Sonntag, 8. Mai 2016

Jaja, der Papst…

Franziskus bekommt den renommierten Karlspreis der Stadt Aachen verliehen und tout Journaille liegt ihm zu Füßen.
Nicht nur die papaphilen Schreiber huldigen dem Homophoben mal wieder, sondern auch die politische Klasse verneigt sich.

Die beiden Spitzen der EU, Parlamentspräsident Martin Schulz und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, wollen die Ansprache des Papstes bei der Karlspreis-Verleihung allen Regierungen der EU-Mitgliedstaaten zuleiten. Schulz sagte am Freitag in Rom, er hoffe, dass „die Regierungen der Länder, die der Auffassung sind, sie hätten mit der Flüchtlingsproblematik nichts zu tun, diese Rede aufmerksam lesen“.

Auch die fromme Angela M. greift gern etwas Glanz ab und findet sich zu ihrer xten Privataudienz beim Pontifex ein.

Kurz vor der Verleihung des Karlspreises an Papst Franziskus hat das Kirchenoberhaupt Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Privataudienz empfangen. Die protestantische CDU-Vorsitzende und der Argentinier trafen im Vatikan zusammen.
(dpa 06.05.2016)

Franzl mag die Deutsche fast so gern wie Crazy Horst Seehofer, den er ebenfalls schon mehrfach zu privaten Audienzen einlud.
Und der Papst beschenkte die CDU-Chefin sogar.

Die Kanzlerin freute sich auf jeden Fall über ein Geschenk des Papstes: Er gab ihr am Ende des Gesprächs einen Friedensengel. Dazu sagte Angela Merkel: "Den können wir gut gebrauchen in Europa."

Merkel nahm an der Zeremonie teil und lobte anschließend den Pontifex in höchsten Tönen.

Auch das konservative Hamburger Abendblatt von der Funke-Medien-Group verneigt sich vor dem Geronten im weißen Kleid.
Das wäre eine angemessene Standpauke, die Europa guttue.

[….] Was Papst Franziskus bei der Verleihung des Karlspreises den versammelten europäischen Honoratioren ins Stammbuch schrieb, liest sich wie eine Abrechnung mit der politischen Kaste des leidlich vereinten Europa. Die "Kühnheit" der Gründerväter der EU, die einst eine "Solidarität der Tat" in Europa verankerten, sei schnöden "Egoismen" gewichen; die "Idee Europa", so Franziskus, wurde abgelöst durch "gewundene Kompromisse"; "Zäune" versperrten zuvor offene Grenzen. "Was ist mit dir los, Europa?", rief der Pontifex den Schulzes und Junckers, den Merkels und Tusks zu.
Dass die im Vatikan versammelten Adressaten dieser päpstlichen Standpauke dann auch noch applaudierten, war wohl eine Mischung aus Formwahrung und Verlegenheit – und damit ein Abbild der Europäischen Union, wie sie sich aktuell präsentiert.
[….] Europa in Zeiten der Flüchtlingskrise – das ist ein Kontinent, der sich kleinlich um Quoten zankt, während Millionen Flüchtlinge heimatlos geworden sind. Das ist eine Union der Egoisten, die sich einzäunen, während auf dem Mittelmeer fast täglich Menschen ihr Leben verlieren. Das ist eine politische Gemeinschaft der großen Gipfel und kleinkarierten Beschlüsse. Von der von Franziskus angemahnten "Solidarität der Tat" ist nichts zu erkennen. Das vereinte Europa, das ist die traurige Lehre aus der Flüchtlingskrise, hat als Wertegemeinschaft abgedankt. Es hat diesen Anspruch verspielt – auf Lampedusa, auf Lesbos, in Idomeni. [….]

Was für eine Heuchelei auf allen Seiten!
Der Papst beschenkt die Waffenexportkönigin, die hilfesuchende Menschen den schlimmsten Folterregimen überlässt, Menschenrechte über Bord wirft, um Erdogan zu gefallen und Myriaden Frauen und Kinder in Idomeni zusammenpfercht, Tausende Kinder in Gefängnisse werfen läßt und mit der Bundesmarine gegen Heimatvertriebene vorgeht.

Franziskus ist über drei Jahre Papst.
Von seinen IOR-Milliarden will er sich aber genauso wenig trennen wie von den Kinderficker-beschützenden Kardinälen in seiner Kurie.

Würde er irgendetwas von seinen Flüchtlings-freundlichen und Kapitalismus-kritischen Worten ernst nehmen, müßte er einerseits selbst handeln bezüglich der gewaltigen Vermögenswerte der RKK und andererseits aufhören die politischen Führer, die das Flüchtlingselend geschehen lassen auch noch zu umschmeicheln.

Der Papst ist ein Heuchler, dessen Worte völlig wertlos sind.

Ich würde beginnen ihm zu glauben, wenn er damit begänne jene katholischen Politiker, die sich besonders vehement gegen Flüchtlinge aussprechen  - also zum Beispiel CSU-Minister und Ministerpräsidenten oder Beata Szydło – zu exkommunizieren.

Und einige seiner Topkleriker sollte Franzl ebenfalls feuern.

Die österreichische FPÖ beruft sich auf ein „wehrhaftes Christentum.“

László Kiss-Rigó, Bischof von Szeged-Csanád und der Ungar Péter Kardinal Erdő sind die Hauptverbündeten Victor Orbans. Die ungarische Kirche erzwingt gewissermaßen die antiziganistische und antisemitische Politik, forciert Homophobie und Aggressionen gegen Flüchtlinge.
Die radikal menschenfeindliche und antidemokratische Politik des Beata Szydło-Kabinetts wurde im Wesentlichen durch die Propaganda des kirchlichen Senders Radio Maryja ermöglicht.

Solange der Papst aber an diesen Katholiken festhält, sind seine Karlspreis-Sonntagsreden Makulatur.
Bergoglio ist bloß ein Schwätzer.


Keine Kommentare:

Kommentar posten