Freitag, 5. Dezember 2014

Heute drehen alle durch.

In meinem Zeitungsladen hörte die Inhaberin chillige Paul-Horn-Musik, hatte die Heizung auf volle Pulle aufgedreht, trug eine dicke Angora-Pudelmütze, Strickhandschuhe und jammerte in einem fort, sie könne die Kälte nicht mehr länger aushalten (Außentemperatur in Hamburg heute +7°C; es ist Dezember wohlgemerkt).

Nachdem es dunkel und ein bißchen nebelig wurde, fuhren alle Radfahrer Hamburgs in dunkler Tarnkleidung und ohne Licht immer direkt vor mein Auto.
Ich meine, ich finde es ja richtig und lobenswert, wenn mehr Organe gespendet werden. Aber ich habe keine Lust mir meine Kühlerhaube damit zu versauen.
Und dann das unfassbare Geschehen in Thüringen!
Ramelow ist Ministerpräsident! Ein tiefgläubiger Christ und Gewerkschaftler aus Niedersachsen.
CDU und die meisten Medien sind außer sich vor Entsetzen.

Ob die thüringischen Wähler DAS erwartet haben, als sie bei der Landtagswahl ihr Kreuz bei den Linken machten? Bereits nach 15 Minuten unter Bodo Ramelow als Ministerpräsident ist Thüringen kaum wiederzuerkennen. So wurde der Freistaat umgehend zur marxistischen Räterepublik umstrukturiert; Bananen sind Mangelware; eine Mauer befindet sich bereits im Bau.
Bürgerliche Medien und Boulevardzeitungen hatten zuvor noch vor dem unausweichlichen Systemwechsel gewarnt – vergeblich: Unmittelbar nach Ablegen des Amtseids im Erfurter Landtag begann Bodo Ramelow zum Entsetzen der Anwesenden, diabolisch zu lachen. Seitdem erlässt der Vorsitzende der soeben wieder in SED rückbenannten Linken tiefgreifende Dekrete im Minutentakt. […]

Das war doch klar!
In Hamburg sieht man schon endlose Flüchtlingsströme mit völlig elenden Gestalten aus dem Osten kommen.
Teilweise liefen ausgemergelte Gestalten von Erfurt und Gera barfuß bis hierher um ihr Leben!
Hat Frau Merkel eigentlich schon den UN-Sicherheitsrat wegen der schockierenden Nachrichten aus Erfurt angerufen?
Jetzt können nur noch gezielte NATO-Luftschläge verhindern, daß sich der Stalinismus über ganz Europa ausbreitet!!

Hysterie auch im Süden der Republik.
 Selbst für CSU-Verhältnisse drehen Crazy Horsts Mannen heute richtig durch.
Migranten, Ausländer, Flüchtlinge, Gastarbeiter – wie auch immer man das Pack heute politisch korrekt nennt – sollen nach CSU-Vorstellungen dazu verpflichtet werden NUR deutsch zu sprechen. Auch wenn sie zu Hause unter sich sind.
Guter Plan! Herdprämie, Anti-Ausländermaut – aus München kommen immer neue Schildbürgerstreiche.

CSU fordert Deutsch-Pflicht für zu Hause
[…]  Was die Mehrsprachigkeit angeht, gibt sich die CSU traditionell mit wenig zufrieden. […] In diesen Tagen bereitet CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer den Parteitag vor, am nächsten Wochenende treffen sich die Christsozialen in Nürnberg. Und weil die CSU den Knalleffekt so liebt, steht im Leitantrag zum Thema Integration folgender Satz: "Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie Deutsch zu sprechen."
[…] Fünf Seiten umfasst das Integrations-Papier, über das der Vorstand am Montag in München auch noch beraten wird. Es ist alles andere als eine Willkommensschrift. Ein "Gewinn für Bayern" ist demnach nur, wer auf eigenen Füßen stehe, etwas leiste und sich ein gutes Auskommen erarbeite. "Nicht willkommen sind uns hingegen Menschen, die unsere Rechts- und Werteordnung missachten und die Toleranz unserer Gesellschaft ausnutzen wollen. Auch künftig gilt für uns: Keine Zuwanderung in die Sozialsysteme." In Bayern könne man nicht alle Krisen der Welt lösen, heißt es lapidar. Tausende Flüchtlinge konnten in den vergangenen Monaten die Erfahrung machen, was es bedeutet, in Bayern unerwünscht zu sein. Unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen wurden sie in Notunterkünften im Freistaat zusammengepfercht. […] Die CSU rühmt sich sogar damit, dass man in Bayern härter zu Ausländern ist als andernorts. […]

Das bringt mich gerade in Schwierigkeiten.
Ich muß heute unbedingt noch eine Tante in New York anrufen. Sie spricht allerdings überhaupt kein Deutsch. Nun frage ich mich, ob es wohl ausnahmsweise zulässig ist, daß ich in meiner Wohnung auf Englisch telefoniere.
Oder ob ich Seehofer überlisten kann, indem ein Pflaster auf die Laptop-Kamera klebe und mir einen Alu-Hut aufsetze?
Oder ich faxe ihr einfach. Kann der Verfassungsschutz englisch geschriebene Faxe detektieren?

Die armen Niederbayern und Oberschwaben. Wenn die auf einmal alle nur noch Deutsch sprechen dürfen, sind viele von denen völlig von jeder Kommunikation abgeschnitten.
Aber wie weise von Angela Merkel, daß sie Günter Oettinger schon vor Jahren nach Brüssel ausweisen ließ.
Der Mann könnte noch Jahre üben und würde dennoch nie richtig Deutsch lernen.

Der Fairness halber sei erwähnt, daß nicht nur die Schwarzen und Braunen verrücktspielen; nein auch die SPD beamt sich heute zurück in die 50er Jahre.

Eins der größten Hemmnisse für Kleinunternehmer, den mittelalterlichen Meisterzwang, der dringend ersatzlos abgeschafft gehört, will die SPD nun noch einmal festzurren. Das Zwangszunftwesen feiert seine ewige Wiederkehr.
So wird jeder Normalverdiener gezwungen in die Schwarz-Wirtschaft auszuweichen.
Handwerkerstunden kosten in Hamburg gut und gerne 80 Euro. Plus 50 Euro Anfahrt. Außer trickreichen Vermögenden, die solche Kosten abschreiben, kann sich das niemand leisten.
Gesellen mit Jahrzehnten Berufserfahrung werden in die Arbeitslosigkeit gezwungen, weil sie nicht selbstständig Leistungen anbieten dürfen. Jeder Wettbewerb wird zu Ungunsten der Verbraucher unmöglich gemacht.
Friseurinnen, die schon ihr halbes Leben Haare onduliert haben dürfen keinen noch so kleinen Nachbarschaftsladen aufmachen, wenn sie nicht die teure Meisterschule absolviert haben.
Und wozu die grandiose Meisterzwanghandwerkskunst in Deutschland führt, sehen wir ja an den vorbildlichen Bauvorhaben Stuttgart 21, BER und Elbphilharmonie, für die wir weltweit beneidet werden.
Diesen anachronistischen, antifreiheitlichen, antikundenorientierten Wahnsinn rühmt sich die Bundesregierung nun festzuschreiben.
Damit wird auch jede EU-Freizügigkeit ad absurdum geführt. Handwerksbetriebe aus grenznahen Gebieten in Polen, Holland oder Tschechien werden in die Illegalität gezwungen.

Klares Bekenntnis zum deutschen Meisterbrief […]
In der heutigen Plenarsitzung wurde der Koalitionsantrag „Der deutsche Meisterbrief – Erfolgreiche Unternehmerqualifizierung, Basis für handwerkliche Qualität und besondere Bedeutung für die duale Ausbildung“ eingebracht.
[…] Diesen Zustand wollen wir erhalten und festigen. Mit dem Antrag bekennen wir uns eindeutig zum Erhalt des Meisterbriefes und sprechen uns somit gegen eine fortschreitende Deregulierung durch die EU-Kommission aus.
Darüber hinaus wollen wir das deutsche Handwerk weiter stärken. Wir fordern die Bundesregierung unter anderem dazu auf, das Meister-BAföG weiterzuentwickeln, die Tarifbindung im Handwerk zu verfestigen und den Technologietransfer in das Handwerk hinein zu verbessern.

Irgendwas muß heute ins Grundwasser gelangt sein.
Deutschland dreht durch.

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