Sonntag, 23. Februar 2014

Rechtsfreie Zonen


Früher war absolut nicht alles besser.
Religion had its chance to rule the world. It's called 'The Dark Ages'.
Über die vielen Jahrhunderte, in denen die Christlichen Kirchen nahezu absolute Macht ausübten, hatten Mensch, Tier und Natur wenig Grund zur Freude.
Das Christentum trat immer aggressiv gegenüber Fremden und Neuem auf. Mit dem Schwert fiel man über andere Länder her. Man massakrierte hunderte Millionen andere Menschen in Afrika, Asien und Amerika – einfach weil es keine Christen waren.
Ihre Leben achtete man nicht und ihr besitz wurde mit der größten Selbstverständlichkeit geraubt.
Dabei waren nicht nur die abrahamitischen Konkurrenten insbesondere im „heiligen Land“, also Juden und Moslems zum Abschlachten freigegeben, sondern alle, die nicht die passende Hautfarbe hatten.
Dieses christliche Ethos hatte sich über die Jahrhunderte extrem tief in die Mentalität der Europäer eingegraben.

Es ist keine Hundert Jahre her, daß man hier bei mir vor der Tür in Hamburg entrechtete Menschen in Käfige sperrte und anglotze.

Gerne wurden „Schau-Neger“ auf Jahrmärkten gezeigt. Carl Hagenbeck ließ für seinen Zoo in Hamburg allerlei „wilde Afrikaner“ einfangen und zeigte sie den höchst interessierten Hanseaten in seiner „Völkerschau“.
Den christlichen Besuchern kam es gar nicht in den Sinn, daß es irgendwie unmoralisch sein könnte, neben Löwen und Antilopen auch Hottentotten und Zulus in Käfigen zu zeigen.
Die Körperlichkeit der vielen afrikanischen Völkerschauen in Deutschland faszinierte insbesondere die Frauen in Deutschland - hatten sie doch in der Regel noch nie nackte Männer gesehen.

Blütezeit der Völkerschauen in Europa war zwischen 1870 und 1940. Allein in Deutschland wurden in dieser Zeit über 300 außereuropäische Menschengruppen vorgeführt. Teilweise lebten in diesen „anthropologisch-zoologischen Ausstellungen“ gleichzeitig über 100 Menschen.
(Wiki)

Tatsächlich konnten die in Hamburg gefangenen Afrikaner noch von Glück reden. Es war nämlich durchaus auch üblich „Neger“ aus praktischen Erwägungen auszustopfen oder des einfacheren Transports halber nur ihre Köpfe auszustellen.
Noch heute lagern in den Kellern der Berliner Charité kistenweise getrocknete Köpfe von Menschen aus allen Gegenden Afrikas.

Bei Sklaverei denken wir zuerst an die USA und den dazugehörigen Bürgerkrieg 1861 bis 1865, der das offizielle Ende der Sklaverei brachte.
Keineswegs aber hatten Menschen aller Rassen damit auch dieselben Rechte!
Die US-Army, die Deutschland von den Nazis befreite, erlaubte noch keine schwarzen Offiziere. Sie durften nur niedrigste Dienstgrade haben.
Als die Eltern von Barack Obama heirateten, war diese „Mischehe“ noch in vielen Staaten der USA illegal.
Sklaverei gibt es aber noch heute auf US-Territorium. Immer wieder werden Fälle bekannt, daß sich reiche Familien einen Teenager aus Haiti oder anderen Problemnationen als „Haussklaven“ halten.

Die Herabwürdigung anderer Menschen ist offenbar keine genuin menschliche Eigenschaft, sondern tatsächlich religiös induzierte Perversion.
Man weiß aus den Erstbegegnungen mit den christlichen Eroberern, daß die sogenannten „Ureinwohner“ friedlich und mit Geschenken auf die Fremden zugingen.
Selbst kriegerische Völker wie die Inka schätzten und respektierten die Kultur ihrer Gegner. Sie adaptierten deren Erkenntnisse und integrierten die „Eroberten“. Genauso führten auch die Mauren Spanien in eine Jahrhunderte anhaltende Blütezeit – sie arrangierten sich mit Juden und Christen, sie herrschten tolerant.
Aber immer wenn die Christen die Oberhand gewannen, wurde es bestialisch.
Sie schlachteten immer wieder ganze Völker ab, rotteten die südamerikanische Inka- und Maia-Kultur vollständig aus, überzogen bei den Kreuzzügen die eroberten Länder mit Genoziden und brachten schließlich auch den von Natur aus toleranten Völkern in Afrika Homophobie und Antisemitismus.
Die entsetzlichen Zustände dort sind eine Folge des Kolonialismus und noch heute heizen amerikanischen Christen den Schwulenhass in Afrika systematisch an. Sie lösen regelrechte Hetzjagten aus.
So sind Christen.
Der Gedanke, daß andere dieselben Rechte wie sie selbst haben sollten, ist ihnen fremd.
2000 Jahre Christentum bedeuten 2000 Jahre Drangsalierung von Schwulen, Entrechtung der Frauen, Schlagen von Kindern, Misshandlungen an Behinderten, Ausgrenzung von Andersgläubigen, Versklavung von anderen Ethnien.
Meine Oma wurde noch als kleines Mädchen regelmäßig vom Pfarrer mit einem Lineal verprügelt, weil sie Linkshänderin war und dort bekanntlich der Teufel sitzt.
Ihr Leben lang sollte sie schmerzende Kinderknöchel haben und nie eine gute Handschrift ausbilden können, weil man sie immer wieder durch drakonische Strafen zwang mit rechts zu schreiben.
Das alles ist christliche Kultur.
Das ist ein Erbe, das durch 200 Jahre Humanismus ganz langsam geschliffen wird.

Bei einigen Dingen waren die Humanisten schon erstaunlich erfolgreich – so dürfen Frauen heutzutage nicht nur wählen, sondern auch gewählt werden. Sie dürfen auch studieren und ohne die Erlaubnis ihres Mannes einen Beruf ergreifen. Das war in den 1950er Jahren bei der Gründung der Bundesrepublik noch verboten.
Kinder dürfen nun auch mit der linken Hand schreiben, ohne daß sie deswegen als minderwertig gelten. Breite Teile der Bevölkerung akzeptieren inzwischen sogar gemischtkonfessionelle Ehen und halten auch Geschiedene nicht für minderwertig oder sündig – im Gegensatz zu der RKK.
Rassismus und Homophobie sind zwar noch verbreitet, aber bei der Majorität der Menschen werden diese Dinge sehr negativ konnotiert.
Wir sind aber noch nicht am Ende des Weges.
Daß auch die Natur, die Umwelt, sogar Tiere und womöglich auch Säuglinge Rechte haben, spricht sich erst langsam rum.
Der Bundestag demonstrierte einen absoluten Tiefpunkt der menschlichen Moral, als er mit dem alten Testament argumentierend den Religioten erlaubte die Genitalien ihrer männlichen Nachkommen zu verstümmeln – auch wenn dabei jedes Jahr Hunderte für immer impotent werden, den Penis verlieren oder sogar durch Blutvergiftungen sterben.
Einem Volker Beck, der dramatisch aus der Genesis zitierend am Rednerpult des Bundestags stand, ist das offensichtlich egal.
Wichtiger ist den Hardcore-Religioten Thierse, Nahles und Co die sadistischen Regeln der Genesis zu befolgen – so der religionspolitische Sprecher der Grünen und mehrfach überführte Lügner Volker Beck.
Das Leben der Kinder stellt er hintan, wenn es darum geht den Religionen Honig ums Maul zu schmieren.
Seine Argumentation lautete im Wesentlichen: War immer so, muß also auch so bleiben.
Erbärmlicher kann man kaum reden. Denn offensichtlich will der Heuchler diese Linie bei der Verdammung von Frauenrechten und Homosexualität und Antisemitismus nicht akzeptieren.
Daß die Grünen Beck zu ihrem offiziellen Chefreligioten erkoren und er nun auf höchster Ebene servil und affirmativ um die christlichen Würdenträger herumschleimt, macht diese Partei für mich unwählbar.

Die Beck’sche Argumentation ist hanebüchener Unsinn.
Wir müssen nicht nur keine Rücksicht auf sadistische und diskriminierende Riten der Religiösen nehmen; nein wir dürfen es gar nicht.

Das Juden, Muslime und angelsächsische Masturbationsgegner schon immer Penisse im Säuglings- oder Kindesalter beschnitten, ist eben kein Grund ihnen diesbezüglich Sonderrechte einzuräumen.
Kinder in Deutschland genießen Schutzrechte.
An denen darf man nicht herumschneiden. Weder an den Rechten, noch an den Körpern der Kinder.
Nichts spricht gegen freiwillige Beschneidung. Aber Freiwilligkeit kann nur aus freiem Willen resultieren. Man muß also warten bis die Kinder keine Kinder mehr sind und selbst sagen „Los, knipst mir die Vorhaut ab!“

Moralisch kaum anders verhält es sich bei den Tierechten.
Inzwischen haben wir Humanisten gelernt, daß es brutal und verwerflich ist, was die Bibel lehrt.
Macht Euch die Erde untertan!
Das ist ein ganz ganz mieser Satz Gottes.
Das Gegenteil ist richtig! Wir sollten Untertan der Erde sein und sie ehren und erhalten.
Auch das spricht sich langsam rum.
Tierquälerei ist teilweise verboten.
Nicht immer natürlich – daß man jeden Tag Millionen männliche Küken einfach lebend in den Schredder wirft, ist rechtlich und moralisch verwerflich – aber die ökonomischen Interessen der Landwirtschaftsindustrie wird politisch höher bewertet.
Der deutsche Michel kneift hier und bei vielen anderen Aspekten der Fleischmassenproduktion noch alle Augen, inklusive Hühneraugen, zu.
Richtig ist es aber nicht und auch das sieht inzwischen eine Mehrheit der Deutschen so.
Daß man kein Tier (unnötig) (??) quälen soll, ist Konsens.

Also sorry Muslime und Juden, die ihr ähnlich wie bei der Penisfrage Eurer Söhne lieber Brutalität walten lasst; das muß aufhören.

Dänemark geht voran. Deutschland hat natürlich in seiner politischen Hasenfußkonstellation nicht den Mut ethisch richtig zu handeln.

In Dänemark wurde diese Woche ein Verbot beschlossen, das Schlachtungen von Tieren nach den mulsimischen und jüdischen Traditionen "halal" und "koscher" ohne Betäubung verbietet. Ähnliche Gesetze wurden bereits in Norwegen, der Schweiz, Polen und Schweden eingeführt - und mit weiteren Ländern kann gerechnet werden.
Dänemarks Landwirtschaftsminister Dan Jorgensen begründete die Gesetzesänderungen diese Woche damit, dass "die Rechte der Tiere Vorrang vor Religion haben", und kündigte an, dass religiöse Schlachtungstraditionen sich künftig anpassen müssen. Aus säkularer, humanistischer Sicht ein weiterer Erfolg und Meilenstein unserer Gesellschaft - man kann nur darauf hoffen, dass sich weitere Länder bald anschließen. […]
Vor ein paar Jahren war ich selbst Zeuge der muslimischen Schlachtungsmethode in einem Dorf in Malaysia. In einer Art Zeremonie versammelten sich Moslems um eine Kuh, verbanden ihr die Beine und brachten sie zu Boden. Der Hals der Kuh wurde anschließend über ein Loch im Boden platziert, ihr Blick nach Mekka gerichtet. Die Menschenmenge psalmodierte im Einklang "Allah Akbar, Allah Akbar, ..." während der Imam der Kuh den Hals aufschlitzte. Ich kann mich gut daran erinnern, wie lange das Tier danach noch röchelte, natürlich mit aufgeschlitzter Kehle, überströmt von Blut und Essensresten. Den Blick der Kuh, von Anfang bis Ende der Schlachtung, war einer von Todesangst und die Schmerzen waren sicherlich auch nicht gespielt. […]
Während auch politische und persönliche Motive Menschen zu Gräueltaten und Fehlvorstellungen verleiten sind diese zumindest nicht realitätsfern und können durch moderne Ethik verhindert werden. Religion ist per definitionem realitätsfern – in anderen Worten, sie behauptet Dinge, die nicht der Realität entsprechen.
[…] Die Gesetzesänderung in Dänemark und anderen Ländern ist nur zu begrüßen. Menschen und Tiere haben Rechte, Religionen nicht – und damit ist die Debatte um diese Gesetze besiegelt!

Wenig überraschend ist der daraus resultierende Vorwurf der Israelischen Regierung: Dänemark führe eine antisemitisches Gesetz ein.
Den Vorwurf muß man aushalten und würde man auch aushalten, wenn man nicht gerade Merkel heißt.
Kein Vorrecht der Religionen anderen zu quälen!
Damit muß nach über 2000 Jahren endlich mal Schluß sein!

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