Samstag, 21. Februar 2026

Inkompetenz, Bosheit und Lobbyhurerei

In den letzten drei, vier Jahrzehnten habe ich mich oft gefragt, ob Konservative ihre Thesen (Kernkraft gut, Schwule schlecht, deregulierte Finanzmärkte gut, Frauenrechte schlecht, Verbrennermotoren gut, Umweltschutz schlecht, Trickledown gut, Bildungsgerechtigkeit schlecht, etc) eigentlich selbst glauben, oder ob sie den Quatsch wider besseres Wissen propagieren, weil es dafür Wählerstimmen und Lobby-Millionen gibt.

Im dritten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts sollte die Frage allerdings geklärt sein. Empirik und Wissenschaft haben längst eindeutig bewiesen, wie falsch die CDUCSU-Ideologie stets war und noch ist.

Klimaschutz und Wirtschaft sind keine Antipoden; im Gegenteil: Wer nicht in erneuerbare Energien und grüne Technologien investiert, sondern sich einseitig auf seit Jahrzehnten völlig veraltete Techniken setzt, ruiniert die Wirtschaft.

China ist längst größer Produzent erneuerbarer Energien und lässt keine Verbrenner-Autos mehr zu. Das ist die Zukunft. C-Politik setzt auf unwiederbringliche Vergangenheit.

Und genau das passiert unter Merz und Reiche gerade wieder: Ökonomischer Niedergang Deutschlands.

Der Irrsinn ist nun offensichtlich: CDUCDU agieren gegen deutsche Interessen. Sie wollen unbedingt die Energie-Abhängigkeit von Schurkenregimen wiederherstellen, die sich in der Ampel-Zeit bedenklich löste, weil Scholz und Habeck auf Energieunabhängigkeit setzten.

Dafür gibt es 81 Milliarden Gründe. Denn während Wind und Sonne kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung stehen, zahlt Deutschland jedes Jahr über 80 Milliarden Euro an sympathische Herren wie Trump, MBS und Putin für deren Gas und Öl.

Über 80 Milliarden jedes Jahr futsch, während hierzulande ein möglichst hoher CO2-Ausstoß mit weiteren 65 Milliarden Euro subventioniert wurde, um das Klima noch schneller anzuheizen.

[…] Umweltschädliches Wirtschaften wird in Deutschland noch immer belohnt. Jahr für Jahr fließen Milliarden in den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle – auch international steht Deutschland hier schlecht da.

Das Wort „nachhaltig“ hält seit Jahren einen festen Platz in politischen Reden. Und doch wird nicht-nachhaltiges, umweltschädliches Wirtschaften in Deutschland weiter belohnt. Auf zuletzt 65 Milliarden Euro pro Jahr addieren sich klimaschädliche Subventionen in Deutschland, hat das Umweltbundesamtes (UBA) 2021 berechnet. Dabei sind die milliardenschweren, in weiten Teilen umweltschädlichen Agrarsubventionen aus dem EU-Haushalt noch gar nicht berücksichtigt.

Die Regierung weiß durchaus, dass sich hier etwas ändern muss. Dennoch war es eine kleine Sensation, als die sieben wichtigen Industrienationen der G7 2016 in Japan beschlossen, schädliche Subventionen, etwa Kohle, Öl und Gas, abzubauen. Vor allem, weil sie den Ausstieg aus den Subventionen mit einem Datum versahen: “Wir bleiben der Abschaffung ineffizienter Subventionen für fossile Brennstoffe verpflichtet und ermutigen alle Länder, es uns bis 2025 gleichzutun”, hieß es damals in der Abschlusserklärung. Jetzt, im Jahr 2025, wollte Greenpeace wissen, was seither passiert ist? Sind Deutschland und die anderen G7-Staaten auf Kurs, um ihr Versprechen einzulösen? 

Sind sie nicht, zeigt eine Untersuchung des Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace. Der Ländervergleich mit dem Titel “Leere Versprechungen” zeigt, dass die Höhe fossiler Subventionen seit dem Jahr 2016 insgesamt um 15 Prozent gestiegen ist. Die dabei zugrundeliegenden Zahlen des Internationalen Währungsfonds addieren sich für das Jahr 2023 auf den Rekordwert von 1,4 Billionen US-Dollar. In Deutschland legten die steuerlichen Beihilfen für fossile Energien in diesem Zeitraum um satte 49 Prozent zu. Stärker steigerte die Subventionen in der G7-Gruppe nur Italien. [….]

(Gregor Kessler & Anne Eggers, 03.02.2024)

Wer das für absoluten Wahnsinn hält, muss angesichts der Reiche-Merz-Politik verzweifeln, weil inzwischen noch deutlich mehr Steuermilliarden fließen, um den CO2-Ausstoß zu erhöhen: Mehr Pendlerpauschale, Flugbenzinsteuerbefreiung, Agrardiesel-Subventionen.

Aber das reicht den toxischen C-Politikern noch lange nicht. Sie fördern nicht nur Gas-, Kohle- und Öl-Verbrauch, sondern gehen massiv gegen Wind- und Solar-Energie vor, um die Erneuerbaren zu stoppen.

Ein Volk, das beständig C-Politiker ins Kanzleramt wählt, braucht keine Feinde mehr.

[…] Nach der Solarenergie bläst die CDU nun zum Angriff gegen die boomende Windenergie!

Auf dem Parteitag soll mit Zustimmung der Antragskommission ein Antrag beschlossen werden, die Chaos bei der erfolgreichen Ausweisung von Flächen für die Windenergie zu stiften.

Welch eine Investitionsbremse!  [….]

(Sven Giegold, 20.02.2026)

Das ist offensichtlich nicht nur eine Klima-killende Zukunftsbremse, sondern ökonomischer Wahnsinn. Niemand bei Verstand kann das gutheißen. Noch nicht einmal Reiche, Söder, Spahn und Merz können derart verblödet sein.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um sinistere Absichten zu unterstellen: Die Energie-Unternehmen, die den Deutschen Gas und Öl verkaufen, verdienen sich einen goldene Nase an dieser fossilideologischen C-Politik.

Gas-Kathy könnte als wertvollste Lobbyisten für die Fossilindustrie in die Geschichte eingehen. Viel Zukunft bleibt uns nämlich nicht mehr bei dieser Politik.

Freitag, 20. Februar 2026

Hier bricht sowieso alles zusammen – Teil II

Inzwischen mache ich mir um die Pflege und finanzielle Absicherung im Alter, als kinderloser Single, nicht mehr ganz so viele Sorgen, weil offensichtlich ist, wie Reiche, Dobrindt, Merz, Trump, von der Leyen, Putin jeden Tag mit einer neuen völlig irrsinnigen Idee eifrig daran arbeiten, die Zukunft der Menschen in Deutschland ganz abzuschaffen.

Was aber, wenn ein Wunder geschieht, die deutschen Wähler irgendwie doch noch zu Verstand kämen, womöglich sogar die Amis die orange Pest in Rente schickten und somit der Untergang der Gattung Homo Sapiens noch ein wenig hinausgezögert würde? Irgendwie muss man tatsächlich vorsorgen. Doch wie?

Der Fritzekanzler propagiert bekanntlich Aktien-Portfolios, die er bereits für seine unzähligen Enkel einrichtete. Man merkt schon, diese Knaller-Idee könnte bei einigen Kindern daran scheitern, daß sie keinen freigiebigen Multi-Millionär-Opa haben. (Ich bin ohnehin raus, weil ich als US-Amerikaner durch das elende FATCA-Abkommen von jeden Finanzgeschäften ausgeschlossen bin. Ich darf noch nicht einmal eine Kreditkarte haben. Geschweige denn irgendwelche Börsengeschäfte tätigen.)

Mein Vater hatte vor 30 Jahren als Freiberufler mal ganz gut verdient und von irgendjemanden gehört, da er „nicht klebt“ sähe es schlecht im Alter aus. Damals gab es noch kein FATCA und er steckte seine Ersparnisse in Aktien, die er gut fand. So als Künstler.  Geniale Idee. Hauptsächlich hielt er Enron-Aktien und erzählte mir wöchentlich begeistert, wie viel reicher er nun schon wieder geworden wäre. Fast unnötig zu erwähnen, daß natürlich eines Tages alles weg war und er im Alter blank dastand.

 Aktienspekulationen sollte man eben nur wagen, wenn man a) das Geld wirklich übrig hat, b) etwas von der Causa versteht und c) nicht zufällig US-Ami ist, den FATCA fesselt. Alle drei Voraussetzungen erfülle ich nicht. Aber selbst wenn es ginge, wäre ich als demokratischer Sozialist gegen Aktien. Das ist ein System, welches die Reichen belohnt und die armen Arbeitenden bestraft. Die Mitarbeiter erwirtschaften den Gewinn, behalten ihn aber nicht, weil er zu den Shareholdern abfließt, die statt für die Rendite zu arbeiten, damit beschäftigt waren, auszuruhen und Däumchen zu drehen.

Die beste Alterssicherung ist eigentlich die gesetzliche Rente, in die jeder einzahlt. Es funktioniert hier nur nicht, weil wir einen idiotischen Urnenpöbel bilden, der idiotische Politiker Rentenpolitik machen lässt, die darauf ausgerichtet ist, die Superreichen, Unternehmer, Bundestagsabgeordneten und Beamten aus der Solidarität zu entpflichten.

Statt auf Aktiendepots und gesetzliche Rente, würde ich mich lieber auf stabile Werte verlassen. Gold zum Beispiel. Aber das wirft keine Rendite ab und niemand kann seriös die Entwicklung des Goldpreises prognostizieren.

Die andere Möglichkeit sind natürlich Immobilien. Das sind reale Werte. Man besitzt die Steine. Die können sich nicht in einem Börsencrash auflösen.

Die schönen Vermieterzeiten, als man Jahrzehntelang nichts tun, nichts investieren musste und einfach die Miete abkassierte, sind aber auch lange vorbei. Energie- und Klimawende verlangen enorme Anstrengungen (Dämmung, Heizung!) von den Hausbesitzern. Außerdem sollte man tunlichst schon ganz jung angefangen haben, in Immobilien zu investieren.

(….) Die öde Begriff Alterssicherung, dieses unglaublich spießige Wort, nichts könnte weniger sexy sein, spukt in meinem Kopf herum.

Das war wirklich ein Vorteil ein Jugendlicher zu sein. Solche Begriffe spielten keine Rolle. Man kannte sie entweder gar nicht, oder aber man assoziierte sie nicht mit einem selbst.

Eine Schulfreundin, die von ihren Eltern mit Anfang 20 etwas Geld vorab „erbte“, weil diese ihr großes Haus verkauften und in eine Wohnung zogen, kaufte damals, es muss so ungefähr 1990 gewesen sein, zusammen mit ihrem Verlobten ein Reihenhaus am nordöstlichen Rande Hamburgs. Kurz vor Pinneberg.

Im Erdgeschoss gab es Marmorfliesen, so daß jeder Besucher hartnäckig schon vor der Tür genötigt wurde die Schuhe auszuziehen und nur in weichen Socken über die makellosen fußbodengeheizten weißen Fliesen zu gleiten.

Und zum Rauchen auf die Terrasse. Ebenfalls auf Socken. Schon ein Nikotin- oder Teer-Molekül könnte schließlich einen wertmindernden Schleier auf die frisch geweißte Raufaser legen.

Das gab uns anderen für Jahre Stoff, um uns die Münder fransig zu lästern.

„Hast Du Dir auch die Schuhe ausgezogen“ fragte ich als runnig gag gelegentlich meine Besucher, die natürlich sofort wußten auf wen das gemünzt war. Und dann ging es los:

Wer verlobt sich denn bitte heutzutage noch? Spießiger geht es ja wohl nicht. Und das in dem Alter. Und wer zieht in DIE Gegend? Da möchte man ja nicht mal tot und begraben sein. Wie sollte man eigentlich als normaler Alkoholiker diese Fahrtstrecke bewältigen?

Und ein Reihenhaus, oder „Reihenendhaus“ – darauf legten sie Wert – mit 25? Zumal in derselben Reihe auch die zukünftigen Schwiegereltern eine dieser völlig gleichen Buden bewohnten.

Ich bin eine treue Seele, habe mich immer sehr geduldig und solidarisch gegenüber meinen Freunden verhalten. Aber in diesem Fall half nach vielen, schrecklichen langweiligen Geburtstagen und sonstigen Partys in dem marmorgefliesten Reihenhaus leider nur das große Schisma. Ich lud die beiden eines Tages zu mir ein und erklärte freundlich aber bestimmt bei einem Glas Weißwein, daß ich in Zukunft keinen Kontakt mehr mit ihnen haben wolle; wir hätten offensichtlich keine Gemeinsamkeiten. An dem Abend fiel auch aus ihrem Munde das schöne Wort „undeutsch“, gemeint ganz offensichtlich als Beleidigung.

Wir haben uns tatsächlich nie wieder gesprochen und ich bin immer noch gern undeutsch. Die beste Entscheidung meines Lebens. Da habe ich weise voraus gedacht.

Von solchen Mitmenschen muss man sich in seinem persönlichen Umfeld befreien.

Mit einem hätte ich aber nie gerechnet: Ein Vierteljahrhundert später beiße ich mir in den Hintern, daß ich nicht damals auch eine Immobilie angezahlt habe.

Das wäre was! Damals waren die Preise vergleichsweise spottbillig, ich hätte die Bude inzwischen längst abgezahlt und sie wäre inzwischen das Dreifache wert.

Damit wäre meine Alterssicherung erledigt. Ich könnte entweder mietfrei wohnen, das Haus selbst vermieten oder aber das Ding jederzeit zu einem großen Haufen Geld machen.

Verdammt noch mal, wer hätte damals geahnt, daß diese CDU-affinen Schuhe-aus-Verlobten mit den Marmorfliesen RECHT HATTEN so früh eine Immobilie zu kaufen?

Ein abgezahltes Reihenendhaus im inzwischen hochbeliebten Hamburger Speckgürtel: Dort wo seit zehn Jahren die Immobilienpreise explodieren.

Leider kommt mir diese Erkenntnis ein Vierteljahrhundert zu spät. Jetzt sind sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise für Immobilien in Hamburg in astronomische Höhen geklettert.  (….)

(Als ich mal Kapitalist werden wollte, 24.09.2026)

Aber selbst, wer nicht viel zu spät dran ist und frühzeitig plant, eine Wohnung zu erwerben, steht vor einem gewaltigen Problem: Es gibt nur attraktive Angebote in Gegenden von Deutschland, die durch Abwanderung und Leerstand geprägt sind.

Wer eine Immobilie dort kaufen möchte, wo es auch Jobs und reichlich Mietinteressenten gibt, findet vor allem zwei Typen von Wohnungen:
Erstens energetisch optimale Neubauten, die aber völlig unbezahlbar sind. Zweitens günstigere Buden, die einen enormen Sanierungsstau und katastrophale Energie-Effizienzwerte aufweisen, so daß erhebliche Kosten auf einen zurollen werden.

In beiden Fällen bleiben Wohnungen für Normalverdiener nahezu unerschwinglich.

Das geht nur, wenn man durch Erbschaft oder Lottogewinn zufällig mehrere Hunderttausend Euro übrig hat, die man als Eigenkapital einbringen kann.

Weil Immobilienpreise und Finanzierungskosten hoch bleiben, rückt der Traum von den eigenen vier Wänden für viele immer weiter weg, wie der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel mitteilt. Besonders hart trifft es die junge Generation – rund 470.000 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 25 und 40 Jahren gelten inzwischen als „Verlierer-Generation“ auf dem Immobilienmarkt. Experten warnen: Wer heute nicht kaufen kann, zahlt womöglich ein Leben lang Miete – und trägt das Risiko bis ins Alter.   „Die eigenen vier Wände rangieren bei den Menschen zwar immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Aber gerade die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Das Institut hat den regionalen Wohnungsmarkt analysiert und die Ergebnisse nun vorgelegt. „Gerade Jobstarter und Familiengründer gehören zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau. Aber die ‚Nestbauer-Generation‘ ist längst zur Verlierer-Generation beim Wohneigentum geworden“, sagt Günther. […] Während bundesweit rund 43,5 Prozent der Menschen in den eigenen vier Wänden leben, liegt die Eigentumsquote in Hamburg laut einer aktuellen Analyse bei gerade einmal 21,1 Prozent. Das bedeutet: Die große Mehrheit der Hamburger lebt weiterhin zur Miete. […] Besonders schwierig ist die Lage für jene Altersgruppe, die traditionell Wohnungen kauft oder Häuser baut: Rund 470.000 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 25 und 40 Jahren leben derzeit in der Stadt. Doch steigende Immobilienpreise, hohe Zinsen und fehlendes Eigenkapital machen den Einstieg für viele nahezu unmöglich.

Experte Günther beobachtet deshalb einen deutlichen Trend: Immer mehr Menschen bleiben dauerhaft Mieter – nicht aus freier Entscheidung, sondern weil Eigentum finanziell außer Reichweite gerückt ist. Viele Eigenheimpläne scheitern an der Realität des Marktes.

Eine Studie des German Real Estate Index (GREIX) aus dem vergangenen Jahr ergab, dass Millennials heutzutage über 17 Jahre sparen müssen, bevor sie sich in Hamburg eine Eigentumswohnung leisten können. Bei der Babyboomer-Generation waren es vergleichsweise kurze 7,7 Jahre. Die Studie bezieht sich auf eine Sparquote von 20 Prozent, die bei den Hamburger Mietpreisen bereits für viele schwer zu erreichen ist. […]

(Annika Ehlers, 19.02.2026)

Durchschnittsverdiener mit normalen Jobs sind in den Großstädten also vom Immobilienerwerb de facto ausgeschlossen. An ein nettes Häuschen mit Garten ist ohnehin nicht zu denken. Downsizing ist angesagt für diejenigen, die nicht zufällig Enkel des Fritze Merz sind.

Mal gucken, was die Immobilienportale gerade in Hamburg heute offerieren:

29qm, St. Georg, Baujahr 1974, KEIN Balkon, Fernwärme, ultrahäßliches Haus, für 271.000 inkl.

Wer 50.000 Euro Eigenkapital mitbringt, wird bei 1% Tilgung für etwa 1.000 Euro im Monat eine Finanzierung bekommen. Für einen Schuhkarton ohne Balkon.

Etwas weiter weg, in Eilbek, bekommt man für 275.000 Euro immerhin 33qm in einem Nachkriegsbau (1959)mit Ölheizung und Energieeffizienzklasse E.




Ich erspare uns allen an dieser Stelle die Beispiele und Preise für Wohnungen, bzw Häuser, die man als Paar mit zwei Kindern bräuchte. Die sind außer Reichweite. Es sei denn, man verdient zufällig bei Blackrock ein, zwei Millionen Euro im Jahr.

Man wird also Mieter bleiben müssen. Bei rasant steigenden Mieten, die ob der verfehlten Wohnungsbaupolitik und der Massen-Privatisierung von Sozialwohnungen, kein Halten finden werden.
Das erzeugt Frust und treibt die Menschen zur AfD, die in einer Koalition mit der CDU endgültig jede Sozialpolitik abschaffen wird.

Hier bricht sowieso alles zusammen.

Inzwischen mache ich mir um die Pflege und finanzielle Absicherung im Alter, als kinderloser Single, nicht mehr ganz so viele Sorgen, weil offensichtlich ist, wie Reiche, Dobrindt, Merz, Trump, von der Leyen, Putin jeden Tag mit einer neuen völlig irrsinnigen Idee eifrig daran arbeiten, die Zukunft der Menschen in Deutschland ganz abzuschaffen.

Es wäre schon blöd, bis zu seinem Renteneintrittsalter, zu darben und zu sparen, um nach Jahrzehnten eine halbwegs lebensabsichernde Reserve zu haben und dann einen Tag später zu sterben. Wäre es nicht sinnvoller, sein Leben mit dem Luxus zu erfüllen, den man sich gerade so eben leisten kann? Mit vollen Händen, alles zu verprassen, so lange es geht? Zu genießen, was möglich ist?

Ich habe in meinem täglichen Leben einige alte Baustellen, bei denen ich aus Sparsamkeit und/oder Desinteresse an einem Provisorium festhalte.

Anfang der 1970er wollte ich unbedingt mein eigenes Zimmer und zog in die leere Dachkammer des Hauses meiner Oma. Meine Mutter fuhr mit mir zu einem Möbelmarkt auf der grünen Wiese – es gab noch kein IKEA – und kaufte extra dafür eine „Jugendschrankwand“ mit einigen Regalen, Fächern, einer ausklappbaren Schreibtischplatte und einer kleinen Vitrine. Sie besteht aus billigstem Pressholz, einem glitzernden Plastik-Furnier mit silbernen Plastik-Verschnörkelungen. Unfassbar häßlich, aber als Kind war es „meins“ und ich fand es toll. Wir zogen noch zweimal um, die Schrankwand kam mit. Meine erste eigene Wohnung war zu klein, aber da ich gar keine eigenen Möbel hatte, stellte ich die halbe Plasikschrankwand in die Küche als Regal, der Rest lagerte auf dem Dachboden. Bei meinem letzten Umzug setzte ich das ganze Ding wieder zusammen und schob es in ein langes 7qm-Zimmer, welches als meine Abstellkammer dient. Es sollte ein Provisorium sein, weil ich gar nicht so lange in der Bude bleiben wollte. (Das war im letzten Jahrtausend).

Inzwischen ist diese Schrankwandungetüm weitgehend zusammengebrochen. Regalböden sind aus ihrer Verankerung geplatzt und haben Teile des spröden Pressplattenmaterials und des Plastiks mit sich gerissen. Das Teil liegt in Trümmern und ist nicht zu reparieren, weil man in das billige Material weder Schrauben, noch Nägel treiben könnte. Und warum sollte ich das auch noch reparieren? Das muss auf den Müll und ist ein Beweis dafür, weshalb man lieber in ewig langlebige hoch qualitative Möbel investieren sollte.

Bedauerlicherweise bin ich von dem „Ich bin noch zu jung, um mir richtig gute Möbelstücke zu leisten“-Zustand direkt in die „Ich bin jetzt zu alt; es lohnt sich nicht mehr, teure Möbel zu kaufen“-Phase gewechselt.

Ich ärgere mich darüber, mich Dekaden über das Plastikschrott-Regal geärgert zu haben. Wieso habe ich nicht all die Jahre mit einem optisch ansprechenden Regalsystem gelebt? Wozu sparen, wenn irgendwann eh kleine Lebenszeit mehr übrig ist?
Das dachten sich weltweit auch Millionen Menschen, als sich 1910 der Halleysche Komet ankündigte, um das Leben auf der Erde zu vernichten. Viele hörten auf zu arbeiten und verkauften alles, das sie hatten. Das erschien nur sinnvoll: Wenn man eh nur noch ein paar Wochen oder Tage zu leben hat, dann besser nicht Trübsal blasen, sondern sich endlich das leisten, was man schon immer wollte. Die menschliche Zivilisation mit „Koks und Nutten“ ausklingen lassen. Das hat sicher Spaß gemacht.

Blöd war es nur, als der giftig tödliche Komet vorbeiflog und man immer noch lebte – allerdings total pleite.

[….] Bei seiner Wiederkehr im Jahr 1910 löste der Halleysche Komet sogar eine weltweite Massenpanik aus. Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Astronom William Huggins bei Untersuchungen festgestellt, dass sich im Licht von Kometenschweifen die Spektrallinien für Kohlenstoffverbindungen nachweisen ließen. Unter anderem wurden auch Spuren von Cyan gefunden, das in der Verbindung mit Kalium das hochgiftige und tödliche Gas Zyankali ergibt.

Als es nun so aussah, dass die Erde 1910 in den riesigen Schweif des Halleyschen Kometen geraten würde, waren die Menschen wochenlang in Panik. In Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) standen 100.000 Menschen in Nachtgewändern auf den Dächern, in Chicago verstopften die Hausbewohner alle Tür- und Fensterfugen mit Lappen, und Papst Pius X. verurteilte das Hamstern von Sauerstoffflaschen. Alle Welt fürchtete den Tod durch Giftgas.

Als der Komet dann vorüberzog, zeigten die Messgeräte nicht die geringste Spur von Cyanid: Die Gasdichte von Kometenschweifen ist viel zu gering.   [….]

(Planet Wissen 2019)

Wenn der kurzperiodische 1P/Halley im Jahr 2061 wiederkehrt, bin ich ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit längst von dieser irren Affenkugel abgereist. Der Periheldurchgang wird also meine persönliche finanzielle Situation kaum beeinflussen. Ich mutmaße allerdings, daß in35 Jahren menschliches Leben auf diesem Planeten ohnehin kaum noch möglich sein wird. Vielleicht unter großem Elend, oder für die wenigen Superreichen, die sich schon jetzt abseits der Bevölkerungszentren, gerne auf Privatinseln, gewaltige autarke Bunkeranlagen bauen lassen, in denen sie atomaren Fallout, Pandemien oder höllisch-heiße Außentemperaturen aussitzen können, während draußen die Zombiapokalypse tobt.

Es wird schon im reichen Norddeutschland mutmaßlich äußerst unangenehm, wenn Fritze Merz seine Drohung wahrmacht, bis zum Jahr 2033 zu amtieren.

Auf funktionierende staatliche Strukturen für die Masse – Grundsicherung, Energie/Gesundheitsversorgung, Pflege, Lebensmittel, Schutz vor Hitze – wird man vermutlich nicht mehr bauen können, wenn Dobrindt, Reiche und Co, ihr Zerstörungswerk bis dahin fortsetzen. Diejenigen, für die 2033 ungefähr in die statistisch wahrscheinliche ablaufende biologische Uhr fällt, haben Glück. Sie können zurückblicken und sich daran erfreuen, zumindest das erste halbe Jahrhundert ihres Lebens in Frieden gelebt zu haben. Millennials, GenZ und Gena sind allerdings die Gelackmeierten und brauchen eine Exit-Strategie.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Europa, EU, GB und Willige

Fritze und seine fürchterlichen Cronies ruinieren bedauerlicherweise nicht nur die deutsche Wirtschaft und somit die Zukunft der Menschen zwischen Flensburg und Bodensee. Nein, sie legen auch die Axt an die EU an.

[…] Empörung in Paris über Wadephuls Einmischung[…] Der Name Johann Wadephul ist in französischen Medien derzeit omnipräsent. Der sonst eher zurückhaltend agierende Außenminister schaffte das mit einem am Montag ausgestrahlten Interview im Deutschlandfunk, in dem er die französische Haushaltspolitik heftig kritisiert. Mehr noch: Für einen Diplomaten durchaus ungewöhnlich machte er sogar Vorschläge, wo und wie Paris sparen könnte.

Die Bewertung „unzureichend“ findet sich in fast allen Schlagzeilen wieder: „Deutschland hält Frankreichs Bemühungen um eine Erhöhung der Verteidungsausgaben für ‚unzureichend‘ und fordert Frankreich auf, ‚Einsparungen vorzunehmen‘ inbesondere bei Sozialausgaben“, titelt die Zeitung Le Monde. Im Wirtschaftsblatt La Tribune lautet die Schlagzeile: „Verteidigungsausgaben: Deutschland erteilt Frankreich eine Lektion“. Es schreibt „von einer ungewöhnlich scharfen Erklärung des Außenministers“. Auch Liberation kommt zu einer ähnlichen Einschätzung und interpretiert die „ungewohnt scharfe Radioansprache“ Wadephuls als Aufforderung an die Adresse des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, „die Sozialausgaben zu kürzen und das Geld stattdessen für die Verteidigung zu verwenden“. […] Macron spreche „immer wieder richtigerweise von unserem Streben nach europäischer Souveränität“, sagt Wadephul. Wer so spreche, müsse im eigenen Land handeln. „Bedauerlicherweise sind die Anstrengungen auch in der Französischen Republik bisher unzureichend, das zu leisten.“ Nicht genug der Rüge, Wadephul preist auch noch das Vorgehen der Regierung in Berlin als Vorbild an. Deutschland setze das Fünf-Prozent-Ziel der Nato für Verteidigungsausgaben um. „Unsere Haushalte, unsere mittelfristige Finanzplanung geben das her.“

Das ist ein Seitenhieb auf die französische Regierung, die erst vor zwei Wochen und nur mit Mühe den Haushalt für 2026 durchbekommen hat. […]

(Alexandra Föderl-Schmid, 17.02.2026)

Braunfußtölpel Wadephul, immerhin oberster Diplomat Deutschlands, ist leider genauso wenig in der Lage, seine Worte abzuwägen, wie sein Chef: Trottellumme Merz. Ungebremst von jeder Selbstkontrolle, plappert er ungefiltert die einfältigsten Gedanken raus, die gerade durch seinen hohlen Eierkopp rollen. Nur um anschließend ganz überrascht von den negativen Reaktionen zu sein, die er natürlich nicht kommen sah.

Merz kuschelt demonstrativ lieber mit den Faschisten Trump und Meloni, während der EU-Motor „Paris<->Berlin“ immer mehr stottert.

Es gibt genügend Formate aller Ebenen, auf denen sich Franzosen und Deutsche hinter verschlossenen Türen gegenseitig Ratschläge geben können.

Aber ausgerechnet der Außenminister erhebt den stolzen Franzosen gegenüber die Zeigefinger. Was hatte Wadephul denn erwartet?

Eine demütige öffentliche Macron-Ansprache mit den Worten:

„Oh DANKE Wadephul! Wir freuen uns über deine wertvollen Tipps. Wir sind noch nie selbst auf die Idee gekommen Sozialleistungen zu streichen! Wenn es doch nur in Frankreich auch jemals so spitzenmäßig mit der Wirtschafts- und Finanzpolitik liefe, wie bei euch in Berlin!"

[….]  Diese Zerrüttung zwischen Deutschland und Frankreich kann sich niemand leisten […] Wenn sich Franzosen und Deutsche streiten, weht immer auch eine Schwade Melancholie mit. Wenn sie gegeneinander sticheln, vor und hinter den Kulissen schlecht übereinander reden, alte Ressentiments lauter drehen und abgewetzte Klischees bedienen – was für eine Tristesse. Ohne ein Grundverständnis zwischen Paris und Berlin, ohne etwas Groove auf der Achse, ohne Chemie zwischen beiden Akteuren, ist die Europäische Union noch nie weit gekommen.

Dieses Verständnis war selten wichtiger als in diesen Zeiten, da die Weltordnung neu sortiert wird. Der Kontinent ist mit multiplen Risiken konfrontiert, sie kommen aus Russland, aus China, sogar aus Amerika. Und ausgerechnet an diesem Wendepunkt der Geschichte ist Europas stärkstes Duo, sein Motor, sein Getriebe, vielleicht auch sein Herz, so zerrüttet wie schon lange nicht mehr. […]

(Oliver Meiler, 18.02.2026)

Unterdessen verkündet der Sauerländer Komiker, der schon innerhalb von neun Monaten Deutschland nachhaltig ruiniert und die EU an den Rand der Implosion bringt, er wolle eine zweite Amtszeit regieren. Also volle acht Jahre, bis er so alt wie sein Idol Donald Trump ist.

[…] Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten Bundestagswahl an. „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen“, sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei.

An den rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 22. März, Gordon Schnieder, gerichtet, sagte er: „Wenn wir dann, sagen wir in fünf Jahren, hier wieder stehen, dann möchte ich, dass wir beide gemeinsam, du als Ministerpräsident, ich im Amt als Bundeskanzler, wir beide zurückschauen und sagen: Das waren harte Zeiten, aber wir haben damals in der CDU Deutschlands und in dieser Bundesregierung und in dieser Landesregierung, geführt von Gordon Schnieder, die richtigen Entscheidungen getroffen.“ […]

(SZ, 18.02.2026)

Wahrscheinlicher ist, daß Merz 2029 von Spahn und/oder Weidel abgelöst wird. Angesichts des rechten medialen Trommelfeuers für Merz und des täglich mehr verblödenden Urnenpöbels, kann man aber auch nicht ausschließen, daß Merz wiedergewählt wird.

Da ich schon nach neun Monaten Merz/Reiche/Wadephul/Dobrindt, am Rande eines psychischen Zusammenbruchs bin, will ich mir volle acht Jahre dieser Konstellation gar nicht vorstellen. Allzu viele Sorgen muss ich mir aber wohl nicht machen. Lange bevor wir das Jahr 2033 mit einem Gerontokanzler Merz erleben könnten, werden „diese Männer die Welt verbrennen“ und uns von diesem elenden Diesseits erlösen.

Für Europa, welches von der Nazi-kuschelnden EVP, der Trump-affinen Ursula von der Leyen, sowie den Putin-U-Booten Orbán und Fico unter Beschuss genommen wird, bleibt nur eine Möglichkeit:
Die wenigen Willigen innerhalb und außerhalb der EU, sollten, wie gelegentlich gegenüber der Ukraine, eine Allianz der Willigen bilden. Gemeinsam mit Kanada und Großbritannien voran gehen. Dafür müssten wir Merz allerdings irgendwie loswerden.

[…]  Europa der zwei Geschwindigkeiten: […] Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien wollen gemeinsame Regeln für die Börsen und Finanzmärkte der gesamten EU entwickeln. […] Das „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ nimmt Gestalt an. Eine kleine, schnelle Ländergruppe, die andere mitzieht, soll jetzt bei der Kapitalmarktunion ausprobiert werden. Dies sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach einer Ratstagung mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel.

„Wir wollen die Tempomacher sein“, erklärte Klingbeil zu einem Treffen im sogenannten E6-Format. Darin arbeiten Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien an gemeinsamen Lösungen. „Wir wollen am Ende Lösungen für ganz Europa, immer mit dem Ziel, Europas Souveränität zu stärken“, betonte Klingbeil.

Die neue Vorreitergruppe ist umstritten, denn EU-Gründerstaaten wie Belgien sind nicht dabei. Dafür darf Polen mitmachen, obwohl es nicht einmal den Euro eingeführt hat. […]

(Eric Bonse, 18.02.2026)

Dienstag, 17. Februar 2026

Harte ökonomische Fakten.

Hartnäckig hält sich die kollektive Fehleinschätzung von der finanzökonomischen überlegenen Kompetenz der konservativen Parteien in Europa und Nordamerika.

Das wirkt zunächst einmal erstaunlich, weil die Realität seit vielen Jahrzehnten das diametrale Gegenteil beweist: Republikanische US-Präsidenten, Tory-Premierminister, CDU-Kanzler hinterließen stets ein Land in Agonie, mit Rekordschulden und gewaltigem Reformstau, den nachfolgende Regierungen ausbaden mussten.

Die Erkenntnis „Linken können besser mit Geld umgehen“ bleibt aber dennoch nicht hängen, weil das von interessierter Seite verhindert wird.

Durch Parteispenden, Lobbyorganisationen und erzkonservative Medienhäuser (Murdoch, Döpfner, Gotthardt, Burda, Musk, Ellison), können die Superreichen nicht nur die Regierungspolitik, sondern auch das Wählerverhalten beeinflussen.

Es war natürlich lange vor der letzten Bundestagswahl im Februar 2025 bekannt, wie vollkommen unfähig, ökonomisch ahnungslos und lobbyhörig Spahn, Klöckner, Linnemann und Merz sind, daß sie auf gar keinen Fall Regierungsverantwortung übernehmen dürfen. Aber das konservative Trommelfeuer wirkte.

Und nun haben wir eben das, was zu erwarten war: Die schlechteste Regierung seit 1949 mit der schlechtesten Wirtschaftsministerin seit 1949, die Deutschland tief in den Abgrund steuern.

Rechte und Blöde glauben das nicht, halten diese Erkenntnis für linke Propaganda.

Aber auch wenn man alle „Meinungen“, „Bewertungen“ und „Analysen“ ausblendet, sich stattdessen nur auf offizielle Zahlen und Fakten konzentriert, kann man zu keinem anderen Schluss kommen.

Gaslobbyisten Reiche schafft aktiv die erneuerbaren Energien ab, sorgt durch eine von ihr erzeugte Gasmangellage für drastische steigende Gas-Einkaufspreise, die – ÜBERRASCHUNG – den Gaskonzernen Milliarden in die Kassen spülen.

Da kann es keine zwei Meinungen geben. Man gucke nur auf die Zahlen! Merz und Reiche brauchten noch nicht einmal ein Jahr, um trotz der gewaltigsten Konjunkturspritze aller Zeiten – eine Billion Euro neuer Schulden – Arbeitslosigkeit, Insolvenzkrise und Inflation zurück zu bringen!

[….] Inflationsrate steigt auf 2,1 %

Steigende Preise für Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresanfang in die Höhe getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 2,1 % zum Vorjahresmonat - nach 1,8 % im Dezember, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Lebensmittel legten um 2,1 % zu, nach plus 0,8 % im Dezember. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, lag bei 2,5 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation von 2 % an. [….]

(ARD, 17.02.2026)

[….] "Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen bestätigen die schwierige Lage der deutschen Wirtschaft. Wir erleben leider wieder einen Rekord bei den Betriebsschließungen. Allein im November 2025 mussten so viele Betriebe insolvenzbedingt ihre Pforten schließen wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Für das Gesamtjahr 2025 ist letztlich mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen – das sind mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag. Hinter diesen Zahlen steht nicht nur der Verlust von unternehmerischem Herzblut und Innovationsgeist, sondern auch viele verlorene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und eine Schwächung ganzer Regionen.  [….]

(DIHK, 13.02.2026)

[….] Industrie baut über 120.000 Jobs ab                                       

In der Wirtschaftskrise hat die deutsche Industrie 2025 im großen Stil Jobs gestrichen. Ende vergangenen Jahres arbeiteten dort rund 5,38 Mio. Menschen - gut 124.000 oder 2,3 % weniger als im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY vorliegt. Der Stellenabbau in der Industrie fiel damit fast doppelt so hoch aus wie 2024, so die Studie.                                                             

Am härtesten traf es 2025 die kriselnde Autobranche, wo allein rund 50.000 Jobs verloren gingen, während die Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Minus von rund 2000 Stellen glimpflich davonkam. [….]

(ARD, 17.02.2026)

Nichts davon kommt überraschend. Alles ist die logische Folge der toxischen Politik von Merz, Reiche, Schnieder und Dobrindt.

Reiche, die schlechteste Wirtschaftsministerin, die Deutschland je gesehen hat, dürfte sich einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient haben.

Aber Reiche darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie atemberaubend destruktiv und schädlich auch die anderen Merz-Cronies mit ihren abenteuerlichen Märchen sind.

Ungeniert verlangt Carsten Linnemann nach wie vor drastische Umverteilung von den finanziell Schwächsten zu den Superreichen.

[…]  Der CDU-Politiker will die Grenze, ab der der Spitzensteuersatz greift, von derzeit 68.000 Euro brutto im Jahr auf 80.000 Euro anheben. Doch zuletzt lag das mittlere Jahreseinkommen von Vollzeitbeschäftigten bei rund 47.000 Euro. Die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung ist also weit davon entfernt, in den Genuss von Linnemanns Vorschlag zu kommen. Und: Das Ehegattensplitting sowie zahlreiche Abschreibungsmöglichkeiten führen schon jetzt dazu, dass nur eine kleine privilegierte Minderheit wirklich den Spitzensteuersatz zahlt. Stattdessen würden von Linnemanns Vorschlag vor allem auch Superreiche profitieren, weil der Anteil ihres Einkommens, für den sie den Spitzensteuersatz zahlen müssen, dadurch sinkt. […]

(Simon Poelchau, 16.02.2026)

Wäre der Urnenpöbel zurechnungsfähig, gäbe es in den Umfragen breite RRG-Mehrheiten. Man kann das alles wissen. Auch, wenn man sich nicht 24/7 mit Nachrichten beschäftigt. Aus allgemein zugänglichen Quellen. Ohne Paywall.

Der Irrsinn der Merz-Bande kennt keine Grenzen und wird uns alle in den Abgrund führen.

[…] Integrationskurse gestrichen: Bundesregierung verbaut Ukrainer*innen den Weg in den Job

Ukrainer*innen finden sich bisher gut in Deutschland ein. Die Bundesregierung gefährdet das, indem sie Jobcenterberatung und Integrationskurse streicht.

Die Bundesregierung reißt einen der größten Erfolge deutscher Integrationspolitik ein. Zwar haben immer mehr geflüchtete Ukrainer*innen in Deutschland einen Job, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt – doch Union und SPD streichen systematisch die Programme zusammen, auf die diese Entwicklung zurückzuführen ist. Expert*innen kritisieren insbesondere, dass die neu Ankommenden inzwischen nicht mehr von den Jobcentern betreut werden. Seit Kurzem wird ihnen nun auch der Zugang zu Integrationskursen verwehrt.  [….]

(Frederik Eikmanns, 17.02.2026)