In den letzten drei, vier Jahrzehnten habe ich mich oft
gefragt, ob Konservative ihre Thesen (Kernkraft gut, Schwule schlecht, deregulierte
Finanzmärkte gut, Frauenrechte schlecht, Verbrennermotoren gut, Umweltschutz
schlecht, Trickledown gut, Bildungsgerechtigkeit schlecht, etc) eigentlich
selbst glauben, oder ob sie den Quatsch wider besseres Wissen propagieren, weil
es dafür Wählerstimmen und Lobby-Millionen gibt.
Im dritten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts sollte die
Frage allerdings geklärt sein. Empirik und Wissenschaft haben längst eindeutig
bewiesen, wie falsch die CDUCSU-Ideologie stets war und noch ist.
Klimaschutz und Wirtschaft sind keine Antipoden; im
Gegenteil: Wer nicht in erneuerbare Energien und grüne Technologien investiert,
sondern sich einseitig auf seit Jahrzehnten völlig veraltete Techniken setzt,
ruiniert die Wirtschaft.
China ist längst größer Produzent erneuerbarer Energien
und lässt keine Verbrenner-Autos mehr zu. Das ist die Zukunft. C-Politik setzt
auf unwiederbringliche Vergangenheit.
Der Irrsinn ist nun offensichtlich: CDUCDU agieren gegen
deutsche Interessen. Sie wollen unbedingt die Energie-Abhängigkeit von Schurkenregimen
wiederherstellen, die sich in der Ampel-Zeit bedenklich löste, weil Scholz und
Habeck auf Energieunabhängigkeit setzten.
Dafür gibt es 81 Milliarden Gründe.
Denn während Wind und Sonne kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung stehen,
zahlt Deutschland jedes Jahr über 80 Milliarden Euro an sympathische Herren wie
Trump, MBS und Putin für deren Gas und Öl.
Über 80 Milliarden jedes Jahr futsch, während hierzulande
ein möglichst hoher CO2-Ausstoß mit weiteren 65 Milliarden Euro subventioniert
wurde, um das Klima noch schneller anzuheizen.
[…] Umweltschädliches
Wirtschaften wird in Deutschland noch immer belohnt. Jahr für Jahr fließen
Milliarden in den Verbrauch von Öl, Gas und Kohle – auch international steht
Deutschland hier schlecht da.
Das Wort „nachhaltig“ hält
seit Jahren einen festen Platz in politischen Reden. Und doch wird
nicht-nachhaltiges, umweltschädliches Wirtschaften in Deutschland weiter
belohnt. Auf zuletzt 65 Milliarden Euro pro Jahr addieren sich klimaschädliche
Subventionen in Deutschland, hat das Umweltbundesamtes (UBA) 2021 berechnet. Dabei sind die
milliardenschweren, in weiten Teilen umweltschädlichen Agrarsubventionen aus
dem EU-Haushalt noch gar nicht berücksichtigt.
Die Regierung weiß
durchaus, dass sich hier etwas ändern muss. Dennoch war es eine kleine
Sensation, als die sieben wichtigen Industrienationen der G7 2016 in Japan
beschlossen, schädliche Subventionen, etwa Kohle, Öl und Gas, abzubauen. Vor
allem, weil sie den Ausstieg aus den Subventionen mit einem Datum versahen:
“Wir bleiben der Abschaffung ineffizienter Subventionen für fossile Brennstoffe
verpflichtet und ermutigen alle Länder, es uns bis 2025 gleichzutun”, hieß es
damals in der Abschlusserklärung. Jetzt, im Jahr
2025, wollte Greenpeace wissen, was seither passiert ist? Sind Deutschland und
die anderen G7-Staaten auf Kurs, um ihr Versprechen einzulösen?
Sind sie nicht, zeigt eine
Untersuchung des Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft im Auftrag von
Greenpeace. Der Ländervergleich mit dem Titel “Leere Versprechungen” zeigt, dass die
Höhe fossiler Subventionen seit dem Jahr 2016 insgesamt um 15 Prozent gestiegen
ist. Die dabei zugrundeliegenden Zahlen des Internationalen Währungsfonds
addieren sich für das Jahr 2023 auf den Rekordwert von 1,4 Billionen US-Dollar.
In Deutschland legten die steuerlichen Beihilfen für fossile Energien in diesem
Zeitraum um satte 49 Prozent zu. Stärker steigerte die Subventionen in der
G7-Gruppe nur Italien. [….]
Wer das für absoluten Wahnsinn hält, muss angesichts der
Reiche-Merz-Politik verzweifeln, weil inzwischen noch deutlich mehr
Steuermilliarden fließen, um den CO2-Ausstoß zu erhöhen: Mehr Pendlerpauschale,
Flugbenzinsteuerbefreiung, Agrardiesel-Subventionen.
Aber das reicht den toxischen C-Politikern noch lange
nicht. Sie fördern nicht nur Gas-, Kohle- und Öl-Verbrauch, sondern gehen
massiv gegen Wind- und Solar-Energie vor, um die Erneuerbaren zu stoppen.
Ein Volk, das beständig C-Politiker ins Kanzleramt wählt,
braucht keine Feinde mehr.
[…] Nach der Solarenergie
bläst die CDU nun zum Angriff gegen die boomende Windenergie!
Auf dem Parteitag soll mit
Zustimmung der Antragskommission ein Antrag beschlossen werden, die Chaos bei
der erfolgreichen Ausweisung von Flächen für die Windenergie zu stiften.
Das ist offensichtlich nicht nur eine Klima-killende Zukunftsbremse,
sondern ökonomischer Wahnsinn. Niemand bei Verstand kann das gutheißen. Noch
nicht einmal Reiche, Söder, Spahn und Merz können derart verblödet sein.
Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um sinistere
Absichten zu unterstellen: Die Energie-Unternehmen, die den Deutschen Gas und
Öl verkaufen, verdienen sich einen goldene Nase an dieser fossilideologischen
C-Politik.
Gas-Kathy könnte als wertvollste Lobbyisten für die
Fossilindustrie in die Geschichte eingehen. Viel Zukunft bleibt uns nämlich
nicht mehr bei dieser Politik.
Was aber, wenn ein Wunder geschieht, die deutschen Wähler
irgendwie doch noch zu Verstand kämen, womöglich sogar die Amis die orange Pest
in Rente schickten und somit der Untergang der Gattung Homo Sapiens noch ein
wenig hinausgezögert würde? Irgendwie muss man tatsächlich vorsorgen. Doch wie?
Der Fritzekanzler propagiert bekanntlich Aktien-Portfolios,
die er bereits für seine unzähligen Enkel einrichtete. Man merkt schon, diese
Knaller-Idee könnte bei einigen Kindern daran scheitern, daß sie keinen
freigiebigen Multi-Millionär-Opa haben. (Ich bin ohnehin raus, weil ich als
US-Amerikaner durch das elende FATCA-Abkommen von jeden
Finanzgeschäften ausgeschlossen bin. Ich darf noch nicht einmal eine
Kreditkarte haben. Geschweige denn irgendwelche Börsengeschäfte tätigen.)
Mein Vater hatte vor 30 Jahren als Freiberufler mal ganz
gut verdient und von irgendjemanden gehört, da er „nicht klebt“ sähe es
schlecht im Alter aus. Damals gab es noch kein FATCA und er steckte seine Ersparnisse
in Aktien, die er gut fand. So als Künstler.Geniale Idee. Hauptsächlich hielt er Enron-Aktien und erzählte mir
wöchentlich begeistert, wie viel reicher er nun schon wieder geworden wäre.
Fast unnötig zu erwähnen, daß natürlich eines Tages alles weg war und er im
Alter blank dastand.
Aktienspekulationen
sollte man eben nur wagen, wenn man a) das Geld wirklich übrig hat, b) etwas
von der Causa versteht und c) nicht zufällig US-Ami ist, den FATCA fesselt.
Alle drei Voraussetzungen erfülle ich nicht. Aber selbst wenn es ginge, wäre
ich als demokratischer Sozialist gegen Aktien. Das ist ein System, welches die
Reichen belohnt und die armen Arbeitenden bestraft. Die Mitarbeiter
erwirtschaften den Gewinn, behalten ihn aber nicht, weil er zu den Shareholdern
abfließt, die statt für die Rendite zu arbeiten, damit beschäftigt waren, auszuruhen
und Däumchen zu drehen.
Die beste Alterssicherung ist eigentlich die gesetzliche
Rente, in die jeder einzahlt. Es funktioniert hier nur nicht, weil wir einen
idiotischen Urnenpöbel bilden, der idiotische Politiker Rentenpolitik machen
lässt, die darauf ausgerichtet ist, die Superreichen, Unternehmer, Bundestagsabgeordneten
und Beamten aus der Solidarität zu entpflichten.
Statt auf Aktiendepots und gesetzliche Rente, würde ich
mich lieber auf stabile Werte verlassen. Gold zum Beispiel. Aber das wirft
keine Rendite ab und niemand kann seriös die Entwicklung des Goldpreises
prognostizieren.
Die andere Möglichkeit sind natürlich Immobilien. Das
sind reale Werte. Man besitzt die Steine. Die können sich nicht in einem Börsencrash
auflösen.
Die schönen Vermieterzeiten, als man Jahrzehntelang
nichts tun, nichts investieren musste und einfach die Miete abkassierte, sind
aber auch lange vorbei. Energie- und Klimawende verlangen enorme Anstrengungen (Dämmung,
Heizung!) von den Hausbesitzern. Außerdem sollte man tunlichst schon ganz jung
angefangen haben, in Immobilien zu investieren.
(….) Die öde Begriff
Alterssicherung, dieses unglaublich spießige Wort, nichts könnte weniger sexy
sein, spukt in meinem Kopf herum.
Das war wirklich ein Vorteil
ein Jugendlicher zu sein. Solche Begriffe spielten keine Rolle. Man kannte sie
entweder gar nicht, oder aber man assoziierte sie nicht mit einem selbst.
Eine Schulfreundin, die von
ihren Eltern mit Anfang 20 etwas Geld vorab „erbte“, weil diese ihr großes Haus
verkauften und in eine Wohnung zogen, kaufte damals, es muss so ungefähr 1990
gewesen sein, zusammen mit ihrem Verlobten ein Reihenhaus am nordöstlichen
Rande Hamburgs. Kurz vor Pinneberg.
Im Erdgeschoss gab es
Marmorfliesen, so daß jeder Besucher hartnäckig schon vor der Tür genötigt
wurde die Schuhe auszuziehen und nur in weichen Socken über die makellosen
fußbodengeheizten weißen Fliesen zu gleiten.
Und zum Rauchen auf die
Terrasse. Ebenfalls auf Socken. Schon ein Nikotin- oder Teer-Molekül könnte
schließlich einen wertmindernden Schleier auf die frisch geweißte Raufaser
legen.
Das gab uns anderen für Jahre
Stoff, um uns die Münder fransig zu lästern.
„Hast Du Dir auch die Schuhe
ausgezogen“ fragte ich als runnig gag gelegentlich meine Besucher, die
natürlich sofort wußten auf wen das gemünzt war. Und dann ging es los:
Wer verlobt sich denn bitte
heutzutage noch? Spießiger geht es ja wohl nicht. Und das in dem Alter. Und wer
zieht in DIE Gegend? Da möchte man ja nicht mal tot und begraben sein. Wie
sollte man eigentlich als normaler Alkoholiker diese Fahrtstrecke bewältigen?
Und ein Reihenhaus, oder
„Reihenendhaus“ – darauf legten sie Wert – mit 25? Zumal in derselben Reihe
auch die zukünftigen Schwiegereltern eine dieser völlig gleichen Buden
bewohnten.
Ich bin eine treue Seele, habe
mich immer sehr geduldig und solidarisch gegenüber meinen Freunden verhalten.
Aber in diesem Fall half nach vielen, schrecklichen langweiligen Geburtstagen
und sonstigen Partys in dem marmorgefliesten Reihenhaus leider nur das große
Schisma. Ich lud die beiden eines Tages zu mir ein und erklärte freundlich aber
bestimmt bei einem Glas Weißwein, daß ich in Zukunft keinen Kontakt mehr mit
ihnen haben wolle; wir hätten offensichtlich keine Gemeinsamkeiten. An dem
Abend fiel auch aus ihrem Munde das schöne Wort „undeutsch“, gemeint ganz
offensichtlich als Beleidigung.
Wir haben uns tatsächlich nie
wieder gesprochen und ich bin immer noch gern undeutsch. Die beste Entscheidung
meines Lebens. Da habe ich weise voraus gedacht.
Von solchen Mitmenschen muss
man sich in seinem persönlichen Umfeld befreien.
Mit einem hätte ich aber nie
gerechnet: Ein Vierteljahrhundert später beiße ich mir in den Hintern, daß ich
nicht damals auch eine Immobilie angezahlt habe.
Das wäre was! Damals waren die
Preise vergleichsweise spottbillig, ich hätte die Bude inzwischen längst
abgezahlt und sie wäre inzwischen das Dreifache wert.
Damit wäre meine
Alterssicherung erledigt. Ich könnte entweder mietfrei wohnen, das Haus selbst
vermieten oder aber das Ding jederzeit zu einem großen Haufen Geld machen.
Verdammt noch mal, wer hätte
damals geahnt, daß diese CDU-affinen Schuhe-aus-Verlobten mit den Marmorfliesen
RECHT HATTEN so früh eine Immobilie zu kaufen?
Ein abgezahltes Reihenendhaus
im inzwischen hochbeliebten Hamburger Speckgürtel: Dort wo seit zehn Jahren die
Immobilienpreise explodieren.
Leider kommt mir diese
Erkenntnis ein Vierteljahrhundert zu spät. Jetzt sind sowohl die Mieten als
auch die Kaufpreise für Immobilien in Hamburg in astronomische Höhen
geklettert.(….)
Aber selbst, wer nicht viel zu spät dran ist und frühzeitig
plant, eine Wohnung zu erwerben, steht vor einem gewaltigen Problem: Es gibt
nur attraktive Angebote in Gegenden von Deutschland, die durch Abwanderung und
Leerstand geprägt sind.
Wer eine Immobilie dort kaufen möchte, wo es auch Jobs
und reichlich Mietinteressenten gibt, findet vor allem zwei Typen von
Wohnungen:
Erstens energetisch optimale Neubauten, die aber völlig unbezahlbar sind.
Zweitens günstigere Buden, die einen enormen Sanierungsstau und katastrophale
Energie-Effizienzwerte aufweisen, so daß erhebliche Kosten auf einen zurollen
werden.
In beiden Fällen bleiben Wohnungen für Normalverdiener
nahezu unerschwinglich.
Das geht nur, wenn man durch Erbschaft oder Lottogewinn
zufällig mehrere Hunderttausend Euro übrig hat, die man als Eigenkapital
einbringen kann.
Weil Immobilienpreise und
Finanzierungskosten hoch bleiben, rückt der Traum von den eigenen vier Wänden
für viele immer weiter weg, wie der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel
mitteilt. Besonders hart trifft es die junge Generation – rund 470.000
Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 25 und 40 Jahren gelten inzwischen als
„Verlierer-Generation“ auf dem Immobilienmarkt. Experten warnen: Wer heute
nicht kaufen kann, zahlt womöglich ein Leben lang Miete – und trägt das Risiko
bis ins Alter.„Die eigenen vier Wände
rangieren bei den Menschen zwar immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Aber
gerade die 25- bis 40-Jährigen können sich immer seltener ein eigenes Haus oder
eine Eigentumswohnung leisten“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut. Das
Institut hat den regionalen Wohnungsmarkt analysiert und die Ergebnisse nun
vorgelegt. „Gerade Jobstarter und Familiengründer gehören zur typischen
Klientel für Wohnungskauf und Hausbau. Aber die ‚Nestbauer-Generation‘ ist
längst zur Verlierer-Generation beim Wohneigentum geworden“, sagt Günther. […]
Während bundesweit rund 43,5 Prozent der Menschen in den eigenen vier Wänden
leben, liegt die Eigentumsquote in Hamburg laut einer aktuellen Analyse bei
gerade einmal 21,1 Prozent. Das bedeutet: Die große Mehrheit der Hamburger lebt
weiterhin zur Miete. […] Besonders schwierig ist die Lage für jene
Altersgruppe, die traditionell Wohnungen kauft oder Häuser baut: Rund 470.000
Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 25 und 40 Jahren leben derzeit in der
Stadt. Doch steigende Immobilienpreise, hohe Zinsen und fehlendes Eigenkapital
machen den Einstieg für viele nahezu unmöglich.
Experte Günther beobachtet
deshalb einen deutlichen Trend: Immer mehr Menschen bleiben dauerhaft Mieter –
nicht aus freier Entscheidung, sondern weil Eigentum finanziell außer
Reichweite gerückt ist. Viele Eigenheimpläne scheitern an der Realität des Marktes.
Eine Studie des German Real
Estate Index (GREIX) aus dem vergangenen Jahr ergab, dass Millennials
heutzutage über 17 Jahre sparen müssen, bevor sie sich in Hamburg eine
Eigentumswohnung leisten können. Bei der Babyboomer-Generation waren es
vergleichsweise kurze 7,7 Jahre. Die Studie bezieht sich auf eine Sparquote von
20 Prozent, die bei den Hamburger Mietpreisen bereits für viele schwer zu
erreichen ist. […]
Durchschnittsverdiener mit normalen Jobs sind in den
Großstädten also vom Immobilienerwerb de facto ausgeschlossen. An ein nettes
Häuschen mit Garten ist ohnehin nicht zu denken. Downsizing ist angesagt für
diejenigen, die nicht zufällig Enkel des Fritze Merz sind.
Mal gucken, was die Immobilienportale gerade in Hamburg
heute offerieren:
Wer 50.000 Euro Eigenkapital
mitbringt, wird bei 1% Tilgung für etwa 1.000 Euro im Monat eine Finanzierung
bekommen. Für einen Schuhkarton ohne Balkon.
Ich erspare uns allen an dieser Stelle die Beispiele und
Preise für Wohnungen, bzw Häuser, die man als Paar mit zwei Kindern bräuchte.
Die sind außer Reichweite. Es sei denn, man verdient zufällig bei Blackrock ein,
zwei Millionen Euro im Jahr.
Man wird also Mieter bleiben müssen. Bei rasant
steigenden Mieten, die ob der verfehlten Wohnungsbaupolitik und der Massen-Privatisierung
von Sozialwohnungen, kein Halten finden werden.
Das erzeugt Frust und treibt die Menschen zur AfD, die in einer Koalition mit
der CDU endgültig jede Sozialpolitik abschaffen wird.
Es wäre schon blöd, bis zu seinem Renteneintrittsalter,
zu darben und zu sparen, um nach Jahrzehnten eine halbwegs lebensabsichernde
Reserve zu haben und dann einen Tag später zu sterben. Wäre es nicht sinnvoller,
sein Leben mit dem Luxus zu erfüllen, den man sich gerade so eben leisten kann?
Mit vollen Händen, alles zu verprassen, so lange es geht? Zu genießen, was
möglich ist?
Ich habe in meinem täglichen Leben einige alte
Baustellen, bei denen ich aus Sparsamkeit und/oder Desinteresse an einem
Provisorium festhalte.
Anfang der 1970er wollte ich unbedingt mein eigenes
Zimmer und zog in die leere Dachkammer des Hauses meiner Oma. Meine Mutter fuhr
mit mir zu einem Möbelmarkt auf der grünen Wiese – es gab noch kein IKEA – und kaufte
extra dafür eine „Jugendschrankwand“ mit einigen Regalen, Fächern, einer
ausklappbaren Schreibtischplatte und einer kleinen Vitrine. Sie besteht aus
billigstem Pressholz, einem glitzernden Plastik-Furnier mit silbernen Plastik-Verschnörkelungen.
Unfassbar häßlich, aber als Kind war es „meins“ und ich fand es toll. Wir zogen
noch zweimal um, die Schrankwand kam mit. Meine erste eigene Wohnung war zu
klein, aber da ich gar keine eigenen Möbel hatte, stellte ich die halbe
Plasikschrankwand in die Küche als Regal, der Rest lagerte auf dem Dachboden.
Bei meinem letzten Umzug setzte ich das ganze Ding wieder zusammen und schob es
in ein langes 7qm-Zimmer, welches als meine Abstellkammer dient. Es sollte ein
Provisorium sein, weil ich gar nicht so lange in der Bude bleiben wollte. (Das
war im letzten Jahrtausend).
Inzwischen ist diese Schrankwandungetüm weitgehend
zusammengebrochen. Regalböden sind aus ihrer Verankerung geplatzt und haben Teile
des spröden Pressplattenmaterials und des Plastiks mit sich gerissen. Das Teil
liegt in Trümmern und ist nicht zu reparieren, weil man in das billige Material
weder Schrauben, noch Nägel treiben könnte. Und warum sollte ich das auch noch
reparieren? Das muss auf den Müll und ist ein Beweis dafür, weshalb man lieber
in ewig langlebige hoch qualitative Möbel investieren sollte.
Bedauerlicherweise bin ich von dem „Ich bin noch zu jung,
um mir richtig gute Möbelstücke zu leisten“-Zustand direkt in die „Ich bin
jetzt zu alt; es lohnt sich nicht mehr, teure Möbel zu kaufen“-Phase gewechselt.
Ich ärgere mich darüber, mich Dekaden über das Plastikschrott-Regal
geärgert zu haben. Wieso habe ich nicht all die Jahre mit einem optisch
ansprechenden Regalsystem gelebt? Wozu sparen, wenn irgendwann eh kleine
Lebenszeit mehr übrig ist?
Das dachten sich weltweit auch Millionen Menschen, als sich 1910 der Halleysche
Komet ankündigte, um das Leben auf der Erde zu vernichten. Viele hörten auf zu
arbeiten und verkauften alles, das sie hatten. Das erschien nur sinnvoll: Wenn
man eh nur noch ein paar Wochen oder Tage zu leben hat, dann besser nicht
Trübsal blasen, sondern sich endlich das leisten, was man schon immer wollte. Die
menschliche Zivilisation mit „Koks und Nutten“ ausklingen lassen. Das hat
sicher Spaß gemacht.
Blöd war es nur, als der giftig tödliche Komet vorbeiflog
und man immer noch lebte – allerdings total pleite.
[….] Bei seiner Wiederkehr
im Jahr 1910 löste der Halleysche Komet sogar eine weltweite Massenpanik aus.
Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Astronom William Huggins bei Untersuchungen
festgestellt, dass sich im Licht von Kometenschweifen die Spektrallinien für
Kohlenstoffverbindungen nachweisen ließen. Unter anderem wurden auch Spuren von
Cyan gefunden, das in der Verbindung mit Kalium das hochgiftige und tödliche
Gas Zyankali ergibt.
Als es nun so aussah, dass
die Erde 1910 in den riesigen Schweif des Halleyschen Kometen geraten würde,
waren die Menschen wochenlang in Panik. In Konstantinopel (dem heutigen
Istanbul) standen 100.000 Menschen in Nachtgewändern auf den Dächern, in Chicago
verstopften die Hausbewohner alle Tür- und Fensterfugen mit Lappen, und Papst
Pius X. verurteilte das Hamstern von Sauerstoffflaschen. Alle Welt fürchtete
den Tod durch Giftgas.
Als der Komet dann
vorüberzog, zeigten die Messgeräte nicht die geringste Spur von Cyanid: Die
Gasdichte von Kometenschweifen ist viel zu gering. [….]
Wenn der kurzperiodische 1P/Halley im Jahr 2061
wiederkehrt, bin ich ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit längst von dieser
irren Affenkugel abgereist. Der Periheldurchgang wird also meine persönliche
finanzielle Situation kaum beeinflussen. Ich mutmaße allerdings, daß in35
Jahren menschliches Leben auf diesem Planeten ohnehin kaum noch möglich sein
wird. Vielleicht unter großem Elend, oder für die wenigen Superreichen, die
sich schon jetzt abseits der Bevölkerungszentren, gerne auf Privatinseln, gewaltige
autarke Bunkeranlagen bauen lassen, in denen sie atomaren Fallout, Pandemien
oder höllisch-heiße Außentemperaturen aussitzen können, während draußen die
Zombiapokalypse tobt.
Auf funktionierende staatliche Strukturen für die Masse –
Grundsicherung, Energie/Gesundheitsversorgung, Pflege, Lebensmittel, Schutz vor
Hitze – wird man vermutlich nicht mehr bauen können, wenn Dobrindt, Reiche und
Co, ihr Zerstörungswerk bis dahin fortsetzen. Diejenigen, für die 2033 ungefähr
in die statistisch wahrscheinliche ablaufende biologische Uhr fällt, haben
Glück. Sie können zurückblicken und sich daran erfreuen, zumindest das erste halbe
Jahrhundert ihres Lebens in Frieden gelebt zu haben. Millennials, GenZ und Gena sind allerdings die Gelackmeierten
und brauchen eine Exit-Strategie.
[…] Empörung in Paris über
Wadephuls Einmischung[…] Der Name Johann Wadephul ist in französischen
Medien derzeit omnipräsent. Der sonst eher zurückhaltend agierende
Außenminister schaffte das mit einem am Montag ausgestrahlten Interview im
Deutschlandfunk, in dem er die französische Haushaltspolitik heftig kritisiert.
Mehr noch: Für einen Diplomaten durchaus ungewöhnlich machte er sogar
Vorschläge, wo und wie Paris sparen könnte.
Die Bewertung
„unzureichend“ findet sich in fast allen Schlagzeilen wieder: „Deutschland hält
Frankreichs Bemühungen um eine Erhöhung der Verteidungsausgaben für
‚unzureichend‘ und fordert Frankreich auf, ‚Einsparungen vorzunehmen‘
inbesondere bei Sozialausgaben“, titelt die Zeitung Le Monde. Im
Wirtschaftsblatt La Tribune lautet die Schlagzeile: „Verteidigungsausgaben:
Deutschland erteilt Frankreich eine Lektion“. Es schreibt „von einer
ungewöhnlich scharfen Erklärung des Außenministers“. Auch Liberation kommt zu
einer ähnlichen Einschätzung und interpretiert die „ungewohnt scharfe
Radioansprache“ Wadephuls als Aufforderung an die Adresse des französischen
Präsidenten Emmanuel Macron, „die Sozialausgaben zu kürzen und das Geld
stattdessen für die Verteidigung zu verwenden“. […] Macron spreche
„immer wieder richtigerweise von unserem Streben nach europäischer
Souveränität“, sagt Wadephul. Wer so spreche, müsse im eigenen Land handeln.
„Bedauerlicherweise sind die Anstrengungen auch in der Französischen Republik
bisher unzureichend, das zu leisten.“ Nicht genug der Rüge, Wadephul preist
auch noch das Vorgehen der Regierung in Berlin als Vorbild an. Deutschland
setze das Fünf-Prozent-Ziel der Nato für Verteidigungsausgaben um. „Unsere
Haushalte, unsere mittelfristige Finanzplanung geben das her.“
Das ist ein Seitenhieb auf
die französische Regierung, die erst vor zwei Wochen und nur mit Mühe den
Haushalt für 2026 durchbekommen hat. […]
Braunfußtölpel Wadephul, immerhin oberster Diplomat
Deutschlands, ist leider genauso wenig in der Lage, seine Worte abzuwägen, wie
sein Chef: Trottellumme Merz. Ungebremst von jeder Selbstkontrolle, plappert er
ungefiltert die einfältigsten Gedanken raus, die gerade durch seinen hohlen
Eierkopp rollen. Nur um anschließend ganz überrascht von den negativen Reaktionen
zu sein, die er natürlich nicht kommen sah.
Merz kuschelt demonstrativ lieber mit den Faschisten
Trump und Meloni, während der EU-Motor „Paris<->Berlin“ immer mehr
stottert.
Es gibt genügend Formate aller Ebenen, auf denen sich
Franzosen und Deutsche hinter verschlossenen Türen gegenseitig Ratschläge geben
können.
Aber ausgerechnet der Außenminister erhebt den stolzen
Franzosen gegenüber die Zeigefinger. Was hatte Wadephul denn erwartet?
Eine demütige öffentliche Macron-Ansprache mit den Worten:
„Oh DANKE Wadephul! Wir freuen uns über deine wertvollen
Tipps. Wir sind noch nie selbst auf die Idee gekommen Sozialleistungen zu
streichen! Wenn es doch nur in Frankreich auch jemals so spitzenmäßig mit der
Wirtschafts- und Finanzpolitik liefe, wie bei euch in Berlin!"
[….]Diese Zerrüttung zwischen Deutschland und
Frankreich kann sich niemand leisten […] Wenn sich Franzosen und Deutsche
streiten, weht immer auch eine Schwade Melancholie mit. Wenn sie gegeneinander
sticheln, vor und hinter den Kulissen schlecht übereinander reden, alte
Ressentiments lauter drehen und abgewetzte Klischees bedienen – was für eine
Tristesse. Ohne ein Grundverständnis zwischen Paris und Berlin, ohne etwas
Groove auf der Achse, ohne Chemie zwischen beiden Akteuren, ist die Europäische
Union noch nie weit gekommen.
Dieses Verständnis war
selten wichtiger als in diesen Zeiten, da die Weltordnung neu sortiert wird.
Der Kontinent ist mit multiplen Risiken konfrontiert, sie kommen aus Russland,
aus China, sogar aus Amerika. Und ausgerechnet an diesem Wendepunkt der Geschichte
ist Europas stärkstes Duo, sein Motor, sein Getriebe, vielleicht auch sein
Herz, so zerrüttet wie schon lange nicht mehr. […]
Unterdessen verkündet der Sauerländer Komiker, der schon
innerhalb von neun Monaten Deutschland nachhaltig ruiniert und die EU an den Rand der Implosion bringt,
er wolle eine zweite Amtszeit regieren. Also volle acht Jahre, bis er so alt
wie sein Idol Donald Trump ist.
[…] Bundeskanzler Friedrich
Merz (CDU) strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten
Bundestagswahl an. „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen“,
sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies
darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei.
An den
rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 22. März,
Gordon Schnieder, gerichtet, sagte er: „Wenn wir dann, sagen wir in fünf
Jahren, hier wieder stehen, dann möchte ich, dass wir beide gemeinsam, du als
Ministerpräsident, ich im Amt als Bundeskanzler, wir beide zurückschauen und
sagen: Das waren harte Zeiten, aber wir haben damals in der CDU Deutschlands
und in dieser Bundesregierung und in dieser Landesregierung, geführt von Gordon
Schnieder, die richtigen Entscheidungen getroffen.“ […]
Wahrscheinlicher ist, daß Merz 2029 von Spahn und/oder
Weidel abgelöst wird. Angesichts des rechten medialen Trommelfeuers für Merz
und des täglich mehr verblödenden Urnenpöbels, kann man aber auch nicht ausschließen,
daß Merz wiedergewählt wird.
Da ich schon nach neun Monaten
Merz/Reiche/Wadephul/Dobrindt, am Rande eines psychischen Zusammenbruchs bin,
will ich mir volle acht Jahre dieser Konstellation gar nicht vorstellen. Allzu
viele Sorgen muss ich mir aber wohl nicht machen. Lange bevor wir das Jahr 2033
mit einem Gerontokanzler Merz erleben könnten, werden „diese Männer die Welt verbrennen“ und
uns von diesem elenden Diesseits erlösen.
Für Europa, welches von der Nazi-kuschelnden EVP, der
Trump-affinen Ursula von der Leyen, sowie den Putin-U-Booten Orbán und Fico
unter Beschuss genommen wird, bleibt nur eine Möglichkeit:
Die wenigen Willigen innerhalb und außerhalb der EU, sollten, wie gelegentlich
gegenüber der Ukraine, eine Allianz der Willigen bilden. Gemeinsam mit Kanada
und Großbritannien voran gehen. Dafür müssten wir Merz allerdings irgendwie
loswerden.
[…]Europa der zwei Geschwindigkeiten: […]
Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien wollen
gemeinsame Regeln für die Börsen und Finanzmärkte der gesamten EU entwickeln.
[…] Das „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ nimmt Gestalt an. Eine kleine,
schnelle Ländergruppe, die andere mitzieht, soll jetzt bei der
Kapitalmarktunion ausprobiert werden. Dies sagte Bundesfinanzminister Lars
Klingbeil (SPD) nach einer Ratstagung mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel.
„Wir wollen die Tempomacher
sein“, erklärte Klingbeil zu einem Treffen im sogenannten E6-Format. Darin
arbeiten Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien an
gemeinsamen Lösungen. „Wir wollen am Ende Lösungen für ganz Europa, immer mit
dem Ziel, Europas Souveränität zu stärken“, betonte Klingbeil.
Die neue Vorreitergruppe
ist umstritten, denn EU-Gründerstaaten wie Belgien sind nicht dabei. Dafür darf
Polen mitmachen, obwohl es nicht einmal den Euro eingeführt hat. […]
Hartnäckig hält sich die kollektive Fehleinschätzung von der
finanzökonomischen überlegenen Kompetenz der konservativen Parteien in Europa
und Nordamerika.
Das wirkt zunächst einmal erstaunlich, weil die Realität
seit vielen Jahrzehnten das diametrale Gegenteil beweist: Republikanische
US-Präsidenten, Tory-Premierminister, CDU-Kanzler hinterließen stets ein Land
in Agonie, mit Rekordschulden und gewaltigem Reformstau, den nachfolgende
Regierungen ausbaden mussten.
Die Erkenntnis „Linken können besser mit Geld umgehen“ bleibt
aber dennoch nicht hängen, weil das von interessierter Seite verhindert wird.
Durch Parteispenden, Lobbyorganisationen und
erzkonservative Medienhäuser (Murdoch, Döpfner, Gotthardt, Burda, Musk, Ellison),
können die Superreichen nicht nur die Regierungspolitik, sondern auch das
Wählerverhalten beeinflussen.
Es war natürlich lange vor der letzten Bundestagswahl im
Februar 2025 bekannt, wie vollkommen unfähig, ökonomisch ahnungslos und lobbyhörig
Spahn, Klöckner, Linnemann und Merz sind, daß sie auf gar keinen Fall
Regierungsverantwortung übernehmen dürfen. Aber das konservative Trommelfeuer
wirkte.
Rechte und Blöde glauben das nicht, halten diese
Erkenntnis für linke Propaganda.
Aber auch wenn man alle „Meinungen“, „Bewertungen“ und „Analysen“
ausblendet, sich stattdessen nur auf offizielle Zahlen und Fakten konzentriert,
kann man zu keinem anderen Schluss kommen.
Gaslobbyisten Reiche schafft aktiv die erneuerbaren
Energien ab, sorgt durch eine von ihr erzeugte Gasmangellage für
drastische steigende Gas-Einkaufspreise, die – ÜBERRASCHUNG – den Gaskonzernen
Milliarden in die Kassen spülen.
Da kann es keine zwei Meinungen geben. Man gucke nur auf
die Zahlen! Merz und Reiche brauchten noch nicht einmal ein Jahr, um trotz der
gewaltigsten Konjunkturspritze aller Zeiten – eine Billion Euro neuer Schulden –
Arbeitslosigkeit, Insolvenzkrise und Inflation zurück zu bringen!
[….] Inflationsrate steigt
auf 2,1 %
Steigende Preise für
Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresanfang in die
Höhe getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 2,1 %
zum Vorjahresmonat - nach 1,8 % im Dezember, wie das Statistische Bundesamt
mitteilte. Lebensmittel legten um 2,1 % zu, nach plus 0,8 % im Dezember. Die
Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation,
lag bei 2,5 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation
von 2 % an. [….]
[….] "Die heute vom
Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen bestätigen die schwierige Lage
der deutschen Wirtschaft. Wir erleben leider wieder einen Rekord bei den
Betriebsschließungen. Allein im November 2025 mussten so viele Betriebe
insolvenzbedingt ihre Pforten schließen wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Für das Gesamtjahr 2025 ist
letztlich mit deutlich mehr als 23.000 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen – das
sind mehr als 60 Betriebsaufgaben pro Tag. Hinter diesen Zahlen steht nicht nur
der Verlust von unternehmerischem Herzblut und Innovationsgeist, sondern auch
viele verlorene Arbeitsplätze, ausbleibende Investitionen und eine Schwächung
ganzer Regionen.[….]
In der Wirtschaftskrise hat
die deutsche Industrie 2025 im großen Stil Jobs gestrichen. Ende vergangenen
Jahres arbeiteten dort rund 5,38 Mio. Menschen - gut 124.000 oder 2,3 % weniger
als im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY vorliegt.
Der Stellenabbau in der Industrie fiel damit fast doppelt so hoch aus wie 2024,
so die Studie.
Am härtesten traf es 2025
die kriselnde Autobranche, wo allein rund 50.000 Jobs verloren gingen, während
die Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Minus von rund 2000 Stellen
glimpflich davonkam. [….]
Ungeniert verlangt Carsten Linnemann nach wie vor drastische
Umverteilung von den finanziell Schwächsten zu den Superreichen.
[…]Der CDU-Politiker will die Grenze, ab der
der Spitzensteuersatz greift, von derzeit 68.000 Euro brutto im Jahr auf 80.000
Euro anheben. Doch zuletzt lag das mittlere Jahreseinkommen von
Vollzeitbeschäftigten bei rund 47.000 Euro. Die Mehrheit der arbeitenden
Bevölkerung ist also weit davon entfernt, in den Genuss von Linnemanns
Vorschlag zu kommen. Und: Das Ehegattensplitting sowie zahlreiche
Abschreibungsmöglichkeiten führen schon jetzt dazu, dass nur eine kleine
privilegierte Minderheit wirklich den Spitzensteuersatz zahlt. Stattdessen
würden von Linnemanns Vorschlag vor allem auch Superreiche profitieren, weil
der Anteil ihres Einkommens, für den sie den Spitzensteuersatz zahlen müssen,
dadurch sinkt. […]
Wäre der Urnenpöbel zurechnungsfähig, gäbe es in den Umfragen
breite RRG-Mehrheiten. Man kann das alles wissen. Auch, wenn man sich nicht
24/7 mit Nachrichten beschäftigt. Aus allgemein zugänglichen Quellen. Ohne
Paywall.
Der Irrsinn der Merz-Bande kennt keine Grenzen und wird
uns alle in den Abgrund führen.
[…] Integrationskurse
gestrichen: Bundesregierung verbaut Ukrainer*innen den Weg in den Job
Ukrainer*innen finden sich
bisher gut in Deutschland ein. Die Bundesregierung gefährdet das, indem sie
Jobcenterberatung und Integrationskurse streicht.
Die Bundesregierung reißt
einen der größten Erfolge deutscher Integrationspolitik ein. Zwar haben immer
mehr geflüchtete Ukrainer*innen in Deutschland einen Job, wie eine Studie des
Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt – doch Union und
SPD streichen systematisch die Programme zusammen, auf die diese Entwicklung
zurückzuführen ist. Expert*innen kritisieren insbesondere, dass die neu
Ankommenden inzwischen nicht mehr von den Jobcentern betreut werden. Seit
Kurzem wird ihnen nun auch der Zugang zu Integrationskursen verwehrt.[….]