Die Hauptstadt Söderistans tritt nun also offiziell als
deutscher Kandidat an und unsere vorgestriger 70-Jähriger Kanzler demonstriert
der Jugend noch einmal, was das Wort „cringe“ heute bedeutet, indem er auf 2044
blickt, wenn er 89 Jahre alt sein wird. Kanzler-Postings zum Mitschämen.
[…] KI erschafft Bilder.
Aber Olympia muss man einfach selbst erleben.
Zusammenhalt, echte Emotionen und das Gefühl, gemeinsam etwas Großes zu erleben
– das lässt sich nicht künstlich erzeugen.
Mit München haben wir einen starken Kandidaten für Olympische und Paralympische
Spiele in Deutschland. Deutschland kann Olympia. Jetzt packen wir gemeinsam die
internationale Bewerbung an. [….]
Ein historisch unbeliebter, vom Volk völlig abgehobener
Gescheiterter, lässt sich in Opa-Sprache bunte KI-Bilder der paradiesischen
Olympischen Zukunft erstellen.
Gut möglich, daß seine physische Kondition dem Kanzler ermöglicht,
noch mit 89 Jahren fit und aktiv zu sein.
(….) Vor noch nicht allzu
langer Zeit fabulierte der Sauerländer Simpel, mit dem Verweis auf die
hervorragende Gesundheit seines 102-Jährigen Vaters Joachims, nach 2029 eine zweite Amtszeit anzustreben. Über
die physische Langlebigkeit mag er durchaus verfügen; seine 98-Jährige Mutter
lebt ebenfalls noch. Aber seine politische Unfähigkeit; so viel ist jetzt schon
sicher, wird definitiv verhindern, noch einmal als Kanzlerkandidat zur Wahl
anzutreten. (…)
Weniger wahrscheinlich, aber theoretisch möglich, ist
eine erfolgreiche Bestechung der maximal-korrupten IOC-Funktionäre mit
bayerischen Millionen, um den Zuschlag für die Spiele zu bekommen. Geld spielt
keine Rolle!
[…..] Eine
Olympia-Bewerbung bedeutet eine Unterwerfung unter das Regime des IOC. Ob sie
dagegen das Land zusammenbringen kann, ist fraglich.
Golf für München! Die Stadt
darf sich um die Ausrichtung Olympischer Sommerspiele bewerben. 2036, 2040 oder
2044 könnten wieder Olympische Spiele in Deutschland stattfinden. Jetzt muss
nur noch das Internationale Olympische Komitee (IOC) von den Vorzügen der
bayerischen Landeshauptstadt überzeugt werden.
Einfach ist das gewiss
nicht. Und es erfordert einen Akt der beinahe totalen Unterwerfung unter das
Regime des IOC. Das fordert jede Menge staatliche Garantien zur Finanzierung
der Spiele und für die Sicherheit von Athletinnen und Fans bei dem Megaevent. Der
Bund, das Land Bayern und die Kommune München werden sich großzügig zeigen.
Während in den Etats für Soziales oder Kultur gespart wird, werden für Olympia
die Kassen geöffnet. Lange bevor aus ersten Plänen echte Konzepte geworden
sind, hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) bereits ein
Finanzierungsversprechen für die Spiele abgegeben. Für Olympia in Deutschland
scheint kein Preis zu hoch zu sein.[….]
Für noch weniger wahrscheinlich, als den IOC-Zuschlag für
Merz, halte ich allerdings die Existenz einer funktionsfähigen Stadt München im
Jahr 2044.
Der 55°C heiße Sommer läßt dann vermutlich nur noch
KI-gesteuerte Roboter-Athleten zu. Die Zuschauer werden einige wenige
Superreiche sein, die aus ihren unterirdischen Bunkern virtuell zugeschaltet
sind. Die Klimakatastrophe ist nicht aufzuhalten mit Politikern wie Söder,
Reiche, Merz, Putin und Trump.
Aber vielleicht sind dystopische Hitze-Spiele in einem
wüstenähnlichen Rudimentär-Deutschland schon das bestcase-Szenario.
Wir könnten auch eine aus Peking gesteuerte Kolonie sein.
Deutschland kann mit seiner digitalen Rückständigkeit und dem völlig
verblödeten Urnenpöbel, der mehrheitlich Fossillobby-Parteien wählt, auf keinen
Fall bei der Globalisierung mithalten.
In der asiatischen Regierungszentrale der nördliche
Hemisphäre würde längst entschieden worden sein, die Ressourcen für ein
Sport-Event nicht im untergegangenen politisch irrelevanten Europa zu verschleudern.
Auch das wäre noch ein optimistisches Szenario, welches das Überleben der
Menschheit vorsieht.
Oder es liegt einfach nur alles brach, weil eine 100% letale
Pandemie leichtes Spiel im nicht vorbereiteten Schwurbelstan hatte. Das wären
gute Nachrichten für das Tierreich und die Flora.
Schließlich bleibt immer noch die reale Chance, daß eins
der acht Genies, das von den Menschen an die roten Atomknöpfe gesetzt wurde –
Bibi, Putin, Trump zum Beispiel – den letzten Weltkrieg startet.
Die kognitive Dissonanz der Gesamt-CDU macht fassungslos.
Seit über zehn Jahren wächst die AfD auf Kosten der CDU
und radikalisiert sich dabei immer mehr. Inzwischen liegen die Nazis bei
bundesweiten Umfragen zehn Prozentpunkte vor der CDU. Merz hat seine Partei runter in die Zehner-Zone gewirtschaftet.
Die Partei verachtet ihren eigenen Vorsitzenden und
fliegt in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Landtag, weil das Plagiieren der
Rechtsextremen, genau wie von allen Experten (inklusive der eigenen
Konrad-Adenauer-Stiftung) analysiert, immer nur das Original stärker macht und
die konservativen Demokraten überall in Europa in die Einstelligkeit drückt.
[…] Man hört bei Springer,
anderen Medien und Politiker:innen von CSU&CDU (AfD sowieso) ernsthaft
immer noch den Take, dass die CDU nicht hart genug beim Thema Migration ist.
Und deswegen verliert.
Nach 10 Jahren
gegenläufiger Evidenz und zig Studien frage ich mich langsam, ob da Esoteriker
am Werk sind.[….]
Doch das Gros der CDUCSU zweifelt immer noch nicht am
eingeschlagenen kontrafaktischen Irrweg. Nach dem demütigenden ersten Rauswurf
aus einem Landtag überhaupt, schwingen unverändert die fatalistischen Vibes
ihrer konservativen Vorgänger aus den 1920ern und 1930ern: Harter
Anti-Links-Kurs und gleichzeitiges Anbiedern an die Nazis.
"Dies ist ein
durchsichtiger und verabscheuungswürdiger Versuch, die Nazi-Opfer in Heidenau
erneut aus der Stadt zu vertreiben und sie dort zu entsorgen, wo nach Ansicht
der AfD ihre Erinnerung schon lange hingehört – auf dem Friedhof."
Außerdem verurteilen sie
die CDU scharf dafür, dass sie hierbei mitgemacht hat. Was für eine unfassbare
Schande. [….]
Kaspar
Johannes Schlattenmeier, Baby-CDUler aus Osnabrück, ist unzufriedenmit
dem Kurs des tumben Nachäffens von AfD-Positionen durch seine Bundesparteiführung.
Er sorgt sich, weil seiner CDU keine Problemlösungskompetenz mehr zugeschrieben
wird und, noch schlimmer, die Glaubwürdigkeit abhandengekommen ist. Aber
niemand hört auf Schlattenmeier oder Polenz.
Die CDU marschiert weiter in ihren Untergang. Zwar
durchaus mit mulmigen Gefühl in der Magengrube, aber unfähig und unwillens
ihren Nazi-Appeasementkurs zu ändern.
[….] Verliert die CDU ihren
Status als Volkspartei? Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern sind auch
andere Landesverbände hochnervös. Der Glaube an Kanzler Friedrich Merz wankt
erheblich. [….]
Im Main-Tauber-Kreis im
Norden von Baden-Württemberg ist die christdemokratische Welt noch in Ordnung –
zumindest an der Wahlurne. [….] Trotzdem könnte die Stimmung im
Kreisverband schlechter kaum sein. Am Dienstag, bei der ersten Sitzung der
CDU-Landtagsfraktion in Stuttgart nach den Wahlen in Mecklenburg‑Vorpommern
und Berlin, fasste Reinhart die Lage nach Angaben von Teilnehmern so zusammen: „Die Gefahr, dass die CDU ihren
Status als Volkspartei verliert, war noch nie so groß.“ Eine derart kritische Stimmung wie derzeit habe er noch nicht
erlebt. [….] Es gebe bei den Mitgliedern der Jungen Union „eine große
Fassungslosigkeit über die Kommunikation der CDU auf Bundesebene und zunehmende
Wut auf die SPD im Bund“, sagt der JU-Landeschef Florian Hummel. Der
CDU-Landesvorsitzende Manuel Hagel warnte Anfang der Woche sogar davor, dass
inzwischen mehr auf dem Spiel stehe als die nächste Wahl: nämlich „die Zukunft
der Christdemokratie als gestaltende Kraft der Mitte“. [….] Auch in
Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, lösen die
Wahlergebnisse bei Christdemokraten Entsetzen aus. [….] Wüst sagte, für
ihn als stolzen Christdemokraten sei solch ein Wahlabend „schlimm“ und
„furchtbar“. [….] [….]
Die CDU begreift es einfach nicht. Sie hält sich
inhaltlich an die Nichtdemokraten und Menschenhasser. Sie predigt, wider jede
Evidenz, neoliberale Trickle Down-Politik. Sie verschließt fest die Augen vor
den Erkenntnissen jedes mit der Materie beschäftigen seriösen Wissenschaftlers
und setzt voll auf Fossil-Energie gegen die Erneuerbaren. Das ist wederseriös,
noch bürgerlich, sondern nekrophil.
[….] Statt aufarbeiten, was
zum Verlust der Wahrnehmung als Volkspartei führt, betreibt die CDU weiter
Abgrenzung nach links. Das freut vor allem die AfD. [….] Das Verhältnis
der CDU zum Antisemitismus ist ein instrumentelles. Dass Merz Antisemitismus
kürzlich als eine Form von Ausländerfeindlichkeit bezeichnete, spricht für
sich. Die CDU nutzt die Vorwürfe gegen die Linke als Hebel, um Grüne und SPD
unter maximalen Druck zu setzen, eine Koalition mit ihrem Berliner
Wahlverlierer einzugehen.
Dahinter steckt die noch
größere Furcht, dass eine rot-grün-rote Koalition tatsächlich anfangen könnte,
Teile des Wohnungsbestands in Berlin dem Profitstreben zu entziehen, sprich
große Immobilienkonzerne gegen Entschädigung zu enteignen. [….] In ihrem
Furor gegen die „extreme Linke“ verliert die CDU zudem völlig aus dem Blick,
dass die extreme Rechte, die sich immer wieder positiv auf jene bezieht, die
rund sechs Millionen Jüdinnen und Juden planmäßig ermordeten, gerade dabei ist,
ein Bundesland tatsächlich umzukrempeln. In Sachsen-Anhalt gibt es erste
Absprachen zwischen der AfD und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), man will
zusammen den Landtagspräsidenten wählen und die Sitzordnung im Parlament so
verändern, dass beide Parteien in der Mitte sitzen. [….] Das ist eine
Kampfansage an die demokratische Mitte. Hier unternimmt die CDU noch nicht mal
den Versuch, sich dieser Machtergreifung entgegenzustellen. Denn die Einladung
der SPD zu Gesprächen, um eine Regierung ohne die AfD zu ermöglichen, schlug
man diese Woche aus.
Bislang verhält sich die
CDU leider genau so, wie es sich die AfD in einem Strategiepapier ausmalt: Sie
polarisiert und treibt die Trennung vom linken Lager voran. [….] Es geht
der AfD ums Ganze – und die CDU hat das offenbar immer noch nicht kapiert.[….]
Geschichte wiederholt sich. Wie 1933 wenden sich die
C-Parteien gegen diejenigen, die auf der linken Seite für Demokratie und
Menschenrechte eintreten.
Wie ihre Vorgänger-Parteien vor gut 90 Jahren, betätigen
sich Christsoziale und Christdemokraten als Helferchen der Nazis, machen ihre Abscheulichkeiten
salonfähig.
Der kriminelle Benjamin Netanjahu säße mit hoher
Wahrscheinlichkeit im Gefängnis, wenn ihn nicht seine Immunität als Regierungschef
schützte. Seine Ehefrau Sara und sein rechtsradikaler Sohn Jair stehen ihm kaum
nach und könnten ebenfalls im Knast landen.
Der Israelische Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit
klagte ihn 2019 wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue in jeweils drei Fällen
an: Der „Bezeq-Affäre“, der „Jediʿot-Affäre“ und der „Sara Geschenk-Affäre.“
Die meisten Völkerrechtler glauben zudem, er sei als
Regierungschef verantwortlich für einen Genozid an den Palästinensern.
Südafrika reichte 2023 Klage vor dem Internationalen Gerichtshof gegen Israel
ein. Der Internationale Strafgerichtshof erließ 2024 einen Haftbefehl gegen
Netanjahu wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Angesichts des Grauens in Gaza, wandelte sich Bibisrael
zum Paria der Weltgemeinschaft. Wenn Bibi in der UNO spricht, zeigen die Delegierten,
wie sie ihn verachten.
Als Freund Israels bereitet es mir geradezu physische
Schmerzen, was Netanjahu seinem Land antut, wie er Israels Ansehen vollkommen
ruiniert, jedes Vertrauen in den Staat zerschlug. Viele Israelis sehe es ebenso
und wanderten aus, so daß es in Goa, den USA, Australien und vielen
europäischen Hauptstädten wachsende Gemeinden liberaler Exil-Israelis gibt.
Unglücklicherweise hat das fatale Folgen für die in Israel verbleibenden
Staatsbürger, die immer mehr nach rechts rücken, da die Liberalen wegziehen,
immer mehr fanatische Siedler aus der Diaspora kommen und sich die Ultraorthodoxen
vermehren wie die Karnickel.
Einen eindrucksvollen Beleg für das desaströse Wirken
Netanjahus bietet der Meinungsumschwung bei Israels engstem Verbündeten, den
USA. Hier war die tiefe Freundschaft zu Israel über Jahrzehnte Staatsraison,
Israel war in der gesamten amerikanischen Bevölkerung enorm beliebt und konnte
sich auf die bedingungslose Unterstützung beider Parteien verlassen. Das ist vorbei.
Die bekannten jüdischen Polit-Influencer der USA – Brian Tyler
Cohen, Aaron Parnas, Matt Bernstein, Josh Greene, Dash Dobrowski, David Pakman –
sind allesamt entsetzt von Israels Politik und der Netanjahu-Regierung. Sie
alle stellen sich ausdrücklich hinter die Forderung Zohran Mamdanis, den
Israelischen Ministerpräsidenten in NY verhaften zu lassen.
Deutschland sollte angesichts der Geschichte nicht
ausgerechnet an der Spitze der internationalen Israel-Kritiker stehen. Aber demonstrativ
ganz stumm zu bleiben und Israel weiter Waffen zu liefern, ist feige, peinlich
und dumm.
[….]Der Saal applaudiert – bis auf die
Delegation aus Berlin. Wie feige. […] Der heutige israelische
Finanzminister Bezalel Smotrich hat schon 2017 seinen „Entscheidungsplan“
veröffentlicht. Die einfache Losung darin: Sieg durch Siedlung. Mehr Siedlungen
sind gleich mehr Land sind gleich weniger Palästinenser. Den Palästinensern bleiben
demnach drei Wege: sich unterwerfen, auswandern oder bekämpft werden. […] Die
Welt sieht hin. Deutschland sieht weg. Und merkt nicht, wie allein es ist.
Wie alleine, das zeigte der
erste Tag der UN-Generaldebatte in New York. Die Kritik an der Siedlungspolitik
im Westjordanland und an der Zerstörung im Gazastreifen zog sich am Dienstag
durch den Saal. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Zweistaatenlösung vor
unseren Augen auflöst“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Die
Delegierten applaudierten. Die deutsche Delegation um Außenminister Johann
Wadephul (CDU) nicht.
Dabei bekennt sich Berlin
sonst stets zur Zweistaatenlösung. Doch wenn jemand ausspricht, dass diese
gerade zerstört wird, rührt die Bundesregierung keine Hand. Nicht einmal für
leichten Beifall. […]
Ich schäme mich außerordentlich für Merz, Söder und
Klöckner, für die deutschen Bibi-Fanminister Prien, Dobrindt und Wadephul, die
nach Jerusalem pilgern, um Israels Politik zu adeln.
Es spricht also alles dafür, maximal über Israels Politik
verärgert zu sein, Israelische Regierungsmitglieder zu sanktionieren. Von einer
demokratischen Zivilgesellschaft erwarte ich heftige Proteste gegen die Zerstörung
Gazas.
All das rechtfertigt aber keinen Antisemitismus.
Antisemitismus ist niemals zu rechtfertigen. Aber man kann scharfe
Israel-Kritik durchaus ohne Antisemitismus anbringen. Beides lässt sich trennen. Es kann
nicht überraschen, wenn im Eifer der Emotionen, gerade bei Menschen mit
palästinensischen Wurzeln, die notwendige Grenze immer mal wieder überschritten
wird. Ich halte das für menschlich verständlich. Aber Profi-Politikern darf das
niemals passieren.
(….) Es ist falsch,
Israel-Kritik und Judenhass zu verquicken. Es gibt in Israel viele
Bibi-Kritiker und es gibt unter den Israelischen Staatsbürgern viele Atheisten,
aber auch Christen und Muslime. Dummerle Merz weiß das
natürlich nicht. (….)Merz plappert bar jeder Grundkenntnis antisemitische Codes von der „Judenfahne“ nach.
[….] Totalausfall von
Friedrich Merz: [….]
Der CDU-Kanzlerkandidat Friedrich
Merz hat mit gleich mehreren Äußerungen in seiner letzten Wahlkampfrede für
Empörung gesorgt. Unter anderem bezeichnete er die israelische Fahne als
„Judenfahne“ und verbreitete Lügen über die Demonstrant:innen, die gerade im
ganzen Land gegen rechts auf die Straße gehen. Nicht nur in den sozialen Medien
hagelte es Kritik. Wörtlich stelle Merz in
seiner Rede bei der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung in München die rhetorische
Frage, wo der „Aufstand der Anständigen“ geblieben sei, „als in diesem Land
Palästinenserflaggen geschwenkt wurden, ‚From the River to the Sea‘ gesungen
wurde, als Judenfahnen, als Fahnen des Staates Israel verbrannt wurden?“
[….] Die Berliner Grünen-Politikerin Bettina Jarasch kommentierte das am
Wahlsonntag auf X: „‚Judenfahnen‘, Herr @FriedrichMerz? Echt jetzt? Noch alle
Tassen im Schrank?“, schrieb die Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der
vergangenen Landtagswahl in der Hauptstadt. […] Laut der International
Holocaust Remembrance Alliance stellt es eine Form von Antisemitismus dar, den
Staat Israel mit dem Judentum gleichzusetzen. In rechtsextremen Kreisen ist es
weit verbreitet, die israelische Fahne als „Judenfahne“ zu bezeichnen. [….]
Wir, die deutschen Wähler,
wußten das alles und schickten dennoch Fritze Merz ins Kanzleramt.
Und ja, selbstverständlich ist
es doppelt unfair, alle Israelis für Bibi und sein Kabinett in Haftung zu
nehmen. Darüber hinaus auch noch alle Juden für Israel in Haftung zu nehmen.
Aber niemand kann davon
überrascht sein, daß genau das passiert. Bibi Netanjahu gilt als der
international am meisten gehasste Regierungschef. Natürlich strahlt das auf das
Image aller Israelis aus, gefährdet alle Juden in der Welt, auch wenn sie als
säkulare Staatsbürger Netanjahu verachten und in London leben. Oder wenn sie
gar keine Verbindungen zum Staat Israel haben und als atheistische Deutsche
Dein ganz normaler Nachbar sind. (….)
(Antiamerikanismus, Antisemitismus, Islamophobie,
14.04.2026)
Es existiert viel zu viel Antisemitismus in der deutschen
Gesellschaft. Die übelsten judenfeindlichen Stereotype aus finsterste NS-Zeiten
sind in allen Parteien zu Hause – am meisten bei AfD und CDU, am wenigstens bei
den Linken.
Es verstört zutiefst, wenn CDU-Ministerin Prien, Josef Schuster,
der Präsident des Zentralrates der Juden und der Ungeheuerlichste von allen, Jörg Tadeusz
vom RBB, im Land Berlin eine Regierung der CDU fordern und das ausgerechnet mit
linkem Antisemitismus begründen.
[….] Nach dem
Linken-Wahlsieg in Berlin übt der Zentralrat der Juden scharfe Kritik: Er warnt
SPD und Grüne vor einer Regierungszusammenarbeit und sieht den
gesellschaftlichen Zusammenhalt in Gefahr.
Nach dem Wahlsieg der
Linken in Berlin warnt der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster,
Grüne und SPD davor, der Partei zur Regierung zu verhelfen. „SPD und Grünen
muss klar sein: Wer der Linken Berlin den Weg in eine Landesregierung und damit
ins Rote Rathaus ebnet, gefährdet unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und
das jüdische Leben in der Hauptstadt“, teilte Schuster mit. Es zeige sich „ein
systematisches Muster“, bei dem Antisemitismus in Teilen der Partei verharmlost
und „als vermeintlicher politischer Aktivismus getarnt“ werde, so Schuster.[….]
(STERN, 22.09.2026)
[…]Bildungsministerin Prien hat die SPD und
die Grünen vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin gewarnt.
"Jüdinnen und Juden
können sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen", wenn Spitzenkandidatin
Eralp Regierende Bürgermeisterin der Stadt werde, so Prien in der ARD-Sendung
maischberger.Die CDU-Politikerin mit
jüdischen Wurzeln bezog sich dabei auf den Umgang der Linken mit Vorwürfen
wegen Antisemitismus. Sie erwarte nun Klarheit von Grünen und SPD
"gegenüber einer radikalen Linken, die es hier in Berlin gibt. [….]
(Tagesschau, 22.09.2026)
[….] Der Beitrag, der
wirklich Angst gemacht hat, war der Kommentar von Jörg Thadeusz vom RBB in den
Tagesthemen. Ob die Parteispitzen von SPD und Grünen wirklich zum nächsten
Gedenken an die Befreiung von Auschwitz erscheinen wollten, fragte er
rhetorisch, „wenn sich Vertreter ihrer Parteien in Berlin mit dieser
Linkspartei verbünden“. Und dann verwendete Thadeusz, der sich selbst als Teil
der „vernünftigen Mitte“ bezeichnete, wie nebenbei die Parole „Wehret den
Anfängen“ – um vor einer Berliner Landesregierung unter Elif Eralp zu warnen.
Für Thadeusz und andere
Teile des „vernünftigen“ Bürgertums sind offenbar die Linken die neuen Nazis.
Das ist eine Zäsur. Und zwar nicht nur, weil genau dieses Bürgertum den
Nationalsozialismus einst ermöglichte, indem es wegsah, tolerierte, mitmachte.
Oder, weil im Holocaust auch Zehntausende Kommunist:innen, Sozialist:innen, Anarchist:innen
und Sozialdemokrat:innen ermordet wurden. Sondern weil es den Grundkonsens der
Bundesrepublik angreift, mit den Lehren aus Auschwitz verantwortungsvoll umzugehen.[….]
Eine sagenhafte Unverschämtheit! Insbesondere von
CDU-Mitglied Prien, die in der Nachfolgepartei der Hitler-Enabler aktiv ist.
Die Partei, die einen NSDAP-Mann als Kanzler und Parteivorsitzenden (Kiesinger)
wählte und den NS-Verbrecher und Wegbereiter der „Nürnberger
Rassegesetze“ Hans Globke als zentrale Figur im CDU-Bundekanzleramt einsetzte.
Zehn Jahre war er Kanzleramtschef. Das stört Prien nicht, aber sie wütet gegen die
SPD, die gegen Hitler stimmte, sie wütet gegen die Linken, deren Vorgänger von
den Nazis ins KZ gebracht wurden.
Der CDU-Generalsekretär Lukas Krieger in Berlin faselt
NS-Sprech.
[….] In dem Video wird
ein Hakenkreuz-Abzeichen gezeigt, anschließend blickt Krieger in die Kamera und
sagt: »Ich denke, dass wir uns darum kümmern müssen, dass wir in Deutschland
auch wieder als Deutsche erkennbar sind, dass Deutschland deutsch bleibt und
wir gegen den jüdischen Bolschewismus durchaus vorgehen.«[….] [….]
[….] Es brauchte nicht
lange, bis der braune Mist dann jetzt bei der CDU an die Oberfläche gespült
wurde. Das Internet vergisst halt nicht. Da ist etwa der heutige
#Generalsekretär der CDU-Berlin, der - noch etwas jünger - in einem Video
sagte, dass man gegen den „jüdischen Bolschewismus“ vorgehen und sich darum
kümmern müsse, dass Deutsche in Deutschland auch erkennbar seien.
Auch kam jetzt heraus, dass
in #Sachsen die CDU mit der A*D zusammen verhindert hat, dass Stolperstein für
das Gedenken an jüdische Opfer des #Holocaust verlegt werden. Und wenig
überraschend, da aus diverser Forschungsarbeit zum Thema #Antisemitismus bekannt:
Laut einer Bertelsmann-Studie aus 2025 ist fast jeder dritte CDU-Anhänger der
Meinung, #Juden hätten auf der Welt zu viel Einfluss; bei Anhängern der
Links-Partei „nur“ jeder fünfte.
Inzwischen ist es so weit,
dass jüdische Berliner:innen (darunter die bekannten Autorinnen Eva Menasse und
Deborah Feldman und die Philosophin Susan Neiman) in einem offenen Brief die
Angriffe auf die Linkspartei kritisieren und vor allem die „#Instrumentalisierung“
von Antisemitismus für parteitaktische Spielchen anprangern. Müssen wir uns mal
vorstellen: Im Land der Täter hat es Rechtsdeutschland also so weit getrieben,
dass Jüdinnen und Juden, die sie durch die bizarre Debatte in Bedrängnis
gebracht haben, aufstehen und „Stop!“ rufen.
Auch die Intellektuelle
Marina Weisband, die als Jüdin mit großem #Unverständnis auf die Debatte
schaut, schreibt auf BlueSky, das sei alles „so offensichtlich vorgeschoben,
dass es beleidigend ist.“ Und weiter: „Haben wir denn nicht genug ertragen,
dass wir jetzt auch noch für CDU-Politik herhalten müssen?“ Man müsse sich klar
machen, dass der Schutz von Juden nicht der Grund für diese Angriffe auf die
Linke sei. „Von Rechts ist es der Schutz von Großkonzernen mit viel
#Immobilienbesitz. Und von weiter Rechts ist es der Schutz vor einer
RRG-Mehrheit, die ein A*D-Verbotsverfahren ermöglicht.“
Je mehr man darüber
nachdenkt, desto schäbiger ist es: #Rechtsdeutschland opfert einmal mehr die
Unversehrtheit von Jüdinnen und Juden für seine eigenen Macht-Interessen. Und
parallel dazu nimmt gerade in #Sachsen-Anhalt die erste gesichert rechtsextremistische
Landesregierung Gestalt an. […]
[….] Stadträte von AfD und
CDU wollen die Verlegung sogenannter Stolpersteine in Heidenau im Kreis
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Zukunft ablehnen. In einem
fraktionsübergreifenden Beschlussantrag gemeinsam mit dem »Bündnis Oberelbe für
mehr Demokratie« (BOD) fordern Vertreter der beiden Parteien, Stolpersteine »im
öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich« künftig abzulehnen. [….] Viele
Bürger, Angehörige und Initiativen würden diese Form der Erinnerung an Opfer
des Nationalsozialismus als »nicht angemessen« empfinden, heißt es weiter. [….]
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen
und Antifaschisten (VVN-BdA) äußert sich in einem offenen Briefentsetzt über den Antrag und fordert die
Stadträte der CDU auf, ihre Beteiligung zurückzuziehen. »Die geplante
Einrichtung eines unspezifischen Gedenkortes auf dem Friedhof birgt die Gefahr,
Erinnerung räumlich auszulagern und so aus der alltäglichen öffentlichen
Wahrnehmung zu verbannen.«
Die Vorsitzende des
Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden, Ekaterina Kulakova, warnte in
der »taz«, dass ein solcher zentraler Gedenkort nicht dem Erinnern diene,
sondern dem Vergessen. [….] Die Geschäftsführerin der Stiftung, Katja
Demnig, reagierte laut »Sächsischer Zeitung«fassungslos auf den Vorstoß aus Heidenau. Es sei wichtig, dass im
öffentlichen Stadtbild an die Menschen erinnert werde, die dort »gelacht,
gewirkt und gelebt« hätten und deren normales Leben dort auf einen Schlag
beendet worden sei. Ein Gedenken auf einem Friedhof am Stadtrand hält sie für
ein »absolutes No-Go«.[…..]
Seit Beginn dieses Blogs vor fast 20 Jahren war Margot
Käßmann, 68, immer wieder ein Thema, weil sie mich mit ihrer ostentativen Anti-Intellektualität
so sehr triggert.
Es gibt kaum eine prominentere Stimme für selbstzufriedene
Oberflächlichkeiten, die so wenig in Frage gestellt wird.
Wer ihre Aussagen inhaltlich hinterfragt, wie es
beispielsweise Denis Scheck bei der Besprechung ihrer Bücher tut, verzweifelt
an Käßmanns geistiger Flachheit.
Margot Kässmann "In der Mitte des Lebens" Changierend zwischen Predigtentwürfen und autobiographischen Notizen,
geschrieben in jenem anbiedernden theologischen Kauderwelsch, das zum
Niedergang der protestantischen Predigt beigetragen hat, ist dieses in seiner Konzeption
nicht nachvollziehbare, in seinen Gedankengängen sprunghafte Büchlein eher eine
Art Promigucken als wirklich etwas zum Lesen. Margot Kässmann: "Sehnsucht nach Leben " In zwölf besinnungsaufsatzähnlichen Texten denkt die Ex-Vorsitzende der EKD
über Leben und Liebe, Kraft, Heimat, Stille und ja, auch über Gott nach. Dabei
schreibt sie Sätze wie: "Ein Nein ohne jedes Ja – das wurde auf lila Tüchern
beim Kirchentag 1983 in Hannover gegen den Willen von Kirchentagsleitung und
Evangelischer Kirche in Deutschland zum Symbol." "Ein Nein ohne jedes
Ja", auf diesen wirren Nenner könnte man auch meine Meinung zu diesem
Mischmasch von einem Buch bringen.
Margot Kässmann: Mehr als Ja und Amen
Gibt es Jämmerlicheres, als wenn Erwachsene beim Besuch im Kindergarten
oder in der Grundschule so tun, als wären sie selbst Kindergartenkinder oder
Grundschüler? Dieses literarische Leben auf Kredit, diese geborgte Naivität,
dieses Sich-blöd-stellen mit großen Stauneaugen ist der basso continuo von
Margot Kässmanns publizistischem Oevre. "Für dieses Buch habe ich über
viele Monate Zeitungsauschnitte gesammelt und war am Ende fast erschlagen von
der Vielfalt der Probleme, der Stimmen, der Ansätze", schreibt sie. Ein
unnötiges Buch, von der Konzeption her Kraut und Rüben, in der Ausführung
lieblos hingerotzt, ein Buch, dessen Leser sich wie zu Unrecht ans Kreuz geschlagen
fühlen müssen.
Zwölf Aufsätzlein der Ex-EKD-Vorsitzenden zu Themen wie Mut, Trost,
Liebe und Geborgenheit versammelt dieses leider illustrierte Büchlein.
"Ich denke, jeder Mensch muss für sich selbst herausfinden, wo die eigenen
Kraftquellen liegen", schreibt Margot Käßmann darin. Aus dem Mund einer
FDP-Vorsitzenden klänge das akzeptabel, für eine protestantische Theologin aber
ist das bis zur Selbstaufgabe lasch und opportunistisch: ein Offenbarungseid.
Aus groupiehafter Sehnsucht nach der medialen Wiederaufstehung einer
wegen Trunkenheit am Steuer zurückgetretenen Landesbischöfin und
Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland ein grauenhaftes
Mischmasch aus Sermon, Erbauungsliteratur und moralisierenden
Textautomatenbausteinen über Monate an die Spitze der deutschen
Bestsellerlisten zu jubeln – für solch merkwürdige Heiligenverehrung kennt man
meines Wissens im Norddeutschen das schöne Wort "katholisch!"
Sie ist schon so lange als Liebling der Yellow Press und
der Plapper-Talkshowhosts prominent in den Medien vertreten, daß man schon
vergessen hat, wieso sie eigentlich bekannt wurde:
Pfarrerin seit 1985, Generalsekretärin des Deutschen
Evangelischen Kirchentages ab 1994, Bischöfin von Hannover ab 1999, manischer
Aufmerksamkeitsjunkie, die mit jeder noch so privaten Sache (Eheprobleme, Krebserkrankung,
Scheidung) sofort zur BILD-Zeitung rennt, um das publizistisch auszuschlachten.
2009 EKD-Ratsvorsitzende, 2010 Rücktritt weil sie betrunken am Steuer erwischt
wurde, Herausgeberin des evangelischen Monatsmagazins Chrismon, von Sigmar Gabriel
als Bundespräsidentinkandidatin vorgeschlagen, Botschafterin des Hasspredigers
und eines der größten Antisemiten der Menschheitsgeschichte Martin Luther, neun
Jahre Kolumnistin für das rechtsradikale Lügenblatt BILD am Sonntag, Mehrfachopfer des Streisandeffektes,
Präsidentin der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft (EAK) zur Betreuung der
Kriegsdienstverweigerer in Deutschland, Schirmherrin der bundesweiten Kampagne
gegen Rüstungsexporte „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, 2013 neben
AfD-Chrupalla Erstunterzeichnerin des von Hardcore TERF Schwarzer und Putinella
Wagenknecht initiierten „Manifests für Frieden“.
Ihre manische Kamerasucht verleitet sie immer wieder mit
entwaffnender Doofheit, sagenhaft dämliche und nicht durchdachte Dinge von sich
zu geben. Sie vertritt eine absolut perverse Form des Pazifismus, indem sie sogar
die Befreiung Europas von Hitler, den Krieg zur Beendigung des Holocausts, als „ungerecht“
verdammt.
[…] Entgegen der Auffassung
US-Präsident Barack Obamas gebe es für evangelische Christen keinen gerechten
Krieg, sondern nur einen gerechten Frieden. Sie selbst könne allenfalls
bejahen, dass die Uno mit Polizeikräften ausgestattet werde, um internationale
Verbrechen zu verfolgen. Krieg sei jedoch für sie „nicht legitimiert, weil
durch ihn am Ende immer die Zivilbevölkerung leidet.“ Auch hinsichtlich des
Zweiten Weltkriegs frage sie sich, warum die Alliierten die innerdeutsche
Opposition gegen die Nationalsozialisten vor 1939 nicht gestärkt und im
Kriegsverlauf die Bahngleise nach Auschwitz nicht bombardiert hätten. [….]
Die Waffenlieferungen an die Ukraine lehnt sie ebenso
entschieden ab, wie den Afghanistan-Einsatz.
[…] „Nichts ist gut in
Afghanistan. All diese Strategien, sie haben uns lange darüber hinweggetäuscht,
dass Soldaten nun einmal Waffen benutzen und eben auch Zivilisten getötet
werden. […] Aber Waffen schaffen offensichtlich auch keinen Frieden in
Afghanistan. Wir brauchen mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere
Formen, Konflikte zu bewältigen.“ [.…]
(Käßmann, Bischöfliche
Weihnachtspredigt 2009)
Wie es ohne Krieg in Afghanistan, also ganz nach Käßmanns
Idealvorstellung läuft, erleben 22 Millionen Frauen gerade: Völlige
Entrechtung, Prügel, Schulverbot, Folter, Mord.
Man kann noch so pazifistisch sein, aber es gibt immer
wieder Situationen, in denen es ohne militärische Gewalt nicht geht. Nur so
konnte man Hitler stoppen, nur so den Völkermord in Bosnien-Herzegowina beenden,
nur so die vom IS als Sexsklavinnen verschleppten Jesidinnen befreien.
Frappiernd an Käßmann ist ihre geradezu FriedrichMerzsche
Erkenntnisresistenz. Natürlich wird sie seit 20 Jahren immer wieder gefragt,
wie man denn ohne Kriegswaffen Genozide und blutige Diktatoren stoppen soll.
Darauf hat sie, außer ärgerlichen Floskeln – „zunächst einmal würde ich mit den
Taliban beten!“- bis heute keine Antworten. Diese grausame Taubheit gegenüber
den Schreien der Opfer in Kombination mit ihrem hehren Anspruch als Friedens-Frau,
macht Käßmann so unerträglich. Da spricht eine überprivilegierte, reiche weiße
Christin, der man fast wünschen würde, doch mal mit ihrer modischen Kurzhaarfrisur,
Hosen und der Bibel in der Hand durch Kandahar zu gehen, um da mit den Taliban
zu beten. Ihr wird dort sicher nichts passieren, denn wie die überprivilegierte
und untergebildete Dame ebenfalls immer betont, kann man nie tiefer Fallen, als
in Gottes Arme. Daher fühle sie sich immer geborgen.
Zum Glück taucht Käßmann nach ihrer offiziellen
Pensionierung etwas weniger in den Medien auf. Da fällt es leichter, sie zu ignorieren.
Gestern saß sie allerdings bei Maischberger,
die zwar teilweise die richtigen Fragen stellte, aber nicht ein einziges mal
nachhakte, obwohl die grenzdebile Bischöfin keine der Fragen beantwortete,
sondern sich mit wolkigen Klagen herauswand.
Die „Altparteien“ könne sie nicht mehr wählen, weil die
allesamt Waffenlieferungen in die Ukraine befürworteten, erklärte Käßmann.
Maischberger entgegnete korrekt, nur AfD und BSW ergriffen Partei gegen die
Ukraine, indem sie alle Waffenexporte nach Kiew verbieten wollten. Falls Käßmann
nicht Wagenknecht oder Weidel wähle, wenn denn sonst?
Käßmann beantwortete dies nicht, Maischberger fragte
nicht nach.
Teilweise geriet Käßmann regelrecht auf eine grenzdebile
Bahn, ohne von der maximal desinteressierten Interviewerin angezählt zu werden.
So wurde ein Auszug aus einem Käßmann-Auftritt der
Maischberger-Sendung vom 01.09.2015 gezeigt, um ihre damalige Position zu den
nach Deutschland kommenden Flüchtlingen zu verifizieren.
[….] Käßmann: Wirhaben
immer gesagt, die DDR ist ein Unrechtsstaat, weil es keine Reisefreiheit gab.
Vor 16 Jahren haben wir uns gefreut, dass Ungarn die Grenzen aufgemacht hat,
weil wir gesagt haben, Freiheit, Reisefreiheit gehört dazu. [……]
Natürlich war damals die Öffnung der ungarischen Grenze
nicht 16, sondern 26 Jahre her! Nun könnte man sagen, gut, da hat sie sich um
zehn Jahre vertan; für Theologen ist das ja kein Zeitraum.
Aber es ist ein Muster, wenn Käßmann sich politisch oder
historisch äußert: Sie hat nicht die geringste Ahnung von der Materie, über die
sie spricht.
Selbst Martin Luther, für den sie sich als langjährige „Luther-Botschafterin“
als Expertin ansieht, kennt sie offenkundig gar nicht, sondern reitet nur auf ihrem
naiven Zerrbild des wahren Luthers herum. Historiker, die Luther erforschen,
raufen sich die Haare angesichts des Unsinns, den Käßmann plappert.
[….] Der Göttinger
Historiker Hartmut Lehmann übt Kritik an der evangelischen Theologin Margot
Käßmann. In ihrer Eigenschaft als Botschafterin des Rates der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017 zeichne Käßmann
ein falsches Bild von Reformator Martin Luther, schreibt Lehmann in einem
Gastbeitrag für die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt"
(Donnerstag).
Diese Darstellung könne
sich auch negativ auf das Verhältnis zur katholischen Kirche auswirken. Der
Direktor am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen nennt als Beispiel
die Spezialausgabe des Magazins "chrismon" vom 31. Oktober.
Das Titelbild zeigt in
Anlehnung an den historisch nicht verbürgten Thesenanschlag von 1517 die
Umrisse Luthers, der einen Hammer schwingt, darunter die Textzeile: "Er
kann nicht anders: Martin Luther. Vielen Dank für ein Stück Freiheit."
Käßmanns Editorial beginnt mit dem Luther zugeschriebenen Zitat "Hier
stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen."
"Einem Historiker wie
mir fällt auf, dass beide Episoden, der Thesenanschlag wie der angebliche Satz
auf dem Wormser Reichstag, aus dem Arsenal der Lutherlegenden stammen", so
Lehmann. Wer 2012 die Darstellung des Thesenanschlag undifferenziert übernehme,
"vergibt die Chance, das Gespräch mit der katholischen Kirche über eine
weitere Annäherung zu intensivieren."[….]
(Katholisch, 2013)
Was erwartet die Maischberger-Redaktion von einer
Märchentante, die zum Ukraine-Krieg derartig hanebüchene Zahlen von sich gibt?
[….] Käßmann: Also, wir
müssen doch irgendwie zu einem Waffenstillstand kommen, weil das, wenn gesagt
wird, wir sind naiv als Pazifistin und Pazifisten nach mehr als viereinhalb
Jahren Krieg und geschätzt mehr als 500 Millionen Toten muss doch da
irgendwie ein Ende in Sicht kommen. Und ich bin keine Journalistin, ich bin
keine Politikerin, ich bin Theologin und sehe die Menschen, die da ermordet
werden und für die Ukraine wird es ja auch nicht besser.
Maischberger: 500
Millionen weiß ich nicht,….
Käßmann:Das sind schon
vorsichtige Schätzungen![……]
Der klügste und größte und beste US-Präsident aller
Zeiten, der mächtigste Mann der Welt, weiß was es mit der Extinction by AI-Gefahr auf sich
hat.
[…] Debatte über KI-Risiken
»Das ist alles ein Hoax«, sagt Trump über den Handylautsprecher
Viele warnen vor
KI-Schreckensszenarien, Donald Trump gibt sich in einem Telefonat mit dem
Nvidia-Chef vor Konferenzpublikum ganz entspannt. Alles, was es brauche, sei
ein starker und kluger Präsident.[…]
“This is
even wilder than the RUSSIA, RUSSIA, RUSSIA HOAX, or the Global Warming Scam”;
soweit der US-Präsident am 14.09.2026. Man kann also beruhigt sein, den nobody knows
more about science als Donald Trump
[…] Some countries' leaders are watching
rising seas threaten to swallow their homes. Others are watching their citizens
die in floods, hurricanes and heat waves, all exacerbated by climate change.
But the world U.S. President Donald Trump
described in his speech at the United Nations General Assembly on Tuesday
didn't match the one many world leaders in the audience are contending with.
Nor did it align with what scientists have long been observing. "This
'climate change,' it's the greatest con job ever perpetrated on the world, in
my opinion," Trump said. "All of these predictions made by the United
Nations and many others, often for bad reasons, were wrong. They were made by
stupid people that have cost their countries fortunes and given those same
countries no chance for success. If you don't get away from this green scam,
your country is going to fail." [….]
Da kann die Menschheit aber froh sein, einen so weisen
Anführer zu haben, der entsprechend durchgreift.
[….] Die US-Umweltbehörde
EPA hebt Vorschriften zur Begrenzung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen
von Kohle- und Gaskraftwerken auf. Der Großteil der Treibhausgasvorschriften
für US-Kraftwerke, die unter der demokratischen Regierung des vorherigen
Präsidenten Joe Biden eingeführt wurden, werde zurückgenommen, teilte EPA-Chef
Lee Zeldin bei einem G20-Ministertreffen in Houston im US-Bundesstaat Texas
mit.
„Mehr als 15 Jahre lang
haben die Regierungen unter (Barack) Obama und Biden einen Krieg gegen die
Kohle geführt, um zuverlässige und erschwingliche Energie zu zerstören“, wurde
Zeldin in einer Mitteilung seiner Behörde zitiert. Die Regierung von Präsident
Donald Trump sei angetreten, um das zu ändern. Die Kohleverbrennung zur
Stromerzeugung werde wohl um mehr als das Zehnfache steigen, heißt es in der
EPA-Mitteilung. [….] Im Februar hatte die Umweltbehörde der Linie Trumps folgend
Treibhausgase für unproblematisch erklärtund
damit die zentrale rechtliche Grundlage für Gesetze zum Schutze des Klimas
gekippt. [….]
Da hat man gleich ein gutes Gefühl, wenn man die Regulierung
der AI in den Händen zweier so seriöser und ehrlicher Männer, wie Xi und Trumpweiß.
Das ist das Schöne an der Demokratie: Die Schwarmintelligenz
des Souveräns sorgt dafür, wissenschaftliche Vordenker wie Trump, Merz, Putin
oder Erdoğan zu den mächtigsten Figuren der Erde aufsteigen, um die verrückte schrille
linksgrünversiffte „Klima-RAF“ zu stoppen, Windräder
abschalten „weil sie hässlich sind und weil sie nicht in die
Landschaft passen“, der „Klimaschutz überbetont“ war und windmills
auch noch „krebserregend“ sind:
So setzten Merz, Reiche, Trump, Zeldin wieder voll auf
die Abhängigkeit von der Fossillobby und machen Schluss mit der elenden E-Mobilität.
Zum Glück sind Erdöl und damit auch das Benzin so schön billig.
Diese Genies werden sicherlich auch alle Gefahren durch
künstliche Superintelligenzen viel besser, als die dummen Experten beurteilen
können.
[….]Concerning
AI, when, in the History of Business, did anyone see the Leaders of an Industry
call for Regulation that, if strongly implemented, will drive them into
oblivion and bankruptcy? AI taking over the World, destroying Humanity, and all
other things bad, is a HOAX, no different from RUSSIA, RUSSIA, RUSSIA —
UKRAINE, UKRAINE, UKRAINE — IMPEACHMENT HOAX #1 — IMPEACHMENT HOAX #2 — and all
of the other HOAXES and SCAMS that America was forced to endure through the
Destructionists’ and Deviants’ foul play and illegal conduct. President Xi, of
China, just announced that China will be doing absolutely nothing to stand in
the way of AI, or its future. Google has recently stated that they want to
build a massive Plant in Finland, all because they are finding permitting too
difficult in the United States. I am not happy about this, and want them to
change their thinking. AI, and Data Centers, will be the Greatest Economic
Development Engine in History — Bigger than Oil, Gold, Diamonds, or even the
Internet. It will not be stopped by brilliantly run Destructive Forces during
the Term of President DONALD J. TRUMP! [….]
(Trump,
14.09.2026)
Abseits der Regierungs-Genies Trump und Merz, gibt es
natürlich auch Leute in den Chefsesseln, die nicht auf den Kopf gefallen sind
und ihre Karten perfekt ausspielen.
[….] Dass die jemenitischen Huthi jetzt das
„Tor der Tränen“ in den Griff nehmen, ist kein Zufall. Trump und Netanjahu
haben die halbe Welt in einen Konflikt hineingezogen, in dem noch viele Tränen
fließen werden. [….] Wer verstehen will, wie Geopolitik funktioniert,
sollte an die Tankstelle fahren. Der Liter Super bei 2,31 Euro, der Liter
Diesel bei 2,38; die Albtraummarke von drei Euro für den Liter Diesel kommt
bereits in Sichtweite. Dank bei der Gelegenheit also an Donald Trump und
Benjamin Netanjahu. [….] Die Iraner spielen ihre Karten perfekt,
überfordern ihren Gegner. Dass die jemenitischen Huthi das „Tor der Tränen“ mit
ihren Truppen in den Griff nehmen und den Export von Öl aus Saudi-Arabien jetzt
vollends strangulieren wollen, ist kein Zufall. Iranische Revolutionsgardisten
haben die Offensive geplant, die Huthi bewaffnet, den Schachzug im richtigen
Moment ausgeführt. [….] Trump kann den Konflikt derzeit weder
militärisch noch politisch in seinem Sinne lösen. Er kann allenfalls einer
Friedenslösung iranischer Handschrift zustimmen. Dies würde die jahrzehntealte
geopolitische Grundkonstellation am Golf – und damit die Kontrolle über einen
Teil der globalen Öl- und Gasreserven – schrittweise auf den Kopf stellen. [….]
Wie schaffen es die von der stärksten Militärmacht aller
Zeiten attackierten Iranischen Mullahs und die jemenitischen Huthi, sich gegen
die superreichen und übermächtigen Saudis, Israelis und Amis durchzusetzen?
Indem sie beispielsweise US-amerikanische AIs nutzen, um Trump
auf Social Media lächerlich zu machen und mit „CLAUDE“ gegen die Hightech-Marine
der USA vorzugehen.
[….]Huthi-Rebellen entwickelten
Raketensoftware mithilfe Künstlicher Intelligenz: Mit Claude Code
wurden Steuerungsprogramme geschrieben. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden
ausgehebelt
Wie das US-Unternehmen
Anthropic in einem Bedrohungsbericht („Intelligence Threat Report“) öffentlich
machte, hat eine Akteursgruppe im Norden des Jemen versucht, das KI-Modell
Claude direkt zur Entwicklung militärischer Steuerungssoftware für Raketensysteme
einzusetzen.
Zwar nennt Anthropic die
vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen, die weite Teile des Nordjemen
kontrollieren, im Bericht nicht explizit beim Namen, das Profil der Akteure und
der geografische Raum deuten nach übereinstimmenden Analysen jedoch klar auf
diese Miliz hin.
Laut einem nun veröffentlichten Bericht
über den Missbrauch von KI versuchten die Milizionäre mithilfe des
Programmier-Agenten Claude Code faktisch, menschliche Softwareentwickler im
Bereich der Luftfahrt zu ersetzen. Ziel war die Entwicklung sogenannter
GNC-Systeme (Guidance, Navigation, and Control), die für die Kurskorrektur,
Lenkung und Flugstabilisierung von Flugkörpern verantwortlich sind.
Professionell
organisiert: Dabei organisierten die Akteure die KI-Anwendung fast
schon so, wie das "echte" Softwareentwickler machen. Es wurden
mehrere Claude-Instanzen parallel betrieben. Eine Instanz verfasste den
Quellcode, eine zweite betrieb Recherche, während eine dritte als
"Code-Reviewer" fungierte und die Arbeit der ersten Instanz
gegenprüfte. [….]
Kaum zu glauben; sollte es tatsächlich böse Buben auf
dieser Welt geben, die NOCH schlauer als Trump sind?
[…..] Kämpfer in
Badelatschen, antike Gewehre, die stimulierende Droge Kath scheint auch immer
mit dabei zu sein: Im 40-minütigen Videomaterial , das die jemenitischen
Huthi-Milizen von ihrem Vormarsch auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab
veröffentlichten, präsentieren sie sich nicht gerade als Hightech-Armee. Dabei
leisten sie Luftangriffen Saudi-Arabiens und der USA schon seit elf Jahren
erbitterten Widerstand. Nun liefern sie sich mit der Armee der international
anerkannten Regierung im Südwesten des Landes schwere Kämpfe. Ihr Vorstoß ans
Meer ist geopolitisch verheerend.
Die Huthis hatten schon
vorher die Schifffahrt im Roten Meer terrorisiert, jetzt ist ihre Position noch
besser. Und das schlimmste: Sie sind mit Iran verbündet, Teheran kontrolliert
nun de facto die zwei wichtigsten Meerengen im Nahen Osten, die Straße von
Hormus und Bab al-Mandab. Dieses Nadelöhr ist wichtig für den Ölhandel nach
Asien, die Weltmarktpreisefür den
Rohstoff steigen. [….] Die Huthis setzen auch auf ballistische Raketen
und nahmen bereits die Ost-West-Pipeline der Saudis ins Visier, die ans Rote
Meer führt. Auch hier dürfte KI im Spiel gewesen sein. Laut dem jüngsten
Gefahrenbericht von Anthropicnutzen die
Huthis offenbar Claude, um die Zielsuche ihrer Waffen zu verbessern. »In
Zukunft dürften es solchen Akteuren dank KI leichter fallen ihre Waffen zu
verbessern«, erklärt Fabian Hinz. [….]