Donnerstag, 22. Dezember 2016

Fähige Politiker.

Ein größerer terroristischer Anschlag in Deutschland war ungefähr so überraschend wie das Amen in der Kirche.
 Eine Frage der Zeit.
Umso erstaunlicher, daß Merkel so gar nicht drauf vorbereitet war und nur dümmlich losplapperte.

Fähige Politiker können das auch mit den richtigen Worten und der richtigen Haltung kommunizieren.

"Sie mögen in diesem Augenblick ein triumphierendes Machtgefühl empfinden. Aber sie sollen sich nicht täuschen. Der Terrorismus hat auf die Dauer keine Chance. Denn gegen den Terrorismus steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus steht der Wille des ganzen Volkes. Dabei müssen wir alle trotz unseres Zornes einen kühlen Kopf behalten".
(Helmut Schmidt 1977)


Einen Helmut Schmidt gibt es nicht mehr.

Ole von Beust, teuerster und schlechtester Bürgermeister, den Hamburg je hatte, verursachte durch seine Jahrhundertfehlentscheidungen einen zweistelligen Milliardenschaden für die Stadt.
Er traf aber nicht nur grundsätzlich diese idiotischen Entscheidungen, sondern glaubte auch noch, es liefe schon irgendwie alles von allein, wenn er einmal gesagt hätte wo es lang geht.
Der Di,Mi,Do-Bürgermeister war chronisch arbeitsscheu und kümmerte sich grundsätzlich nicht um die Umsetzung seiner grotesken Pläne.

Von Beust ist völlig schamlos und ließ sich just mit einer Barkasse mit der versammelten Presse vor der inzwischen tatsächlich fertiggestellten Elbphilharmonie feiern.

Dabei waren der Ex-Bürgermeister und seine damaligen CDU-Senatskollegen schlicht und ergreifend unfähig den Bau zu überwachen und die Kosten zu kontrollieren. Das gelang erst als sich Olaf Scholz und die leider, leider, leider gerade verstorbene Barbara Kisseler der Sache annahmen.

Eine Großstadt zu regieren ist nicht in erster Linie ein politischer Job, sondern ein Verwaltungsjob; eine MGMT-Aufgabe.

Zum großen Glück der Hamburger ist der gegenwärtige Bürgermeister Olaf Scholz ein exzellenter Manager.

Selbst die Mammutaufgabe in einer Stadt mit eine Wohnungsleerstandsquote von 0,4% Myriaden Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, gelingt in Hamburg deutlich besser als in anderen Bundesländern.

Scholz erweist sich dabei als so fähiger Politiker, daß die Hauptstadt Berlin vor einer Woche offiziell um Amtshilfe bat.
„Lageso“ ist in Berlin nur die Spitze des Eisbergs.
Die Berliner Verwaltung hat bei der Ausschreibung so gewaltige Fehler gemacht, daß Heimatvertriebene noch immer in Turnhallen zusammengepfercht leben müssen. Berlin sieht sich außer Stande der Sache Herr zu werden.

Mario Czaja (CDU), vom 01. Dezember 2011 bis zum 8. Dezember 2016 Senator für Gesundheit und Soziales im Senat Wowereit und Senat Müller I hatte die Flüchtlingsunterbringung so katastrophal gegen die Wand gefahren, daß der neue R2G-Senat in Hamburg anrief.

Flüchtlingschaos in Berlin Hamburg muss die Hauptstadt retten
[…] Berlin versinkt im Flüchtlingschaos – und Hamburg soll das Problem nun lösen. Weil die Hauptstadt mit der Unterbringung von Asylsuchenden heillos überfordert ist, hat sie bei den Norddeutschen Amtshilfe beantragt.
Kein Platz, keine Privatsphäre, keine Perspektive – dicht an dicht stehen die Betten in der Turnhalle an der Berliner Hüttenstraße. Sie ist eine von 38 Notunterkünften, in denen derzeit 3.000 Flüchtlinge untergebracht sind.
Während Sporthallen in Hamburg immer ein Tabu waren, hat die Hauptstadt von Anfang an Asylsuchende dort untergebracht – und nun ein echtes Problem. Die Stadt bekommt die Flüchtlinge dort nicht mehr raus!
[…][…] Die neue Regierung um Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat jetzt einen neuen Weg eingeschlagen – und Hamburg um Hilfe gebeten.
„Da sich die Situation in den Turnhallen verschlechtert und teilweise prekäre Bedingungen herrschen, sollen bereits während der Laufzeit der Ausschreibungen temporäre Lösungen gefunden werden“, heißt es in einer Mitteilung des Berliner Senats. Eine davon ist die Amtshilfe durch andere Bundesländer – und die soll aus Hamburg kommen. […]

Liebe Berliner, wir helfen doch gern.
Und es ist erfreulich zu sehen, daß Ihr wie auch die Hamburger nach den dunklen Jahren 2001-2011 gelernt habt die Stadtregierung nicht mehr CDU-Politikern zu überlassen.
CDU bähbäh. Bitte nicht wiederwählen.


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