehen 1.000 geliehene Milliarden Euro als Investitionen in die Zukunft zur Verfügung. Das hätte theoretisch etwas werden können.

Stattdessen erleben wir gegenwärtig die schlechteste Regierung seit 1949. Nach einem Jahr vollbrachte Merz lediglich einen beispiellosen Absturz in den Beliebtheitswerten.

Woran hakt es? Ganz klar; am Personal. Merz ist in emotionaler, intellektueller und charakterlicher Weise hoffnungslos von seinem Amt überfordert. Er verfügt nicht nur über keinerlei Regierungserfahrung, sondern ist zu allem Überfluss auch noch mit Borniertheit und Beratungsresistenz geschlagen.

Katastrophal destruktive Minister – Prien, Reiche, Warken, Weimer, Dobrindt – besiegeln das Desaster. Mit Deutschland geht es bergab, das internationale Ansehen sinkt und die demokratiezerstörende faschistische AfD hat die perfekte Methode gefunden, immer stärker zu werden: Sie muss nur tumb dasitzen und zugucken, wie Merz alles gegen die Wand fährt. Er hasst Arme, er hasst Queere, er hasst Migranten, er hasst Grüne, er hasst Klimaschutz, er hasst Linke, er hasst die SPD und er kann sich nicht beherrschen: Er muss das auch zwanghaft kundtun.

[….] Wann Windeln anzünden vor dem Bundestag?

Bei den aktuellen Sparvorschlägen bildet sich langsam ein gruseliges Muster heraus: Die Leidtragenden werden Kinder, Mütter und pflegende Angehörige sein. Also alle, die sich eh kaum wehren können. […]

(Alexandra Zykunov, 23.04.2026)

Es liegt völlig außerhalb der charakterlichen Möglichkeiten des Sauerländer Simpels, zwei Schritte voraus zu denken und auf konstruktive Ergebnisse hinzuwirken.

Er mäandert zwischen Empörung und Beleidigungs-Attacken.

[…] Als selbst den Optimisten dämmert, dass es mit der großen Reformagenda nichts wird, zumindest nicht an diesem Wochenende, verliert Friedrich Merz die Fassung. Es ist Sonntag, der 12. April, der Koalitionsausschuss tagt in der Villa Borsig am Tegeler See.  Die Gespräche drehen sich seit Stunden im Kreis.

Mal äußert SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas Bedenken, mal stellt sich Unionsfraktionschef Jens Spahn quer, mal blockiert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Gegen Mittag will der Kanzler sich nicht mehr zusammenreißen, vielleicht kann er es auch nicht mehr. Der Frust muss jetzt raus.

Lars Klingbeil bekommt ihn ab, der Vizekanzler und Co-Vorsitzende der SPD. Merz geht ihn frontal an. Laut geworden sei der Kanzler, berichten Eingeweihte. Regelrecht aus der Haut gefahren. Andere sprechen davon, dass die Härte der Auseinandersetzung zur Tragweite der Verhandlungen gepasst habe. Merz habe eben eine emotionale Seite. [….]

(SPIEGEL, 23.04.2026)

Gerhard Schröder war ein begnadeter Zuhörer, umgab sich mit Intellektuellen aller Art und saugte deren Wissen auf, lernte ständig dazu.

Merz ist das diametrale Gegenteil und beharrt auf geradezu abstruse Weise immer wieder auf seit Jahren widerlegtem Unsinn: Man bekomme die AfD klein, indem man ihre politischen Forderungen umsetze. Klimaschutz schade der deutschen Wirtschaft.

[…] Merz' großes »Aber«

Die Welt steckt in der größten Energiekrise seit dem Zweiten Weltkrieg. In Berlin spricht der Uno-Klimachef vom »fossilen Chaos«. Und was macht der Bundeskanzler? Er wärmt alte Vorurteile gegen die Energiewende auf. […]

(Susanne Götze, 22.04.2026)

Blanker Schwachsinn, der Merz aber nicht auszutreiben ist.

Michael Vassiliadis, der Chef der Gewerkschaft IGBCE mahnt an, was jetzt nötig wäre: Ein Gerd Schröder, der statt andere niederzumachen, destruktiv zu sein, Leute zusammen bringt, eine konstruktive Botschaft unters Volk zu bringen.

[…]  So nötig die Diskussion ist, fürchte ich, dass die Koalition den ganzen Prozess falsch aufgezäumt hat. Als sie im Mai 2025 ihre Arbeit aufnahm, war unsere Empfehlung: den Wahlkampf beenden und souverän das Land regieren. Aber statt den Reformbedarf vernünftig zu erklären, schwadronieren Regierungsmitglieder über Lifestyle-Teilzeit. Oder der Kanzler klagt, alle seien zu oft krank. […] Zunächst einmal unterstellt er, dass die Menschen nicht krank seien. Halte ich für problematisch. Aber er erklärt darüber hinaus gar nicht, was nun zu tun ist, sondern sagt nur, die machen blau. Das sind plakative Überschriften, die der Kanzler und andere aufgeregt produzieren. Was glauben Sie, welche Blockaden das in der Gesellschaft und bei den Arbeitnehmern ausgelöst hat? Am Ende waren alle beleidigt. Keine Lösung kam wirklich auf den Tisch. […] Ich habe den Kanzler gewarnt: Hört auf mit dem Quatsch. Ihr müsst das Zukunftsbild Deutschlands anders und neu aufsetzen. Dann ist die Bereitschaft der Menschen viel größer, auch mitzumachen. Die sind doch nicht blöd, die wissen auch, dass sich etwas ändern muss. Stattdessen kamen immer wieder neue Angriffe. […] Wir haben eine ganze Reihe von Schwierigkeiten: eine alternde Gesellschaft, kein ausreichendes Wachstum, keinen wirklich gemeinsamen Kapitalmarkt in Europa, Haushaltsprobleme. Dafür müssen wir einiges reformieren, sonst werden wir abgehängt oder schlicht schwächer als Gesellschaft. Wir finanzieren unsere Innovationen unzureichend und lassen so viel Potenzial liegen. Daher braucht es auch eine priorisierte Agenda, was nun zu tun ist. Es war jedenfalls kein guter Anfang, zuallererst generell alle Menschen im Bürgergeldbezug zum Problem Nummer eins zu erklären. […] Aber wir müssen den Menschen zunächst einen Weg vorzeichnen. Die Amerikaner denken groß, die Chinesen machen einen Plan, in dem sie minutiös auflisten, was sie die nächsten fünf Jahre vorhaben. Und wir? Wir schwafeln rum. […]

Natürlich müssen alle einen Beitrag leisten, um Deutschland wieder fit zu machen. Die Geschichte zeigt, dass unsere Gesellschaft bereit ist, sich einzubringen. Allerdings haben die Menschen zuletzt immer häufiger die Erfahrung gemacht: Moment mal, die reden von Solidarität, aber meinen damit nur mein Portemonnaie. Da wird dann die Erhöhung des Spitzensteuersatzes ausgeschlossen, aber beim Bürgergeld so getan, als ginge nicht der Hauptteil an alleinerziehende Mütter und Rentner, sondern an sogenannte Clankriminelle. Wir haben ein Einnahmeproblem, weil wir zu wenig Geld erwirtschaften – nicht wegen der Faulheit der Menschen. […] […]  Der Kanzler muss das Land mitnehmen. Das ist schwierig. Gerhard Schröder hat das damals geschafft. Er hatte für die Agenda 2010 eine Begründung, die stichhaltig war: Er wollte die Zahl der damals 5,5 Millionen Arbeitslosen senken. Dafür hat er einen schmerzhaften Prozess eingeleitet, gegen seine Klientel. […]

(SPIEGEL, 23.04.2026)

Vassiliadis hat Recht. Aber Merz ist nicht der Schröder, sondern zehn Nummern kleiner und schäbiger.

Mittwoch, 22. April 2026

Das Kind muss einen Namen haben

Leider wird das Sane-Washing von fast alles seriösen Medien betrieben. Sie berichten über Donald Trumps Äußerungen, als ob er ein normaler Präsident wäre. Seine Aussagen werden in gebräuchliche Worte transliteriert und dabei höchstens mit dem Hinweis versehen, er verwende vulgäre Ausdrücke. Sein Lieblingssender FOX kann die „Truths“ seines Messias‘ nicht zitieren, ohne ganze Passagen wegzupiepen.

Die rechten US-Sender kritisieren seinen Iran-Krieg gar nicht. In deutschen TV-Sendern drückt man sich um eine klare Bewertung bei der Zustandsbeschreibung.

Gibt es einen Waffenstillstand? Verhandlungen? Soll ein Deal, ein Abkommen erzielt werden? Sucht Trump einen Ausweg; hat er seine Ziele noch nicht erreicht, möchte die USA ihr Gesicht wahren? Ist Trump etwa ratlos?

Das Ringen um die richtigen Worte, wird durch die kontinuierlichen Wechsel der Begründung für den Angriff und die Kriegsziele erschwert.

Immerhin das ist Konsens in der deutschen Presse: Was auch immer Trump eigentlich wollte….

·        Netanjahu gefallen

·        Friedensnobelpreis

·        Von Epstein ablenken

·        Innenpolitisch punkten

·        Regime-Change

·        Verbesserungen für das Iranische Volk

·        Stopp der Uran-Anreicherung

·        Auslieferung des hochangereicherten Irans in die USA

·        Vernichtung des Iranischen Raketenprogramms

·        Obamas „Iran-Deal“ übertreffen

·        Israel und die Golf-Monarchien vor dem Iran schützen

… wurde nicht erreicht, weil die Trump-Administration ohne Plan und Kenntnis des Nahen Ostens losschlug. Es gab schlicht und ergreifend keine Strategie.

Im letzten Presseclub zum Thema „Gefährliche Mission: Was bringt ein Bundeswehr-Einsatz am Golf?“, einer wieder einmal sehr lehrreichen Runde, hörte ich von ZEIT-Korrespondent Michael Thumann kurioserweise das erste mal, eine korrekte Beschreibung: Die USA haben den Krieg verloren.

Alle vier Experten waren sich einig; das Iranische Regime ist nach acht Wochen sogar gestärkt, die Opposition demoralisiert und zu allem Übel hat Trump die Mullahs zu Schleusenwärtern von Hormus aufgewertet; ihnen damit ein Instrument in die Hand gegeben, die Welt zu erpressen. Die Lage ist so komplex, daß es viele Jahre komplizierter Verhandlungen braucht. Das bestmögliche Ergebnis wurde bereits mit dem „Iran-Deal“ von 2015 erzielt, welches aber Trump, in seiner ihm eigenen Idiotie, zerschlug und nun der Hybris erliegt, drei US-Greenhorns könnten es in 21 Stunden in Islamabad besser machen.

Trump, Vance, Kushner, Witkoff, Rubio und Lindsey Graham sind geistesgestört. Sie haben sich in einen unlösbaren Clusterfuck verrannt. Auch Atom-Supermächte können heute regionale Kriege verlieren und krachend daran scheitern, ihre Ziele durchzusetzen. 

[….] Die Mullahs feiern schon den Sieg [ ….] US-Präsident Trump verlängert die Waffenruhe, noch dazu ohne Frist – und das iranische Regime reagiert selbstbewusst wie lange nicht. Es stoppt in der Straße von Hormus mehrere Handelsschiffe. [….] In der Nacht zu Mittwoch jedenfalls feierte das iranische Regime Trumps Verlängerung wie einen Sieg.

Der US-Präsident, so die erwähnte Agentur Tasnim, glaube nicht mehr daran, „dass er mit Krieg etwas erreichen kann“. Daher suche Trump „einen Ausweg“. In Teheran wirken sie begeistert davon, dass die US-Regierung von sich aus eine weitere Phase der Waffenruhe ankündigt, und dies nur, damit die iranische Seite überhaupt zu Gesprächen erscheint. [….] Iran hat bisher, was das Atomprogramm betrifft, kaum ein Zugeständnis gemacht. Es hat sich von Trumps Seeblockade gegen die iranischen Häfen nicht dazu drängen lassen, nach Islamabad zu kommen und zu unterschreiben, was die Amerikaner verlangen. Etwa, dass Irans auf 60 Prozent angereichertes Uran außer Landes gebracht wird und dass das Regime auf mindestens 20 Jahre jedes Anreichern einstellt.

Am Mittwoch hieß es aus Teheran, dass man sich an Trumps Waffenruhe nicht gebunden fühle, da die US-amerikanische Blockade ein kriegerischer Akt sei. Wie zur Bestätigung beschoss die Revolutionsgarde ein Containerschiff nordöstlich von Oman und zerstörte wohl dessen Brücke. [….]

(Raphael Geiger, 22.04.2026)


Die USA haben diesen Krieg verloren. Dank Trump. Als Bestätigung lese man diese Aussage des chronischen Lügners:

[…] I’m winning a War, BY A LOT, things are going very well, our Military has been amazing and, if you read the Fake News, like The Failing New York Times, the absolutely horrendous and disgusting Wall Street Journal, or the now almost defunct, fortunately, Washington Post, you would actually think we are losing the War. [….]

Trump 20.04.2026

Das Hauptproblem der USA lautet Donald Trump.

Wie beim Kaiser ohne Kleider, sind fast alle Freunde der USA zu feige, die einfache Wahrheit auszusprechen und Trump zu sagen „Du hast verloren“.

Im Gegenteil, heimlich hoffte man, er werde doch irgendwie ein Regimechange in Teheran erreichen, die Nukleargefahr ein für alle Mal ausräumen, mogelte sich um eine völkerrechtliche Bewertung des Offensichtlichen herum. Neben Rutte fungiert Merz als peinlichste internationale Figur, indem er sich immer noch, seiner guten Beziehungen zu Trump rühmt.

[…]  Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht sich als einer der wenigen Politiker, die einen guten Zugang zu US-Präsident Donald Trump haben. Merz sagte beim Jahresempfang des Bundesverbands deutscher Banken in Berlin, er versuche trotz aller Kritik, zum amerikanischen Präsidenten ein vernünftiges persönliches Verhältnis zu haben, solange es eben möglich sei.  […]

(RND, 20.04.2026)

Der Sauerländer Simpel begreift es immer noch nicht und glaubt, er könne mit Schmeichelei Trump einhegen, ihm verlässlichen Zusagen abringen.

Es geht nicht MIT Trump. Es geht nur GEGEN Trump. Den Kriegsverlierer Trump, der gerade die US-Wirtschaft crasht und in den Umfragen abstürzt.

Niemand bestreitet, wie wichtig die USA militärisch und ökonomisch für die EU sind. Daher verstehe ich die Versuche, irgendwie mit Trump auszukommen. Aber nach 14 Monaten seiner zweiten Amtszeit ist das Experiment gescheitert.

Die EU muss nun auf die Methode Sanchez umschalten und der gesamten US-amerikanischen Öffentlichkeit zeigen, was man von ihrer Regierung hält; nämlich nichts! Schluß mit dem Appeasement. Her mit dem Klartext: Trump hat verloren!

[…] Trump kapituliert vor den Mullahs

Irans Regime sperrt sich gegen Verhandlungen. Donald Trump hat trotzdem eine unbefristete Waffenruhe ausgerufen. Der US-Präsident will raus aus Nahost, weiß aber nicht, wie. Er ist ein Opfer von vielen: Am Mittwochmorgen soll in Iran nach Medienberichten erneut ein Mann gehängt worden sein, die Behörden beschuldigen ihn, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad gearbeitet zu haben. Bereits am Montag hatte die Führung in Teheran zwei Männer wegen angeblicher Spionagevorwürfe hinrichten lassen.

Die Exekutionen lassen erahnen, was den Menschen in Iran in den kommenden Monaten bevorstehen dürfte: blanker Terror durch ein Regime, das durch den Konflikt mit den USA und Israel radikalisiert und ermutigt zugleich ist.

Als US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen Iran vor bald zwei Monaten begann, da sollte es auch um die Iranerinnen und Iraner gehen. »Hilfe ist auf dem Weg« hatte Trump bereits im Januar versprochen, nachdem das Regime Massenproteste brutal niedergeschlagen hatte.

Von den Menschen in Iran ist in Washington längst keine Rede mehr. Stattdessen bewegt sich Trump jetzt auf die Mullahs zu. [….]

(SPIEGEL-Leitartikel von Maximilian Popp, 22.04.2026)

Trump wird es ohnehin nie begreifen und erst Recht nicht zugeben. Umso wichtiger ist es, den US-Medien aus allen europäischen Hauptstädten unmissverständlich zu erklären: IHR HABT VERLOREN!

Wadephul und Merz müssen sich irgendwoher ein Rückgrat ausleihen und ihren bisherigen Irrweg verlassen. Die Iranforscherin Diba Mirzaei am GIGA-Institut für Nahoststudien in Hamburg erklärt:

[….] SPIEGEL: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, den Waffenstillstand mit Iran »auf unbestimmte Zeit« zu verlängern. Wie verkauft das iranische Regime diesen Schritt?

Mirzaei: Ganz klar als Sieg. Das Regime behauptet, die USA und auch Israel seien nicht in der Lage gewesen, ihre militärischen Ziele zu erreichen – deshalb hätten sie sich an den Verhandlungstisch setzen müssen. Zugleich betont die Führung in Teheran: Wir kontrollieren jetzt die Straße von Hormus und halten damit die Weltwirtschaft in der Hand. Der größte Triumph aus Sicht des Regimes ist aber, dass es überhaupt noch existiert. Viele hatten erwartet, dass gezielte Tötungen in der politischen und militärischen Führung das Ende der Islamischen Republik einleiten würden. Stattdessen sehen wir, dass sofort eine Nachfolge organisiert wurde und sich auch die neue Führung inzwischen relativ gefestigt präsentiert. [….] Interessant ist, dass Donald Trump angekündigt hat, die Waffenruhe zu verlängern – ohne ein Enddatum zu nennen. Das lässt viel Spielraum und könnte bewusst so vage gehalten sein, damit er einen Ausweg aus diesem Krieg findet. In Teheran wird das eindeutig als einseitige Erklärung wahrgenommen. Im Staatsfernsehen heißt es: Die Amerikaner sind bereit, die Waffenruhe zu verlängern – wir nicht. Und wenn wir in der Straße von Hormus bedrängt werden oder Israel im Süden des Libanon weiter vorgeht, dann haben wir die Mittel, zurückzuschlagen. [….] In der Region sehen wir eine Machtverschiebung zugunsten Irans. Dieser Krieg und die Tatsache, dass Iran so lange durchgehalten hat, haben gezeigt, dass Teheran die massiven Verteidigungsstrukturen der USA im Golf durchdringen und die Golfstaaten ernsthaft beschädigen kann. Iran kann die gesamte Region unter Druck setzen. Für die Golfstaaten bedeutet das, dass sie sich langfristig andere Verbündete suchen werden. Erste Tendenzen sehen wir in der Annäherung an Länder wie Pakistan oder die Türkei. Washington konnte sie nicht schützen und hat sich an die Seite Israels gestellt. Das werden die Golfstaaten nicht vergessen.  [….]

(SPON, 22.04.2026)

Dienstag, 21. April 2026

Was tun mit ihm?

Wie sehr wir alle am freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hängen, wurde außer im Weißen Haus, von jedem verstanden. Dort regiert der expandierende Wahnsinn. Trump zettelt Kriege an und setzt die Welt in Flammen. Männer, die die Welt verbrennen.

[….] Die USA hatten vergangene Woche damit begonnen, Schiffen die Durchfahrt durch die Meerenge zu versperren, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben. Iran sieht darin einen Verstoß gegen die Waffenruhe. Die übertriebenen Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten »keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen«, hieß es bereits am Wochenende aus Teheran. Trump machte unterdessen deutlich, dass er an der Maßnahme festhalten wolle.

Eine Aufhebung der Blockade werde es nicht geben, »bis ein Deal unterzeichnet ist«, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg den US-Präsidenten aus einem Telefoninterview. [….] Am Samstag hieß es schließlich von einem iranischen Militärsprecher, man kehre wegen Trumps fortgesetzter Blockade zur »vorherigen Regelung« zurück: Kein Schiff passiere die Straße von Hormus, es sei denn, es habe die Genehmigung der Islamischen Republik. [….]

(Anna-Sophie Schneider, SPIEGEL, 20.04.2026)

Die Teheraner Mörder-Mullahs sind maximal unsympathisch.  Aber das was sie hier sagen, ist wenig Propaganda und sehr nah an den Fakten: Die USA machen wirklich alles falsch mit Trumps irrem Zickzack-Kurs. Und jeder auf der Welt weiß  inzwischen, daß Trumps Versprechen und Zusagen völlig wertlos sind, weil er eine Stunde später im McDonald-Delirium das Gegenteil behaupten kann. Der Wahnsinnige macht munter so weiter: Vernichtungs-Drohungen, wüste Beschimpfungen, Ultimaten, Aufhebung von Ultimaten, neue Ultimaten, Wutanfälle, Selbstlobeshymnen.

[….] STATEMENT OF PRESIDENT DONALD J. TRUMP:

[….]I have therefore directed our Military to continue the Blockade and, in all other respects, remain ready and able, and will therefore extend the Ceasefire until such time as their proposal is submitted, and discussions are concluded, one way or the other.   [….]

President DONALD J. TRUMP Apr 21, 2026, 10:09 PM

 

[…] Operation Midnight Hammer was a complete and total obliteration of the Nuclear Dust sites in Iran. Therefore, digging it out will be a long and difficult process. Fake News CNN, and other corrupt Media Networks and Platforms, fail to give our great aviators the credit they deserve - Always trying to demean and belittle - LOSERS!!!  […..]

Trump, 21.04.2026

[…] I’m winning a War, BY A LOT, things are going very well, our Military has been amazing and, if you read the Fake News, like The Failing New York Times, the absolutely horrendous and disgusting Wall Street Journal, or the now almost defunct, fortunately, Washington Post, you would actually think we are losing the War. [….]

Trump 20.04.2026

[….] The DEAL that we are making with Iran will be FAR BETTER than the JCPOA, commonly referred to as “The Iran Nuclear Deal,” penned by Barack Hussein Obama and Sleepy Joe Biden, one of the Worst Deals ever made having to do with the Security of our Country.   [….]

Trump 20.04.2026

[…] The Failing New York Times, FAKE NEWS CNN, and others, just don’t know what to do. They are desperately looking for a reason to criticize President Donald J. Trump on the Iran situation, but just can’t find it. Why don’t they just say, at the right time, JOB WELL DONE, MR. PRESIDENT, and start to gain back their credibility???

Iran has agreed to never close the Strait of Hormuz again. It will no longer be used as a weapon against the World! President DONALD J. TRUMP [….]

Trump 18.04.2026

Der Iran hält inzwischen die Trümpfe in seiner Hand. Für die USA gibt es nur noch sehr schlechte und katastrophale Szenarien.

Schuld ist einzig und allein Donald Trump.

Jede Regierungspartei, die auch nur halbwegs zurechnungsfähig ist, würde alles daran setzen, den gefährlichsten Mad King der US-Geschichte los zu werden, bevor er alles zerstört: Impeachment und/oder Artikel 25.

Bedauerlicherweise gibt es aber keine Regierungspartei mehr, sondern nur noch eine fanatische Todes-Sekte.

Bedauerlicherweise gibt es keinen Restverstand bei der GOP, sondern nur noch blinden Gehorsam zum orangen Messias.

Aber die Republikaner sind nicht untätig. Sie blicken auf ihren grell geschminkten Gott und handeln mit acht Maßnahmen:

[…] Here’s a concise bullet-point summary of the proposed House GOP measures pending to “honor” Donald Trump:

·        Carve Trump’s likeness into Mount Rushmore

·        Rename Palm Beach airport after Trump

·        Rename Washington Dulles International Airport after Trump

·        Require the State Department to award a “Trump Peace Prize”

·        Declare Trump’s birthday a federal holiday

·        Award Trump a Congressional Gold Medal

·        Create a $250 bill featuring Trump’s image

·        Pass resolutions urging Trump be awarded the Nobel Prize

·        Direct the NIH to study “Trump Derangement Syndrome”  [….]

(Aaron Parnas, 21.04.2026)

Montag, 20. April 2026

Glück und Pech – Teil II

Eigentlich bin ich wirklich fein raus.

Ich hatte eine Teenagerzeit in den 1980ern, als man noch ohne Internet und Klugtelefon lebte, als man seinen eigenen Stil kreierte, statt wie heute, durch Sozial Media nivelliert, im Einheitslook, wie mit den Altersgenossen geklont, herumlief.

Als man zur Selbstständigkeit erzogen worden war, man sich nicht pausenlos sämtliche Köperhaare epilieren musste, als Mann noch ohne Vollbart auf die Straße ging, man sich nicht tätowierte und piercte. Als es eine große Sache war, eine neue Schallplatte zu bekommen, weil man lange danach suchte, weil sie teuer war und man deswegen aufmerksam das gesamte Album und das Cover studierte, sich zum gemeinsamen Hören verabredete.

Die Kindheit in den frühen 1970ern war eine Draußen-Angelegenheit, bei der einen die eigene Phantasie antrieb, man sich ständig Neues ausdachte und die Eltern große Mühe hatten, einen abends zurück ins Haus zu holen und man oft bekundete, es sei nun wirklich nicht nötig, schon wieder gebadet zu werden, während man von Sand und Dreck starrend dastand, weil man wieder durch irgendwelche Gruben, Gebüsche und Tümpel gekrochen war.

Das Studium, als man erheblichen logistischen Aufwand und Teamarbeit brauchte, um zu recherchieren. Ewig in Bibliotheken hing, stolz das Gefundene photokopierte und mit Kommilitonen diskutierte.

Und dann kam die Scheiße mit den Computern.

Dem Internet. Den Mobiltelefonen. Social Media. Den Tech-Oligarchen, die unsere Welt systematisch verblödeten, mit ihren Algorithmen und Bots, mit Messengerdiensten und Hackern, die Bevölkerungen immer mehr gegen Minderheiten aufhetzten, Männer wie Trump und Milei und Johnson in Regierungsämter brachten. Die solche Shitstorms gegen Habeck und DIE GRÜÜÜÜNEN entfachten, daß der Urnenpöbel auf die glorreiche Idee kam, lieber die Fossillobbyisten Merz, Reiche, Spahn, Söder, Dobrindt ins Kanzleramt zu setzen, damit wieder auf Erdgas-Kraftwerke, Ölheizungen und Verbrennerautos gesetzt wird.

2020 (Covid), 2022 (Beginn Ukraine-Krieg), 2023 (Hamas-Terrorangriff auf Israel, Begin der Vernichtung Gazas), 2024 (Wahl Trumps, Ampel-Aus) waren schon wirklich wirklich schlecht. Aber mit Beginn der Regierungen Trump und Merz, den beiden radikalen Trottel-Zwillingen, wird die Apokalypse des Homo Sapiens endgültig nicht mehr aufzuhalten sein.

Ich habe aber alles richtig gemacht: Die Gnade der frühen Geburt, als Kurt Georg Kiesinger und Lyndon B. Johnson regierten. Keine Kinder, Single, alle Verwandten meiner Elterngeneration tot, keine Haustiere, keine Neffen oder Nichten, um die ich mich sorgen müsste. Meine Familien-Gene werden mit mir ohnehin aus der Geschichte ausgelöscht, also besteht keinerlei egoistische Notwendigkeit, weiter zu existieren.

Ob das Ende meiner Spezies durch Pandemie, Klimakollaps oder Krieg kommt, kann niemand mit Sicherheit sagen. Krieg oder Pandemie könnten die Angelegenheit erheblich beschleunigen, sind aber theoretisch vermeidbar. Das Aussterben durch die Erhitzung der Erde hingegen wird noch etwas dauern und es wird einige Millionen sehr Reiche geben, die sich mit technologischen Hilfen Jahre länger am Leben erhalten werden. Dafür ist der Klimatod aber unvermeidlich.

In jüngster Zeit sprechen aber mehr Indizien tatsächlich für den Atomweltkrieg, der bedauerlicherweise der gesamten Fauna schwer zusetzen würde, aber für Homo Demes immerhin den Vorteil hätte, vergleichsweise schnell und schmerzlos aus der Evolution ausgemendelt zu werden.

Der mächtigste Mann der Welt, der über den Einsatz tausender Atomwaffen gebietet, ist bedauerlicherweise endgültig verrückt geworden.

[….] »Wall Street Journal«-Bericht: Berater hielten Trump offenbar von Iran-Krisensitzung fern

Der Präsident habe »stundenlang« seine Berater angeschrien, als er vom Abschuss des US-Kampfjets erfahren habe, heißt es in dem Artikel weiter.

Trump soll demnach Angst gehabt haben, dass die Soldaten in die Hände Irans gelangen würden und es ihm wie Jimmy Carter ergehen würde; in dessen Amtszeit war 1979 die Erstürmung der US-Botschaft in Teheran gefallen, in deren Folge viele Amerikaner als Geiseln genommen wurden. [….]

(SPON, 20.04.2026)

Gerüchten zu Folge, wollte der US-Präsident bereits anfangen, die menschliche Zivilisation in den nuklearen Tod zu bomben und konnte nur noch im letzten Moment durch General Dan Caine aufgehalten werden.

[….] A retired CIA analyst has claimed that President Donald Trump attempted to invoke nuclear codes against Iran during an emergency meeting on Saturday, and that Joint Chiefs of Staff Chairman General Dan Caine stepped in to stop him. Larry C Johnson made the allegation on the 'Judging Freedom' podcast, hosted by former judge Andrew Napolitano, and has not been confirmed by any official source.

On the same podcast, Johnson said 'there is seriously something wrong with Trump.' The clip, amplified by political commentator Jimmy Dore on his verified X account, had accumulated over 545,000 views by 20 April 2026. The White House, the Pentagon, and General Caine's office have not responded to the claim.  [….]

(IBTimes, 20.04.2026)

Gegen einen Atomweltkrieg jetzt, habe ich also im Grunde nichts einzuwenden.

Aber eins ist blöd: Ich habe die letzten beiden Wochen verdammt viel Mühe damit gehabt, alle Unterlagen für meine letzten Steuererklärungen zusammen zu tragen und ewig mit meinem Steuerberater zusammen gesessen.

Den Aufwand hätte ich mir natürlich sparen können, wenn bald alle Homo Sapiens atomisiert werden.