Freitag, 14. Oktober 2016

Menschenmassen


Es könnte alles so schön sein auf der Erde, wenn wir verdammten Homo Sapiens nicht so schrecklich viele wären.

Siebeneinhalb Milliarden Individuen sind einfach zu viel, wenn man so einen gewaltigen Ressourcen-Verschleiß aufzuweisen hat.

Wir roden die letzten Wälder, treiben den Meeresspiegel hoch, lassen die Gletscher schmelzen, verseuchen die Böden, trocknen Seen aus, verdrängen so effektiv andere Tierarten, daß täglich mehrere aussterben.
Wir erodieren, planieren und asphaltieren Gebirge, buddeln Kohle aus, pumpen Gas und Öl aus der Tiefe, generieren Ozonloch und CO2-Hüllen.

Homo Sapiens lebt auf Kosten der anderen Spezies.
Homo Sapiens vermehrt sich inzwischen nahezu ungehindert.

Pro Jahr werden es 83.686.000 Menschen mehr, das sind 229.277 Menschen pro Tag; 159 Menschen pro Minute und 2,7 Menschen pro Sekunde.

Ein paar von denen kann man aushalten, aber ein Zehntel würde locker ausreichen. 750 - 800 Millionen betrug die Gesamtweltbevölkerung Ende des 18. Jahrhunderts. Die Eine Milliarde-Menschen-Marke wurde 1804 geknackt. Reicht das nicht?

Schon damals konnten wir Ebenbilder Gottes bekanntlich Kriege, Genozide und Ausbeutung ganzer Kontinente vollbringen, weil es genug Soldatennachschub gab, weil die Frauen im Durchschnitt so viele Söhne hatten, daß sie es hinnahmen, daß ab und zu einer davon „auf dem Feld der Ehre“ zerhackt oder zerfetzt wurde.

Der enorme Bevölkerungsdruck, die Verzehnfachung der Menschen in 200 Jahren führte aber zu noch viel mehr Konflikten, Kampf um Ressourcen, Massenmigrationen, Fluchtwellen.

In den Teilen der Welt, die ein sehr geringes Bevölkerungswachstum ausweisen, oder gar wie Deutschland, Japan, Südkorea und die baltischen Länder (Fertilitätsrate bis 1,3) schrumpfen, ist die Kriegsmüdigkeit hingegen recht ausgeprägt.
Verständlich, denn wenn man/frau bloß ein Kind hat, geht es ihm einerseits ökonomisch besser, so daß es weniger wahrscheinlich auf die Idee kommt Soldat zu werden und andererseits sind die Eltern auch protektiver, lassen ihre Kindern weniger gern in den Krieg ziehen.

Länder mit den höchsten Fertilitätsraten – Gaza 4,9 Jemen 5,0 Ruanda 5,3 Kongo 5,8 Uganda 6,1 Somalia 6,3 Ost-Timor 6,3 Afghanistan 6,4 – sind offenbar auch besonders unfriedlich, weil die enorme Kinderzahl die Ressourcen erschöpft, Konkurrenz entsteht und Eltern auch eher mal den Tod eines ihrer Blagen verkraften.

Wir brauchen also weniger Menschen und daher weniger Nachwuchs.
Es ist wohl auch kein Zufall, daß die Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte auch die mit den geringsten Geburtenraten sind.

Abgesehen von den Stadtstaaten sind dies Südkorea mit 493 Einwohnern pro km², Holland 408 Einwohnern pro km², Belgien 371 Einwohnern pro km², Japan 336 Einwohnern pro km² und Deutschland mit 227 Einwohnern pro km².

Am unteren Ende der Skala liegen Estland mit 28 Einwohnern pro km², Schweden mit 22 Einwohnern pro km², Finnland und Norwegen mit 16 Einwohnern pro km², Kanada 4 Einwohnern pro km², Island und Australien mit 3 Einwohnern pro km².

Abgesehen von der Bevölkerungsdichte ist die schiere Masse Mensch offenbar weder gut für die Umwelt noch für die individuelle Zufriedenheit.
Nicht China und Indien (je gut 1,3 Mrd Menschen), USA (325 Mio), Indonesien (260 Mio), Brasilien (210 Mio), Pakistan (190 Mio) oder Nigeria (185 Mio) stellen glückliche Nationen dar, sondern der World-Happiness Report listet regelmäßig ganz kleine Länder als die glücklichsten Völker auf.

Schaut man sich die Top Ten der glücklichsten Länder der Erde an, so hat man den Eindruck, dass das Glück vor allem in Europa beheimatet ist. Mit Dänemark auf Platz 1, das mit der Schweiz auf Platz 2 die Positionen tauscht, Island, Norwegen und Finnland landeten auf den vorderen fünf Plätzen ausschließlich europäische Nationen.
Auch die Niederlande (Platz 7) und Schweden (Platz 10) schafften es unter die ersten Zehn des World Happiness Report 2016, der am Mittwoch in Rom vorgestellt wurde und auf einer Studie des Earth Institute der New Yorker Columbia Universität beruht. [….]

Bezüglich des Umgangs mit Ressourcen, der Kriegsgefahr und des Verhältnisses zur Umwelt ist es also ein Segen, daß Deutschlands Bevölkerung kaum wächst, daß die Geburtenrate im unteren Viertel aller Nationen liegt.

Die Deutschen sind selbstverständlich ein viel glücklicheres Volk als die Menschen in den Krisenstaaten Syrien, Afghanistan, Burundi, Togo und Benin, welche die fünf letzten Plätze im Glücks-Report belegen.

Die Deutschen könnten aber wesentlich zufriedener und in sich ruhend sein, wenn sie wie Norwegen, Island und Schweden eine viel geringere Bevölkerungsdichte und Gesamtbevölkerung hätten.

Es gibt nur 300.000 Isländer, 5,0 Mio Norweger, 5,4 Mio Finnen, 5,6 Mio Dänen, 8,1 Mio Schweizer und 9,5 Mio Schweden.
Das sind gute Größen, um glücklich zu sein.

Die Deutschen sind mit 82 Millionen nicht nur absolut viel zu viele, sondern das Land ist auch viel zu dicht bevölkert.
Wo ein Schwede lebt, drängeln sich 11 Deutsche und auf dem Platz eines Isländers quetschen sich 100 Deutsche.

Völlig unverständlich ist also das elende CDUAfDCSU-Gejammer von den aussterbenden Deutschen. Wir sollten eine niedrige Geburtenrate nicht beklagen, sondern feiern. So ein Glück. Es gibt zu viele Menschen auf der Welt und erst recht viel zu viele Deutsche in Deutschland.

Sollten wir tatsächlich so sehr überaltern, daß es junge Menschen als Arbeitskräfte braucht, trifft es sich doch wunderbar, daß es davon so vielen anderen Ländern Millionen gibt, die gern hierher kommen möchten.
Statt immer neue Menschen zu produzieren, sollten wir in Deutschland doch erst mal welche von den Vorhandenen in der Welt nehmen.

Es gibt reichlich.

Inzucht ist sowieso nie gut. Die Auffrischung der Gene bringt klügere Menschen hervor und durch den Mix mit Menschen anderer Hautfarben werden wir schöner und kulturell interessanter.

Das Hamburger Abendblatt kotet sich unterdessen ein. Wir könnten aussterben und nennt auch gleich ein Argument für die zunehmende Kinderlosigkeit der Deutschen: ANGST! Angst vor den Kosten.

Kinderlos – aus Angst vor den Kosten
Angst ist der Grund für die niedrigen Geburtenraten in Hamburg und im Rest der Republik. Zu diesem Ergebnis kommt die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in einer entsprechenden bundesweiten Umfrage unter mehr als 2000 Teilnehmern. Demnach geben 64 Prozent der Hamburger an, dass die Sorge vor (zu hohen) Kosten der Hauptgrund sei, weshalb Paare keine Kinder bekämen. [….]

Anders als die BAT-Studie nenne ich es nicht „Angst“ sondern „Klugheit“, wenn man seine Kinderzahl ein bißchen an seine finanziellen Möglichkeiten anpasst.

In Afghanistan, dem Kongo, Somalia und Ruanda haben die Menschen offenbar keine Angst vor den Kosten und poppen ohne Verhütungsmittel was das Zeug hält.
Die haben massenhaft Kinder.
Sollen die Deutschen sich diese Länder zum Vorbild nehmen?

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