Montag, 24. Juli 2017

Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte.



Um unter Trump was zu werden, muß man nur eins können.
Man muß sich ihm bis zur absoluten Selbstverleugnung unterordnen; ihn lobpreisen.

So kommen erstaunliche Leute zu einem Topjob.

Der neue Kommunikationsdirektor Anthony „the Mooch“ Scaramucci, der bereits seinen großen Wert erwies, indem er der neuen Trump-Sprecherin Sarah Huckabee-Sanders Schminktipps gab, warf seine gesamten Überzeugungen über Bord.
Mit Erfolg. Wer Trump nur tief genug in den Hintern kriecht, wird belohnt – egal was vorher behauptet wurde.

[…..] Anthony Scaramucci hat bislang viele Meinungen vertreten, die in seiner Heimat als links gelten. Er sprach sich für mehr Waffenkontrollen und gegen die Todesstrafe aus, forderte mehr Klimaschutz und kritisierte Donald Trumps geplante Grenzmauer als nutzlos. Trump selbst bezeichnete Scaramucci als Stümper, seine Konkurrentin Hillary Clinton dagegen als "unglaublich kompetent".
Von alldem will Scaramucci nun nichts mehr wissen. Nur Stunden nach seiner Berufung zu Trumps neuem Kommunikationschef am Freitag löschte der Ex-Banker viele seiner Trump-kritischen Kommentare auf Twitter. Begründung: Er diene jetzt dem Präsidenten, das sei "alles, was zählt".
Offenbar glaubt Scaramucci, seinem Chef selbst rückblickend keine abweichenden Meinungen zumuten zu können. Solches Verhalten kennt man sonst aus dem Umfeld autoritärer Herrscher, es erinnert an Fotofälschungen unter Josef Stalin oder Walter Ulbricht. [….]
(David Böcking, SPIEGEL DAILY, 24.07.17)

So kommt ein linker, früherer Demokraten-Spender in die US-Regierung.

Obwohl die Trump-Pence-Regierung auf radikal homophoben Kurs ging und sämtliche LGBTI-freundlichen Regelungen abschaffte, wird nun ein offen Schwuler US-Botschafter in Berlin.
Auch Richard Grenell hatte sich diesen Posten erfolgreich erschleimt.

 […..] Mitarbeiter von Donald Trump machen es sich inzwischen zur Pflicht, dem Präsidenten stets und ausdauernd zu danken. Gründe dafür muss es nicht geben. Und so war auch niemand verwundert, als Richard Grenell am 12. Juli ein Foto mit sich und Trump aus dem Oval Office mit der obligaten Dankesbotschaft verbreitete. Da Grenell aber auch Diplomat ist, konnte zumindest unterstellt werden, dass der Tweet mit einer Gegenleistung verbunden war. Jetzt ist bekannt, welche. Trump hatte dem 50-jährigen Harvard-Absolventen den Botschafterposten in Berlin angeboten. […..] Er [ist] der erste US-Vertreter, der offen in einer homosexuellen Beziehung lebt, seit 14 Jahren bereits. […..] Sein wichtigstes Mitteilungsorgan aber ist Twitter, das er weit häufiger bespielt als der Präsident selbst - nicht selten in gleicher Schärfe. Einige Hundert beleidigende oder politisch gefährliche Tweets löschte er bereits vor dem Romney-Wahlkampf. [….]

Auch der hundertfache Lügner und mutmaßliche Kriminelle Jared Kushner weiß wie es geht.
Da Schwiegerpapi mit seiner „Pardon-Power“ winkt, bemühte sich der Junior heute besonders unterwürfig zu erscheinen und Trump so exzessiv zu loben, daß ihm egal sein kann, was Sonderermittler und Senat jemals nachweisen werden.


Pech haben die Trump-Mitarbeiter, die noch über Rudimente von Rückgrat verfügen.
Das kann tödlich sein. Da rollt beruflich mal schnell der Kopf.

Trumps Anwalt Marc Kasowitz, der ihn seit 2000 vertritt und sich noch vor wenigen Tagen mit Cortisol vollgepumpt wüst pöbelnd für Trump einsetze, schmiss gestern hin.

Donald Trump's personal lawyer quits top role as administration faces fresh setback over Russia probe. […..]

Auch Kushners Anwalt Jamie Gorelick warf diese Woche das Handtuch.

In den Monaten zuvor hatten schon Trumps communications director Michael Dubke und Deputy chief of staff Katie Walsh das sinkende Schiff verlassen.

Es wird schon gewettet wer als nächstes geht.

[…..] Commerce Secretary Wilbur Ross’s interminable teleconference babbling to a Christian Democratic Union meeting in Berlin made him a laughingstock in Germany — and we know that the president is not amused by public mockery. National Economic Council director Gary Cohn has angered conservatives who believe him a moderating force on the president. [….]

Heute kündigte aber erst einmal, wie erwartet, der Mann, der “Comical Ali” wie einen seriösen Mann aussehen läßt; die weltweit ausgelachte peinliche Witzfigur Sean Spicer aka Melissa McCarthy. (…..)

Die neuesten Gerüchte besagen nun, daß zwei andere Minister die Nächsten sein könnten.

Rexit? Rex Tillerson 'to quit as Donald Trump's secretary of state before the end of the year'

Justizminister Sessions könnte durch den Trump vollkommen ergebenen Rudi Crazy Giuliani ersetzt werden. Anschließend ist vielleicht der Außenminister dran.

[….] Secretary of State Rex Tillerson may soon be joining the growing list of Trump administration officials who have prematurely left their posts.
CNN reported Monday morning that Tillerson has a “growing list of differences with the White House,” and found Trump’s public expression of regret his selection of Attorney General Jeff Sessions in a New York Times interview “unprofessional.”
According to CNN’s anonymous sources, Tillerson would remain in his post until at least the end of the year, but is debating whether he will resign from the State Department.
Tillerson was allegedly one of several within the administration who took issue with how Trump said he would have passed over selecting Sessions if he had known ahead of time that Sessions would recuse himself from the federal investigation into Russia tampering with the U.S. presidential election. Trump characterized the move as “very unfair to the president.”
Trump is allegedly considering replacing Sessions with Rudy Giuliani. [….]