Durch meine linksgrünversiffte Mediablase wabert heute Hoffnung. Werden wir endlich Katherina Reiche los? Die schlechteste Ministerin seit 1949? Daß sie sachlich alles falsch macht, das man nur falsch machen kann und auf geradezu groteske Weise die Weichen in die Vergangenheit stellt, ist das eine. Zum Verhängnis werden, könnte ihr aber kurioserweise etwas anderes; nämlich ihre toxische Persönlichkeit. Sie mag zwar eine hocheffektive Erfüllungsgehilfin der Fossillobby sein, aber sie ist so ein extrem unangenehmer Charakter, daß niemand sie mag. Sie vergrault die Mitarbeiter ihres Ministeriums, gilt als völlig beratungsresistent und pestet derartig undiplomatisch innerhalb der Koalition, daß sich Merz heute genötigt sah, sie öffentlich zu rüffeln.
[….] Merz ist höchst verärgert über Wirtschaftsministerin Reiche
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zieht sich den Zorn von Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu. Der Bundeskanzler sei "befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch", hieß es aus seinem Umfeld. Merz mahne die Ministerin Reiche zur Zurückhaltung. [….]
Tut es die rechtsradikale Ostdeutschen ihrem Lebensgefährten KT von und zu Guttenberg gleich und sprengt sich vorzeitig selbst aus dem Bundesministeramt? Bekommen wir dann endlich eine bessere Wirtschafts- und Energiepolitik?
Nein, liebe RRG-Freunde, Grund zum Optimismus gibt es nicht.
Blöderweise suchen dann der CDU-Vorsitzende Merz und der Bundeskanzler Merz zusammen den Nachfolger aus. Also zwei Unfähige, die ideologisch genauso an der Fossillobby kleben und sich hartnäckig der Realität verweigern. Besser wird es nicht. No hope!
Der Fritzekanzler zählt seine Ministerin nicht an, weil er inhaltlich mit ihrer Politik unzufrieden ist, sondern nur weil selbst er begreift, wie miserabel seine Koalition dasteht und sich durch weiteren Streit völlig zerlegen könnte. In der notorisch Merzophilen Journaille senken sich immer mehr Daunen.
[….] Es reicht!
Die Regierung gibt im Zank über Entlastungen bei den Benzinpreisen ein jämmerliches Bild ab. Wenn nicht bald Ruhe einkehrt, sollte Friedrich Merz Minister auswechseln.
Bekommen Sie noch mit, wer was in dieser schwarz-roten Koalition gerade wieder gefordert hat? Nein? Keine Sorge, Sie sind nicht allein. Das aktuelle Chaos kann wirklich kaum noch jemand überblicken.
Seit die Benzinpreise an den Zapfsäulen infolge des Irankriegs rasant steigen, reagiert die schwarz-rote Koalition in Berlin wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen. Aus Angst vor dem Zorn der Wähler werden Tausende Ideen in die Luft geworfen, mit denen die Deutschen entlastet werden könnten: Übergewinnsteuer, Erhöhung der Pendlerpauschale, Preisdeckel und, und, und. Nur auf eine Sache warten die Bürgerinnen und Bürger vergebens: eine Entscheidung. [….]
Willkommen in der Wirklichkeit, Herr Nelles. Merz kann es nicht. Mit dieser Regierung wird das nie was. Daher glauben die Idealisten unter uns Rotgrünversifften, Reiche solle entlassen werden, „Merz muss weg“, damit es wieder besser werde.
Realistisch ist das aber nicht. Wenn diese Koalition platzt, wird es nämlich garantiert NOCH SCHLIMMER! Entweder regiert mit den bestehenden Bundestagsmehrheiten gleich eine Spahn/Weidel-Koalition. Die CDUCSU würde in dem Fall treuherzig in die Kameras gucken und erklären, man habe es schließlich mit der SPD versucht, aber die Sozen hätten sich als nichtregierungsfähig erwiesen. Angesichts der Großkrisen in der Welt, könne man sich aber keine Hängepartie und ein halbes Jahr Wahlkampf leisten. Oder es kommt zu Neuwahlen, bei denen der Urnenpöbel die Nazis noch viel stärker machen wird. Wie bei allen Umfragen und allen Wahlen seit den Bundestagswahlen im Februar 2025. Das Scheitern der „Altparteien“ gäbe den braunen Putinisten noch mehr Aufwind.
Den Sozialdemokraten in der Regierung sei ins Stammbuch geschrieben: Ja, es mag verlocken, wie nach dem Beginn des Ukrainekrieges mit allerlei Wummsen, nämlich 200 Milliarden Euro Steuerzahlergeldern, die Energiepreise zum Wohle der Verbraucher zu drücken. Aber das waren eben auch gewaltige Geschenke an die Fossillobby und ein Schaden für den Klimaschutz. Außerdem kann ich mich nicht erinnern, daß dadurch die Wähler voller Dankbarkeit, die SPD an den Wahlurnen belohnt hätten.
[….] Und wer glaubt eigentlich im Ernst, die Menschen fielen sich gegenseitig in die Arme und wendeten sich glückselig von der AfD ab, wenn der Liter Diesel statt 2,51 Euro wieder 2,11 Euro kostete? Zumal wenn man eben jenen Menschen im gleichen Atemzug sagt, dass man leider die Mehrwertsteuer anheben oder zur Praxisgebühr beim Arzt zurückkehren muss, um all die Rabatte bezahlen zu können. [….]
(Claus Hulverscheidt, 09.04.2026)
Nein, umgekehrt wird ein Schuh draus. Versteht die hohen Sprit- und Gaspreise als Freunde der Energiewende. Schon nach einem Monat Krieg, sind Stromer-PKWs und Wärmepumpe gegen den Willen des CDUCSU-Reiche/Merz/Spahn/Söder-Fossil-Kartells außerordentlich populär geworden. Statt den Mehrverbrauch fossiler Brennstoffe mit zwei- oder gar dreistelligen Milliardensummen zu fördern, sollte der Wenigerverbrauch gefördert werden. Das sind auch die einzigen Maßnahmen, die kein Geld kosten: Tempolimit und Sonntagsfahrverbote.
Es muss endlich Schluss damit sein, nach dem Gießkannenprinzip, Benzinverbrauch zu fördern. Porsche- und SUV-Fahrer brauchen keinen finanziellen Hilfen.
[….] Denkbar wären allenfalls eine direkte Unterstützung der – statistisch gesehen – wenigen einkommensschwachen Fernpendler, die nicht auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen können, sowie ein Tempolimit und ein zeitweises Sonntagsfahrverbot auf Autobahnen. Die beiden letzteren Maßnahmen würden nichts kosten und zudem den Blick darauf lenken, was den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger tatsächlich entlasten könnte: eine Drosselung der Sprit-Nachfrage nämlich. Es wäre das exakte Gegenmodell zu einem staatlich erzwungen Preisdeckel, mit dem die Regierung das Signal aussenden würde, alles könne so weitergehen wie bisher.
[….] Preis- und kaufkraftbereinigt ist Sprit über die Jahrzehnte nicht etwa teurer, sondern sogar billiger geworden. Vor 50 Jahren musste jemand, der den Durchschnittslohn verdiente, 47 Minuten arbeiten, um sich das Benzin für eine 100 Kilometer lange Autofahrt leisten zu können. An diesem Mittwoch, auf dem bisherigen Höhepunkt des „Benzinpreisschocks“, waren es 44 Minuten. [….]
(Claus Hulverscheidt, 09.04.2026)
Die Öl- und Gas-Exporteure Trump, Putin und Chamenei, freuen sich über hohe Verbrauchszahlen und einen hohen Preis. So klingeln die Kassen der heimischen Klimakiller-Konzerne. Wir sollten es tunlichst unterlassen, den gierigen Bestien noch mehr Steuergelder in den Rachen zu werfen.
Bewegen sich die Rohölpreise dauerhaft oberhalb 100 Dollar pro Barrell, verstehen nicht nur Verbraucher, Eigenheimbesitzer und Autofahrer, daß sie nun endlich in die elektrische Zukunft wechseln müssen. Auch Großkonzerne und Regierungen haben es längst verstanden und steuern massiv um. Dänemark, China, England, Frankreich – sie alle machen längst den Habeck.
[…] Fossile Brennstoffe – das spürt und versteht mittlerweile jeder – machen abhängig. Jede Wind- und Solaranlage bedeutet ein Stück Freiheit.
Auch für die Umwelt ist der Krieg eine Katastrophe…] In den Jahren 2022 bis 2023 hatte schon die Ampelkoalition kurzfristig rund 200 Milliarden Euro locker gemacht, um die Folgen der damaligen Energiekrise abzufedern. Solche Gelder sind keine Investitionen in die Zukunft, sondern verpuffen. Kein Staat kann sich alle paar Jahre solche Notprogramme leisten.
Frankreich will seine Wirtschaft deshalb schneller elektrifizieren als geplant. Auch der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle fordert, Wind- und Solarenergie zügiger auszubauen, und die Europäische Kommission betont so deutlich wie nie, dass Europa unabhängiger von Öl- und Gasimporten werden muss.
In Schwellenländern beginnt ebenfalls ein Umdenken. Dort gibt es wachsende Märkte und viel Geld, das in den kommenden Jahren in Autos, Kraftwerke und Stromnetze fließen soll. Und wer will schon auf Energien setzen, die unzuverlässig sind und die Menschen auf die Barrikaden treiben? Einige Länder in Afrika oder Südostasien könnten daher die westliche »fossile Phase« weitestgehend überspringen. »Leapfrogging« nennen das Ökonomen, so wie viele Afrikaner einst das Festnetz ausließen und direkt ins Mobiltelefonzeitalter einstiegen. Windräder und Solarpanels in Kombination mit einer immer ausgefeilteren Batterietechnik werden immer billiger. Und man braucht Wind und Sonne nicht über Weltmeere zu schippern und durch Meerengen schleusen. [….]
Selbst dort, wo hartnäckig verblödete Fossillobbyisten an der Regierung mit neroesken Maßnahmen die eigene Zukunft zerstören wollen – Deutschland und USA – können Unternehmer rechnen: Sonne und Wind gibt es kostenlos. Für Öl- und Gas-Importe prassen wir jedes Jahr erneut 80 Milliarden Euro raus. Erneuerbare Energien machen unabhängig von weltpolitischen Krisen. Die Errichtung von Solarparks und Windkraftanlagen ist billiger und ungefährlicher, als Fossilkraftwerke oder die gar völlig unbezahlbare Atomkraft.
[…] Don Quijote hätte seine Freude an Donald Trump. Wie einst der Don de la Mancha im Roman von Miguel de Cervantes zieht heute der Don aus Mar-a-Lago gegen Windmühlen ins Feld, genau genommen hat Trump es auf Windkraftanlagen abgesehen. Den »Betrug des Jahrhunderts« nennt er die Stromerzeugung auch aus Sonne – und versucht, diese sauberen Energiequellen mit allen möglichen Mitteln kleinzuhalten.
»Ich kann mit Stolz sagen«, verkündete Trump noch zu Jahresanfang im Weißen Haus, »dass wir keine einzige Windmühle genehmigt haben, seit ich im Amt bin. Mein Ziel ist es, nicht zuzulassen, dass eine einzige Windmühle errichtet wird. Sie sind Loser.« Und so zahlt die US-Regierung dem französischen Konzern TotalEnergies nun 928 Millionen Dollar: damit Total zwei geplante Hochseewindparks vor der US-Ostküste nicht baut – und stattdessen in Erdöl- und Erdgasprojekte investiert.
»Es ist haarsträubend«, sagt Bill McKibben, Ikone der US-Umweltbewegung, dem SPIEGEL. »Sie geben unsere Steuergelder dafür aus, zu verhindern, dass unser Land sauberen Strom bekommt.« Der Deal mit TotalEnergies ist eine neue, skurrile Volte in Trumps erbittertem Kampf gegen die erneuerbaren Energien. …] Allerdings läuft der Feldzug des Klimawandelleugners im Weißen Haus nicht nach Plan: Die erneuerbaren Energien gewinnen in den USA weiter an Bedeutung. Von Februar 2025 bis Januar 2026 stieg die Kapazität von Solaranlagen um gut 33 Gigawatt, wie eine Auswertung von Daten der staatlichen Energiebehörde EIA zeigt. Solarenergie macht jetzt mehr als ein Sechstel der installierten Stromerzeugungskapazität in den USA aus. 2025 starteten mehrere bedeutende Solarparks, etwa in Texas, Colorado und Arizona . Und der Boom geht weiter. …] »Es liegt schlicht und einfach an der Wirtschaftlichkeit«, sagt Umweltaktivist McKibben. »Strom aus erneuerbaren Energien ist preiswerter als aus fossilen Brennstoffen. Und jetzt, da die Batterien zum Speichern des Stroms immer günstiger werden, wird die wirtschaftliche Logik erdrückend.« …] In Wahrheit gehe es um etwas anderes: Trumps Rachegelüste. Wegen eines Golfplatzes in Schottland.
Als Trump noch Immobilienentwickler war, ließ er auf dem Menie Estate nördlich von Aberdeen ein Luxus-Golfresort errichten. Dann wurden Pläne für einen Offshore-Windpark in Sichtweite des Projekts bekannt. Trump zog vor Gericht und verlor in allen Instanzen. Seither verbreitet der US-Präsident allen möglichen Unsinn über solche Anlagen, etwa, dass sie Krebs verursachen würden. Und seine Regierung versucht auch, den Ausbau der Solarenergie nach Kräften zu verhindern. Sie streicht die steuerliche Förderung, hat hohe Zölle auf Solarmodule beschlossen und seit Sommer 2025 so gut wie kein Solarprojekt auf öffentlichem Land mehr genehmigt. …] Gegen Windmühlen kämpfen ist hart – das hat vor Donald Trump schon Don Quijote erfahren. [….]









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