Dienstag, 6. August 2019

Offene Pforten der Hölle.

Nein, inzwischen glaube ich nicht mehr daran, daß Trump mich noch überraschen könnte.


 Es gäbe auch nichts, das seine fanatischen Kultanhänger gegen ihn aufbrächte.
Eine Milliarde aus der Staatskasse stehlen? Sextape mit Putin? Sextape mit Ivanka?
Alle moralischen Barrieren sind gefallen. Trump propagiert Rassismus, Nepotismus, verteidigt Pädophile und Vergewaltiger; andere Kriminelle sowieso.


Eins von Trumps zentralen Wahlkampfversprechen war es das Staatsdefizit abzubauen. Nach zweieinhalb Jahren im Amt  - davon die ersten zwei Jahren mit republikanischer Mehrheit in beiden Parlamentskammern, ist das Staatsdefizit um umfassbare zwei Billionen (amerikanisch Trillionen) Dollar angestiegen. 2.000 Milliarden. Das sind zwei Millionen Millionen. 2.000.000.000.000 Dollar 2.000.000 Millionen.

Mick Mulvany, der Stabschef lächelt das einfach weg, als sogar FOX-Mann Chris Wallace staunt, wie jemand behauptet das Defizit zu reduzieren, nachdem er es um zwei Trillionen erhöht hat.

Der Mann fördert aktiv Terror im eigenen Land, weigert sich kategorisch Maßnahmen zu unternehmen, die russischen Einfluss auf amerikanische Wahlen verhindern.

Es ist natürlich ein Moment der Erleichterung und Entspannung, wenn man jemand seiner Wut und Abscheu über den orangen Hitler Ausdruck verleiht.


Haach, ist das angenehm, wenn einem jemand aus dem Herzen spricht.



Trump und seine Millionen Fans sind nicht schwer zu verstehen.

Schwer zu verstehen sind für mich die liberalen Amerikaner, die immer noch hartnäckig behaupten „we are better than that“, Trump vorwerfen „unamerikanisch“ zu sein oder wie Michael Rapaport offenabr noch eine leise Hoffnung haben Trump könnte auch einmal etwas Richtiges tun. Einmal die richtigen Worte finden, oder der Nation „comfort“ geben.


Nein, das wird dieser Abschaum, der sich so wenig Empathie für seine Opfer empfindet, daß er sich nicht mal drei Stunden lang merken konnte in welcher Stadt der Amoklauf von Dayton stattfand und von „Toledo“ sprach, nie tun.

Möglichst viel Golfspielen ist das was wir bestenfalls von einer Trump-Präsidentschaft erwarten können.
Wenn Trump redet, wenn er handelt, wenn er agiert, wird es gemeingefährlich.


Montag, 5. August 2019

Angebot und Nachfrage

Das sind ja auch nur Ausländer, die da arbeiten“ beklagte sich eine Dame auf der Eigentümerversammlung über den Hausmeisterservice.
Eigentümerversammlungen sind ja mein neues Hobby; das macht einen Riesenspaß da hinzugehen und den alten Herren zu vertreten, um den ich mich kümmere.
Ich blickte die Hanseatin im Twinset strafend an und sogleich versicherte sie der Runde nun wirklich gar nichts gegen Ausländer zu haben, aber sie beobachte die immer ganz genau beim Treppenhausputzen und nachdem sie unter der Fußmatte gefeudelt hätten, legten sie diese oft ganz schief zurück.
Das müsse sie denen immer erklären, aber die verstünden ja meist gar kein Deutsch.
Stoisch-verzweifelte Blicke des Versammlungsleiters von der Hausverwalterfirma.
Nein, es gibt keine deutschen Treppenhausreinigungskräfte mehr. Nahezu alle Wohnungseigentümergemeinschaften möchten deutsche Putzkräfte/Hausmeister/Gärtner/Winterdienstler haben, aber die gäbe es nun mal nicht.
Es ist in Hamburg ohnehin fast unmöglich noch einen Reinigungsdienst für Treppenhäuser zu bekommen; er rate uns daher, es sich besser nicht mit diesen zu verscherzen, sonst müssten wir am Ende selbst putzen.

Die Wohnungseigentümer, die sich über die ausländischen Treppen-Putzkräfte und deren aufgrund des Zeitdrucks mangelhafte Ausführung echauffieren, sind übrigens Dieselben, die in den Jahren zuvor ständig Anträge einbrachten die bisherigen Hausmeisterfirma zu entlassen, weil die „ja viel zu teuer“ wären. Ob das nicht auch billiger ginge, nur mal eben das Treppenhaus durchzuwischen und die Briefkästen abzuseifen.

Gegenfrage: Würden SIE für neun Euro die Stunde Treppenhäuser putzen und sich dann auch noch von jedem einzelnen Bewohner anmeckern lassen, wenn das nicht schnell oder nicht gründlich genug ist?

Zum Abschied des alten Herren habe ich mich noch einmal länger mit der sibirischen Pflegerin des ambulanten Dienstes unterhalten.
Natasja hat Nerven aus Stahl, ist immer geduldig und freundlich.
Sie arbeitet bei der evangelischen Kirche; in dem Fall der Diakonie.
Den Job macht sie seit 1995, ist ausgebildete Krankenschwester und Altenpflegerin. Pro Tag hat sie 20 Patienten, für die sie jeden Tag – egal ob Sonntag oder Feiertag – kreuz und quer durch den alptraumhaften Hamburger Innenstadtverkehr rasen muss.
Einige Patienten sind schwerstpflegebedürftig, müssen im Bett gewaschen und mit Spritzen versorgt werden. Der Herr nach uns auf ihrer Tour ist ein ehemaliger Seniorpartner einer Rechtsanwaltskanzlei. Steinreich, lebt in einer großen Villa, sagt weder Bitte, noch Danke, begrüßt sie nicht. Sie muss ihm die Beine bandagieren und Thrombosespritzen geben.
Sofort beginnen kann sie aber nicht, weil er sie gern anherrscht „Du siehst doch, daß ich gerade ein Glas Rotwein trinke, in 15 Minuten habe ich Zeit!“
1.400,- bringt Natasja im Monat nach Hause.
Ihr weißrussischer Mann ist Kindergärtner in Norderstedt (nördlich von Hamburg) in einer Einrichtung für verhaltensauffällige Kinder. 15 von ihnen betreut er tagsüber allein und verdient ungefähr das Gleiche wie seine Frau im Monat.
Familienleben gibt es aufgrund des Schichtdienstes wenig, die beiden Kinder sind 9 und 11 Jahre alt. Es erfordert viel Koordination und Planung bei zwei berufstätigen Eltern die Kinder aufzuziehen.
Die Vier wohnen in Reinbek, östlich von Hamburg. Natürlich nicht in Hamburg, weil es mit normalen Gehältern unmöglich ist zentral eine Wohnung für vier Personen zu finanzieren.
Abends sitzen sie zusammen und studieren Sonderangebote, fahren gezielt Discounter ab, um immer das Billigste zu erwischen.

Auch in der Seniorenresidenz im äußersten Westen Hamburgs, in der der von mir betreute Herr nun wohnt, sind die Pfleger in der Regel nicht von weißer Hautfarbe.
Ihr Monatsbruttogehalt beträgt ungefähr ein Viertel dessen, was der Grundpreis eines Zimmers in der Einrichtung kostet.

Ist es nicht außerordentlich eigenartig, daß Pflegekräfte knapp sind?
Wieso wollen sich nicht deutsche, studierte junge Menschen in so einen Beruf begeben, bei dem man ein Leben lang Knochenarbeit unter höchster psychischer Anspannung leistet und dann grandioserweise sogar über 1.000,- im Monat verdient?
Sehr eigenartig.

Nastasja sagte, natürlich würde sie gern mehr verdienen, aber wichtiger wäre ihr die Anerkennung. Die Deutschen wollten eben nicht Altenpfleger, Kindergärtner oder Krankenschwester werden, weil Menschen in diesen Berufen keine Achtung erfahren.
Jeder wisse, das wäre ein Beruf, den niemand machen wolle und gucke sie auch dementsprechend mitleidig an.
Ein Loser-Job.
Ein Beruf, bei dem man wie Treppenhausputzkräfte auch noch mies von den Kunden behandelt wird.
Die neoliberale Gesellschaft Deutschlands funktioniert so. Es gibt eine neue Paria-Klasse von Billigarbeitern für die ein besonderes Arbeitsethos Voraussetzung ist.
Der durchschnittliche deutsche Langzeitarbeitslose steht dafür nicht auf, weil das Leben auf Hartz IV tatsächlich bequemer ist.
Dabei sind gerade Berufe im Pflegebereich eben keine unwichtigen Hiwi-Jobs, für die man unwillige Nörgler verdonnern kann.
Das sind im Gegenteil, sehr ehrenhafte, wichtige Berufe, die viel zu wenig Anerkennung erfahren.

[…..] Die Pflege, sagt Meyer, [renommierte Pflegewissenschaftlerin und Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung für das Gesundheitswesen] mache es sich zu einfach. Über Jahre habe sich eine Jammerkultur aufgebaut. Wir können nicht anders, wir sind so unterbesetzt. "Aber das stimmt nicht immer", sagt Gabriele Meyer. Und erzählt von dem alten Mann aus Sachsen-Anhalt, der vor Kurzem in der Badewanne starb. Er wurde verbrüht, weil die beiden Pfleger rausgegangen sind und nicht merkten, dass kochend heißes Wasser in die Wanne lief, in die sie ihn gesetzt hatten. Ob sie den Hebel aus Versehen in die falsche Richtung gedreht haben oder der Mann selbst daran kam, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Er war dement, konnte sich nicht wehren, nicht rufen. "Einen alten Menschen beim Baden allein zu lassen, ist gegen jede pflegerische Vorschrift, das hat nichts mit Pflegenotstand zu tun", sagt Meyer. "Wenn ich nicht sicher ein Vollbad anbieten kann, dann mache ich es auch nicht."
Offensichtliche Fehler, Unterlassungen und schlechte Pflege können doch nicht mit Personalmangel erklärt werden, sagt Meyer. "Das würde ich als Angehöriger dieser Profession nicht auf mir sitzen lassen." […..]

Nastasja ist eine sehr ehrenwerte Person, aber man möge mir verzeihen, wenn ich zwar auch ihren Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung unterstütze, aber eben auch verlange, daß solche großartigen Menschen verdammt noch mal erheblich besser bezahlt werden.
Leider wollen die privaten Träger der Pflegeheime das gar nicht. Die meisten gehören zu Caritas und Diakonie und bei denen werden Mitarbeiter generell als Menschen zweiter Klasse behandelt. Sie dürfen weder streiken, noch Gewerkschaften gründen, noch einen Flächentarifvertrag bekommen und schon gar nicht dürfen sie schwul oder lesbisch sein.
Das Kirchenarbeitsrecht, das so vehement von all den politischen Frömmlern – AKK, Merkel, Brinkhaus, Kauder, Spahn, Nahles, Göring-Kirchentag, Käßmann – verteidigt wird, macht es möglich.

[….] Die Koalition der Unwilligen
 [….]  Das Ziel sind höhere Löhne in der Pflege, um die Branche attraktiver zu machen und so den Fachkräftemangel zu lindern. Das Problem ist, dass das Arbeitgeberlager letztlich keines ist. Die Causa Tarifvertrag scheidet es vielmehr in drei Gruppen mit widerstreitenden Interessen: die Unwilligen, die Willigen und die Kirchen. [….] Zu den Unwilligen gehört nicht nur Greiners AGVP, sondern auch der BPA-Arbeitgeberverband mit seinem Präsidenten Rainer Brüderle, dem ehemaligen FDP-Bundeswirtschaftsminister. [….] Zunächst aber muss noch final geklärt werden, wer überhaupt mit im Boot ist. Derzeit sind von den größeren Trägern nur die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Arbeiter-Samariter-Bund, die Diakonischen Dienstgeber in Niedersachsen, der Paritätische Gesamtverband und die Volkssolidarität Mitglied in der neuen BVAP, die mit Verdi verhandeln wird. Nicht dabei sind die beiden Arbeitgeberverbände der privaten Pflegeunternehmen, aber auch das Deutsche Rote Kreuz ist abgesprungen. "Unerklärlich", heißt es bei Verdi dazu, "bestürzend", sagt AWO-Geschäftsführer Gero Kettler. [….]
Eine wichtige Rolle werden am Ende die kirchlichen Träger spielen, bei denen fast ein Drittel der rund 765 000 Pflegebeschäftigten arbeitet. [….]  Diakonie und Caritas schließen in der Regel keine Tarifverträge ab und sind auch der neuen BVAP nicht beigetreten; für sie gilt das kirchliche Arbeitsrecht, der "dritte Weg". [….]

Sonntag, 4. August 2019

MABA - Make Amerika Bad Again

Anders als beispielsweise die Generation der Parkland-Überlebenden, Kinder wie David Hogg, Emma Gonzalez, Sarah Chadwick, Jaclyn Corin, Ryan Deitsch, Aalayah Eastmond, Sam Fuentes, Cameron Kasky, Delaney Tarr and Alex Wind, die von Waffen-fanatischen Republikanern bekämpft werden, habe ich keinerlei Hoffnung, daß sich an den US-Waffengesetzen etwas ändert.
Zu tief stecken Trump und alle Republikaner im Arsch der NRA.

Das US-Christentum ist eine zutiefst abstoßende Religion der Niedertracht, das Donald Trump ins Amt half, ihn im Amt hält und möglicherweise 2020 wiederwählt.
Eins ihrer wichtigsten Argumente ist dabei sein radikaler Einsatz für Schusswaffen, der amerikanische Massaker alltäglich macht.

(…..) Die phallischen Mord-Instrumente sind im Land der 30.000 Schusswaffentoten den Rechten wichtiger als alles andere.

[….]  Trump signs bill reversing Obama rule to ban gun purchases by mentally ill
[….]  President Trump killed a regulation that would have tightened gun background checks Tuesday, signing a bill to undo one of his predecessor's executive actions following the San Bernardino shootings in 2015.
The Obama administration rule required the Social Security Administration to submit records of mentally disabled people to the National Instant Criminal Background Check System, the FBI database used to determine whether someone can buy a firearm under the 1993 Brady Bill.
The rule would have applied to about 75,000 people who were “adjudicated as a mental defective" and who had applied for Social Security benefits, and had a mechanism to notify those affected so they could appeal. But congressional Republicans said the rule could ensnare people who had mental health issues but otherwise were competent to own a gun. [….]  The bill signing fulfills a campaign promise for Trump. Even before Obama announced his executive actions before his State of the Union Address last year, Trump said he would "un-sign that so fast" once he becomes president. [….] 

Endlich können auch die psychisch Kranken ohne jede Einschränkung vollautomatische Waffen bekommen, so viel sie wollen.
Das freut das Republikanerherz.
Denn gegen Schulschießereien helfen bekanntlich nur Globuli und Gebete, nein, sorry, thoughts and prayers! Ich war kurz mit den evangelikalen Irren in Deutschland durcheinander gekommen.

[….]  Florida State Senator Kelli Stargel votes against assault weapons ban, claims “thoughts and prayers” are enough to stop school shootings.
 In a despicable but not surprising development, Republican State Senator Kelli Stargel voted against a moderate and sensible ban on assault weapons after the recent school shooting at Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, that left 17 dead and many more injured.
Adding insult to injury, the Florida lawmaker went on to suggest that “thoughts and prayers” are enough to stop school shootings. Speaking on the floor of the Florida Senate, Stargel said:
    Thoughts and prayers are really the only thing that’s going to stop the evil from within the individual that is taking up their arms to do this type of massacre. [….]

Dank der überzeugten Christen in Amerikas Parlamenten, werden die USA weiterhin extreme Hochburg des hausgemachten Terrors mit bis zu 40.000 jährlichen Toten durch Schusswaffen sein.
Es ist müßig das nach jedem grausamen Massenmordlauf, wie den beiden vom Wochenende in Texas und Ohio mit 29 Toten, erneut zu beklagen.
Die Trauer der Angehörigen ist natürlich echt, aber das kollektive Entsetzen im Land wirkt schal, wenn man sich vergegenwärtigt, daß je nach Gegenkandidat in den meisten Fällen eine absolute Mehrheit der Bürger Trump wiederwählen würde.

Die Parkland-Jugendlichen hatten sich an dem Gedanken berauscht zwar nicht die Republikaner umstimmen zu können, aber im Herbst 2018 bei den Zwischenwahlen die bösartigen NRA-Epigonen aus den Ämtern zu jagen.
Stattdessen bauten die Republikaner ihre Senatsmehrheit sogar aus und Moscow-Mitch blockiert hartnäckig jede Verbesserung für das amerikanische Volk.
Das bringt eine neue Qualität in die Diskussion über die Mass-Shotings in den USA, da es sich bei den Tätern immer weniger um verrückte Psychopathen handelt, sondern zuletzt die Täter meist radikalisierte glühende Trump-Fans waren.
Menschen mit tiefsitzenden Komplexen, die von Rassismus beseelt dem Hetzer im Oval Office zuhörten, bis sie sich eines Tages genötigt sehen zu handeln.
Gun-Massaker sind typisch für die USA, aber inzwischen hat eine Metamorphose zum „Weißen Terrorismus“ stattgefunden.


Der US-Präsident höchst selbst stiftet seine Follower zu terroristischen Attacken gegen ihr eigene Bevölkerung an.
Al Kaida und IS können jetzt in Rente gehen; ihr Job wird von den Amerikanern selbst viel effektiver erledigt.

[….]  Die demokratischen Herausforderer Donald Trumps machen den Präsidenten mitverantwortlich für die Morde von El Paso und Dayton. Die Gewalttaten könnten zu einem Wendepunkt im amerikanischen Wahlkampf werden.
  Donald Trump ist nicht dafür bekannt, dass er um Worte verlegen ist. Aber an diesem so furchtbaren Wochenende blieb der Präsident lange Zeit seltsam still. Was die Amerikaner und die Welt von ihm hörten, waren ein paar dürre Sätze auf Twitter: Dass seine Gedanken und Gebete bei den Bürgern von El Paso seien. [….]  Es waren Sätze, in die sich Trump schon so oft geflüchtet hat; Sätze, die so oder so ähnlich immer fallen, wenn wieder einmal die Eilmeldung über die Fernsehbildschirme jagt, dass ein Mann (und es sind fast immer Männer) mit einem Sturmgewehr ein Massaker angerichtet hat. In der Regel reichen die immer gleichen Phrasen aus, um zurückzukehren zur Normalität. [….]  Nach diesem Wochenende werden die Politiker in den USA nicht so schnell zur Tagesordnung übergehen. Und der Grund ist nicht nur, dass Stunden nach dem Terrorakt von El Paso ein bis an die Zähne bewaffneter Mann in Ohio ebenfalls neun Menschen tötete. Es liegt auch daran, dass in den USA Wahlkampf ist und die Demokraten keinen Zweifel daran lassen, wem sie eine Mitschuld geben für das Verbrechen in Texas.
"Donald Trump trägt die Verantwortung", sagte Cory Booker am Sonntag im Fernsehsender CNN. "Er benutzt selbst die Sprache des Hasses", so der Demokrat, der für seine Partei 2020 als Präsidentschaftskandidat antreten möchte.
So wie Booker, Senator in New Jersey, äußerten sich auch andere Anwärter. "Wir haben einen Präsidenten, der Mexikaner dämonisiert", sagte Pete Buttigieg, der Bürgermeister von South Bend, Indiana und fügte hinzu: "Wir erleben eine Form des weißen Terrorismus, der hier in den USA herangezüchtet wurde." Beto O'Rourke, der in El Paso geboren wurde, nannte Trump einen Rassisten, der an die Überlegenheit der weißen Amerikaner glaube: "Er befördert diese Gewalt." [….] 

Trump äußert sich schließlich nicht gelegentlich rassistisch oder setzt seinen Rassismus nur zu Wahlkampfzwecken ein.
Nein, die gesamte Familie Trump ist seit Generationen rassistisch, Trump selbst führt seit den 1970er Jahren rassistische Kampagnen und posaunt als Präsident beinahe täglich die übelsten rassistischen Attacken hinaus.
Rassismus ist aber keine bloße Unhöflichkeit oder Beleidigung, sondern führt zu Mord und Totschlag. Charles Manson brachte seine Opfer auch nicht mit eigenen Händen um.
Jeder halbwegs anständige Menschen versteht das; dafür muss man nichts selbst dunkelhäutig, schwul oder Ausländer sein.


Es gibt keine Rechtfertigung, um so ein mieses Stück Scheiße wie Trump zu akzeptieren.
Wir alle, von den einzelnen privaten Postern in den sozialen Medien bis hinaus zu den Regierungschefs müssen Trump und seinen ideologischen Freunden Johnson, Duterte, Salvini und Bolsonaro jederzeit massiv entgegen treten.

[….]  Die mexikanische Regierung spricht nach dem Terroranschlag im texanischen El Paso von "fremdenfeindlicher Barbarei". Der Vize-Außenminister lässt keinen Zweifel daran, wen er für den Anstifter hält.
[….]   "Wir verurteilen diese barbarische Tat, bei der unschuldige Mexikaner getötet wurden", sagte Außenminister Marcelo Ebrard [….]  Auch sein Vize, Jesús Seade, verurteilte den offenbar rassistisch motivierten Angriff: "Solche mutwilligen Taten der fremdenfeindlichen Barbarei haben keinen Platz in der heutigen Welt", schrieb er auf Twitter. Und weiter: "Die Rhetorik, die sie anstachelt, muss komplett beendet werden."
Eine deutliche Ansage an Donald Trump: War es doch der US-Präsident, der sich in den vergangenen Wochen mehrfach massiv rassistisch geäußert hatte. [….] 

So wie Trump seit drei Jahren die Zahl der Hate-Crimes in Amerika Monat für Monat ansteigen lässt führen auch die AfD und deutsche Hetzblogs zu einem kontinuierlichen Anstieg der Gewalt gegen Minderheiten.


[…..] AfD schürt Furcht vor Zuwanderern
Die AfD rückt ausländische Tatverdächtige in den Mittelpunkt und zeichnet im Vergleich zur Kriminalstatistik ein verzerrtes Bild. Das mache sie "überraschend konsequent", sagen Forscher, die AfD-Pressemitteilungen analysiert haben.
Eine Studie von Medienforschern über die AfD kommt zu dem Ergebnis, dass die Partei systematisch Angst vor Zuwanderern schürt. Die Professoren Thomas Hestermann (Hamburg) und Elisa Hoven (Leipzig) werteten dazu mehr als 240 Pressemitteilungen der AfD zum Thema Kriminalität auf Bundes- und Länderebene aus dem Jahr 2018. […..]

Ob AfD, ob Weidel, ob Steinbach, ob Berger oder ob Grenell, Trump, Johnson oder Salvini – diese Typen sind Abschaum.
Man muss sich ihrer Agenda 24/7 widersetzen.

[…..] Die EU täte gut dar­an, ihr ei­ge­nes au­ßen­po­li­ti­sches Pro­fil zu schär­fen. Ego­zen­tri­kern wie Trump und John­son ist nicht bei­zu­kom­men, in­dem man sie ein­bin­det, ihre Es­ka­pa­den her­un­ter­spielt. Ge­gen Po­pu­lis­mus hel­fen nur Hal­tung und Klar­heit. Kon­kret be­deu­tet das, dass die EU mit John­son nicht über das Aus­tritts­ab­kom­men nach­ver­han­deln und sich kei­nes­falls Trumps Iran­po­li­tik an­schlie­ßen soll­te. Statt­des­sen soll­ten sich die Eu­ro­pä­er um eine Schutz­mis­si­on in der Stra­ße von Hor­mus be­mü­hen und gleich­zei­tig nach di­plo­ma­ti­schen We­gen su­chen, das Ab­kom­men zu ret­ten. Wäh­rend des Irak­kriegs 2003 ge­wann Eu­ro­pa an Sta­tur, in­dem Frank­reich und Deutsch­land eng zu­sam­men­stan­den. Es ist an der Zeit, dass bei­de Staa­ten die­se Al­li­anz wie­der­be­le­ben.  […..]
(Der Spiegel, M. Popp, Leitartikel 03.08.2019)

 

Samstag, 3. August 2019

Ein glückliches Leben.

Heute habe ich einen Umzug durchgeführt.
Der alte Herr zwei Häuser weiter, den ich schon lange betreue, kam in ein Pflegeheim.
Ich hatte in den letzten Jahren alles nur irgendwie Mögliche getan, um ihm Hilfe zu organisieren, daß er in seiner vertrauten Umgebung bleibt, aber ab einem gewissen Stadium der Demenz ist das nun mal nicht mehr zu verantworten.
Verwandte gibt es nicht, also hängt es an mir.

Da ich als Wrack mit einer Menge Edelstahlteilen in den Knochen nur sehr bedingt als Möbelpacker tauge, holte ich mir Hilfe von Herrn Durrani, einem pakistanischen Kleinst-Unternehmer, der mir schon ein paarmal bei Transporten geholfen hatte.

Wenn es einen Unterschied zwischen Deutschen und Ausländern gibt, so ist das die Flexibilität.
Erst Donnerstagabend hatte sich die Chance ergeben den Umzug heute, am Samstag zu machen.
Ruft man aber Freitags einen deutschen Handwerker/Umzugsunternehmer an, gehen die ohnehin nicht ans Telefon ist, weil es ja nur „ein halber Tag“ ist und wenn man nach Terminen MORGEN fragt, auch noch am Wochenende, lachen die sich tot oder legen auf.
Herr Durrani hingegen geht immer ans Telefon. Ob nun am Wochenende oder nachts; das ist egal. Und er ist immer gut gelaunt, zuvor kommend.
Seine Antwort ist immer „kein Problem.“
Leicht irritiert war er nur als ich nach Luftpolsterfolie fragte. Daß man Wandgemälde vor einem Transport in Schutzhüllen packt, war ihm neu.
Aber auch das war selbstverständlich „kein Problem“, er kauft gern noch vorher diese Folie bei Bauhaus.
Er rief sogar noch mal an aus dem Laden, weil ihm die Dinger offenbar nicht geheuer waren, „wie viele soll ich kaufen? Zwei ganze Rollen?“

Wir kamen fast gleichzeitig vor dem Haus an, er stand breit grinsend
 - Kurze Hose, ausladender Bauch, Flipflops – da und vermittelte den Eindruck, er habe sich noch nie über etwas so sehr gefreut, wie mich zu sehen.
Verblüffend, denn ich freute mich überhaupt nicht auf den Tag.
Der Herr, dessen Haushalt ich umzog, wußte nämlich nichts von seinem Glück.
Ich hatte ihn trickreich kurz zuvor zum Friseur gebracht, wo er ausgibig behandelt wurde und nun die Aufgabe in seiner Abwesenheit seine persönlichen Sachen einzupacken und wegzuschleppen.
(Natürlich legal; ich habe die notarielle Vollmacht.)
Aber ich bin so deutsch sozialisiert, daß ich extremen Widerwillen davor habe in die Privatsphäre anderer Menschen einzugreifen. Ich klaube nicht gern den Inhalt des Schreibtisches und Nachschranks anderer Leute auseinander.
Herrn Durrani störte hingegen gar nichts.
Seine Arbeitsweise war auch viel effektiver als Meine. Während ich schnell im Staub saß, schwitzte und fluchte, stellte sich sein „zweiter Mann“ (um den ich gebeten hatte), als Duo heraus. Zwei junge Pakistaner, höflich, klein, dünn, kein Wort deutsch sprechend, packten nämlich nicht „mit an“, sondern sie waren „die Anpacker“.
Herr Durrani guckte ganz irritiert, als ich ihm einmal einen Blumenkübel in die Hand drücken wollte. Nein, er sei nur da zum Koordinieren. „Ich gebe hier die Anweisungen“.
Die beiden Jungs flitzen, schwitzten, schufteten. Ich schwitze und schuftete. Herr Durrani grinste immer mehr, erzählte, guckte zu und koordinierte.
Ob der Bewohner wohl sehr alt wäre, schließlich wären die Möbel alle antik. Ihm gefiel das sehr; er liebe alte Handwerkskunst und möge kein IKEA.
Klar, ihm konnte es ja auch egal sein, ob man die schweren Stücke auseinanderbauen kann.
Als ich im erklärte, der Besitzer der Möbel wisse noch gar nichts von seinem Umzug, weil er schon zu dement sei, um mit ihm zusammen zu planen, fragte er nach dem Alter, pfiff kurz erstaunt auf und meinte, das wäre auch zu alt.
Er plane mit 75 zu gehen. In der nächsten Welt wäre es ohnehin viel schöner und da gäbe es keine Demenz.
Von der nächsten Welt hielte ich nichts, gab ich zu bedenken, aber ja, auch ich hoffte möglichst vor der Alzheimerkeule den Löffel abzugeben.
Nun wurde er kurz ernst, die nächste Welt sei real, Mohammed habe sie mit eigenen Augen gesehen. Der habe sie besucht und von Allahs Herrlichkeit und dem Glück, welches uns alle erwarte genau berichtet.
Wie könne er sich da so sicher sein, warf ich ein. Schließlich sei Mohammeds Bericht schon 1.500 Jahre alt und man wisse doch wie im Laufe der Zeit Geschichten verändert würden.
Das allerdings verstand er wirklich gar nicht. Nein, Mohammeds Prophezeiungen gelten selbstverständlich für „alle Millionen Jahre und für alle Menschen“ grinste er wieder zufrieden in sich ruhend. Ich sah einen völlig zufriedenen Menschen vor mir.
Und dann koordinierte er noch ein wenig.

Freitag, 2. August 2019

Werden es die Linken, wie immer, verbocken?


Das sind wirklich ungeheuerliche Umfragen, die amerikanische Meinungsinstitute zu den Präsidentschaftswahlen gegenwärtig veröffentlichen.
Hätten die Wähler zwischen Trump und Elisabeth Warren zu entscheiden, gewänne Trump knapp. Recht deutlich würde er Pete Buttigieg oder Kamala Harris gewinnen; ebenso schlüge er Bernie Sanders und Cory Booker.

 
Der einzige, der in allen Umfragen vor Trump liegt ist Joe Biden, der End-Siebziger, der schon deutliche Anzeichen von Senilität zeigt.

[…..] Anders als bei der ersten Fernsehdebatte in Miami war er am Mittwochabend in Detroit auf Attacken vorbereitet. Anders als in Miami schleppte er sich einigermaßen unbeschädigt bis zum Ende des Abends. Wenn man davon absieht, dass er sich wiederholt verhaspelte, teils unsicher wirkte und in seinem Schlussvotum sogar dabei scheiterte, die Adresse seiner Website in die Kamera zu sagen. [……]

  
Natürlich klebte ich die letzten beiden Nächte am Bildschirm, als die in zwei Teilen stattfindenden demokratische Debatte aus Detroit übertragen wurde.
Es stimmt, Biden war viel besser und aggressiver, als beim letzten Treffen mit Kamala Harris, aber der Mann zeigt deutliche Alters-Einschränkungen.
Als President Elect würde er eine neue amerikanische Gerontokratie einläuten.

(……) Trump ist Präsident, weil die unter 30-Jährigen mal wieder nicht von ihren Klugtelefonen wegzuholen waren, lieber Make-Up-Tutorials und Instagram-Beautycontesten frönten, als zur Wahl zu gehen.
Die beiden 70-Jährigen Großeltern-Kandidaten waren zu weit weg – in jeder Hinsicht.

Joe Biden würde bei seiner Vereidigung 78 Jahre alt sein, am Ende der ersten Amtszeit 82 sein.
Nancy Pelosi, Speakerin im House, die derzeit ranghöchste Politikerin der Demokratin wurde am 26.März 1940 geboren, ist jetzt also 79, wird am Anfang einer möglichen Biden-Präsidentschaft also 81 Jahre alt sein.
[……]
Nach dem Trump-Alptraum muss in den USA eine neue Ära beginnen, die alten homophoben, climate-change-Negierer, isolationistischen, misogynen, Lobbyhörigen, rassistischen Zöpfe müssen alle abgeschnitten werden.
Die Jahre 2021-2029 im Oval Office können nicht glaubwürdig von der Urgroßelterngeneration gestaltet werden, die mit annähernd 90 Politik für die Zukunft machen soll. (……)

Natürlich muss man sich hinter Biden stellen, wenn er der einzige ist, der Trump klar schlagen kann.
Es nützt nicht über die Aussagekraft von Umfragen zu lamentieren, wenn einem das Ergebnis nicht passt.
Wer die Poll-Daten anzweifelt, sollte sich an 2016 erinnern, als sämtliche Umfrageinstitute nahezu eine Punktlandung hinlegten und Hillary Clintons Zwei-Prozent-Vorsprung vor Trump exakt das Wahlergebnis traf.
Man hatte in Europa nur nicht daran gedacht, daß in den USA die „popular votes“ nicht unbedingt den Präsidenten bestimmen.
Obwohl Clinton fast drei Millionen Stimmen mehr bekam, verlor sie.
 Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wenn Trump schon Zwei Prozent Rückstand reichten, um ins Oval Office einzuziehen, schafft er das mit vier Prozent Vorsprung erst recht.

Wie irre und pervers kann eine Nation sein?
52% der Amis hätten lieber Trump als Präsident als Kamala Harris, die nur auf 48% käme.
Dabei haben sich die Umfragen gerade in den letzten Wochen zu seinen Gunsten gedreht.
Bevor die Mehrheit der Amis eine Frau, einen Schwulen, einen Schwarzen, einen Asiaten oder einen Latino wählt, scharen sie sich lieber um Trump, der zwar auch nicht weiß, sondern orange ist und unter seinem Mikrophallus leidet, aber er hasst wenigstens die Richtigen – alle anderen.

Ein Dilemma für kluge, qualifizierte, erfahrene und sympathische Frauen wie Warren, Harris oder Gillibrand (die ich übrigens 2012 und 2018 direkt in den Senat wählte), denn bei einem demokratischen Bewerberfeld von >20 können sie ganz schnell rauskippen, wenn sie zur nächsten Debatte nicht die geforderten Mindestwerte erreichen:

[….] It's twice as hard to qualify for the third round of debates as it was for the first set. Candidates now need to have 130,000 unique donors (with a minimum of 400 unique donors per state in at least 20 states) and at least two percent support in four qualifying polls released between June 28 and August 28. [….]

Senatorin Gillibrand konnte beide Kriterien bisher nicht erfüllen.

Da muss man sich schon gute Sprüche einfallen lassen, um in Erinnerung zu bleiben.


Der wirksamste Weg Bekanntheit zu generieren, ist es natürlich den Bekanntesten – Joe Biden – anzubellen.
Zumal Biden die meisten Prozente auf sich vereint.

[…..] Alle neun anderen Präsidentschaftsbewerber an diesem zweiten Abend der zweiten Demokraten-Debatte scheinen nur ein Angriffsziel zu haben - den Spitzenreiter in den Umfragen.
Am Vorabend fanden sich die Linken Elizabeth Warren und Bernie Sanders im Kreuzfeuer, jetzt ist es der moderate Biden. Es ist, als durchlebe die Partei vor der gesamten TV-Nation eine Sinnkrise und zerfleische sich dabei in alle Richtungen. Am Ende lacht sich nur einer ins Fäustchen: US-Präsident Donald Trump.
Biden wird in Detroit sofort von allen anderen Kandidaten angegriffen. Oft geht der Blick zurück in seine Vergangenheit: Unter anderem wirft ihm Senator Cory Booker vor, dass er in den Neunzigerjahren eine Justizreform angeschoben habe, die völlig ungerechtfertigt zu Masseninhaftierungen und zu längeren Haftstrafen geführt habe. [….]

In so einer Lage können sich hochqualifizierte potentiell wirklich gute Präsidenten nur entweder zurückhalten und still Opa Biden unterstützen, oder sie müssen sich rabiat selbst in den Mittelpunkt drängen – mit der Gefahr, daß Trump davon profitiert.

[….] "Statt aufzuzeigen, was unter Trump alles falsch läuft, zielen viele Demokraten auf das Vermächtnis ihres letzten Präsidenten", sagte der demokratische Stratege Paul Begala, als die Debatte vorbei war. So torpedierten sie ihre Chance, Trump in den Wahlen zu besiegen. [….]

Donnerstag, 1. August 2019

Impudenz des Monats Juli 2019


Und schon wieder einmal zeigt der Kalender eine „1“ - hohe Zeit für mich den Blödmann des Monats zu küren.

Meiner Umwelt begegne ich immer sehr kontrolliert. Genauso wenig zeige ich mich mit verheultem Gesichtsausdruck, wie ich anderseits auch nicht mit ostentativ guter Laune und einem Lächeln auf den Lippen durch die Straßen hüpfe.

Es liegt mir fremd mich von äußeren Ereignissen emotional so beeinflussen lassen, daß ich mich tagelang himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt zeige.

Ganz anders ist es bei der AFD und rechten Blogs, die ich hiermit zu Blödmännern des Monats Juli 2019 ernenne.
David Berger, Alice Weidel, Höcke, Gauland und Co erleben gerade ihren inneren Reichsparteitag.
Extremer Priapismus herrscht in den Redaktionsstuben von PI, PIPI und AfD-Medienabteilungen.


 Sie können ihr Glück weder fassen, noch für sich behalten. Es strahlt ihnen aus jedem Knopfloch. In höchster präejakulativer Exstase ergießen sie ihre Erregung in die Welt hinaus.


Einfach herrlich; es gibt doch nichts Schöneres als ein von einem Dunkelhäutigen ermordetes Kind.
Da kann man nach Herzenslust tagelang hetzen.


Der einzige kleine Schönheitsfehler besteht in der Religion des Täters; natürlich hatten Phimoseblog und Co sofort die typisch Bösartigkeit eines Islamisten als Motiv der Frankfurter Tat ausgemacht. Etwas blöd, daß der 40-Jährige Täter aus Eritrea Christ ist und kein terroristisches Motiv hatte, sondern tatsächlich unter einer schweren Psychose litt.
Aber für die rechten Hetzer spielen Fakten natürlich keine Rolle.
Auch nach dem Notre-Dame-Brand, der rein gar nichts mit einem Anschlag, Terrorismus oder Islamismus zu tun hatte, nutze Pipi-Blogger Berger tagelang den Anlass, um gegen christenfeindliche Flüchtlinge zu schießen.

Ohnehin ist Rassismus eine noch stärkere Antriebsfeder für sie als Antiislamismus.
Die Hautfarbe genügt also vollkommen, um flächendeckend ihre triefende menschenfeindliche Hetz-Gülle zu verbreiten. Ein „Neger“ hat ein blondes deutsches Kind getötet – so muss sich das Paradies der AfD-Spindoktoren anfühlen.

[…..] Der Schweizer Eritreer war – welch ein Zufall – angeblich psychisch gestört. Merkwürdig, daß Täter aus Migrantenkreisen häufig psychisch gestört sind. Klingt nicht nach Fachkräften. […..]

 

Perfider als jeder Autobahngaffer geilen sie sich am Entsetzen und Leid der Mutter auf, verbreiten Millionenfach das Bild des armen, hübsch, blonden, deutschen 8-Jährigen Oskars. Zum Glück für die trauernden Angehörigen sind auch das reine Lügenmärchen.

[….] In sozialen Medien wird aktuell ein Foto verbreitet, das angeblich den getöteten Jungen zeigen soll. Das Foto zeigt aber nicht das Opfer vom Frankfurter Hauptbahnhof. Die Aufnahme kursiert bereits seit Jahren im Internet. Seit spätestens 2014 ist das Bild in verschiedenen Versionen im Internet zu finden. Besonders häufig taucht das abgebildete Kind als Haarmodel auf Friseur- und Mode-Webseiten auf. Der oder die Urheber des Posts mit dem falschen Foto stellen den abgebildeten Jungen nicht nur als das Opfer von Frankfurt vor, dem Jungen wird auch der angebliche Name Oskar gegeben.  Auf dpa-Anfrage erklärte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen, aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes würden Namen von Beschuldigten, Opfern und Zeugen "weder genannt noch bestätigt oder dementiert". Es gibt bisher keinen seriösen Beleg dafür, dass der Junge tatsächlich Oskar hieß. Das Nachrichtenportal "t-online.de" berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, das Opfer habe einen anderen Namen. [….]

  
Um den rechten AfD-Spin zu erzeugen, braucht es keine Fakten, sondern eine gut auszubeutende Story.
Dazu gehören ein (blondes) Opfer, das die emotionale Verbundenheit weckt und ein Schwarzer als Bösewicht, auf den die Rechten all ihre Vorurteile, Komplexe und Hassgefühle abladen können.
Das lässt sich dann tagelang ausschlachten. Endloser kostenloser werbewirksamer Content für die eigenen Hetzpostillen.


Die gesamte AfD-Blase verbreitet die Lüge von einem „Anschlag“ – auch noch Tage nachdem längst bewiesen ist, daß es bei dem Psychomord keinerlei islamistische oder terroristische Komponente gab.


Die braune Impudenz des Monats Juli 2019 tickt nicht nur politisch abscheulich und gefährlich nah an der NSDAP, sondern diese Leute sind auch noch menschlich abscheulich und moralisch völlig verkommen.


[…..] Erinnern Sie sich noch an das Jahr 1993? Bill Clinton wird US-Präsident, Bayer Leverkusen gewinnt den DFB-Pokal, Helge Schneider singt „Katzeklo“ – und in Deutschland sterben 1468 Menschen einen gewaltsamen Tod.
Ach, an die Toten erinnern Sie sich nicht? Ich gebe zu, ich auch nicht. Aber ausweislich der polizeilichen Kriminalitätsstatistik war 1993 in Deutschland das blutigste Jahr seit der Wiedervereinigung. […..] Damals wurden in Deutschland etwa doppelt so viele Menschen umgebracht wie heute.
  Die Statistik lässt keinen Zweifel daran: Deutschland ist heute ein sicheres Land. […..] Deswegen ist es so perfide, wie Politiker der AfD – allen voran Fraktionschefin Alice Weidel – nur wenige Stunden nach den jeweiligen Bluttaten versuchen, diese politisch zu instrumentalisieren. Weidel und ihre Helfershelfer wollen nicht zurück in einen friedlichen Alltag, sie wollen Ausnahmezustand, die Menschen aufwühlen, sie anstacheln – je hitziger die Stimmung desto besser. Es ist eine widerwärtige Strategie, die letzten Endes auf die Zersetzung unserer Gesellschaft zielt. […..] Weidel schließt von einem Menschen auf alle, sie nimmt ein ganzes Volk in Sippenhaft. Und sie verbreitet ohne jede Hemmung ein Standbild aus einem Video von der Bluttat, das die Betreiber von Twitter, Facebook und Youtube trotz eindeutiger Bitte der Polizei auch nach Stunden nicht aus ihren vermeintlich sozialen Netzen entfernt haben. […..]  (Andreas Niesmann/RND, 01.08.19)

Es bleibt nicht bei Perfidie der Rechten, sondern ihre Bösartigkeit hat echte Folgen.
Während die Gesamtkriminalität in Deutschland seit einem Vierteljahrhundert sinkt und sich gegenwärtig auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990 befindet, schüren AfD und Co so effektiv Ausländerhass, daß es jedes Jahr mehr Hassverbrechen gibt.

Gewalttätige Sprache befördere Gewalt.

[…..] Prügelattacken, Brandanschläge, Morde. Seit 1990 werden rechtsextreme Gewalttaten in Deutschland erfasst. Bis zu 169 Menschen sollen seitdem durch braunen Terror getötet worden sein. Wichtige Fälle im Überblick.
"Politisch motivierte Kriminalität - rechts". So nennen die Sicherheitsbehörden in Deutschland Straftaten, die von Rechtsextremen aufgrund ihrer Gesinnung begangen werden. Dazu zählt insbesondere Gewalt gegen Ausländer, Juden, Muslime, politische Gegner oder Vertreter des Staates.1.156  solcher Gewalttaten registrierte der Staat im Jahr 2018.
Seit der Wiedervereinigung 1990 werden Opfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland erfasst. Die Behörden zählten seitdem 85 Todesopfer. Journalisten kommen dagegen auf mindestens 169 rechtsextremistisch motivierte Morde. Sie werfen den Behörden vor, viele Fälle fälschlicherweise nicht als politische Gewalt einzustufen, sondern beispielsweise als private Rache. [….]


Wenn Berger und Weidel immer wieder Horrorstorys von „Messermännern“ hinausposaunen, fühlen sich immer mehr labile Idioten dazu animiert selbst gewalttätig zu werden.


[….] Bei den Untersuchungen zum Verhalten von Jugendlichen, die wir am KfN in regelmäßigen Abständen durchführen, stellen wir fest, dass unter Anderem frühe Gewalterfahrungen im Elternhaus die eigene Gewaltbereitschaft erhöhen. Im Hinblick auf politisch motivierte Gewalttaten stellen wir fest, dass ein geschlossenes rechtes Weltbild der Befragten, im Kern geht es hierbei um die Ablehnung der fundamentalen Gleichheit von Menschen, einen erheblichen Risikofaktor darstellt. Das teilen solcher Einstellungen führt aber nicht ausnahmslos zu rechter Gewalt. Kommen zudem rechte Einstellungen im sozialen Umfeld dazu, steigt das Risiko deutlich. Auch spielen Faktoren wie mangelnde Empathiefähigkeit, mangelnde Selbstkontrolle, ein niedriges Bildungsniveau sowie Deprivations- und Desintegrationserfahrungen, also beispielsweise Arbeitslosigkeit der Eltern eine entscheidende Rolle. Ein bereits bestehender Kontakt zur rechten Szene, etwa durch das Hören rechter Musik oder den Besuch rechter Demonstrationen kann ebenfalls als schwerwiegender Risikofaktor angeführt werden.
Straftäter aus dem rechten Spektrum, die anschließend nach Tatmotiven befragt werden, geben immer wieder an, dass sie davon überzeugt sind, im Interesse der stillen Mehrheit gehandelt zu haben. Das entspricht zwar glücklicherweise nicht der Realität, wird aber anscheinend teilweise so wahrgenommen. […..]

Heribert Prantl und Georg Restle haben es in den letzten Wochen schon angesprochen, es wird Zeit, daß sich das Bundesverfassungsgericht mit der AfD befasst. Tausende Opfer gewalttätiger rechter Übergriffe, hunderte Tote. Wie lange wollen wir noch warten, bis diesem Abschaum das Handwerk gelegt wird?

 […..] Was treibt eine Frau wie Alice Weidel (AfD) dazu, mit der Herkunft des mutmaßlichen Täters ihr schmutziges Süppchen zu kochen? „Schützt endlich die Bürger unseres Landes – statt der grenzenlosen Willkommenskultur!“, twitterte sie, kaum war die Nachricht vom gewaltsamen Tod eines Kindes am Frankfurter Hauptbahnhof bekanntgeworden. Und die Fangemeinde applaudierte.
Es ist gerade eine Woche her, dass im hessischen Wächtersbach ein Landsmann des mutmaßlichen Täters, ein Eritreer, zum Opfer eines offensichtlichen Mordversuchs geworden ist. Das entlastet den Verdächtigen von Frankfurt natürlich nicht, aber was hat Alice Weidel damals getwittert? Nichts.
Ein Mensch begeht eine Gewalttat, das ist die schreckliche, aber auch die ganze Geschichte. Es gibt Täter, und es gibt Opfer, also bitte: Hört auf, sie nach Nationalität und Hautfarbe zu unterteilen. Noch mal, damit ihr es kapiert: Haltet doch mal den Mund, ihr Hetzer! […..]


Total surreal

Neulich überlegte ich, ob ich nicht noch mal versuchen sollte die Serie „Homeland“ zu gucken, auch wenn ich zuletzt den Eindruck hatte, die Storyline hätte das Stadium „absolut hanebüchen“ bereits überschritten.
Ich ging also in Staffel 6; Carrie Mathison ist nicht mehr bei der CIA und Peter Quinn, der große Superheld der Serie liegt mit Hirnschaden und vielen anderen schweren Verletzungen darnieder.
Das hasse ich natürlich, wenn die Starken und Guten in Dramaserien zermatscht werden.
Carrie wird zur heimlichen außenpolitischen Beraterin der Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Keane, die sogar gewählt wird. Als President-elect entgeht sie nur durch Carrie und Peter einem ausgeklügelten Mordanschlag und ist so dankbar, daß Carrie nun offiziell Senior Advisor der Präsidentin wird.
Währenddessen brodelt es natürlich noch in allerlei anderen Handlungssträngen; ein CIA-Fiesling bedroht Carrie, indem er das Jugendamt manipuliert ihr ihre Tochter wegzunehmen. Nachdem alle Versuche scheitern die Kleine wiederzubekommen, tut sie schließlich das, worauf der Zuseher schon lange wartete. Sie nutzt ihren persönlichen engen Draht zur Präsidentin der USA, der sie das Leben gerettet hat und die mutmaßlich auch nur durch ihre entscheidende Hilfe Präsidentin wurde.
M‘am, können sie für mich einen Anruf machen, damit ich meine Tochter wieder bekomme?
Präsidentin Keane wird wütend, lehnt empört ab. Ihr Amt wäre nicht dafür da persönliche Gefallen zu tun, es sei illegal und daher auch eine Zumutung sie überhaupt um so etwas zu bitten.

Sicherlich die richtige Antwort eines integren Amtsinhabers.
Keane hatte Recht; sie konnte gar nicht helfen und anständige Regierungschefs verhalten sich so.
Mich erinnerte das an einen extrem peinlichen Auftritt des unglücklichen Lothar Vosseler, der während der Regierungszeit seines Halbbruders Gerd Schröder verzweifelt versuchte Vorteile aus dieser Verwandtschaft zu ziehen.
Er zog zu diesem Zweck sogar in das trashige RTL-II-Big-Brother-Haus, in dem er den anderen Zimmertemperatur-IQ-Insassen sofort die Jammerplatte auflegte „ich habe kein Geld und keinen Job und dabei ist mein Bruder Bundeskanzler“.
Die tätowierten verkrachten Existenzen um ihn herum waren erstaunt und entsetzt. Das könne ja wohl nicht angehen. Gerd Schröder müsse ja wirklich mies sein, wenn er als so reicher und mächtiger Mann nicht seinem eigenen Bruder eine gute Absicherung als Beamter verschaffe.
Dabei hatte ihn White-Trash-Lothar in seiner ganzen Blödheit zielsicher in eine No-Win-Situation gesteuert.
Ganz Deutschland kannte inzwischen die Alki-Jammergestalt, die ständig neue Aushilfsjobs annahm, immer wieder scheiterte und sich öffentlich beklagte.
Vosseler nicht durch seine Bundeskanzlerpower zu helfen, ließ Schröder als hartherzigen Bruder dastehen, der vor Millionen Zuschauern von BB-Bewohnern niedergemacht wurde.
Ihm tatsächlich mit einem staatlichen Job zu helfen, wäre aber noch viel schlechter angekommen, weil das nun einmal Amtsmissbrauch gewesen wäre.
Die einzig verbliebene Möglichkeit, nämlich seinem gescheiterten Halbbruder rein privat mit privatem Geld zu helfen, war aber ebenfalls verbaut, weil der Idiot Vosseler ständig zur Presse rannte und diese Familieninterna ausplauderte.
Schröder und die fiktive Präsidentin Keane machten in dieser privaten Angelegenheit alles richtig.
 Mein nutzt sein Amt nicht zur Bereicherung aus und betreibt auch keinen Nepotismus.
Daß Ministerpräsident Daniel Günther ohne demoskopische Konsequenzen damit durchkommt nepotistisch zu agieren – er ließ kurz nach seiner Wahl zum MP seinen Bruder entgegen aller Gepflogenheiten zum Vizedirektor des Landtags befördern – kann ich mir nur mit der relative Bedeutungslosigkeit Schleswig-Holsteins und der Verblödung der Wähler erklären.

Unnötig zu erwähnen, aber in Trumps Weißen Haus gibt es nicht einmal Spuren  rudimentären Anstandes.
Der Verfassung, ethische Regeln oder das Strafgesetz kennt IQ45 gar nicht. Und falls er doch etwas davon gehört haben sollte, kümmert er sich nicht drum.

Vollkommen ungeniert leitet er Steuergelder in sein persönliches Vermögen um, lässt sich und seine Kinder bestechen, seine Schwiegereltern einbürgern und versorgt in Paradebeispielen des Nepotismus Tochter und Schwiegersohn mit wichtigen Regierungsposten.

Gewaltenteilung kennt er nicht und versucht immer wieder aktiv die Unabhängigkeit des Justiz zu unterminieren.

Hätte ein Homeland-Drehbuchautor das Folgende ausgedacht, würde man es als völlig abstrus konstruiert auslachen und nicht weitergucken.
Rakim Mayers, 30, halberfolgreicher Rapper aus Harlem NY, Künstlername A$AP Rocky wird für das Hip-Hop-Festival "Smash" in Stockholm gebucht, verprügelt aber vorher mit ein paar anderen Rappern einen Teenager. Recht heftig.

[…..] Zuerst in einem Stockholmer Hamburger-Lokal, später auf der Straße. Der 19-Jährige trug Schnitt- und Prellwunden und eine angebrochene Rippe davon. A$AP Rocky und seine Begleiter sagen, die beiden Jugendlichen hätten sie belästigt und provoziert, die Schläge seien Selbstverteidigung gewesen. Der verletzte Jugendliche und der Staatsanwalt sprechen hingegen von exzessiver Gewalt, die von der Gruppe des Musikers ausgegangen sei. Unter anderem hätten sie den 19-Jährigen zu Boden geworfen, getreten und mit einer zerbrochenen Flasche angegriffen. Im Vorfeld waren Videoclips des Vorfalls auch vom Team des Musikers in sozialen Medien gepostet worden, der Staatsanwaltschaft zufolge waren diese Clips allerdings zuvor geschnitten und "gesäubert" worden. […..]

Da Schweden ein Rechtsstaat ist, passiert anschließend das einzig Richtige: Die Staatsanwaltschaft klagt ihn an, stellt ihn vor Gericht.

Mayers jammert sich im Netz aus, so daß Trash-Trulla Kim Kardashian, die dafür berühmt ist einen dicken Arsch zu haben, ihren vollkommen enthirnten Ehemann Kanye West dazu bringt Donald Trump einzuschalten, der sofort mit seiner ganzen Amtsautorität über Schweden herfällt und ein internationale diplomatisch Krise anzettelt.

[…..] Im Fall des in Schweden verhafteten US-Rappers A$AP Rocky hat Präsident Trump den schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven kritisiert. In einem Tweet schrieb der US-Präsident, er sei "sehr enttäuscht" von Löfven und dessen angeblicher Handlungsunfähigkeit ("unable to act"). "Schweden hat die afroamerikanische Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten im Stich gelassen", twitterte Trump. Die USA täten so viel für Schweden, doch das gelte nicht in die Gegenrichtung. Schweden solle sich lieber auf sein echtes Kriminalitätsproblem konzentrieren, so Trump weiter. Die schwedische Regierung reagiert eher zurückhaltend auf diese Kritik. [….]

Kann man sich nicht ausdenken.
Nicht nur, daß Trump sein Amt dazu missbraucht einen wandelnden Mega-Silikon-Arsch Gefallen zu erweisen.
Nein, er verzettelt sich auch noch tagelang in dieser Petitesse, während die Welt eine Million dringendere Angelegenheiten hat und zudem versteht er natürlich nicht, daß auch in Schweden die Justiz selbstverständlich unabhängig ist und die Regierung keinesfalls Richtern vorschreiben darf wie sie zu urteilen haben.

[…..] Verhandelt wird im Hochsicherheitssaal des Stockholmer Bezirksgerichts eine Schlägerei in den Straßen von Stockholm am 30. Juni, die sich seither zu einer internationalen Affäre ausgewachsen hat. US-Präsident Donald Trump intervenierte bereits mehrfach bei der schwedischen Regierung. Laut Auskunft des Gerichts hat man den Ort für das Verfahren gewählt, weil er groß genug ist, um dem Publikumsansturm gerecht zu werden. Allein 70 Journalisten von 40 internationalen Medien haben sich akkreditiert.
[…..] Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten im Höchstfall zwei Jahre Haft, allerdings gehen die meisten Beobachter von einem weit milderen Urteil aus. Nicht gerade der Stoff, der gewöhnlich für internationale Verwerfungen sorgt. A$AP Rocky allerdings hat prominente Freunde: Vom Ehepaar Kanye West und Kim Kardashian bis hin zu Justin Bieber empörten sich viele Stars. […..] Und auf Twitter fordern Fans einen Boykott von Ikea, Volvo und Spotify. […..] Die Schweden fühlen sich also zu Unrecht angegriffen. Vor allem erregen sie sich über die Interventionen von US-Präsident Trump, der über Twitter und auch in einem Telefongespräch den schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Lövfen mehrfach aufforderte, A$AP Rocky freizulassen, eine Aufforderung, die dieser unter Verweis auf die Unabhängigkeit der Justiz cool parierte: Er sei "stolz darauf, in einem System zu leben, wo der Ministerpräsident einen Prozess nicht beeinflussen kann", sagte Löfven vor Beginn des Prozesses erneut. Eine Haltung, die Trump wiederum "tief enttäuscht" mit beleidigenden Tweets quittierte, in denen er Schweden attestierte, es habe "die schwarze Gemeinde in den USA im Stich gelassen".[…..]

Trump, der Schutzpatron für die amerikanischen People of Color. Ausgerechnet der schlimmste Rassist, der je ein Amt im modernen Amerika hatte.
You cannot make that shit up. Und ich dachte, die Homeland-Autoren schrieben dem Weißen Haus zu absurde Handlungen zu!