Dienstag, 8. November 2016

Das geht nicht gut aus

Zu blöd. Atheist zu sein hat echte Nachteile. Als metaphysisch Verwirrter könnte ich jetzt Allah, Padre Pio oder Vishnu anflehen Hillary Clinton zur nächsten US-Präsidentin zu machen und den Republikanern die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses zu nehmen.
Ich müßte nur ganz fest glauben, um die Sicherheit zu haben, daß alles gut ausgehe.
Unglücklicherweise wurde ich mit einem Gehirn geboren, so daß mir die Option nicht offensteht.
Das große Zittern, das Grübeln, die Unsicherheit hat längst eingesetzt.

Stoßgebete stößt zumindest die Hamburger Morgenpost auch ohne religiösen Kontext aus:


Ich kann die Aussage nur unterschreiben, wenn auch der Adressat unklar ist.
Sinnvollerweise kann sich diese Bitte nur an die amerikanischen Wähler richten.
Aber das ist keine beruhigende Vorstellung angesichts der zig Millionen vollkommen verblödeten Extremisten, die in den USA leben.

Also auch wenn es „gut“ ausgeht, sieht es immer noch schlecht aus.
Der Geistige Giganten des Konservatismus Teil XVIII prognostizierte sich wieder einmal ins Abseits.

Televangelist Jim Bakker rallied his viewers to get behind Donald Trump yesterday, warning that if the GOP presidential nominee loses the election, Christmas will be banned and the world will move towards the End Times. [….]

Ein einzelner Irrer wie Bakker ist kein Problem für ein so großes Land wie die USA – aber der wahnsinnige Hassfanatiker gebietet über ein Millionenpublikum aus Co-Enthirnten, die ihm glauben.

Was macht man mit diesen vielen Millionen Deplorables?

[….] The fact that the press is not reporting on the continuing violent rhetoric at Donald Trump’s rallies reflects an acceptance that is deeply troubling. Thankfully, today the New York Times posted a video “Unfiltered: Voices from Trump’s Crowds,” that captures the tone of the language used at Trump rallies, language that often revolves around hatred and violence, and is filled with crude slurs.
What we seem to have here is a case of the normalization of the deplorable. It is a sinister sight to watch. Masses of people shout racial slurs against Hispanics and our black President, they call for the lynching of Democratic nominee Hillary Clinton, and they hurl anti-LGBTQ epithets.
It’s disturbing that Trump’s outrages are so frequent that the mob atmosphere at his rallies is evidently no longer terribly “newsworthy.” While Benghazi and emails remain part of everyday reporting over the months, journalists don’t remind us of Trump’s earlier incitements. [….]


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