Dienstag, 23. April 2019

Gläubige und ihre Kapriolen

Gotteshäuser sind kein empfehlenswerter Aufenthaltsort, weil in ihnen die Machtlosigkeit Gottes und somit die Absurdität von Religionen bewiesen wird.
So wie Blitzableiter auf Kirchtürmen und Panzerglas-Papamobile das Nichtvertrauen in Gott beweisen zeigen auch die Massentötungen von Betenden in Moscheen, Kirchen und Synagogen – herbeigeführt jeweils von Anhängern der Konkurrenzreligion – daß Frau Käßmanns Mantra „Ich kann nie tiefer fallen als in Gottes Arme“ reiner Bullshit ist.

Als Leibniz sich darüber mit Voltaire stritt, argumentierte er, die Welt wäre zwar mit Gott scheiße und ungerecht, könnte aber ohne ihn noch viel beschissener sein (kein wörtliches Zitat).
Gottfried Wilhelm Leibniz, der „letzte Universalgelehrte“ lebte von 1646 bis 1716. Ob er nach dem zweiten Weltkrieg, in Auschwitz stehend angesichts des von Christen verübten Multimilionenverbrechens immer noch gesagt hätte „nun ja, hätte auch schlimmer kommen können“?

Schlecht für das moderne Christentum ist außerdem die völlig absurde Grundtheorie von sprechenden Schlangen, ihre Kinder ermordenden Vätern und wiederauferstehende Tote.



Schließlich ist die aktuelle Performance äußerst mau.
Organisierte Kirchen scharen sich hinter Trump, Putin, Assad und Orban.
Die Geistlichen der katholischen Kirche vergewaltigen Hunderttausende Kinder und der unfehlbare Stellvertreter Gottes macht dafür die Feministen und Grünen verantwortlich.

Päpste, die von Milliarden verehrt werden, sind ohnehin außerordentlich problematische Werber für den christlichen Glauben.
Ratzi, der nun mit 92 Jahren die Kindersexskandale auf die 1968er abwälzt, war es immerhin höchstpersönlich, der jahrzehntelang im Vatikan dafür sorgte, daß Kinderficker ungestört weltweit den Nachwuchs quälen, schlagen und missbrauchen konnten, ohne die Staatsanwaltschaft fürchten zu müssen.

[….] Ratzinger hat – damals noch Kardinal, 2001 – ein lateinisches Schreiben, was da bei allen Bischöfen im Tresor liegt, „De delictis gravioribus“, „Über schwererwiegende Verbrechen“, geschrieben. Und da ist ausdrücklich gesagt, unter Strafe der Exkommunikation sind die Bischöfe verpflichtet, alle Fälle ausschließlich an den Vatikan zu melden. So, und wenn jetzt einer – und dieser Kriminologe Professor Pfeiffer hat ja dann auch aufgehört, weil es ist nicht möglich, es ist nicht möglich, da irgendwie ein Licht rein zu bringen, solange der Papst sein Schreiben „De delictis gravioribus“ nicht zurücknimmt, aber das habe ich noch nicht gehört. [….]

Der angeblich so brillante Wissenschaftler Ratzinger, der allerdings mit Quellen und Zitaten nicht so genau nimmt, ist es auch, der als unfehlbarer Papst die „Ohrpenetration“ entdeckte.
Der Heigei hat es Maria demzufolge damals durch das Ohr gemacht.

[…….] Also Papst Benedikt hat ja jetzt sein neuestes Buch geschrieben, „Über die Kindheit Jesu“. Er schreibt in diesem Buch, Maria habe ihren Sohn durch ihr Ohr empfangen, durch ihre Worte zu dem Engel: „Mir geschehe nach deinem Worte.“ Durch ihren Gehorsam sei Maria Mutter geworden. Ich sage, die Gynäkologen können jetzt ihre Praxis schließen, und werden durch Hals-Nasen-Ohrenärzte ersetzt. Der Ohrsex als Durchbruch in der Sexualforschung, in der neuen Vatikanstudie des Buches von Joseph Ratzinger „Jesus von Nazareth“, Auflage eine Million. Also mit anderen Worten: Jahrhunderte historisch-kritischer Textforschung der Protestanten wird vom Papst in den Papierkorb geworfen, wir müssen das alles wieder wörtlich nehmen – Und mit anderen Worten, ich sage ja: Infantilisierung! Klapperstorchmärchen werden uns erzählt. Ohrsex! Ohrsex! […..]
(Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann, 21.02.2013)

Wir erleben weltweit was zu erwarten ist: Aufgeklärte und gebildete Menschen durchschauen diesen Humbug und treten aus der Kirche aus.
Daher gibt es immer weniger Christen in Westeuropa, Kanada, den USA und Australien.

Wo das Elend hingegen groß ist, die Menschen unter Hunger, Krieg und Terror leiden, keinen Zugang zu Bildung haben, gibt es aufgrund der Bevölkerungsexplosion immer mehr Christen.

Das Christentum ist also eine Religion der Dummheit.
Natürliche Feinde der Kirchen sind Aufklärung, Menschenrechte, Hochschulen und Bildung.

Dietmar Pieper fasst es in der aktuellen SPIEGEL-Titelgeschichte zusammen:

[….] Re­li­gi­ons­for­scher be­ob­ach­ten ein Er­kal­ten des Chris­ten­tums vor al­lem in hoch ent­wi­ckel­ten Län­dern. Über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum be­trach­tet sind die Ver­än­de­run­gen dra­ma­tisch; sie fal­len meist nur des­halb nicht auf, weil sie sich lang­sam und ste­tig voll­zie­hen.
»Seit un­ge­fähr zwei Jahr­hun­der­ten ist jede Ge­ne­ra­ti­on we­ni­ger re­li­gi­ös als die vor­he­ri­ge«, sagt Jörg Stolz, Pro­fes­sor für Re­li­gi­ons­so­zio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät im schwei­ze­ri­schen Lau­sanne. Ei­ner sei­ner Fach­be­grif­fe ist der »Ko­hor­ten­ef­fekt«, Stolz er­klärt ihn so: »Die re­li­giö­se­ren Leu­te ster­ben aus. Die Jun­gen wer­den im­mer we­ni­ger re­li­gi­ös so­zia­li­siert, das neh­men sie durchs Le­ben mit.« [….]  »Die Welt wird nicht sä­ku­la­rer, son­dern im­mer re­li­giö­ser.« Der ent­schei­den­de Fak­tor ist Stolz zu­fol­ge die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung in är­me­ren Län­dern wie Ni­ge­ria oder Af­gha­nis­tan. Eine hohe Ge­bur­ten­ra­te in ei­nem Um­feld, von dem we­nig kon­kre­te Le­bens­hil­fe zu er­war­ten ist, füh­re wie von selbst zum Auf­blü­hen von Re­li­gi­on.
Un­glau­be ist also, so­zio­lo­gisch ge­se­hen, das Er­geb­nis des zi­vi­li­sa­to­ri­schen Fort­schritts. [….]
(DER SPIEGEL Nr. 17, 20.04.2019, s.43)

Faszinierend ist für mich aber wie schwach und träge der menschliche Geist dennoch ist. Statt die simple Konsequenz zu ziehen, sich von dem verbrecherischen Unsinn Christentum zu verabschieden, veranstalten sie die erstaunlichsten Volten, um ihrem gewohnten Glauben doch treu zu bleiben.

Meine amerikanischen katholischen Verwandten sind liberal eingestellte Menschen, die entsetzt auf die Missbrauchsskandale ihrer RKK reagieren. Aber der Vatikan ist weit weg, die Pädosexpriester sind immer irgendwelche anderen. „Die Kirche“ ist für sie ihre eigene Gemeinde, ist ihr Priester. Ihre Gewohnheit, ihr Alltag.

Pieper schildert in seinem ausführlichen Artikel auf vielen Umfragedaten basierend wie viele Ungläubige weiterhin Mitglied der Kirche sind, daß sogar atheistische Pastoren Gottesdienste abhalten und sich befreit fühlen, wenn sie nicht mehr an den Quatsch von der »Eu­cha­ris­tie« glauben müssen, den Gemeindemitgliedern nicht mehr weismachen müssen, das Stück Esspapier werde tatsächlich durch die »Trans­sub­stan­tia­ti­on« in Fleisch von Jesus und der Messwein in Blut von Jesus verzaubert.
Da fällt vielen sonntäglichen Kirchgängern ein Stein vom Herzen. Nur 61% der Katholiken glauben, daß Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist, 53% glauben an ein Leben nach dem Tod und nur 75% glauben an Gott.


 Micky Beisenherz hält seine Bischöfe für jämmerlich, sie wären „dubiose Gestalten, die einen förmlich zum Amt treiben, um sich endlich als Beitragszahler austragen zu lassen.“
Er bleibt aber zahlendes Mitglied des Vereins der massenhaften Kindervergewaltigung.

Unterstützer der katholischen Kirche, der er seit Kindertagen verbunden ist, bleibt auch der sonst so brillante und gebildete SZ-Co-Chefredakteur Heribert Prantl.
Derselbe Prantl, der zu Ostern das Christentum und Gott in seinem Leitartikel mit einer scharfen Anklage anprangert.

[….] Wer das Flehen des Jona liest, der hört, wenn er sich nicht die Ohren zuhält, die Schreie der Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrinken. Ihnen, diesen Flüchtlingen, widme ich dieses Kapitel der Bibel zu diesem Ostern. "In den letzten Tagen kannten wir uns selbst nicht mehr; entweder beteten die Leute oder sie starben gerade", berichtet Abu Kurke Kebato, ein junger Mann aus Eritrea, der den Abstieg ins Reich des Todes erlebte. In Libyen hatte er ein Schiff nach Lampedusa bestiegen, zusammen mit 71 anderen Schutzsuchenden, darunter zwanzig Frauen und zwei Kleinkinder. Auf hoher See wurde es manövrierunfähig, so wie kürzlich das Kreuzfahrtschiff Viking Sky; die Welt fieberte hier mit, als 500 Passagiere per Helikopter gerettet wurden.
Abu Kurke Kebato erging es anders: Zwar kam ein Hubschrauber, der warf Wasserflaschen und Kekse ab. Aber das war die erste und letzte Unterstützung, die die Schiffbrüchigen sahen. Tage später wurden sie in die Nähe eines Flugzeugträgers getrieben. Zwei Jets starteten und flogen niedrig über das Schiff. Die verzweifelten Menschen standen an Deck, hielten Benzinkanister und die zwei verhungernden Kinder in die Höhe. Sie blieben ungehört. "Jeden Morgen, wenn wir aufwachten, fanden wir mehr Leichen", erzählt Abu Kurke Kebato. "Wir behielten sie für 24 Stunden und warfen sie dann über Bord." Es kam kein rettender Fisch. Warum auch sollte da ein Gott einen Fisch schicken, wenn so viele Menschen am Ort sind, die zu Hilfe kommen könnten? Nach 15 Tagen strandete das Totenschiff an der libyschen Küste und spie die Flüchtlinge dort aus, woher sie geflohen waren. Nur elf Menschen lebten noch. Einer von ihnen starb, da hatten sie gerade Land erreicht. Ein anderer starb kurz darauf im Gefängnis, in dem sie sogleich festgesetzt wurden. Abu Kurke Kebato überlebte, indem er seinen Urin trank und sich von zwei Tuben Zahnpasta ernährte. Diese Geschichte ereignete sich 2011. Gebessert hat sich nichts. Verschlimmert alles. [….]

Die christlichen Regierungen Europas haben sich seit 2011 effektiv darauf verständigt alle Flüchtlinge ersaufen zu lassen, alle staatlichen Seenotrettungsprogramme im Mittelmeer wurden von der EU gestoppt und die letzte private Hilfsorganisation Sea-Watch wird von den Christen in Rom, Spanien und Frankreich so effektiv schikaniert, daß auch sie nichts mehr daran ändern können tausenden Menschen verrecken zu lassen.

Sie alle, Prantl, Beisenherz und co  sind wie die absurden HUK-Typen. Sie bleiben in der Organisation, die Unsinn frönt und gewaltigen Schaden anrichtet.

(……)  Verschiedentlich arbeitete ich mich an der deutschen HUK ab. Gern verwende ich den Vergleich mit einer „kommunistischen Plattform“ in der FDP; das bringt nichts.
Bis heute hat sich an meinem Vorurteil wenig geändert. Ich halte die Jungs und Mädels für naiv, gaga und überflüssig.

Doch, daß sich nicht alle Schwulen outen mögen, halte ich für absolut verständlich, wenn auch bedauerlich.
Das mag für mich eher eine theoretische Frage sein, aber ich kann mir nur sehr schwer vorstellen mich für einen Verein, wie zum Beispiel die Katholische Kirche oder die Fußballbundesliga, zu engagieren, der mich grundsätzlich ablehnt.
Im Falle der RKK werfe ich das auch allen Frauen vor: Wieso engagiert ihr euch ausgerechnet für einen Laden, der euch für so minderwertig hält, daß ihr noch nicht mal niederste Ämter selbst übernehmen dürft?
Wie erbärmlich es ist, wenn die 2000 Jahre lang Unterdrückten bei den ersten Brotkrumen, die sie zugeteilt bekommen, gleich vor Dankbarkeit in Verzückung geraten!

Über viele Jahrhunderte haben katholische Offizielle Schwule, Gottlose, Hexen, Ehebrecherinnen und viele andere mehr gefoltert und umgebracht und nur weil sie das nun seltener tun, ist alles verziehen?

Ebenso gut könnte Kenan Kolat (Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e. V.; TGD) auf Knien zur NPD-Zentrale robben und sich dafür bedanken, daß heute kein von Migranten bewohntes Haus angezündet wurde.

Die Leute von der HUK möchte ich eigentlich zum Psychiater schicken und ihre Schizophrenie behandeln lassen.

Wir, die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (kurz: „HuK”), wollen die volle Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Queeren (LGBTQs) am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben. Als Zeuginnen und Zeugen der befreienden Botschaft von Bibel und persönlicher Gotteserfahrung arbeiten wir
-      am Abbau von Vorurteilen gegenüber und Diskriminierung von LGBTQs innerhalb der Kirchen,
-      für die vollständige berufliche Gleichstellung mit heterosexuellen Biomännern und -frauen,
-      gegen die Diskriminierung von HIV-Positiven und an AIDS Erkrankten,
-      an der Schaffung von Räumen, um als LGBTQs Spiritualität zu teilen, und
-       an der Erkennbarkeit von uns als Christinnen und Christen innerhalb der LGBTQ-Gemeinschaft.

Wenn man Teilhabe und Anerkennung möchte, sollte man sich dringend eine andere Ideologie suchen!
In der Bibel, die nur so strotzt von Strafandrohungen, dem Zorn und der Eifersucht Gottes, der Intoleranz und Brutalität ausgerechnet „die befreiende Botschaft“ zu erkennen, zeugt schon von schwerer geistiger Umnachtung.

Homos in aller Welt sind aber nicht von ihren naiven Hoffnungen zu heilen. Wieder einmal blickten sie bang nach Rom. Würden die Profi-Homophoben vielleicht doch ein kleines bißchen weniger homophob werden?

Nein, das wurde selbstverständlich nichts!
Frauen und akzeptierte Homosexualität sind die größten Gefahren für ihr frauenfeindlich-homophiles Männer-Idyll. Frauen wären eine gewaltige Konkurrenz und wenn Schwule akzeptiert wären, verlöre der Klerus sein wichtigstes Disziplinierungsinstrument, sowie ein entscheidendes Rekrutierungsargument.

Prantl, Beisenherz, meine Verwandten und die 25% atheistischen Katholiken – nehmt Euch doch endlich ein Herz und tretet aus dem bösen Verein aus.

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