Den
ganzen Tag heute diskutierte ich darüber wieso der Wahlkampf so gelaufen ist,
wie er lief.
Und da
es so schön einfach ist am Rand zu stehen, sich nicht selbst zur Wahl zu
stellen und dafür schlaue Bemerkungen zu machen, fielen mir auch alle möglichen
Dinge ein, die man hätte machen können, damit die SPD heute viel besser da
stünde.
Hätte,
hätte, Fahrradkette.
Was für
ein Elend der Sozis. 12 Jahre, ZWÖLF Jahre, drei volle Legislaturperioden ist
Gerd Schröder schon aus der Politik raus.
Viele Jungwähler
können sich gar nicht mehr an ihn erinnern und dennoch scheint alles immer noch
seine Schuld zu sein.
Dabei
regierte die SPD nach Schröder „Aus“ insgesamt länger mit, nämlich volle acht
Jahre, als die gesamte Schröderkanzlerschaft (sieben Jahre).
Müßten
also nicht viel eher Oppermann, Nahles, Gabriel und Steinmeier die Buhmänner
der SPD sein? Immerhin waren sie die letzten 12 Jahre verantwortlich.
Tatsächlich
sind aber Gabriel und Steinmeier die beliebtesten Politiker Deutschlands.
Sehr
beliebt ist außerdem Angela Merkel, die eindeutig die wirklich Verantwortliche
für die Sozialpolitik der letzten 12 Jahre ist.
Frau Merkel
ist für die Zustände in der Pflege, für marode Schulen, verfallende Unis und
ein deutsches Internet, das schlechter als in Tansania und Rumänien
funktioniert, verantwortlich.
Es fehlt
nur noch meine persönliche Prognose des Ergebnisses, das ich für realistisch
halte, das Ergebnis, das ich befürchte.
Hoffentlich
täusche ich mich; aber ich denke, SPD und CDU werden beide schlechter als
prognostiziert abschneiden. Das gleiche Schicksal wird die Grünen treffen.
Die
Linke kommt mit einem blauen Auge davon, die Christian-Lindner-Partei wird sehr
gut abschneiden und die AfD sogar überragend.
Sonntagsfrage
Bundestagswahl Tammox, 23.09.17:
CDU: 31%
SPD: 19%
Grüne: 6%
FDP: 13%
Linke: 10%
AfD: 16%
Es wird
Jammern und Zähneklappern herrschen.
Schulz
tritt zurück, Merkel tut, als wäre nichts gewesen, bemüht sich um eine Fortsetzung
der GroKo. Das wird aber schwer, weil die SPD in heller Aufregung ist.
Es
bleibt nur Jamaika.
Dabei
wird aber die Stimmung vergiftet, weil Lindner kaum noch gehen kann vorlauter
Kraft und die Grünen immer wieder darauf hinweist nur halb so stark zu sein wie
die FDP.
Am Ende
wackelt sogar Merkel, bringt Neuwahlen ins Spiel.
Prognosen
sehen die SPD dann noch weiter abstürzen, so daß es möglich erscheint die
Sozi-Basis doch noch zu einem Ja zur Groko 3.0 zu überreden.
[…..] “The speech made by the US president in his
maiden address on the UN arena in the prevailing serious circumstances, in
which the situation on the Korean peninsula has been rendered tense as never
before and is inching closer to a touch-and-go state, is arousing worldwide
concern.
[…..] But, far from making any remarks of any
persuasive power that can be viewed to be helpful in diffusion tension, he made
unprecedented rude nonsense no one has ever heard from any of his predecessors.
[…..] I’d like to advise Trump to exercise
prudence in selecting words and be considerate of whom he speaks to when making
a speech in front of the world.
The mentally deranged behaviour of the US president openly expressing on
the UN arena the unethical will to “totally destroy” a sovereign state, beyond
the boundary of threats and regime change or overturn of social system, makes
even those with normal thinking faculty think about discretion and composure. […..]
After taking office Trump has rendered
the world restless through threats and blackmail against all countries in the
world. He is unfit to hold the prerogative of supreme command of a country, and
he is surely a rogue and a gangster fond of playing with fire, rather than a
politician.
[…..] As a man representing the DPRK and on behalf
of the dignity and honor of my state and people and on my own, I will make the
man holding the prerogative of the supreme command in the US pay dearly for his
speech calling for totally destroying the DPRK.
This is not a rhetorical expression loved by Trump.
I am now thinking hard about what response he could have expected when
he allowed such eccentric words to trip off his tongue.
Whatever Trump might have expected, he will face results beyond his
expectation.
I will surely and definitely tame the mentally deranged US dotard with
fire.” [….]
Die hohe
Kunst des doubling down; Trump macht sich selbst noch lächerlicher.
[…..]
Ein 71-jähriger US-Amerikaner, der die
letzte Befehlsgewalt über 6800 Atomraketen besitzt, hat am Dienstag bei einer
Rede vor den Vereinten Nationen einen 33-jährigen Nordkoreaner mit 15
Atomraketen "Rocket Man" genannt. Gleichzeitig warnte er den
asiatischen Raketenfanatiker, es mit der atomaren Aufrüstung nicht zu
übertreiben.
"Was hat dieser
Typ nur mit Atomraketen, ist das irgendein Fetisch oder so?", so der
Amerikaner, dessen Streitkräfte bei Bedarf jeden Winkel der Erde innerhalb
kürzester Zeit mit ihren weltweit stationierten Nuklearwaffen treffen können.
"Ich meine, wie viele Atomraketen braucht der Mensch! Er ist einfach
völlig besessen."
Falls sein
Gegenspieler weiter Testraketen über Japan schieße, werde es harte Konsequenzen
geben, fuhr der 71-Jährige fort, dessen Land im Jahr 1945 zwei Atombomben gegen
japanische Zivilisten einsetzte. Schließlich müsse man um jeden Preis
verhindern, dass irgendein Verrückter Atombomben gegen Zivilisten einsetze – selbst
wenn man gezwungen sein sollte, Nordkorea "völlig zu zerstören", so der
US-Amerikaner. [….]
Möglich,
daß es bald knallt. Wenn zu dem Knall auch Wasserstoffbomben gehören, brauchen
wir uns alle nicht mehr zu sorgen, denn dann ist es aus mit Homo Sapiens.
Wasserstoffbomben
sind das richtig gute Zeug.
(…..)
Die ersten Atombomben waren Fissionssprengsätze, bei denen sehr dicke schwere
Atome wie hoch angereichertes Uran oder reines 239Plutonium
gespalten werden. Die Sprengkraft misst man in „Kilotonnen“. Eine Kilotonne
entspricht der Sprengkraft von 1000 Tonnen Trinitrotoluol, TNT.
Die
Atombombe „Little Boy“ (Sprengstoff: 235Uran), die über Hiroshima
abgeworfen wurde und 150.000 Menschen innerhalb weniger Tage tötete, entsprach
13 Kilotonnen TNT.
Die
Atombombe „Fat Man“ (Sprengstoff: 239Plutonium), die drei Tage
später über Nagasaki gezündet wurde, war mit 21 Kilotonnen TNT viel stärker,
verfehlte aber den Stadtkern um mehrere Kilometer, so daß innerhalb einer Woche
„nur“ 80.000 Menschen krepierten.
Die
später entwickelten Kernfusionswaffen sind deutlich stärker. Bei ihnen werden
die kleinen Atömchen Deuterium und Tritium zu 3Helium und
schließlich zu 4He verschmolzen. Beides sind Wasserstoffisotope; daher
der Name Wasserstoff- oder H-Bombe.
Das
erfordert so viel Anfangsenergie, daß man erst mal eine herkömmliche
Fissionsbombe zünden muß, um die H-Bombe in Gang zu setzen.
„Vanja“,
aka AN602 war die dickste bisher gezündete Wasserstoffbombe.
Sie
wurde 1961 auf der russischen Doppelinsel Nowaja Semlja abgeworfen und
künstlich von den erreichbaren über 100.000 Kilotonnen TNT = 100 Megatonnen um
die Hälfte reduziert, um die Radioaktivität einzugrenzen.
Nordkorea ist ein Land, das Erfahrungen mit der
amerikanischen Armee hat.
[…..] Dann aber landete US-General Douglas
MacArthur, gestützt durch ein Mandat der UN, im September 1950 und fiel den
Nordkoreanern in die Flanke. […..] Ein übler Vernichtungskrieg folgte, bei dem
die Amerikaner alle Städte Nordkoreas zerstörten. Sie warfen 635 000 Tonnen
Bomben über dem kleinen Land ab, mehr als im Zweiten Weltkrieg in allen
Schlachten um den Pazifik. Etwa 1,5 Millionen Nordkoreaner kamen ums Leben. Die
Frontlinie jedoch verschob sich kaum mehr. [….]
Nachdem die USA
635.000 Tonnen Bomben über Korea abwarfen und 1,5 Millionen Koreaner töteten,
die sich gegen die brutale japanische Besatzungsmacht erhoben hatten, liebte
das koreanische Volk die Amerikaner nicht besonders.
Soviel
Geschichtsbewußtsein ist notwendig für US-Amerikaner. Trump weiß darüber
höchstwahrscheinlich gar nichts. (…..)
Nachdem
also die Amis schon einmal anderthalb
Millionen Koreaner töteten und heute wieder eine gewaltige Militärmacht um das
kleine Land zusammen gezogen haben - der dem US Pacific Command (PACOM)
unterstehende Großverband United States Forces Korea (USFK) steht seit 1957 mit
mindestens 30.000 Mann direkt an der nordkoreanischen Grenze – sollte die Welt
außerordentlich nervös werden, wenn der amerikanische Oberbefehlshaber
offiziell vor der UN-Vollversammlung von der totalen Vernichtung Nordkoreas spricht.
[….]
US-Präsident Donald Trump hat mit der
„völligen Vernichtung“ von Nordkorea gedroht. Sollte die Regierung Nordkoreas
mit ihren Atomwaffen die USA oder amerikanische Verbündete bedrohen, bleibe
seinem Land keine andere Wahl, sagte Trump am Dienstag in seiner ersten Rede
vor der UN-Vollversammlung in New York. [….]
Wieso
dreht sich die politische Welt nun weiter als ob nichts geschehen wäre?
Wir, die
Spezies Homo Sapiens, haben sechzig Jahre lang atomar so gewaltig aufgerüstet,
daß wir unseren Planeten 100 Mal zerstören können.
Der Mann
mit dem mächtigsten Militärarsenal orakelt nun davon das Werk zu beginnen.
Sollten wir uns angesichts der Auslöschung von 7,5 Milliarden Menschenleben
nicht ein wenig sorgen?
Sollten
nicht bei den Mächtigen der Welt sämtliche Alarmsirenen schrillen?
Müßten
nicht die UN-Sicherheitsrats-Nationen, die anderen vier Veto-Mächte, die
BRICS-Präsidenten, ASEAN-Chefs, die 28 EU-Regierungschefs, Papst, Dalai Lama
und sogar Margot Käßmann alles stehen und liegen lassen, um sich nach
Washington zu begeben?
Sind
deutsche Parteipolitik, katalonische Referenden und Brexit-Rechnungen jetzt
nicht völlig irrelevant geworden?
Eine
ähnliche Frage stellte Anderson Cooper kürzlich CNNs Superanalysten Fareed
Zakaria von „Global Public Square“ und bekam eine erfrischend ehrliche Antwort.
In der
globalen Top-Diplomatie suche man immer nach den Quellen und wenn als „Source“
der amerikanische Präsident angegeben werde, winkten die Geheimdienstchefs in
aller Welt ab.
Trump
gelte schon lange als dubiose und nicht vertrauenswürdige Quelle; niemand nehme
ihn ernst.
[….] In London last week, I met a Nigerian man
who succinctly expressed the reaction of much of the world to the United States
these days. “Your country has gone crazy,” he said, with a mixture of outrage
and amusement. “I’m from Africa. I know crazy, but I didn’t ever think I would
see this in America.”
[….] The world has gone through bouts of
anti-Americanism before. But this one feels very different. First, there is the
sheer shock at what is going on, the bizarre candidacy of Donald Trump, which
has been followed by an utterly chaotic presidency. The chaos is at such a fever
pitch that one stalwart Republican, Karl Rove, described the president this
week as “vindictive, impulsive and shortsighted” and his public shaming of
Attorney General Jeff Sessions as “unfair, unjustified, unseemly and stupid.”
[….]
So ist
das eben 2017. Der mächtigste Mensch der Welt hat nicht mehr alle Murmeln
beieinander
Zoe
Lofgren, 69, ist Demokratin und Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus aus
Kalifornien, sieht das ähnlich und fordert eine medizinische Untersuchung Trumps.
[….] Ich
habe die Resolution [….] eingebracht, weil ich und viele andere,
Republikaner inbegriffen, den Eindruck haben, dass das Verhalten des
Präsidenten erratisch und instabil ist. [….] Bei Menschen, die zum Beispiel
kleinere Schlaganfälle gehabt haben, soll es vorkommen, dass sie anschließend
manchmal orientierungslos sind oder Probleme haben, Dinge zu verstehen. Ich
habe diese berühmte Szene gesehen, als der Präsident aus seinem Flugzeug
ausgestiegen ist und seine Limousine stand da, aber er lief umher, als wüsste
er nicht, wo er ist. Das war gruselig. Oder denken Sie an die Szene, als er ein
Dekret unterzeichnen sollte im Weißen Haus und einfach aufstand und wegging,
ohne sie zu unterzeichnen. Das war doch seltsam. [….] Ich habe noch nie mit dem Präsidenten zusammengesessen, aber andere
Abgeordnete haben dies getan. Ohne jetzt Namen zu nennen, kann ich sagen, dass
sich diese Abgeordneten mir gegenüber über das Verhalten des Präsidenten
besorgt geäußert haben. Dass er Gesprächen nicht folgt, dass er seltsame Fragen
stellt zu Dingen, die eigentlich schon besprochen waren. Und dass er nicht
weiß, wo er ist. [….] und er
erscheint verwirrt. Dafür gibt es zwei Erklärungen: Entweder, er ist
gelangweilt und nicht interessiert. Oder er kann schlicht nicht folgen. [….]
Bei
jedem öffentlichen Auftritts Trumps beweist er einmal mehr wie derangiert er
ist.
Gestern,
im Zuge der UN-Vollversammlung, traf Trump bei einem Essen mit einigen
Regierungschefs Afrikanischer Länder zusammen und verlas dazu ein kurzes
Statement.
Ganz
offensichtlich hatte er viele der Staatennamen das erste mal in seinem Leben
gehört.
Côte d'Ivoire, Ethiopia, Ghana, Guinea, Namibia,
Nigeria, Senegal, South Africa, and Uganda. Das sind immerhin neun Fremdworte, die er ablesen
sollte.
Da er
bekanntlich auch nicht zu briefen ist, da er sich nicht länger als 30 Sekunden
konzentrieren kann, gelang es ihm nicht einmal die Namen der afrikanischen
Länder richtig vorzulesen; nannte „Namibia“ immer wieder „Nambia“.
Die
Drohung mit einem Atomkrieg wird immer noch nicht angenehm, aber man nimmt es eben
weniger Ernst, wenn sie von einem Typen kommt, der sich noch nicht mal allein
die Schuhe zubinden kann.
Daß Altenpfleger
mit 1.000 Euro im Monat auskommen müssen und die Senioren in ihren Exkrementen
liegen gelassen werden, kann man Merkel nun wirklich nicht anlasten.
Sie ist
ja schließlich erst seit 1990 in der ersten Reihe der Politik (acht Jahre Ministerin
in der Kohl-Regierung, sieben Jahre Oppositionschefin, 12 Jahre Kanzlerin) – in
den 27 Jahren hatte sie nun wirklich keine Zeit sich um Politik zu kümmern.
Und
selbst wenn Merkel wüßte was Pfleger verdienen, wie wenig Rente Millionen
Deutsche zu erwarten haben, könnte sie dennoch nichts daran ändern, denn diese
Leute haben weder eine starke Lobby, noch werden sie von ehemaligen
CDU-Ministern vertreten und schon gar nicht spenden sie in siebenstelliger
Summe an die CDU!
Und
schließlich wird Merkel nicht ohne Gegenleistung tätig.
Man muss
schon zahlen können, wenn man wie die Atomindustrie oder die Autokonzerne mit
Milliardenwohltaten vom Staat bedacht werden will.
Das ist
in der Kanzlerinnenpartei wie in der FDP. Deswegen freuen wir uns schon auf
eine Neuauflage von Schwarzgelb ab nächster Woche.
Milliardär Finck, der auch ein großer Immobilienmogul ist - ihm gehören unter
anderem die Clair Immobilien Deutschland GmbH und die Mercantor Verwaltungs
GmbH - hatte sich mit Spenden an die CSU (2,4 Millionen Euro seit 2000) auch
Freundlichkeiten für die Immobilienwirtschaft erkauft.
Ganz im Sinne des Immobilienmoguls dürfte sein, dass
die Koalition etwa so genannte Real Estate Investment Trusts (REITs) stärken
will. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu, hier seien "überflüssige
Hemmschwellen für den deutschen Markt abzubauen". Das entspricht ziemlich
genau einer Forderung des Immobilien Verbandes Deutschland (IVB).
"Schnellstmöglich sollten Reits eingeführt werden, damit den Anlegern eine
international konkurrenzfähige Form der indirekten Immobilienanlage auch in
Deutschland zur Verfügung steht", heißt es in einem Verbandspapier. Reits
sollen dabei "möglichst wenig reguliert werden". Im Klartext: Geldgeber sollen leichter als bisher auch mit Wohnimmobilien
zocken dürfen. Und es gab noch mehr Grund zu jubeln für die Immobilienwirtschaft. "Im Bereich des Mietrechts greift der Koalitionsvertrag alle
Forderungen von Haus & Grund Deutschland auf und übernimmt sie",
frohlockte der Hauseigentümerverband in einer Stellungnahme zum
Koalitionsvertrag. Wichtigster Punkt: das Ende der "asymmetrischen
Kündigungsfristen". In Zukunft sollen für Mieter und Vermieter gleich
lange Kündigungsfristen gelten. So können ungewollte Mieter schneller vor die
Tür gesetzt werden. Ausgehebelt werden soll auch das Recht auf Mietminderung,
etwa während einer Gebäudesanierung.
So läuft
es eben. Politik gegen Geld. Pay-Politik à la Merkel.
(…..)
In Brüssel trifft der gescheiterte CDU-Mann Oettinger auf den mächtigsten
Lobbyisten Europas, nämlich den seit 2007 amtierenden Präsident des Verbandes
der Automobilindustrie (VDA) Matthias Wissmann, der ebenfalls ein Untergebener
Merkels ist. Fünf Jahre saßen die Minister Merkel und
Wissmann Seit an Seit im Kabinett Kohl und blockierten Umweltpolitik und
nachhaltiges Wirtschaften.
Mehrfach
hatte Brüssel beabsichtigt angesichts der sich dramatisch verschärfenden
Klimakatastrophe Anreize zu schaffen Autos mit weniger CO2-Ausstoß zu fördern.
Auf Geheiß des viele Millionen schweren VDA, dessen Mitglieder auch fleißig
sechsstellige Summen an die CDU spenden, intervenierte Merkel stets, um solche
EU-Regelungen zu verhindern.
In
der CDU-Logik würde das nämlich deutsche Arbeitskräfte kosten.
Wie jeder weiß, ist nur der Bau von extrem umweltschädlichen Autos
arbeitsintensiv und sichert die Beschäftigung in Deutschland.
Intelligente Antriebe, das drei-Liter-Auto, Hybridmotoren und ähnliche
CO2-vermindernde Techniken fallen bekanntlich vom Himmel und mssen nicht
gefertigt werden, so daß auch keine Arbeitsplätze dafür benötigt werden.
Um
solche Zusammenhänge zu erkennen braucht es den Megalobbyisten Wissmann, der
ohne einen einzigen Tag Schampause 2007 direkt aus dem Bundestag auch die
Interessen der Automobilwirtschaft als Vizepräsident im Lobbyverband Pro
Mobilität vertrat.
Abgasauflagen
werden stets mit Argusaugen aus den Konzernspitzen in Wolfsburg, Stuttgart und
München verfolgt.
Schön,
daß sie sich mit Kommissar Oettinger jetzt ein U-Boot in Brüssel gekauft haben.
Klimaschutz wird wieder einmal massiv durch Deutsche gebremst.
EU-Kommissar rühmt sich, Klimaziele aufzuweichen.
[…]
In einem Brief an VW-Chef Martin Winterkorn meldet Oettinger, 'Verbesserungen'
der Klima-Normen im Sinne von VW erreicht zu haben. Zudem erklärt er, dass VW
sich nicht wegen möglicher neuer verbindlicher Grenzwerte für den Ausstoß von
Kohlendioxid nach 2020 sorgen müsse. Dank des Engagements könne 'die Diskussion
über unsere CO2-Politik für Pkws nach 2020 ergebnisoffen geführt werden'.
Wir
erinnern uns an den CDU-Spenden-Guru Walther Leisler Kiep, der 1944 in die
NSdAP eingetreten war und später 21 Jahre lang CDU-Bundesschatzmeister war.
Fast gleichzeitig saß er 20 Jahre im Aufsichtsrat der Volkswagen AG.
Von
Daimler-Chrysler kommen regelmäßig dicke Schecks auf dem CDU-Konto an; im Jahr
2004 waren es beispielsweise 150.630,00 €, 2005 dann schon € 300.000.
2007 folgte ein € 150.000-Scheck aus Stuttgart in Merkels Kasse.
Während
die drei BMW-Eigentümer Stefan und Johanna Quandt, sowie Susanne Klatten jedes
Jahr jeweils sechsstellige Beträge an die CDU spenden, erhielt die Merkelpartei
Volkswagen-Geld teilweise auf verschlungenen Wegen.
Direkt
überwiesen von VW in die CDU-Parteikasse wurden im Jahr 2002, 2003, 2004, 2005,
und 2006 je nur € 10.400
Hinzu
kamen aber noch nette Spenden von den VW-Eigentümern, der Familie Porsche.
Sie
spendete 2002 und 2003 je € 30.000 an die CDU, im Jahr 2004 schickte man €
78.500. Als Merkel an die Regierung kam, engagierte sich Porsche/VW schlagartig
noch großzügiger. 2005 flossen 265.000 Euro von Porsche an die CDU. 2007 noch
mal € 100.000.
(Bitte
beachten: Altana, Klatten, Quandt, BMW sind alles eine Familie, die
praktischerweise auf ihre rund 600 Millionen leistungsloses Einkommen pro Jahr
dank der von ihr unterstützten Parteien nur maximal 25% Steuern zahlen- und nicht etwa 46% wie Arbeitnehmer!)
Das
finanzielle Engagement der Autobauer lohnt sich aber auch ganz direkt.
CDU und FDP bestätigen die Absatzgarantien „Dienstwagenprivileg“ und
„Entfernungspauschale“.
Und
sie halten lästige Umweltschutzregelungen von den deutschen Autoschraubern und
den vielen Zulieferern fern. (…..)
Das
nenne ich ein lukratives Geschäft. Millionen für Millionäre, der Steuerzahler
bezahlt.
[…..] In
einem Arbeitspapier, das der MOPO vorliegt, nimmt die Linksfraktion die
HSH-Geschäfte kräftig auseinander. Kreditvergaben werden kritisiert, vor allem
aber wird das Verhalten der Reeder angeprangert – besonders das von Heinrich
Schoeller. Seine „Schoeller Holding“ hat im Zeitraum von 2005 bis 2008 Kredite
in Höhe von rund 1,5 Milliarden Dollar erhalten – zuletzt erließ die HSH der
Holding 800 Millionen Dollar Schulden. […..] Schoeller hat Ende 2008
großzügige 100.000 Euro an die Bundes-CDU gespendet. In Hamburg führte die CDU
zu dieser Zeit den Senat – und war entsprechend für die Geschäfte der
Landesbank und damit indirekt auch für die Kreditvergabe mitverantwortlich.
„Für Schoeller scheint es sich gelohnt zu haben, wenn man mal anlassbezogen und
einmalig der CDU eine üppige Spende überweist“, sagt Norbert Hackbusch (Linke).
[…..] Schoeller sei der aktuellste Fall
von offensichtlicher Kumpanei. Bei der Spende bleibe ein fader Beigeschmack. In
ihrem Arbeitspapier hat sich die Linke auch auf Wolfgang Peiner, Hamburgs
ehemaligen Finanzsenator, eingeschossen. „Dass Peiner von 2001 bis 2006
Hamburgs Finanzsenator war, im gleichen Zeitraum CDU-Bundesschatzmeister und
später Aufsichtsrats-Vorsitzender der HSH, hat schon ein Geschmäckle“, so Hackbusch.
[….]
Effektiver
ist es aber die Bundespartei vor Wahlen direkt mit Millionen zuzuscheißen.
Dann
kann man sicher sein, daß die Kanzlerin einem vor teuren Entschädigungszahlungen
bewahrt, wenn man Millionen Kunden betrogen hat.
[…]
Mehr als 17 Millionen Euro hat die
Automobilindustrie nach Recherchen der Organisation LobbyControl in den
vergangenen acht Jahren an CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne gespendet.
Fast 80 Prozent der
Zuwendungen von Autoherstellern, Zulieferern und Verbänden konnten demnach
Union und die Liberalen für sich verbuchen. [….]
Bis ins
Jahr 2016 bin ich nie in die Verlegenheit gekommen republikanische
Propagandisten in den USA sympathisch zu finden.
Barack
Obamas Hautfarbe triggerte dann allerdings die rassistischen Teebeutler aus
ihren Löchern, die dann 2015/2016 in der Apotheose des politischen Grauens –
Donald Trump – mündeten.
Sie
empören sich darüber wie die fortwährenden rassistischen und misogynen Sprüche
die tumbe Basis dazu animieren solchen Gefühlen nachzugeben.
Navarro
empört sich daher zu Recht insbesondere über ihre eigenen Parteifreunde, welche
die dreisten Lügen und die Hetze Trumps hinnehmen, ohne laut und deutlich zu
widersprechen. Wer innerlich grollt, Trump verachtet, aber öffentlich zur
Trump-Regierung steht, sei ein „Enabler“, also jemand, der Trump erst möglich
macht.
[…..] That's what's part of the problem. He is
surrounded by enablers that do nothing, but shake their heads and nod their
heads in agreement with everything that he says. They have got to stop. They
have got to stand for democracy, for freedom of the press. This is just going
way too far. The President of the United States is inciting violence against
the free press. And America, we cannot stand for it." [….]
Enabler
sind eine widerliche Spezies, von der es leider auch in Deutschland jede Menge
gibt.
Nur
durch Enabler, die öffentlich zum AfD-Rassismus schweigen, die tausendfache
Gewalt gegen Flüchtlingsunterkünfte achselzuckend hinnehmen, wird der Nazismus
wieder salonfähig.
[…..]Nun,
da die braune Ernte eingefahren wird, lohnt es sich, an all die Tagelöhner zu
erinnern, die in den vergangenen Jahren eifrig den Boden gedüngt haben, auf dem
der Mist gewachsen ist.
Thilo Sarrazin, natürlich,
der Pate der rechten Revolution, mit dessen halsbrecherischen Statistiken ein
schmieriger Muslimhass in Deutschland sein bürgerliches Gesicht bekam.
Das Magazin
"Cicero", in dem der Regisseur Oskar Roehler seine "Wutrede
eines Enttäuschten" schreiben darf, in der er Merkel vorwirft, keine
"Wurzeln in meinem Land" zu haben. Roehler verfilmt gerade ein Buch
des Autors Thor Kunkel, der seinerseits inzwischen für die Werbekampagne der
AfD verantwortlich ist.
Rüdiger Safranski, der
freundliche Volkszornversteher, der gesagt hat: "Die Politik hat die
Entscheidung getroffen, Deutschland zu fluten" - und damit die Menschen
meinte, die vor dem Bürgerkrieg hierher geflüchtet sind. Safranski bekam
neulich in der Frankfurter Paulskirche, mithin der Wiege der deutschen
Demokratie, den Ludwig-Börne-Preis. Die Laudatio hielt Christian Berkel, ein in
Berlin berühmter Schauspieler, der im Hause Springer wohlgelitten ist.
Beim Springer-Verlag
wiederum - der jede Nähe zur AfD weit von sich weisen würde - ist der Publizist
Henryk M. Broder beschäftigt, der mit seinem Blog "Achse des Guten"
eine Spielwiese für Rechtsausleger eingerichtet hat. Zum Beispiel für Vera
Lengsfeld, die mal für die CDU im Bundestag saß, nun aber gemeinsam mit Frauke
Petry öffentlich auftritt.
[….]
Enabler
sind auch die ZEIT und die FAZ, die rechtsradikalen Islamophoben wie David
Berger Seiten freiräumen, damit er ungeniert seine Giftsaat legen kann.
Enabler
sind die Redaktionen von Will, Maischberger, Illner und Plasberg, die
AfD-Hetzer überproportional oft einladen und schon mit ihrer Themensetzung
AfD-Werbung betreiben.
[…..]
Ich habe über 200 politischen Talkshows
der öffentlich-rechtlichen Medien u.a. auf ihre Themenvielfalt untersucht und
ein krasses Missverhältnis zwischen bestimmten Themen festgestellt. So wichtig
einige Themen sicher waren und sind, niemand kann rechtfertigen, dass in 1,5
Jahren jede vierte Sendung speziell das Thema Flüchtlinge behandelt und sich
fast jede zweite Sendung generell mit dem Themenkomplex Flüchtlinge, Islam,
Terror/IS, Populismus/Extremismus befasst hat. In nur sechs von 204 Sendungen
wurde über Armut und Ungleichheit diskutiert. Wichtigen Themen wie NSU,
Rassismus und rechte Gewalt wurde zum Beispiel jeweils nur eine Sendung
gewidmet. Klimawandel kam sogar gar nicht vor. Das ist nicht nur bedenklich,
sondern prägt die öffentliche Debatte sehr einseitig. Die Themenauswahl
spiegelt absolut nicht die tatsächlichen Probleme in unserer Gesellschaft wider
und stellt damit ein Zerrbild der Wirklichkeit dar. [….]
Und
natürlich ist Merkel Enablerin, denn sie lässt das zu, entfernt Hetzer wie
Spahn und de Maizière nicht aus ihrer Regierung.
[…..] Wenn eines Tages Bilanz gezogen wird über
diese Kanzlerin und ihre Amtszeit, dann wird dies auf der Soll-Seite stehen
bleiben: Angela Merkel ist die Mutter der AfD. Sie hatte die Wache, als die
Nazis in den Bundestag kamen. Allein dafür würde Angela Merkel die Abwahl
verdienen. […..] Nazis. Hartes Wort.
Verharmlost man damit nicht die Judenmörder und Weltkrieganzettler des
"Dritten Reichs"? Nein. Der AfD-Mann Jens Maier fürchtet die
"Herstellung von Mischvölkern" und will den deutschen
"Schuldkult" beenden. Sein Kamerad Wilhelm von Gottberg zitierte einst
voller Zustimmung einen italienischen Neofaschisten mit den Worten: "In
immer mehr Staaten wird die jüdische Wahrheitüber den Holocaust unter gesetzlichen
Schutz gestellt". Und die Äußerungen des Spitzenkandidaten
Alexander Gauland, eine deutschtürkische
Politikerin sei in Anatolien zu "entsorgen", und wir hätten das
Recht, "stolz zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei
Weltkriegen", die haben ja gerade die Runde gemacht.Sigmar Gabriel hatte recht, als er neulich
sagte, in naher Zukunft würden "zum ersten Mal nach 1945 im Reichstag am
Rednerpult echte Nazis stehen".
[….]