Es gab in Sachsen mal solche Landtagswahlergebnisse für
die Partei, die soeben mit dem beiden kommunistischen SED-Blockparteien CDU und
DBD fusioniert war:
1990: CDU 53,8%, 1994: CDU 58,1%, 1999: CDU 56,9%.
In Thüringen waren es 1990 für die CDU 45,4%, 1994 dann 42,6% und schließlich 1999 sogar 51% für die CDU.
Was für eine Fallhöhe.
In Thüringen schlug die CDU bei den letzten Landtagswahlen (01.09.2024) bei 23,6% auf, fast 10 Punkte hinter Höckes Nazis. Die gegenwärtigen Umfragen sehen die CDU sogar nur noch halb so stark, wie die um die 40% liegenden Faschisten.
Ein ähnliches Bild in Sachsen: CDU 21%, AfD 42%.
In Sachsen-Anhalt wird am 06. September gewählt; auch in Magdeburg könnten die Nazis über 40% holen und die CDU bei irgendwo um die 20% abhängen.
In Mecklenburg-Vorpommern wird der Landtag am 20.09.2026 gewählt und die CDU wird mutmaßlich einstellig abschneiden. Allerdings war das nördlichste EX-DDR-Land nie so erzkonservativ, wie die drei anderen Genannten.
Wie haben die CDUler das nur hinbekommen? Da konnten sie über so viele Jahre mit riesigen absoluten Mehrheiten schalten und walten wie sie wollten. Wurden währenddessen auch noch mit einem kontinuierlichen Milliarden-Strom aus dem reichen Westen überflutet. Absolute Traumbedingungen im Vergleich zu anderen osteuropäischen Gegenden, die nach der Auflösung des Warschauer Paktes mit viel schwächerer Wirtschaft und weniger Substanz als die DDR dastanden und keinen steinreichen großen Bruder hatte, der zwei Billionen Euro zu ihnen pumpte.
Aber Polen boomt und wächst, hat eine junge hochgebildete Bevölkerung, während in den deutschen Ost-Bundesländern Tristesse, Missmut und braune Wut herrschen.
Knapp 17 Millionen Menschen lebten zum Ende des SED-Regimes in Ostdeutschland.
Dann kam die Freiheit, der Geldsegen und jedes Ost-Kaff wurde saniert, so daß die Infrastruktur inzwischen weitgehend besser als in Westdeutschland ist.
Aber die Menschen wollen nur weg da. Heute sind es etwas über 12 Millionen plus etwa 1,5 Mio in Ost-Berlin.
Die Jungen gehen, die Alten und Dummen bleiben. DDR – Der Doofe Rest. Migranten machen nach Möglichkeit einen großen Bogen um Ossistan.
[….] Während die Bevölkerung im Westen Deutschlands zwischen 1990 und 2024 um 10 % auf 67,5 Millionen gewachsen ist, nahm sie im gleichen Zeitraum im Osten um 16 % auf 12,4 Millionen ab. [….] Im Zeitraum von 1991 bis 2024 wanderten rund 1,2 Millionen Menschen mehr von Ost nach West als umgekehrt. [….] Der Wanderungsverlust für den Osten ist insbesondere auf die Abwanderung von Personen im jüngeren und mittleren Lebensalter zurückzuführen: Im Saldo verlor der Osten seit der Vereinigung insgesamt mehr als 740 000 Person in der Altersgruppe der zum Fortzugszeitpunkt bis 25-Jährigen an den Westen [….] In beiden Teilen Deutschlands starben zwischen 1990 und 2024 jeweils etwa 2,5 Millionen mehr Menschen als Kinder geboren wurden. Dies entsprach einem durchschnittlichen jährlichen Bevölkerungsrückgang von 1 Menschen pro 1 000 Personen in Westdeutschland und von 5 Menschen pro 1 000 Personen in Ostdeutschland. In Deutschland insgesamt betrug das kumulierte Geburtendefizit seit 1990 etwa 5,3 Millionen Personen. [….] 1990 war die Bevölkerung im Osten jünger als im Westen: Der Anteil der unter 20-Jährigen betrug 25 % im Osten und 21 % im Westen (jeweils ohne Berlin), während die ab 65-Jährigen im Osten 14 % und im Westen 15 % der Bevölkerung stellten. Im Zeitverlauf hat sich dieses Verhältnis umgekehrt: 2024 war im Osten der Anteil der unter 20-Jährigen mit 17 % geringer als im Westen mit 19 %. Zugleich war im Osten der Anteil der ab 65-Jährigen mit 28 % höher als im Westen (22 %).[….]
[….] So stellt die ausländische Bevölkerung Ende 2024 im Westen 16 % (10,6 Millionen Menschen) und im Osten 8 % (949 000 Menschen) der Bevölkerung dar. [….]
(Statistisches Bundesamt, Sept 2025)
Es ist offenkundig; die Ost-Herrscher von der CDU versagten und versagen.
Sie machen dem Klischee des „Jammer-Ossis“ alle Ehre. Sie beklagen sich, stellen sich unentwegt als Opfer dar und haben auf die seit 30 Jahren aufpoppenden Erfolge der Nazis, stets nur die gleichen Antworten: Imitation, Übernahme rechtsradikaler Narrative, Xenophobie, Ranwanzen an Putin. Dabei hatte die CDU mehr als genug Zeit, um zu lernen, wie man immer nur die Nazis stärkt.
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 1998 erreichte die DVU 12,9 %.
In Sachsen holte die NPD im Jahr 2004 bei der Landtagswahl 9,2% und zog 2009 erneut mit 5,6% in das Landesparlament ein. In Dresden trieb ab 2014 die „Pegida“ lautstark ihr Unwesen.
Die CDU kannte immer nur ein vermeidliches „Rezept“: Selbst nach rechts rutschen. Gegen Klimaschutz, Migranten und Grüne hetzen. Mit brutaler Härte gegen die Antifa vorgehen. Völkische Reden schwingen und freundschaftliche Kontakte zu den Nazis aufbauen, mit denen die CHRISTEN-Union inzwischen auf allen Ebenen zusammenarbeitet.
All das beweist seit vielen Jahren genau das, was alle Wissenschaftler sagen: Anbiederung an die Nazis macht nur die Nazis stärker. Macht man ihre Themen „salonfähig“, wählen die Leute erst Recht das Original. Oder wie es einst der CSU-Generalsekretär Blume in einem seltenen Moment der Erkenntnis formulierte: „Man kann ein Stinktier nicht überstinken!“.
Und so schoben die CDU-Regenten der Ost-Bundesländer die Nazis eigenhändig über die 40%-Hürde.
Wenig überraschend, wenn Merzens Ost-Mannen demonstrativ auf rechtsextreme Kaspar-Einlagen im Wahlkampf setzen.
Das ist aber noch nicht alles. Neben ihrer Affinität für Fascho-Sprech, betreiben die Ost-Ministerpräsidenten auch ihr eigentliches Regierungshandwerk unseriös und dumm. Dafür ist die „Rente mit 63“ das beste Beispiel.
[….] Rente mit 63: Der Widerstand der Ost-Ministerpräsidenten ist gefährlich und dreist [….] Die Argumente der Länderchefs sind sachlich nicht zu halten. [….] Die Abschaffung der Frührente ist ein Eckpfeiler der Rentenreform. Sie könnte laut Schätzungen langfristig mehr als neun Milliarden Euro pro Rentnerjahrgang bringen. Dieses Geld ist nötig, um das System an anderen Stellen umzubauen und einen Kapitalstock, die sogenannte Schwedenrente, aufzubauen [….]. Diese zusätzliche Kapitalvorsorge ist wichtig für alle Bürger, die heute jünger als 50 Jahre sind. Kurzfristig aber kostet sie zusätzliches Beitragsgeld. Ohne Reform müssten die Rentenbeiträge weiter steigen.
Auf eigene Vorschläge zur Finanzierung ihrer Rentenideen haben die Länderchefs gleich ganz verzichtet. Was kümmert uns die Zukunft, wir haben schließlich Wahlen zu gewinnen. [….] Die sogenannte »Rente nach 63«, aktuell erreichbar ab einem Alter von 64 Jahren und sechs Monaten, wirkt allerdings nur so lange gerecht, bis man sich klarmacht, wer sie alles nicht erreicht. Frauen schaffen die 45 Jahre viel seltener als Männer , und ganz besonders Mütter von mehreren Kindern. Wer im Laufe der Karriere in einer schweren Krise den Job verloren hat, länger arbeitslos war oder chronisch krank, hat wenig Aussicht auf abschlagsfreie Frührente.
Die heutige Frührente ist im Kern ein Privileg für Menschen, die stets gut verdient und so überdurchschnittliche Rentenansprüche angesammelt haben. Aus Sicht dieser Personengruppe ist der Wunsch nach einer »Rente nach 63« verständlich. Politik und Gesellschaft müssen aber auch das Gesamtsystem im Blick behalten. [….] Es fällt auf, dass Kretschmer und Co. ausgerechnet bei der gesetzlichen Rente mit einem Ost-West-Argument arbeiten. Es stimmt schon: Auch viele Jahre nach der deutschen Einheit hinken die neuen Länder den alten wirtschaftlich hinterher, beim Einkommen und vor allem beim Vermögen. Bei der Rente sieht es anders aus: Die durchschnittlich gezahlte gesetzliche Altersrente liegt im Westen bei rund 1100 Euro, im Osten sind es mehr als 1300 Euro. [….] DDR-Einkommen wurden bei den Rentenansprüchen teils dreimal stärker gewichtet als vergleichbare Einkommen im Westen. Das kostet bis heute Geld, laut Studien rund 28 Milliarden Euro. Viele Rentnerinnen und Rentner im Osten bekommen heute deutlich mehr Geld, als sich aus ihren Erwerbsbiografien bei exakter Anwendung der Rentenregeln ergeben hätte. [….]
(Benjamin Bidder, Spiegel-Leitartikel, 04.08.2026)
Sagenhaft, wie der Ost-Urnenpöbel auf diese dummdreisten CDU-Methoden reagiert: Er wendet sich der einzigen Partei zu, die noch dümmer und dreister agiert; der AfD.
[….] Der Preis für die Scheindebatte des Jahres geht an die Ost-Ministerpräsidenten Kretschmer, Schulze und Voigt: Die drei CDU-Politiker fordern, die sogenannte Rente mit 63 beizubehalten. [….] Angesichts des Sommerlochs wird die Diskussion voraussichtlich noch drei Runden drehen – und am Ende wird die abschlagsfreie Frührente doch abgeschafft. Allein schon, weil auf sie eines der größten Einsparpotenziale in der geplanten Rentenreform entfällt und die drei keinen Vorschlag zur Gegenfinanzierung liefern. [….] Mit der Scheindebatte für die Schlagzeilen ist nämlich die falsche Erwartung in der Welt, dass alles beim Alten bleiben könnte und nach der Reform kein einziger Versicherter schlechter gestellt ist als zuvor. [….]



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