Donnerstag, 29. Juni 2017

Homoparty – Teil II

Vorwort:

Gestern Abend fiel mein Internet aus; daher war ich 14 Stunden zwangs-offline. Daher dieses verspätete Posting.
Nach der üblichen Zweit in der Service-Warteschleife sagte man mir, ich riefe außerhalb der Geschäftszeiten an und möge bitte inzwischen den Online-Service nutzen. Es sei „wenig zweckmäßig“ weiter in der Service-Hotline zu bleiben. Danke O2!

Den politischen Aspekt der Homo-Entwicklungen hatte ich gestern abgefrühstückt.
Nun muß ich noch einmal auf das Thema zurückkommen, um den komödiantischen Aspekt zu würdigen.

Da sind einerseits die rechtsradikal-völkischen Religioten des Schlages Beverfoerde oder Gersdorff, die sich heute in den sozialen Medien auskotzen und zur großen allgemeinen Belustigung beitragen.


Das sind keine schlechten Witzbolde, die jetzt vor der Eheerweiterung auf Mensch und Tier warnen.
Das haben wir schließlich erlebt in den 28 Jahren seit Dänemark die gleichgeschlechtliche Ehe legalisierte.
Kein Mann will mehr eine Frau heiraten und so tauschen sie lieber die Ringe mit Wellensittich und Goldfisch.

Gott findet es auch gar nicht witzig und heizt der Erde schon mal ordentlich ein.
Seine unfehlbaren Stellvertreter sehen bereits das Ende der Welt kommen. Und wir sollten auf sie hören, denn Päpste haben immer Recht.

Mit messerscharfem Durchblick erkannte Papst Ratzi beispielsweise bei seiner großen Afrika-Reise von 2010 die Ursache für die Aids-Katastrophe und das Millionenfache Sterben am HI-Virus, welches sein lieber Gott über die Kinder, Frauen und Männer des ärmsten Kontinents brachte:

[…..] "Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln", erklärte Benedikt an Bord seines Flugzeugs auf dem Weg nach Kamerun. "Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem", behauptete der Papst. Die Lösung liege vielmehr in einem "spirituellen und menschlichen Erwachen" und der "Freundschaft für die Leidenden". [….]

Ja, das klingt logisch. Nur durch ein Kondomverbot kann man die AIDS-Epidemie in Afrika aufhalten.

[…..] Katholische Kirche warnt vor Ehe für alle!
Überstürzt und nicht mit dem christlichen Verständnis vereinbar: Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich gegen gesetzliche Ehen zwischen Homosexuellen ausgesprochen - die "Weitergabe von Leben" sei gefährdet.
Die katholische Kirche hat starke Vorbehalte gegen die geplante Ehe für alle. Für die Deutsche Bischofskonferenz sei die Ehe "die Lebens- und Liebesgemeinschaft von Frau und Mann als prinzipiell lebenslange Verbindung mit der grundsätzlichen Offenheit für die Weitergabe von Leben", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. [….]

Ja, das klingt logisch. Wenn die verkommene Bundesregierung nicht die armen Männer zur Homo-Ehe zwingen würde, könnten sie jetzt Frauen schwängern und LEBEN WEITERGEBEN! Bekanntlich hängt die sexuelle Orientierung ja von der Rechtslage ab. Gäbe es keine gleichgeschlechtliche Verpartnerung, fände augenblicklich eine Metamorphose aller Lesben und Schwulen zur Heterosexualität statt. Sie würden einander heiraten, die teuflischen Kondome wegwerfen und endlich wieder mehr Kinder machen.

Papst Benedikt XVI:. Homo-Ehe "bedroht die Zukunft der Menschheit."
(Die Welt, 09.01.2012)
 
Ja, das klingt logisch. Aber nach Merkels Umfall stirbt die Menschheit aus - man erkennt das ja schon seit einem halben Jahrhundert an der dramatischen Unterbevölkerung der Welt seit die Homos nicht mehr verbrannt werden.

Ich verstehe, daß Spitzenpolitiker wie Andrea Nahles, Wolfgang Thierse, Winfried Kretschmann oder Annette Schavan sehr stolz auf ihre intelligente katholische Kirchenführung sind und sich daher intensiv für die RKK engagieren.

Die Religioten Deutschlands scheinen wieder einmal Staat und Kirche zu verwechseln.
Wer die „Homoehe“ ablehnt, weil er katholisch ist, braucht sich nicht zu sorgen, da es kirchliche Hochzeiten für Schwule und Lesben auch weiterhin nicht in der RKK geben wird.
Was Ratzi, Franzl und der Homohasser Müller denken, soll eine Bundesregierung nicht zu kümmern.


Man kann nicht aus Rücksicht auf Antihumanisten mit ewig-gestrigen Ansichten ganz normale Menschen rechtlich schlechter stellen, so wie man einst Frauen kein Wahlrecht gab, weil Jesus das schließlich auch verlangt ("Das Weib schweige in der Gemeinde"!) und es überhaupt immer so war.
Die Bibel ist ein ganz schlechter Ratgeber, den wir dringend in den Müllhaufen der Geschichte befördern sollten.

Das kann man in seinem eigenen Wort, der Bibel, der Guten Nachricht, zweifelsfrei nachlesen.

 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein.
(Mat 13,41)

18Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, 19 so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes 20und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. 21So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, daß er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun, daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte.
(5 Mose, 21)

 Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
(Mat 10,34)

Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes und eßt das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Großen!
(Joh 19,17)

So spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder (...) erschlage seinen Bruder, seinen Freund, seinen Nächsten.
(2 Mose 32,27)

Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.
(Lukas 14,26)

Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürgt sie vor mir!
(Lukas 19,27)

63So wie der Herr seine Freude daran hatte, auch Gutes zu tun und euch zahlreich zu machen, so wird der Herr seine Freude daran haben, euch auszutilgen und euch zu vernichten.
(5 Mose 28) 

 
In der Bibel preist Jesus auch die Sklaverei.
Linkshänder wurden verbrannt, weil sie die Teufelshand benutzten. Wollte die Kirche so.
Ungläubige, Juden, Muslime wurden von der Kirche massakriert.
Gemischtrassige und gemischt konfessionelle Ehen verboten.
Die Kirche pries Kinderarbeit und predigte fast 2000 Jahre ihrer Geschichte, daß man Kinder regelmäßig verprügeln muß.
Die Kirche jagte Jugendlichen Angst ein, wenn es um Masturbation ging.
Kirchen verboten das Bankenwesen und Zinsen.
Die Kirche hat Menschen gefoltert und ermordet, weil sie sich für den Heliozentrismus stark machten.
Kirchen haben arabische Zahlen wegen der "teuflischen Null" untersagt.

Sich im 21. Jahrhundert auf Bibel, Gott und Kirche und Heiliges zu beziehen, ist ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz schlecht.

Der Typ entstammt einer altertümlichen primitiven Hirtenkultur, die keine Menschenrechte kannte und fleißig vor sich hin mordete.
Bischöfe und niedere Religioten, die sich heute noch auf die Bibel beziehen, sollte man nicht ernst nehmen.

Der Holocaustleugner-freundliche Schwulenhasser, der Frauen partout nicht die gleichen Rechte geben will, Päderasten beschützt, der in Afrika erklärte „Kondome verschlimmern das AIDS-Problem“ und damit tausendfach Tod brachte und wieder die Karfreitagsfürbitte gegen die Juden einführte, hat keine Dankbarkeit verdient!

Derjenige, der TATSÄCHLICH für das Fortführen des myriadenfachen Kindesmissbrauchs verantwortlich war, nämlich jener Mann, der ein Vierteljahrhundert als oberster Glaubenswächter wirkte, aktiv alle Kinderfickerfälle an sich zog, strengstes Schweigen befahl und die Bischöfe anwies die Päderasten in ihren Reihen gewähren zu lassen, zweifelt kein bißchen an seiner Rolle. 

Aus Gründen absoluter Geheimhaltung zog in der Tat die verschwiegene vatikanische Glaubenskongregation alle wichtigen Fälle von Sexualvergehen von Klerikern an sich und so kamen die Fälle in den Jahren 1981 bis 2005 auf den Tisch ihres Präfekten Kardinal Ratzinger. Dieser sandte noch am 18. Mai 2001 ein feierliches Schreiben über die schweren Vergehen ("Epistula de delictis gravioribus") an alle Bischöfe der Welt, in welchem die Missbrauchsfälle unter die "päpstliche Geheimhaltung" ("secretum Pontificium") gestellt wurden, deren Verletzung unter Kirchenstrafe steht.
(
Küng)

Reue Fehlanzeige.


Bei Benedikt geht es […] um Folgendes: Er war verantwortlich als Chef der Glaubenskongregation für die Fälle von Missbrauch in der Kirche. Also, er war für deren Aufklärung, beziehungsweise eben für deren Vertuschung.
Und wenn man sagt, man will jemandem vergeben, dann muss man sagen, nach der katholischen Lehre muss da sein: A, Schuldeingeständnis, B, echte Reue, dann kann C, Vergebung folgen. Aber der Papst selbst, obwohl er sich mit Missbrauchsopfern trifft, obwohl er hier und da Dinge sagt, wie schrecklich das alles sei - er hat nicht seine eigene Schuld eingestanden.
Er zeigt keine Reue, im Gegenteil, er sagt, man sieht ja, wie diese schlimme weltliche Gesellschaft, diese schlimme sexuelle Enthemmung auch die Kirche affiziert, und darum muss sich erst recht mein Kampf gegen die - wie er es nennt - Antikultur des Todes fortsetzen. Das heißt, er zieht genau die falschen Schlussfolgerungen. Er sieht so zusagen - er guckt weiterhin auf den Span in unserem Auge, statt den Balken im eigenen zu erkennen.

Ratzinger ist ein mitleidsloser Elitärer, der seit vierzig Jahren gegen Humanismus und Menschenrechte kämpft.

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