Dienstag, 11. August 2026

Wer schläft, der sündigt nicht.

Viele Amerikaner empörten sich schon in Trumps erster Amtszeit darüber: Er ist stinkend faul, chronisch desinformiert, verfügt nur über eine minimale Aufmerksamkeitsspanne und befindet sich kaum im Weißen Haus, weil er entweder Golf spielt, oder auf seinen bizarren Wahlkampf-Rallys Hetz-Tiraden von sich gibt.

In seiner zweiten Amtszeit verschiebt sich das Schedule des gewindelten Geronten.

Seine Aufmerksamkeitsspanne von maximal zehn Sekunden, macht sich weniger in grotesken Schimpfkanonaden bemerkbar, sondern er schläft überall und jederzeit sofort ein, sobald jemand anders redet. Die physisch anstrengenden Rallys werden seltener, da Baron Trumpkonnen coram publico verrottet: Massive Ödeme an den Beinen, modriger Ausschlag am Hals, Perücke, Vagina-Halsfalten, Blutergüsse an den Handrücken und Unterarmen, erhebliche Schwierigkeiten beim Gehen.

Glücklicherweise schummelt er sich immer noch gern über seine Golfanlagen. Seine Sicherheitsbeamten begrüßen das sehr, weil seine schwere Inkontinenz, in Kombination mit dem ungesunden Fastfood, das er sich pausenlos ins Maul schiebt, zu massiven olfaktorischen Attacken auf die Umgebung führt. Die dampfenden braunen Haufen aus der Hölle, die er ständig in seine Windeln drückt, machen es Secret Service-Beamten schwer, die Contenance zu halten.

Natürlich ist jeder, der sich in Trumps Nähe aushalten muss, erleichtert, wenn er sich wenigstens an der frischen Luft befindet. Denn auch wenn er gerade frisch gewindelt wurde, mieft er gar fürchterlich. Da ist jeder Golf-Ausflug willkommen und völlig offensichtlich, weswegen Melania sich seit vielen Jahren kategorisch weigert, mit der vermodernden senilen Stinkbombe das Schlafzimmer zu teilen.

Regieren macht dem 80-Jährigen mit seiner maximalen Darmtätigkeit inzwischen längst keinen Spaß, weil die doofe Realität in seine absurden Lügenmärchen hereinbricht. Selbst die debilsten MAGAs geraten bezüglich Trumps Phantastereien, in denen er von sinkenden Verbraucherpreisen und boomender Wirtschaft schwadroniert, in Zweifel, wenn sie gerade gefeuert wurden und an der Supermarktkasse die Hälfte des Einkaufs zurück in die Regale tragen müssen, weil die Wochenration Lebensmittel einen vollen Monatslohn kostet.

Regieren ist Mist, wenn man sich mit allen Plänen massiv in die Sackgasse gerammt hat. Trump kann noch so viel strampeln; die Zölle bremsen die Wirtschaft, behindern den Handel, machen das Leben für die Trumpanzees teurer.

Er kann noch so sehr drohen und das 59. Mal behaupten, die Iraner stünden nun aber wirklich kurz davor, einen ihre Niederlage zementierenden Deal unterschreiben.

Tatsache ist: Trump hat den Iran-Krieg verloren, die US-Munitionsarsenale leergeschossen, die Iraner stärker gemacht und zudem auch noch einen neuen „Mekka-Block“ geschaffen: Das sunnitische Pendant zur NATO mit nahezu unendlichen finanziellen Ressourcen (Riad) und Atombomben (Islamabad).

[….] Gescheiterte US-Außenpolitik: Wie der Nahe Osten Trumps Ohnmacht bloßstellt[….] Trumps Auszeit im Grünen auf seinem Golfplatz in Bedminster im Bundesstaat New Jersey wurde gleich mehrfach jäh unterbrochen: einmal von F-16-Kampffliegern, die im temporär gesperrten Luftraum über dem Areal zwei eindringende Flugzeuge abfingen. Vor allem aber durch eine ganze Reihe von schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten.

Ausgerechnet in dieser konfliktreichen Weltregion hatte Trump gleich doppelt seine Kompetenz beweisen wollen: zum einen als Friedensbringer, der den Krieg im Gazastreifen beendet und ein von der Weltgemeinschaft seit Jahrzehnten herbeigesehntes Abkommen zwischen Palästinensern und Israelis schafft. Zum anderen als mutiger Commander-in-Chief, der sich traut, was vor ihm kein anderer Präsident wagte: das feindlich gesinnte Regime Irans ein für alle Mal zu schlagen.

Beide Vorhaben gingen gründlich schief. In beiden Fällen hat Trump die regionalen Machtdynamiken falsch eingeschätzt – und erhält nun die Quittung.

Mit seinem ganz eigenen »Endloskrieg« hat Trump seinen Ruf als »Dealmaker« unterminiert, sein Vermächtnis ruiniert, seine Wählerinnen und Wähler verärgert, die unter den hohen Spritpreisen leiden. Er hat Verbündete vergrault und gilt als Dilettant, der sich entgegen amerikanischer Interessen von Netanyahu in eine außenpolitische Dummheit hineinquatschen ließ , für die nun auch seine einstigen Fans bezahlen müssen.

Der Krieg in Iran, geplant als kurze Blitzaktion, dauert inzwischen gut fünfeinhalb Monate. Und Trumps »historischer« Friedensfahrplan für Gaza, ausgearbeitet von dem von ihm initiierten Gremium »Board of Peace«, und noch am 30. Juni von Trump als »großartige Entwicklung« gepriesen, erwies sich in den vergangenen Tagen mal wieder als Fata Morgana. [….]

(Nicola Abé, 11.08.2026)

Trump ist ein moderner König Midas in der crap-edition: Was er anfasst, verwandelt sich augenblicklich in Scheiße.

Er kann einfach nichts; befördert aber immerhin den Abstieg der USA erfolgreicher, als es Osama bin Laden je vermocht hätte.

[….] Trumps Iran-Krieg befeuert neue Allianzen – und verändert die Weltordnung[….] Der Iran-Krieg erzwingt eine strategische Neuausrichtung: Russland greift nach Süden, China nach Norden und Golf-Verbündete jenseits Washingtons Einflussbereich.

Fast sechs Monate nach dem Ausbruch des Krieges mit dem Iran sind die Folgen des Konflikts für die USA und ihre Verbündeten deutlich sichtbar. Das US-Militär verbraucht seine Bestände an offensiven und defensiven Raketen im Eiltempo, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt ein Rinnsal, und die Ölmärkte handeln weiterhin in der Angst, dass die brüchige Kampfpause jederzeit enden könnte. [….] Indem er sich in diese Lage manövriert hat, hat Donald Trump seinen Konkurrenten und Gegnern mehr Raum gelassen, die Landkarte des Welthandels zu ihren Gunsten neu zu zeichnen. Sie suchen nach neuen Routen und Methoden, um ihre kommerziellen Verbindungen jenseits des Tumults im Nahen Osten und außerhalb der Reichweite Washingtons zu stärken, und nutzen damit das entstandene Machtvakuum. [….] Seine Militärkampagne hat zudem Saudi-Arabien, einen der wichtigsten regionalen Verbündeten Washingtons, dazu gedrängt, einem Verteidigungsbündnis nach NATO-Vorbild beizutreten, zu dem das Weiße Haus nicht eingeladen ist. [….] Wenig überraschend treffen die Folgen des Krieges die Nachbarn des Iran am härtesten. Teheran ist sich der Hebelwirkung seiner Fähigkeit, die Straße von Hormus zu schließen, inzwischen voll bewusst und hat keine Hemmungen gezeigt, US-Militärbasen sowie zentrale Energieinfrastruktur in den Golfstaaten anzugreifen. Damit rückt eine bis dahin eher theoretische Bedrohung bedrohlich nahe an den Alltag von Regierungen und Unternehmen in der Region.

Diese Aktionen haben die mühselig aufgebaute „sichere Hafen“-Illusion zunichtegemacht, an der Staaten wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar im Rahmen ihrer Bemühungen gearbeitet hatten, ihre Volkswirtschaften vom Öl zu diversifizieren. Sie zwingen die Herrscher zudem, sich einer beunruhigenden Frage zu stellen: Kann sich unsere Sicherheit allein auf Amerika stützen, oder benötigen wir zusätzliche und womöglich eigene Sicherheitsgarantien?

Riad hat seine Entscheidung bereits getroffen. Am 7. August unterzeichneten Kronprinz Mohammed bin Salman, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif das Makkah Joint Defense Agreement. Dabei handelt es sich um einen kollektiven Sicherheitsvertrag nach dem Vorbild des NATO-Grundsatzes, wonach ein bewaffneter Angriff auf einen als Angriff auf alle gilt. Die Unterzeichner räumten zudem ein, dass andere Regionalmächte eingeladen werden könnten, dem Pakt beizutreten. [….]

(FR, 11.08.2026)

Weltweit konstituieren sich Staatenbündnisse gegen die USA.

Als US-Amerikaner ist mir das Recht; ich wünsche mit schon lange mehr Widerstand gegen die fatale kapitalistische fossile amoralische US-Kultur. Selbstbewußtsein gegen Washington.  Machtverlust für die Amerikaner, die endlich Demut lernen sollen. Aber ich bin auch kein Patriot.

Andere US-Amerikaner lieben ihre Heimat vermutlich mehr als ich und wollen ihr Land prosperieren sehen. Diese Leute müssen ihre Hoffnungen auf Trumps Vergoldungswahn richten. Wie Maggie Habermann in ihrem neuesten Buch eindrucksvoll nachweist, verbringt Trump den weitaus größten Teil seiner „Arbeitszeit“ mit der Planung der totalen Verkitschung und Entstellung Washingtons. Es ist ein einziges small-penis-compensation-Project, mit dem der greise Vergewaltiger und Rassist die Hauptstadt verschandelt.

Aber das ist etwas Gutes! Zwar löst der primitive Prolten-Protz-Geschmack Trumps bei jedem Menschen mit ästhetischem Empfinden Augenbluten und Brechdurchfall aus, aber so lange das Buttersäure-Riesenbaby mit der Heißklebepistole durch das Oval Office robbt, um an jede freie Stelle güldene Plastik-Ornamente aus dem Baumarkt anzukleben, zettelt er keine neuen Kriege und weitere ökonomische Katastrophen an.

Sicher, es wird den nächsten demokratischen Präsidenten – sofern es jemals wieder freie Wahlen gibt – einige Milliarden kosten, die Trumpscheulichkeiten wieder abzureißen, das Weiße Haus wieder aufzubauen. Aber das ist nichts im Vergleich mit dem Trillionen-Schaden, den Trump anrichtet, wenn er mal nicht irgendwelche Klos vergolden lässt.

Montag, 10. August 2026

Wie Berlin die Bundeswehr blockiert.

Ganz bestimmt bin ich kein Waffen-Fan. Ich interessiere mich privat genauso wenig für Pistolen, wie ich generell einen Widerwillen gegen alles Militärische hege. Möglicherweise ist meine Mutter Schuld, die es strikt ablehnte, daß ihre Kinder Kriegsspielzeug haben und keine Spielzeugpistolen im Haus duldete. Mein Vater, als US-Amerikaner, war sogar noch strikter, weil er in den USA erlebt hatte, was Waffen anrichten und bis zu seinem Lebensende von seiner Zeit in der US-Army traumatisiert war.

Aber als political animal komme auch ich bei all den eskalierenden Krisen der Welt nicht umhin, mich gelegentlich mit Rüstung und Waffensystemen zu beschäftigen. Wie marode und dysfunktional die Bundeswehr durch 16 Jahre C-Minister auf der Hardthöhe geworden war, weiß jeder. Allerspätestens seit dem 24.02.2022 weiß auch jeder, daß es nicht so bleiben kann.

Die Berichte über das massiv versagende Beschaffungsamt, welches es über viele Jahre nicht fertig brachte, ein um die Ecke schießendes Gewehr zu ersetzen, oder sieben Jahre braucht, um neue Uniform-Stiefel zu kaufen, sind legendär.

Schon zu Beginn der Afghanistan-Mission Anfang der Nuller Jahre, las man Geschichten von Bundeswehrsoldaten-Müttern und Ehefrauen, die bei Tchibo Ferngläser aufkauften und ihren Männern ins Camp Marmal bei Masar-e-Scharif schickten, weil sie dort nicht genug hatten, um die Taliban zu beobachten.

Schon zu Christine Lambrechts Zeiten las ich Interviews von Militärexperten, die dringend davor warnten, sich weiterhin auf grotesk überteuerte Panzer und Kampfjets zu fokussieren. Die Entwicklung dauert Jahrzehnte und kostet zig Milliarden Euro. Der Prozess wird von raffgierigen Rüstungslobbyisten und Bundeswehroffizieren im Wünsch-Dir-Was-Rausch, mit ständig neuen Anforderungen torpediert, so daß am Ende ein bereits wieder veraltetet Waffensystem mit einem dreistelligen Millionen-Stückpreis geliefert wird.

Abgesehen davon, sind Panzer und Kampfjets im Betrieb vor allem Geldvernichtungsmaschinen. Eine einzige Übungsflugstunde mit dem Eurofighter – also ohne Munitionsverbrauch, kostet den Steuerzahler 100.000 Euro.

Das sind völlig überholte Konzepte. Stattdessen müsste die Bundeswehr massiv in Logistik, Aufklärung und Cyberabwehr investieren. Vor allem braucht sie Drohnen und Drohnenabwehrsysteme. Hunderttausende Drohnen.

Boris Pistorius scheint intelligent genug zu sein, um das zu verstehen, muss aber gewaltigen Lobbyisten-Druck, altmodische Bundestagsausschüsse und im letzten Jahrtausend stehen gebliebene Offiziere im Ministerium auszubremsen.

Es mag für den Steuerzahler gut sein, eine Drohne für 1.000 Euro, statt eines Jets für 180 Millionen Euro zu kaufen. Aber all diejenigen, zu denen die 180 Mio. geflossen wären, üben enormen Einfluss aus, um die Geldströme aufrecht zu erhalten.

Möglicherweise muss man es daher schon als Erfolg verbuchen, wenn die Bundeswehr zwar Fregatten- und Kampfjet-Bauprojekte einstampft, damit aber Milliardengräber schließt.

[….] SPIEGEL: Sie mussten in nur wenigen Wochen mit dem deutsch-französischen Kampfjet und den Fregatten F126  gleich zwei Großprojekte stoppen, in die schon Milliarden geflossen waren. Kann Ihr Haus mit dem vielen Geld nicht gut umgehen?

Pistorius: Gerade weil wir verantwortungsvoll mit Geld umgehen, haben wir diese beiden Projekte gestoppt. Andernfalls wären in den kommenden Jahren noch höhere Verluste entstanden. Zum Kampfjetprojekt FCAS:  Das hatte einen Geburtsfehler. Die politische Seite hat es damals versäumt, zu klären, wie die beteiligten Unternehmen ihre Arbeit aufteilen und strukturieren. Und sie hat es versäumt, die Unternehmensstruktur von Anfang an vorzugeben. Am Ende konnten sich Dassault und Airbus auf praktisch nichts mehr einigen. Das alles ließ sich trotz intensivster politischer Bemühungen gemeinsam mit meinem französischen Amtskollegen nicht heilen. Es war richtig, gemeinsam mit unseren französischen Partnern die Reißleine zu ziehen, bevor das Projekt in die entscheidende Phase gehen sollte.

SPIEGEL: Beim Fregattenprojekt waren die Probleme auch schon recht früh absehbar.

Pistorius: Die Damen-Werft, die als Generalunternehmer tätig war, ist erst in technische, dann finanzielle Probleme gerutscht. Als das deutlich wurde, haben wir intensiv geprüft, ob sich das Vorhaben mit einem neuen Generalunternehmer noch retten ließe – gerade weil wir nicht leichtfertig Milliardenbeträge verlieren wollten. Aber in den vergangenen Wochen stellte sich als Ergebnis all dessen heraus, dass die ersten F126 auch mit neuer Projektführung um einige Milliarden teurer geworden wären. Die erste Fregatte wäre erst 2032 vom Stapel gelaufen. Abgemacht war 2028. Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Kaack, sagt ganz klar, dass wir der Nato bereits ab 2029 die Fähigkeit zur U-Boot-Jagd zugesagt haben, in seinen Worten: »Ab 2029 brauchen wir Stahl im Wasser.« Also haben wir die schwierige, aber letztlich notwendige Entscheidung getroffen.

SPIEGEL: Als Ersatz setzen Sie nun auf acht Fregatten des Typs Meko.

Pistorius: Die ersten Mekos, die wir anstelle der F126 beschaffen werden, hat uns das Unternehmen TKMS für Ende 2029 fest zugesagt. Insgesamt gilt also: Die Mekos kommen schneller und sind günstiger als die F126. Ja, das war eine schmerzhafte Entscheidung, aber sie verringert letztlich weitere finanzielle Risiken und ist daher notwendig.   [….]

(Spon/Pistorius, 02.07.2026)

Die Blamage ist zweifellos enorm, wenn die größten Europäischen Länder es trotz Milliarden-Investition nicht schaffen, ein Schiff und einen Jet zu bauen. Aber die Zeit drängt. Da müssen wir uns eben eingestehen; daß wir als EU zu doof und unfähig sind.

Glück im Unglück: Wir haben einen engen Partner in Europa, der das kann, wofür Deutsche einfach zu dämlich sind: Die Ukraine.

(….) Wir alle dachten nicht daran, daß Putin viereinhalb Jahre später immer noch weit von Kiew entfernt stehen könnte und viele Hunderttausende tote russische Soldaten zu beklagen hätte.

Das lässt sich zum großen Teil auf Fähigkeiten des Ukrainischen Militärs zurückführen, die aber erst im Laufe des Krieges entwickelt wurden. Im Februar 2022 hielten wir Deutschland für ein Hightechland, welches der armen rückständigen Ukraine zwar Ersatz für ihre eigenen rostigen antiken Panzer liefern könne, aber dann bestünde die große Gefahr, Putin zu sehr zu reizen, so daß er den Krieg eskaliere. Daher der elegantere Weg: Die hochspezialisierten schlauen deutschen Offiziere sollten die dummerhaften Ukrainer, die nichts vom Krieg verstünden, ausbilden, damit diese sich gegen die moderne Armee Russlands selbst verteidigen könnten.

Eine Menge kapitaler Fehleinschätzungen. Tatsächlich ist eher die deutsche Bundeswehr ein untauglicher Schrottplatz mit unerfahrenen Soldaten. Die Ukraine verfügt heute hingegen nicht nur über die stärkste Armee Europas, mit der sie klar unsere Schutzmacht ist. Die Ukraine, nicht die USA!

 Ukrainische Soldaten und Offiziere verfügen über so viel Knowhow bei der Drohnen- und Raketenabwehrtechnik, daß sie als Berater der Trillionen-reichen Golfmonarchien angeheuert wurden, nachdem Bibi und Taco den Iran angriffen.

Die Deutsche Bundeswehr hat mehr Geld zu Verfügung, als die Ukrainische Armee. Das ist aber auch alles. Wie sind schwächer und dümmer. (…)

(Ukraine-Eskalation, 06.08.2026)

Andreas Schwarz, 61, SPD-Bundestagsabgeordneter für die Regionen Bamberg, Forchheim und Coburg und sein Grüner Kollege Dr. Sebastian Schäfer, 47, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Esslingen, beides Haushaltsexperten, die sich mit den aberwitzigen Kosten deutscher Rüstungsbeschaffung beschäftigen, reichte es.

Kurzentschlossen fuhren sie auf eigene Faust und ohne Mitarbeiter-Tross in die Ukraine, um sich mal anzusehen, wie die dort Drohnenkrieg führen.

Schwarz (links, Schäfer - SPON

[….]  Als der junge Mann den Preis eines Drohnentyps nennt, der schon Dutzende russische Shahed-Drohnen beim Anflug auf die ukrainische Hauptstadt zerstört hat, muss Schwarz lachen. »Nur 800 bis 2000 Euro! Dafür bekommt man von unserer Rüstungsindustrie noch nicht mal eine Bedienungsanleitung«, scherzt er. Sein Kollege Sebastian Schäfer von den Grünen kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.  [….] Abseits der Drohnen bekommen Schwarz und Schäfer bei ihrem Trip auch andere Innovationen der Ukrainer vorgeführt. Mit deutscher Hilfe haben Softwareingenieure mit dem System »Delta« für rund anderthalb Milliarden Euro ein modernes Führungs- und Informationssystem ausgetüftelt, von dem die Bundeswehr nur träumen kann. Über handelsübliche Mobiltelefone hat jeder Soldat Zugriff auf alle relevanten militärischen Informationen für seinen Frontabschnitt, der Zugang ist passwortgeschützt.

Während des Besuchs bei einem ukrainischen Drohnenhersteller drückt ein Pilot den Abgeordneten sein Tablet in die Hand. Damit können sie selbst ausprobieren, wie einfach man die Frontlage einsehen, Feindbewegungen analysieren und Livebilder von Überwachungsdrohnen anschauen kann. Über eine spezielle KI wertet das System sogar geortete Mobiltelefone der russischen Einheiten an der Front aus und sucht im Internet umgehend nach den Identitäten der Soldaten.

Nach dem kurzen Test sind Schwarz und Schäfer konsterniert. Seit Jahren verfolgen die beiden Haushälter frustriert, wie sich die Bundeswehr abmüht, ein digitales Funk- und Führungssystem einzuführen, um wenigstens die Brigade für Litauen halbwegs modern auszustatten. Gut elf Milliarden Euro soll das Projekt D-LBO am Ende kosten – wenn man denn die vielen Probleme, die bei den Tests auftauchen, überwinden kann. »Vielleicht wären wir besser beraten, mal ein paar Experten in die Ukraine zu schicken«, sagt Schwarz.  [….]

(Der Spiegel, 24.07.2026, s.34 f.)

Schwarz und Schäfer sind begeistert, wollen spätestens im Frühjahr 2027 wieder in die Ukraine reisen, um sich dort die neueste Kriegstechnik von den Profis zeigen zu lassen. Deutschland hinkt, wie üblich, aber weit hinterher. In der Kiewer Botschaft dient ein einziger deutscher Wehrtechnik-Fachmann. Bis zum Frühling sollen es zwei Dutzend werden.

Frankreich und England haben längst jeweils über 100 Militärexperten fest in der Ukraine stationiert, um die wehrtechnischen Innovationen live mit zu erleben und das Knowhow für ihre eigenen Armeen zu nutzen.

Sonntag, 9. August 2026

Berlin deprimiert mich

Da haben die zweifelslos einen der schlechtesten Landesregierungschefs aller Zeiten. Einen Tennisspieler, der lügt wie gedruckt, auf den letzten Metern vor der Wahl von seiner eigenen Partei gegangen wurde, abrupt durch einen weiteren Partei-Rechtsaußen ersetzt wurde, der sich auch noch demonstrativ einen Ganz-Rechtsaußen als Parteigeneralsekretär holte.

[….] Stühlerücken bei der Berliner CDU: Kaum ist Stefan Evers als Nachfolger des über die Tennis-Affäre gestolperten Kai Wegner ins Amt des Spitzenkandidaten und Landesvorsitzenden gerutscht, stellt er schon sein Team neu auf. Der Bundestagsabgeordnete Lukas Krieger soll künftig als Generalsekretär des Landesverbands fungieren. [….] Krieger soll nun vor allem nach innen wirken, um die Partei für den Wahlkampf zu mobilisieren, wie die »Berliner Morgenpost« berichtet. [….] Ein Großteil der innerparteilichen Kontakte Kriegers geht noch auf seine Zeit in der Jungen Union zurück. In dieser Zeit liegt aber auch ein Skandal, der fast das Ende der politischen Karriere Kriegers bedeutet hätte. Im Jahr 2016 tauchte ein Video auf, das Krieger als Funktionär der Schüler-Union bei einem Ausflug im lettischen Riga 2005 mit Parteikollegen zeigt. In dem Video wird ein Hakenkreuz-Abzeichen gezeigt, anschließend blickt Krieger in die Kamera und sagt: »Ich denke, dass wir uns darum kümmern müssen, dass wir in Deutschland auch wieder als Deutsche erkennbar sind, dass Deutschland deutsch bleibt und wir gegen den jüdischen Bolschewismus durchaus vorgehen.« [….] Das Video, das schon vor seiner Veröffentlichung in CDU-Kreisen kursierte, zwang Krieger zum zeitweiligen Parteiaustritt. Nach vierjähriger Pause konnte er seine Parteilaufbahn jedoch fortsetzen. [….] Dass Krieger durchaus ein Händchen für Wahlkampf mitbringt, zeigte er 2025. Im Kampf um ein Direktmandat in Charlottenburg-Wilmersdorf bei der Bundestagswahl schlug der wenig bekannte Krieger sowohl die damalige Familienministerin Lisa Paus (Grüne) als auch den ehemaligen Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Dabei half auch eine Finanzspritze aus Nordrhein-Westfalen. Der CDU-Kreisverband Borken unterstützte den örtlichen Wahlkampf mit 20000 Euro.  Vorsitzender der CDU in Borken ist Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. [….]

(Marten Brehmer 15.07.2026)

Dieser Evers verballhornt auch noch auf möglichst peinliche Weise den berühmtesten Ausspruch des populären ehemaligen Bürgermeisters Wowereit.

[….] Mit seinem neuen Wahlplakat hat CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers offensichtlich einen Nerv getroffen. „Ich bin konservativ. Und das ist auch gut so“, verkündet er seit Mittwoch auf einem riesigen Plakat an der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin-Tiergarten. Und bedient sich dabei sprachlich bei der Konkurrenz von der SPD. Die will das nicht auf sich sitzen lassen. Spitzenkandidat Steffen Krach postete bei X im Stile eines Wahlplakats: „Berlin ist nicht konservativ. Und das ist auch gut so.“ Abgebildet ist er in dem Post gemeinsam mit Klaus Wowereit. Der spätere Regierende Bürgermeister hatte vor 25 Jahren auf einem Parteitag erklärt: „Ich bin schwul, und das ist auch gut so.“   [….]

(Tagesspiegel, 06.08.2026)

Dazu imitiert die Hauptstadt-Union, wieder einmal, sehr primitiv die AfD und thematisiert das Gendern, mit der ebenso falschen, wie dummen These, wer gendere, könne nicht schreiben und rechnen.

Und die Berliner Bevölkerung möchte offenbar dennoch der CDU mehr als 5% geben?

Ich kann das einfach nicht verstehen.

Tatsächlich sind die Umfragen nicht besonders volatil. Grüne, Linke, CDU und Nazis liegen seit Monaten ungefähr gleich auf, die SPD ein Stückchen dahinter, FDP und BSW offenbar unter 5% und dazu gibt es noch viele an die „Sonstigen“ verschenkte Stimmen.

Civey ist keine seriöse Quelle. Aber auch nicht weit von den anderen Instituten entfernt. Wenn MEHR Berliner die CDU als die Grüne wollen; wenn außerdem MEHR Berliner AfD als SPD wollen, dann votieren die Hauptstädter für eine Vermieter- und Fossil-affine Politik! Viel Spaß bei Smog, aufgeheizten versiegelten Flächen und rasant steigenden Mieten.

Dabei gab es 2021 einen Volksentscheid, der deutlich zeigte, wie sehr das Thema in Berlin pressiert.

Aber zwei Jahre später die Kehrtwende bei der Wiederholungswahl von 2023.

Die Berliner wollten freie Fahrt für Autos, mehr Beton und weniger Klimaschutz. Sozialen Kahlschlag statt Kulturgedöns.

Nachdem das Wahlvolk derartig eindeutig einen Kandidaten und eine Partei präferiert hatte, einen so klaren Regierungsauftrag an die CDU erteilt hatte, musste die bisherige SPD-Regierungschefin Giffey einlenken und Juniorpartnerin der verhassten Wegner-CDU werden.

Linksgrüne Träumer verkünden bis heute spitzfindig, Giffey hätte sich doch eisern an ihr Amt klammern, den glasklaren Wählerauftrag ignorieren sollen und kackendreist am Verlierer-Trio RRG festhalten können, für das es tatsächlich noch eine äußerst knappe rechnerische Mehrheit im Abgeordnetenhaus gab.

Sicher wäre Berlin dann bis 2026 besser regiert worden, sicher wäre der Hauptstadt viel von der CDU verursachter Schaden – unter anderem der Kollaps der Kulturszene – erspart geblieben.

Aber die Möglichkeit bestand nur theoretisch. In der Praxis hätte es einen Volksaufstand gegeben, wenn die Rotgrünen so frech an ihren Posten klebend dem Wähler den Mittelfinger gezeigt hätten. Rote und Grüne hätten für immer ihre Glaubwürdigkeit verloren, Populisten in allen Bundesländern hätten höhnisch und  hämisch auf die geldgierigen Dienstwagen-geilen Hauptstadt RRGs gezeigt, welche die Demokratie mit den Füßen träten. Den Makel wären weder Grüne, noch Sozis, je wieder losgeworden.

Die Schuld für die Wegner-Regierung tragen die Berliner Wähler und nicht SPD.

Stimmte das Narrativ von der „Verräter-SPD“, die sich „der CDU an den Hals warf“ (genau wie es Jarrasch auch wollte, die gern in eine schwarzgrüne Koalition gegangen wäre), hätten die Grünen vom schwarzroten Hauptstadt-Desaster profitieren müssen. Der Wegner-Senat regiert(e) nämlich nicht nur erwartet schlecht, sondern regelrecht katastrophal.

Aber 2023 wählten die Berliner eben auch mit riesigem Abstand eine CDU zur stärksten Partei, die einseitig die Vermieter-Interessen bedient und in Gestalt ihres Bundeskanzlers und Parteivorsitzenden ein Bundesgesetz beackert, welches die Umsetzung des Volksentscheides de facto verhindert.

Dabei sollte klar sein; es geht, wie beim Thema Vermögenssteuer, nicht um Sparer, die sich zur Alterssicherung ein oder zwei kleine Wohnungen angeschafft haben, oder Normalverdiener, die Omas Häuschen erbten.

Es geht um die gewissenlosen Wohnungskonzerne, denen die CDU-Diepgen-Regierung die Berliner Wohnungen zuschanzten. Die jetzt die Mieter er- und auspressen, um die reichen Shareholder reicher zu machen.

Dabei haben auch die radikalsten Linken niemanden im Visier, der weniger als 50 Wohnungen besitzt.

[….] Vor allem die Linke setzt im Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl auf das Thema Mieten und Wohnen. In der aktuellsten Umfrage liegt die Partei mit 21 Prozent vor allen anderen. Sie könnte mit Elif Eralp, einer 45-jährigen Juristin, bald die Regierende Bürgermeisterin stellen. Es wäre ein Novum für die Stadt.

Die Linke ist für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne, sie fordert einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungsunternehmen und ein Landesamt für Mieterschutz, das gegen überhöhte Mieten vorgeht. Die Grünen wollen, wie die Linken auch, ein Gesetz, das Vermieter mit mehr als 50 Wohnungen verpflichtet, einen Anteil der frei werdenden Wohnungen an Menschen mit wenig Geld zu vergeben. Die SPD will unter anderem einen Mietendeckel und eine »Mietenpolizei« gegen Wuchermieten. CDU, FDP und AfD wollen vor allem schneller, unkomplizierter und mehr bauen und Wohneigentum fördern. [….]

(SPIEGEL, 06.08.2026)

Ohne Bauen geht es wohl nicht, obwohl das eine Klimapest ist. Auf jeden Fall ist Bauen aber so teuer, daß zwangsläufig am Bedarf vorbei Wohnungen entstehen; nämlich für die Topverdiener, die Top-Mieten zahlen oder sich Eigentumswohnungen leisten können. Es wird verdammt schwer für eine Berliner RRG-Regierung, den Wohnungsmarkt zu entspannen.

Betrachtet man die demoskopischen Zahlen rein rechnerisch, könnte man sich Hoffnungen auf eine RRG-Regierung machen, weil es durchaus möglich erscheint, daß die drei „Linksgrünversifften“ mehr Mandate, als der konservativ-faschistische Block bekommen könnten.

Tatsächlich handeln Linke, Grüne und SPD aber ALLE DREI völlig unverantwortlich, indem sie sich, zur Freude der Schwarzen und Braunen, lieber gegenseitig bekämpfen und mit Ausschließeritis überziehen.

Die Linke beharrt auf Umsetzung des Volksentscheides, obwohl das kaum durchsetzbar sein wird und die an Realpolitik orientierte SPD maximal triggert. Die Linke fällt unnötigerweise der Ukraine immer wieder in den Rücken, was die Grünen zur Weißglut treibt. Zudem bringt es die Linke immer noch nicht fertig, die völlig berechtigte, schärfste Kritik am Vorgehen der Israelischen Armee in Gaza und der mutmaßlichen verbrecherischen Netanjahu-Regierung, klar von Antisemitismus abzugrenzen. Nicht alle Israelis sind Netanjahu. Israelis haben selbstverständlich auch ein Recht auf ein Leben in Frieden.

Es ist ein Fest für die Bibi-affine CDU, die nur zusehen muss, wie sich R und R und G zu Themen kloppen, die ohnehin nicht auf Ebene der Landespolitik liegen.

[…] Im Grunde ist die Partei Die Linke ganz einfach zu verstehen. Es ist nämlich so, dass sie bei den Bewegungslinken äußerst skeptisch auf die Traditionalisten und Orthodoxen schauen, die sie als Einheit verstehen. Das führt bei den Traditionalisten und Orthodoxen, nennen wir sie T&O, zu Stoßseufzern der Empörung, denn nichts läge ihnen ferner, als sich als Einheit zu verstehen. Beide wiederum, sowohl die T&O als auch die Bewegungslinken, halten derweil die Trotzkisten für Radikale, beäugen aber nicht ohne Neid deren verdächtig gute Organisation und Kaderdisziplin. So weit, so offensichtlich.

Nun ist allen drei Gruppierungen die tiefe Abneigung gegen die Reformer gemeinsam. Da ziehen sie ausnahmsweise an einem Strang, denn die Reformer haben so durchgeknallte Ideen wie Kompromisse einzugehen und, Achtung: sich auf Regierungsbeteiligungen einzulassen. Die Reformer selbst scheinen von den T&O noch weniger zu halten als von den Trotzkisten, und man frage um Himmels willen nicht nach den Bewegungslinken. Sind das nicht in der Wolle gefärbte Linkspopulisten?

Da das allzu übersichtlich erscheinen könnte, die Linke aber parteiinterne Übersichtlichkeit nicht für eine Qualität an sich hält, verteilt sich zwischen den großen Hauptlagern noch eine unüberschaubare Zahl an Splittergruppen und Unterströmungen. Es gibt die Pali-Soli-Bewegung, die sich für die Palästinenser starkmacht und von der Linksjugend unterstützt wird. Es gibt die antikapitalistische Linke, die sozialistische Linke und die emanzipatorische Linke, wobei gerade letztere vom Marxistischen Forum gezielt verachtet wird. Und was treibt eigentlich die Kommunistische Plattform dieser Tage?  [….]

(SZ, 09.08.2026)

Die Grünen preschen schon vor und werfen sich lieber der Klima-killenden Versager-CDU an den Hals, bevor sie mit den verhassten Linken regieren.

Die Berliner Grünen schlagen also lieber auf die Linke ein, als CDU und AfD zu kritisieren.

[….] Oder will Berlin gar nicht die Linke im Roten Rathaus, sondern ihn, Werner Graf, auch wenn er der unbekannteste unter den Spitzenkandidaten ist? Dann müssten die Grünen ihre zweite Option ziehen: eine Kenia-Koalition aus Grünen, CDU und SPD. Die Zweifler in den eigenen Reihen könnten die Grünen dann mit dem Argument überzeugen, dass nicht mehr die Autopartei CDU den Ton angibt, sondern die Verkehrswendepartei Bündnis90/Die Grünen. Und dass mit ihm, Werner Graf, zum ersten Mal ein Grüner Berlins Regierender Bürgermeister werden kann.

Zwischen Linksbündnis und Rotem Rathaus: Einfach werden die Debatten um beide Alternativen ganz bestimmt nicht werden. Auch wenn auf grüner Realoseite bereits vor dem Berlin-Trend, der die Grünen mit 19 Prozent zwei Punkte vor der CDU mit 17 Prozent sieht, gemunkelt wurde, dass eine Linkspartei auf Platz eins ganz zwingend Kenia bedeute. Ein Kenia, bei dem die Farbe Grün leuchtet, wird der Basis aber sicher besser zu vermitteln sein als eines, bei dem das Schwarz dominiert.  [….]

(Uwe Rada, 05.07.2026)

Die Berliner SPD schlägt ebenfalls lieber auf die Linke ein, als CDU und AfD zu kritisieren.

[…]  Nach der Enteignungsansage der Linken-Bundesspitze fragt die SPD, wer in der Linkspartei das Sagen hat. Kandidat Steffen Krach macht auch Druck wegen des Russischen Hauses.

Steffen Krach legt im Streit mit der Linkspartei zum Thema Vergesellschaftung von Wohnraum nach. Gegenüber der taz sagt der Spitzenkandidat der Berliner SPD: „Es überrascht mich nicht, dass Frau Schwerdtner ihren Parteifreunden in Berlin eine rote Linie bei der Enteignungsfrage diktiert.“ […] Nicht nur die Berliner SPD und ihr Spitzenkandidat hatte diese Aussage kritisiert. Auch Elif Eralp, die Linken-Spitzenkandidatin für die Wahl am 20. September, war etwas zurückgerudert. […] Steffen Krach mutmaßt nun, dass die Bundespartei der Linken in Berlin eine Regierungsbeteiligung verhindern möchte – ähnlich wie es Sahra Wagenknecht beim BSW in Thüringen versucht hat. „Schwerdtner wird wissen, dass die Wahlversprechen ihrer Berliner Parteifreunde so dermaßen hochgeschraubt sind, dass darauf nur große Ernüchterung folgen kann“, sagt er der taz. „So einen Reality-Check kann sie für den nächsten Bundestagswahlkampf aber null gebrauchen. Also besser rote Linien ziehen und nicht regieren.“

Auch an die Berliner Linke wendet sich der SPD-Spitzenkandidat. „Elif Eralp nehme ich wiederum total ab, dass sie in den Senat will und deshalb wohl bereit ist, die Enteignungsfrage nicht so kategorisch zu definieren.“ Allerdings sehe er bei manchen Linken auch einige, „die wohl lieber Maximalopposition machen würden“. [….]

(taz, 09.08.2026)

Samstag, 8. August 2026

Schwule im Kleiko-Pech

Mit der Merz-Regierung kehrte auch die Homophobie in die erste Reihe der deutschen Politik zurück. Der Kanzler selbst mit seiner langen Geschichte schwulenfeindlicher Äußerungen, seine Familienministerin Karin Prien und die zweitmächtigste Person im Staate, Julia Klöckner, ließen kaum einen Tag vergehen, an dem sie nicht der queeren Community signalisierten „wir mögen euch nicht!“






Das ist Agendasetting. Das macht den gewalttätigen Homohass bei den Nazis salonfähig. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Durch die abfälligen xenophoben Äußerungen der CDUCSUler, fühlt sich der rechte Bodensatz der Gesellschaft animiert, reale Gewalt gegen Migranten auszuüben.

Durch die abfälligen homophoben Äußerungen der CDUCSUler, fühlt sich der rechte Bodensatz der Gesellschaft animiert, reale Gewalt gegen Queere auszuüben.

Kurioserweise startete ausgerechnet dieser verhängnisvolle Bundestag mit drei queeren Menschen an den Spitzen der drei größten Fraktionen.

Natürlich verleugnet Alice Weidel ihre queere Identität und trägt die homophobe Ausrichtung ihrer faschistischen Partei mit.

Aber es blieb ein letzter Rest Hoffnung bezüglich der Ausrichtung der Regierungskoalition, weil die beiden wichtigsten Unterhändler für die Mehrheitsbeschaffungen, die beiden Fraktionschef Miersch und Spahn selbst schwul sind.

Letzterer wurde aber aus der ersten Politreihe verdrängt; ein überfälliger Schritt.

Sein Nachfolger, der in der Fraktion wesentlich beliebtere Thorsten Frei, der heute übrigens Geburtstag hat (53 Jahre), ist da eine ganze andere Nummer.

Geboren in der Baden Württembergischen Provinz Bad Säckingen, lebt und denkt der Mann bis heute, wie der erzkatholischer Provinzler, der er ist: Engstirnig, fremdenfeindlich, homophob.

Queere Rechte haben für den Volljuristen Frei nichts im Grundgesetz zu suchen.

[…] Die SPD hatte nach dem Anschlag auf den Berliner CSD die Forderung nach einer Gesetzesanpassung erneut befeuert […]. Konkret geht es um Artikel 3 im Grundgesetz. Derzeit heißt es in dem Verfassungsartikel: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." 1994 wurde noch hinzugefügt: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Eine Verfassungsänderung bräuchte eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat.

Im September 2025 hatte der Bundesrat auf Betreiben des Landes Berlin mehrheitlich beschlossen, den Artikel 3 um den Zusatz "sexuelle Identität" zu erweitert. Die Gesetzesinitiative wurde dann in den Bundestag eingebracht, nach über zehn Monaten aber noch immer nicht behandelt.   Am 9. Oktober fand die erste Lesung eines textidentischen Gesetzentwurfs der Grünen statt. […] Queere Organisationen fordern bereits seit Jahrzehnten einen Schutz im Grundgesetz – für die Merkmale "sexuelle und geschlechtliche Identität" oder zumindest "sexuelle Identität".

Auch alle demokratischen Parteien im Bundestag mit Ausnahme der Union unterstützen bereits seit Jahren eine entsprechende Reform, um einen Rückfall in alte Zeiten unwahrscheinlicher zu machen. Hintergrund ist, dass der Anti-Schwulen-Paragraf 175, den das Bundesverfassungsgericht 1957 in seiner Nazifassung noch ausdrücklich für rechtens erklärt hatte, erst im Jahr 1994 abgeschafft wurde. Allein in der Bundesrepublik wurden nach diesem Paragrafen mehr als 50.000 Männer verurteilt. Angesichts des Erstarkens der queerfeindlichen AfD besteht die Befürchtung, in alte Zeiten zurückzufallen. Dies könne, so die Hoffnung, mit einem Schutz in der Verfassung verhindert oder zumindest abgemildert werden können. […]

(Queer.de, 08.08.2026)

Man weiß nicht so genau, ob Frei und die Mehrheit seiner Fraktion diskriminierte, bespuckte, beschimpfte, geschlagene, drangsalierte, belästigte, verletzte, verängstigte, getretene, getötete queere Menschen in Deutschland einfach „nur“ egal sind, oder ob sie es sogar wohlwollend in Kauf nehmen.

Jemand wie Merz kann nicht anders. Seine Schwulenfeindlichkeit sitzt tief in ihm und bricht in Interviews einfach aus ihm raus, weil er sich generell nicht beherrschen kann und zu dämlich ist, die Konsequenzen seines Gequatsches zu bedenken.

Fraktionschef Frei halte ich aber für weniger impulsiv; er wählt seine Worte bedachter. Ich kann es nicht beweisen, vermute aber, daß er schlicht und ergreifend abwägt: Schadet oder nutzt queerfreundliche Politik der CDU? Gewinnen sie durch eine Grundgesetzänderung und die begleitenden Diskussion mehr Wähler auf der liberalen Seite, oder vertreiben sie damit konservative C-Wähler zur AfD? Dabei wird er sich für Letzteres entscheiden.

[…] ABLA: Sind Sie offen für die Forderung der SPD, ein Verbot von Diskriminierung wegen sexueller Identität im Grundgesetz zu verankern? Auch die queere Community fordert dies nach dem CSD-Anschlag.

FREI: Ich halte das nicht für notwendig. Den Wunsch der queeren Community nach diesem symbolischen Schritt kann ich verstehen. Aber das würde unsere Verfassung überfrachten. […] 

ABLA: Sollte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner beim nächsten CSD doch die Regenbogenflagge auf dem Parlament hissen? […]

FREI: Motto-Flaggen gehören nicht auf den Reichstag. Auf offiziellen Staatsgebäuden sollten zwei Flaggen wehen, die unser Wertefundament beschreiben: Das ist Schwarz-Rot-Gold, und das ist die Europa-Flagge. Schwarz-Rot-Gold sind die Farben der Demokratie in Deutschland. Sie stehen für Einigkeit und Recht und Freiheit. Europa ist unsere Wertegemeinschaft. Dahinter sollten sich alle Menschen, die in Deutschland leben, versammeln können. […]

ABLA: Ist der Fall Spahn ein Anlass, die Regeln für Leihmutterschaft zu ändern?

FREI: Ich sehe keinen Änderungsbedarf. Ich spüre ein solches Bedürfnis auch in der Fraktion nicht. […]

(FUNKE Interview mit Thorsten Frei, 08.08.2026)

Freitag, 7. August 2026

Zeittotschläger

Wie sich 1,5° Erderwärmung anfühlen, erleben wir gerade. Schon 12.000 Hitzetote in Deutschland, allein 10.000 in einer Juni-Woche. Den Kanzler stört es nicht.

Aus ideologischer Verblendung unternehmen die Fossillobby-Minister Reiche, Linnemann und Bilger alles, um zum großen Fauna-Flora-Krepieren auch noch die Ökonomie auf Talfahrt zu schicken. Sie sind apokalyptische Chaosagenten.

[….]  Wind und Solar vor dem Aus? Neues Gesetz stoppt Ausbau in ganzen Regionen [….] Wer in Deutschland einen neuen Windpark oder eine Solaranlage bauen will, muss sich künftig auf härtere Bedingungen einstellen. Das Bundeskabinett hat Mitte der Woche einen Gesetzentwurf aus dem Haus von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) beschlossen. Damit rückt ein Vorhaben näher, das die Regeln der Energiewende neu ordnet und in Teilen für erhebliche Kritik sorgt. Ab 2027 sollen erneuerbare Energien einen Teil der Privilegien verlieren, die sie bisher genossen haben. Kernstück des sogenannten Netzanschlusspakets sind neue Befugnisse für Netzbetreiber. Sie dürfen künftig Anträge für neue Wind- oder Solarparks ablehnen, wenn das betroffene Netzgebiet zuvor als „kapazitätslimitiert“ ausgewiesen wurde. [….]

(FR, 07.08.2026)

Reiche lässt die beiden Altmaier-Dellen, als die CDU/FDP-Regierung die Solar- und Windkraftbranche Deutschland killte, um sich von Putins Gas abhängig zu machen und hochlukrative Zukunftstechnologien nach China zu verscherbeln, wie Anfängerfehler aussehen. Sie will Deutschland endgültig den Gar aus machen.

Die sie bezahlenden Energiekonzerne freut es.

[…..] Milliarden-Deal mit Windkraftgegner Trump: RWE gibt Offshore-Pläne auf – und steigt auf Gas um  [….] Der deutsche Energiekonzern RWE gibt sämtliche Offshore-Windprojekte in den Vereinigten Staaten auf und lässt sich diesen Schritt von der US-Regierung mit 1,22 Milliarden Dollar vergüten. Damit endet ein jahrelanger Konflikt zwischen dem Essener Versorger und der Regierung von US-Präsident Donald Trump, der Windkraft auf See seit Amtsantritt konsequent ausbremst.  Die Vereinbarung zwischen der US-Tochter RWE Offshore und dem amerikanischen Innenministerium betrifft insgesamt drei Projekte, die noch aus der Amtszeit von Joe Biden stammen. RWE hatte die Flächen in der New York Bight sowie vor den Küsten Kaliforniens und Louisianas 2022 ersteigert, damals mit dem Rückenwind einer Regierung, die den Ausbau der Windkraft aktiv förderte.  […]

(FR, 07.08.2026

Total-Trottel Merz auf den Spuren des einzigen Regierungschefs, der tatsächlich noch dümmer ist, als er selbst: Trump.

[….]  Über vier Milliarden Dollar gegen Windkraft: Trump befeuert die Klimakrise [….] Die US-Regierung gibt Milliarden für Deals aus, die Windkraftprojekte verhindern sollen. Dass der Energiekonzern RWE sich darauf einlässt, ist fatal.

Die Auswirkungen der Klimakrise, die bereits eingetreten ist, werden immer offensichtlicher: In diesem Sommer etwa mit besonders extremen Hitzewellen auch in Nordamerika und Europa, mit riesigen Waldbränden beiderseits des Atlantiks. Was liegt also näher, als aktiv Investitionen in CO₂-neutrale Energieerzeugung zu verhindern?  Genau das tut in den USA die Trump-Regierung mit einem Vergleich mit dem deutschen Energie-Riesen RWE, der Windenergie-Projekte in den USA aufgibt und Trump dafür Investitionen in Fossile verspricht (und sich selbst davon Gewinne). Die Deals, die Trumps Administration mit Energiefirmen wie jetzt RWE macht, um Windkraftanlagen zu verhindern, sind eines der plakativeren Beispiele dafür, wie sie aktiv daran arbeitet, die Welt zu zerstören. Über vier Milliarden US-Dollar hat die Regierung in Washington für solche Abkommen ausgegeben.

So sieht freie Marktwirtschaft in Trumps Welt aus, und so verhält er sich zu seiner Verpflichtung, zum Wohl der Menschen in den USA zu handeln. [….] Dass sich RWE und seine US-Tochterfirma auf den Deal mit Trump einlassen, ist schäbig – aber unter kapitalistischen Bedingungen nicht anders zu erwarten. [….] RWE [….] investiert  [….] weiter massiv in Fossile. Von solchen Unternehmen zu erwarten, dass sie die klimaschützende Transformation freiwillig so schnell vollziehen würden, wie es notwendig wäre, ist hoffnungslos naiv.  Stattdessen bräuchte es politischen Willen, um diese Transformation zu forcieren, bevor noch größere Schäden eintreten, als sie zu beobachten und bereits unvermeidbar sind. Der fehlt aber nicht nur in den USA, sondern vielen Regierungen, und nicht zuletzt die schwarz-rote Koalition ignoriert es, dass Deutschland Klimaziele verfehlt, und dreht das Steuer in der Sache in die falsche Richtung. […..]

(Daniel Roßbach, 07.08.2026)

Die Zukunft ist jetzt. Die Gegenwart, die uns Trump und Merz bereiten wollen, sehen wir bei ihrem bewunderten Freund Bibi.

[….] [….] Hunderttausende Menschen leben noch immer in Notunterkünften in Gaza-Stadt. Krankheiten, Ungeziefer und verunreinigtes Wasser belasten ihre Gesundheit - bei Temperaturen von rund 40 Grad. [….] Hier lebt Mohammed Shaaban. Er kommt eigentlich von weiter nördlich. So wie fast alle Menschen des Küstenstreifens musste er während des Kriegs sein Zuhause verlassen. "Das Leben ist voller Probleme", sagt Shaaban. Bis heute würden sie noch immer als Vertriebene leben. "Auf der einen Seite sind Ratten, auf der anderen Schlangen, dann Kakerlaken und überall Mücken." [….] Zur Hitzewelle kommt eine belastend hohe Luftfeuchtigkeit. Die Menschen im Gazastreifen sind der Hitze quasi schutzlos ausgeliefert. In den Zelten, in denen die meisten Menschen leben, ist es stickig und heiß - bei Temperaturen tagsüber von um die 40 Grad. Das alles ohne ausreichend sauberes Trinkwasser, erklärt Mohammed Shaaban:  "Fließendes Wasser gibt es hier nicht. Jeden Tag kommt nur ein einziger Lastwagen mit Wasser zu uns." Auch das belaste ihre Gesundheit, sagt er, denn das Grundwasser sei inzwischen durch Abwasser und Schmutz verunreinigt. Auch unter der mangelnden Hygiene würden sie leiden.

Mit der Hitze des Sommers verschärft sich die Gesundheitskrise im Gazastreifen noch. Filipe Ribeiro von "Ärzte ohne Grenzen" berichtet, dass sich in den Notunterkünften und Lagern für Vertriebene Krankheiten häufen.

"Die Zelte, in denen die Menschen leben, sind wie stickige Backöfen. Familien können nachts nicht schlafen. Und auch tagsüber können sie sich nicht erholen." Ribeiro sagt, es sei nicht einfach nur unangenehm. Durch die hohen Temperaturen verbreite sich auch Ungeziefer schneller. "Alles, was ohnehin schon schlimm ist, wird durch die Hitze noch schlimmer." [….]

(Tagesschau, 07.08.2026)

Wenn man einen Moment innehält und ich noch vergegenwärtigt, daß diese Klimaerhitzung seit Ende der 1970er korrekt prognostiziert wird, im Jahr 2026 hunderttausende Menschen an der Hitze verrecken und dazu der Regierungschef der drittgrößten Wirtschaftsmacht fröhlich erklärt, er finde Windräder häßlich und morgen ginge die Welt nicht unter, kann man eigentlich nicht NICHT verzweifeln.

Dabei verfügt(e) Mensch über die technischen Mittel die globale Katastrophe abzuwenden. Wir tun es aber nicht. Wir wählen uns statt Habeck Frau Reiche als Wirtschaftsministerin.

Wir wählen Trump statt Harris.

So haben wir 40 Jahre verplempert, in denen die Menschheit hätte klimaneutral werden können.

Aber im Jahr 2026 dürfte das Kind zu tief im Brunnen liegen. Selbst wenn heute alle Klimaschädlichen Emissionen stoppten (was garantiert nicht passiert), würde sich das Klima der Troposphäre noch bis zu 20 Jahre lang weiter aufheizen, weil es so lange dauert, bis die Human-Abgase zur Stratosphäre gelangen. 

Kinder, die „die Sendung mit der Maus“ gucken, verstehen den Zusammenhang. Der Baden Württemberger CDU-Chef Manuel Hagel begreift es nachgewiesenermaßen nicht. Die C-Minister, die SPD-Umweltminister Schneider tagtäglich massiv ausbremsen, offenbar auch nicht.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Hoimar von Ditfurth heute noch ein Apfelbäumchen pflanzenwürde.

Wir haben die Zeit, die uns zur Verfügung stand, um das globale Unheil abzuwenden, sehenden Auges totgeschlagen. „Falsche Richtung! Falsche Richtung?, Dummheit laß mich los“ schrieb Jochen Diestelmayer 1992 für sein legendäres Album „Ich-Maschine“.

Zeittotschläger auf ihren Wegen
Heute Nacht gehöre ich zu ihnen
Zeittotschläger, für fünf Mark Freiheit
Und für dreißig Mark Bier
Wegen ihm oder ihr
Falsche Richtung!
Falsche Richtung?
Dummheit laß mich los
Dummheit laß los!
Zeittotschläger laufen um ihr Leben
Bevor die Schulbank sie kriegt
Und ihnen alles wegnimmt
Zeittotschläger laufen um ihr Leben
Irgendwann hält Gott seine Arme auf
Bis hierhin und nicht weiter
Wissen tut weh, Gott nicht
Und '33 war Adolf Hitler Gottes Sohn
Falsche Richtung![x2]
Dummheit laß mich los
Dummheit laß los!

(Blumfeld, Zeittotschläger)