Die Nichthandel-Bundesregierung, die uns weder digitalisiert, noch entkarbonisiert, noch Hitzeschutzprogramme entwickelt, noch das seit vielen Jahren überfällige AfD-Verbotsverfahren prüfen lässt, versagt selbstverständlich auch bei der Prävention und Aufklärung von pädosexuellen Verbrechen.
Während es sogar in erzkatholischen Ländern, wie Irland Regierungskommissionen gab, die die unfassbaren Massenverbrechen der Kirchen an Kindern untersuchten, unternehmen CDUCSU-Politiker nichts, um die größte transnationale Kinderf|ck€rorganisation der Weltgeschichte zu stoppen.
Der Christenkanzler und Vorsitzende der Christenpartei Merz, versagt moralisch, politisch und juristisch.
Aber wir versagen natürlich alle. Medien, Juristen, Parteien, Wähler, Kirchenmitglieder.
Berichte über Geistliche, die Kinder sexuell und psychisch missbrauchen, ihnen lebenslange Schäden zufügen und wirklich perfidem Sadismus auch noch selbst die Schuld dafür einreden, stoßen kaum noch auf Interesse.
Noch schlimmer: 16 Jahre nach Canisius, scheint es in unserem Volk auf breite Toleranz zu stoßen, daß Multimilliarden Euro schwere, steuerbefreite, vom Staat jährlich mit weiteren Milliarden überschüttete Vereine, deren Amtsträger nicht nur 100.000e Kinder in Deutschland missbrauchten, sondern deren höchste Amtsträger bis heute vertuschen und die Täter vor den Opfern „schützen“, im rechtsfreien Raum schweben.
Priester, Pater, Mönche, Nonnen, Bischöfe, Erzbischöfe, Äbte, Kardinäle, die sich an Kindern vergreifen?
Offenbar juckt das niemanden mehr. Deutschland nimmt es achselzuckend hin.
[…] »Es gab klare Hinweise, dass Franz Hengsbach ein Täter war«, sagte die Forscherin Helga Dill. Bisher waren zwei mögliche Übergriffe aus den Fünfzigerjahren und Sechzigerjahren bekannt.
Der viele Jahre hoch angesehene Ruhrbischof soll in drei Fällen in den Fünfzigerjahren bis Achtzigerjahren sexualisierte Gewalt gegen junge Mädchen ausgeübt haben, ein möglicher Übergriff gegen einen Jungen gilt als »in der Schilderung konsistent«, sagten die Forscher. […] »Hengsbach war ein Sexualstraftäter – ohne Wenn und Aber«, sagte der Sprecher der Betroffenen, Johannes Norpoth. Die Kirche müsse Konsequenzen ziehen und Macht in ihren Strukturen begrenzen. […] der aktuelle Essener Bischof Franz-Josef Overbeck […] räumte auch selbst Versäumnisse im Kontext des Falls ein: Er habe Informationen aus Paderborn über einen Missbrauch durch Hengsbach, die ihm bereits 2011 vorlagen, jahrelang nicht weitergegeben. […]
Sind ja „nur“ Kinder. Das Kirchenvolk liebte Hengsbach.
Und nicht vergessen: Niemand hat es so schwer, wie unser armer Bundeskanzler.
[…] Er war zu seiner Zeit eine Art katholischer Superstar: Kardinal Franz Hengsbach war nicht nur 1958 der erste Bischof des neu gegründeten Ruhrbistums Essen. Er war wegen seiner volksnahen Art auch allseits beliebt. […] […] Kurzum: Hengsbach galt als Lichtgestalt.
Eine Lichtgestalt mit einer dunklen Seite. Denn der 1991 gestorbene Kardinal war wohl ein Missbrauchstäter. Das ist das Ergebnis einer Studie, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Hengsbach ist damit der erste deutsche Kardinal, dem nicht nur Vertuschung, sondern selbst Missbrauch zur Last gelegt wird. Das Münchner Institut IPP, die Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg und das Berliner Institut Dissens untersuchten mehrere Tausend Seiten von Aktenbeständen aus Essen, Köln und Paderborn. Außerdem führten sie 22 Interviews mit Betroffenen und Zeitzeugen. […] Die Forscher identifizierten zwölf konkrete Missbrauchsvorwürfe gegen Hengsbach, […] Im September 2023 hatte das Bistum Essen zum ersten Mal öffentlich gemacht, dass Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen den Gründungsbischof erhoben werden, und angekündigt, diese untersuchen zu lassen. Schnell geriet dabei auch Essens amtierender Bischof Franz-Josef Overbeck in die Kritik: Denn Overbeck wusste seit 2011 von einem Vorwurf gegen Hengsbach, unternahm aber nichts. Mehr noch: Durch Overbecks Schweigen gingen die Fälle in keine einzige der anderen Aufarbeitungsstudien ein, die zwischenzeitlich gestartet worden waren.
In den untersuchten Beständen fanden die Forscher einen Aktenvermerk, aus dem hervorgeht, dass Overbeck im August 2011 per Fax vom Erzbistum Paderborn über Vorwürfe gegen Franz Hengsbach informiert wurde. Danach habe Overbeck dieses Fax an einem nicht dafür vorgesehenen Ort abgelegt und „vergessen“. Nur wenige Tage später ging im Bistum Essen die Anfrage des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ein, ob etwas gegen Hengsbach vorläge. Dem LWL gegenüber hatte ein Mann angegeben, als Heimkind von Hengsbach sexualisierte Gewalt erfahren zu haben. […] Der Fall Hengsbach sei, so das Fazit der Forscher, ein „Spiegel des deutschen Katholizismus“. Nach außen trat Hengsbach als wertkonservativer Mahner für christliche Sexualmoral und Sittlichkeit ein. So beliebt er im Volk war, so autoritär herrschte er im Inneren. Zeitzeugen berichteten, wie Hengsbach Untergebene niedermachte und schikanierte. […]
[….] Bekannt geworden ist laut Studie auch, dass sich die Missbrauchvorwürfe auch auf Hengsbachs Bruder Paul beziehen - er war ebenfalls Priester. Die beiden sollen gemeinsam einem Mädchen Gewalt angetan haben. Paul Hengsbach hatte dies zu Lebzeiten immer abgestritten. [….] Zu hohe Erwartungen an die vom Bistum Essen beauftragte Forschung seien allerdings nicht angebracht: "Je prominenter die Täter, um so seltener finden wir grundsätzlich Nachweise, die dokumentiert sind", ordnet es Kirchenrechtler Professor Thomas Schüller von der Universität Münster ein. Vieles dürfte also nie bekannt werden. [….] Die Betroffenen werden wohl auch weiterhin noch auf die Aufklärung der Vorfälle warten müssen. Dem Thema Machtmissbrauch und möglicher Komplizenschaften mit anderen übergriffigen Geistlichen oder sogar Täternetzwerken werden die Forschenden des IPP erst 2027 in ihrem Abschlussbericht nachgehen. "Ich hätte gerne schneller Fakten gehabt - immerhin dürfte das älteste Opfer fast 90 Jahre alt sein", so WDR-Kirchenexperte Theodor Dierkes. [….] Einen kleinen Teilerfolg nehmen die Betroffenen aber jetzt schon aus den Zwischenergebnissen der Studie mit, der auch für die weitere Aufarbeitung wichtig ist: "Wir sprechen jetzt nicht mehr von einem Angeschuldigten, sondern einem Täter", fasst Johannes Norpoth, Betroffenen-Vertreter zusammen. [….]
















