Donnerstag, 8. Dezember 2016

Rassismus pur

Der CDU fällt nach 12 Jahren an der Regierung nichts anderes ein, als die braune AfD-Pest zu imitieren.
Ökonomisch, sozial, ökologisch, zukunftsorientiert hat man nichts zu bieten, also wird gegen Ausländer Stimmung gemacht – während die ausländerfeindliche Stimmung schon so sehr hochkocht, daß es jeden Tag mehrere rechtsradikale Übergriffe auf Flüchtlinge gibt.

Im Gegensatz zu dem was die SPD billig postet, ist das durchaus christlich.

 
Schließlich ist Religion per Definition exkludierend. Christentum bedeutet „Wir sind besser als die“, wir haben Recht, die haben Unrecht, daher dürfen wir auch die anderen schlechter behandeln. Des Lo Vult.



Entsprechend stimmig ist auch der vom aktuellen CDU-Top-Widerling Thomas Strobl initiierte und auf dem Parteitag mehrheitliche beschlossene Plan aus der Doppelstaatsbürgerschaft auszutreten.

Mit ihren Beschlüssen zur Flüchtlings- und Integrationspolitik ist die CDU beim Koalitionspartner SPD, aber auch bei den Grünen auf scharfe Kritik gestoßen. Für heftigen Widerspruch sorgte vor allem der Beschluss der Parteitagsdelegierten, die 2014 eingeführte doppelte Staatsbürgerschaft für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern wieder aufheben zu wollen.
[….] Zufrieden mit dem Doppelpass-Beschluss der CDU zeigte sich die AfD. "Wir werden jedes Ansinnen und jede Bestrebung, die doppelte Staatsbürgerschaft abzuschaffen, unterstützen. Ganz egal von wem es kommt", erklärte AfD-Vize Alexander Gauland. "Der Vorstoß von der CDU-Parteibasis ist vernünftig."

Bemerkenswert ist der besondere amoralische Rassismus, der den CDU/CSU/AFNPD-Plänen zugrunde liegt.
Geht es nämlich um hellhäutige „Doppelstaatler“ sind Strobl und Co durchaus toleranter.
Sie wollen nur keine Dunkelhäutigen in die „deutsche Rasse“ einkreuzen. Kein Türken- oder „Negerblut“.

Ingo Zamperoni hielt bei seiner gestrigen Tagesthemen-Moderation seinen deutschen Reisepass und seinen italienischen Personalausweis in die Kamera.

Zamperoni hat noch Glück gehabt mit seiner deutschen Mutter. Die kann ich zwar auch vorweisen, aber ich wurde zu einer Zeit geboren, als Mütter noch komplett irrelevant waren für die Staatsbürgerschaft und bin und bleibe daher Ausländer.

Der mutmaßlich nächste Alterspräsident des Bundestages findet die Angelegenheit auch etwas merkwürdig und fragte nach.

 Gute und böse Doppelstaatler
Kommentar von Hans-Christian Ströbele zum Bundesparteitagsbeschluss der CDU zur Doppelten Staatsbürgerschaft und Wiedereinführung der Optionspflicht: Droht nach dem CDU-Beschluss nun auch den Millionen Deutschen mit einer zusätzlichen ausländischen Staatsbürgerschaft Ungemach?
Nach der Antwort der Bundesregierung auf meine parlamentarische Frage vom August 2016 leben aus den Herkunftsländern USA 69287, England 35562, Russland 567477, Polen 687813 Deutsche mit zusätzlicher Staatsbürgerschaft in Deutschland. Niemand hat bisher daran Anstoß genommen. Unüberwindliche Loyalitätskonflikte sind auch bei diesen nicht bekannt geworden. Anstatt diese Erfahrungen zu nutzen und Doppelstaatlichkeit bei allen zu respektieren, scheint es darauf anzukommen, aus welchem Herkunftsland die Menschen kommen, also auf die Unterscheidung von guter und schlechter Doppelstaatlichkeit.

Was für ein schlechter Witz.


Zu allem Übel klappt der Rechtsruck der CDU auch noch. Der Urnenpöbel ist begeistert; die demoskopischen Zahlen gehen deutlich um mehrere Prozentpunkte hoch.

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