Sonntag, 19. Oktober 2014

Die Deppen der Woche – Teil I



Verschiedentlich arbeitete ich mich an der deutschen HUK ab. Gern verwende ich den Vergleich mit einer „kommunistischen Plattform“ in der FDP; das bringt nichts.
Bis heute hat sich an meinem Vorurteil wenig geändert. Ich halte die Jungs und Mädels für naiv, gaga und überflüssig.

Doch, daß sich nicht alle Schwulen outen mögen, halte ich für absolut verständlich, wenn auch bedauerlich.
Das mag für mich eher eine theoretische Frage sein, aber ich kann mir nur sehr schwer vorstellen mich für einen Verein, wie zum Beispiel die Katholische Kirche oder die Fußballbundesliga, zu engagieren, der mich grundsätzlich ablehnt.
Im Falle der RKK werfe ich das auch allen Frauen vor: Wieso engagiert ihr euch ausgerechnet für einen Laden, der euch für so minderwertig hält, daß ihr noch nicht mal niederste Ämter selbst übernehmen dürft?
Wie erbärmlich es ist, wenn die 2000 Jahre lang Unterdrückten bei den ersten Brotkrumen, die sie zugeteilt bekommen, gleich vor Dankbarkeit in Verzückung geraten!

Über viele Jahrhunderte haben katholische Offizielle Schwule, Gottlose, Hexen, Ehebrecherinnen und viele andere mehr gefoltert und umgebracht und nur weil sie das nun seltener tun, ist alles verziehen?

Ebenso gut könnte Kenan Kolat (Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e. V.; TGD) auf Knien zur NPD-Zentrale robben und sich dafür bedanken, daß heute kein von Migranten bewohntes Haus angezündet wurde.

Die Leute von der HUK möchte ich eigentlich zum Psychiater schicken und ihre Schizophrenie behandeln lassen.

Wir, die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (kurz: „HuK”), wollen die volle Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Queeren (LGBTQs) am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben. Als Zeuginnen und Zeugen der befreienden Botschaft von Bibel und persönlicher Gotteserfahrung arbeiten wir
-      am Abbau von Vorurteilen gegenüber und Diskriminierung von LGBTQs innerhalb der Kirchen,
-      für die vollständige berufliche Gleichstellung mit heterosexuellen Biomännern und -frauen,
-      gegen die Diskriminierung von HIV-Positiven und an AIDS Erkrankten,
-      an der Schaffung von Räumen, um als LGBTQs Spiritualität zu teilen, und
-       an der Erkennbarkeit von uns als Christinnen und Christen innerhalb der LGBTQ-Gemeinschaft.

Wenn man Teilhabe und Anerkennung möchte, sollte man sich dringend eine andere Ideologie suchen!
In der Bibel, die nur so strotzt von Strafandrohungen, dem Zorn und der Eifersucht Gottes, der Intoleranz und Brutalität ausgerechnet „die befreiende Botschaft“ zu erkennen, zeugt schon von schwerer geistiger Umnachtung.

Homos in aller Welt sind aber nicht von ihren naiven Hoffnungen zu heilen. Wieder einmal blickten sie bang nach Rom. Würden die Profi-Homophoben vielleicht doch ein kleines bißchen weniger homophob werden?

Nein, das wurde selbstverständlich nichts!
Frauen und akzeptierte Homosexualität sind die größten Gefahren für ihr fauenfeindlich-homophiles Männer-Idyll. Frauen wären eine gewaltige Konkurrenz und wenn Schwule akzeptiert wären, verlöre der Klerus sein wichtigstes Disziplinierungsinstrument, sowie ein entscheidendes Rekrutierungsargument.
Wieso sollten die Männer in den prächtigen bunten Kleidern Risiken eingehen?

Die Zwischenberichte letzte Woche hatten die Tradis weltweit in Rage versetzt, als es hieß, Homosexuelle könnten die Kirche mit ihren "Gaben und Eigenschaften" bereichern. Schock schwere Not! Homosexuelle als Bereicherung?
Es war klar, daß Typen wie Müller, der ohnehin zweit- oder drittmächtigste Kleriker der Welt, der soeben noch vom Papst zur Bestätigung zum Kardinal erhoben wurde, niemals offiziell Tunten in Talaren tolerieren würden.

Die Synode sollte klarer herausstellen, dass eine "unauflösliche, glückliche und treue Ehe" das katholische Leitmotiv sei, statt den Blick nur auf "imperfekte familiäre Situationen zu verengen", forderten am Montag etliche "Synodenväter", wie die Konferenzteilnehmer im Kirchenjargon heißen. Und wo denn der Begriff "Sünde" geblieben sei?
Anführer des Protests ist der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, Chef der mächtigen Glaubenskongregation. Der Zwischenbericht des ungarischen Kardinals Peter Erdö sei "unwürdig, schändlich, vollkommen falsch", erregte sich der oberste Glaubenshüter der katholischen Kirche. Von den darin in Aussicht gestellten Änderungen der kirchlichen Regeln bezüglich der Wiederheirat von Geschiedenen, der Paare ohne Trauschein oder gar gleichgeschlechtlicher Paare könne gar keine Rede sein. Alle Stimmen, die sich dagegen ausgesprochen hätten, habe Erdö einfach unterschlagen. [….]
Der Zwischenbericht sei für viele Bischöfe nicht akzeptabel, sagt etwa der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Stanislaw Gadecki. In den Bericht hätten "Spuren einer gegen die Ehe gerichteten Ideologie Eingang gefunden".  Natürlich könne man auch mal über Sonderfälle sprechen, so der Mann aus Posen. "Aber in erster Linie sollten wir doch die Wahrheit präsentieren!" Und nun gebe es plötzlich eine Debatte, ob etwa homosexuelle Paare Verantwortung für Minderjährige übernehmen könnten - "als ob das etwas Akzeptables wäre". [….]

Tststs, die Homos - "als ob das etwas Akzeptables wäre". Nein, für solche Gestalten verwendet man noch nicht einmal das Wort „Mensch“. Müller weiß, wie man die richtig bezeichnet: "unwürdig, schändlich, vollkommen falsch.“

Für Konfessionslose sind das sehr gute Nachrichten.
Je mehr sich der Papst als Unterstützer solcher Forderungen herauskristallisiert, desto besser wird die Kirchenaustrittswelle in den westlichen Ländern voranschreiten.
Wir dürfen eine Sache nicht vergessen: Diese Synode kann zwar diskutieren, aber letztendlich keine neuen Regeln durchsetzen.
Das könnte allerdings sehr wohl Papst Franz. Aber der tut es nicht.
Er ist derjenige, der weiterhin den Geschiedenen, den Schwulen, den Frauen die ausgetreckten Mittelfinger zeigt.

Aber wer 2000 Jahre Demütigungen gewöhnt ist wird devot und freut sich über jedes Krümelchen.


Einer der schärfsten Kritiker jeder Liberalisierung ist der Amerikaner Raymond Leo Kardinal Burke, nicht zu verwechseln mit Ratzis erzreaktionärem PR-Chef Greg Burke.

Der amerikanische Opus Dei-Journalist Greg Burke, der vorher für den Teebeutler-Sender FOX NEWS (= Fixed Noise) arbeitete, ist seit 2012 in Diensten des Vatikans.

Der Burke-Kardinal wirkt als Präfekt der Apostolischen Signatur und damit gleichzeitig als Präsident des Obersten Gerichtshofs des Vatikanstaates. Zudem ist er Mitglied der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten im Vatikanischen Staatssekretariat, der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung und Mitglied der Bischofskongregation.

Warum signalisiere man wiederverheirateten Geschiedenen, sie könnten womöglich demnächst zur Kommunion zugelassen werden, fragte Burke, wenn sich das doch mit der Lehre von der Unauflösbarkeit der Ehe gar nicht vereinbaren ließe? Bei vielen Diskussionen der vergangenen Tage sei ja sogar das, was Jesus selbst gelehrt und angeordnet habe, in Frage gestellt worden. Statt solche "unnützen Diskussionen" zu führen, "über Wahrheiten, die sich nun einmal nicht verändern lassen", möge die Kirche lieber katholischen Familien in aller Welt helfen, "die sich trotz aller Schwierigkeiten nicht von dem lösen wollen, was das Evangelium lehrt".

Die US-Amerikaner vertreten die ganz ultrastrenge Linie.
Müssen sie vermutlich auch; so schnell wie sich die gay marriage in den USA und Südamerika ausbreitet. Da muß man gegenhalten.

A day after signaling a warmer embrace of gays and lesbians and divorced Catholics, conservative cardinals hit back strongly. […]
After Monday’s release of a document with a softer tone on issues such as “welcoming homosexuals,” American Cardinal Raymond Burke and German Cardinal Gerhard Mueller complained the media was getting a biased view of the bishops’ debate.
“It seems to me that information is being manipulated in a way that gives comment to only one theory instead of faithfully reporting the various positions expressed,” Burke said in a full-page interview published in Italian by the conservative daily Il Foglio.
“This worries me very much because a significant number of bishops do not accept the ideas of an opening, but few (people) know that.”
In a separate interview published Oct. 14, Burke told the conservative U.S. outlet Catholic World Report that the bishops “cannot accept” any changes because they are not based in Scripture or Church teaching.
[…] New York Cardinal Timothy Dolan, too, rejected claims the document’s views were an “earthquake” in the Church’s approach.
“It’s not the final word and we’re going to have a lot to say about it,” Dolan said in a radio interview. “And there were some that said we probably in our final statement need to be much more assertive about the timeless teaching of the Church.” […]

Zum Deppen der Woche küre ich hiermit die amerikanische Organisation „New Ways Ministry“, einen katholischer Homosexuellenverband, der HUK-artig um Toleranz für sich selbst bei den Intoleranten winselt.
Francis DeBernardo, executive director of the long established, Maryland-based New Ways Ministry, which advocates for LGBT Catholics and others ist nicht nur so naiv ernsthaft enttäuscht zu sein – was hatte er denn erwartet??? – sondern auch noch so kleinmütig darüber zu frohlocken, daß es überhaupt Stimmen gibt, die LGBTs nicht mehr grundsätzlich verdammen.

 It’s very disappointing that the Synod’s final report did not retain the gracious welcome to lesbian and gay people that the draft of the report included. Instead, the bishops have taken a narrow view of pastoral care by defining it simply as opposition to marriage for same-gender couples. Additionally, their further comment about supposed “international pressure” to accept same-gender marriage selfishly views the hierarchy as the victims, not LGBT people who receive unjust and oppressive treatment by governments, church, families, and society.

Ihr Deppen! Ihr müsst austreten und der RKK Eure Unterstützung entziehen!



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