Ganz im Gegensatz zu Deutschland, wählten die Spanier seit 2011 keine Konservative Mehrheit mehr. Der seit Juni 2018 als Ministerpräsident amtierende Pedro Sánchez, bekam zwar bei den letzten beiden „Cortes Generales“ (Parlamentswahlen), weder im „Congreso de los Diputados“ (Abgeordnetenhaus), noch im Senat eine Mehrheit, aber die Rechten können auch nicht gegen ihn regieren, so daß der 53-Jährige Vorsitzende der Sozialistischen Internationale bereits acht Jahre das Schicksal Spaniens bestimmt.
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, traut sich die Sánchez-Regierung klare Worte gegenüber des Trumpismus zu wählen und knickt nicht unter den wüsten Drohungen aus Washington und Mar A Lago ein. Sie setzt auf europäische Werte und stärkt die EU.
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, kritisiert Spanien die Kriegsführung Netanjahus deutlich, verurteilt das israelische Gemetzel im Gazastreifen und zog sich sogar aus Protest gegen Israels Politik, aus dem ESC zurück.
[….] Sánchez fordert Kündigung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel
Spaniens. Regierungschef wirft Israel Völkerrechtsverstöße vor. Das Land dürfe kein EU-Partner sein. Auch Irland und Slowenien wollen das Assoziierungsabkommen überprüfen. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat Israel erneut Verstöße gegen das Völkerrecht vorgeworfen und die Aufkündigung des EU-Assoziierungsabkommens mit dem Land verlangt. Seine Regierung werde der EU am Dienstag offiziell vorschlagen, das Abkommen zu beenden, da eine Regierung, »die gegen das Völkerrecht verstößt, kein Partner der Europäischen Union sein kann«, sagte Sánchez bei einer Wahlkampfveranstaltung in Andalusien. [….]
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, setzt Spaniens Regierung konsequent auf erneuerbare Energien, um sich von der Fossillobby unabhängig zu machen und das Klima zu schützen.
[…] Energie aus Wind, Sonne und Wasser
Etwa 60 Prozent des Strombedarfs deckt Spanien aus erneuerbaren Energien, an manchen Tagen sind es sogar bis zu 100 Prozent. Grüner Strom wird vor allem aus Sonne und Wind erzeugt sowie aus Wasserkraft. Über 300 Sonnentage und windreiche Küsten sind perfekte Bedingungen für Windkraft und Photovoltaik. Seit der Jahrtausendwende wird ihr Ausbau massiv vorangetrieben. 2004 startete eine Solaroffensive und Agrarflächen wurden zu Solarstromfeldern. Durch die globale Finanzkrise und den Sparzwang einige Jahre später stockte der Ausbau zwar; ab 2018 nahm er wieder Tempo auf. Bis Mitte 2023 haben sich die Kapazitäten der Solarkraftwerke fast verfünffacht. An den Küsten und im Landesinneren entstanden kleine und große Windparks. 2022 lag die installierte Leistung bei knapp 30.000 Megawatt. Bis zum Jahr 2030 soll sie auf 62.000 Megawatt ausgebaut werden. [….]
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, wird Spaniens Wirtschaft wenig vom aktuellen Iran-Krieg und der Hormus-Blockade getroffen. Sie macht sich unabhängig von globalen Ölpreis-Verwerfungen, während Deutschlands Fossilllobbyisten Merz und Reiche ihr Land konsequent in den Abgrund führen.
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, ruft Ministerpräsident Sánchez den Migranten ein „herzlich Willkommen bei uns“ zu.
[….] Spanien umarmt eine halbe Million illegale Einwanderer[….] Hunderttausende Migranten ohne Papiere dürfen bald ganz legal im Land leben und arbeiten. Die Wirtschaft profitiert davon, die Kirche lobt „einen Akt sozialer Gerechtigkeit“. [….] Der Nächste, bitte. Ein Mann mit sorgfältig nach hinten geföhntem Haar und Trainingsjacke erhebt sich im Wartebereich und nimmt am Empfangstisch Platz. Seine Haltung ist gebeugt, er spricht leise. Die Dinge, die er nun erzählen soll, sind ihm sichtlich unangenehm.
Die Fragen der Sachbearbeiterin sind für die anderen Wartenden deutlich zu hören. Woher er komme, will sie von dem Mann wissen, wie lange er sich schon in Spanien aufhalte und ob es Konflikte mit dem Gesetz gegeben habe. Für ihn, einen Kolumbianer, sind das heikle Fragen. Er hält sich illegal in Spanien auf. „Tranquilo. Es passiert dir nichts“, sagt die Frau. Auch sie spricht mit südamerikanischem Akzent. [….] Das Beratungsbüro im Erdgeschoss der Calle de Marcelo Usera 126 in Madrid arbeitet effizient. Vorn prüft die Sachbearbeiterin die Anliegen neuer Klienten, wenige Meter weiter sitzen Anwältinnen und Anwälte wie Schalterbeamte an Schreibtischen. Rund 399 Euro inklusive Mehrwertsteuer kostet die Beantragung von Aufenthaltspapieren, sagt Francia Elena Arroyave, die sich als Vertriebsleiterin der Anwaltskanzlei Distrito de Abogados vorstellt. [….] Der schüchterne Kolumbianer am Empfang hofft auf das, was im Schaufenster beworben wird: Hilfe bei der Einwanderung. Und er hat guten Grund zu hoffen. Spaniens Regierung hat soeben den finalen Text eines Dekrets verabschiedet, das laut Schätzungen rund einer halben Million illegal in Spanien lebenden Menschen ein reguläres Aufenthalts- und Arbeitsrecht gewähren wird.
Bislang mussten illegale Einwanderer mindestens zwei Jahre im Land ausharren, Jahre, die sie oft in einer Schattenwelt aus Ausbeutung und Angst verbrachten. Die behördlichen Hürden waren hoch, das soll von dieser Woche an einfacher werden. Wer bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres mindestens fünf Monate lang durchgehend im Land war, soll ein Bleibe- und Arbeitsrecht erhalten. Für den Nachweis genügen Dokumente wie Einreisestempel, Arztrechnungen, Flugtickets, Handyaufladungen, Gasrechnungen, Metro-Abos oder Mietverträge. [….] Die Migration ist von der links-sozialistischen Regierung unter Premier Pedro Sánchez ausdrücklich erwünscht. Schon aus mitmenschlichen Gründen, wie es der Regierungschef immer wieder betont. Doch gibt es auch gute ökonomische Gründe: Der Zuzug der fleißigen Arbeitskräfte trägt wesentlich dazu bei, dass Spaniens Wirtschaft stärker wächst als die aller EU-Länder im Durchschnitt. [….]
(Patrick Illinger, 15.04.2026)
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, dessen irrer migrantenfeindliche Kurs das Land unsympathisch macht, die Bevölkerung überaltern lässt und zu massivem Fachkräftemangel führt, der wiederum die Unternehmen bremst, boomt Spaniens Wirtschaft DANK der Migranten.
[…] Um 3,2 Prozent stieg die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr, 2,5 Prozent werden in diesem Jahr erwartet. Die Zeitschrift The Economist erklärte Spanien gerade zur besten Wirtschaftsnation der Welt. [….] Großen Anteil daran hat der Bevölkerungszuwachs. Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einwohner Spaniens um fast eine halbe Million Menschen gestiegen, auf mittlerweile mehr als 49 Millionen, 2000 waren es noch etwa 40 Millionen. Grund dafür ist die Zuwanderung. [….] Das ist von der Politik nicht nur akzeptiert, sondern sogar gewollt. „Einwanderung ist nicht nur eine Frage der Menschlichkeit, sondern auch entscheidend für das Wohlergehen unserer Wirtschaft und den Erhalt des Wohlstands“, sagte Premierminister Pedro Sánchez im vergangenen Oktober vor dem Parlament. [….]
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, dessen Regierungschef und Wirtschaftsministerin ökonomisch vollkommen ahnungslos sind und, mit sicherem Griff ins Klo, stets die genau falschen Weichen stellen, zeigt der Sozialist Sánchez, wie man ein großes europäisches Land, bei all den Welt-Megakrisen des Jahres 2026, zum Laufen bekommt.
[…] Um Spaniens Jobwunder und den treibenden Motor dahinter in Augenschein zu nehmen, reicht ein Spaziergang durch Barcelona oder Madrid. Der Wirt der neu eröffneten Bar im Madrider Viertel Chamberí kommt aus Argentinien, das Personal aus Kolumbien und Honduras. Die IT-Spezialistin im Callcenter wurde in Bangladesch geboren. Und die Frau, die in der Zahnarztpraxis in Nou Barris in Barcelona die Geschäfte führt, stammt aus Venezuela und hat inzwischen die doppelte Staatsbürgerschaft. […] Spanien ist inzwischen zum zweiten Mal in Folge Wirtschaftsmotor der Eurozone. Mit 2,8 Prozent legte die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr doppelt so stark zu wie im europäischen Durchschnitt, für das laufende Jahr liegen die Prognosen zwischen 2,2 und 2,4 Prozent. Ein entscheidender Faktor dabei ist, da sind sich die meisten Ökonomen einig: die Migration. Trotz einer der europaweit niedrigsten Geburtenraten wächst die Bevölkerung – und mit ihr der Konsum, das Arbeitskräfteangebot und die Wirtschaftsleistung. Auf die Stellen der in Rente gehenden Spanierinnen und Spanier rücken immer häufiger Menschen nach, die im Ausland geboren wurden.
Ohne Einwanderung stagniert die Wirtschaft
Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Politik. Laut einer viel zitierten Studie der Banco de España von 2023 braucht das Land mehr Migration. Bis 2053 kalkuliert der Bericht je nach Szenario einen Zuwanderungsbedarf von bis zu 24,6 Millionen Menschen. Die Zahl beruht auf modellbasierten Langfristannahmen. Auch in Spanien gilt: Ohne Einwanderung stagniert nicht nur die Wirtschaft, auch die Sozialsysteme geraten ins Wanken. [….] Zwar ist der Anteil ausländischer Beschäftigter in der häuslichen Pflege mit 19 Prozent weiterhin hoch. Doch parallel wächst die Zahl jener, die in wissensbasierten Branchen arbeiten – zum Beispiel in der IT oder in Finanzdienstleistungen. »Das sind Jobs, die eine höhere Qualifikation erfordern, wirtschaftlichen Mehrwert schaffen und deswegen krisenresistenter sind«, sagt Fernández-Huertas. Das spricht sich herum: Während der ersten großen Einwanderungswelle zu Beginn des Jahrtausends hatten lediglich 17 Prozent aller Zugewanderten einen Universitätsabschluss. Heute sind es 29 Prozent. [….]
(ZEIT, Julia Macher, 20.05.2026)
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, dessen illegal handelnder Innenminister Dobrindt sich damit rühmt, sein Land für Migranten unattraktiv und abschreckend zu gestalten, der damit prahlt viel mehr Menschen rauszuwerfen, reinzulassen, macht Spanien das Leben für die Menschen schöner und liebenswerter, so daß der wirtschaftliche Erfolg kommen muss.
[….] Wenn lateinamerikanische Politiker ihre Heimat verlassen, landen sie neuerdings häufig in Madrid. Drei mexikanische Ex-Präsidenten finden hier Zuflucht: Felipe Calderón, bis 2012 Präsident, habe er neulich auf dem Fahrrad getroffen, sagt [der ehemalige Bürgermeister von Caracas, Antonio] Ledezma. »Das muss man sich mal vorstellen: der Mann, der den Narcos den Krieg erklärte – mitten in der Stadt, ohne Bodyguards. In Mexiko wäre das undenkbar.«
Vor gut einem Jahr veröffentlichten spanische Behörden eine Statistik: In der Region Madrid leben mehr als eine Million gebürtige Lateinamerikaner, jeder siebte kam in Süd- oder Mittelamerika zur Welt. Zur Jahrtausendwende waren es keine 100.000.
Bei der nächsten Zählung werden es noch mehr sein. Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez bietet irregulär Eingewanderten Papiere an. Hunderttausende stehen Schlange, um ihren Aufenthaltsstatus zu legalisieren. Die meisten von ihnen: Latinos, eingeflogen mit einem Touristenvisum über den Flughafen Madrid-Barajas. [….] Madrid, das neue Miami, Hauptstadt der Exilanten und Auswanderer.
Den Satz haben spanische Zeitungen schon vor Jahren geschrieben. Doch seit Donald Trump wieder regiert, hört man ihn an jeder Ecke. Wer früher von einem neuen Leben im Süden der USA träumte, kauft nun Flugtickets nach Spanien.
»In den USA stehen jeden Morgen Menschen mit der Angst auf, abgeschoben zu werden«, sagt der Venezolaner Ledezma. In Madrid muss sich niemand sorgen. Nicht einmal jene, deren Visum schon lange abgelaufen ist.
Lange galt Madrid als graue Beamtenstadt. Ein Ort ohne Hafen und echtes Wahrzeichen, hoffnungslos unterlegen im ewigen Wettbewerb mit dem weltoffenen Barcelona. Heute reden so nur noch Katalanen.
Das Tempo des Wachstums ist atemberaubend und brutal zugleich. Derzeit leben sieben Millionen Menschen in der Region. 2050 könnten es neun oder zehn Millionen sein. Die spanische Wirtschaft boomt – auch wegen der Einwanderung aus Lateinamerika. Madrid, so scheint es, ist auf dem Weg, eine Weltstadt zu werden. Eine globale Metropole wie London oder Paris. Glänzende Aussichten, finden die Geschäftsleute in den Bürotürmen im Norden der Stadt. [….]
(SPIEGEL, José Bautista und Steffen Lüdke, 19.05.2026)
Völlig ausgeschlossen, daß Berlin unter dem provinziellen, xenophoben CDU-Wegner so wie Madrid boomen könnte.
Völlig ausgeschlossen, daß Deutschland unter dem provinziellen, xenophoben CDU-Merz prosperiert, wie Spanien.
Merz ist Meister im Miesmachen, Schimpfen und Schuld-Zuschieben. Er kriecht nur vor der Industrielobby, Netanjahu und Trump.
Die Deutschen wollen nun noch viel rechter wählen. Die AfD-Nazis liegen in Umfragen unangefochten vorn. Der deutsche Urnenpöbel will noch mehr Destruktion, noch mehr Blockade, noch mehr Abwehr, noch mehr Unvernunft, noch mehr Fossil-Abhängigkeit, noch mehr brutale Härte gegen Migranten.



























