Freitag, 25. August 2017

Ach, und das noch, Pim Spahn

Der in den ganz braunen, identitären Reichsbürger-Sümpfen tauchende Dr. David Berger ist formal scheinbar immer noch CDU-Mitglied.
Aber er hasst die linksradikale Merkel natürlich für ihre Asylpolitik.
Seine Synapsen sind in vielen Hirnarealen komplett durchgeschmort, aber er verfügt noch über Realitäts-Rudimente, glaubt beispielsweise nicht daran, daß die NPD bei am 24.09.2017 eine absolute Mehrheit bekommen kann.
Sein Realismus läßt ihn aber von einer CDU-AfD-Koalition unter einem Kanzler Jens Spahn träumen, der dann von Merkel befreit sofort begänne alles Muslimische aus Deutschland zu vertreiben.
Ganz so abwegig ist Bergers feuchter Polittraum vermutlich noch nicht mal, denn Pim Spahn mag Politiker wie Gauland oder Trump.
Außerdem ist Merkel schon 12 Jahre im Amt; irgendwann muß sie ja mal aufhören.
Nicht ausgeschlossen, daß anschließend keiner aus der Generation 60+ das Ruder übernimmt, sondern daß einer wie er, geboren 1980, den Generationenumbruch vollzieht.
Allein bei der Vorstellung wachsen die beiden rechten Hauptstadt-Homos Berger und Spahn um einige Zentimeter.

Berger tut was er kann, veröffentlichte auf seinen Websites beispielsweise einen Gauland-Brief, in dem er sich an Spahn heranwanzt.

[….]  Lieber Jens Spahn, [….]    Als ich Ihr Interview gelesen habe, fand ich mich und die Positionen meiner Partei fast überall wieder. Es ist erfrischend, dass just Sie diese Positionen erwähnen, denn kämen sie von mir, würden sie höchstwahrscheinlich als rechtsradikal abgetan werden.
So richtig all ihre Forderungen sind, so alleine stehen Sie damit innerhalb der Union dar. Denn Ihre Parteivorsitzende wird nichts davon umsetzen. Die AfD-Positionen, die Sie vertreten, lassen Sie einsam werden.
Nur wenn die AfD in den Bundestag einzieht, haben wir gemeinsam eine Chance, diese Themen auf die Tagesordnung zu bringen und vielleicht sogar gegen Frau Merkel durchzusetzen.
In der Hoffnung auf gemeinsame konstruktive Debatten im nächsten Deutschen Bundestag verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Ihr Alexander Gauland [….]
(Bergers PP-Blog, 19.07.2017)

Der Tradi-Katholik bemüht sich Jens Spahn stets nur im wärmsten Licht zu beschreiben; das ist umso auffälliger, daß Berger über alle anderen Mitglieder der „Alt-Parteien“ nur Hass auskübelt.

[….]  Spahn, der derzeit als Mitglied des Parteipräsidiums und  Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium tätig ist, gilt für viele Christdemokraten als der große Hoffnungsträger der Partei. [….]  Er betont dann aber, dass wir im Hinblick auf grundlegende Werte unserer offenen Gesellschaft nun dringende klare Ansagen brauchen:
    „Die Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Umgang mit Juden, mit Schwulen und Lesben, mit anderen Religionen, mit dem Reichtum des Nachbarn. Das alles erfordert klare Ansagen und Regeln, die wir auch durchsetzen müssen. Das haben wir am Anfang nicht immer gemacht.“
Wer sich auf den Weg nach Deutschland mache, müsse sich gut überlegen, ob er sich hier in die westliche Kultur integrieren will. Wer dazu nicht bereit sei, solle sich eine neue Heimat suchen, die „besser zu ihm passt“.
Bei denen, die schon hier sind, fordert Spahn ein hartes Durchgreifen, damit deutsche Gesetze eingehalten werden. Dies sei besonders bei Migranten aus dem arabischen Raum notwendig, bei denen nicht nur mangelnde Bereitschaft zur Integration, sondern auch erhöhte Kriminalitätsraten feststellbar seien. Hier mit Verständnis zu agieren, sei fatal:
    „Der sozialpädagogische Ansatz, Tätern immer wieder eine neue Chance zu geben, funktioniert nicht mehr. Er wird gerade von diesen Jugendlichen als Einladung verstanden, munter weiterzumachen. Und es macht andersrum die Deutschen rasend, wenn sie immer wieder lesen müssen, dass Diebe, Grapscher und Betrüger nach der Aufnahme der Personalien gleich wieder freikommen.“
Dabei sollte uns nicht die dauernde Angst leiten, als „Fremdenfeind abgestempelt“ oder von den Migranten gewalttätig angegriffen zu werden.  Gerade in solchen Situationen sei unser Mut gefragt, denn hier entscheide sich, „ob wir unsere Art zu leben durchsetzen oder nicht.“ Diese Art zu leben, bedeute auch, dass wir nicht bereit sind, in Sachen Nacktheit und Bekleidung in eine „alte verklemmte Spießigkeit“ zurückzufallen. […]
(David Berger, 30.07.2017)

Da verstehen sich zwei.

Wer auf die von Berger abgrundtief gehassten Linken, Atheisten und Muslime eindrischt, erhält Generalpardon.

Unappetitliche Raffgier, die Spahn an den Tag legt, stört einen Katholiken ohnehin nicht.

[….] Finanzstaatssekretär Jens Spahn investiert in Steuer-Software
Der CDU-Politiker ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Als solcher darf er kein Gewerbe ausüben. Über Unternehmensanteile sagt das Gesetz jedoch nichts.
[….] Dass man die Steuererklärung auf einem Bierdeckel erledigen kann, dürfte für Jens Spahn (CDU) keine erstrebenswerte Vision mehr sein. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium hat sich an der Pareton GmbH beteiligt, die ihren Umsatz damit erzielt, Menschen die leidige Steuererklärungen zu vereinfachen. Eine entsprechende Vorabmeldung des Magazins „Bilanz“ bestätigte das Bundesfinanzministerium am Donnerstag.
[….] Führt es nicht in einen Interessenkonflikt, wenn der Finanzstaatssekretär letztlich auf komplexes Steuerrecht setzt? Darf Spahn das als Staatssekretär überhaupt? Und ist der Name der Software, „Taxbutler“, nicht englisch?  Spahn hat 1,25 Prozent an der GmbH erworben. [….]
(FAZ, 25.08.17)

[….]  Man tut sich schwer damit, dem CDU-Politiker Jens Spahn abzunehmen, dass er nicht weiß, was er macht. Als pfiffig bezeichnet der Staatssekretär im Finanzministerium seine Idee, sich an einem jungen Unternehmen zu beteiligen, das Geld mit einer Software für Steuererklärungen verdient. Dank der Beteiligung könne er praktisch nachvollziehen, ob die Maßnahmen, mit denen sein Ministerium Start-ups fördert, tatsächlich wirkungsvoll sind. Es gehört Chuzpe dazu, mit einer so schlichten Begründung den Interessenkonflikt übertünchen zu wollen, der sich auftut. [….] Problematisch ist allerdings, dass der in der Union als Zukunftshoffnung gehandelte Spahn diese Gesetzeslücke als Freibrief für sich gelesen hat, obwohl Amt und private Geldanlage direkt miteinander verbunden sind.  Spahn ist nicht nur Finanzstaatssekretär, sondern auch Beauftragter der Bundesregierung für Fintech-Firmen. Er gibt also den gesetzlichen Rahmen vor für eine Branche, in die er sich eingekauft hat. [….]

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