Freitag, 15. Dezember 2017

Briefings

Man kann über Trump sagen was man will und es ist zugegebenermaßen etwas merkwürdig, daß er sich gegen Intel-Briefings wehrt, aber dafür sind die Berater, auf die er hört auch hochkompetente seriöse Quellen.



Meister-Stratege Steve Bannon.


Nicht zu vergessen, the Queen of Fake News Kellyanne Conway.


Und wäre es überhaupt zuzumuten ihn noch zusätzlich zu briefen?
Der arme Trump kann sich nur auf zwei Dinge konzentrieren, Pussies und Golfschläger grabschen.
Inputs darüber hinaus überschreiten sehr schnell Klein-Donalds Kapazitätsgrenze. #45 ist im Vergleich zu den Moore-Fans in Alabama recht klug, soll sogar allein seine Schuhe zubinden können und bis zehn zählen können, aber er ist eben auch keins dieser seltenen Genies, dessen IQ sogar über Zimmertemperatur hinausgeht.

(….) Trumps Doofheit bleibt aber bedauerlicherweise nicht nur Objekt der satirischen Betrachtung, sondern hat praktische Auswirkungen auf die Politik.

Trump, der nie ein Buch gelesen hat, ist nicht in der Lage Akten zu studieren. Das liegt einerseits daran, daß er kompliziertere Sätze gar nicht erfassen kann und anderseits an seiner extrem limitierten Aufmerksamkeitsspanne.

Die Staffer des Weißen Hauses mußten sich inzwischen spezielle Methoden ausdenken, um Trump überhaupt briefen zu können:
Ihm vorgelegte Texte dürfen grundsätzlich nicht länger als eine Seite sein, müssen in großer Schrift verfasst sein und möglichst auch noch Bilder und Graphiken enthalten.
Da sich Trump nicht länger als zwei Minuten auf ein Thema konzentrieren kann, sind seine Mitarbeiter dazu übergegangen in jedem Absatz einmal das Wort „Trump“ unterzubringen.

[….] “It’s kind of ridiculous how they are preparing to deal with Trump,” said one source briefed extensively on the meeting’s preparations. “It’s like they’re preparing to deal with a child — someone with a short attention span and mood who has no knowledge of NATO, no interest in in-depth policy issues, nothing,” said the source, who spoke on condition of anonymity. “They’re freaking out.” […..]

Ein genialer Trick, um ihn bei der Stange zu halten. Für sich selbst interessiert sich Trump am meisten und so kann man etwas mehr Aufmerksamkeit generieren, bevor die wirren Gedanken des Golf-Greises wieder abschweifen.

Es ist ohnehin schwer einem Deppen Dinge zu erklären.
Einem extrem mächtigen Deppen aber die ganze Welt zu erklären, muß scheitern. Um mit Trump zu reden, muß man sich extrem vereinfachter Kindersprache bedienen, darf nur kurze Sätze verwenden und muß ihn minütlich loben.

NATO und G7 müssen aber mit Trump zu Recht kommen.
Um zu vermeiden, daß der Doofe aus Washington ausflippt, hält sich das größte und mächtigste Militärbündnis der Erde nun ebenfalls an die speziellen Trump-Regeln.

[….] Speeches at President Trump’s first Nato summit next week will be limited to four minutes, in order to keep him engaged.
Nato officials may also adopt tactics from the White House, such as repeating the president’s name and using maps and graphs, to keep him interested in proceedings. Mr Trump asks his staff to restrict memos to one page and few of his meetings last more than 15 minutes.
The National Security Council officials have taken to including Mr Trump’s name in “as many paragraphs as we can because he keeps reading if he’s mentioned”, a source said yesterday. [….]

Dabei mag Trump das Militär sehr. Beim G7-Treffen mit so vielen Europäern wird es noch schwerer, weil der geriatrische Geisteszwerg dafür noch weniger Interesse aufbringen kann.
Um Doofi nicht aufzuregen, müssen alle anderen Regierungschefs noch einmal geistig abrüsten.

[….]  Donald Trump startet zu seiner ersten Auslandsreise. Naher Osten und Europa, neun Tage, ein Kraftakt. Er will zeigen, dass er die Welt im Griff hat. Die Erwartungen sind so niedrig wie an keinen anderen Präsidenten zuvor.
[….] Seine heute beginnende Reise in den Nahen Osten wird die Reise eines Mannes, der sich für die Welt nie interessiert hat.
[….] Die Nato hat deshalb schon vor Trumps Landung am kommenden Donnerstag beschlossen, während des Treffens die Redezeit pro Staatschef auf zwei Minuten zu begrenzen. Der Mann aus Washington soll sich nicht langweilen. Trumps Herausforderung unterwegs wird sein, sich die Gleichgültigkeit gegenüber seinen Gesprächspartnern nicht allzu sehr anmerken zu lassen. [….]

Ob die Trump-Maßnahmen der G7 ausreichen steht in den Sternen, da seine „attention span“ womöglich noch viel kürzer ist als zwei Minuten.
Lange Sitzungen und Diskussionen mit so vielen verschiedenen fremden Leuten aus Ländern, von denen er noch nie gehört hat, dürften Donald Doof völlig überfordern. Man kann nur hoffen, daß Melania ihm genügend Ritalin ins Essen rührt. (….)
(Trumpologiefolgenabschätzung – Teil VII, 20.05.2017)

Aber selbst mit allen Tricks – ganz kurze Sätze ohne Fremdworte, garniert mit vielen Bildern und Trump-Lobeshymnen – kann man #45 nicht alle Informationen zukommen lassen.

Alles, das Trumps Wahlsieg in einen Zusammenhang mit russischer Einflussnahme bringt, ist zu viel für den Präsident. Das tut „His little feelings“ (Tara Setmayer) weh und ist daher Tabu im Weißen Haus.

Russian Meddling in US-elections darf seit einem Jahr in Trumps Nähe noch nicht mal erwähnt werden, weil Dotard dann ausflippt und für den Rest des Tages nicht mehr von den Bäumen herunterklettert.

[…..] President Trump escalated his criticism of the F.B.I. on Friday over its investigation of possible links between Russia and his campaign, adding a new round of his own complaints to a growing conservative effort to discredit the inquiry.
“It’s a shame what’s happened with the F.B.I.,” the president told reporters on the South Lawn of the White House before departing for an event at the F.B.I. Academy in Quantico, Va. “It’s a very sad thing to watch.”
Without citing specifics, Mr. Trump described an extraordinary “level of anger” at the F.B.I. over the investigation. [….]

Die USA unterhalten den größten Geheimdienstapparat der Welt.
Ein amerikanischer Präsident hat also die exklusivsten Informationen über alle außenpolitischen Vorgänge.
Eigentlich erscheinen die hochrangigsten Geheimdienstler täglich beim potus, um ihn über die brisantesten Vorkommnisse auf der Welt zu unterrichten.
Nur eben nicht bei Trump.
Erstens guckt er lieber Fox und InfoWars.
Zweitens sind detaillierte Hintergrundinformationen zu schwierig und komplex für ihn.
Drittens passt die echte Realität meistens so gar nicht in die groteske Gaga-Wahnwelt in der orangen Trumpbirne.

Alles, was Russland betrifft, darf Trump gegenüber Trump gar nicht angesprochen werden, war noch nie Thema einer Kabinettssitzung, weil #45 ausflippen würde.


[….] The Post’s Greg Miller, Greg Jaffe and Philip Rucker are out with an extensive, tour-de-force account of Trump’s handling of Russian meddling in the election during his first year in office — based on more than 50 interviews. And they conclude that over the course of that year, “Trump became only more adamant in his rejections of it.”
Some of the accounts are jaw-dropping. A few worth highlighting:

·        Trump said it was “a trap” to admit that Russia hacked Democratic emails after being briefed on the intelligence community’s conclusions on Jan. 6.
·        Five days later, after admitting under pressure that he thought Russia was behind it, Trump clearly regretted it. He told aides, “It’s not me,” and, “It wasn’t right.”
·        A former U.S. intelligence official said, “If you talk about Russia, meddling, interference — that takes the [president's daily brief] off the rails.”
·        “If you say ‘Russia interference’ to him, it’s all about him,” a senior Republican strategist said. “He judges everything as about him.”
·        While being briefed by his special envoy to Ukraine about a proposal within the administration to arm Ukrainian forces against Russia-backed separatists, Trump asked why it was in the U.S. interest. The conversation was about Ukraine but seemed to capture Trump’s frustration on so many Russia-related fronts. The envoy, Kurt Volker, told The Post that Trump repeated at least five times, "I want peace."

Trump has taken few concrete actions to hold Russia accountable or prevent future interference, even while he has gone hard at trying to prove his mythical claims of voter fraud.
His most vocal critics will believe that’s because Trump did something wrong — such as colluding with Russia or obstructing the related investigation. The simpler (and not mutually exclusive) explanation is one that those who have worked with Trump seem to subscribe to. And it’s that Trump is simply exceedingly prideful and insecure and that even the mere mention of Russian interference inherently — in his mind — means questioning his legitimacy as president. [….]