Das Frustrierende am Merzismus schien mir bisher immer
die Alternativlosigkeit zu sein. Ja, es herrscht Konsens; dieser Mann kann es
nicht, dieser Mann ist viel zu borniert, um dazu zu lernen.
Aber es gibt im Bund keine andere demokratische Mehrheit.
Die SPD ist in einer maximal unbeliebten Koalition gefangen, die sie nicht
verlassen kann, weil es dann entweder ohne Neuwahlen eine schwarzbraune
Kooperation gibt, oder mit Neuwahlen die Nazis zur mit Abstand stärksten
Macht durchmarschieren. Die SPD ist in einer maximal unbeliebten Koalition gefangen,
die sie von innen nicht grundlegend verändern kann, weil sie mit 16% zu schwach
ist und immer schwächer wird.
Die politisch Desinteressierten und Durchschnittsbürger,
die unter der tatsächlich falschen Regierungspolitik leiden, differenzieren
nicht mehr, werfen alles in einen Topf: SPD, CDU, CSU, Regierung, Minister. Sie
finden alles gleichermaßen schlecht.
Die Rechten und die Schwurbler sind der Realität ohnehin
entkoppelt, baden in ihren algorithmierten braunen Bot-Blasen der ersehnten
Autokratie entgegen, in der „die Altparteien“ als Feinde angesehen werden.
Linke und Grüne, die völlig zu Recht Merz und Reiche
verachten, geben sich der Illusion hin, die SPD könne allein die
Regierungspolitik bestimmen, nach Belieben die CDUCSU dirigieren und verdiene
für jeden Kompromiss den ewigen politischen Tod.
Jede Wahl nach Amtsantritt der gegenwärtigen Bundesregierung
bestätigte es: Die SPD bekommt eins auf die Mütze, das Volk rutscht massiv nach
rechts, die Grünen bleiben angesichts dieser Rekordunzufriedenheit mit CDUCSU
und SPD, geradezu erbärmlich schwach und es profitieren immer nur die Nazis.
Die Lage zeigt sich damit als so hoffnungslos, daß die
Fortführung der Merz-Kanzlerschaft unter allen Übeln, tatsächlich das kleinste
zu sein scheint, bevor wir bei der nächsten Bundestagswahl unweigerlich auf eine
Nazi-Regierung zu steuern.
Die Menschen entscheiden sich bei Wahlen nicht mehr FÜR
etwas, sondern nur noch GEGEN Parteien. Sie wollen Frust ablassen, Denkzettel
verteilen, votieren für Destruktion, Strafe, Härte, Obstruktion. Sie haben kein
Vertrauen mehr, jede Geduld verloren.
Man muss in diesem Sinne tatsächlich der letzten
Sauerländer Patrone der Demokratie Erfolg wünschen. Aber das fällt erstens
extrem schwer, weil man diesen arroganten Mann so sehr verachtet und zweitens längerfristiger
Erfolg mit Fossillobbyismus, neoliberales Umverteilungspolitik nach ganz Oben
und regierungshandwerklichem Dilettantismus, unmöglich ist.
Die Landtagswahl von Sachsen-Anhalt am 06.September 2026
schien die Düsternis zu bestätigen. Es kann nicht mehr gut ausgehen für
Deutschland, wenn es sogar rechts von der CDU eine absolute Mehrheit (AfD +
BSW) für völkische Putinkriecherei gibt.
Die ungebildeten Landeier sind zunehmend für die
Demokratie verloren. Aber die urbaneren Deutschen, die sich auch mal waschen
und einen Schulabschluss haben, entscheiden sich tatsächlich positiv, wollen
etwas stärken und nicht immer nur schwächen.
[….]Wenn man sich mal kurz etwas Freude gönnen
möchte nach diesem Wahlsonntag in Berlin: Die Jugend in der Hauptstadt hat ein
linkes Herz. 43 Prozent der 16- bis 24-Jährigen wählte die Linke, bei den 25-
bis 34-Jährigen gar 49 Prozent – zum Vergleich: Bei der letzten
Abgeordnetenhauswahl 2023 erreichten die Linken nur jeweils 26 Prozent in
diesen Altersgruppen.
Meist beugt man sich nach
Wahlen mit Sorge über die Jugend. In Sachsen-Anhalt wählten vor zwei Wochen 43
Prozent der jungen Leute unter 25 die rechtsextreme AfD, nur 18 Prozent die
Linke. Bei der Bundestagswahl 2025 wuchs die AfD bei den U25 im zweistelligen
Prozentbereich (die Linke allerdings auch).
Man kann daraus ablesen,
dass sich natürlich auch bei der Jugend die bekannte Stadt-Land-Spaltung zeigt:
Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen sind überproportional in den Städten
vertreten, und sie wählen, egal wie alt, tendenziell links. In Berlin hat sogar
die Hälfte der 25- bis 64-Jährigen einen Hochschulabschluss, bundesweit im
Schnitt nur jeder Dritte. [….]
Rechte alte weiße Männer sind out; nahbare Frauen mit
einem Fokus auf soziale Aspekte, Schwesig und Eralp, sind in.
Offensichtlich gibt es also mit der Bundespolitik
Unzufriedene, die nicht nur pauschal „gegen die da oben“ wettern und zu den
Nazis rennen.
Es wird differenziert, die Schuld dahin geschoben, wo sie
hingehört: Nämlich bei der CDU und CSU, speziell bei Friedrich Merz und den
grundsätzlich falschen Weichenstellungen der Schwarzbraunen.
Wenn Wähler das Gefühl bekommen, durch ihre Stimmabgabe
tatsächlich etwas zu verändern – und Eralp wird Berlin anders gestalten als
Wegner – können sie auch wieder zugänglicher für unterschiedliche Argumente
sein.
Sie differenzieren zwischen den Regierungsparteien,
wissen wer den Totalschaden anrichtet – die CDUCSU – und wer für Vernunft und
Gerechtigkeit steht – die SPD!
Sie erkennen, wie man regierenden Schwarzen mit einem Kreuz bei Grünen, bei
Linken, bei Sozis, ein konkretes Model zeigt, um es besser zu machen.
Statt mit einem Kreuz bei der AfD das ganze Land zu
zertreten.
Vor zwei Wochen hatte der CDU-Bundesvorsitzende die
Spitzen seiner Partei zum sachsen-anhaltinischen Wahlabend ins Berliner
Konrad-Adenauer-Haus geladen.
Neben CSU-Söder stellen die Schwarzen gegenwärtig sieben
Herren (keine Frauen!); Wegner, Rhein, Wüst, Schnieder, Kretschmer, Schulze,
Günther und Voigt.
Nur einer von Acht, ausgerechnet der politisch am meisten
von Merz entfernteste grünschwarze Kieler, kam zur Unterstützung nach Berlin.
Eine Demütigung für Merz, der so ins Straucheln geriet, daß er sich nur mit Mühe
zwei Wochen Gnadenfirst bis heute erkämpfen
konnte. Es war eine Unverschämtheit der CDU-Landesväter, den Weg nach Berlin
zur Unterstützung ihres Chefs nicht anzutreten und zu Hause zu bleiben. So dachte
ich bis vorgestern, als ich im SPIEGEL las, daß es sogar noch viel schlimmer
war. Die meisten schwarzen MPs waren in der Hauptstadt, scheuten also nicht die
Mühe, ihre Heimatbundesländer zu verlassen, aber sie ließen den Fritzekanzler
demonstrativ allein in der CDU-Zentrale, um nicht zusammen mit ihm gesehen zu
werden. Obwohl sie vor Ort waren.
Man ahnt, wie der Sauerländer Simpel tobte und so
überließ er für das zu erwartenden Desaster von heute nichts dem Zufall.
Zunächst wurden die sieben Provinz-Epigonen verdonnert, einen Solidaritätsbrief
zu verfassen, dessen Notwendigkeit selbst, allerdings die Schwäche des Chefs
bewies. Zudem hatte Boris Rhein jede Erwähnung des Namens „Merz“ aus dem
Schreiben entfernt, um die Solidaritätsadresse noch unsolidarischer erscheinen
zu lassen.
[….]Der Soli-Brief für Merz ging völlig nach
hinten los
Die CDU-Ministerpräsidenten
glaubten, mit ihrer Erklärung könnten sie Zweifel an ihrer Loyalität zum
Kanzler ausräumen. Tatsächlich aber offenbart das Schreiben, wie tief der Riss
zwischen ihnen und Merz wirklich ist.[….]
Zudem wurden die MPs diesmal ultimativ zur CDU-Sitzung um
17.00 Uhr; eine Stunde vor Schließung der Wahllokale; in KAH zitiert.
Angesichts der traurigen demoskopischen Lage und den enormen globalen Schwierigkeiten,
hatte aber keiner der Sieben Zwerge den Mut, vorzutreten, um Merz herauszufordern.
Bereits kurz nach 18.00 Uhr trat der Briloner Brausekopf
allein im Helmut-Kohl-Saal vor die Presse und erklärte den verdutzten
Hauptstadtjournalisten, in dieser enorm verzwickten Lage müssten seine sogenannten
„Reformen“ mit eisernem Griff umgesetzt werden und dafür erfordere es „Rückgrat,
Standhaftigkeit und Geduld“, also gleich drei sehr positive Eigenschaften, über
die nur einer verfüge: Er selbst, der große Merz!
[…] Das Vertrauen in
Institutionen sinke und werde gezielt untergraben – auf das alles könne man nur
auf eine Art reagieren: „Die Reformen müssen kommen!“ Man brauche Rückgrat,
Standhaftigkeit und Geduld. Und genau das wolle er nun aufbringen, um zu
beweisen, dass Deutschland ein Land eben doch ein Land des Aufbruchs sein
könne.
Kein Rücktritt also. Auch
nicht vom Parteivorsitz.
Merz bleibt – das klingt
sogar für manchen in der CDU wie eine Drohung
Dass der Kanzler nach den
harten Pleiten wild entschlossen zu sein scheint, die Leute doch noch irgendwie
emotional zu erreichen, ist spürbar. Dass die Zeit dafür davonläuft, ebenso.
Und es wird nicht einfacher. Beim Koalitionspartner SPD werden weiter die
Stimmen derer lauter werden, die an den Reformen nagen wollen. Schließlich ist
Manuela Schwesig in ihrem Wahlkampf damit gut gefahren.[…]
Fritze findet sich selbst weiterhin einfach fabelhaft, er
ist nach der einzigen relevanten Einschätzung, nämlich seiner eigenen, der
richtige Mann als Kanzler und CDU-Chef. Die "Reformen" findet er
goldrichtig und will sie genauso umsetzen.
[…..] Wie Merz es schafft,
so selbstgefällig wie abgedroschen, in einem Satz die gesichert
rechtsextremistische AfD als lediglich radikal zu verharmlosen, um die Linke
sodann mit der Höcke Truppe gleichzusetzen, das ist so erbärmlich, falsch &
gefährlich. Ich will so einen Typ nicht als Kanzler. [….]
Weiterhin scheint der bornierte Briloner der Realität
vollständig entkoppelt. Aber offenbar haben alle CDU-MPs die Hosen gestrichen
voll und trauen sich nicht, Fritze zu stürzen.Dafür bringe ich ein gewisses Verständnis auf.
Wir haben es mehrheitlich mit einem tumben deutschen
Urnenpöbel zu tun, der sich nach einfachen Lösungen sehnt, von Zumutungen
verschont bleiben will und generell denkfaul ist. Ein Robert Habeck wird nicht
gewollt, eine rotgrüne Mehrheit scheint im Bund meilenweit außer Reichweite.
Leider sehe ich keinen realistischen Weg, wie es mit einem anderen C-Kanzler
besser werden soll. Was würden Bundeskanzler Rhein oder Bundeskanzler Söder
oder Bundeskanzler Wüst ändern? Die grundlegend falsche Fossillobby-Politik,
die Umverteilung von unten nach oben, die einwanderungspolitische Xenophobie,
die Kulturkampfattitüde teilen alle CDUCSUler. Bei Neuwahlen käme es NOCH
schlimmer. Die Lage ist aufgrund der Verblödung des Souveräns hoffnungslos.
Die Konservativen verstehen nach weit über einer Dekade
des stetigen Anschwellens der braunen Pest immer noch nicht, die simplen Zusammenhänge.
[…] Gern noch mal in
einfachen Worten für Union und FDP: Wenn man fünf Jahre lang so tut, als habe
die AfD im Grunde Recht (“Migration=größtes Problem”, “Grüne=sozialistische
Deutschlandhasser”), dann hilft man damit der AfD und schadet sich selbst. Es
ist wirklich nicht schwer.[….]
Aus Merzscher Sicht, war es richtig, schon um 18.00 Uhr
vor die Presse zu treten, um seinen Kritikern zuvor zu kommen, denn in folgenden
fünf Stunden verschlimmerten sich die Zahlen für seine CDU sogar noch.
In Mecklenburg-Vorpommern fliegt die CDU tatsächlich aus
dem Parlament; Putinellas BSW überspringt nicht die 5%-Hürde.
Damit ist zwar keine Fortführung der alten RotRoten
Regierungskoalition möglich, aber RRG hätte drei Sitze mehr als die absolute
Mehrheit. Das ist für ein ostdeutsches Bundesland mit AfD-Rekordzuwachs ein
bemerkenswertes Ergebnis.
Auch in Berlin kam es für Merz schlimmer als das
erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Linken und Schwarzen. Tatsächlich hängte
Elif Eralp den CDU-Finanzsenator mit sieben Prozentpunkten Differenz ab.
Graf, Krach und Evers sind erschreckend öde und zudem
extrem ähnliche Kartoffel-Typen. Angegraute Mainstreamer mit Sparkassen-Appeal,
deren Gesichter man gleich wieder vergisst. Den Grünen Graf googelte ich in den
letzten Wochen immer wieder, weil der dermaßen langweilig und nichtssagend ist,
daß ich sofort wieder vergaß, was der für einen Hintergrund hat.
Für die konservative Hauptstadt-CDU ein passender Kandidat.
Aber Grüne und SPD haben bei ihrer Personalauswahl schwer danebengegriffen.
Dagegen ist Elif Eralp natürlich ein extrem erfrischender guter Pick der
Linken.
In Berlin bedauere ich fast das Scheitern des BSWs, weil
mit dessen Einzug eine Kenia-Koalition rechnerisch unmöglich geworden wäre und
nur noch RRG in Frage käme. Das BSW hätte einen Linke Bürgermeisterin
erzwungen; genau das, was AfD-Fan-Girl Putinella Wagenknecht auf jeden Fall
verhindern wollte.
Franziska Brantner rückt in der ARD schon von RGR für
Berlin ab. Mit den Linken "Antisemiten in Neukölln" wollten die
Grünen nicht zusammen regieren. Umgekehrt scheint die Linke Berliner
Parteibasis insbesondere nach diesem starken Wahlergebnis keinerlei Kompromisse
eingehen zu wollen.
'Vergesellschaftung', die für Linke essentiell ist,
lehnen die Grünen und SPD ab. Beide blinken also Evers an! Allerdings verfehlte
Krach sein Direktmandat und Bürgermeisterin Franziska Giffey, die für die CDU-Koalition
stand, flog ganz aus dem Abgeordnetenhaus.
Man könnte das als klares RRG-Signal interpretieren.
Zumal Eralp die ganz große Gewinnerin bei den Jungen ist.
Der jungen Generation den Stinkefinger zu zeigen, indem
man den rechten Stefan Evers zum Regierenden Bürgermeister wählt, dürfte SPD
und Grünen zukünftig schwer schaden.
Sie waren vorgewarnt und so hielt die
gleichgeschlechtliche Kopulations-App Grindrbei der2026 Republican National
Convention “Trumpapalooza”, am 09. Und 10. September 2026, diesmal dem Ansturm all der
closeted GOPer
(Gay Old Party) stand. So gerade eben.
Die Parteitagsregie machte es der Homobumshilfe
allerdings zusätzlich schwer, indem sie bei einer Hetz-Collage gegen den
liberalen und ultra-erfolgreichen
Polit-Blogger Hasan Piker, unter Myriaden öffentlich
zugänglichen Fotos das einzige, das ihn in Unterhosen zeigt, herausfischten.
[….] Hasan Piker was shocked to discover his
bulge was on display for everyone to see at the Republican National Committee's
midterm convention.
A photo of the left-wing political commentator
posing in his underwear was shown on a more than 25-foot-tall display screen in
front of a convention center full of conservative politicians in Dallas, Texas,
on Sept. 9.
Piker reacted to the RNC using his nearly nude
selfie on opening day of the convention while watching footage of the event on
a livestream.
“Oh my god, what is going on? No, no, no, no, ”
the popular influencer said.
"Nooo!" he added while laughing.
"They f*cking posted the meat pic! Nooo! Yo! They posted the meat pic at
the f*cking Trumpalooza!” [….]
Die chronisch untervögelten GOPer wurden spitz, wie Nachbars
Lumpi und begannen kollektiv nach Piker-Nacktbildern zu googeln.
[….] For many analysts, the Republicans’
attempt to discredit the activist backfired. Jessica Tarlov, a Democratic
political strategist, said on the program The Five on conservative Fox News that
the moment amounted to ”a bunch of betas standing around looking at a
half-naked socialist.” A huge number of internet users did not miss it, either.
Google searches for “Hasan Piker shirtless” rose 5,000%.[…..]
Lindsey Graham ist zwar tot, aber er war bei Weitem nicht
die einzige Klemmschwester der Republikaner.
(….) Graham war aber beileibe
kein Einzelfall. Wöchentlich verstricken sich prominente Republikaner,
christliche Anführer und besonders viele MAGAs in schwule und pädophile
Skandale.
[…] The teasing followed Biden’s more
pointed recent venture into queer politics. During a July appearance on the “I’ve
Had It” podcast, he argued that Washington was controlled in part by a
Republican “closetocracy” — closeted politicians who turn their internal
conflict into anti-LGBTQ+ vitriol. “Everybody knows there is this closeted gay
mafia, largely Republican, that exists in Washington, D.C.,” Biden said, as
The
Advocate
previously reported. He argued that the politicians’ sexualities were relevant because
their alleged hypocrisy affected how they wielded power.[….]
Papst Ratzi sprach von der
„Homo-Mafia im Vatikan“. Offenbar gibt es so etwas auch in Trumps GOP; die „Republican
closetocracy”, eine leider höchst destruktive und gefährliche Gruppe, deren
offenkundig schwule Mitglieder eben nicht so locker wie der (heterosexuelle)
Hunter Biden mit dem Thema umgehen, sondern brutale queerfeindliche Politik
umsetzen. (….)
Natürlich weiß ich nicht, ob der mit seinem „Pfarrer“ zusammenlebende
Mike Johnson schwul ist, ob JD Vance erotische Gefühle für Sofas hegt, ob
Donald Trump von seiner Ivanka träumt, oder ob der Kriegsminister Hegseth
homophilen Gedanken nachgeht.
Aber ganz offensichtlich mag Pete Hegseth keine Frauen,
blockiert ihre Beförderung und ist stattdessen geradezu besessen von muskulösen
Männerkörpern. Er verlangte gleich am Anfang seiner Amtszeit von den Offizieren,
sie müssten schlank sein und sich die Bärte abrasieren.
Im Juli 2026 legte er nach und empfahl, seine Kämpfer mit
Testosterontherapien zusätzlich zu bemuskeln.
[…] US-Verteidigungsminister
Pete Hegseth will sicherstellen, dass die Soldaten über "die richtigen
Testosteronwerte" verfügen. So könnten sie Bestleistung erbringen. […]
Wenn US-Soldaten 30 geworden sind, sollen künftig ihre Testosteronwerte
getestet werden. Dies werde im Rahmen einer bereits bestehenden jährlichen
Gesundheitsuntersuchung stattfinden, kündigte US-Verteidigungsminister Pete
Hegseth in einem Internet-Video an.
[…] Hegseth begründete die
Maßnahme damit, dass der "einzelne Kämpfer" immer der wichtigste
taktische Vorteil der USA sein werde. Er sprach von einer "heiligen
Pflicht", diesen Vorteil zu bewahren. Deshalb müsse man ständig nach neuen
Wegen suchen, um die Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit der
Soldaten zu optimieren, folgerte Hegseth. [….]
Von pummeligen oder sonstigen nach seinem Geschmack
unsexy Soldaten will Trumps Krieger verschont bleiben. Die dürfen ihm noch
nicht einmal unter die Augen kommen.
[….] Schmale Taille ist
Pflicht: Pentagon will offenbar nur »makellose« Soldaten bei anstehender Rede
von Pete Hegseth[…] Für jene Soldaten, die an der »State of the
Force«-Rede von Verteidigungsminister Pete Hegseth am 30. September teilnehmen,
hat das Pentagon offenbar genaue Vorstellungen. Laut einem Bericht des »Wall
Street Journal«wies das
US-Verteidigungsministerium seine Kommandeure an, Soldaten nur unter bestimmten
Voraussetzungen für die Teilnahme an der Rede zu nominieren.
Die Veranstaltung am 30.
September folgt ein Jahr nach einer ähnlichen Rede, zu der Hegseth die obersten
Generäle und Admirale des Landes an einer der größten Basen des US Marine Corps
versammelt hatte. Damals polterte er, es dürfe »keine bärtigen Typen« oder
»dicken Generäle« mehr geben. […] In einer am Dienstag an Kommandeure
der Armee gesendeten E-Mail, die der Tageszeitung vorliegt, sucht das Pentagon
nach Soldaten, die bestimmte »körperliche Anforderungen« erfüllen. Sie müssten
etwa dem von der Armee festgelegten Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße
entsprechen, die Fitnesstests der Armee bestehen und eine »makellose« äußere
Erscheinung sowie »einwandfreie Pflege- und Uniformstandards (ohne Ausnahme)«
aufweisen.
Ferner würden einige
Kandidaten ausgewählt, die die Gelegenheit erhalten, gemeinsam mit dem
46-jährigen Verteidigungsminister zu trainieren. Diese müssten über eine
»nachgewiesene Führungsqualität und professionelle Persönlichkeit« verfügen.
[…]
Das Aussehen seiner Soldaten – jung, schlank, muskulös,
bartlos, fit – zu optimieren, reicht dem Chef-GOPer aber immer noch nicht.
In einer neuen Richtline befasst sich das Pentagon nun
mit der Libido und Erektionsfähigkeit der US-Soldaten.
Ja, ich weiß, nach all den Jahren, meint man immer noch, solche Meldungen
müssten Satire-Redaktionen entspringen. Aber es ist die Trump-Realität.
Der Kampf gegen schlaffe Penisse wird zur echten
Obsession des US-Kriegsministers.
[….] The initiative, first announced in a
July memo by Defense Secretary Pete Hegseth, is part of the agency’s Warfighter
Performance Optimization program, which Hegseth announced in May.
On Sept. 3, the Pentagon temporarily rescinded
its published clinical guidance for a new, mandatory testosterone-deficiency
screening policy, with an official telling Reuters, [….] According to the new
document’s executive summary, symptoms of low testosterone include “reduced
libido, loss of spontaneous morning erections, erectile dysfunction, diminished
energy and physical performance, impaired concentration, reduced muscle mass, and
depressed mood.”[….]
[….] The Pentagon has released new guidance
requiring male troops 30 and older to be screened for low testosterone,
including questions about libido, erectile dysfunction and “loss of spontaneous
morning erections.”[…]
Texas ist so amerikanisch, daß es immer wieder ernsthafte
separatistische Bestrebungen gibt, da den Texanern der Rest der USA zu liberal,
zu woke; eben zu unamerikanisch wird.
Man sagt nicht nur „alles in Texas ist größer“, sondern der
Staat selbst ist riesig.
Der Lone Star State ist flächenmäßig mit knapp 700.000 km2
(doppelt so groß wie Deutschland) die Nummer Zwei nach Alaska. Ebenfalls an
Nummer Zwei (hinter Kalifornien mit 40 Millionen Einwohner) rangiert man mit 29
Millionen Texanern hinsichtlich der Bevölkerungszahl.
Einen weiteren zweiten Platz erreicht Texas mit 2,7
Billionen Dollar BIP bei der Wirtschaftskraft und spielt damit in etwa in der
Liga Frankreich.
Beim BIP/Kopf reicht es noch zum guten Mittelfeld, in der
Lebenserwartung nur noch zu Platz 32/50.
Bemerkenswert ist die fast 100 Jahre alte Entscheidung,
sich von den anderen US-Stromnetzen zu trennen und ein autarkes texanisches
Netz zu unterhalten, so daß bei Stromengpässen der notorisch maroden Südstaaten-Netzen
keine Hilfen der anderen Bundesstaaten möglich sind.
Insbesondere ist Texas aber eine politische Größe für die
Trumpublikaner. 270 Stimmen beträgt die magische Anzahl, die ein Kandidat im „electoral
college“ erreichen muss, um US-Präsident zu werden. Allein 40 „the winner takes
it all“-Stimmen hat Texas zu vergeben. Das letzte mal demokratisch wählten die
Texaner im Jahr 1976 für Jimmy Carter; im folgenden halben Jahrhundert gewann
immer der GOP-Kandidat: Reagan, Bush, Dole, Bush, McCain, Romney, Trump, Trump,
Trump. Seit 1995 wurden immer republikanische Gouverneure gewählt.
Der letzte nicht republikanisch US-Senator aus Texas war im
Jahr 1993 der nur wenige Monate amtierende Bob Krueger.
Und so stellte Texas für die letzten GOP-Männer GWB und
Taco immer eine sichere Bank dar.
Ein erster Schock für die Republikaner ereignete sich
2018, als der liberale Demokrat Beto O’Rourke gegen Ted Cruz bei dem Kampf um den
US-Senatoren-Posten auf 48,3% zu 50,9% heran kram. Beto O’Rourke versuchte dann
2022Texanischer Gouverneur zu werden;
unterlag aber mit 43,8%. 2024 gewann der hochumstrittene korrupte Lügner Cruz
gegen Colin Allred erneut mit 53%.
Aber es ziehen zunehmend jüngere urbane Menschen aus
reichen blue states wie Kalifornien, wegen der niedrigeren Lebensunterhaltungskosten
nach Texas. Außerdem entstehen viele Job ist in der Solarkraft- und Windenergiebranche,
weil erneuerbare Energien trotz der Fossilbeschwörungen der rechtsextremen
texanischen Politiker enorm wachen, da das alte Stromnetz marode ist, die Sonne
sehr viel scheint und sich mit regenerativen Energien mehr Geld verdienen
lässt.
Ganz langsam verändert sich Texas vom solid red state in
Richtung violett.
Die ständigen Mass-shootings, die Kriege, die Homophobie,
die Korruption, die massakrierten Schulkinder, die notorische Pädosexualität
der texanischen GOPer stören die Bewohner des Lone Star States nicht. Aber die explodierenden Benzin- und Lebensmittelpreise
stoßen sauer auf, so daß Donald Trump mittlerweile selbst in Texas unbeliebt
ist.
[….] Trump's approval
rating
is net negative in Texas, according to pollster calculations. Though Trump is
not on the ballot, midterms are usually seen as a referendum on the presidency.
Morning Consult rolls up its poll results over
a three-month period to calculate the state approval rating. Surveys conducted
April 1-June 30 found 45% of registered voters in Texas approve of Trump's job
performance, compared to 52% who disapprove.
The Economist uses weekly YouGov polls to make
projections of the state-level approval ratings. In Texas, Trump is also in the
red by a margin of 22 percentage points, according to The
Economist.
Trump's average approval rating nationally sits
at 38% approval and 59% disapproval as of Aug. 27, according to the New
York Times polling aggregator.[….]
Was jahrelang unvorstellbar war, könnte am 03.11.2026
eintreten; daß nämlich der junge fromme frische Demokrat James Tallarico gegen
den skandalumwitterten GOP-Amtsinhaber und Trumpisten Ken Paxton gewinnen könnte.
[….]Im TV gestrichenes Interview von Jimmy
Kimmel erreicht zehn Millionen YouTube-Aufrufe
Jimmy Kimmel erhob schwere
Vorwürfe gegen die US-Medienaufsicht, weil sein Interview mit dem Demokraten
James Talarico nicht im Fernsehen ausgespielt wurde. Im Internet interessierte
der Clip jedoch enorm.
Wer Unliebsames
unterdrückt, macht es manchmal umso bekannter: Nach angeblichen Drohu ngen der
US-Medienaufsicht Federal Communications Commission (FCC) hatte US-Moderator
Jimmy Kimmel das Interview mit dem Senatskandidaten der Demokraten in Texas,
James Talarico, aus seiner TV-Show gestrichen – und bei YouTube veröffentlicht.
Mehr als zehn Millionen Mal wurde das 21-minütige Gespräch seither dort
aufgerufen, deutlich häufiger als andere Clips aus der jüngsten Zeit, wie etwa
das Interview mit dem Schauspieler Andrew Garfield (1,1 Millionen Aufrufe). [….]
Auch der ultrarechtsradikale langjährige Texanische
Gouverneur Greg Abbott muss um sein Amt fürchten.
[….] Republikanische
Hochburg wackelt: Hinojosa führt erstmals in Umfrage gegen Gouverneur Abbott
Texas-Gouverneur Abbott
gerät unter Druck: Neue Umfragen zeigen die Demokratin Hinojosa im Aufwind –
und ein Rennen, das enger wird als je zuvor.
Der republikanische
Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sieht sich laut zwei neuen Umfragen zum
Gouverneursrennen, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, einer zunehmend
hart umkämpften Herausforderung durch die demokratische Abgeordnete des
Bundesstaatsparlaments Gina Hinojosa gegenüber. Texas galt lange als
republikanische Hochburg, scheint jedoch bei den diesjährigen Zwischenwahlen zu
einem stärker umkämpften Staat zu werden.
Demokraten hoffen, dass die
sinkenden Zustimmungswerte von Präsident Donald Trump ihnen ermöglichen
könnten, das politische Schlachtfeld im November zu erweitern. Texas
unterstützte Trump 2024 zwar noch mit einem Vorsprung von 14 Punkten und hat
seit den 1990er-Jahren keinen Demokraten mehr in ein landesweites Amt gewählt,
doch die Dynamik verschiebt sich langsam.[….]
Seit Beginn dieses Blogs vor fast 20 Jahren war Margot
Käßmann, 68, immer wieder ein Thema, weil sie mich mit ihrer ostentativen Anti-Intellektualität
so sehr triggert.
Es gibt kaum eine prominentere Stimme für selbstzufriedene
Oberflächlichkeiten, die so wenig in Frage gestellt wird.
Wer ihre Aussagen inhaltlich hinterfragt, wie es
beispielsweise Denis Scheck bei der Besprechung ihrer Bücher tut, verzweifelt
an Käßmanns geistiger Flachheit.
Margot Kässmann "In der Mitte des Lebens" Changierend zwischen Predigtentwürfen und autobiographischen Notizen,
geschrieben in jenem anbiedernden theologischen Kauderwelsch, das zum
Niedergang der protestantischen Predigt beigetragen hat, ist dieses in seiner Konzeption
nicht nachvollziehbare, in seinen Gedankengängen sprunghafte Büchlein eher eine
Art Promigucken als wirklich etwas zum Lesen. Margot Kässmann: "Sehnsucht nach Leben " In zwölf besinnungsaufsatzähnlichen Texten denkt die Ex-Vorsitzende der EKD
über Leben und Liebe, Kraft, Heimat, Stille und ja, auch über Gott nach. Dabei
schreibt sie Sätze wie: "Ein Nein ohne jedes Ja – das wurde auf lila Tüchern
beim Kirchentag 1983 in Hannover gegen den Willen von Kirchentagsleitung und
Evangelischer Kirche in Deutschland zum Symbol." "Ein Nein ohne jedes
Ja", auf diesen wirren Nenner könnte man auch meine Meinung zu diesem
Mischmasch von einem Buch bringen.
Margot Kässmann: Mehr als Ja und Amen
Gibt es Jämmerlicheres, als wenn Erwachsene beim Besuch im Kindergarten
oder in der Grundschule so tun, als wären sie selbst Kindergartenkinder oder
Grundschüler? Dieses literarische Leben auf Kredit, diese geborgte Naivität,
dieses Sich-blöd-stellen mit großen Stauneaugen ist der basso continuo von
Margot Kässmanns publizistischem Oevre. "Für dieses Buch habe ich über
viele Monate Zeitungsauschnitte gesammelt und war am Ende fast erschlagen von
der Vielfalt der Probleme, der Stimmen, der Ansätze", schreibt sie. Ein
unnötiges Buch, von der Konzeption her Kraut und Rüben, in der Ausführung
lieblos hingerotzt, ein Buch, dessen Leser sich wie zu Unrecht ans Kreuz geschlagen
fühlen müssen.
Zwölf Aufsätzlein der Ex-EKD-Vorsitzenden zu Themen wie Mut, Trost,
Liebe und Geborgenheit versammelt dieses leider illustrierte Büchlein.
"Ich denke, jeder Mensch muss für sich selbst herausfinden, wo die eigenen
Kraftquellen liegen", schreibt Margot Käßmann darin. Aus dem Mund einer
FDP-Vorsitzenden klänge das akzeptabel, für eine protestantische Theologin aber
ist das bis zur Selbstaufgabe lasch und opportunistisch: ein Offenbarungseid.
Aus groupiehafter Sehnsucht nach der medialen Wiederaufstehung einer
wegen Trunkenheit am Steuer zurückgetretenen Landesbischöfin und
Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland ein grauenhaftes
Mischmasch aus Sermon, Erbauungsliteratur und moralisierenden
Textautomatenbausteinen über Monate an die Spitze der deutschen
Bestsellerlisten zu jubeln – für solch merkwürdige Heiligenverehrung kennt man
meines Wissens im Norddeutschen das schöne Wort "katholisch!"
Sie ist schon so lange als Liebling der Yellow Press und
der Plapper-Talkshowhosts prominent in den Medien vertreten, daß man schon
vergessen hat, wieso sie eigentlich bekannt wurde:
Pfarrerin seit 1985, Generalsekretärin des Deutschen
Evangelischen Kirchentages ab 1994, Bischöfin von Hannover ab 1999, manischer
Aufmerksamkeitsjunkie, die mit jeder noch so privaten Sache (Eheprobleme, Krebserkrankung,
Scheidung) sofort zur BILD-Zeitung rennt, um das publizistisch auszuschlachten.
2009 EKD-Ratsvorsitzende, 2010 Rücktritt weil sie betrunken am Steuer erwischt
wurde, Herausgeberin des evangelischen Monatsmagazins Chrismon, von Sigmar Gabriel
als Bundespräsidentinkandidatin vorgeschlagen, Botschafterin des Hasspredigers
und eines der größten Antisemiten der Menschheitsgeschichte Martin Luther, neun
Jahre Kolumnistin für das rechtsradikale Lügenblatt BILD am Sonntag, Mehrfachopfer des Streisandeffektes,
Präsidentin der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft (EAK) zur Betreuung der
Kriegsdienstverweigerer in Deutschland, Schirmherrin der bundesweiten Kampagne
gegen Rüstungsexporte „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, 2013 neben
AfD-Chrupalla Erstunterzeichnerin des von Hardcore TERF Schwarzer und Putinella
Wagenknecht initiierten „Manifests für Frieden“.
Ihre manische Kamerasucht verleitet sie immer wieder mit
entwaffnender Doofheit, sagenhaft dämliche und nicht durchdachte Dinge von sich
zu geben. Sie vertritt eine absolut perverse Form des Pazifismus, indem sie sogar
die Befreiung Europas von Hitler, den Krieg zur Beendigung des Holocausts, als „ungerecht“
verdammt.
[…] Entgegen der Auffassung
US-Präsident Barack Obamas gebe es für evangelische Christen keinen gerechten
Krieg, sondern nur einen gerechten Frieden. Sie selbst könne allenfalls
bejahen, dass die Uno mit Polizeikräften ausgestattet werde, um internationale
Verbrechen zu verfolgen. Krieg sei jedoch für sie „nicht legitimiert, weil
durch ihn am Ende immer die Zivilbevölkerung leidet.“ Auch hinsichtlich des
Zweiten Weltkriegs frage sie sich, warum die Alliierten die innerdeutsche
Opposition gegen die Nationalsozialisten vor 1939 nicht gestärkt und im
Kriegsverlauf die Bahngleise nach Auschwitz nicht bombardiert hätten. [….]
Die Waffenlieferungen an die Ukraine lehnt sie ebenso
entschieden ab, wie den Afghanistan-Einsatz.
[…] „Nichts ist gut in
Afghanistan. All diese Strategien, sie haben uns lange darüber hinweggetäuscht,
dass Soldaten nun einmal Waffen benutzen und eben auch Zivilisten getötet
werden. […] Aber Waffen schaffen offensichtlich auch keinen Frieden in
Afghanistan. Wir brauchen mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere
Formen, Konflikte zu bewältigen.“ [.…]
(Käßmann, Bischöfliche
Weihnachtspredigt 2009)
Wie es ohne Krieg in Afghanistan, also ganz nach Käßmanns
Idealvorstellung läuft, erleben 22 Millionen Frauen gerade: Völlige
Entrechtung, Prügel, Schulverbot, Folter, Mord.
Man kann noch so pazifistisch sein, aber es gibt immer
wieder Situationen, in denen es ohne militärische Gewalt nicht geht. Nur so
konnte man Hitler stoppen, nur so den Völkermord in Bosnien-Herzegowina beenden,
nur so die vom IS als Sexsklavinnen verschleppten Jesidinnen befreien.
Frappiernd an Käßmann ist ihre geradezu FriedrichMerzsche
Erkenntnisresistenz. Natürlich wird sie seit 20 Jahren immer wieder gefragt,
wie man denn ohne Kriegswaffen Genozide und blutige Diktatoren stoppen soll.
Darauf hat sie, außer ärgerlichen Floskeln – „zunächst einmal würde ich mit den
Taliban beten!“- bis heute keine Antworten. Diese grausame Taubheit gegenüber
den Schreien der Opfer in Kombination mit ihrem hehren Anspruch als Friedens-Frau,
macht Käßmann so unerträglich. Da spricht eine überprivilegierte, reiche weiße
Christin, der man fast wünschen würde, doch mal mit ihrer modischen Kurzhaarfrisur,
Hosen und der Bibel in der Hand durch Kandahar zu gehen, um da mit den Taliban
zu beten. Ihr wird dort sicher nichts passieren, denn wie die überprivilegierte
und untergebildete Dame ebenfalls immer betont, kann man nie tiefer Fallen, als
in Gottes Arme. Daher fühle sie sich immer geborgen.
Zum Glück taucht Käßmann nach ihrer offiziellen
Pensionierung etwas weniger in den Medien auf. Da fällt es leichter, sie zu ignorieren.
Gestern saß sie allerdings bei Maischberger,
die zwar teilweise die richtigen Fragen stellte, aber nicht ein einziges mal
nachhakte, obwohl die grenzdebile Bischöfin keine der Fragen beantwortete,
sondern sich mit wolkigen Klagen herauswand.
Die „Altparteien“ könne sie nicht mehr wählen, weil die
allesamt Waffenlieferungen in die Ukraine befürworteten, erklärte Käßmann.
Maischberger entgegnete korrekt, nur AfD und BSW ergriffen Partei gegen die
Ukraine, indem sie alle Waffenexporte nach Kiew verbieten wollten. Falls Käßmann
nicht Wagenknecht oder Weidel wähle, wenn denn sonst?
Käßmann beantwortete dies nicht, Maischberger fragte
nicht nach.
Teilweise geriet Käßmann regelrecht auf eine grenzdebile
Bahn, ohne von der maximal desinteressierten Interviewerin angezählt zu werden.
So wurde ein Auszug aus einem Käßmann-Auftritt der
Maischberger-Sendung vom 01.09.2015 gezeigt, um ihre damalige Position zu den
nach Deutschland kommenden Flüchtlingen zu verifizieren.
[….] Käßmann: Wirhaben
immer gesagt, die DDR ist ein Unrechtsstaat, weil es keine Reisefreiheit gab.
Vor 16 Jahren haben wir uns gefreut, dass Ungarn die Grenzen aufgemacht hat,
weil wir gesagt haben, Freiheit, Reisefreiheit gehört dazu. [……]
Natürlich war damals die Öffnung der ungarischen Grenze
nicht 16, sondern 26 Jahre her! Nun könnte man sagen, gut, da hat sie sich um
zehn Jahre vertan; für Theologen ist das ja kein Zeitraum.
Aber es ist ein Muster, wenn Käßmann sich politisch oder
historisch äußert: Sie hat nicht die geringste Ahnung von der Materie, über die
sie spricht.
Selbst Martin Luther, für den sie sich als langjährige „Luther-Botschafterin“
als Expertin ansieht, kennt sie offenkundig gar nicht, sondern reitet nur auf ihrem
naiven Zerrbild des wahren Luthers herum. Historiker, die Luther erforschen,
raufen sich die Haare angesichts des Unsinns, den Käßmann plappert.
[….] Der Göttinger
Historiker Hartmut Lehmann übt Kritik an der evangelischen Theologin Margot
Käßmann. In ihrer Eigenschaft als Botschafterin des Rates der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017 zeichne Käßmann
ein falsches Bild von Reformator Martin Luther, schreibt Lehmann in einem
Gastbeitrag für die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt"
(Donnerstag).
Diese Darstellung könne
sich auch negativ auf das Verhältnis zur katholischen Kirche auswirken. Der
Direktor am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen nennt als Beispiel
die Spezialausgabe des Magazins "chrismon" vom 31. Oktober.
Das Titelbild zeigt in
Anlehnung an den historisch nicht verbürgten Thesenanschlag von 1517 die
Umrisse Luthers, der einen Hammer schwingt, darunter die Textzeile: "Er
kann nicht anders: Martin Luther. Vielen Dank für ein Stück Freiheit."
Käßmanns Editorial beginnt mit dem Luther zugeschriebenen Zitat "Hier
stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen."
"Einem Historiker wie
mir fällt auf, dass beide Episoden, der Thesenanschlag wie der angebliche Satz
auf dem Wormser Reichstag, aus dem Arsenal der Lutherlegenden stammen", so
Lehmann. Wer 2012 die Darstellung des Thesenanschlag undifferenziert übernehme,
"vergibt die Chance, das Gespräch mit der katholischen Kirche über eine
weitere Annäherung zu intensivieren."[….]
(Katholisch, 2013)
Was erwartet die Maischberger-Redaktion von einer
Märchentante, die zum Ukraine-Krieg derartig hanebüchene Zahlen von sich gibt?
[….] Käßmann: Also, wir
müssen doch irgendwie zu einem Waffenstillstand kommen, weil das, wenn gesagt
wird, wir sind naiv als Pazifistin und Pazifisten nach mehr als viereinhalb
Jahren Krieg und geschätzt mehr als 500 Millionen Toten muss doch da
irgendwie ein Ende in Sicht kommen. Und ich bin keine Journalistin, ich bin
keine Politikerin, ich bin Theologin und sehe die Menschen, die da ermordet
werden und für die Ukraine wird es ja auch nicht besser.
Maischberger: 500
Millionen weiß ich nicht,….
Käßmann:Das sind schon
vorsichtige Schätzungen![……]
Merz im Panik-Modus vor den Landtagswahlen in Berlin und
MeckPomm; nur so lässt sich sein Hüftschuss gegen die hohen Benzinpreise erklären.
Nun sind aufgrund internationaler Krisen rasant steigende
Öl- und damit auch Benzinpreise, seit den autofreien Sonntagen in den 1970ern
bekannt.
Es gab also über 50 Jahre Zeit, den Instrumentenkasten zu
bestücken, mit dem der Staat darauf reagieren kann, um die verzweifelten Bürger
an den Tankstellen zu entlasten.
Fast unnötig zu erwähnen, daß der Fritzekanzler das halbe
Jahrhundert verschlafen hat und daher jetzt nicht fähig ist, den Kurs
vorzugeben.
Wie soll es denn konkret gemacht werden?
Es gibt nämlich klare Zielkonflikte, deren Lösung eine
fundamental politische Entscheidung ist:
1.Aus
ökologischer und Klimaschutz-Sicht ist ein sehr hoher Benzinpreis
wünschenswert. Nur so entsteht genügend Druck, daß wir endlich von dem
Verbrenner-Wahnsinn abrücken. Die gerechteste Verteilung der Umweltschäden
durch Fossilkraftstoffverbrennung ist ein hoher Spritpreis.
Dann profitieren alle, die sich vernünftig verhalten, indem sie keine
Benziner/Diesel-PKWs fahren, ihre Öl/-Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzt
haben, die aus erneuerbaren Quellen generierten Strom verbrauchen, idealerweise
eine eigene Photovoltaikanlage besitzen.
2.Aus
sozialer Sicht und der Perspektive der Gerechtigkeit ist ein sehr hoher
Benzinpreis nicht wünschenswert, weil es für urbane Innenstadtmenschen
wesentlich leichter ist, sich ohne privates Auto zu bewegen, als für die
Landbevölkerung. Vermögende Villenbesitzer können einfacher in
Fossil-unabhängige Strom- und Wärmeerzeugung investieren, mehr von staatlichen
Förderungen profitieren, währen niedrig verdienende Mieter fast keinen Einfluss
auf die Art der Heizung ihrer Wohnungen haben.
3.Aus
ökonomischer Sicht ist ein sehr hoher Benzinpreis nicht wünschenswert, weil
damit in der deutschen fossillastigen Industrie und Stromerzeugung die
Produktionspreise steigen, „alles teurer wird“ und daher die Preise auf dem
Weltmarkt weniger konkurrenzfähig werden.
4.Aus
Fossillobbyisten-Sicht ist ein sehr hoher Benzinpreis wünschenswert, denn die Konzerne
und Versorgungsunternehmen, greifen enorme „Übergewinne“ ab, profitieren am
allermeisten von staatlichen Leistungen zur Senkung des Spritpreises und zwar
mehrfach: Sie geben Steuersenkungen nicht (vollständig) an die Verbraucher
weiter und verdienen durch den mit billigeren Endpreisen steigenden Absatz.
Ein richtlinienkompetenter Kanzler würde nun vorgeben,
wie man diese vier Perspektiven gewichtet.
Ein politisch erfahrener Kanzler wüßte, welche Methode
kurzfristig zu welchen Kosten durchsetzbar ist: Preisdeckel, belgisches Modell,
12 Uhr-Regel, Direktzahlungen an die bedürftigsten Verbraucher,
Übergewinnsteuer, Mehrwertsteuersenkung, erhöhte Pendlerpauschale,
Neun-Euro-Ticket (bereits empört von den C-Parteien abgelehnt), Energiesteuersenkung?
Die Methoden haben alle Vor- und Nachteile.
[….] Eine Tankfüllung ist
astronomisch teuer, Politiker kündigen Maßnahmen an. Besser wäre es, sie würden
sagen: Angesichts der weltpolitischen Lage können wir im Moment wenig
Sinnvolles tun. [….] Es gibt jedoch gleich drei Probleme. Erstens:
Solange es auf den Weltmärkten an Rohöl mangelt, weil Raffinerien beschossen
und Handelsrouten blockiert werden, werden die Preise eher weiter steigen als
sinken. Gegen diese Gesetzmäßigkeit kann keine Regierung dauerhaft
ansubventionieren.
Zweitens: Staatshilfen
fallen nicht vom Himmel, sie müssen von den Steuerzahlern – den heutigen oder
den künftigen – finanziert werden. Anders gesagt: Will der Autofahrer Müller
Unterstützung, muss der Steuerzahler Müller dafür aufkommen. Und drittens: Das
eine Instrument, das Bürger und Betriebe gezielt entlastet, ohne zugleich
Unsummen zu kosten, Anreize zum Energiesparen zu beseitigen und eine riesige
Bürokratielawine auszulösen, gibt es nicht. Alle Konzepte kommen vielmehr mit
großen Risiken und Nebenwirkungen daher.
Das hat etwa der sogenannte
Tankrabatt, also die Senkung der Energiesteuer, im Mai und Juni gezeigt. Er
konnte die Preise nicht nachhaltig senken, kostete die Staatskasse aber dennoch
sage und schreibe 1,6 Milliarden Euro – in zwei Monaten. Stattdessen ist nun
von Direktzahlungen des Bundes an die Menschen die Rede, womöglich noch sozial
gestaffelt. Das zuständige Bundeszentralamt für Steuern hat jedoch von mehr als
80 Prozent der Bundesbürger gar keine Kontonummer, zudem fehlt der Überblick
über die individuellen Einkommensverhältnisse.
Eine Erhöhung der
Pendlerpauschale wiederum wirkt erst mit Verspätung und nur bei Menschen, die
überhaupt entsprechend Steuern zahlen, also nicht bei Geringverdienern.[…]
Unglücklicherweise haben wir nicht so einen Kanzler,
sondern bloß Merz und eine Wirtschaftsministerin, die ausschließlich Punkt 4
verpflichtet ist.
Die einzige Lösung, sich aus dem Öl/Gas-Preis-Clusterfuck
zu befreien, ist selbstverständlich, die Abhängigkeit von fossilen
Energieträgern massiv zu verringern. Andere Nationen machen das erfolgreich vor,
indem sie wie Norwegen bereits auf erneuerbare Energieerzeugung umgestellthaben,
wie in Skandinavien schon lange verpflichtend auf Wärmepumpen setzen oder de
facto nur noch E-Autos zulassen.
Der deutsche Urnenpöbel setzt allerdings mehrheitlich auf
die Fossillobbyistenparteien AfD, FDP,
FW, BSW, CDU und CSU. Daher marschieren wir energiepolitisch in eine tödliche
Sackgasse, vergrößern unsere Abhängigkeit von fossilen Energien, versagen bei
der Produktion von E-Autos, verölen das Ampel-Heizungsgesetz, bremsen in der EU
beim Klimaschutz, stoppen CO2-Abgaben, wettern wider das Verbrennerverbot.
Das ist alles grundlegend FALSCH.
Ich tendiere daher, auch im Gegensatz zu meiner SPD, sehr
stark zu Position 1.
Es darf bei diesen Benzinpreisen auf keinen Fall zusätzliches
Steuergeld in die Taschen der Energiekonzerne geleitet werden, es soll nicht
der Verbrauch von klimakillenden Energieformen durch billigere Preise gefördert
werden.
Ich bin nicht überzeugt von den sozialen Argumenten gegen
E-Autos, nach denen sich doch nur der „reiche Tesla-Tobias“ leisten könne auf
Benziner zu verzichten.
Auf keinen Fall darf Geld einseitig zu den Benzin-Käufern
fließen, während diejenigen, die aus Vernunft oder Armut auf ÖPNV/Fahrrad/E-Auto/Pedelec
setzen, leer ausgehen.
(….) Und die armen Pendler,
die auf ihr Auto angewiesen sind? Bin ich ihnen gegenüber zu arrogant?
[….] Mir ist der Krieg gegen Iran keineswegs egal, seine Auswirkungen auf
die Energiepreise aber schon. Öl und Gas spielen bei meinen Haushaltskosten
keine Rolle. Das klingt privilegiert, doch auch Sie können etwas tun.[….] Ich finde es angenehm, dass zu
unserem Haus keine Leitung führt, die ein flüchtiges, extrem brennbares Gift
enthält, an dem man ersticken kann. Mir ist völlig klar, dass das überwiegend
irrational ist, denn Gasunfälle sind in Deutschland recht selten. Aber mal
ehrlich: Haben Sie schon mal von einer Wärmepumpenexplosion gehört? Oder davon,
dass eine ganze Familie nachtswegen
einer kaputten Wärmepumpe erstickt ist? Ich auch nicht.[….]Meine
Familie und ich leben, energetisch betrachtet, in der Zukunft: Wenn die
menschliche Zivilisation die Klimakrise überleben soll, dann werden bald alle
so leben müssen wie wir. Vollständig elektrifiziert, versorgt mit Energie von
der Sonne.[….] Knapp 44 Prozent
der Deutschen lebten 2022 in selbstgenutztem Wohneigentum . All diese Menschen
treffen permanent private Investitionsentscheidungen. [….] Noch 2022
wurden in 28 Prozentder neu gebauten
Wohneinheiten Gasheizungen als primäre Wärmequellen verbaut. Seit 2022, seit
Russlands Angriff auf Kyjiw also, wurden in Deutschland weitere zwei Millionen
Gasheizungen verbaut . [….] Deutsche Autokäufer zahlten 2025
durchschnittlich über 44.000 Euro für einen Neuwagen. Dieselfahrzeuge sind im Schnitt
sogar teurer als Elektroautos. Und trotzdem waren nur 19 Prozent der in
Deutschland 2025 verkauften Wagen rein batterielektrisch. Die Leute entscheiden
sich sehenden Auges für das Falsche, Giftige, Teure, Gefährliche, geopolitisch
Problematische. Kommen Sie mir also bitte nicht mit der armen Krankenschwester
auf dem Land. Bei sehr vielen Deutschen liegt es keineswegs am Geld. [….]
Eine Woche vor der
Landtagswahl im Baden Württemberg, erschien im SPIEGEL eine Reportage über die
Stimmung unter den vielen Angehörigen der Autobau- und Zulieferer-Industrie.
Wieso wählen diese seit Jahrzehnten vom Erfolg verwöhnten und gut verdienenden Menschen
rechts?
Schon vor Trumps Irankrieg
schimpften die Reichen Schwaben über die Benzinpreise
[….] Die Automobilbranche
in Deutschland ist vom Erfolgskurs abgekommen, sie schlingert und verliert an
Tempo, wo sie beschleunigen müsste. Nirgendwo zeigt sich das deutlicher als am
Geburtsort des modernen Automobils. In Baden-Württemberg hängen direkt und indirekt
knapp eine halbe Million Arbeitsplätze am Auto.[….]
Wäre es nicht gerade an den
wohlhabenden Cleverles, sich rechtzeitig zu Stromern umzuorientieren?
Technisch sind wir so weit.
Viele Deutsche sind auch reich genug, sich aus den Krallen der Fossillobby zu
lösen.
Aber die Propaganda der
rechten Medien und der toxischen CDUCSUAfD-Politik ist so stark, daß sich die
Verbraucher von Ideologie und Unwissenheit treiben lassen. (….)
Meine Solidarität mit pendelnden Landeiern, deren
Arbeitswege an der Zapfsäule immer teurer werden, ist begrenzt, weil sie
traditionell von klimaschädigender Pendlerpauschale und Dienstwagenprivilegien
profitieren und zudem die niedrigeren Lebenshaltungskosten/Mieten außerhalb der
Metropolen genießen.
Mieter, die keinen Einfluss auf die Heizungsanlagen
haben, müssen eher entlastet werden.