Donnerstag, 26. Oktober 2017

Klimawandel

Trump konnte noch kein einziges Gesetz durchbringen; alle seine Versprechen; von „defeat ISIS within 30 days“ über „taxreform“ und „build a wall“ bis „repeal and replace Obamacare“ blieben unerfüllt.

Seine Anhänger finden ihn trotzdem toll, weil er ihren rassistischen Hass auf Obama bedient und geradezu manisch alles zerstört, das Obama schuf.

Auch die jüngsten Kabale in der republikanischen Partei scheinen Trump bei seiner Basis eher zu nutzen.
Die Attacken GW Bushs, McCains, Corkers und Flakes kommen alle von ehemaligen oder demnächst ehemaligen GOP-Größen.
 In der Bannon-Trump-Welt bedeutet das den Durchmarsch seiner aggressiven White-supremacy-Linie. Der Rücktritt sogenannter „Establishment-Republikaner“ ist hilfreich für die radikalen Fanatiker an der Basis.

Nachdem sich Trumps Wahlsiegt bald einmal jährt, lassen sich aber auch erhebliche kulturelle Veränderungen feststellen. Bullying ist wieder auf dem Vormarsch.
Trumps Aufstieg war nämlich nicht nur ein Aufbäumen gegen übertriebene political correctness, sondern auch ein Plädoyer für rücksichtsloses Durchsetzen des Stärkeren.
Reiche und mächtige Weiße trauen sich wieder was.
Man kann „Jews will not replace us“-skandierend durch die Straßen ziehen und anschließend vom Präsidenten „finest people“ genannt werden.
Feuer frei auf Juden, Schwarze, Dicke, Alte, Kinder, Schwule, Frauen, Latinos, Transgenders, Immigranten und natürlich auch auf Behinderte – das hatte Trump selbst schon am Anfang seines Wahlkampfes bewiesen, als er die Behinderung des an Arthropryposis leidenden NYT-Reporters und Pulitzerpreisträgers Serge F. Kovaleski nachäffte.

Weiße Hillbillies, die gern auch Schwächeren rumtrampeln haben nun Oberwasser.

[…..] Die Zahl der "Hate Crimes" in den USA ist nach dem 8. November sprunghaft angestiegen. Mehr als 700 Berichte über Belästigung und mögliche Hassverbrechen zählte das Southern Poverty Law Center der Zeitung zufolge nach der Wahl. Offizielle Statistiken liegen zwar noch nicht vor, aber die Zahlen, die das FBI kürzlich präsentierte, deuten einen Trend an. Hassverbrechen haben demnach im vergangenen Jahr um sechs Prozent zugenommen. Die Übergriffe auf Muslime sollen im Vergleich zu 2014 sogar um 67 Prozent gestiegen sein.
Es gebe hunderte Berichte, unter anderem über Schmierereien von Hakenkreuzen an Autos und Häusern, beklagte Soros. Trumps Fremdenfeindlichkeit würde sich in der Bevölkerung immer mehr ausbreiten. Opfer seien nicht nur Migranten, sondern auch Schwarze, Homosexuelle, Muslime sowie andere Minderheiten. "Direkt verantwortlich" für diese Exzesse sei die "hetzerische Rhetorik" Trumps und seiner Anhänger während des Wahlkampfs. "Dunkle Mächte sind erwacht", sagte er. "Wir müssen etwas tun, um dagegen anzugehen." [….]

[….] "Dieser Hass": Das sind sogenannte Hate Crimes, rassistisch motivierte Übergriffe. Die Statistik ist alarmierend und der Zusammenhang - zumindest für die New Yorker Behörden - überdeutlich. Seit dem Wahlabend, an dem Donald Trump siegte, ist die Zahl rassistisch motivierter Übergriffe in New York City um 115 Prozent gestiegen. "Mir ist schlecht geworden, als ich hörte, dass eine unserer Polizistinnen nur wegen ihres Glaubens attackiert und beschimpft wurde", sagt de Blasio.
New Yorks Bürgermeister zeigt mit dem Finger auf Donald Trump. Dessen Hassreden aus dem Wahlkampf hätten diese Stimmung in der Stadt aber auch im ganzen Land erzeugt. Die New Yorker Polizei verzeichnet immer mehr Hakenkreuzschmierereien. In zwei Metrostationen wurden Ku-Klux-Clan-Flugblätter verteilt, Werbebroschüren der rassistischen Organisation, die Donald Trump zur Wahl empfohlen hatte. [….]

Trump und seine Regierung enablen die niedersten Instinkte der Amerikaner.
Was sich schon unmittelbar nach Trumps Wahlsieg als Gewaltexzess zeigte, hat sich inzwischen auf allen Ebenen manifestiert.

[….]  Since the election of President Donald Trump, news outlets and social media accounts have swelled with reports of swastikas at schools, racist taunts, and other hate-fueled attacks and acts of intimidation. The Southern Poverty Law Center, which has aggregated media reports and gathered submissions from its website, catalogued 1064 such incidents, 13 of which were later debunked as false reports, in the first month after Trump won the presidency. (Twenty-six of those incidents were perpetrated against Trump supporters.) The SPLC has presented that data in aggregate, creating an invaluable record of the scope of post-election hate crimes. […..]

[…..]  Bürgerrechtler warnen Schwarze vor American Airlines
[…..] Die Bürgerrechtsorganisation NAACP, die sich für Schwarze einsetzt, hat vor Reisen mit American Airlines gewarnt. Afroamerikaner könnten bei der Fluglinie respektlosen, diskriminierenden oder unsicheren Umständen ausgesetzt sein, schreibtNAACP in einer Mitteilung.
Afroamerikanische Passagiere hätten in den vergangenen Monaten verstörende Zwischenfälle auf American-Airlines-Flügen gemeldet, heißt es. Die NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) nannte vier Fälle, in denen schwarze Passagiere dazu aufgefordert worden seien, ihren Sitzplatz aufzugeben oder das Flugzeug zu verlassen. […..] Bei einem weiteren Vorfall soll eine schwarze Frau gemeinsam mit einem weißen Passagier gereist sein, beide flogen eigentlich erster Klasse. Am Schalter habe sie in eine günstigere Flugkategorie wechseln müssen, während ihr Mitreisender in der ersten Klasse habe bleiben dürfen. […..]

[….]  Hate Crimes Against Muslims in US Continue to Rise in 2016
Trump Needs to be More Forceful – and Public – in Condemning Hate Crimes [….]

[….]  Hat Präsident Donald Trump ein Antisemitismus-Problem?
Warum tut sich Trump so schwer damit, die grassierenden Attacken gegen jüdische Einrichtungen (seit Amtsantritt hat es 70 Bombendrohungen in 27 Bundesstaaten gegeben) von sich aus anzusprechen und eindeutig zu verurteilen?   Nach der jüngsten Eskalation konnte Trump nicht mehr länger schweigen. Auf einem jüdischen Friedhof in St. Louis im Bundesstaat Missouri waren 170 Grabsteine umgeworfen und Gräber verwüstet worden. Beim Rundgang durch das neue Museum für afro-amerikanische Geschichte und Kultur in Washington wurde der Präsident von einem Reporter dazu gefragt. […..] Es waren die allerersten Worte des Präsidenten Trump zu einer Entwicklung, die nach Angaben der „Anti-Defamation-League“ schon seit Monaten im Gang ist. Antisemitische Vorfälle, so die jüdische Organisation mit Verweis auf Polizeistatistiken, hätten in den USA eine Dimension erreicht, die man seit den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhundert nicht mehr gesehen habe. [….]

[….] Fox News arbeitet fleißig an der Produktion der rechten Parallelwelt mit, man findet auf der Website aber auch noch echte Nachrichten. Über Portale wie Breitbart oder Infowars hingegen betritt man eine andere Welt. Das wohl wichtigste Merkmal dieser Medien ist, dass sie ausschließlich Themen präsentieren, die für den Gefühlshaushalt der Trump-Anhänger relevant sind. In dieser Parallelwelt existieren nur gewalttätige Muslime und Migranten, fremde Länder, die die USA betrügen, männerhassende Feminazis, kriminelle und intrigante Demokraten, die Trump etwas anhängen wollen, und Finanziers, die das alles bezahlen und die als Juden zu kennzeichnen man noch ­vermeidet.
Faschistische Gruppen und rechtsesoterische Sekten, die in einer solchen selbstgebastelten Parallelwelt leben, gibt es schon lange. Nun aber ist der rechtsextreme Wahn zu einer Massenbewegung geworden – und sein höchster Repräsentant sitzt im Weißen Haus. Für ihn sind fake news unerlässlich, anders kann er sich etwa der mittler­weile erdrückenden Beweise, die Mitarbeiter seiner Wahlkampagne mit Russland in Verbindung bringen, nicht erwehren. [….]

 [….] NRA ruft zum Bürgerkrieg auf
So sorgen Videos der mächtigen Waffenlobbyorganisation NRA in liberalen Medien für starke Kritik. Sie werfen der NRA vor, damit auf ihren Bürgerkrieg gegen Trump-Gegner vorzubereiten. In den kurzen Videos ist die bekannte Radiomoderatorin Dana Loesch in ihrer Funktion als NRA-Sprecherin zu sehen. Sie spielt eine Fernsehansagerin, die die rechte Sicht auf die aktuellen Zustände in den USA wiedergibt. Ihre Stimme klingt dringlich und soll den Ernst der Situation verdeutlichen: Über die Trump-Gegner behauptet Loesch:
   „ Sie nutzen ihre Medien, um die wahren Nachrichten abzutöten. Sie nutzen ihre Schulen dazu, den Kindern beizubringen, dass ihr Präsident ein neuer Hitler ist. Sie setzen ihre Filmschauspieler, ihre Sänger, ihre Comedy-Shows und Preisverleihungen dazu ein, um dieselbe Leier permanent zu wiederholen“.
    Dana Loesch [….]

[….] Hate crimes have jumped by nearly 20 percent in major U.S. cities through much of this year, after increasing nationally by 5 percent last year, according to police data compiled by the Center for the Study of Hate and Extremism at California State University at San Bernardino.
The number of hate crimes in 13 cities with a population of over 250,000 rose to 827 incidents, up 19.9 percent from 690 reported during the same period last year, according to the study. Only two cities - Columbus, Ohio, and Riverside, California - posted declines.
Among the nation’s six largest cities, including New York City, Los Angeles and Chicago, the number of hate incidents increased to 526 from 431 last year, up 22.4 percent, according to the study. [….]

[…..]  Hetze, Pöbeleien, Anfeindungen: Das politische Klima in den USA hat sich seit Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten verändert. Das kommt auch in den Klassenzimmern an, zeigt eine aktuelle Studie.
Seit rund 25 Jahren unterrichtet Nicole Morris aus Utah bereits Sozialkunde. Doch ihre Schüler seien nie so aufgeregt gewesen wie in den ersten Monaten der Trump-Regierung, sagt die US-Lehrerin laut einer Studie der University of California in Los Angeles (UCLA).
Seit der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten im November 2016 sei das Lernklima in ihrer Klasse von Ängsten, Unhöflichkeiten und Feindseligkeiten geprägt, sagt Morris .  Diese Erfahrung teilen Lehrerinnen und Lehrer überall in den Vereinigten Staaten. Das geht aus der Studie "Teaching and Learning in the Age of Trump: Increasing Stress and Hostility in America's High Schools" (auf Deutsch: "Lehren und Lernen in Zeiten von Trump: Zunehmender Stress und Feindseligkeit in Amerikas Highschools") hervor. [….]

[….]  By appearing at the Values Voter Summit, President Trump is lending the legitimacy of his office to a hate group that relentlessly demonizes LGBT people and works to deny them of their equal rights.
His appearance puts the lie to his campaign promise to be a friend to the LGBT community. Bigotry is not an American value, and our president should speak out against it. [….]


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