Mittwoch, 7. April 2021

Hamburger Grüne schießen den Vogel ab.

 

Wenn irgendwo noch allerletzte Zweifel herrschten, ob man im September bei der Bundestagswahl trotz ihres schwurbel-esoterisch-homöopathischen-konservativen Flügels „Die Grünen“ wählen sollte, so sind diese seit dem freiwilligen Stuttgarter Kotau vor der CDU ausgeräumt.

Eine derartig kirchentreue, konservative Lobbypartei wie Kretschmanns Grüne kann man nicht wählen.

Die SPD ist nie freiwillig in ein Bündnis mit der Union gegangen, tut dies nur unter heftigen Schmerzen zum Wohle des Landes, wenn es beim besten Willen rechnerisch keine andere Alternative gibt.

Und nein, auch 2005 gab es diese Möglichkeit nicht.

Zwar lagen rein mathematisch SPD (222 Sitze), PDS (54) und Grüne (51) mit 327 Stimmen über der absoluten Mehrheit von 308. Aber Oskar Lafontaine hatte damals als bezahlte Hure der rechts-verblödeten BILD-Zeitung derartig gegen seine ehemalige Partei SPD gehetzt, die PDS/WASG auf Totalopposition getrimmt, daß so viele PDS-Abgeordnete kategorisch ausschlossen für einen rotgrünen Kandidaten zu stimmen, daß die Kanzlermehrheit vollständig außer Reichweite war. Nur durch diese Verweigerung, war die SPD gezwungen in die Rolle des Juniorpartners zu schlüpfen (obwohl die CDU/CSU gerade mal vier Sitze mehr hatte) und das Kanzleramt aufzugeben.

Die Grünen hingegen wechseln, wenn es irgendwie rechnerisch geht, freiwillig, trotz linker Mehrheiten und wie wir in mehreren Hamburger Bezirken erleben konnten, trotz bestehender erfolgreicher SPD-Grünen-Koalition in ein Bündnis mit der CDU, weil ihren eigenen Angabe zu Folge mehr Gemeinsamkeiten mit Hamburgs rechtsnationaler Burschenschaftler-CDU haben.

Jeden Tag, der in Hamburg vergeht, beklage ich das letzte Bürgerschaftswahlergebnis, welches dazu führte, daß die Grünen in der neuen, alten rotgrünen Koalition einen zusätzlichen Senatorenposten bekamen.

Das führte letztlich dazu, daß mit Anna Gallina eine hoffnungslos in Affären verstrickte Laiin Justizsenatorin wurde, die noch nicht mal daran zurück zu treten, als die Staatsanwaltschaft das zweite Ermittlungsverfahren gegen sie einleitete. Nun ist sie, die noch nicht mal eine Stunde Jura studierte oberste Dienstherrin der Behörde, die gegen sie ermittelt.

Und das ist noch Gold gegen das Chaos, das Verkehrssenator Anjes Tjarks veranstaltet.

Ich kann ohne den geringsten Zweifel sagen, daß der grüne fahrradfanatische Harcore-Christ der schlechteste Verkehrssenator ist, den ich in meinem ganzen Leben beobachtete. Dagegen ist sogar der Scheuer-Ondi ein Genie.

Man darf aber nicht die sogenannte „Kernkompetenz“ der Grünen, die Umwelt vergessen, obwohl nach dem Jahrhundertdesaster der Grünen Umweltsenatorin Anja Hajduk klar ist, wovon die Grünen gar nichts verstehen.

(……) Die vorher amtierende CDU-Alleinregierung hatte nicht nur grünes Licht für den Baubeginn des gigantischen Vattenfall-Steinkohlekraftwerks Moorburg gegeben, sondern auch noch den Betreiber dazu verpflichtet die Europaweit größte CO2-Schleuder doppelt so groß wie geplant zu bauen.

Die Grünen liefen Sturm dagegen, plakatierten im 2008er Wahlkampf „KOHLE VON BEUST“ und versprachen ihren Wählern eine Abkehr von dem gigantischen Klimakiller-Projekt.

Nur vier Monate nach ihrem Amtsantritt vollführte Hajduk eine der spektakulärsten Umfall-Aktionen in der Geschichte der Bundesrepublik, in dem sie am 30.09.2008 die Betriebsgenehmigung für das Klimamonster erteilte. (….)

(Hajduks Nemesis, 05.09.2020)

Das Steinkohlekraftwerk Moorburg, Europas größte CO2-Drecksschleuder, welches auf Wunsch des schwarzgrünen Senats sogar doppelt so dreckig ausfiel, wie ursprünglich von Vattenfall geplant:  CO2-Ausstoß von 8,5 Millionen Tonnen jährlich. Der von der grünen Senatorin Hajduk genehmigte Schadstoffausstoß beträgt je 7850 Tonnen Schwefeldioxid und Stickoxiden sowie 785 Tonnen Feinstaub pro Jahr. Daneben dürfen bis zu 3,2 Tonnen Blei, 1,2 Tonnen Quecksilber, 1,0 Tonnen Arsen, 0,6 Tonnen Cadmium und 0,6 Tonnen Nickel in die Atmosphäre abgegeben werden.

Der eigentliche Signature-Move der Grünen in Hamburg ist aber ihr unzähmbarerer inneren Drang Straßenbäume zu fällen. Sie scheinen Bäume jeder Art zu hassen und rücken ihnen mit Kettensägen auf den Pelz – natürlich ohne anschließend neu zu pflanzen.

Der Grüne Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, verfolgt nun einen Plan, der selbst in Schilda als zu absurd abgelehnt würde.

Kerstans Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUE) ließ schon 2020 verkünden, nun im großen Maßstab Bäume und Büsche aus Namibia (sic!) in Hamburg zu verbrennen.

Das käme beiden Nationen zu Gute, da Afrika bekanntlich unter zu viel Bäumen leide und diese dringend loswerden müssen.

(Nein, ich versichere noch einmal; ich denke mir das nicht aus!)

[….] In Namibia und anderen südafrikanischen Ländern ist die Verbuschung der Savanne ein großes ökologisches Problem. Das Gestrüpp zerstört Lebensräume für Tiere und Landwirtschaftsflächen und entzieht dem Boden Wasser. Seit vielen Jahren wird vor Ort versucht – auch mit Unterstützung deutscher und internationaler Entwicklungshilfe – eine Verwertung des Buschholzes in Gang zu setzen. Aber die vorhandenen und jährlich nachwachsenden Mengen sind so groß, dass nur ein kleiner Teil dort sinnvoll verwertet werden kann (z.B. zur Energienutzung, als Viehfutter oder zur Holzkohleherstellung). [….]

(BUE, Mai 2020)

Da schlagen wir doch zwei Fliegen mit einer Klappe, denkt sich offenbar der Grüne Senator: Die Hamburger Grünen können ihrem Drang frönen Bäume zu vernichten und den Namibiern wird dabei geholfen ihr Land von der lästigen Natur zu befreien und baldmöglichst alles zu betonieren und planieren.

In Namibia wachsen jedes Jahr 14 Millionen Tonnen Holz nach, von denen man aber maximal drei Millionen Tonnen selbst zur Energiegewinnung nutzen könne. Die häufigen Dornakazien dienen zwar ungezählten Tieren als Biotop, aber abhacken und verbrennen ist doch eher nach dem Geschmack der Hamburger Grünen.

Zumal Namibia ja quasi nebenan liegt.

[….] Es ist nicht der schnellste Weg von Namibia nach Hamburg, Luftlinie 8500 Kilometer nach Windhuk und über das Meer an die Walfischbucht noch weiter. Andererseits besitzt diese Hansestadt natürlich einen Welthafen und hat weltgewandte Ideen. Sollte dieses Projekt also tatsächlich zur Anwendung kommen, dann wird namibisches Buschholz regelmäßig auf Schiffe verladen, an die Elbe gefahren und in Hamburger Kraftwerken verbrannt, damit es die Hamburger warm und die Namibier ein Problem gelöst haben. […..]

(Peter Burghardt, SZ, 07.04.2021)

Ein durchschnittliches Frachtschiff braucht etwa 25 Tage von Hamburg bis Südafrika.

[…..] Hochseeschiffe emittieren deshalb große Mengen von Schwefeloxiden, Feinstaub, Stickoxiden und Ruß. Diese Stoffe sind hochgiftig und schädigen sowohl die Umwelt als auch die menschliche Gesundheit. Stickoxide (als Vorläufer von bodennahem Ozon) und Ruß tragen zudem erheblich zum Klimawandel bei, Ruß ist sogar als der zweitstärkste Klimatreiber nach CO2 anerkannt. Zudem sterben allein in Europa jährlich etwa 50.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Schiffsabgase.   Und als wäre es nicht schlimm genug, dass der Schiffstreibstoff so schmutzig ist, dass er an Land als Sondermüll entsorgt werden müsste – es werden auch Unmengen davon verbraucht: Ein mittelgroßes Schiff von 12.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit, Frachteinheit) verbraucht bei voller Ladung 300 Tonnen Schweröl pro Tag. Eine Studie der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation schätzt, dass im Jahr 2007 213 Millionen Tonnen Schweröl durch die internationale Schifffahrt verbraucht wurden – das sind fast 600.000 Tonnen am Tag. […..]

(Nabu)

Also selbst bei einem mittleren Schiff – wir sprechen nicht von der EVER GIVEN – würden 25 mal 300 = 7.500 Tonnen Schweröl verbrannt, um eine Ladung voller Dornakazien in die Hansestadt zu bringen.

Und so will der GRÜNE Senator Hamburgs Klimabilanz verbessern, indem dann anschließend die Namibischen Bäume in Hamburg zu CO2 verbrannt werden. Genial.

Man versteht gar nicht wieso Umweltschützer nun schon wieder etwas zu kritisieren haben an den findigen Grünen.

[….]  Keine Verbrennung von Buschholz aus Namibia in Hamburger Kraftwerken!  Breiter Protest aus der Zivilgesellschaft gegen das Vorhaben der Hamburger Umweltbehörde[….]  In einer gemeinsamen Stellungnahme sprechen sich Organisationen der Zivilgesellschaft und Wissenschaftler*innen gegen Pläne aus, Hamburger Kraftwerke wie das Heizkraftwerk Tiefstack mit Buschholz aus Namibia zu befeuern. [….]  Wegen des langen Transportweges und vor allem wegen Veränderungen der Landnutzung in Namibia wäre diese Form der Energieversorgung nicht klimaverträglich.   Das geplante Projekt ist auch nicht sozial gerecht, da der weitaus größte Teil der Wertschöpfung außerhalb Namibias stattfinden würde. Infolge einer Industrialisierung der Buschholz-Ernte würden zahlreiche Arbeitsplätze vernichtet. Profitieren würden in erster Linie Konzerne im globalen Norden, indem sie Maschinen und Transportfahrzeuge verkaufen und sich mit Rohstoffen versorgen könnten. [….]  Die angestrebte „Partnerschaft“ wird ausgerechnet mit Namibia gesucht, einem Land, das zwischen 1884 und 1915 als Deutsch-Südwestafrika unter deutscher Kolonialherrschaft stand.   „Der rot-grüne Senat in Hamburg soll das Projekt einer Biomasse-Partnerschaft mit Namibia stoppen. [….] 

(Robin Wood, 08.10.2020)

Die Umweltschützer am südlichen Ende der Welt sehen es ähnlich.

[…..] Gretchen Kohrs von der Organisation Earth Life im namibischen Windhoek ist trotzdem nicht begeistert. Das Holz, so sagte sie dem Deutschlandfunk, solle man doch lieber vor Ort verwenden, zum Beispiel für Schulmöbel und Holzhäuser. Und ein Kraftwerk vor Ort, das schon in Planung sei, sei geeigneter als eines in der fernen Hansestadt. Nach Angaben von Kohrs deckt Namibia seinen Strombedarf zu 60 Prozent mit dreckigem Kohlestrom aus den Nachbarländern. Zudem seien in Namibia 11.000 Menschen in der Holzkohleproduktion beschäftigt. Ein Teil dieser Arbeitsplätze könne durch den Holzexport gefährdet werden.   Auch den Nutzen für das globale Klima zweifelt sie an. "Büsche sind eine wichtige Kohlenstoffsenke", so Kohrs in einer Pressemitteilung. "Sie dürfen daher nur gezielt geerntet werden, was bei einem Export sehr großer Holzmengen nicht garantiert werden kann." [….]

(GEO, 03.12.2020)

Und wieder sehne ich mich in die schöne Zeit der SPD-Alleinregierung 2011-2015 zurück, als Olaf Scholz zusammen mit der Loki-Schmidt-Stiftung im großen Maßstab die zuvor von schwarzgrün gefällten Straßenbäume neu pflanzte und die sozialdemokratische Umweltsenatorin Jutta Blankau tatsächlich für die Umwelt arbeitete und nicht Bäume zum Verbrennen aus Südafrika kommen ließ.

Dienstag, 6. April 2021

Aus, Schluss, vorbei.

 Wenn Rezo sich über einen CDU-Anführer echauffiert und damit die vollkommen unpolitische VOLL-KRASS-Youtuber-Szene auf ein Thema gelenkt wird, das sie bisher gar nicht wahrnahm, weil sie nie in ihrer virtuellen „abgeholt wurde“ (die U35-Generation kann leider nicht Zeitung lesen oder TV-Nachrichten sehen), muss sich das Konrad-Adenauer-Haus Sorgen machen.

Die letzten beiden, die mit dem Faxgerät gegen Rezo vorgingen, waren Annegret Kramp-Karrenbauer und Philipp Amthor.

Die eine wurde erst den CDU-Vorsitz und dann die Kanzlerkandidatur los; der andere ging im Lobbysumpf unter und wird bis heute für seine auf dem Schoß von Markus Lanz sitzend „Ey Rezo, du alter Zerstörer“-Replik ausgelacht.

Gut möglich, daß Rezos aktuelles Ätz-Video einen der letzten Sargnägel an der Kanzlerkandidatur des NRW-Ministerpräsidenten darstellt.

Die lahme Lusche Laschet war zwar schon vor Ostern schwer angezählt, aber da handelte es sich noch um die Schlussfolgerungen des kleinen Kreises der politisch Informierten.

Nun gerät der CDU-Chef aber in den Zustand des „Generalverschisses“.

Das ungute Stadium, in dem sich alle Daumen bereits gesenkt haben, weil man schon zu viel falsch gemacht hat.

Laschets kontinuierlicher Misserfolg im Pandemiemanagement, seine Larmoyanz, die intellektuelle Schwerfälligkeit und die kleinteilige Extrawurst-Schreierei sind zu seinem Markenzeichen geworden.


Er ist derjenige, bei dem man nun schon die Augen verdreht, wenn er zu seinem Satz anhebt, weil wir alle schon erwarten, daß nun unnützer Unsinn folgen wird.

Den Zeitpunkt, sich als kompetenter Macher zu inszenieren, sich von den anderen Landesfürsten abzusetzen als derjenige, der das größte Land führt und als Bundesparteichef fungiert, ist lange vorbei.

Er ist nur noch einer von vielen. Einer wie Günther oder Hans. Einer, der im Gegensatz zu beispielsweise dem Hamburger Regierungschef Tschetscher mit seinen Prognosen ohnehin immer falsch liegt. Selbst wenn der Düsseldorfer MP nun einen genialen Corona-Plan vorweisen KÖNNTE, wäre es einfach zu spät, weil ihn niemand mehr ernst nimmt.

[….] Hätte Armin Laschet die Chance erkannt, die Notbremse gezogen und sich von seiner landespolitischen Brille befreit - er hätte im Bund-Länder-Tanz die Führung durch die dritte Welle übernehmen können. So bleibt ihm nur der hasenherzige Rückzug und die Hoffnung, dass die Seinen ihm die Kandidatur dennoch antragen werden, weil dies der Stolz der CDU gebietet. Nach Merkels Keulenschlag und dem Absturz in den Umfragen ist die Verwirrung jedoch groß und die Geschlossenheit fern. Zu hören ist lediglich das Brausen, ein heftiger Sturm. Die Feuerzungen lodern am Himmel. Gewiss ist: Nach Ostern kommt Pfingsten, in nur 50 Tagen. […..]

(Stefan Kornelius, SZ, 06.04.2021)

Die schwierige Aufgabe endlich einen sinnvollen Plan durchzusetzen und zumindest ein einheitliches Corona-Bild bei der CDU abzugeben, stellt sich aber gar nicht erst, weil der 60-Jährige strenggläubige Katholik über das heilige Osterfest eben nicht wie Jesus mit neuen Ideen wieder auferstand, sondern tumb im geistigen Koma weiterdämmerte.

Sein „Brückenlockdown“ ist ein hohles neues Wort.

Ein Plan ist es nicht. Laschets Denkpause war so unfruchtbar, daß es noch nicht einmal etwas gibt, worüber man diskutieren könnte.

[…… ]  Vizekanzler Olaf Scholz kritisierte Laschets Vorstoß und den Vorschlag, die Ministerpräsidentenkonferenz auf diese Woche vorzuziehen. "Es macht nicht Sinn, sich zusammenzusetzen, ohne dass man sorgfältig das, was man dort beschließt, auch vorbereitet hat", sagte der SPD-Politiker. Zugleich monierte er, Laschet habe als NRW-Ministerpräsident trotz hoher Infektionszahlen nicht alle vereinbarten Regelungen eingehalten und nicht konsequent Ausgangsbeschränkungen in betroffenen Regionen eingeführt.   Auch im Kreis seiner Länderkollegen stieß Laschets Vorstoß auf Kritik. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller lehnte den Vorschlag ab, die nächste Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen. Dazu seien noch zu viele Fragen offen, sagte der SPD-Politiker dem ARD-Hauptstadtstudio. Er glaube, Laschet habe viele Überlegungen noch nicht abgeschlossen, sagte Müller, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. […..]

(Tagesschau, 06.04.2021)

Die CDU ist ein einziges Elend. Nach 14 Monaten Pandemie ist der Parteichef noch immer so hilflos und unkonkret, daß er noch nicht einmal etwas vorlegen kann, das man kritisieren könnte.

Laschet ist also offensichtlich nicht der Mann, der Kanzler kann.

Vielleicht sollte man es positiv sehen und froh sein, die Tatsache klar erkannt zu haben, bevor er als Kandidat in die Wahl geht.

Noch schlimmer ist allerdings, daß diejenige, die das Amt ausübt, das Laschet so gern hätte und das er wohl nicht bekommen wird, seit ihrer allgemeinen Ministerpräsidentenschelte von vor anderthalb Wochen bei Anne Will auch abgetaucht ist und mal wieder so tut, als ob sie als Frühstückspräsidentin nichts mit Politik zu tun hätte.

[…..] Die Kanzlerin ist abgetaucht und den potenziellen Nachfolgern fehlt die Macht: Mitten in der dritten Welle leistet sich Deutschland ein gefährliches Machtvakuum. Das könnte die Union teuer zu stehen kommen. […..]

(Kommentar von Alfred Schmit, ARD, 06.04.2021)

Nach der erneuten Grünen Underperformance stehen daher die Zeichen auf einen Bundeskanzler Markus Söder.

Da gehe ich mir lieber die Finger in der Autotür klemmen.

[….] tagesschau.de: CDU-Chef Armin Laschet hat sich für einen "Brücken-Lockdown" ausgesprochen. Ist das eine gute Idee?

Oliver Keppler: Ich glaube nicht, dass dieser Begriff wirklich sinnvoll ist. Letztlich geht es doch darum, dass wir bei steigenden Inzidenzen eine weitere Verschärfung von Maßnahmen brauchen. Und da ist völlig klar, dass jetzt ein harter Lockdown kommen muss. [….] Die vergangenen Wochen haben doch gezeigt, von wie vielen unvorhersehbaren Faktoren die Impfkampagne beeinflusst werden kann. Die verfügbare Menge der Impfstoffe ist aktuell das Nadelöhr.

tagesschau.de: Also in zwei bis drei Wochen - der Zeitraum, den Laschet für einen sogenannten Brücken-Lockdown ins Spiel gebracht hat - wird es noch keine Erleichterung durch das Impfen geben?

Keppler: Nein, das ist reines Wunschdenken. Wer glaubt, die Infektionszahlen dieser dritten Welle in den kommenden Wochen in irgendeiner Weise durch das Impftempo in Deutschland beeinflussen zu können, hängt einer Illusion nach. [….]

 (Prof. Oliver Keppler, Vorstand des Max von Pettenkofer-Instituts, 06.04.2021)

Montag, 5. April 2021

KKK – Teil II

Die Drei-K-Alliteration steht selten für etwas Gutes.

Ku-Klux-Klan, Katechismus katholische Kirchen, Katzenkratzkrankheit, Küche-Kinder-Kirche, Kirchen-Kreis-Konferenz, Kernkraftwerk Krümmel.

Die Kombination Kinder, Konservativ und Kirche ist für die betroffenen Kinder besonders übel.

Keine kirchliche Erziehungsanstalt, die zumindest in der Vergangenheit systematisch sexuelle Übergriffe und brutale Körperstrafen in Repertoire hatte.

Es ist schon auffällig, daß gerade diejenigen, die sich qua Autorität und Moral dazu berufen fühlen Kinder zu erziehen, so stark zum Sadismus neigen.

(…..) Aus Perspektive des Patriachats ist es ohnehin Aufgabe der Frauen sich um Kinder zu kümmern und das bitte schön zu Hause; nicht im Zentrum des Interesses. Abseits der wirklich wichtigen Dinge.

So segelten Myriaden Nonnen weltweit unter dem Radar der Öffentlichkeit und konnten die ihnen anvertrauten Kinder nach Herzenslust quälen, schlagen, missbrauchen und ausnutzen.    Nicht wenige Kinder trieben sie in den Selbstmord und brachten sie gleich selbst um. Immer streng den Regeln ihrer Bibel folgend, die ausdrücklich verlangt die kleinen Sünder brutal zu schlagen.

[…..] (3,11) Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, widersetz dich nicht, wenn er dich zurechtweist.

(3,12) Wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater seinen Sohn, den er gern hat.

2.Die erste Salomonische Spruchsammlung:  (10,1-22,16)

 (12,1) Wer Zucht liebt, liebt Erkenntnis, wer Zurückweisung hasst, ist dumm.

 (13,18) Armut und Schande erntet ein Verächter der Zucht, doch wer Tadel beherzigt, wird geehrt.

 (13,24) Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn, wer ihn liebt, nimmt ihn früh in Zucht.

 (15,5) Der Tor verschmäht die Zucht des Vaters, wer auf Zurechterweisung achtet, ist klug.

 (17,25) Ein törichter Sohn bereitet seinem Vater Verdruss und Kummer seiner Mutter, die ihn geboren hat.

 (19,18) Züchtige deinen Sohn, solange noch Hoffnung ist, doch lass dich nicht hinreißen, ihn zu töten.

 (19,29) Für die Zuchtlosen stehen Ruten bereit und Schläge für den Rücken der Toren.

 (20,30) Blutige Striemen läutern den Bösen und Schläge die Kammern des Leibes.

3.Die Worte von Weisen/Mahnungen:  (22,17-24,33/23,12-35)

[…..] (23,13) Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht; wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben.

 (23,14) Du schlägst ihn mit dem Stock, bewahrst aber sein Leben vor der Unterwelt.

4.Die zweite Salomonische Spruchsammlung: (25,1-29,27)

[…..] (29,15) Rute und Rüge verliehen Weisheit, ein zügelloser Knabe macht seiner Mutter Schande.

 (29,17) Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Verdruss ersparen und deinem Herzen Freude machen.

DAS BUCH JESUS SIRACH:

[…..] (7,23) Hast du Söhne, nimm sie in Zucht.

 (7,24) Hast du Töchter, zeige dich ihnen nicht allzu freundlich.

2.Missratene Kinder und Unbelehrbare Toren: (22,3-18)

[…..] (22,3) Schande für den Vater ist ein missratener Sohn, eine missratene Tochter ist ihm zur Schmach geboren.

 (22,5) Die trotzige Tochter bereitet dem Vater und dem Gatten Schande, von beiden wird sie verachtet.

 (22,6) Wie Musik zur Trauer ist eine Rede zur falschen Zeit, Schläge und Zucht aber zeugen stets von Weisheit. […..]

(Zitiert nach Christian Dicker)

Bis heute werden die Hunderttausenden Kinder, die in Deutschland bis in die 1980er Jahre in christlichen Heimen grauenvoll gequält, versklavt und ihren Familien entrissen wurden, einfach verdrängt.    Die Kindersexskandale der katholischen Priester überlagern alles. Auch die EKD macht sich einen schlanken Fuß und tut so als ob nichts gewesen wäre. (……)

(Genugtuung, 03.11.2019)

Man könnte meinen; nach den Erfahrungen der letzten hundert Jahre, sollten Eltern im 21.Jahrhundert davon absehen ihre Kinder auf Schulen zu schicken, die sich ausdrücklich nach christlichen Unwerten richten.

Das Gegenteil ist der Fall, Konfessionelle Schulen erleben weltweit einen regelrechten Boom. Es gibt 689 katholische Schulen in Deutschland.

[….]  Aktuell besuchen rund 214.000 Schülerinnen und Schüler eine der derzeit insgesamt 1.135 evangelischen Schulen in Deutschland. Dabei übersteigt die Nachfrage regelmäßig die zur Verfügung stehenden Schulplätze. Dies unterstreicht sowohl die Attraktivität als auch die Zukunftsfähigkeit evangelischer Schulen. [….]

(EKD)

Hinzu kommen freikirchliche Einrichtungen, evangelikale Bildungsanstalten und die christlichen Bekenntnis-Schulen.

[…] Christliche Privatschulen: „Kinder finden hier glaubwürdige Vorbilder“

Privatschulen haben in Deutschland deutlichen Zulauf. Ihre Schülerzahlen steigen. [….]

(PRO, 12.08.2019)

Wer es sich leisten kann, gibt seine Gören auf eine christliche Privatschule – am liebsten auf eins der weltberühmten englischen Elite-Internate.

Da konservative Christen die Kinder gern nach Geschlechtern getrennt unterrichten – wir erinnern uns; Mädchen sind nach kirchlichem Verständnis minderwertig – wird ein Biotop erschaffen, in dem nicht nur die geistlichen Lehrer die Kinder misshandeln und vergewaltigen.

Die homosexuelle Vergewaltigung wird so vorgelebt, daß die Jungs nicht nur von den Erwachsenenmisshandelt werden, sondern ähnlich wie unter Soldaten und Gefängnisinsassen auch untereinander sexuelle Gewalt angewendet wird. Die stärkeren und älteren Schüler vergewaltigen die Jüngeren.

[….] Sie haben teils eine lange Tradition – und stehen für eine erstklassige Ausbildung: britische Elite-Schulen wie zum Beispiel das Eton-College. Genau dort soll es in der Vergangenheit zu zahlreichen, teils schweren, sexuellen Missbräuchen gekommen sein. Schlimme Schilderungen sorgen derzeit für Entsetzen im Königreich.  Frauenfeindliche Sprüche, veröffentlichte Intim-Fotos, Vergewaltigungen: Auf der britischen Betroffenen-Website „Everyone's Invited“ sind bislang um die 10.000 Berichte schlimmer sexualisierter Gewalt gegen junge Menschen eingegangen. [….] Besonders schockierend sind Schilderungen von Fällen, in denen Schülerinnen und Schüler schon mit elf Jahren missbraucht worden sein sollen. Ob durch Lehrpersonen oder Mitschüler ist noch nicht bekannt. Neben der Jahrhunderte alten, elitären Jungen-Schule Eton College, auf die auch Briten-Prinz Harry ging, ist auch das ebenso traditionsreiche St. Paul's College betroffen. Dies berichtet die Londoner „Times". [….] Mehrere hundert aktuelle und frühere Schüler und Schülerinnen beschreiben in einem der „Times“ und dem Sender BBC vorliegenden Dossier eine „Kultur der Vergewaltigung“, in der sexuelle Übergriffe und Belästigungen an der Schule bekannt waren und offenbar toleriert wurden. [….]

(MoPo, 02.04.2021)

Wegen der stärkeren Stigmatisierung männlicher Vergewaltigungsopfer, melden sich in erster Linie tausende Mädchen mit Missbrauchserfahrungen an englischen Eliteschulen.

Es liegt in der Natur der Sache, daß männliche Vergewaltigungsopfer, die eine regelrechte Kultur der Pädo-Gewalt erfahren später selbst zu Tätern werden.

[….]  Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass der systematische Missbrauch von Kindern keineswegs nur die Domäne heuchlerischer Priester ist, die mit ihrem Zölibatsgelöbnis ringen. Der Unterschied liegt darin, dass sich die Vergehen in der katholischen Kirche an der Institution festmachen lassen. In den Erinnerungen britischer Internatszöglinge sind die Übergriffe, denen vor allem Jungen durch Lehrer und durch ältere Mitschüler ausgesetzt waren, ein stets wiederkehrendes Motiv. Von dem für die Härte seiner Prügel berüchtigten Leiter des Internats Eton, der im sechzehnten Jahrhundert wegen Sodomie verurteilt und dennoch nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zum Direktor der Westminster-Schule ernannt wurde, über den Leiter von Harrow, der als vorbildlicher Pädagoge galt, aber 1853 kleinlaut den Hut nehmen musste, um nicht als Päderast entlarvt zu werden, bis hin zu jüngst aufgedeckten Fällen an verschiedenen Grundschulinternaten wurde über die Skandale meist der Mantel des Schweigens gelegt. Als die Zeitung „Independent“ vor einigen Jahren einen Bericht über die „verletzten Überlebenden des Internatssystems“ veröffentlichte, die ihre Kindheitserfahrungen durch nachträgliche Therapien zu verarbeiten suchten, schilderte ein anonymer Leser, wie die Kinder in seiner Schule verprügelt und sexuell missbraucht worden seien und sich ihrerseits zueinander „wie Tiere“ verhalten hätten: „In den fünfziger Jahren glaubte niemand, dass es schädlich sei - die barbarischen Akte waren ,charakterbildend'. [….]

(FAZ, 28.03.2010)

Sonntag, 4. April 2021

Ohne Nazivergleich machen sie es nicht

Zu den allerschlimmsten perfidesten, lügnerischsten, heuchlerischsten, gemeingefährlichsten, verabscheuungswürdigsten, bösartigsten und moralisch verkommensten US-amerikanischen Politikern gehören neben König Trump die Senatoren Cruz, Hawley und Graham außerdem noch die „Brownnoser“ Jim Jordan, Matt Gaetz, Mo Brooks, Roger Stone, Richard Grenell, Kayleigh McEnany, Steven Miller, Jason Miller, Kellyanne Conway, Corey Lewandowski, Matt Schlapp, Rudy Giuliani und viele andere mehr.

Da so gut wie alle von ihnen auch kriminell sind und auffällig viele zu sexueller Gewalt neigen und sich mit Kinderprostitution einlassen, ist es natürlich traurig ihr Idol Trump der Begnadigungs-Power beraubt zu sehen.

Es wird interessant sein in den nächsten drei Jahren zu beobachten, wie diese Blase der Abscheulichkeiten aus dem Knast heraus- und ins Weiße Haus hinein-strebt.

Die rechten Medienplattformen bleiben ihnen nicht nur, sondern radikalisieren und vervielfältigen sich sogar.

Diese Subhumanen leben in ihren eigenen Hass-Blasen und sind für Fakten nicht mehr zu erreichen. Die jüngsten Mass-Shootings beweisen es.

Große Teile des US-amerikanischen Volkes sind endgültig verloren und gehören nicht mehr zur Konsensgruppe der Aufgeklärten, die an Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, an Bildung und Wissenschaft glauben.

Es bereitet mir aber durchaus überraschend optimistische Eindrücke wie systematisch und erfolgreich Joe Biden damit vorankommt, Trumps Scherbenhaufen aufzuräumen.

In für deutsche Verhältnisse Lichtgeschwindigkeit werden alle US-Amerikaner geimpft, es wurden bereits eine Million neue Jobs geschaffen, die ökonomischen Daten sind rekordverdächtig und offenbar kommt tatsächlich das schon 2007 von Obama versprochene gewaltige Infrastrukturprogramm, das die USA so dringend benötigen. Noch einmal drei Trillionen US-Dollar sollen dafür ausgegeben werden und als gigantisches Konjunktur- und Arbeitsbeschaffungsprogramm wirken.

Angesichts dieser Dimensionen denke man besser nicht an das deutsche Ruckel-Internet und die trüben Tassen in Düsseldorf und Berlin, wenn man nicht in Depressionen verfallen möchte.

Möglicherweise geht es den Amerikaner nach drei Jahren Biden-Harris so erheblich viel besser, daß doch einige der 75 Millionen Trump-Wähler bei der Methode bleiben möchten, statt wieder auf Ideologie und Spaltung zu setzen.

Wenn nur jeder fünfte Trump-Voter 2021 demokratisch stimmt, können 60 Millionen weiterhin enthirnte Hassideologen bleibe, ohne daß die Gefahr besteht noch einmal einen derartig wahnsinnigen Verbrecher zum US-Präsidenten zu wählen.

Richard Grenell, ultrafanatischer Hetzer mit 585.000 Twitter-Followern ist als ehemaliger US-Botschafter in Berlin aus deutscher Perspektive natürlich besonders interessant.

In seinem Dunstkreis bewegen sich Laschet-Berater Hendrik Streeck und die Familie Jens Spahn.

So wie seine Trump-Idole Goebbels-Sprache verwenden, greift auch „Deutschland-Experte“ Grenell zu NS-Vergleichen.

Wie Naidoo oder „Jana aus Kassel“ greift er in die allerunterste moralische Schublade, um gegen Impfungen zu polemisieren.

Impfgegner sind für ihn wie Holocaust-Opfer.

Richard Grenell wurde von Trump zum Mitglied des „US HOLOCAUST MEMORIAL COUNCIL“ berufen und verwaltet damit das Holocaust-Museum in Washington.

Er gilt als republikanischer Herausforderer des demokratischen Gouverneurs von Kalifornien Gavin Newsom.

[….] A former ambassador to Germany during the Trump administration and potential Republican challenger to Gov. Gavin Newsom in the event of a recall vote has found himself in hot water this week over a tweet comparing “vaccine passports” to the Nazi persecution of Jews.  Richard Grenell, a board member of the U.S. Holocaust Memorial Council in D.C., a staunch Trump ally and a frequent Newsom critic, assailed the idea of vaccine passports by tweeting out a photo on March 29 of actor Christoph Waltz playing a Nazi SS colonel in the 2009 film “Inglourious Basterds.”

“You’re hiding unvaccinated people under your floorboards aren’t you?” the photo says, with Grenell adding the accompanying text, “Speak up now. #slipperyslope.”   The reference is to a scene where Waltz, whose character is known as “The Jew Hunter,” discovers (and orders the execution of) a family of Jews and says to the farmer hiding them, “You’re sheltering enemies of the state, are you not?”

Some conservatives and libertarians say vaccine passports, which would allow those inoculated against Covid-19 to participate in certain activities, such as dining, working out at gyms and traveling, would violate civil liberties. [….][….] David Harris, CEO of the American Jewish Committee, tweeted at Grenell, saying he agreed with his 2019 tweet and adding, “Comparing anti-vaxxers to Nazi victims is so totally off-base, all the more so for ex-US envoy to Germany. Surely, other ways exist to make your point. Please reconsider.” [….]

(JWeekly, 30.03.2021)

 

Samstag, 3. April 2021

Mittelkatholiken auf Abwegen.

 Michael van Laack, ultrarechter und erzkatholischer Verschwörungstheoretiker, der auf PP Pseudotheologisches verbreitet, ist ein Fanatiker.

Das kann ich akzeptieren. Er hasst eben nicht nur Muslime, wie die meisten Rechten, sondern mit großer Inbrunst auch alle anderen, die nicht genau seinen sadomasochistischen mittelalterlichen Opus Dei-Kurs verfolgen.

Bei ihm weiß man woran man ist. Egal ob Atheist, Protestant, Hindu, Agnostiker oder gelegentlicher Feiertags-Katholik – alle landen in der Hölle und werden auf ewig verdammt und gequält, während sie von den oben im Himmel im Luxus schwelgenden David Berger, Joseph Ratzinger, Rainer-Maria Woelki und van Laack ausgelacht werden.

[…..]  Gott würfelt nicht!  […..]   um uns die Furcht vor dem biologischen Tod zu nehmen und die Hoffnung zu schenken, das mit ihm nicht alles endet. Erst dadúrch erhält unser Tun und Lassen Sinn und Ziel! Nur durch den Glauben an Christus vermögen wir, gutes und schlechtes Handeln effektiv voneinander zu unterscheiden. […..]  Liebe Atheisten, Humanisten oder wie auch immer ihr Euch versteht: Sterben müssen wir alle. Deshalb ist das Überkübeln der Christen und anderer gläubiger Menschen mit Eurem Spott und Eurer Häme letzten Endes nur Windhauch. Denn erst nach dem biologischen Tod wird klar, wer recht hatte. Wenn Ihr recht haben solltet, spielt es keine Rolle, denn ihr könnt dann nicht mehr in Triumphgeheul ausbrechen.  Sollten aber wir, die wir an diesen Gott glauben, recht haben, wird das für den ein oder anderen nicht nur ein Augenöffner sein, sondern der erste Blick in die für ihn vermutlich trostlose, weil gottferne Ewigkeit. […..]  (MvL, PP, 02.04.2021)

Mit den van Laacks dieser Welt kann ich gut coexistieren. Ich bin kein Agnostiker, der sich ein Hintertürchen offen halten muss.

Aber ich stimme mit dieser Sorte Katholiken immerhin in einem Punkt überein: In den Himmel Gottes, der solche Typen aufnimmt, will ich gar nicht.

Das sind grundsätzlich perfide, intolerante, wir-sind-besser-als-die-Hassideologen, wie es sie nun einmal gibt, weil wir bloß gewöhnliche Homo Sapiens auf unserer gegenwärtigen Evolutionsstufe sind.

Eine noch so niedrige Form, daß unser Humanismus noch unterentwickelt ist. So unterentwickelt, daß wir uns massenhaft gegenseitig abmurxen, Flora und Fauna ruinieren, sowieso Macht und Ressourcen kontinuierlich mehr auf einige wenige zum Schaden der meiste konzentrieren.

Wir sind aber immerhin prinzipiell geistig so weit entwickelt, um unsere sehr kurze und für das Universum völlig irrelevante Lebensspanne zu begreifen.

Das heißt also, sich des eigenen Verstandes und der Kunst zu bedienen, um das eigene Leben individuell auszukosten und den anderen Lebewesen nicht zu schaden. Das Hier und Jetzt zu gestalten, statt auf irrationale Jenseitsversprechen zu hören und über die unabänderliche Tatsache der eigenen Endlichkeit zu verzweifeln.

Viele Katholiken sind anders als Berger/Mixa/van Laack/TVE durchaus angenehme Zeitgenossen. Sie können die freundlichsten Menschen sein; einige sind gar hochgebildet – wenn auch Bildung genrell die Wahrscheinlichkeit minimiert religiös zu sein.

Aber es gibt die Inselverarmungen im Gehirn, die es auch einigen Hochintelligenten ermöglicht irrationalen Jenseits-Glaubensvorstellungen von sprechenden Schlangen und Wasser, der sich in Weine verwandelt anzuhängen.

Gläubige, missionarische Katholiken, die nicht vollkommen die Augen vor der Realität verschließen, können einem leidtun.

Sie sind so etwas wie Impfskeptiker im Jahr 2 der Corona-Pandemie.

Im April 2020 verbreiteten sie mit Naidooisch-stolzer Empörung, es werde sich ohnehin niemand impfen lassen, weil offensichtlich alles ein Gates-Soros-Komplott wäre. Wer unter den Impfkritikern kein totaler Aluhut à la Hildmann ist, muss im April 2021 begriffen haben, daß weltweit 2,9 Millionen Covid19-Tote real sind, daß das Sterben an SarsCoV-2 auch auf deutschen Intensivstationen grausam und brutal ist, daß Empörung und die Verbreitung von Verschwörungstheorien nicht helfen.

„Back to normal“ gibt es nur mit massenhaften Impfungen. Es gehört schon extrem viel Gaga-Fanatismus dazu. Im Sommer 2021 immer noch eine Moderna- oder Biontech-Impfung zu verweigern, nachdem sich hunderte Millionen Geimpfte eben nicht in Reptiloiden verwandelt haben.

Matthias Drobinski, der in diesem Blog so oft zitierte fromme SZ-Mann für alles Kirchliche sitzt in diesem Katholiken-Dilemma.

Er ist natürlich nicht dumm, nicht ungebildet und nicht fanatisch genug, um die katastrophalen Entwicklungen der Katholiken in Deutschland zu übersehen.

Massenhafter Mitglieder-Exodus, Kindersexskandale, Finanzskandale, moralisches Totalversagen des Klerus, abstoßende Sexualpolitik, heuchlerische Selbstbereicherung, outdatete Schwulenfeindlichkeit, ostentativer Unwillen und Unfähigkeit aus den eigenen Fehlern zu lernen.

Drobinski versteht die Gründe, weswegen die Menschen mit dieser RKK nichts mehr zu tun haben wollen sehr gut. Das macht ihn sehr traurig.

Wer bleibt schon gern zahlendes Mitglied einer Kirche, die zweifellos eine globale Kindersexorganisation ist?

(…..) Eins der größten Rätsel des deutschen Journalismus wird für mich immer die Frage sein, wieso sich die an sich hochvernünftigen SZ-Chefredakteure Heribert Prantl, Kurt Kister und Wolfgang Krach immer noch den frommen Katholiken Matthias Drobinski, 52, als Redakteur halten.

Nicht nur, daß es ohnehin völlig absurd ist einen hochbefangenen Kirchenfuzzi über Kirchenthemen schreiben zu lassen, so ist Drobinski auch noch von einer schweren Echolalie befallen und schreibt in seinem stets larmoyanten Ton auch immer wieder das Gleiche:

Hach, wie traurig, die Kirche verliert Mitglieder und die Pfaffen sind frustriert. Dabei ist Franzl doch so super. Menno! Es kann aber nicht nur am Zölibat meiner heißgeliebten katholischen Kirche liegen, weil die Protestanten mindestens genauso schrumpfen. (Ätschibätsch)

Die Ursachen für das Wegsterben des kirchlichen Lebens sind also irgendwie ganz kompliziert. Das ist eine große Aufgabe für die Bischöfe und alles ist ganz furchtbar traurig, weil die Kirche doch so wichtig ist!

Die SZ verfügt über einige der besten Edelfedern Deutschlands – was wäre es für eine Wonne, wenn man auch zu kirchlichen Themen Spitzenjournalismus aus München bekäme. (…..)

(Auslaufmodell, 01.03.2017)

Das Schwinden des Katholizismus in Nordamerika und Europa ist eine Tatsache, die Drobinski natürlich nicht abstreitet. Er ist ja nicht blöd.

Während aber Humanisten diese Entwicklung begrüßen und daher Kardinal Woelki als Helden des Atheismus feiern und lobpreisen, ist Drobinski zu sehr Religiot, um zu verstehen, welche Chance und Erleichterung ein von dem toxischem Einfluss des Katholizismus befreites Deutschland wäre.

Genau an diesem Punkt setzt seine Inselverarmung ein und in seinem traditionellen langen Osterleitartikel in Deutschlands größer seriöser überregionaler Zeitung folgt nach der rational-larmoyanten Fehleranalyse nun der irrationale Teil, in dem er in blanken Unsinn abrutscht.

[…..]  Vielen Christen bleibt dieses Jahr ihr Halleluja in der FFP2-Maske stecken. Soll man noch glauben, inmitten von Missbrauchsskandalen, Korruption und der Musealisierung des Christentums? Dabei könnte gerade die christliche Hoffnung auf Erlösung durch die Pandemie helfen. [christliche Wissenschaftsfeindlichkeit hat uns erst in dieses Desaster gestürzt –T.]  […..]  Und dann sind die großen christlichen Kirchen, die doch eigentlich die Superspreader der Osterfreude sein sollten, [Eine Formulierung wie Fingernägel auf der Schiefertafel!-T.]   […..]  Was also würde fehlen, würden die Kirchen […..]   zur marginalen Größe schrumpfen? […..]   der Staat oder private Träger würden die Krankenhäuser und Sozialstationen übernehmen. Ob die Welt dadurch besser würde [Ja! Endlich bessere Arbeitsverträge für das Personal, Antidiskriminierungsregeln würden greifen, Arbeitsschutz, Tarifverträge, Lesbische Kindergärtnerinnen würden nicht mehr gefeuert und endlich könnten auch Muslime, Hindus, Juden und Atheisten eingestellt werden!]  […..]  Schwerer zu verkraften wäre das Verschwinden der Gemeinden, der Gemeinschaften jener Menschen, die nicht insulär und selbstbezogen leben wollen. [Das ist eine sagenhafte Unverschämtheit. Selbstbezogenheit, Fernstenhass, wir-sind-besser-als die-Ideologie sind Charakteristika der Christen!]  Im Idealfall sehen sie Arme und Einsame, Flüchtlinge und Kriegsopfer als ihre Nächsten an, üben sich in nachhaltigem Lebensstil oder stricken Socken für den Adventsbazar. Das tun andere Menschen, Bewegungen, Vereine auch, doch nur die Kirchen versammeln so viele so unterschiedliche Menschen, damit sie über ihren eigenen Horizont hinausschauen. [Das Gegenteil ist wahr – die katholische Kirche akzeptiert eben keine Andersgläubigen in ihren Organisationen. Der Hamburger Erzbischof ließ 2020 verdiente Mitarbeiter der Obdachlosenhilfe Alimaus mit dem Kältebus feuern]  […..] Aber was wäre, wenn er weg wäre, der Glaube an die Auferstehung, den Sieg des Gefolterten über den Tod? Er wäre nicht zu ersetzen wie der Religions- durch den Ethikunterricht. Dass es da etwas geben könnte jenseits des Todes, ist eine genuin religiöse Zuversicht. Sie lebt davon, dass sich Menschen zum Gedächtnis an Jesu Tod und Auferstehung versammeln und das Halleluja zumindest mitsummen. [Was für ein sagenhafter Unsinn, welche Anmaßung!] […..] Auferstehungsglauben […..] wird dringend gebraucht gegen jene Erlösungsfantasien, die in die Hölle auf Erden führen können: Sei mächtig, schön und fit; kaufe und konsumiere. Er hilft gegen den Wahn, man müsse sein Leben immer im Griff haben. […..]

(SZ, 03.04.2021)

In derselben SZ-Ausgabe wird eine ganze Zeitungsseite für Birthe Mühlhoff freigeräumt, um „sieben Gründe für ihr Verbleiben“ in der frauenfeindlichen Kindersexorganisation RKK auszubreiten.

 Kinderfi**en? Finanzier ich gern weiter!

Engagierte gebildete katholische Frauen sind noch seltsamer als die Mosebachs und Drobinskis.

Martina Schäfer-Jacquemain, Theologin und Supervisorin der Katholischen Hochschulgemeinde Köln, kurz KHG, ist scheinbar nicht die hellste Kerze auf der Torte.   Resigniert stellt sie fest:

[….] Martina Schäfer-Jacquemain spricht aus, was sich manch andere nicht trauen offen zu sagen: „Ja, das ist ein großer innerer Schmerz. Also, es ist ja beides. Es ist die Kränkung ständig, die ich als Frau erlebe, und aber auch als Hauptamtlerin eigentlich deutlich von dieser Kirche gezeigt zu kriegen: Du bist hier nicht mehr gewollt. Aber ich habe auch Theologie studiert, wie die ganzen anderen Herren in der Bistumsleitung, und ich habe auch einen Traum von Kirche und ich bin genauso Kirche wie die. Und das ist mein Auftrag, auch wenn ich den anders lebe, als die Amtskirche das scheinbar von mir will.“ [….]

(Deutschlandfunk, 01.04.2021)

Soso, und im Theologiestudium ist ihr nie aufgefallen, was in KKK und Bibel über die Rolle der Frau steht?

Ihr hat nie die Tatsache zu denken gegeben, daß von weltweit 414.582 Priestern 414.582 Männer sind, daß von weltweit 5.389 Bischöfen genau 5.389 Männer sind und daß von weltweit 227 Kardinälen 227 Männer sind?
KÖNNTE sie da nicht eine Ahnung bekommen haben, wie es um die Karrierechancen von Frauen in der RKK aussieht?

Die Ansichten der bedeutendsten christlichen Kirchenlehrer sprechen eindeutig nicht dafür, daß Weibsbilder Führungsrollen übernehmen sollten.

"...der Gang, wie sich die göttliche Lehre verbreitet: Von Gott zu Christus, von Christus in den Mann und von diesem in das Weib hinab. Umgekehrt verbreitet sich die teuflische Lehre: Sie kommt zuerst in das Weib, denn dies besitzt weniger Unterscheidungsvermögen."

(Alexander von Hales, 1185-1245, Lehrer des Thomas von Aquin)

"Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen."

(Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430)

"...wer mag alle leichtfertigen und abergläubischen Dinge erzählen, welche die Weiber treiben...es ist ihnen von der Mutter Eva angeboren, daß sie sich äffen und trügen lassen."

(Martin Luther)

"Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen. Die Frau ist ein Mißgriff der Natur... mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuß und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger...eine Art verstümmelter, verfehlter, mißlungener Mann...die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann."

(Thomas von Aquin, hl., Kirchenlehrer, 1225-1274)

Freitag, 2. April 2021

Langsame Leute

Joe Laschet posiert, prahlt und postet in immer schnellerer Frequenz Instagram voll. First Son Of Germany zu werden, sein ganz großer Traum, der seine Socialmedia-Reichweite und damit auch seine Gagen in die Höhe triebe, war eben noch zum Greifen nahe.

Nun aber kommt Panik auf; sein Papi scheint die sicher geglaubte Merkel-Nachfolge auch als Bundeskanzler gerade endgültig zu verspielen.

Joe Laschet, von Beruf Sohn, kann leider nicht helfen, da alles was er vermag das Sohn-Sein an sich ist.

Und so erlebt die fromme katholische Laschet-Familie den Karfreitag besonders traurig – und das obwohl sie sich selbst ausgeda, äh, obwohl sie selbst streng wissenschaftlich recherchierten, direkte Nachfahren Kaiser Karls, des Großen (Karolus Laschetus Magnus, 747 bis 814) zu sein.

[….] War's das für Laschet?   Kurz vor der Entscheidung über die K-Frage schwindet in der CDU der Rückhalt für Parteichef Armin Laschet. Viele Abgeordnete fürchten, mit ihm an der Spitze ihr Mandat zu verlieren – und setzen auf Markus Söder. [….]

(Spon, 02.04.2021)

[….] Bei der Frage nach dem Kanzlerkandidaten der Union liegt CSU-Chef Markus Söder in der Gunst der Bevölkerung weiter deutlich vor dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet. In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD- „Deutschlandtrend“ legte der bayerische Ministerpräsident im Vergleich zur vorherigen Umfrage noch einmal um drei Punkte auf 54 Prozent zu. Nordrhein-Westfalens Regierungschef Laschet sackte dagegen um drei Punkte auf 19 Prozent ab.  Bei den Anhängern von CDU und CSU ist das Bild noch klarer: Vier Fünftel der Unionsanhänger (79 Prozent) halten Söder für einen guten Kanzlerkandidaten, bei Laschet glauben dies nur 29 Prozent der Unions-Anhänger. [….]

(FR, 02.04.2021)

Und als wäre das alles noch nicht ärgerlich genug; kommt nun, im April 2021 ein völlig neues Problem hinzu.

Es nennt sich „Pandemie“ oder so ähnlich. So genau kann Armin Laschet das noch nicht sagen. Das trifft Deutschland zu Ostern so unerwartet und überraschend. Niemand weiß, was man dagegen unternehmen könnte.

[…..] Die Bevölkerung ist vernünftiger als Teile der Politik. Bürger verstehen gut, dass es Tragödie wäre, kurz vor rettender #Impfung noch schwer zu erkranken. Dabei wäre mit #Testpflicht in #Schulen und #Betrieben, #HomeOffice-Pflicht plus Nacht-#Ausgangsbeschränkung die 3. Welle gebrochen. […..]

(Prof. Karl Lauterbach, 01.04.2021)

Zwei Drittel der Bevölkerung preschen mit ihren Ansichten vor. Wie können die das beurteilen? Hatten die etwa schon Zeit sich Gedanken über dieses Pande-Dingsbums zu machen?

So überstürzt zu handeln ist aber auch ein bißchen unfair gegenüber denjenigen, die von Natur aus etwas langsamer denken und noch ein bißchen Zeit brauchen.

[….] Manche handeln, Laschet will nachdenken

Angesichts der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärfen einige Bundesländer die Maßnahmen. CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Laschet sieht offenbar noch keinen akuten Handlungsbedarf, er will erst einmal weitere Schritte prüfen.  [….] Auch in Niedersachsen, wo regional ebenfalls Ausgangsbeschränkungen beschlossen sind, sieht sich die Landesregierung zu weiteren Maßnahmen gezwungen. So wird nach den Osterferien eine Corona-Testpflicht für den Schulbesuch eingeführt. [….] Auch Hamburgs Senat sieht sich zu neuen Maßnahmen gezwungen. Neben einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung ab Karfreitag sollen die Kindertagesstätten nach Ostern wieder in den erweiterten Notbetrieb gehen. [….] Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen dagegen gibt es bislang keine weiteren Verschärfungen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) [….]  sagte, es müsse jetzt gut überlegt werden, was wirkungsvoll sei. […..]

(Tagesschau, 01.04.2021)

Der arme Ministerpräsident von Nordrhein Westfahlen. Nun prasseln all diese neuen Informationen auf ihn ein, die er nicht versteht.   Wenigstens hat er drei echte Experten in seiner engsten Umgebung, die ihn beraten und die er versteht.

1)   Seinen Sohn Joe, der sehr sehr schön ist.

2)   Hendrik Streeck, der zwar ständig Unsinn erzählt, aber dafür eng mit Hardcore-Trumpfanboy Richard Grenell und Spahn-Ehemann Daniel Funke befreundet ist.

3)   Nathanael Liminski, Dunkelkatholik und Chef der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei, gehört zum Opus Dei, hat vorehelichen Geschlechtsverkehr und die Homoehe als Wurzel allen Übels ausgemacht.

Bessere Experten kann es nicht geben.
Die werden sich dieser völlig neuen Situation nun annehmen und gemeinsam mit ihrem frommen Armin nachdenken.

Leider kennt man in Düsseldorf auch keine Erfahrungen anderer Länder und anderen Handlungsoptionen.

[…..] »Wir werden um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen«

Die Empfehlungen von Virologen und Medizinern sind eindeutig: Die dritte Welle muss gebrochen werden, sonst drohen schlimme Konsequenzen. Warum zögern Ministerpräsidenten und Kanzlerin noch? [….]

(Spon, 02.04.2021)

Ja, Laschilein, denk doch in Ruhe erst mal nach. Aber bloß nichts überstürzen. Eigentlich sollte man das Nachdenken ohnehin den Pferden überlassen; die haben größere Köpfe.

Der Begriff "Corona" ist Dir ja auch sicher noch ganz neu. Da gibt es wirklich keinen Handlungsbedarf. Es sind auch erst 76.000 Tote in Deutschland. Also bleib ganz entspannt, nimm Dir noch ein paar Monate Zeit.

SarsCoV2 wartet sicher auch gern. So ein Virus ist ja sehr verständnisvoll und Hält sich an Osterruhe. Bete noch ein bißchen gemeinsam mit dem frommen Nathanel. Wir warten gern.

So eine Entscheidungskanone wie Dich brauchen wir unbedingt auch als Kanzler, damit wir China und die USA technologisch abhängen.

Die Asiaten lassen sich auch mit allem so irre viel Zeit.

Schnelltests?    Braucht man sowas wirklich?

Oder Impfungen? Lasst uns doch lieber noch ein bißchen abwarten.

Huhu, Bundesländer, es gibt Impfzentren, die über Ostern geschlossen bleiben? Habt ihr, mit Verlaub, noch alle Latten am Zaun?

(Hasnain Kazim, 31. März 2021)

Armin Laschet muss noch nachdenken. Also Ruhe bewahren!

Donnerstag, 1. April 2021

Impudenz des Monats März 2021

 Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Was tut eine der drei RRG-Parteien, wenn durch das Totalversagen der CDU die Mehrheitsverhältnisse ins Wanken geraten, der schon als natürliche nächste Kanzler gehandelte CDU-Chef Laschet so sehr debakuliert, daß es nicht mehr viel Phantasie bedarf, um sich eine Bundesregierung links von der CDU vorzustellen?

Wie kann man den Trend zu Grün-Rot-Rot, oder zumindest zu einer klassischen Ampel Grüne-SPD-FDP maximal verstärken, um das Elend der Pandemieversager bei der Union, die eine Katastrophe mit 76.000 vor Allem als Möglichkeit betrachten, sich selbst die Taschen vollzustopfen, zu beenden?

Ganz klar, man sendet starke Signale auf Länderebene. Man zeigt, daß es geht, marschiert beispielgebend voran.    In Baden-Württemberg sind die Chancen ideal.

Nach den Landtagswahlen vom 14.03.2021 stehen die beiden Ministerpräsidenten Dreyer und Kretschmann gestärkt da. Die CDU wurde angezählt und stürzte nur deshalb nicht ins Bodenlose, weil die meisten schon ihre Briefwahlstimmen abgeschickt hatten, als die Maskenaffären hochkochten.

In Mainz und Stuttgart gibt es klare Mehrheiten für die Ampel.

In Mainz und Stuttgart haben SPD und FDP klar für die Option geworben.

In Mainz war es schon so und wird auch weiterhin so sein, weil die SPD die stärkste Fraktion ist.

Damit komme ich zu Titelvergabe des Monats; es trifft die GRÜNEN, die sich im Wähleraufwind als Impudenz zeigen.

In Baden Württemberg sind die Grünen stärkste Partei und haben über die nächste Koalition zu entscheiden.

Was können sie schon tun, im Unionssumpf-Bundesland mit dem Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel, der als Erster mit seiner „marktüblichen“ Maskenprovision von 250.000 Euro prahlte? Mit Thomas Bareiß aus Zollernalb-Sigmaringen?

[…..]  Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß (CDU), hat im Auftrag Aserbaidschans bei einem deutschen Hersteller von Medizintechnik den Stand einer Lieferung von rund 150 Beatmungsgeräten abgefragt. Dabei ging es um die Frage, ob Aserbaidschan schneller beliefert werden könnte. Bareiß Verbindungen in die Kaukasusrepublik sind seit Jahren eng. […..]

(Andreas Niesmann, 12.03.2021)

Der grüne Ministerpräsident Kretschmann, der konservative Katholik, der sich als großen Fan der CSU bezeichnet, im Zentralrat der Katholiken sitzt und stolz verkündet jeden Tag für sein Idol Angela Merkel zu beten, hat sich entschieden.

Natürlich setzt er auf eine Schwarzgrüne Koalition, das erklärte Wunschbündnis des grünen Establishments, das sich in Habitus und Glaubensfragen des CDU/CSU ganz nah fühlt.

Sie haben die SUV-Fahrer und wohlhabenden Eigenheimbesitzer in ihr Herz  

geschlossen, möchten den Multimilliardären EKD und RKK dienen, mögen sich aber keinesfalls mit dem Kleine-Leute-Plebs solidarisieren.

Sie helfen lieber erst einmal die Industrielobbyisten von der CDU auf die Beine, verschaffen ihr Posten und Stimmen in der Exekutive. Die Aufmüpfigen der Grünen-Basis, die lieber ein anderes Bündnis wollen, knicken ein.

[….] Oberrealo Kretschmann würde am liebsten die Koalition mit der schwer angeschlagenen CDU fortführen, an deren Seite er die vergangenen fünf Jahre regiert hat. Die Allianz bedeutet für ihn weniger Stress, zumal in der Coronakrise. Der konservative Regierungschef setzt lieber auf Altbewährtes.   Doch es soll noch gut sechs Stunden dauern, bis endgültig feststeht: Kretschmann setzt sich bei den eigenen Leuten durch, die Grünen werden es wieder mit der CDU versuchen. [….]

(SPON, 01.04.2021)

Eine schöne Arbeitsteilung haben sich die Grünen zugelegt:
Auf Wahlkampfveranstaltungen und als Bundestagsoppositionen gibt es ambitionierte und progressive Reden.

Mit großer Phonstärke fordern sie von Frau Merkel eine konsequentere Pandemiepolitik.

Sobald sie aber mitreden dürfen oder gar wie in Stuttgart entscheidend mitreden, zeigt sich ihre wahre Natur: Saturierte Establishmenthuren am Rockzipfel der CDU!

[….]  Nur - was kriegen die Grünen eigentlich selbst hin in den Ländern, die sie mitregieren? Jämmerlich wenig.   Berlins rot-rot-grüner Senat nahm steigende Infektionszahlen jetzt zum Anlass, die vereinbarte "Notbremse" auszusetzen. Statt Lockerungen zurückzunehmen, kam er mit einer Home-Office-Regelung um die Ecke, die griffig ist wie ein aufgeschlagenes Ei. Konsequente Kontaktreduzierung? Darauf gepfiffen. Ein bisschen testen reicht, und dann darf Berlin munter weiterbummeln oder nachts mit Hunderten von Leuten auf irgendeiner Brücke feiern. Sollen doch andere dafür bezahlen.   Die Grünen tragen diesen Wahnsinn mit, nicht nur in Berlin. Ihre Corona-Politik schlingert in elf Landesregierungen mit, ohne eine Spur der Verantwortung zu hinterlassen. [….]

(Constanze von Bullion, SZ, 29.03.2021)

Daß die Parteichefin Annalena Baerbock gleich persönlich als CDU-Bejublerin eine Festrede auf die Kohl-Koch-Kanther-Merkel-Merz-Partei abhält, verwundert niemanden. Robert Habeck verschickt seine Glückwünsche an seine eigentliche Liebe, die CDU, stilecht über die ultrakonservative FAZ.

Wer die Grünen wählt, bringt am Ende die CDU an die Macht.